TigermambaThemenstarter463 Beiträge · seit 200708. Okt. 2011 · #1Hallo Ihr Lieben,
habe nun relativ kurz vor meinem nächsten Namibia-Urlaub, fliege am 6.11. ab Frankfurt, wenn es die Fluglotsen erlauben.. 😉
--- mir eine neue Kamera gekauft, eine Canon 600 EOS D
mit 18-135 Kit plus Sigma 120 - 400,
kam bisher noch nicht zum Ausprobieren,
da wir eine Komplettrenovierung des Hauses
nebenbei laufen haben.. 🤢
Ich weiss, auch wenn ich blond bin,
dass es wohl viiiele Threads bereits über dieses Thema gibt..
dennoch meine freundliche Frage:
was sollte ich für ein Format verwenden, wenn ich von
den gemachten Fotos auch gerne Vergrösserungen anfertigen
lassen möchte))
DANKE
für jede nette
und konstruktive Antwort
Tigermamba
Gobobos191 Beiträge · seit 200909. Okt. 2011 · #2Hallo Tigermamba, für mich und auch die meisten Profis gibt es nur eine Wahl: RAW.
Hierbei werden die reinen (rohen-raw) Sensordaten gespeichert, d.h. ohne Interpolation oder Kompression. Dadurch steht Dir ein größerer Dynamikumfang und eine genauere Auflösung zur Verfügung, die sich deutlich bemerkbar machen.
Die Bilddateien sind natürlich wesentlich größer als im jpg-Format (ca. Faktor 5), Du brauchst also schon größere und schnelle Speicherkarten, vorzugsweise SDHC Class 10 mit mehr als 4 Gb und natürlich ein angemessen großes Speichermedium für unterwegs (externe Festplatte). Bei meiner letzten Reise habe ich ca. 12500 Bilder aufgenommen, die 375 Gb umfaßt haben.
Die Bildbearbeitungsmöglichkeiten sind wesentlich umfangreicher als im jpg-Format und im Gegensatz dazu verlustfrei.
Die Dateien sind eigentlich nur mit der dazugehörigen Canon-Software (liegt als CD der Kamera bei) vernünftig zu bearbeiten und zu konvertieren (bin kein Fotoshop-Nutzer), andere Programme verkleinern zumindest die konvertierten Dateien ganz erheblich (nur meine Erfahrung).
Mit RAW-Dateien stehen Dir somit die besten Voraussetzungen für gute Vergrösserungen zur Verfügung.
Beste Grüße
Gerd
WildlifeMoments.de291 Beiträge · seit 200609. Okt. 2011 · #3Hallo!
Mein Tip, ausprobieren. 🙂 Mach mal ein paar Fotos in RAW und ein paar in JPG, natürlich noch zu Hause. In RAW wirst Du auf jeden Fall Zeit für die Bearbeitung investieren müssen, allerdings läßt sich gerade in kritischen Lichtsituationen viel mehr machen. Im ersten Moment sieht das RAW Foto jedoch eher flau aus im Vergleich zum JPG.
Wir verwenden nur RAW und zur Bearbeitung "Photoshop Lightroom". Das verkürzt die notwendige Zeit um einiges, aber braucht immer noch länger als bei JPG.
Ich würde es auf jeden Fall mal vorab testen. Wenn man mit RAW nicht zurecht kommt, bringt es wenig, dann werden die Bilder am Ende auch nicht besser als in JPG. Aber keine Sorge das hat man schnell raus und am Ende kann man Bilder noch "retten" die sonst nicht zu gebrauchen wären.
Viel Spaß...
Christian
Unsere neue Webseite ist jetzt online, mit Wildlife Fotos aus Europa, Afrika sowie Süd- und Mittelamerika:
WildlifeMoments.de
AfricaAdventure.de
WildlifeMoments.de291 Beiträge · seit 200609. Okt. 2011 · #4Sorry, noch kurz zur Vergrößerung. Ich würde die höchste Auflösung verwenden, dann ist es am Ende egal ob JPG oder RAW, zumindest wenn es um's vergrößern geht.
Viele Grüße.
Christian
Unsere neue Webseite ist jetzt online, mit Wildlife Fotos aus Europa, Afrika sowie Süd- und Mittelamerika:
WildlifeMoments.de
AfricaAdventure.de DUDummiYummi273 Beiträge · seit 200909. Okt. 2011 · #5Ich bin ein Profi und ein absoluter RAW Gegner. Dennoch gibts die Möglichkeit, an den meisten Kameras eine Einstellung RAW + JPG vorzunehmen. Damit wird als RAW und als JPG gespeichert. Die Bilder, die du vergrößern möchtest, bearbeitest du halt. So mache ich es und spare Mengen an Zeit.
Probiers doch einfach Mal bei Euch im nächsten Zoo aus. Einen halben Tag Freizeit solltest du dir schon hönnen, um später mit der Kamera umgehen zu können.
Viele Grüße,
Hans
Reisen können, ist eine der schwierigsten Künste.
Eigentlich müßte man es im Hauptberuf betreiben.
Günter Franz915 Beiträge · seit 201009. Okt. 2011 · #6Ich fotografiere stets in JPG. Vergrösserungen sind damit problemlos möglich und habe auch schon häufig welche machen lassen. Ich denke für den Anfang solltest Du damit arbeiten.
Beispiele meiner Fotos in JPG findest Du in meinem Reisebericht unten. Sie sind ebenfalls mit einer Canon (400D) und Tamron 18-270mm gemacht.
Gruß
Günter
Travelboy705 Beiträge · seit 201009. Okt. 2011 · #7Hallo Tiegermamba,
las dich nicht verrückt machen.
Die Frage ist - wie GROß willst du denn vergrößern?
Fototapete? - oder bis Postergröße?
Bei Fototapetenformat würde ich auf RAW gehen, alle anderen Größen ist das JPG Format ausreichend, zumal du dafür genügend Anbieter findest die davon ein Ausdruck machen können.
Und sehen wirst du als Normalverbraucher keinen Unterschied.
Bedenke auch das diene Kameraausrüstung auch nur normaler Durchschnitt ist denn du verwendest ja keine Objektive im 1000 Euro Bereich.
Also ich habe die alte EOS 20D, arbeite mit einer mitleren Auflösung (2MB/Bild)und JPG, der Nachbearbeitungsaufwand bei RAW ist mir einfach zu viel.
Aber da gehen die Interessen natürlich weit auseinander.
SG
Volker
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.
Nenette1'309 Beiträge · seit 200909. Okt. 2011 · #8Hallo Tigermamba,
ich denke, dass es inzwischen keinen so großen Unterschied mehr macht, ob du RAW oder JPEG erzeugst. Bei meiner letzten Botswana Reise habe ich RAW fotografiert und anschließend mit CaptureNX2 die Bilder bearbeitet und die Bilder dabei klar verbessern können. Der Aufwand, mich einzuarbeiten, war relativ hoch, aber irgendwann stellt man fest, dass man die meisten Aktionen auf alle Bilder anwendet (Weißabgleich und Schärfe z.B.) und dann hab ich das als Stapel über alle Bilder laufen lassen.
Bei meiner neuen Kamera sind die JPEGs so zufriedenstellend, dass ich vielleicht bei der nächsten Reise nur noch JPEG fotografiere, um Platz zu sparen und außerdem bei Serienbildern mehr Bilder herauszuholen.
Stellt sich also wirklich die Frage, wie groß du vergrößern willst. Danach würde ich entscheiden.
Worauf du achten solltest und das würde ich vorher üben, ist die Bildschärfe. Bei 18 Megapixel könnte es sein, dass die Bilder verwaschen aussehen, wenn die Kameraeinstellungen und die ruhige Hand nicht perfekt sitzen. Ich habe meiner Kamera (16 Megapixel) tagelang Unschärfe unterstellt, mit Stativ mein Klavier und Zollstöcke fotografiert und mir selbst das Gegenteil bewiesen. Vor allem wenn du große Abzüge machen willst, solltest du vorher genau hinschauen, wie die Schärfe bei 100% sitzt und wie du sie verbessern kannst. ... Vielleicht ist Canon da aber anders als Nikon??? 😕 Ich glaub's aber eigentlich nicht.
Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment.
Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo)
Botswana 2010:
http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html
Mein anderes Hobby:
http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
JABULANI250 Beiträge · seit 201009. Okt. 2011 · #9@Dummi Yummi
Du bist auch Profi : -)
Ich habe noch nie einen „Profi“ getroffen der nur mit JPEG fotografiert hat.
Sobald du etwas Bildbearbeitung machst –und das macht jeder Pro- bist du auf RAW Dateien angewiesen. Eine RAW Datei enthält etwa 3-mal so viele Daten wie eine JPEG Datei… gerade wenn es um Lichter/ Schatten und Kontraste geht, nimmt eine RAW Datei einiges mehr an Zeichnung und Details mit.
Ein Amateur ohne besondere Ansprüche an Bildbearbeitung fotografiert JPEG, ein Profi sicher nicht.
Gruss Tom
Die ganze Bar kam mir hoch (Charles Bukowski)
SQsquirrel111 Beiträge · seit 200609. Okt. 2011 · #10JABULANI schrieb:@Dummi Yummi
Ich habe noch nie einen „Profi“ getroffen der nur mit JPEG fotografiert hat.
Sicher kaum ein Werbe-, Mode-, Porträt- ...Studiofotograf.
Presse, Sport, Äktschn ... allerdings mehrheitlich !
panda71110 Beiträge · seit 201009. Okt. 2011 · #11Servus,
wie schon gesagt, lass Dich nicht verrückt machen. Allerdings hast Du einer DER Fragen im Bereich Foto gestellt, auf die es nicht DIE Antwort gibt. Die Fotoforen sind gut gefüllt, wo sich die Verfechter der JPG und der RAW Fraktion streiten.
Es ist wahrscheinlich so ein bisschen wie mit MP3-Songs und unkomplizierten Liedern. Du kitzelst mit RAW mehr Informationen etc. aus den Bildern raus. Der Preis dafür ist, das Du die Bilder erst "entwickeln" musst. Das kann, muss aber nicht schnell gehen und einfach sein.
Ich persönlich mache auch RAW, wenn es um Tiere, Landschaft etc. geht. Selbst bei Action schalte ich erst sehr spät um, aber meine "Tierkamera" macht 10Bilder/Sek und dabei 23 RAW hintereinander, bevor der Zwischenspeicher voll ist und die Kamera langsamer wird.
Probier einfach mal aus, ob Du mit RAW klar kommst (Aufnahmeschnelligkeit, Entwickeln etc.), ansonsten lässt Du es für diese Reise erst mal. Du wirst wahrscheinlich genug mit Deinem neuen Equipment zu tun haben.
Weitere Frage gerne jederzeit.
Mischa
erdferkel414 Beiträge · seit 200911. Okt. 2011 · #12Wenn Du noch nicht viel Erfahrung hast und hinterher die Zeit zum Bearbeiten der Bilder knapp ist, stelle die Kamera auf höchste Auflösung und Qualität JPEG fine ein, das ergibt die geringsten Verluste bei der Komprimierung. Wenn Du Zeit und Lust zum Nachbearbeiten hast, kannst Du bei Bildern im Rohformat das Letzte herauskitzeln, brauchst aber 2-3x soviel Speicherplatz.
Ich mache nur noch Aufnahmen im Rohformat, weil die modernen Kameras so einen irrsinnig großen Kontrastumfang haben (deutlich mehr, als was Monitor oder gar Fotopapier können), dass man mit den Standard-Einstellungen zu viel Information verschenkt (der Himmel erscheint z.B. oftmals ausgefressen obwohl noch Struktur drin ist.) Du kannst auch bei Bildern, die Dir wichtig sind, auf Rohformat umstellen, ansonsten bei JPEG bleiben.
Egal, welches Format du nimmst, spare nicht bei den Speicherkarten. Plane Speicherplatz für täglich ca. 200 Bilder ein, unterwegs wirst Du kaum welche nachkaufen können. Letzter Tipp für heute: formatiere JEDE Speicherkarte vor dem Gebrauch IN DER KAMERA.