Handling Dachzelt

13 Antworten · 7'170 Aufrufe · gestartet 09. Juni 2011 von sid
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Themenstarter11 Beiträge · seit 201109. Juni 2011 · #1
Hallo liebe Leute,
für unseren Urlaub im August habe ich einen Hilux mit zwei Dachzelten für
4 Personen gemietet.
Ich bin immer noch in der Buchungsphase (Lodge oder Campingplatz) und würde gerne etwas über die Handhabung des Dachzeltes erfahren. Wie schnell kann man das denn aufbauen ? Wird es nur aufgeklappt ?
Ich frage deshalb, da ich mir nicht sicher bin ob ich zB. in Swakopmund lieber nach einem Campingplatz oder einem Hotel B&B suchen soll. Ich möchte dort die Gegend erkunden und wenn das Zelt - auf und abbauen jedesmal eine riesen Aufwand ist, dann würde ich dort in ein günstiges Hotel gehn. Campen würd ich dann wenn ich mal ein paar Tage an einer Stelle bleibe.

Viel Grüße
Mike
33,1k Beiträge · seit 200609. Juni 2011 · #2
Hi Mike,

abgesehen von Zeltauf-/abbau würde ich im tiefsten Winter in Swakopmund nicht in einem Zelt übernachten wollen...

Sonnige Grüße
Christian
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74 Beiträge · seit 201109. Juni 2011 · #3
Hallo Mike,

also mit ein bischen Übung denke ich mal brauchst du zum Aufbau knapp 5 min.
- Reißverschluß von der Staubhülle öffnen und abnehmen oder nur zurückklappen
- Leiter ausziehen
- obenliegenden Zeltboden umklappen
- Abspannstreben in Eingang und Fenster einführen
und schon steht es.
Aus eigener guter Erfahrung haben wir an die Reißverschlüße Schlüsselbänder befestig, da muss man zwischen den Zelten nicht so fummeln.

Viel Spass
Matthias
http://www.TickerFactory.com/
1'247 Beiträge · seit 200909. Juni 2011 · #4
Hallo Mike

das Handling ist das eine: Je nach dem, wer dir dabei hilft, hast du es ziemlich schnell im Griff, mal abgesehen davon, dass es dir bei der Wagenübernahme gezeigt wird. Mein Sohn und ich hatten die Zelte mit der Zeit in 5-10 min. bereit. Kurz zusammengefasst heisst das: Haube weg, Klappen lösen, Leiter einstecken, aufklappen, Stützen befestigen. Auf einer der ersten Seiten meines Reiseberichts findest du ein Bild dazu.

Wesentlicher ist der von Christian angesprochene Punkt, wobei hier noch ein paar andere Elemente hinzukommen (kalt ist es im Winter nicht nur in Swakop, sondern überall 😉 ): Ab und zu willst du vielleicht einmal dein Gepäck wieder mal richtig ordnen, anständig duschen, mit dem Fahrzeug zum Essen fahren, in einem richtigen Bett schlafen, dich einfach zum Frühstück setzen, etc. Und im Zusammenhang mit Nachtessen auswärts bist du froh, wenn du einfach ins Auto steigen und wegfahren kannst resp. nach dem Essen nicht noch im Finstern die Zelte aufbauen musst. Bei aufgeklappten Zelten kannst du nämlich nicht umherfahren, sondern allerhöchstens den Wagen um ein paar Meter verschieben.

Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter.

Gruss
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
zuletzt bearbeitet 09. Juni 2011
Themenstarter11 Beiträge · seit 201109. Juni 2011 · #5
Danke für Eure schnellen Anworten !
GUT DAS ICH GEFRAGT HABE 🙂
Das hilft mir bei meiner Planung sehr viel weiter. Das mit dem Aufbau krieg ich dann schon hin. Das mit der Kälte hab ich aber anscheinend etwas unterschätzt. Da werd ich mir von meiner besseren Hälfte was anhören müssen 😛
Wie ist es den in Caprivi ? - Ist es da wärmer in der Nacht ?

Grüße
Mike
zuletzt bearbeitet 09. Juni 2011
222 Beiträge · seit 200609. Juni 2011 · #6
Hi Mike,

wir waren im Mai auch das erste Mal mit Dachzelt unterwegs.

Der Aufbau geht in der Tat mit wenigen Handgriffen in ein paar Minuten und war kein Problem.

Wesentlich zeitintensiver ist jedoch das Einpacken - dafür haben wir auch nach mehrmaligen Üben immer mindestens 15 Minuten gebraucht, bis das Auto dann abfahrbereit parat war. Es ist mit dem Regenschutz, dem Fummeln mit der Abdeckplane und Zurren schon recht umständlich.

Wie gesagt: dies sind meine Erfahrungen als ANFÄNGER und Ersttäter!! 🙂 Alte Hasen haben da wohl weniger Probleme 😁

Uns hat gerade das Zusammenlegen morgens sehr genervt, wenn wir früh zum Fotografieren wollten und werden in Zukunft wohl lieber eine andere Lösung nehmen, u.U. vielleicht Bodenzelt (wir sind meist nur im Süden unterwegs).

VG
Sandra
Naturfotografie Fotoblog Reisebericht Namibia 2011 Reisebericht Namibia 2012
33,1k Beiträge · seit 200609. Juni 2011 · #7
Hi Mike,
Ist es da wärmer in der Nacht ?
Ja, aber Küste und vor allem der Süden sind in der Regel nachts sehr kalt, im Norden geht es.

Sonnige Grüße
Christian
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709 Beiträge · seit 201109. Juni 2011 · #9
Hi,

wir hatten ein Dachzelt auf unserem Jeep XJ und waren damals auf Korsika, in RO und TN. Silvester 1999 hatten wir in der Sahara -10°C. Mit Jogginganzug, Schlafsack Ajungilak Tyin Elite und Armeeplanen darüber war es ok. Das Wärmeempfinden von Mann und Frau ist meist exterm unterschiedlich.

Realistisch sehe ich für den Aufbau kpl. schlaffertig 15...20´. Wenn man noch Zeugs auf dem Dachzelt darauf hat, unter der Plane noch Gestühl, die Plane in Fußraum sichern muß kanns auch doppelt so lang sein...

Gruß

Rocky
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
Themenstarter11 Beiträge · seit 201110. Juni 2011 · #10
Nachdem ich hier so viele anschauliche Antworten bekommen habe, (Danke für Eure Mühe) habe ich das Dachzelt heute Nacht im Traum mehrfach auf- und abgebaut und komme mittlerweile ganz gut zurecht. Also das klappt schon.
Die Kälte macht meine Frau nun eher nachdenklich und sie hat nun gedroht deutlich mehr Gepäck in Form von Pullis und Jacken mitzunehmen. 😕

Viele Grüße
Mike
2'167 Beiträge · seit 200910. Juni 2011 · #11
Hallo Mike,

Wohin geht ihr?
Falls ihr im Norden bleibt, ist das mit der Kaelte im August halb so schlimm!
Wir waren im August letztes Jahr in Namibia (Ausschliesslich camping: Swakopmund, Aabadi, Palmwag, Opuwo , Epupa Falls, Hobatere und Etosha). Der suedlichste Punkt den wir besucht haben war Swakopmund, und dort haben wir in Sophia Dale uebernachtet um von der Kueste wegzukommen. Ganz fuerchterlich geforen haben wir nur am Cape Cross, da haben uns auch die Fleece Jacken und die Halstuecher nicht viel geholfen! Aber dort haben wir auch nicht uebernachtet.
In Windhoek waren wir in fester Unterkunft.
Ansonsten Dachzelt auf Trailer, keine Schlafsaecke aber ein normales Duvet, shorty Pijamas und Ehemann als Waermeflasche..... war allemal warm genug!

Eine warme Fleece Jacke und eventuell Trainingsanzug braucht ihr natuerlich trotzdem, wenn ihr abends draussen sitzt!

Gruss aus Sodwana
Maddy

Hier ist mein Reisebericht mit Fotos:
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/172817-northern-namibia-tour-august-2010.html
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
Themenstarter11 Beiträge · seit 201110. Juni 2011 · #12
Hi Maddy,
die "Wärmflasche" bin ich. Möchte natürlich nicht das meine Familie friert. Mir macht das nich so viel aus. Evtl. werde ich dann doch mehr B&B buchen als Campen. Mal sehn. Unsere genaue Reiseroute steht noch nicht so fest. Wahrscheinlich mehr im Norden (Caprivi ...). Hier ist unsere Reiseplanung

Viele Grüße
Mike
2'167 Beiträge · seit 200910. Juni 2011 · #13
Hallo Mike,
die "Wärmflasche" bin ich.
Na eben! Es ist ja deine Frau die sich Sorgen wegen der Kaelte macht! 😉
Bei deiner Nord-reise sollte die Temperatur aber kein Problem sein. Einzig in Swakopmund wuerde ich in ein B&B gehen, oder eben von der Kueste entfernt campen. Es ist erstaunlich welchen Unterschied ein paar km machen.
Auch kann man sich etwas anziehen Nachts, sollte es wirklich kalt werden.

Viel Spass noch bei der Planung.

Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
911 Beiträge · seit 200710. Juni 2011 · #14
Ich habe den Tip schon mehrfach erwähnt, aber für uns ist es auch bei der fünften Reise nach Namibia (Im Juli/August, also Winter) eines der unverzichtbarsten Details:

Für jeden von uns haben wir eine Fleece-Decke etwas besserer Qualität (nicht ganz so dünn wie die 10 Euro-Teile) dabei, intern Kuscheldecke genannt. Die hilft über den Schultern am Lagerfeuer, wenn nur von vorne die Wärme kommt, ebenso - wenn auch nicht ganz elegant aussehend - bei Wind und natürlich als Zusatzdecke zum Schlafsack im Dachzelt.

Wir sind immer im Namibia-Winter gefahren, haben im Dachzelt normale Daunen-Schlafsäcke benutzt und nötigenfalls die Kuscheldecke. Richtig gefroren haben wir - auch nicht meine Süße, die etwas verfrorener ist - niemals und die vorsichtshalber mitgeführte Ski-Unterwäsche haben wir auch nicht benutzt.

Kühl ist es natürlich, wenn man frühmorgens aus dem Schlafsack steigt und vor dem Auto mit meist eher kaltem Wasser die Not-Morgentoilette absolviert. Aber das macht wach 😉

Also keine Sorge, auch die manchmal nur 5 Grad in der Nacht (z. B. nahe Swakopmund) lassen sich gut aushalten. Und am Cape Cross muss man wirklich nicht unbedingt übernachten....

In 4 Wochen testen wir das alles auch wieder 😎

Helgi
Reisebericht 2012: 8 Löwen und ein Oryx