Hallo Helgi, ich habe gehört, es gibt noch freie Plätze - ich belege den nächsten! 😄 Ich bin erst ziemlich spät auf deinen Bericht gestoßen und gedanklich absolut weg aus den tristen Grau Deutschlands. Gerade erwache ich, weil deine Reise nach 14 Seiten endet. Ich glaube, mein Mann rief ein paar Mal - oder waren es deine Löwen?? 😄 Ein sehr schöner, mitreißender Bericht mit immer wieder schönen Bildern u. Videos gespickt. 🤩 Wir sind dieses Jahr im Juli in Nam und überlegen, ob wir durch den KGT fahren, hören aber immer wieder, dass Juli eigentlich zu früh für Katzensichtungen sei? Ihr hatten im Sep./Okt, ja richtiges Katzengold dabei. 😄 Bin gespannt, was noch folgt? Liebe Grüße Birgit
heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200705. Feb. 2013 ·
bayern schorsch schrieb: wenn Dein Rinderfiletsteak hier in Germany nur annähernd so gut aussieht wie das Steak in Afrika, dann kommen wir gern bei Dir vorbei.;) Samstag abend so gegen 19.00 Uhr, das würde immer gut passen. 🙂
Hallo Bayern-Schorsch,
Ich lehne mich, glaube ich, nicht aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass meine Steaks (in Dresden ) als legendär gelten 😎 😗
Also am Samstag um 19 Uhr ?
Im Ernst: wenn ihr mal nach Dresden kommt, seh gerne. Am besten außerhalb des Winters auf unserer " Hazienda " ( so nennen es meine Mitarbeiter ) mit Lagerfeuer. Das gilt auch für andere Fomis ( falls nicht alle auf einmal kommen 😮 😊 🙂 )
Champagner8'721 Beiträge · seit 201005. Feb. 2013 ·
heuchef schrieb:
Und was hältst du von Kesselgulasch am Lagerfeuer? Oder Spargel ? Wir haben da noch so'n paar Ideen in petto....
LG Helgi
Oha, jetzt wirds interessant (vorallem unter dem Aspekt, dass ich mich heute mal wieder von Robin-Cook-Fraß an der Schule ernähren musste 🤢 ) - Gulasch - JAAA! Spargel - Doppel-JAAAA! Und Lagerfeuer sowieso!
Aber wir schweifen ab......... wolltest du nicht weiterschreiben? Okay, ich gebe zu, es ist spät und mich hat der Schneesturm nochmal aus dem Bett geholt - das kann ich ja schlecht von dir genau so verlangen 😎
Ein toller Bericht mit vielen vielen schönen Bildern! Freu mich schon auf die Fortsetzung 🤩
LG Manuela
lionfight1'324 Beiträge · seit 201306. Feb. 2013 ·
WOW Tolle Reise mit fantastischen Eindrücken und schönen Bildern.
Gefällt mir.
Euer Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela
10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200707. Feb. 2013 ·
Der nächste Tag und der letzte ín der Kalahari:
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Heute früh erst mal einen Ausflug an das Wasserloch.
Dann steht eine Fahrt ins Deception Valley an.
Die Landschaft ist wieder und unvergleichlich
und wir treffen auch einige Bewohner.
Wir besuchen die Desception Campsites, die jedoch alle tief im Gebüsch liegen, keine Aussicht bieten und die wir sehr unattraktiv finden.
Nur wenige Kilometer südlich kommen wir zu den Kori Campsites (CKKOR 01 bis 04), die in T4A erst seit der Version 12.10 verzeichnet sind. Diese finden wir alle ausgesprochen schön.
01 liegt direkt am Weg
02 ist recht groß und bietet Platz für mehrere Autos, die auch etwas auseinanderstehen können, direkt an der Pan
03 liegt weiter vorne mit guter Sicht auf die Pan
04 ist eher etwas abseits
Wir schauen uns noch hier und da um, genießen den Tag und kommen schließlich auf unserem schönen Platz an der Sunday Pan zur Ruhe.
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Am nächsten Tag geht's dann durchs Wasser und durch Feuer 🤩
Alle Mitreisenden deshalb bitte vorsichtshalber schon mal aufs Dach klettern. Ich übernehme keine Haftung!
etosha-micha139 Beiträge · seit 200907. Feb. 2013 ·
Hallo Helgi,
es hat sich noch ein Mitfahrer hinzu gesellt. Toller Bericht, tolle Bilder, tolle Begegnungen. Der botswanische Teil des KTP und CKGR stehen auch noch in meiner to do Liste. Bisher waren wir eher für Lodge Urlaub, Campen stand bisher nicht auf dem Plan, aber wenn man die Bilder so sieht und die hautnahen Begegnungen mit den Katzen 🙄 , dann sollte man wohl doch noch einmal drüber nachdenken.
Apropos Dresden und Oper, Bele, das gönn ich mir dieses Jahr noch...:P
LG Micha
LG
Micha
Champagner8'721 Beiträge · seit 201007. Feb. 2013 ·
etosha-micha schrieb:
Apropos Dresden und Oper, Bele, das gönn ich mir dieses Jahr noch...:P
LG Micha
Schön für dich, Micha 😉 Aber ich pack das irgendwann auch....:)
@ Helgi: danke mal wieder für die schönen Fotos - ich habe ja eine Campingtour für 2014 im Hinterkopf (Bodenzelt), die geht 4 Tage in die CKGR (falls ich nicht alterstechnisch ausgeschlossen werde 😕 ), von daher ist dein Bericht gerade besonders spannend für mich!
heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200711. Feb. 2013 ·
Hallo Daniela und alle anden auf dem Dach,
bitte noch etwa aushalten, auch wenn es eng ist 😁 . Ich bin gestern vor meiner Abfahrt zu einer Tagung einfach mit der Fortsetzung nicht fertig geworden - sorry !
Halli Hallo Eine kurze Frage, oder habe ich das übersehen? Wann ward Ihr in der Central Kalahari und wie war das Wetter bzw. die Temperatur? Toller Bericht, vielen Dank! Grüße Elke
heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200711. Feb. 2013 ·
Hallo Elke,
das genaues Datum steht in der Überschrift jeder Tagesetappe ..;)
Wetter Anfang Oktober: Tags zwischen 24 und 30 Grad und trocken. In der Regel also angenehm bis heiß und nur in der Mittagszeit manchmal unangenehm. Nachts angenehme 16 bis 20 Grad.
heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200713. Feb. 2013 ·
Hallo alle auf dem Dach, jetzt geht's endlich weiter 🤩
Und gut festhalten!
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03.10.2012 Sunday Pan – Maun (315 km)
Wir fahren via Deception Valley zum Matswere Gate – eine sandige, holprige und weder landschaftlich noch tiersichtungsmäßig besonders aufregend. Vom Gate dann eine lange Strecke bis Rakops – Tanken wird langsam Zeit.
Die Tankstelle hat Diesel und mit wieder randvollem Tank (insgesamt 160 l) geht es Richtung Norden.
Und dann erinnern wir uns, dass Chrigu, als wir mal in unserem Garten mit ihm grillten, uns den Tipp gegeben hat, die Fähre über den Boteti zu nehmen – das sei einfach ganz lustig.
Also gesagt, getan. Wir biegen rechts ab und kurz nach den paar Häusern von Xhumaga sehen wir am Fluss das Gerät, das uns rüber bringen soll.
Und schon nach kurzem Warten kommt der "Kapitän". Er ist äußerst nett und freundlich und gerne bereit, uns für 120 Pula überzusetzen. Also vorsichtig mit Einwinken auf das schmale Teil und alsbald geht es dank der zwei Außenborder mit „rasanter“ Fahrt über den Fluss.
Die Flusslandschaft ist für das Sand-gewohnte Auge mal wieder was ganz anderes und wir können uns kaum satt sehen.
Am anderen Ufer angekommen fahren wir die Böschung rauf und stehen vor einem Gate. Erst jetzt realisieren wir, dass hier das Gate zum Makgadigadi Pan Park ist. Wir wollen eigentlich nur das relativ kurze Stück nach Norden durchfahren und dann wieder auf die A 3 nach Maun.
Die Mädels am Gate machen uns aber klar, dass wir auch für dieses Stück eine Tages-Permit brauchen, welches 290 Pula kostet. Na gut, diskutieren bringt nix. Aber dann das Problem: Es ist gar kein Tax-Officer da, an den wir das bezahlen können. Wir sollen uns deshalb dann am Ausgangs-Gate melden und dort bezahlen. Na, auch gut.
Und kurz nach dem Gate: Elefanten. Unsere ersten Elefanten auf dieser Reise.
Weiter geht es dann zunächst am Fluss entlang, noch etwas Wasserlandschaft für die ausgetrockneten Augen.
Und dann wieder sie steile Böschung rauf.
Auf dem weiteren Weg Richtung Norden sehen wir am Horizont an vielen Stellen Rauchsäulen aufsteigen. Birgit ist etwas besorgt, dass wir in einen Buschbrand kommen können. Der stets optimistische Helgi versichert aber, dass das gaaaanz weit weg ist und wir niemals dem Buschbrand nahe kämen.
Irrtum!😃 😐
Erst kommt eine Strecke, an der schon viel verbrannt ist
und dann kommen die brennenden Flächen näher.
Und schon sind wir mitten drin.
Es wird ziemlich heiß und rauchig – wir lassen die Fenster zu und die Klimaanlage läuft auf Hochtouren. Nur der sandige Weg ist ohne Feuer, alles nebendran brennt. Also gibt’s nur eins: weiterfahren und durch. Hoffentlich keine Panne….
Und das geht jetztt 20 km so, langsam wird der Optimismus durch feuchte Hände etwas verdrängt - hoiffentlich geht das gut!
Die Zebras sammeln sich zu hunderten und „überlegen“, wohin sie am besten vor dem Feuer rennen sollen (sieht man auf dem Video nur kurz..). Und da, wo die Flammen auf beiden seiten nah dran waren, hatten wir nicht mehr den Nerv zum Filmen 😵
Die Strecke durch die Flammen geht bis wenige hundert Meter vor dem Phuduhudu Gate, wo wir den Park wieder verlassen. Wir sind heilfroh, das unversehrt erreciht zu haben.
Die Ranger dort sitzen in ihren Sesseln und haben die Füße auf dem Tisch.
Unsere Bemerkung, dass man uns bei der Einfahrt vielleicht auf diese ausgedehnten Brände direkt an der Pad über mehr als 20 km hätte hinweisen können, interessiert sie überhaupt nicht.
Und unsere Antwort auf ihre Frage, wie weit das Feuer noch weg sei, wohl genau so wenig. Man wartet halt, bis das Feuer das Gate samt Gebäude (strohgedeckt) erreicht hat und dann wird man wohl nichts anderes machen können ,als weg zu laufen…
Und der Blick von der Straße 200 m nach dem Gate war ja kaum bedrohlich - da sind wird urch !!!
Nochmal na gut: wir werden nach dem Permit gefragt. Als wir brav erlklären, dass wir keins haben, stellt man fest, dass auch hier kein Tax-Officer ist. Wir sollen am nächsten Tag um 8 Uhr in Maun in das Büro gehen und dort bezahlen.
Komisch, das haben wir dann vergessen ...😗
Wir fahren weiter nach Maun und erreichen bald das reservierte Sedia Hotel am nördlichen Ausgang der Stadt. Wir fahren aber erst noch schnell die paar Kilometer zur Thamalakane Lodge weiter und reservieren einen Tisch für das Abendessen – im Forum haben so viele von dem Essen dort geschwärmt.
Wir bekommen einen Bungalow mit viel Platz
und sitzen bald auf der schönen Terrasse mit Blick in den parkartigen Garten.
Und Dank WiFi kann man mal wieder nach den E-mails gucken und was so im Forum passiert ist.
Dann ab zu den Fleischtöpfen in der Thamalakane Lodge. Wir bekommen einen schönen Platz draußen und hören den Fröschen zu. Das Essen dann finden wir ganz ordentlich aber nicht überragend. Es ist aber ein schöner Abend und nachdem die Flasche Pinotage leer ist, geht es zurück ins Hotel.
Uns gefällt das Hotel recht gut, nicht besonders luxuriös, aber angenehm und den Preis von 1.000 Pula pro Nacht für zwei durchaus wert.
Und dass nahezu das gesamt Personal aus sensiblen, hübschen, die Hüften schwenkenden Jungs besteht, dies sich bestimmt nicht für Mädels interessieren, ist halt nur etwas amüsant.
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So, am Wochenende geht's weiter.
Ich habe jetzt wichtigeres 😊 vor: Die erste Flasche Beyerskloof Pinotage - Empfehlung von Annick und Susi hier - ist dekantiert und wartet auf uns - Prost!
Champagner8'721 Beiträge · seit 201013. Feb. 2013 ·
heuchef schrieb: So, am Wochenende geht's weiter.
Ich habe jetzt wichtigeres 😊 vor: Die erste Flasche Beyerskloof Pinotage - Empfehlung von Annick und Susi ist dekantiert und wartet auf mich - Prost!
Und Grüße an alle Helgi
Wie jetzt??? Du trinkst bist zum Wochenende durch? Okeeeeee.......😐
Tolles Kapitel mal wieder - und ich freu mich sooo auf den Boteti (wir werden mit den Dombos eine Tour dorthin machen) - und gleich doppelt so sehr wenn ich deine Fotos sehe ! (Das Feuer hab ich übrigens nicht gebucht für August - hast du vielleicht vergessen das Häkchen in dem einen Kästchen zu setzen??? 😛
heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200713. Feb. 2013 ·
Champagner schrieb: Wie jetzt??? Du trinkst bist zum Wochenende durch? Okeeeeee.......😐
Glaubst Du wirklich, dass die Flasche bis zum Wochenende reicht ??? 😛
Aber der Beyerskloof Pinotage - hab' gerade angefangen - ist wirklich gut!
So und nebenher noch ein paar Änderungen und Ergänzungen und versuchen, die Videos hochzuladen - nervt etwas, aber ich hab ja ein Mittel dagegen im Glas...
Hallo nochmal, wir werden die Strecke von Sunday Pan nach Maum im September fahren, daher die Frage nach dem Wetter und der Temperatur... Wie lange habt Ihr von Sunday Pan bis Maun zeitlich gebraucht? Wir haben unsere Kids dabei oder habt Ihr eine Idee zum Campen für den Weg? Merci und bitte nicht zu viel Wein, bin schon gespannt was Euch der Moremi beschert hat... Gruß Elke
heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200717. Feb. 2013 ·
Nicht dass jemand denkt, ein dicker Kopf sei der Grund, dass die Fortsetzung dauert! 😉 Es gab einfach zu viel Arbeit in den letzten Tagen.
Aber jetzt gehts los zum Tag mit dem höchsten Adrenalinverbrauch dieser Reise.
Bitte alle vom Dach runter kommen und auf die Rücksitze oder ins Canopy. Niemand bleibt draußen!!!
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04.10.2012 Maun – Mogotho Camp (109 km)
Nach ein paar Einkäufen in Maun – Savannah Dry und Windhoek Lager gehen langsam zu Ende – fahren wir Richtung Norden, wo wir eigentlich das Dizhana Camp gebucht hatten. Jenes hat bekanntlich geschlossen und uns auf das Mogotho Camp umgebucht.
Auf dem Weg werden wir von ein paar Giraffen neugierig beobachtet
Die Strecke ist anfangs geteert, später eine ordentliche Schotterpiste. Die Zufahrt von der Straße zum Mogotho Camp dann jedoch tiefsandig und einigermaßen kurvenreich.
Das Camp erweist sich als einfach aber recht gepflegt
Wir werden vom Chief Hendrik freundlich begrüßt
und sitzen bald auf der schönen Veranda mit Blick über den Seitenarm des Khwai River – Rock Shandy ist doch immer noch das Beste zum Durst löschen 😎
Hier sehen wir jetzt jeden Abend die Hippos vorbei schwimmen, wobei sie nur ab und zu zum Luft holen den Kopf übers Wasser heben. Wir staunen, welche Geschwindigkeit dies massigen Tiere entwickeln.
Untergebracht sind wir in den üblichen Zelten.
Hendrik eröffnet uns, dass wir einen eigenen Guide bekommen, Foi.
Zunächst nehmen wir das dankend an und fahren mit Foi hinunter zum Hippo Pool. Und es gibt Hippos, Elefanten und Giraffen.
Leider stellt sich Foi als schlichtweg miserabler Guide heraus. Er macht nicht ein Mal unaufgefordert den Mund auf und auf unsere bewusst vielen interessierten Fragen weiß er weder eine Antwort noch äußert er sich überhaupt. Man muss ihm jedes Wort aus der Nase ziehen. Das einzig inhaltliche was wir von ihm erfahren, ist, dass er gerade seinen Kurs zum Guide beendet hat und dies seine erste Stelle ist – merkt man.
Wir beschließen, zurück zur Lodge zu fahren, dort einen Drink zu nehmen und dann am späteren Nachmittag nochmals alleine zum Hippo-Pool zu fahren.
Wir stellen uns mit dem Auto neben dem Khwai River, der rechts von uns ist, einige dicht stehenden Bäume links von uns, so dass wir nicht im Weg von Tieren sein können, die vom und zum Fluss gehen.
Und schon bald kommen unzählige Elefanten – es müssen über 200 gewesen sein – in Gruppen zum Fluss oder gehen vom Fluss zurück. Dies geschieht vor uns und hinter uns.
Wir beobachten das fast eine Stunde in aller Ruhe.
Doch plötzlich Ende der beschaulichen Beobachtung 🤩 🤩 🤩 :
Vor uns kommt von rechts eine Gruppe von vielleicht acht Elefanten, die im Abstand von ca. 20 m an uns vorbei vom Fluss weg gehen.
Plötzlich dreht sich ohne jede Vorwarnung ein fast ausgewachsener Jungbulle um 90° nach links und startet unvermittelt mit gesenktem Kopf frontal auf uns zu. Er hat vorher weder die Ohren gestellt noch den Rüssel gehoben noch sonst irgend ein Zeichen gegeben, dass ihm etwas nicht passt.
Aus meiner Erfahrung, dass sich Elefanten sofort beruhigen, wenn man durch langsames Rückwärtsfahren die Fluchtdistanz wieder herstellt, fahre ich – der Rückwärtsgang ist sowieso immer eingelegt – sofort etwa 10 m zurück.
Das interessiert den Rüpel überhaupt nicht. Der Kopf bleibt gesenkt und er rennt und stampft unbeirrt weiter frontal auf uns zu.
Jetzt denke ich: nur keine Schwäche zeigen, sonst fühlt er sich in seiner Kraft bestätigt und wird nachsetzen. Im selben Moment schreit Birgit „Fahr vorwärts!“
Also den Vorwärtsgang einlegen und volles Rohr auf ihn los. Das letzte, was ich wahrnehme ist ein gesenkter Elefantenkopf mit wütend zusammen gekniffenen Augen, der mit den Rüsselansatz die ganze Windschutzscheibe optisch ausfüllt. Dann rummst es gewaltig und ich nehme noch wahr, wie sich der Elefantenkopf auf die Motorhaube senkt und es ihm den Hintern anhebt. Offensichtlich hat er kapiert, dass er hier keinen schwächlichen Gegner hat und ihm tut wohl der Rüssel weh, denn er dreht einfach um und läuft hinter seinen Kumpels her.
Das ganze ging vielleicht 20 bis 30 Sekunden, aber in meinem Kopf läuft es heute noch in Zeitlupe ab.
Später bestätigen uns mehrere erfahrene Ranger, dass wir genau richtig gehandelt haben. Wenn ein pubertierender Jungbulle glaubt, seine Kraft zeigen zu müssen, muss man ihm Kontra geben – das ist nicht anders als bei halbwüchsigen Jungs. Wären wir weiter zurückgefahren oder stehen geblieben, wäre die Wahrscheinlichkeit nicht gering gewesen, dass er nachsetzt oder von der Seite kommt – eine Autotüre dürfte für Elefantenstoßzähne kein großes Hindernis sein.
Ich staune etwas über mich selbst, wie kaltblütig ich geblieben bin und staune über Birgit, die genau so kaltblütig daneben sitzt und nur sagt: Gott sei Dank kam er nicht von der Seite.
Während ich den Schaden am Auto betrachte:
(Die Bullbar ist um etwa 10 cm nach hinten gedrückt, die Motorhaube eingedellt und die Zusatzscheinwerfer hängen nur noch an den Kabeln. Das kann teuer werden.)
macht Birgit – ungeachtet der etwas zitternden Finger – wunderschöne Fotos von den in den Abend davon gehenden Elefanten.
Zurück in der Lodge erst mal einen Drink zur Beruhigung, die Nerven etwas zur Ruhe kommen lassen und dann ein schönes Abendessen auf der Veranda.
Der Pinotage schmeckt mal wieder und besonders heute hervorragend und heute bleibt es nicht bei einer Flasche.
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So, ich hoffe, alle hatten die Herztropfen in Reichweite.
Ab jetzt geht es den Rest der Reise eher beaschaulich weiter, aber es gibt noch einiges zu berichten.
gut, dass ich "Wunderschön Namibia" schon kannte, da konnte ich in aller Ruhe bei Euch sein, obwohl... Ruhig war's ja nicht gerade 😣
Wow, ich bin immer noch geplättet. Da reichen die Herztropfen fast gar nicht. Schon wieder ein "Chapeau", das ist ja noch besser, als Birgit's "Husch Husch" Einlage. Bin jetzt natürlich gespannt, ob's hinterher Mecker gab 😉
Ach ja, wieder tolle Bilder 🤩 (hätt ich vor Schreck fast vergessen)
Liebe Grüße und ich freu mich auf die Fortsetzung Claudia