camelthornThemenstarter409 Beiträge · seit 200911. Juli 2010 · #1
Folgende Situation: Bin letzte Woche auf Campingtour im Caprivi unterwegs. Dann kommt Deutschland ins Halbfinale und ich habe ein Problem: Ich muss fuer eine Nacht in eine Lodge mit TV - koste es was es wolle. Diesen Eventualfall hatte ich vor Abreise durchgespielt und diverse Lodges in der Region angerufen. Lodge X* ist seit Jahren nur noch mittels einer 7minuetigen Bootsfahrt zu erreichen. Der vom Parkplatz aus angefunkte Shuttleservice bringt uns hin. Wir stellen bald fest, dass die Lodge zwar einen Fernseher hat, aber sonst nicht unseren Vorstellungen entspricht - auch nicht den finanziellen - und so beschliessen wir die Nacht dort nicht zu verbringen und weiter zu suchen. Dann wird uns unmissverstaendlich deutlich gemacht, dass wir nur mit dem Shuttleservice zu unserem Auto zurueckgebracht werden, wenn wir N$ 200,-- fuer den Bootscruise bezahlen, ein Betrag, der lediglich im Falle einer Uebernachtung nicht faellig wuerde. Diese Klausel war vorher mit keiner Silbe erwaehnt worden. Da ich mir weder den Tag durch ein adrenalintraechtiges Wortgefecht versauen wollte noch als vermeintlicher Bootsfahrtschmarotzer gelten wollte, habe ich das Geld bezahlt. Aeusserst ungern. Ich bin der Meinung, dass es sich fuer eine Nobelherberge nicht gehoert, potentielle Uebernachtungsgaeste fuer diesen Service zur Kasse zu bitten. Aber vielleicht liege ich da ja voellig falsch.
Gruss Camelthorn
* es faellt mir nicht leicht, den Namen der Lodge hier (noch) nicht zu nennen...
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
Folgende Situation: Dann wird uns unmissverstaendlich deutlich gemacht, dass wir nur mit dem Shuttleservice zu unserem Auto zurueckgebracht werden, wenn wir N$ 200,-- fuer den Bootscruise bezahlen, ein Betrag, der lediglich im Falle einer Uebernachtung nicht faellig wuerde. [snip] Ich bin der Meinung, dass es sich fuer eine Nobelherberge nicht gehoert, potentielle Uebernachtungsgaeste fuer diesen Service zur Kasse zu bitten.
ihr ward zu dem Zeitpunkt keine potentiellen Übernachtungsgäste mehr, sondern wolltet zurück, habt aber Leistungen in Anspruch genommen, die es m.M.n. auch zu bezahlen gilt - zumindest bin ich es gewohnt für derart erbrachte Leistungen auch zu bezahlen.
lG M@rie
lG und bleibt gesund! M@rie
M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012
"Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!"
~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
gglink5'538 Beiträge · seit 200811. Juli 2010 · #3
Hallo Camelthorn,
das kann man, muss man aber nicht so machen, wie es die Lodge gemacht hat. Normalerweise hättet Ihr vorher bei dem Telefonat fragen sollen und/oder die hätten vorher darauf hinweisen sollen. Du kannst nicht erwarten, dass Du einen solchen Service gratis bekommst, auch wenn es manche Lodgen machen.
Liebe Grüße von der Atlantikküste Gerd
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200911. Juli 2010 · #4
Starker tobak, jetzt will ich die Lodge wissen. camelthron
M@rie erscheint mir ziemlich pampig...zum Glück gibt andere Lodges
natürlich hat die Lodge eine Leistung erbracht, die einen Wert von X besitzt, und von daher ist es durchaus verständlich, wenn man versucht, im Falle einer Nichtbuchung diesen Wert ausgeglichen zu bekommen. Andererseits ist des das gute Recht eines (potenziellen) Gastes, dass man sich - wenn man noch keine Festbuchung vorgenommen hat - vor Ort einen persönlichen Eindruck von der Unterkunft macht, um sich daraufhin zu entscheiden, ob man dort bleiben möchte oder nicht. Das ist sicher auf der ganzen Welt so. Und wenn man sich diesen Eindruck erst durch eine Transferleistung der Lodge verschaffen kann, dann dürfte das eigentlich nicht zum Schaden des (potenziellen) Gastes erfolgen. Wahrscheinlich hätte ich mich in eurem Falle aber genauso verhalten, wie du.
Gruß Armin
P. S.: Dass die Unterkunft nicht deinen finanziellen Vorstellungen entspricht, hättest du allerdings wirklich schon vor dem Bootstransfer erkunden können.
Folgende Situation: ... in eine Lodge mit TV - koste es was es wolle. ...
Und was genau ist denn jetzt das Problem? 😄
Chrigu7'267 Beiträge · seit 200611. Juli 2010 · #7
Hallo
Ich finde es OK, dass die Kosten für den Transfer berechnet werden. Das ist wie wenn Du Dich mit einem Taxi oder Shuttlebus ins Hotel fahren lässt. Diese Kosten werden logischerweise dem Übernachtungsgast in Form einer Pauschale auch berechnet, aber vielleicht nicht extra aufgeführt. Ob allerdings 200N$ gerechtfertigt sind kann ich schlecht beurteilen. Ich gehe mal davon aus, dass das Boot bei der Lodge stationiert ist. Es fährt also zweimal Hin und zurück. Aus den 7 Minuten eines Weges wird dann gleich eine halbe Stunde. 200N$ ist aber dafür doch etwas viel. Auch schade ist es, dass Ihr vorher darüber nicht Bescheid wusstet.
Du kannst die Lodge hier aber gerne nennen. Das ist ja sicher eine übliche Pauschale die sie nach Nachfrage auch so kommunizieren werden.
Herzliche Grüsse Chrigu
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Tomcat1'155 Beiträge · seit 200611. Juli 2010 · #8
Na ja ich weiss nicht.
Das läuft unter Nötigung, passt aber wunderbar zur momentane Grundhaltung der Tourismusbranche in Namibia. Sorry
ich versuche das mal objektiv zu betrachten. Wenn Du zu einer Unterkunft willst (egal ob als gebuchter Gast oder nicht), dann musst Du dort auf eigene Kosten hinfahren. Willst Du zu einem Hotel auf einer Malediveninsel, muss Du dort auch selber, auf eigene Kosten hin.
In Deinem Fall: Wärst Du mit dem eigenen Boot gekommen, wäre es wohl auch ok gewesen. Da es hier nur den Shuttleservice gibt, bist Du zwangsmäßig drauf angewiesen, musst diesen aber auch zahlen. Die feine Art war es sicherlich nicht, Dir mindestens vor der Hinfahrt den Hinweis zu geben. Zudem muss eine Preisliste für Leistungen einer NTB-registrierten Unterkunft gut sichtbar ausgehängt sein... reicht aber, wenn es z.B. an der rezeption ist.
Also, zusammenfassen würde ich sagen, dass eine Zahlung ok ist, über Art und Weise kann man sich aufregen, über den Preis vielleicht auch.
Sonnige Grüße Christian
P.S. @Tomcat... no comment... lächerlicher geht es kaum noch; man kann auch überall alles negativ auslegen und so geht es Dir wohl mit Namibia! Nötigung ist es nicht, wenn man für Leistung (Bootsfahrt) eine Gegenleistung (Geld, Muscheln ;-)) verlangt. Oder zahlst Du zu Hause für den ÖPNV auch nichts?
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Also lächerlich finde ich Tomcat's Meinung nicht. Nötigung ist es zwar auch nicht - ein gutes (schlechtes) Beispiel der nagativen Grundhaltung im namibischen Tourismus ist es aber allemal.
Klar haut man als Betroffener - TravelNamibia ist ja ein kommerzieller Anbieter - wild um sich, wenn man einen Spiegel vorgehalten bekommt...
Klar haut man als Betroffener - TravelNamibia ist ja ein kommerzieller Anbieter - wild um sich, wenn man einen Spiegel vorgehalten bekommt...
Du musst es ja wissen... Im Ernst, ich mache "aus Spaß" nebenbei noch etwas Reiseplanung etc. - ungefähr 5x im Jahr. Davon kann ich leider nicht leben.
Unabhängig davon sehe ich eine negative Grundhaltung einfach nicht in Namibia. Tut mir leid!
Sonnige Grüße Christian
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Reinhard728 Beiträge · seit 200611. Juli 2010 · #12
Leute: nun mal nicht ganz so hitzig. Liegt's daran, dass es in CH und D heißer ist als in NAM? Meine persönliche Einschätzung ist: wenn ich irgendwo hingebracht werde und es wird nicht ausdrücklich als kostenlos angepriesen, dann kostet es halt etwas. Das sollte irgendwo lesbar verkündet werden (häufig übersieht man ja so etwas trotzdem) und wenn ich an der Lodge sage: nein, ich möchte mich doch wo anders umschauen, dann kostet es etwas. Man kann aber auch fragen, bevor man in das Boot einsteigt. Dass es etwas kostet, würde mich persönlich nicht überraschen und wäre für mich auch nicht Anlass, über den Tourismus insgesamt in Namibia herzuziehen. Gruß Reinhard
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Tomcat1'155 Beiträge · seit 200611. Juli 2010 · #13
Hallo Christian
Deine „Objektivität“ bezüglich Namibia in Ehren.
Wenn der gute Camelthorn nicht bezahlt, strandet er als Robinson Crusoe auf der Insel, das ist eine Art Nötigung.
Mit etwas Leerlauf musst du im Tourismus immer leben, wie ein Handwerker. Ein Maler macht eine Offerte, geht sich ein Objekt anschauen, fährt mit dem Auto hin und zurück, bringt sein Angebot zu Papier, das ist schnell 2h Aufwand. Am Ende bekommt ein andere den Auftrag.
so läuft es leider in D und auch hier in NAM vielerorts schon lange nicht mehr! Mittlerweile darf man sogar häufig einen Kostenvoranschlag zahlen! Man will ja schließlich was vom Handwerker und er nicht was von mir 😉 Nachfrage und Angebot eben...
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Tom Swiss461 Beiträge · seit 200811. Juli 2010 · #15
Lieber Camelthorn
Du wolltest die Lodge zuerst sehen, bevor du buchst - das ist meiner Meinung nach normal. Und das ging eben nur mit dem Boot.
Ich hätte mich auch aufgeregt das ist sicher.
Die 200Nam$ sind sicher nicht das Problem denke ich mal - sondern die Einstellung und den "Respekt" den man erfahren hat. Gerade eine Lodge der oberen Preisklasse (nehm ich mal an) sollte das nicht nötig haben. Meistens ist dies bei Unterkünften die nur meinen sie seien gut.
hey Camelthorn, ich versteh dich schon, mir ging es nur einmal so, als wir am Eingang des Quivertree Forest Camps standen und uns die Campsite ansehen wollten um zu entscheiden ob wir da bleiben. Der jungen Frau am Eingang sagten wir auch unser Anliegen, worauf hin sie uns ihre Preisliste aufzählte. Und die sieht nun mal eine Art "Eintritt" vor, der auch für nur einmal Angucken der Campsite gezahlt werden sollte. Ich hab diese bis heute nicht gesehn, weil ich das sehr merkwürdig fand und wir weiterfuhren.
Bei dir war angucken nur mit der Bootsfahrt möglich.. und da sehe ich eine erbrachte "Leistung". Blöd das die Summe nich vorher klar war, nun musst du dir leider anhören du hättest ja fragen können..
ich weiß das es manchem nicht liegt vorab erst mal über Geld zu reden, ich weiß auch nicht wer das shuttle fährt, ob du den/die danach fragen konntest.
tja, wieder was fürs Leben gelernt.. könnte mir genauso passieren, Grüße, Paula
@ Christian: (OFF OFF OFF TOPIC!) "so läuft es leider in D und auch hier in NAM vielerorts schon lange nicht mehr! Mittlerweile darf man sogar häufig einen Kostenvoranschlag zahlen! Man will ja schließlich was vom Handwerker und er nicht was von mir Nachfrage und Angebot eben..."
du hast meinen Abend, nee meine ganze Woche belustigt... Alsooo, da kenn ich alltäglich zwei Branchen wo es nix gibt, im Gegenteil, das muss alles als "Service" drin sein... so gut hab ich mich lange nich amüsiert, das schneid ich mir aus und kleb es jetzt einen Monat auf Angebote, dann hab ich zwar keine Jobs mehr aber viel Spaß gehabt..
Freiheit ist ein Luxus den sich nicht jeder leisten kann.
Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen wird am Ende beides verlieren.
so läuft es leider in D und auch hier in NAM vielerorts schon lange nicht mehr! Mittlerweile darf man sogar häufig einen Kostenvoranschlag zahlen! Man will ja schließlich was vom Handwerker und er nicht was von mir 😉 Nachfrage und Angebot eben...
Viele Grüße Christian
OFF TOPIC Ergänzung Bei uns muss man nicht mittlerweise sondern schon lange für einen Kostenvoranschlag, für z.B. für Reperaturen, zahlen. Wenn man dann die Dienstleistung in Anspruch nimmt wird dieser voll angerechnet. Wenn Du die Dienstleitung nicht in Anspruch nimmst, zahlt Du den Betrag des Kostenvoranschlages. Über die Kosten wirst Du aber immer vorher informiert. Was ist denn heute schon gratis? Gisela
"Bei uns muss man nicht mittlerweise sondern schon lange für einen Kostenvoranschlag, für z.B. für Reperaturen, zahlen."
wenn Du damit die Schweiz meinst , weil Du ja da wohnst? Bei uns gibt es schon noch Kostenvoranschläge umsonst/Gratis, 🙂 man muss sich ja nicht auf den Einlassen der dafür ja schon Geld kassieren möchte. 😉 LG Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Hallo Cecile ja, ich hab CH gemeint und es war eine Ergänzung zu Christians Beitrag (hab ich aber geschrieben). Damit hab ich auch nicht gesagt, dass man sich darauf einlassen muss. Ist alles freiwillig. Man weiss es ja vorher. Gisela
gglink5'538 Beiträge · seit 200812. Juli 2010 · #20
Hallo Cécile,
mag sein, dass einzelne Handwerker das noch umsonst machen. Aber bringe mal ein elektrisches/elektronisches Gerät oder eine Kamera in ein Geschäft - ganz gleichgültig ob der Riesensupermarkt oder der kleine Fachhändler - da kommst Du nicht unter € 50 weg, wenn Du einen Kostenvoranschlag haben willst. Das wird dann nachher zwar mit der Reparatur verrechnet, wenn Du das Gerät reparieren lässt, aber wenn nicht ist das Geld weg.