Madagaskar Reisebericht

Reisebericht 71 Antworten · 38,1k Aufrufe · gestartet 01. Sept. 2009 von Kiboko
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200924. Apr. 2020 · #41
Topobär schrieb:
was ist los? Erst läßt Du extra ein Madagascar-Forum einrichten und machst uns mit den ersten Tagen Deiner Reise den Mund wässrig, dann ist plötzlich Schluß. 🙁

Werden wir den Rest Deiner Reise noch miterleben dürfen?
eggitom schrieb:Ach ja: hoffentlich geht's schon bald mal weiter "freu"
travelNAMIBIA schrieb:
hast Du mittlerweile Deinen Reisebericht fertigstellen können... Februar 2010 ist ja schon etwas her 😉
Würde mich freuen mehr zu hören/lesen!
Nach über zehn Jahren tut sich etwas. 🤩
So nach und nach transferiere ich alte Reiseberichte auf meine Heimseite.
Jetzt war der angefangene Reisebericht aus Madagaskar dran.
Für den ersten Tag gibt es noch eine Ergänzung aus der Vakona Forest Lodge.


Madagaskar Tag 1-6: Andasibe, Vakona Forest Lodge

Nach rund 6 Stunden Fahrt er­reicht Kiboko die Vakona Forest Lodge am Ansirabe National­park. Die Lodge liegt am einem kleinen See. Das Restaurant spiegelt sich im Wasser.


Bild 42: Vakona Forest Lodge bei Nacht

Die Zimmer in der Lodge sind in kleinen Holz­hütten. Das Moskito­netz ist schon aus­gebreitet.


Bild 43: Kibokos Zimmerchen für die nächsten beiden Nächte

Drei Gänge Menü

Im Restaurant gibt es ein leckeres Drei-Gänge-Menü: Pizza,


Bild 44: Pizza als Vorspeise.

Zebuspießchen mit Pommes,


Bild 45: Zebuspieße als Hauptgericht.

und ein Früchte­teller zum Nach­tisch.


Bild 46: Bananen als Nachspeise.

Pferdebier

Dazu gibt es ein Three Horses Beer. Dieses Bier hat auf der Bier­expo in Brüssel eine Gold­medallie be­kommen. Damit steht es auf gleicher Stufe, wie mein geliebtes Welde No.1! Es ist eines der besten Biere der Welt! Kiboko gönnt sich ein 0,65 liter Fläschen. Prost!


Bild 47: Pferdebier

Die drei Pferde kennen den Weg und bringen Kiboko sicher ins Zimmer.

Ob und wann diese Foto­reportage fort­gesetzt wird, steht in den Sternen.
Ich hoffe, dass es weniger als 10 Jahre bis zur Fortsetzung dauert.
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200907. Mai 2020 · #42
Der uralte Reisebericht geht weiter. 🤩
Ich habe die Bilder des 2. Reisetages bearbeitet.
Den Text muss ich noch erfinden.
Bevor es in den Andasibe Nationalpark geht, zeige ich Euch die Vakona Forest Lodge bei Tageslicht.

Madagaskar Tag 2-1: Andasibe, Vakona Forest Lodge

Am nächsten Morgen ist alles noch feucht und klamm.
Nebelschwaden ziehen über die Lodge.


Bild 48: Weg zum Restaurant

Rundgang durch die Lodge

Die Lodge liegt in einer Lichtung.
Die einzelnen Hütten stehen rund um den See.
Das sechseckige Restaurantgebäude liegt direkt am See.


Bild 49: Die Lodge

Hinter dem Restaurantgebäude sind Küche und Rezeption.


Bild 50: Blauer Rauch steigt auf, das Frühstück ist fertig.

Kiboko hat noch eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt in den Nationalpark.
Im Restaurant ist noch viel Platz und es gibt einen schönen Blick auf dem See.


Bild 51: Sitzecken mit Seeblick.

Auf dem Weg zum Frühstücksbuffet wird Kiboko vom Guide Eric abgefangen.
Eric drängt zum Aufbruch. Es ist Abfahrtzeit.
Kiboko versteht die Welt nicht mehr.
Wir haben doch noch eine Stunde Zeit.
Uhrenvergleich!
Au Weia!
Kiboko hat die falsche Zeitzone.
Das Frühstück besteht aus drei Minigläser Orangensaft.
Abfahrt in den Nationalpark.

Pfui Spinne

Am Eingang des Andasibe Nationaparks wartet bereits der Guide für den Park auf Kiboko.
Der Guide drängt gleich zum Aufbruch.
Kiboko vergisst in der Hektik die Gebäude oder das Schild vom Nationalpark zu fotografieren.
Sofort wandern wir in den Park.
Schon nach kurzer Strecke hat jemand ein Netz ausgelegt und will Kiboko damit einfangen.
Kiboko macht ein Bild vom Netzwerker.
Das erste wilde Tier ist auf der Speicherkarte.


Bild 52: Ein Netzwerker im Netz

Als nächstes geht es zu den Indris.
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zuletzt bearbeitet 07. Mai 2020
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200908. Mai 2020 · #43
Madagaskar Tag 2-2: Andasibe-Mantadia Nationalpark

Der Andasibe-Mantadia Nationa­lpark ist eine Rest­fläche mit primären Regen­wald in den Bergen östlich von Antana­narivo. Der ge­schützte Park hat eine Fläche von 155km². Rund um den Park dringt der Mensch immer weiter in den Wald ein. Die letzten Bäume werden gefällt. Wenn neue Bäume gepflanzt werden, sind es Eukalyptus­bäume, mit denen die früheren Wald­bewohner nicht viel an­fangen können. Im National­park ist der Regen­wald sehr dicht. Eine Bach­brücke sorgt für etwas Weit­sicht.



Bild 53: Flusslauf im Nationalpark

Willkommen im Regenwald

Der Guide hat den Foto­ruck­sack von Kiboko geschnappt, damit wir schneller voran­kommen. Mit großen Schritten läuft er voraus. Kiboko hechelt mit der Kamera in der Hand hinter­her. Es ist feucht-warm. Die Brille be­schlägt. Mit Brille kann Kiboko nicht viel sehen. Ohne Brille sieht Kiboko auch nichts mehr. Will­kommen im Regen­wald!

Der Weg lässt sich gut gehen. Über die rutschigen Wurzeln sollte man aber lieber einen großen Schritt machen. Nach einem steileren Auf­stieg geht es fast eben weiter. Rechts und links ist dichter Wald. Tiere sind nicht zu sehen.


Bild 54: Ein Hauptweg im Park

Wo sind die Lemuren?

So früh am Morgen sind wir die einzigen Menschen im Park. Mein Guide drückt auf das Tempo. Von weitem sind laute Rufe zu hören. Plötzlich biegt er ab und ver­schwindet im Regen­wald. Kiboko schlägt sich eben­falls durch die Büsche.

Indri

Sehr schnell hat mein Guide die Ver­ursacher der Rufe gefunden. Es sind zwei Indri, die größten Lemuren. Sie sitzen weit oben in den Bäumen und fressen Blätter. Freie Sicht auf die Lemuren gibt es nur, wenn Kiboko direkt unter dem Baum steht. Dann sieht Kiboko aber nur das Hinter­teil eines Indris. Ein Indri macht es sich in einer Ast­gabel bequem. Neugierig schaut er auf Kiboko. Klick, das Bild ist im Kasten.


Bild 55: Neugieriger Indri

Aber die Neugier ist nur von kurzer Dauer. Dann hangelt sich der Indri weiter nach oben und ist aus dem Sicht­feld. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Nach einer Weile kann Kiboko den Indri durch ein Blatt­gewirr beim Früh­stücken foto­grafieren.


Bild 56: Wer stört mich hier beim Frühstück?

Der Guide drängt zum Auf­bruch. Der National­park ist noch groß. Es gibt noch weitere Lemuren­arten.

Auf dem Rück­weg kommt Kiobko noch­mal bei den Indris vor­bei. Jetzt sind sie an einem Berg­hang. Zwischen den vielen Bäumen, Ästen und Blättern gibt es kurz­zeitig einen Blick von der Seite. Der Indri hat kein Interesse an Kiboko. Es gibt keinen Blick­kontakt. Eine laut­starke Reise­gruppe aus Italien nähert sich. Sekunden­bruch­teile später ist der Indri bereits auf einem anderen Baum ge­hüpft und für die Kamera außer Reich­weite.


Bild 57: Der Indri ist zum Sprung bereit.

Gegen Mittag steht die Sonne nahezu senk­recht. Die Kontraste im Regen­wald kann die Kamera nicht mehr bewältigen. Es gelingt noch eine Aufnahme eines Indris schräg von unten gegen das Licht.


Bild 58: Indri im Blätterwald

Die laut­starken Italiener sind Kiboko auf den Versen. Ein besseres Bild ist nicht mehr möglich. Der Indri sucht und findet das Weite.
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200909. Mai 2020 · #44
Madagaskar Tag 2-3: Lemuren Andasibe-Mantadia Nationalpark

Der Guide drängt zum Auf­bruch. Eine weitere Lemurenart ist ganz in der Nähe. Nach kurzer Suche finden wir eine Gruppe Brauner Makis (Common Brown Lemur ). Auch sie sitzen hoch oben in den Bäumen und sind nur schwer zu foto­grafieren. Die Braunen Makis sind aber neugieriger und schauen Richtung Kiboko und in die Kamera.


Bild 59: Braune Maki: Guck mal! Da kommt ein Nilpferd mit großer Kamera

Kiboko ist mit dem Bild noch nicht zu­frieden und schlängelt sich weiter durch das Grünzeug an einem Hang ent­lang. Zwischen dem Blatt­werk gibt es eine kleine Lücke. Hier ist der Hinter­grund und das Licht besser.


Bild 60: Brauner Maki

Aus dieser Position lässt sich leider nur ein Lemur foto­grafieren. Stimmen­gewirr im Hinter­grund kündigt eine weitere Touristen­gruppe an. Die Lemuren ver­stecken sich im Dickicht.

Auf dem Hauptweg

Der Guide läuft weiter schnellen Schrittes über den Wald­weg durch den Park. Wir wollen die anderen Reise­gruppen ab­schütteln. Neben dem Wald­weg ist hier scheinbar un­durch­dringliches Dickicht. Dann ver­schwindet der Guide im dichten Regen­wald. Kiboko soll hier auf ihn warten.


Bild 61: Weg durch den Regenwald

Durch das Dickdicht

Wenig später ist der Guide zurück. Er hat Lemuren gefunden. Kiboko soll ihm folgen. Jetzt dringt Kiboko durch das un­durch­dringliche Dickicht. Kiboko bahnt sich seinen Weg. Schling­pflanzen ringeln sich um die Füße und greifen nach den Beinen. Immer wieder kommt Kiboko aus dem Tritt. Der Arm mit der großen Kamera fädelt im Grün­zeug ein und bleibt stecken. Mit der anderen Hand ver­sucht Kiboko das Gesicht vor zweigen und Blättern zu schützen. Die Brille beschlägt. Kiboko ist schweiß­gebadet. An einem Steil­hang wird es etwas lichter. Hier klammern sich kleine braun­graue Lemuren an die Baum­stämme.

Hüpf, Hüpf, Hurra!

Es sind Östliche Bambus­lemuren (Eastern Lesser Bamboo Lemur). Die Lemuren sind nur ca. 30cm groß, 1kg schwer und sehr agil. Sie hüfen von einem Baum­stamm zum nächsten. Kiboko nimmt die Ver­folgung auf. Es geht einen Steil­hang runter. Endlich sitzt ein Bambuslemur ruhig an einem Ast. Kiboko sucht nach einer freien Schuss­linie für die Kamera. Aber bevor Kiboko ein Bild machen kann, hüpft der Lemur einfach weiter.
Hüpf, Hüpf, Hüpf, ...
Kiboko folgt wieder am Steilhang.
Hüpf, Hüpf, Hüpf, ...
Jetzt muss Kiboko den Steilhang wieder hoch.
Hüpf, Hüpf, Hüpf, ...
Kiboko ist schon aus der Puste. Dann geht es am Hang wieder runter ...
Hüpf, Hüpf, Hüpf, ...
und wieder hoch.
Hüpf, Hüpf, Hüpf, ...
Die Nerven von Kiboko liegen langsam blank.
Hurra!
Es gelingt das erste halbwegs brauchbare Bild auch wenn noch ein Blatt vor dem Lemur ist.


Bild 62: Hurra, das erste Bild vom Bambuslemur

Der Guide ist eben­falls sehr engagiert. Nur dauert es noch mehr Zeit, bis Kiboko an der Stelle vom Guide ist. Dann hat der Guide eine andere Sicht­weise auf die Lemuren. Freie Sicht, schräg von unten in den Hintern, ist für Ihn ein gutes Bild. Das reicht Kiboko nicht. Der Lemur soll wenigstens in die Kamera blicken.


Bild 63: Schulterblick eines Bambuslemurs

Die Kommunikation mit meinem Guide bleibt nicht un­bemerkt. Zwei italienische Reise­gruppen mit Guides und Über­setzern brechen durch das Unter­holz. Jetzt wird es un­gemütlich. Die Ver­folgung der Bambus­lemuren wird immer schwieriger. Die wenigen potentiellen Foto­stellen im dichten Unter­holz sind bereits von anderen Leuten be­setzt, die mit ihrer Ritsch-Ratsch-Klick schneller unterwegs sind. Kiboko gelingt noch ein Bild durch dichtes Blatt­werk. Das Bild hat etwas mystisches. Die un­scharfen Blätter im Vorder­grund werden als diffuse Flecken ab­gebildet.


Bild 64: Mystischer Bambuslemur

Hier wird Kiboko nicht mehr viel Glück haben. Es wird Zeit für einen Stand­ort­wechsel.
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200911. Mai 2020 · #45
Madagaskar Tag 2-4: Lemuren Andasibe-Mantadia Nationalpark

Die nächste Lemuren­gruppe ist schnell gefunden. Es sind Diademsifaka (Diademed Sifaka). Nach dem Indri sind sie die zweit­größten Lemuren. Sie leben in kleinen Familien­verbänden.


Bild 65: Diadem Sifaka

Sifaka mit Halsband

Tiere der Gruppe tragen einen Sender um den Hals. Bereits 2004 wurden die ersten Gruppen aus anderen Wald­gebieten in den National­park um­gesiedelt. Durch Brand­rodung und Ab­holzung ver­schwindet der Regen­wald in Madagaskar. Dabei nehmen die Madagassen auch keine Rück­sicht auf Schutz­gebiete und den darin lebenden Tieren. Das große zu­sammen­hängende Regen­wald­gebiet im Osten ver­schwindet zu immer kleineren Wald­inseln. Die Inseln schrumpfen und bieten nicht mehr genügend Lebens­raum für die Lemuren. Für die rest­lichen Lemuren in einer Insel reicht der Gen­pool nicht mehr aus. Daher werden sie in größere Gebiete, wie dem Andasibe National­park um­gesiedelt. 2014 folgte eine weitere Um­siedlungs­aktion.


Bild 66: Diademsifaka mit Radiosender

Die Diademsifakas sind die buntesten Lemuren. Damit sind sie sehr fotogen. Nur das hässliche Hals­band findet Kiboko an Wild­tieren nicht so fotogen. Daher ver­lassen wir die Sifakas bevor andere Touristen­gruppen ein­treffen.

Dschungel

Guide und Kiboko stapfen weiter durch den Regenwald. Dünne Baumstämme stehen dicht an dicht. Überall können sich hier kleine nacht­aktive Lemuren ver­stecken. Wie soll man die nur finden?


Bild 67: Dschungel mit Millionen Verstecken für einen Lemur

Wollmaki

Mein Guide hat von einem anderen Guide einen Hin­weis be­kommen. Nach kurzer Suche findet er im dichten Blatt­werk das Ver­steck von Woll­makis. Die Östlichen Woll­maki (Eastern Woolly Lemur) ist nacht­aktiv. Im dunklen Blätter­versteck ver­schlafen sie den Tag. Es ist nur ein Fell­knäul im Baum zu erkennen. Aber mit etwas Geduld macht ein Woll­maki kurz die Augen auf und beobachtet das Treiben unter seinem Baum.


Bild 68: Wollmaki - wer stört hier meinen Mittagsschlaf?

Im Nachbarbaum verschlafen zwei weitere Östliche Woll­makis den Tag. Auch sie sind nur ganz schwer in ihrem Ver­steck zu foto­grafieren. Kurz schauen sie Kiboko an, dann sind die Augen wieder zu.


Bild 69: Zwei aufgeweckte Typen

Besser Bilder sind hier nicht mehr möglich. Kiboko möchte die nacht­aktiven Tiere nicht länger stören. Bevor unsere An­wesenheit die italienischen Touristen­gruppen an­lockt, verlässt Kiboko den Ort, damit die Woll­makis in Ruhe weiter­schlafen können.

Rotbauchmaki

Ein dunkler Fleck auf einem Ast im grünen Blätter­dach des Regen­waldes verrät sie. Zwei Rot­bauch­makis (Red-bellied Lemur) kuscheln auf einem Ast mit­einander. Sie sind sowohl tag- als auch nacht­aktiv. Die beiden halten gerade ihren Mittags­schlaf. Ein Rot­bauch­maki schaut kurz zu Kiboko herunter. Auch der zweite schaut mal kurz. Aber beide schauen nicht gleich­zeitig in die Kamera.


Bild 70: Kuschelnde Rotbauchlemuren
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200911. Mai 2020 · #46
Madagaskar Tag 2-5: Vögel im Andasibe-Mantadia Nationalpark

Im dichten Regenwald sind die Tiere nur schwer zu finden. Manche Tiere haben sich ge­tarnt. Wenn sie regungs­los sind, ent­ziehen sie sich den Blicken der Beobachter und Fress­feinde. Wer findet das Tier auf dem Baum­stamm?


Bild 71: Wo ist das Tier?

Tarnung ist wichtig im Regenwald

Auf dem Baum­stamm sitzt ein Stab­schrecke. Körper und Beine sind in Form und Farbe per­fekt der Um­gebung an­gepasst.


Bild 72: Gut getarnte Stabschrecke von der Seite

Bunte Vögel

Weniger gut getarnt sind die Vögel. Aber auch ein großer, blauer Vogel kann sich im Regen­wald gut ver­stecken. Der Blau-Seiden­kuckuck (Blue Coua) ist rund 50cm groß. Seiden­kuckucke sind endemisch in Madagaskar.


Bild 73: Blau-Seidenkuckuck

Besser getarnt und noch schwerer zu sehen ist der Madagaskar­dajal (Madagascan Magpie Robin). Der Vogel ist ebenfalls endemisch in Madagaskar. Der Insekten­jäger ist flink im Unter­holz unterwegs. Leider war die Belichtungs­zeit (1/160s) für den agilen Vogel und die Brenn­weite etwas zu lang. Das Bild ist nicht ganz scharf.


Bild 74: Madagaskardajal

Auf dem Rückweg zum Park­eingang kommen wir an einem kleinen See vorbei. Auf einem Geländer sitzt ein Madagaskar­zwerg­fischer auch Schwarz­schnabel-Zwerg­fischer genannt (Madagasca Kingfisher or Malagasy Kingfischer). Diesen Vogel gibt es nur auf Madagaskar und den Komoren. Kiboko pirscht sich vor­sichtig an. Nach­dem das Bild im Kasten ist, setzt sich der Vogel für Kiboko ins Gras. Das ist viel schöner und sogar noch etwas näher. Danke lieber Eis­vogel!


Bild 75: Der Madagaskar-Zwergfischer posiert für Kiboko im Gras

Chamäleon zum Abschluss

In einem Gebüsch am Park­eingang findet mein Guide noch ein Chamäleon. Bei der Tarnung hätte Kiboko es ohne Guide niemals gesehen.


Bild 76: gut getarntes Chamäleon

Bis auf den winzigen nacht­aktiven Maus­maki hat Kiboko alle Lemure­narten des National­parks gesehen. Das Foto­grafieren im dunklen Regen­wald ist sehr schwierig. Mit heutigen Kameras mit höherer Dynamik höheren Isozahlen sind bessere Bilder möglich.

Der Aufenthalt im National­park war länger als ge­plant. Die Mittags­pause wird drastisch ge­kürzt. Am Nach­mittag geht es auf die Lemuren­insel. Da ist das Foto­grafieren der Lemuren viel ein­facher.
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zuletzt bearbeitet 07. Feb. 2025
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200911. Mai 2020 · #47
Madagaskar Tag 2-6: Andasibe Lemureninsel

Nach einer sehr kurzen Mittags­pause bringt Eric den Kiboko zur Lemuren­insel. Es ist ein kleiner Tier­park und gehört zur Vakona Forest Lodge. Auf zwei Inseln leben hier Lemuren. Auf einer Insel leben regionale Lemuren­arten, die es auch im nahen National­park gibt. Auf der zweiten Insel leben Ringel­schwanz­lemuren, die auch Kattas genannt werden. Diese leben im Süden von Madagaskar und sind daher auch räumlich von den anderen Arten ge­trennt. Die Lemuren haben Angst vor Wasser. Daher können sie die Inseln nicht ver­lassen. Auf den Inseln können sich die Lemuren frei bewegen. Es gibt keine Zäune.

Kiboko setzt mit einem Kanu auf die erste Insel über. Wobei das Kanu länger ist, als der Bach breit ist. Kiboko ist der erste Besucher am Nach­mittag. Ein Diadem­sifaka schaut schon neu­gierig zu Kiboko herüber.


Bild 77: Da kommt Kiboko. Gleich gibt es Bananen.

Tanzender Sifaka

Die Lemuren sind an Besucher gewöhnt und auch gut dressiert. Wenn der Baum­abstand größer als die Sprung­weite ist, müssen die Lemuren auf dem Boden die Strecke über­winden. Diadem­sifakas bewegen sich auf­recht in großen Sprüngen fort. Sie scheinen zu tanzen. Der Park­wächter wedelt mit einer Banane. Das ist das Zeichen für den Lemur. Er klettert vom Baum her­unter. In mehreren großen Sprüngen tanzt der Lemur mit Kung Fu Schritten Kiboko ent­gegen. Leider lag im Hinter­grund eine große blaue Müll­tüte. Die hat Kiboko weg­gepixelt.


Bild 78: Der Diademsifaka kommt angetanzt

Für das gelungene Kunst­stück bekommt der Sifaka seine Be­lohnung in Form einer Banane. Kiboko legt sich auf dem Boden, um den Sifaka aus einer niedrigen Perspektive zu foto­grafieren. Leider stört im Hinter­grund die Schutz­hütte für den Park­wächter. Es kommt gerade eine Madegassische Touristen­gruppe. Der Sifaka schaut neugierig zur Gruppe. Bestimmt gibt es gleich noch mehr Bananen. Mit Kiboko hatter der Sifaka fertig. Eine weitere Fotos­chance gibt es nicht.


Bild 79: Diademsifaka

Die Neuankömmlinge umzingeln den armen Sifaka. Kiboko flüchtet.

Schwarz-Weißer Vari

Der Schwarz-Weiße Vari (Black-and-White Ruffed Lemur) läßt sich hängen. Auch er weiß, wenn Touristen kommen, gibt es Bananen.


Bild 80: Abhängen bis die Touristen kommen

Sekundenbruchteile nach dem Bild lässt sich der Vari fallen. Dann saust er in großen Sprüngen über den Platz zur Touristen­traube mit dem Park­wächter. Dort er­gattert er eine Banane. Damit flüchtet er auf dem nächsten Baum. Nachdem er die Banane ver­speist hat, schaut er Kiboko an. Ob er mehr Bananen erwartet?


Bild 81: Der Bananendieb schaut Kiboko mit großen orangenen Augen an.

Kiboko behauptet seine Position im Touristen­getümmel vor dem Vari. Es gelingt noch ein Porträt.


Bild 82: Schwarzweißer Vari im Porträt

Die nächste Touristen­gruppe setzt gerade auf die Insel über. Der Park­wächter drängt Kiboko und die anderen Reise­gruppen in den Lemuren­wald.
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200926. Mai 2020 · #48
Madagaskar Tag 2-7: Andasibe Lemureninsel

Auf der Lemureninsel gibt es einen kleinen Wald. Dort lauern weitere Lemuren und hoffen auf reich­lich Bananen.

Brauner Maki

Die Braunen Makis kennt Kiboko bereits vom Vor­mittag auf dem National­park. Nur sind sie hier viel ein­facher zu foto­grafieren. Neugierig und erwartungs­voll kommen sie an­gehüpft.

Bild 83: Gibst Du mir eine Banane?
Mit großen orangenen Augen schaut die Lemurendame Kiboko an. Sie bettelt wie eine Katze am Ess­tisch. Wie lange kann Kiboko so einen Blick wider­stehen?

Bild 84: Bitte, bitte gib mir eine Banane
Die Weibchen vom Braunen Lemur haben eine schwarz weiße Zeichnung im Gesicht. Das Gesicht der Männchen ist komplett schwarz. Aber mit ihren orangenen Augen können sie genauso gut betteln.

Bild 85: Banane her oder ich komme!
Wenn Du mir jetzt keine Banane gibst, dann hole ich sie mir. Mit einem Satz sitzt der Braune Maki auf der Schulter von Kiboko. Die anderen Touristen haben ihren Spaß. Aber auch die Braunmaki Dame hüpft auf die Schulter eines Touristen. Der Mann hat eine üppige Frisur. Der Braunmaki ist schon zwischen den Haaren. Jetzt hat Kiboko auch seinen Spaß.

Bild 86: Gib mir eine Banane sonst musst Du zum Friseur.
Östlicher Bambuslemur

Auch ein Bambus­lemur kommt neugierig an­gehüpft. Im National­park sind sie geflüchtet, aber hier kommen sie zu den Touristen. Viele Touristen knipsen hier mit Blitz. Für nacht­aktive Tiere mit ihren empfindlichen Augen ist das untragbar. Sie können geblendet vom Baum fallen. Aber dieses Exemplar hat sich von der Blitzerei der anderen Touristen nicht stören lassen. Kiboko hat dann auch ein Bild mit Aufhell­blitz ge­macht. Der Lemur ist nicht vom Baum gefallen. Er ist auch auf die Schulter eines Touristen gehüpft, um sich was zum Naschen zu e­rgattern.

Bild 87: Auch der Bambuslemur möchte gerne etwas zum Naschen haben.
Der Parkwächter kommt angelaufen und scheucht uns weiter. Wir sind schon ein paar Minuten hier und damit viel zu lange im Lemuren­wald. Die nächste Touristen­gruppe muss hier durch­geschleust werden.
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200927. Mai 2020 · #49
Madagaskar Tag 2-8: Andasibe Lemureninsel

Mit einem Kanu wird Kiboko zur zweiten Lemuren­insel gepaddelt. Eine madegassische Touristen­gruppe ist mit im Boot.
Canale Grande

Die Paddeltour geht über einen schmalen Kanal. Links ist die Lemuren­insel.


Bild 88: Mit dem Kanu zur Lemureninsel
Der Kanal wird schmaler. Die zweite Lemuren­insel kommt in Sicht

Bild 89: Die zweite Lemureninsel kommt näher
Katta

Kiboko wird bereits erwartet. Eine Gruppe von ungefähr zehn Katta (Ringtailed Lemur) ist völlig auf­gedreht. Der Bananen­dampfer kommt.


Bild 90: Hurra der Bananendampfer kommt.
Einige Kattas stehen auf­recht auf den Hinter­beinen. So können sie besser in das Kanu schauen. Irgendwo da drin müssen die Bananen sein.

Bild 91: Der Katta macht sich groß. Wo sind die Bananen versteckt?
Jetzt kann der Katta die Neugier nicht mehr aus­halten.

Bild 92: Der Katta ist zum Sprung bereit.
Wenig später springt der Kata ins Boot. Die halbe Katta-Gruppe folgt. Dabei turnen sie durch das Boot und über Kiboko und die anderen Fahr­gäste. Die Bananen sind dann schnell ver­teilt. Ist ein Katta zu zögerlich, geht er leer aus.

Bild 93: Er war zu langsam für eine Banane.
Kurz danach legt das Kanu wieder ab. Wir werden zum Steg gebracht und der Besuch ist schon vor­bei.
Fazit Lemur Island

Die Lemuren sind an Menschen gewöhnt und da­durch sehr zu­traulich. So ist das Foto­grafieren viel ein­facher und es können dabei auch schöne Porträts ent­stehen. Die Vegetation der beiden Inseln ist viel lichter. Damit kann eine viel bessere Bild­qualität er­reicht werden als im dunkel Regen­wald. Leider war der Besuch extrem kurz. Zwischen dem ersten und den letzten Bild liegen keine 40 Minuten. Hier hätte sich Kiboko gerne viel mehr Zeit genommen. Dabei wäre es auch besser möglich gewesen den anderen Touristen­gruppen aus­zu­weichen.
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zuletzt bearbeitet 27. Mai 2020
1'470 Beiträge · seit 200827. Mai 2020 · #50
Hallo Kiboko,

ich wollte mich mal ganz lieb bedanken, dass Du den Reisebericht fortsetzt. 🙂
Deine Lemurenfotos sind wirklich genial schön! Wir waren ja auch schon 2x auf Lemurs Island bei der Vakona Lodge. Es ist ein Paradies für jeden Feuchtnasenaffenfan - wie wir es sind. 🤩
Liebe Grüße aus Berlin,

Moose.
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=a8a948-1342536910.jpg Fotobericht Madagaskar 2012 - Zwei Knäckebrote auf Lemurensuche Fotobericht Südafrika 2013 - Von Elefanten gejagt, von Katzen verlassen Fotobericht Madagaskar 2014 - Madagascar Ostküste - Teil 2 der Knäckebrot-Saga
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200927. Mai 2020 · #51
Hallo Moose,

vielen Dank für das große Lob.

Die Lemureninsel war auf der Reise auch der beste Ort für Lemuren-Fotos.
Die Qualität der Bilder aus dem Nationalpark war mit hohen ISO und hohen Kontrasten für die damaligen Kameras etwas zu viel.
Inzwischen hat sich die Kameratechnik und der Fotograf weiterentwickelt.
Wunder sind im dunklen Regenwald trotzdem nicht zu erwarten.

Es folgt noch ein Beitrag von der Krokodilfarm.
Dann ist der 2. Reisetag abgeschlossen.
Die nächsten beide Reisetage sind überwiegend Fahrtage.
Die Bilder dafür habe ich weder rausgesucht noch bearbeitet.
Es wird im Thread mal wieder ein Pause geben.
Hoffentlich wird es dann keine weiteren 10 Jahre dauern, bis der nächste Reisetag kommt.
Weitere Lemurenbilder müssten noch vom Ramonafa Nationalpark, Anja Resort und Isalo Nationalpark kommen.
Das sind dann aber überwiegend Kattas.

Aktuell habe ich den Schwerpunkt alte Reiseberichte aus Reise- und Fotoforen zu "retten".
Der abgebrochene Madagaskar-Reisebericht bestand nur aus dem ersten Tag und war daher schnell umgesetzt.
Die alten Reiseberichte werden nach html konvertiert, Texte und Bilder werden überarbeitet und dann auf meine Heimseite hochgeladen.
Aktuell bin ich dabei einen Reisebericht über Ghana-Togo-Benin (Voodoo Inside) umzubetten.
Die ersten vier Tage Ghana sind bereits hochgeladen.
Vielleicht erinnert sich jemand an meine Vorträge über die Hummeldumm-XXL Tour durch Westafrika. 🤩

Ein weiterer heißer Kandidat für das Umbetten ist mein Namibia Reisebericht hier aus dem Forum.

Viele Grüße
Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200928. Mai 2020 · #52
Madagaskar Tag 2-9: Andasibe Krokodilfarm

Die Krokodilfarm ist ein kleiner Zoo. Die Farm ist nicht weit von der Lemuren­insel ent­fernt. Sie liegt in einem kleinen Seiten­tal mit einem See.

Bild 94: Der Krokodilteich
Durchgang Verboten

Der Teich ist eingezäunt. Ein Schild warnt vor dem über­klettern des Zaunes. Dabei planscht Kiboko so gerne mit Krokodilen.

Bild 95: Die Korkodile freuen sich auf Besuch
Auf einer Wiese langweilen sich die Kroko­dile. Regungs­los liegen sie in der Sonne. Die Wissen­schaft ist sich noch nicht so ganz einig, ob es sich hier um eine Unter­gattung der Nil­krokodile handelt oder ob sie als eigene Art gelten.
Vier Krokodile liegen am Rand eines Sees.

Bild 96: Krokodile beim Verdauungsschläfchen.
Fossa

Das größte Land­raub­tier in Madagaskar ist das Fossa. Es bewohnt die dichten Wälder und jagt dort Lemuren. Das Fossa stammt von den Mangusten ab und ähnelt in der Ana­tomie einer Katze. Von der Größe her ist es mit einem Caracal ver­gleich­bar. Das Fossa ist sehr scheu und nur sehr selten in freier Wild­bahn zu sehen. In einem kleinen Käfig mit Beton­boden werden in der Krokodil­farm mehrere Fossa ge­halten. Es ist ein trauriger Anblick.

Bild 97: Truriges Fossa
Strahlenschildkröte

Nicht viel besser geht es den Strahlen­schild­kröten. Sie stürzen sich gerade auf ein paar lieb­los in den Käfig geworfene Blätter.

Bild 98: Strahlenschildkröten am Buffet
Kurol

Kiboko sind freilebende Tiere lieber. Dieser männliche Kurol (Cuckoo Roller) ist sehr zu­traulich.
Er lässt sich von meinem Guide aus der Hand füttern.
Der Kurol ist ein Racken­vogel und auf Madagaskar und den Komoren heimisch.

Bild 99: Der Kurol wartet auf Leckereien (Fleischstückchen)
Rotschnabelente

In einem kleinen ab­gesperrten Teich schwimmen ein paar Enten. Darunter ist auch eine Rot­schnabel­ente (Red-billed duck).
Rot­schabel­enten sind in Afrika weit ver­breitet. Weitere Enten im Teich sind Witwen­pfeif­gans (White-faced Whistling Duck) und Höcker­glanz­gans (Knob-billed Duck). Am Ufer des Teiches steht noch ein Purpur­reiher (Purple Heron).


Bild 100: Rotschnabelente

Madagaskar - Zwergfischer

Am Krokodilteich sitzt auf einem Ansitz im Ge­strüpp ein bunter Vogel. Den kennt Kiboko schon vom Vor­mittag. Es ist ein Madagaskar­zwerg­­fischer auch Schwarz­schnabel-Zwerg­fischer genannt (Madagasca Kingfisher or Malagasy Kingfischer).

Bild 101: Madagaskar Zwergfischer auf dem Ansitz im Gestrüpp
Der Vogel fliegt auf, dreht eine Runde und kommt netter­weise wieder zurück.

Bild 102: Nochmal, weil er so hübsch ist
Fazit Krokodilfarm

Kiboko ist von der Krokodil­farm ent­täuscht. Es gibt wenig zu sehen und die Käfige sind nicht sonderlich attraktiv. Immerhin hat Kiboko ein Fassa gesehen - hinter Gittern. Aber es ist kein Ort, den Kiboko unbedingt noch einmal besuchen möchte.

Nachtwanderung

Der letzte Programm­punkt des Tages ist eine Nacht­wanderung. Etwa 20 Personen treffen sich an der Vakona Forest Lodge. Dann geht die Gruppe auf der Straße und ein paar Wege einmal um die Lodge. Im Schein­werfer­licht sind ein paar Chamäleons und ein Frosch zu sehen. Da immer eine große Gruppe um ein Tier steht, sind gute Fotos nicht möglich. Viele Leute haben kreuz und quer gefunzelt. Die Belichtungs­zeiten schwanken drama­tisch. Die Bild­aus­beute ist daher nicht so un­bedingt zeigens­wert. Insgesammt war die Nacht­wanderung für Kiboko en­ttäuschend. Die beliebten Drei Pferde haben den Abend aber noch gerettet.

Viele Grüße
Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
zuletzt bearbeitet 30. Dez. 2020
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200921. Dez. 2020 · #53
Liebe Fomis,
nach einer längeren Pause geht es jetzt mit dem Tag 3 weiter.
Inzwischen habe ich die Reiseberichte aus Ghana/Togo/Benin, Sambia und den aus Namibia überarbeitet, neu bebildert und auf meiner Heimseite hochgeladen.
Aktuell schreibe ich an Island (Eisländ - die Eins im Winter).
Aber jetzt kommen erst einmal sechs Beiträge mit rund 50 Bildern aus Madagaskar.



Madagaskar Tag 3-1: Andasibe - Antananarivo

Heute ist Fahrtag. Die Fahrt geht ent­lang der Bahn­strecke von Anda­sibe zurück in die Haupt­stadt Antana­narivo. Dort biegt Kiboko nach Süden ab. Tages­ziel ist die die Stadt Antsirabe. Die Straße ver­läuft in weiten Ab­schnitten in der Nähe der Eisen­bahnl­inie. Kiboko hat dabei immer ein Auge auf die Bahn ge­richtet.

Bahnhof Andasibe

Das stattliche Bahnhofs­gebäude von Anda­sibe wird gerade reno­viert. Es ist eine große Baustelle. Züge sind hier keine zu sehen.


Bild 103: Nix los auf dem Bahnhof von Andasibe

Auf einem Nebengleis am Güter­schuppen steht ein Flach­wagen. Die Ladung ist durch Planen ge­schützt. Ver­mutlich ist ein rollendes Lager für Bau­materialien.



Bild 104: Flachwagen am Güterschuppen in Andasibe

Holzkohle

Rund um den Andasibe Nationalpark stehen noch ein paar Bäume. Aber auch die werden bald zu Holz­kohle ver­arbeitet sein. In großen Säcken wartet die Holz­kohle am Straßen­rand auf den Transport in die Haupt­stadt.



Bild 105: Eine Allee aus Holzkohlesäcke

Kurz darauf erreichen wir eine weitere Krokodil­farm. Sie ist der foto­grafische Höhe­punkt des Tages und wird Thema der nächsten beiden Bei­träge sein.

Bei der weiteren Fahrt läuft die Bahnstrecke neben der Straße. Mit einer gemein­samen Brücke wird ein kleiner Fluss über­quert. An der Brücke ver­kaufen fliegenden Händler die Speziali­täten der Region.


Bild 106: Straße und Bahn teilen sich eine Brücke.

Manjakandriana

Im Bahnhof von Manjakandriana erspäht Kiboko einen Kessel­wagen­zug. Mit diesen Zügen wird Benzin vom Hafen in die Hauptstadt und das Hinter­land transportiert. Damit hat Kiboko besonders viel Glück. Die Bahn­gesellschaft hat für diese Strecke nur drei Loko­motiven. Ob ein Gegen­zug kommt? Kann Kiboko den Zug ver­folgen?



Bild 107: Kesselwagenzug in Manjakandriana

Zug und Bahnhof sind ver­weist. Hier tut sich nix. Kiboko hat etwas Zeit sich die Lok etwas genauer an­zusehen. Sie hört auf den Namen BB.0229. Es tut sich immer noch nix im Bahn­hof. Eric drängt zur Weiter­fahrt.



Bild 108: BB.0229 in Manjakandriana

Bei der weiteren Fahrt verläuft die Bahn­strecke neben der Straße. Kiboko guckt sich die Augen nach einem Gegen­zug aus. Aber es kommt kein weiterer Zug.



Bild 109: Straße und Bahn sind in Manjakandriana dicht zusammen.
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zuletzt bearbeitet 21. Dez. 2020
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200922. Dez. 2020 · #54
Madagaskar Tag 3-2: Peyrieras Krokodilfarm

An der Straße nach Antananarivo halten wir an einer Krokodil­farm. Auch diese Krokodil­farm ist ein kleiner Zoo. Ein Schild am Ein­gang wirbt mit Rep­tilien, Am­phibien, Fleder­mäusen und Schmetter­lingen. Für 10000 Ayriary darf Kiboko sich alles an­schauen.

Rund um einen kleinen Teich dösen ein halbes Dutzend Krokodile in der Sonne.



Bild 110: Bissiger Sonnenanbeter

Guide

Kiboko bekommt einen eigenen Guide. Der ist sehr en­gagiert. An einem Baum hat sich eine Schlange ge­wickelt. Die wird für Kiboko ab­gewickelt und präsen­tiert.


Bild 111: Der Guide zeigt Kiboko eine Schlange

Dann geht es in eine große Voliere. Darin stehen dichte Bäume. Schmale Wege führen hindurch. Die Voliere ist aber nicht für Vögel. Darin leben viele Chamäleons und unter­schiedlichen Größen und Farben. Leider ist es in der Voliere sehr dunkel. Die Chamäleons ver­stecken sich gerne im Blattwerk. Manche sitzen oben in der Baum­krone. Gegen das Licht über­fordern die Kon­traste die damaligen Kameras.


Bild 112: Ton in Ton. Grünes Chamäleon zwischen grünen Blättern.

Einige Chamäleons haben sich ein buntes Kleid an­gezogen. Es ist un­glaublich, was für bunte Kreaturen sich die Natur aus­gedacht hat. Es folgte eine Serie ohne viele Worte.


Bild 113: Schlechte Tarnung.


Bild 114: Orange-Schwarze Fleckentarnung



Bild 115: Grün-hellblaue Zebrastreifen auf Bananenblatt



Bild 116: Kunterbunt und doch getarnt.


In der Voliere könnte sich Kiboko stunden­lang mit der Kamera ver­gnügen. Aber der Guide drangt Kiboko weiter. Die nächste Attraktion wartet schon.

Mantella Frösche

Der Guide reist ein Bananen­blatt von der nächst­besten Bananen­staude. Dann greift er in einen kleinen Käfig und holt einen orange­rotes Fröschlein her­vor. Für eine Foto­session wird der kleine Frosch auf dem Bananen­blatt postiert. Da will er aber nicht bleiben. Der Frosch versucht durch große Sprünge zu ent­kommen. Immer wieder wird er vom Guide ein­gefangen und erneut auf das Blatt ge­setzt. Kiboko macht noch schnell ein Bild. Dann darf der kleine Frosch wieder zurück in seinen Käfig. Jetzt hat er wieder seine Ruhe.


Bild 117: Mantella Frosch auf Bananenblatt

Die kleinen Mantella Frösche gibt es in vielen schrillen Farben. Sie sind vergleich­bar mit den Pfeil­gift­fröschen in Amerika. Der Guide holt einen weiteren Frosch aus dem kleinen Käfig. Auch der hüpft schnell vom Bananen­blatt in die Wiese. In der natür­lichen Um­gebung gefällt Kiboko der Frosch viel besser. Aber auch dieser Frosch kann seine Frei­heit nur kurz ge­nießen. Mit flinken Fingern wird er vom Guide ein­gefangen und in seinen Käfig ge­bracht.


Bild 118: Bunter Mantella-Frosch im Gras

Kiboko werden auch noch ein paar Kröten und größere Frösche gezeigt. Aber die sind nicht so foto­gen.
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200924. Dez. 2020 · #55
Madagaskar Tag 3-3: Peyrieras Krokodilfarm

Nach den bunten Fröschen führt der Guide Kiboko zu einer Reihe kleiner Ge­hege. Die ein­gesperrten Be­wohner lassen sich hängen. Mit den Füßen um­klammern sie die Käfig­decke und baumeln mit dem Kopf nach unten im Käfig. Es ist ein trau­riger An­blick. Kiboko macht schnell ein Bild von den Flug­hunden und geht dann schnell weiter.



Bild 119: Der Flughund hängt hier rum

Gecko

Noch viel kleiner sind die Gehege für die Geckos. Sehr auf­fällig sind die Tag­geckos.



Bild 120: Taggecko

Dagegen sind die Blattschwanz­geckos gut getarnt. Wenn sie im trockenen Laub sitzen, entfaltet ihre Tarn­kappe die volle Wir­kung.



Bild 121: Perfekte Tarnung durch die Imitation abgestorbener Blätter

Dann ist der Rund­gang durch die Krokodil­farm be­endet. Kiboko bittet den Guide noch einmal in die Voliere mit den Cha­mäleons zu gehen.

Chamäleons

So kann Kiboko nochmal zwischen den Blätter­gewirr ein paar Cha­mäleons foto­grafieren.



Bild 122: Chamäleon on Tour



Bild 123: Ein weiteres Chamäleon auf Wanderschaft


Ein kleines grünes Chamäleon läuft über einen sehr dünnen Zweig.


Bild 124: Kleines Chamäleon auf dünnem Zweig


Der Guide hat aus einem anderen Käfig zwei Gras­hüpfer mitg­enommen. Die sind Cha­mäleon­futter. Ein Gras­hüpfer wird auf einem Blatt in Reich­weite eines Cha­mäleons ge­setzt. Das Chamäleon erkennt den Lecker­bissen so­fort. Der Gras­hüpfer wird foku­siert. Dann schnellt die Zunge her­aus.



Bild 125: Das Chamäleon hat den Grashüpfer im Fokus

Kiboko versucht einen Kompromiss aus Blende, Be­lichtungs­zeit und Iso zu finden. Es hat nicht ge­reicht. Die Schärfen­tiefe ist noch zu gering und die Be­lichtungs­zeit schon zu lang. Die Kamera ist auch zu lang­sam. Die Cha­mäleon­zunge schnellt hervor. Die Zunge trifft den Gras­hüpfer. Der Gras­hüpfer klebt an der Zunge fest. Aber auch das Blatt auf dem der Gras­hüpfer sitzt klebt an der Zunge. Die Zunge wird sofort wieder ein­gefahren. Der Gras­hüpfer hat keine Chance und wird mit­gerissen. Das an­geklebte Blatt folgt eben­falls und ver­deckt das Chamäleon. Als das Blatt die Sicht wieder frei­gibt, kaut das Chamäleon genüss­lich auf dem Gras­hüpfer.



Bild 126: Mampf, mampf, mampf


Fazit Krokodilfarm

Die Krokodil­farm Peyrieras ist viel sehens­werter als die Farm in Anda­sibe. Ins­besondere die bunten Chamäleons in der Voliere sind den Besuch wert. Dazu der Guide der alles ge­zeigt und auch ein Herz für Foto­grafen hat. Hier möchte Kiboko gerne wieder­kommen. Mit einer aktuellen Kamera mit schnelleren Auto­fokus und der Möglich­keit hoher Iso­zahlen, sollten hier tolle Fotos möglich sein.
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200925. Dez. 2020 · #56
Madagaskar Tag 3-4: Um Antananarivo

Auf der Fahrt nach Antsirabe hat Kiboko wieder die Haupt­stadt Antana­narivo er­reicht. Die Stadt wird auf einer süd­lichen Um­gehungs­straße um­fahren. Ein Feld ist zu Spiel­feldern um­gewandelt. Qua­dratische Felder haben Linien, ähnlich unserem Mühle Spiel. Ein Feld ist von Zu­schauern um­lagert.



Bild 127: Spielfelder mit Zuschauern

Die Hauptstadt Antananarivo verteilt sich auf Hügeln. Die umliegenden Täler werden bewässert. Hier wird Reis an­gebaut. Zwei Bauern bereiten gerade ein Feld vor.



Bild 128: Reisfelder vor Antananarivo

Auf den abgeernteten Feldern weidet das liebe Vieh. Antana­narivo ist im Hinter­grund.



Bild 129: Reisfelder vor Antananarivo

Nach Süden

Der Guide Eric lenkt den Gelände­wagen auf der einzigen durch­gehenden Teer­straße nach Süden. Es ist die Haupt­verkehrs­ader in Madagaskar. Der Ver­kehr quält sich durch die Ort­schaften.



Bild 130: Viel Verkehr in den Ortschaften

Ein Rasthof an der Straße lädt zum verweilen ein.



Bild 131: Mach mal Pause im Rasthof

Im zentralen Hochland wird es wieder gebirgiger. Die Bahn­strecke über­quert die Straße auf einem Beton­viadukt.



Bild 132: Betonviadukt für die Bahn

Ein ungewöhnlich großer LKW kommt auf der Straßen­mitte ent­gegen. Mein Guide Eric muss den Anker werfen und mit dem Gelände­wagen von der Straße flüchten. Kiboko kann die Ladung des LKW noch nicht er­kennen. Aber die Kamera ist schon am rattern. Es ist ein Voll­treffer. Auf dem LKW-Auf­lieger steht eine der fünf Loko­motiven in Madagaskar. Das Fahr­werk der BB242 ist de­montiert. Die Lok kommt von der süd­lichen Strecke. Damit gibt es dort nur noch eine Lok. In zwei Tagen will Kiboko die Eisen­bahn­strecke be­reisen. Wird es dann noch einen Zug geben?



Bild 133: Straßenbahn. BB242 auf Überführungsfahrt
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200928. Dez. 2020 · #57
Madagaskar Tag 3-5: Antananarivo - Antsirabe

Die Straße schlängelt sich über die Berge nach Süden. Die Land­schaft ist karg. Jeder Baum der groß genug ist, um Holz­kohle zu liefern, ist ber­eits ge­fällt worden. Neue Bäume haben keine Chance groß zu werden.


Bild 134: Über Berg und Tal


Die Dörfer aus kleinen Häuschen aus rot­braunen Lehm­ziegeln schmiegen sich an die Berg­hänge. Die Kirche steht hier ganz oben.



Bild 135: Typisches Dorf im zentralen Madagaskar.


Polizeikontrolle

Das wache Auge des Ge­setzes kon­trolliert den Straßen­verkehr. Im Februar 2009 hat es in Mada­gaskar Un­ruhen mit Toten ge­geben. Da­her gibt es im Land be­sonders viele Kontroll­posten. Als Tourist wird Kiboko oft durch­gewunken. Probleme hat es an keiner Kontroll­stelle ge­geben. Die Poli­zisten haben auch nicht nach Geld ge­bettelt.



Bild 136: Fahrzeugkontrolle


Ortsdurchfahrten

In den größeren Orten pul­siert das Leben. Geschäfte stehen ge­drängt am Straßen­rand. Menschen bewegen sich mit allen möglichen Ver­kehrs­mitteln oder zu Fuß auf der Straße.



Bild 137: Typische Ortsdurchfahrt

Auf einer Teerstraße durch einen Ort kommt ein dunkelblauer Kleinbus entgegen.
Auf dem Dach steht unter anderem ein Motorrad.



Bild 138: Motorrad als Handgepäck auf dem Sammeltaxi.


Eine Teestraße führt in einem Ort herein.
Zwei Rikschas und viele Fußgänger bevölkern die Straße.


Bild 139: Rikschas für den Nahverkehr

Weiter geht die Fahrt nach Süden. Die Bilder ähneln sich. Je­doch sind hier die Häuser rosa und weiß ge­strichen.



Bild 140: Landschaft mit Dorf.


Hier wird ein neuer Rad­satz für einen Ochsen­karren aus­geliefert.


Bild 141: Neu Räder für den Ochsenkarren


Sambaina

In Sambaina trifft die Straße wieder auf die Eisen­bahn. Auf dem Bahn­hofs­vor­platz reihen sich kleine Ge­schäfte an­einander. Die Bahnhofs­gebäude sind hier weiß gestrichen und haben rote Fenster­läden, Türen und Dach­rinnen. Einen Zug hat Kiboko nicht gesehen.


Bild 142: Am Bahnhof von Sambaina
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200930. Dez. 2020 · #58
Madagaskar Tag 3-6: Antsirabe

Am Nachmittag erreicht Kiboko das Tages­ziel Ant­sirabe. Ant­israbe be­deutet auf Deutsch: Der Ort wo es viel Salz gibt. Die quirlige Stadt liegt auf 1500m und hat Thermal­quellen. Am Orts­ein­gang kommt ein voll­besetzter und voll­beladener Bus ent­gegen. Die Leistungs­entfaltung zeigt die Abgas­wolke.


Bild 143: Der Tata Bus gibt Vollgas


Bahnhof

Die interessanteste Sehenswürdig­keit ist für Kiboko der Bahn­hof. Ant­sirabe ist der End­punkt der Bahn­line von Toamasina an der Küste über Antanana­rivo. Das Bahnhofs­gebäude be­sticht durch die Archi­tektur aus Kolonial­zeiten.


Bild 144: Antsirabe Hauptbahnhof

Kiboko schaut sich auf dem Bahn­hof um. Zum Bahn­steig sind zwei große rote Türen mit der Auf­schrift "Mouvement" und "Chef du Gare". Aber auf dem Bahn­hof bewegt sich nix. Kein Mouvement und der Chef ist auch aus­geflogen.


Bild 145: Bahnhofstür ohne Mouvement


Am Bahnsteig steht die Draisine 054 mit einigen Kessel­wagen. Kiboko kann sich nicht vor­stellen, dass die Draisine die Kessel­wagen ge­zogen hat.


Bild 146: Motordraisine in Antsirabe

Der Kesselwagenzug aus sechs Wagen ist nicht gerade lang. Trotz­dem sind mehrere unter­schiedliche Bau­arten von Kessel­wagen ein­gestellt. In­teressant sind die Speichen­räder der Wagen.


Bild 147: Kesselwagen im Schmuddelkleid

Antsirabe war bereits zu Kolonial­zeiten wegen der Thermal­quellen ein be­liebter Ort. Das große Hotel stammt noch aus dieser Zeit. Heute ist es ein vornehmer Ort. Er ist außer­halb des Reise­budgets von Kiboko.


Bild 148: Kurhotel

Moderne Architektur ist eher selten in Antsi­rabe. Dieses schicke Gebäude hat die spitzen Giebel als Stil­element.


Bild 149: Rikscha trifft auf moderne Architektur

Im Nahverkehr bieten Rikscha­fahrer ihre Dienst an. Meist bar­füßig ziehen sie ihre bunten Wagen. Dabei wird alles trans­portiert, was auf eine Rikscha passt. Einzel­personen, Familien oder ein Schrank.


Bild 150: Rikschas für jeden Transportzweck

Die Stadtrundfahrt führt auch durch die Alt­stadt von Antsi­rabe. Die Sonne steht bereits tief. Warmes Licht und starke Schatten erz­eugen eine be­sondere Licht­stimmung. Interessant ist auch das runde Stop­pschild an der Kreu­zung.


Bild 151: Nochmal, weil er so hübsch ist

An einer Straßenkreuzung stehen Markt­stände mit Gemüse.



Bild 152: Gemüsemarkt an der Straßenecke

Hotel Le Trianon

Der dritte Reisetag endet im kleinen Hotel Le Trianon. mit einem Drei-Gänge-Menü und einem Drei-Pferde-Bier. Kibokos Zimmer ist gleich über der Bar.



Bild 153: Hotel Le Trianon bei Nacht
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zuletzt bearbeitet 11. Mai 2021
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200910. Mai 2021 · #59
Madagaskar Tag 4-1: Antsirabe - Lac Tritriva

Der heutige Tag ist ein Fahrtag. Der einzige Besichtigungspunkt ist der Kratersee Lac Tritriva.

Antsirabe am Morgen

Auch am Morgen sind die Straßen von Antsi­rabe dicht be­völkert. Fuß­gänger, Rad­fahrer, Rikschas und be­tagte Autos, wie dieser Peugeot 504, be­leben das Straßen­bild.


Bild 154: Peugeot 504 in Antsirabe


Der Metzger hat schon auf. Die Kund­schaft in­spiziert die Aus­lagen im Schau­fenster und auf dem Verkaufs­tisch am Straßen­rand.


Bild 155: Der Metzger hat geöffnet


Ob es Karotten zum Fleisch gibt? Glück­licher­weise geht der Korb an Kiboko vor­bei.


Bild 156: Karottenbringdienst


Der Tischler liefert eine neue Tür aus. Eine Rikscha bringt ihm zum Kunden. Die Tür muss er auf der Fahrt fest­halten.


Bild 157: Rikscha mit Tür


Alles strömt morgens in die Stadt. Der Tür folgt die Ver­packung. Alte Taxis - hier ein Peugeot 404 - schleppen Körbe mit Früchten auf dem Dach.


Bild 158: Die Pappe ist für die Rikscha ein Pappenstiel


endlich haben wir die Stadt­grenze hinter uns ge­lassen. Der Ver­kehr wird dünner. Ein Taxi (Peugeot 504) bringt die Gemüse­händler mit ihren Waren in die Stadt.


Bild 159: Gemüsetaxi


Gegenverkehr

Wir verlassen die National­straße R7 und fahren auf holprigen Neben­straßen nach Westen. Auf diesen Wegen domi­niert der Ochsen­karren. Die Kutscher fahren wie die Horn­ochsen. Nur wider­willig ver­lassen sie die Straßen­mitte.


Bild 160: Gegenverkehr



Bild 161: Im Konvoi


Ochsengespanne werden auch für die Feld­arbeit ein­gesetzt. Ein alter Auto­reifen ersetzt die Egge.


Bild 162: Ochsengespann mit Schleifreifen


Die Enten-Liesel führt ihre Enten aus.


Bild 163: Entenspaziergang
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200911. Mai 2021 · #60
Madagaskar Tag 4-2: Lac Tritriva - Ambositra

Der Sandweg führt einen Berg hoch. Dabei wird der Weg immer schmaler. Ein Schlag­baum ver­sperrt den Weg.

Lac Tritriva

Wir stehen am Gate vom Lac Tritriva. Eine Menschen­traube aus po­tentiellen Guides steht Spalier. Eric kümmert sich um die For­malitäten. Der Schlag­baum er­hebt sich in den Himmel. Wir dürfen weiter­fahren.


Bild 164: Eingang zum Lac Tritriva


Nach einer kurzen Weg­strecke stehen wir auf dem Rand eines er­loschenen Vul­kans. Ein paar Lücken im dichten Nadel­wald er­lauben einen Blick nach unten. Dort ist der Krater mit steilen Fels­wänden. Der Krater ist mit Wasser ge­füllt. Das ist also der Lac Tritriva. Der An­blick ist nicht sonder­lich spannend. Die Nadel­bäume ge­hören nicht nach Mada­gaskar. Vögel lassen sich nicht blicken.


Bild 165: Kratersee Lac Tritriva


Kiboko läuft ein wenig am Krater ent­lang. Schönere Blick­winkel lassen sich nicht finden. Kiboko ver­zichtet auf eine Um­rundung des Sees. Der Blick in die andere Richtung schweift über kleine Orte, weite Täler und Felder. Die Richtung ist viel span­nender.


Bild 166: Ortschaft am Lac Tritriva


In kurzer Zeit hat Kiboko hier alles ge­sehen. Es gibt spannendere Orte auf diesen Pla­neten. Wir quälen uns wieder über die Sand­wege und Rumpel­pisten zurück zur National­straße 7.

Ochsenkarren

Auch auf der Nationalstraße sind die Ochsen­karren unter­wegs. Bei dem Ochsen­gespann hat in der Steigung der Motor schlapp ge­macht. Die ab­gemagerten Rinder kapi­tulieren mit dem Riesen­berg Reis­stroh. Die Peitsche hilft auch nicht mehr. Der Kutscher muss eine Zwangs­pause ein­legen.


Bild 167: Der Strohtransport hat Zwangspause


Das Ochsengespann muss auch schwer zu ziehen. In einer kunst­vollen Kon­struktion ist mit Ge­treide be­laden.


Bild 168: Getreidetransport


Waschstraße

Ein Ochsenkarren wird auch mal schmutzig. Zur Reini­gung geht es in die Wasch­straße. Da­bei wird das Ochsen­gespann mit Karren in einen Fluss ge­parkt.


Bild 169: Ochsenkarren in der Waschstraße


Auf der R7 nach Süden

Die Nationalstraße 7 ist die ein­zige ge­teerte Straße in Richtung Süden. Wir fahren durch viele kleine Orte. Markant sind die Kirchen­gebäude aus rot­braunen Ziegeln und einen Turm mit Spitz­dach aus Well­blech.



Bild 170: Ein typischer Ort in Zentralmadagaskar

Die Straße über­windet die Hügel- und Berg­ketten. Die Berg­kuppen be­stehen aus ab­gerundeten, nackten Felsen. Die Bäume wurden schon vor längerer Zeit ab­geholzt.



Bild 171: Fahrt durch nackte Berge

An den Berghängen liegen die Dörfer. Typisch sind die rot­braunen schmalen Häuser mit Spitz­dach aus ro­tbraunen Lehm­ziegeln. Alte Pritschen­wagen bringen Menschen und Waren von Ort zu Ort.



Bild 172: Ein Buschtaxi hält im Ort. Ein Korb passt bestimmt noch drauf

Die Ortschaften liegen an den Hängen und auf kleinen Hü­geln. Die Kirche steht an der höchsten Stelle. Drum­herum sind kleine, zwei­geschossige Häuser mit spitzen Blech­dach. Die Häuser haben die rot­braune Farbe der Erde. Im Tal­boden sind Reis­felder. Auf den Te­rrassen wird in der Regen­zeit Ge­müse und Ge­treide an­gebaut.



Bild 173: Ort mit Theaterbeleuchtung

Nach ein paar weiteren Kurven haben wir die nächste Stadt Ambo­sitra er­reicht.
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