monkeyheadThemenstarter87 Beiträge · seit 200728. Okt. 2012 · #1Hallo Ihr Lieben,
ich brauche mal Euren Rat für meine nächste Tour durch Namibia im August 2013.
Ich hatte ursprünglich vor mit der Familie meiner Schwester (2 Erwachsene, 3 Kinder 6-12 Jahre, alles Afrika-Neulinge) ne große klassische Namibia-Runde mit 2 Fahrzeugen (4x4 und Dachzelt) zu machen.
- gut 3 Wochen, meistens gravelroad, ohne längere 4x4-Strecken
- meistens Camping, mind. 2 Tage pro Station
- Route ungefähr Windhoek, KTP,Tiras,Swakopmund, Erongo, Etoscha, Windhoek
Inzwischen sind aus meinem Freundeskreis einige "Anmeldungen" gekommen, die gerne (samt Anhang) mitfahren möchten. Alle waren schon in Namibia und haben sonstige Individual-Fernreise-Erfahrungen. Alle sind "pflegeleicht" und unkompliziert. Ich würde mich auch freuen, wenn alle mitkommen.
Es könnten bis zu 6 Fahrzeuge und 15 Personen werden.
So, jetzt zu meinen Fragen:
Habt Ihr Erfahrungen mit so großen Gruppen bei Namibia-Reisen. Auf was muss man achten? Welche Nachteile ergeben sich? Welche Vorteile? Braucht man für den Tagesablauf eher ein ziemlich striktes Timing (z.B. Abfahrt pünktlich 8.00 Uhr für die ganze Gruppe)? Oder soll sich jedes Fahrzeug um sich selbst kümmern (z.B. gemeinsames Treffen erst abends im nächsten Camp, Tagesplan/Streckenführung macht jeder individuell?)
Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir Eure Erfahrungen mit größeren Gruppen mal erzählen könntet und mir ein paar Tipps gebt zum Gelingen einer solche Reise.
Vorab vielen Dank und Grüße aus dem verscheinten Sachsen!!
Monkeyhead
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200828. Okt. 2012 · #2Hallo Monkeyhead,
das ist letztlich eine Frage, wie gut sich Deine Freunde auch untereinander kennen und welche Lebensgewohnheiten sie haben. Z. B.: Sind alle Frühaufsteher? Wenn sich nicht alle untereinander seit Jahren kennen und möglichst auch schon zusammen unterwegs waren, dann empfiehlt sich für meine Begriffe eine "individuelle Gruppenreise". Wir haben das auch schon gemacht. Bei 15 Personen z. B. 4 Autos, gemeinsames Festlegen und Buchen der Route und Unterkünfte und den Rest macht man dann individuell. Dann können die Frühaufsteher morgens ins Sossusvlei und die anderen gehen am Nachmittag und abends trifft man sich zum Essen und Klönen. Mit dieser Art habe ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht und kann das nur jedem so empfehlen.
Liebe Grüße von der Atlantikküste
Gerd
Bazi2'721 Beiträge · seit 200628. Okt. 2012 · #3Hallo Monkeyhead
Ich würde es ebenso machen wie Gerd. Gemeinsam planen und dann individuell die Tagesetappe in Angriff nehmen. Was nicht heissen soll, dass man auch gemeinsam fahren kann. Aber aus meiner Erfahrung heraus hat doch jeder einen etwas anderen Rhythmus. Der eine möchte länger frühstücken, der andere an einer Stelle länger fotografieren oder etwas betrachten, der dritte hat es eilig und möchte einen bestimmten Punkt anfahren. Das gibt auf die Länge Stress. Am Abend verabredet man sich dann wieder beim Sundowner oder Abendessen und kann sich austauschen. Viel Spass beim planen.
LG
Bazi
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201128. Okt. 2012 · #4Hallo Affenkopp 😉 ,
Je mehr Zwänge es für die Teilnehmer gibt, desto eher baut sich Stress auf. Also auch meine Meinung: gemeinsames Abendessen als einzigen "Pflicht"-Programmpunkt, wenn überhaupt.
Viel Spaß beim Planen und dann auf der Reise!
LG aus dem sonnigen Hamburg,
Karsten
Chrigu7'267 Beiträge · seit 200628. Okt. 2012 · #5Hallo Monkeyhead
Ich schliessen mich den anderen Schreibern grösstenteils an.
Wir waren schon öfters mit mehreren Fahrzeugen unterwegs. Dabei gab es Strecken, wo wir bewusst zusammen geblieben und im Konvoi gefahren sind. Das ist auf Eurer einfachen Tour evtl. nicht nötig. Ansonsten ist es gut, wenn die Leute pro Fahrzeug möglichst frei sind.
Ein Nachteil bei grösseren Gruppen kann schon ein einfacher gemeinsamer Tankstop sein. Wenn es nur ein oder zwei Säulen hat und vielleicht die Entlüftung beim Doppeltank bei einem Fahrzeug nicht gut funktioniert, kann ein einfacher Tankstop plötzlich eine Stunde und mehr dauern.
Da ist es immer gut wenn einige schon weiter fahren.
Auch ein schneller Einkaufsstop, dauert in der Gruppe länger als mit einem Fahrzeug.
Ein Vorteil hat es aber wenn viele Fahrzeuge sind. Ihr könnt einen Kühlschrank auf gefrieren einstellen und so z.B. Fleisch tiefgekühlt mitnehmen. Dabei ist einfach zu beachten, dass die mit dem Tiefgekühlten Fleisch nicht plötzlich auf dem trockenen sitzen 🙂
Wir hatten immer kleine Funkgeräte dabei. Das bringt zwar nur auf wenige hundert Meter etwas, kann aber z.B. am Wasserloch sehr nützlich sein.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200628. Okt. 2012 · #6Hallo monkeyhead,
stressig wird es für dich auf jeden Fall, denn Du bist der Organisator, alle werden sich an dich wenden. Ich beneide dich nicht! 3 Fahrzeuge und 6 Personen haben uns bisher gereicht (nicht negativ gemeint). Mehr dürfen es auf keinen Fall sein.
Am besten ist es wirklich, wenn jeder für sich fährt und abends trifft man sich im nächsten Camp. Ich gehe mal davon aus, dass du auch etwas Urlaub geniessen willst!
Gruß
Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind.
Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist.
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freshy3'883 Beiträge · seit 201128. Okt. 2012 · #7Als ich das Eingangspost las, fiel mir unsere private "Kleingruppenreise" nach Australien vor 5 Jahren ein. Ich schließe mich Pascallinah an! Nie wieder! Seitdem ist eine beinahe 30jährige bis dahin harmonische Freundschaft Vergangenheit. Auf so einer Reise lernst du Seiten deiner besten Freunde kennen, die besser im Verborgenen geblieben wären. Wir hatten organisiert und waren an allem Schuld, was nicht klappte. Nach der Hälfte der Reise habe ich darauf bestanden, dass wir getrennt weiterreisen. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich die Reise genießen. Dem Himmel sei heute noch Dank, dass wir auf 1 Auto pro Paar bestanden hatten. Zu Viert in einem Fahrzeug gäbe es heute ein paar Kreuze mehr im australischen Outback.
Meine 5 Cent zu diesem Thema,
freshy
Afrikavirus74 Beiträge · seit 201128. Okt. 2012 · #8Hallo Monkeyhead,
unsere erste Tour durch Afrika war eine Gruppe von 11 Personen und drei Autos. Nur der Leader hatte Afrikaerfahrungen alle anderen waren Neulinge.
Vielen Argumenten meiner Voschreiber kann ich mich nur anschließen, wenn nicht absolute Disziplin herrscht gibt es ganz schnell Ungemach. Einen Punkt habt ihr alle auf der Minusliste noch noch vegessen 😈
Ich war der Lumpensammler da in der Mitte eine reine Frauenbrigade fuhr 😉! Über Walki Talki hab ich mich nur noch als "Dreckfresser" gemeldet 🙁 Staub Staub ....
Und bei Tiersichtungen versteht man hinten gar nicht warum vorne gehalten wird
Allerdings geht ein Reifenwechsel mit 4 Männern sehr schnell, und auch andere Probleme sind mit ein paar mehr Händen besser zu lösen. Klare Absprachen beim Einkaufen und aufteilen des Zettels und alles geht schneller,oder aufteilen beim Campaufbau die einen machen die Zelte die anderen bereiten das Essen und das Feuer vor.....
Unser Leader musste aber während der Tour einsehen das man mit 3 Autos doch um einiges langsamer ist als wenn man allein unterwegs ist 😮
Die Photoausbeute war natürlich gigantisch ich glaube es waren knapp 3000 und man konnte bei der richtigen Sortierung gute Abläufe zusammenstellen.
Alles in alem ist es halt eine persönliche Sache wie man es mag.
Man kann alles richtig aber auch alles falsch machen 😛
So nun viel Spaß bei deiner Entscheidungsfindung
Afrikavirus
Hanne6'152 Beiträge · seit 200628. Okt. 2012 · #9hallo monkeyhead,
Du stellst hier im Forum eine Frage --- die Du Dir eigentlich am besten
beantworten kannst- denn Du kennst ja die Truppe.
Meine Frage: Wenn Du mit diesen 15 Personen hier in Deutschland 3 Wochen
unterwegs wärst ---- wäre das das Gelbe vom Ei.
Damit will ich sagen, jeder von uns ist im Alltag in einen Tagesablauf
eingebunden - im Urlaub --- gehts etwas lokkerer zu ---aber doch nicht für
alle ... mant hat vorher geplant - wie lang die Strecken sind, heute ist
angesagt früh los --- aber nicht alle kommen in die Gänge --o.k. 1. Mal macht
nix--- das ist erst der Anfang -- aber noch sind 18 Tage vor uns --- was
dann ---.
Meine Meinung ---Urlaub braucht jeder --- plant Namibia Urlaub jeder für sich
alleine ---- plant so - dass ihr euch irgendwo auf einer Unterkunft mal trefft
für 2 Tage -- denke, so seid ihr hinterher noch Freunde in Deutschland für
lange Zeit.
Das ist wirklich nicht böse gemeint --man kann sich zuhause mit allen Freunden
treffen --- aber 3 Wochen gemeinsam sieht einfach anderst aus.
liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201229. Okt. 2012 · #10Gruppenunternehmungen sind gut, wenn alles Freunde und Verwandte sind, die sich gut verstehen. Ich würde auch Tagesetappen einrichten, wo man sich abends zum Abendessen und zum Früstück zusammensetzt.
Was jedoch alle vergessen haben:
Je kleiner die Gruppen auf Sandpad sind, umso weniger brauchen die Teilnehmer jeweils im Dreck des Anderen fahren. Wie wichtig das ist, werdet Ihr vor Ort erkennen. Denn das ist der Anfang für Frust und Reibungen.
monkeyheadThemenstarter87 Beiträge · seit 200707. Nov. 2012 · #11Hallo Fomis,
danke für Eure Antworten.
Da waren sicherlich ein paar Aspekte in Euren Antworten, die ich so nicht "auf dem Schirm" hatte.
Mir macht es großen Spaß Freunden mein Lieblingsreiseland Namibia zu zeigen, das wird also kein Stress. Mit Allen, die mitfahren, habe ich schon lange Reisen unternommen, ich / wir wissen also, worauf wir uns in so einer Gruppe einlassen und wie sich jeder dann auch verhalten sollte.
Aber zeitraubendes Tanken, Staubfahnen, etc. lassen sich nur schwer vermeiden.
Ich werde Euch erzählen, wie es gelaufen ist und welche Erfahrungen wir in so einer großen Gruppe gemacht haben.
Gruß monkeyhead