Namibia mit Kinder Juli 2013

11 Antworten · 2'478 Aufrufe · gestartet 22. Mai 2012 von lifestyle50
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Themenstarter31 Beiträge · seit 201222. Mai 2012 · #1
Hallo,
ich finde das Forum echt klasse. Ich war bis vor 10 Jahren schon öfters in Namibia/SA. Durch kids war dies nun nicht mehr so einfach. Nun plane ich mit meinen Freunden eine Reise nach Namibia. Meine Kids sind 3,5,6 Jahre alt. Wir wollen mit einem 4WD + Dachzelt fahren.
Folgende Fragen:
* Ich würde gerne am liebsten ohne Malariaprophlaxe auskommen. Laut meinen Infos wäre dies für die Route ok. oder ?
* Habt Ihr Ideen für schöne Campsites , am besten mit Schwimmbad auf der Tour ?
* Speziell im KGP war ich noch nicht. Welche Camps würdet Ihr mit Kindern empfehlen ?
* derzeit sind zwei sehr lange Touren ohne Stopp geplant. Sesriem -> Mata Mata, Habt Ihr eine Idee für einen Zwischenstopp (evtl auch von Mata Mata nach Windhoek)?
* Anbei die Tour, findet Ihr die Tour ausgewogen ? Andere Ideen ?

Wäre schön wenn ich ein paar Tips bekomme.


Unsere Tour sieht wie folgt aus:
Datum Reise KM
Freitag, 26. Juli 2013 Flug nach Namibia Start 20.10
Samstag, 27. Juli 2013 Morgen ankunft Arrival 5:10
Samstag, 27. Juli 2013 Fahren von Windhoek zum Waterberg 306
Sonntag, 28. Juli 2013 Übernachtung Waterberg
Montag, 29. Juli 2013 Weiterfahrt Etoscha, Übernachtung Namutoni 320
Dienstag, 30. Juli 2013 Weiterfahrt Etoscha, Übernachtung Halali 80
Mittwoch, 31. Juli 2013 Weiterfahrt Etoscha , Übernachtung Okauquejo 176
Donnerstag, 1. August 2013 Damarland 230
Freitag, 2. August 2013 Damarland - Swakopmund 220
Samstag, 3. August 2013 Swakopmund
Sonntag, 4. August 2013 Swakopmund- Seriem 340
Montag, 5. August 2013 Sesriem
Dienstag, 6. August 2013 Seriem - Mata Mata 570
Mittwoch, 7. August 2013 Mata-Mata -Kgalagadi Transfontier Park 300
Donnerstag, 8. August 2013 Kgalagadi Transfontier Park 100
Freitag, 9. August 2013 Kgalagadi Transfontier Park 100
Samstag, 10. August 2013 Kgalagadi Transfontier Park-Mata Mata 100
Sonntag, 11. August 2013 Mata-Mata -Windhoek 570
Themenstarter31 Beiträge · seit 201222. Mai 2012 · #2
ach ja ich habe noch eine Frage. Speziell im Damaraland kenne ich mich schlecht aus. Welche Orte sind dort intressant ? Sollte man die Skeleton Küste anfahren ? Hibt es dort nette Campsites ? Andere Orte dort ?
Gast22. Mai 2012 · #3
Hallo,
lifestyle50 schrieb:* Ich würde gerne am liebsten ohne Malariaprophlaxe auskommen. Laut meinen Infos wäre dies für die Route ok. oder ?
Ich bin kein Arzt, aber ich hätte zu der Jahreszeit bei der Route keine Bedenken bezüglich Malaria.
lifestyle50 schrieb:* Habt Ihr Ideen für schöne Campsites , am besten mit Schwimmbad auf der Tour ?
Viel zu kalt. Pools - wenn überhaupt auf Campsites verfügbar - sind in der Regel nicht beheizt und Du darfst zu der Jahreszeit (mitten im Winter) dann Wassertemperaturen zwischen 10-15 Grad erwarten.
lifestyle50 schrieb:* Speziell im KGP war ich noch nicht. Welche Camps würdet Ihr mit Kindern empfehlen ?
Das Schönste im KTP sind meines Erachtens die Wilderness Camps. Mit Kindern darfst Du davon aber nur ins Kalahari Tented Camp. Die Campsites in den 3 Hauptcamps auf südafrikanischer Seite des KTP haben nach meinem Geschmack Anklänge von Massentourismus (wie auch die Campsites im Etosha), aber das wird zumindest die Kinder sicher nicht stören. Es gibt auch schöne aber recht einfache Campsites auf der Botswana-Seite des Parks (nicht eingezäunt, Plumpsklo, Eimerdusche). Musst Du selbst wissen, ob das mit Deinen Kindern eine gute Idee ist.

Sesriem bis Mata-Mata und Mata-Mata bis Windhoek sind jeweils grob 600 km, davon viel auf Schotter, so dass die reine Fahrzeit bei mindestens 7-8 Stunden liegen wird. Keiner kennt Deine Kinder besser als Du. Musst Du selbst wissen, ob die das mitmachen oder ob Du damit 5 Stunden Geschrei, Heulen und Gejaule im Auto erntest und die Reise zum Horror für alle wird 😉

Das Du zu der Jahreszeit gerade im Süden in den Nächten auch mal mit Frost rechnen musst, ist Dir sicher bewusst. Geht alles mit Kindern auch bei Camping, nur sollte man darauf vorbereitet sein.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 22. Mai 2012
6'152 Beiträge · seit 200622. Mai 2012 · #4
hallo,

vorab willkommen im Forum.
Finde die Tour in 17 Tagen schon gewaltig --und dann noch mit 3 Kindern auf
dem Rücksitz - ob die so glücklich sind den ganzen Tag im Auto zu verbringen-
und das fast jeden Tag 😉 Auf alle Fälle immer 2 Übernachtungen einplanen.
Würde den KTP ganz streichen -- bin mir auch nicht sicher - ob da Kinder
unter 12 Jahren erlaubt sind, das würde ich erst mal abklären.
Campsite gibts ne Menge , kauft Trummis Liste - oder Richter - da wirst Du
fündig werden. Wegen Schwimmbad brauchst Du die keine Gedanken zu machen,
im Juli ist besser wenn eine Heizung vorhanden. Zu dieser Zeit sind in Namibia
die Schwimmbäder winterfest gemacht.
Vielleicht plant Ihr auch mal ne Übernachtungen auf einer Farm mit Kindern
ein.

Mein Vorschlag wäre:
Am Ankunftstag in der Umgebung von Windhuk ---
Waterberg --- Etosha Camping Onguma -- Halali -- Okaukuejo - dann zwischen
Tweifelfontein - und Khorixas -- Felszeichnungen, orgelpfeifen usw.
Swakopmund dort Wüstentour +Delphintour- Sesriem - von da zurück über einen
den Spreeghoogte - ist für Kinder toll - dort gibts einige Campingmöglichkeiten. Für diese Tour mit 2 Übernachtungen sind schon
15 Tage weg - aber die Kinder können auch mal sich austoben, neues entdecken.
Viel Spass beim weiteren Planen wünscht
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
zuletzt bearbeitet 22. Mai 2012
1'242 Beiträge · seit 200922. Mai 2012 · #5
Hallo,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Ich finde die Tour auch sehr stressig mit 3 kleinen Kindern. Ich würde Hanne´s Vorschlag annehmen und den KTP weglassen.

Ich würde nach dem Nachtflug die erste Nacht in der Umgebung von Windhoek bleiben. Im Etosha würde ich eine Nacht dranhängen, sonst seid ihr 3 Tage nonstop im Auto. Im Damaraland und Swakopmund das gleiche. Vor allem in Swakopmund gibt´s soviel was ihr mit Kindern unternehmen könnt.

Weiterhin viel Spass beim Planen.

Liebe Grüsse aus Luxembourg
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
835 Beiträge · seit 200622. Mai 2012 · #6
Hallo,

wir sind selbst mit einem dreijährigen Kind im südlichen Afrika untewegs. Deine angedachte Route würde ich weder mir noch meiner Tochter in der Form zumuten.
Ihr wärt fast jede Nacht an einem anderen Ort und hättet zwischendurch auch noch relativ lange Fahrstrecken. Ich weiß ja nicht, wie autoerprobt und geduldig deine Kinder sind, aber wirklich viel hätten sie von einer solchen Tour sicher nicht. (Und ihr im Zweifel dann auch nicht.)

Deshalb kann ich euch auch nur dazu raten, eure Tour deutlich zu beschränken und mindestens zwei Nächte an einem Ort zu bleiben, in Swakop sogar länger. (Wobei Du jedoch daran denken solltest, dass Swakop im Juli nicht für Strandtage geeigent ist...)
Ob ihr euch dann auf den KTP und auf den Süden konzentriert und den Norden weglasst oder lieber den Norden erforscht, ist Geschmackssache. Ich würde mit so kleinen Kindern eher Etosha als KTP nehmen, da ihr, wie Guido schon geschrieben habt, in der Wahl eurer Camps durch die Altersgrenzen ziemlich eingeschränkt sei.

Viel Spaß bei der weiteren Planung wünscht
Susanne
Wo sind all die Elefanten hin, SA 2012, Die Affen rasen durch das Camp, SA 2014, Something old, something new, something borrowed, SA/NAM 2016
482 Beiträge · seit 201222. Mai 2012 · #7
Hallo lifestyle50 ( die "50" finde ich gut ! )

Toll das ihr hier eure Reiseroute auflistet, damit die Forum-Profis euch sagen können das es Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Da wir selber keine Kinder haben kann ich nicht einschätzen ob die Strecken zu lang sind.
Aber ich möchte uns hier outen als Malariaprophilaxe-Muffel. Wir haben bisher bei unseren 14 Reisen in Namibia und Botswana noch keine Vorsorge getroffen. Uns ist aber bewußt, das wir bei Grippe-Anzeichen dem Arzt auf die Reiseroute aufmerksam machen müssen.
Freunde von uns hatten ihre Tabletten während der Reise verloren und vor Ort Ersatz zu günstigeren Preisen erhalten als hier in Deutschland. Wenn wir nördlich von Etoscha unterwegs sind dann benutzen wir das NOBITE für Haut und eins für die Klamotten und fühlen uns dann etwas sicherer. Ob die Mücken/Fliegen sich davon beeindrucken lassen, haben wir noch nicht abschließend testen können 🙂 Deshalb fahren wir immer wieder hin 😄

viele Grüße und eine stich- und bissfreie Tour
Wolfgang
655 Beiträge · seit 200623. Mai 2012 · #8
Hallo Lifestyl50,
wie die Vorschreiber schrieben, würde ich die Tour auch sehr deutlich reduzieren und immer mehrere Nächte an einem Ort bleiben. Bei 5 Leuten ist es doch schon viel Geraffel, was man immer wieder ein- und auspacken muss. Vll sind für Euch eher Gästefarmen, ev sogar mit gleichaltrigen Kindern, eine Option?
Zum Monat Juli aus Erfahrung 2010 (27.6.-19.7.) mit Enkeln (13/11J): wir alle haben z.T. nachts in den Dachzelten fürchterlich gefroren, trotz bester Schlafsäcke und Zusatzdecken. Die Kinder haben sich halt immer wieder frei gestrampelt, bei Temperaturen im einstelligen Bereich war mir immer ein bisschen mulmig. Gut geholfen haben Wollmützen, Skiunterwäsche. Und unter die Matratzen im Dachzelt haben wir Alumatten gelegt, das hat die Kälte ganz gut abgehalten. An der Spitzkoppe haben wir Häuschen gemietet.
Die Küste haben wir ganz ausgelassen wg der Temperaturen, sind nur Richtung Norden im Inland unterwegs gewesen.
Aber Du kennst ja Deine Kinder am besten und weißt, was geht oder nicht.
Alle guten Wünsche für Eure Fahrt und lb Gruß von Helga
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143 Beiträge · seit 200923. Mai 2012 · #9
Hallo zusammen,

unsere Kinder sind unterschiedlich alt (9-19)und wir haben bislang auch mit ihnen viel Reiserfahrung gesammelt; die geplante Tour ist unserer Meinung nach eher eine "Erwachsenentour" bei der geplanten Länge und nur bedingt "kinder-tauglich"; wir waren gerade im März/April 2012 mit unserer neunjährigen Tochter für vier Wochen in Namibia und hatten sie bei den Planungen stets mit einbezogen. Dann gab es auch keinen Streß bei einer längeren Etappe. Wir halten 150 km am Tag am Stück für machbar bei entsprechender Unterhaltung.

Bei 3 Kindern würden wir eher ein festes Quartier wählen (Gästefarm/en) und sternförmige Tagesausflüge machen (ggf. mit ein/zwei Außenübernachtungen Etosha und co)- das ist deutlich entspannter. Die Kinder wünschen sich in dem genannten Alter in der Regel viel Sand, noch mehr Wasser, einige wilde Tiere und ganz viel Spielen...

Man sollte sich immer überlegen, wie denn die Kinder so das Autofahren "wegstecken" und was sie von zuhause bereits "gewohnt" sind. Manche Strecken sind auch in Namibia sehr monoton und Kinderaugen sehen bei 120 km/h auf der Teerstraße nur begrenzt wenig links und rechts und der mittlere Sitz ist dann auch ein Sitz mit Straßenblick nach vorne.

Unsere Tochter fährt am liebsten nur hinten auf der Ladefläche vom Pickup mit oder sitzt gerne vorne im Reservereifen auf der Motorhaube (Landrover). das geht auf den öffentlichen Straßen nun mal nicht, so sind die Farmwege bei langsamer Geschwindigkeit schon interessanter - auch für uns Erwachsene...

Zur geplanten Reisezeit ist es zudem empfindlich kühl im Dachzelt (siehe Vorredner), daher eher die Empfehlungen entweder deutlich länger zu bleiben (4-6 Wochen) oder aber in einer wärmeren Jahreszeit zu reisen (März-April, September-Oktober).Wir halten 4 Wochen immer schon für extrem kurz (Schulferien...), so waren wir in Australien beispielsweise deutlich 6 Monate plus unterwegs.

Vielleicht auch noch interessant im Forum zu schauen, welche Familien mit ihrem Nachwuchs ggf. auch zur selben Zeit unten sind oder mal anfragen, auf welchen Farmen auch Kinder schon sind.

Viel Erfolg auf alle Fälle und gutes Gelingen und gute Nerven 😉 und viel Spaß! Und packt mal genug Mützen ein... die sind immer schnell "verschwunden"
96 Beiträge · seit 201223. Mai 2012 · #10
Hallo,
auch wenn hier schon viel geschrieben wurde, dem ich mich voll anschließen kann, will ich kurz berichten.
Wir waren vier Mal mit drei Kindern im Juli/August mit einem Camper unterwegs. Bei einer Tour in den Süden (Ai Ais und KTP)waren die Temperaturen okay, beim anderen Mal hatten wir vier Grad Minus und im Bus war das Wasser im Glas gefroren. Dazu tobte ein Sturm über Stunden. Wir fuhren schnell in den Norden und genossen die anderen Temperaturen. Malariatabletten haben wir nie genommen wegen der kühlen Jahreszeit und auch selbst jetzt im März/April nicht,trotz Wärme und Regen.
Aber lasst Euch nicht durch die vielen Kommentare bedrücken. Ein Urlaub mit Kindern in Namibia ist super schön und gut machbar.
Liebe Grüße, Almut
143 Beiträge · seit 200923. Mai 2012 · #11
@ Almut:

"Ein Urlaub mit Kindern in Namibia ist super schön und gut machbar."

Ich glaube, dass bezweifelt hier auch gar keiner, wir sind selbst auch schon mit unseren Kindern als sie deutlich jünger waren in Namibia gewesen und werden wohl auch noch wieder starten ins Sonnenland. Namibia mit Kindern ist schon sehr ideal und unsere Kinder profitieren sehr davon.

Nur sind 14 Tage oder 3 Wochen auch nicht die Welt an Zeit und die Entfernungen sind nun einmal sehr groß in Namibia, da wählen wir dann auch gerne mal längere Verweilzeiten und legen dann ein kleineres Programm auf.

Wild gibt es ja nicht nur in den Nationalparks; einige Farmen haben einen super guten und artenreichen Widltierbestand, da sieht man schon viel - und muss nicht so weit fahren, was dann die Kinder schon freut.

Liebe Grüße steenbok
143 Beiträge · seit 200923. Mai 2012 · #12
Glückwunsch, nun gibt es das Thema 3x...

ABER es sind ja auch drei Kinder!

Wird schon klappen, aber mit dem Schwimmen und Baden sehen wir so keine großen Chancen; da ist eventuell manches Vorhaltebecken auf einer Farm besser geeignet und auch noch groß genug zum Frieren.

Alternativ würden wir einfach ein simples aufblasbares Gummibecken aus dem Kaufhaus mitnehmen, das ist ggf. schneller durch die Sonne erwärmt, immer dabei und passt noch ins Fluggepäck...

Nun werden viele Leser sicherlich lächeln, aber die Idee hat auch was (wenn man keine Dornen in der Nähe hat 😉 ) Oder ein paar gute Flicken 😉

Nur Mut, klappt schon.