da der letzte Teil eurer Strecke auch ein Teil unserer Reise in diesem Jahr war, steige ich doch gerne auch mit dazu, um ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen.
Liebe Grüße
Anke
Black Lion454 Beiträge · seit 201215. Sept. 2026 ·
caroline schrieb:Wir hätten noch ein bisschen Platz 🙂 Der Hilux ist ja ein wahres Platzwunder, und in der ein oder anderen Schublade geht sich auch noch was aus!
Von wegen Schublade! Den Flug musste ich ja schon zum Teil im Handgepäckfach verbringen! Ich nehme daher die Motorhaube! 😁
Und da ich mich gerade sehr für den Caprivi interessiere, komme ich nur zu gerne mit.
Champagner8’787 Beiträge · seit 201016. Sept. 2026 ·
Guten Morgen Caro,
da ist er ja endlich, der Reisebericht 😀. Du kannst dir sicher denken, dass ich sehr gerne und sehr aufmerksam dabei sein werde, um nach den paar kleinen Infos von unterwegs nun die Vollversion zu erleben!
carolineThemenstarter50 Beiträge · seit 202616. Sept. 2026 ·
Lieber @P601 , wie schön! Setz dich gerne auf die Rückbank. Ich werde allerdings kein Foto posten, wie es bei uns auf der Rückbank regelmäßig aussah, sonst springst du wahrscheinlich aus dem fahrenden Auto 🙂
schön, dass du auch an bord bist! Ich genieße ja deine Reiseberichte und hoffe, dass du hier auch ein bisschen Freude hast, auch wenn dieser Urlaub leider wenig Flora-lastig war. Aber ich glaube, du liebst die Fauna ja ebenso!
oh toll, schreibst du auch einen Bericht? Da wäre ich jedenfalls auch dabei, es ist immer schön, die selbst gefahrenen Strecken aus der Sicht von anderen Reisenden zu erleben.
an die Motorhaube hatte ich gar nicht gedacht, ist aber natürlich für dich reserviert! Beste Sicht! Und ich kann schon verraten: Artgenossen wirst du einige zu Gesicht bekommen, es lohnt sich also.
es scheint ja noch Platz in eurem Gefährt zu sein und da steige ich doch gerne mit ein und bin gespannt auf die Reise durch Botswana und Namibia.
Marc
carolineThemenstarter50 Beiträge · seit 202617. Sept. 2026 ·
Liebe @Dorie , lieber @MaLu , das freut mich, dass ihr dabei seid! Wo kein Platz ist, wird Platz geschaffen...wir bekommen alle unter!
Ich konnte jetzt auch die zebra map direkt einbinden, und habe den Screenshot entfernt.
Organisation
Kurz zu Anfang ein paar Dinge zur Orga, weil es vielleicht für andere Familien relevant ist:
Ich habe wirklich an jedem Grenzübergang in Botswana und Namibia alle Dokumente für meinen Sohn vorzeigen müssen. Sie wurden mal nur zur Kenntnis genommen, und mal wirklich genau studiert, aber grundsätzlich sehen wollten sie alle. Verlangt wurde immer: die Internationale Geburtsurkunde sowie das beglaubigte Affidavit meines Mannes mit beigefügter Passkopie, in dem er bestätigt, dass mein Sohn die Reise mitmachen darf.
Vor- und Nachbereitungen
Uff. Jetzt habe ich es geschafft, mich durch die Fotos meines Sohnes und meine eigenen durchzuarbeiten. Das war gar nicht so leicht! Bei fast jedem Foto, das ich aussortiert habe, hat mir das Herz geblutet! Und das, obwohl ich längst nicht so toll fotografieren kann, wie viele hier im Forum 🫠
Heisst aber: ran an den Reisebericht, solange die Erinnerung noch frisch ist.
An dieser Stelle ein großes Danke an meine Mama 🥰, die immer so brav Reisetagebuch schreibt!
Und auch eine ganz herzlichen Dank an @Champagner Bele, für den Support bei der Planung und vor allem dafür, dass sie mir Tipps zum Fotografieren gegeben und ihre Sony RX10 Einstellungen mit mir geteilt hat! Wenn ein paar gute Fotos rausgepurzelt sind, dann liegt es jedenfalls daran💕
Nachdem wir 3x in Südafrika waren, dann 2025 einen Schlenker nach Costa Rica gemacht haben (was phantastisch war), haben wir endlich für Sommer 2026 Botswana geplant. Mein Sohn liebt schon immer Tiere über alles, und daher werden unsere Reisen darum herum geplant.
Wir haben schon viele gute Erfahrungen mit der deutschen Reiseagentur DIAMIR gemacht, und haben diese Reise wieder mit ihnen geplant. Auch diesmal waren wir sehr zufrieden. Sie sind es mittlerweile gewohnt, dass wir unsere Routen mehrmaligst umplanen und immer etwas Zeit brauchen, um das Richtige zu finden (wollen wir nicht doch in Windhoek starten? Oder in Johannesburg? Oder...?🤪). Wir haben eine Lodge Tour geplant, und da mussten wir auch auf unser eingeplantes Budget achten. Als dann die finale Route einigermaßen stand, hatte ich den glorreichen Impuls zu sagen, wir sparen uns den Stopp zwischen Maun und Divundu, es sind ja eh nicht sooo viele Kilometer, das schaffen wir an einem Tag! Gottseidank hat uns unser Berater eindringlichst gebeten, auf ihn zu hören, und die Strecke nicht an einem Tag zu fahren. Die Straßenverhältnisse erlauben kein flottes Vorankommen und beim Grenzübertritt weiß man auch nie, wie lange man warten muss. Und gut war es, dass wir seiner Erfahrung vertraut haben!
Schluckauf
So ganz ohne Hoppalas gehts ja dann meistens eh nicht. Am Sonntag vor dem Flug (Dienstag Abend) wollte ich unsere Reisedaten bei Ethiopian hinterlegen, damit der Checkin dann schneller gehen würde. Dabei fiel mir auf, dass bei meinem Sohn in der Zeile "Middle name" "CHD" eingetragen war. Hä? CHD kenne ich prinzipiell schon als Zusatz zum Ticket, dass es sich um ein Kinderticket handelt. Es war aber nie als middle name eingetragen. Dann ist mir aufgefallen, dass sein Ticket auch als "adult 12+" aufgeführt war. Dadurch konnte ich dann auch sein Geburtsjahr nicht anlegen, weil er mich das Jahr nicht auswählen lies! Kurzer Puls-Moment. Ok. Montag Früh gleich unseren Berater angerufen, der aber noch nicht im Büro war. Eine Kollegin konnte mir aber sehr nett weiterhelfen - sie versicherte mir gleich, dass wir nicht am Flughafen in Wien stehengelassen werden würden, die würde aber sicherheitshalbe nochmal intern beim Flugteam nachfragen. Der Rückruf kam prompt und das Problem bei Ethiopian schien schon bekannt gewesen zu sein. Einfach direkt am Flughafen vor Ort einchecken, die Kollegen lösen das dann. Gut. Am Abend hab ich dann trotzdem den Checkin in der App versucht, und siehe da, dort konnte ich dann plötzlich das korrekte Geburtsjahr angeben, und der Checkin hat geklappt. Uff 😮💨 Spoiler Alert: sie haben uns mitgenommen 😄
Anreise
Wir haben für den Flug Ethiopian gewählt, weil wir so mit nur einem Stopp von Wien nach Maun kommen. Der Flug startet pünktlich um 22:05h. Zur großen Freude meines Sohnes bekommt er ein Goodie-Bag von EA; darin sind Malsachen, ein aufblasbares Flugzeug und ein kleiner Stoffelefant, der natürlich gleich geherzt wird und uns sicher Sichtungsglück für Elefanten bringen wird! 🐘 Das Essen ist für Airline Essen wirklich gut, sogar mein Sohn isst etwas. Danach noch einen halben Film schauen, und den Rest hat er gottseidank gut verschlafen. Ich kann im Flugzeug leider nie wirklich schlafen. Um 05:10h landen wir nach sehr ruhigem Flug in Addis Abeba, wo sehr viel los ist. Der Security Check ist leider sehr chaotisch, aber wir haben ja genug Zeit. Am Gate ist es dann wieder recht ruhig, und um 08:35h startet der Flieger nach Maun! Dieser hat kein Bord Entertainment; das ist aber nicht schlimm, weil das bei EA eh nicht auf deutsch ist, zumindest nicht das Kinderangebot. Wir haben ja das Tablet. Ähh...hatten. Ich verschütte ein bisschen Apfelsaft bei einem Ruckler des Flugzeugs, ein paar Tropfen landen auf dem Tablet. Was damit tot war. Mausetot. Macht keinen Mucks mehr! Ohweia, da sind alle Hörbücher für die Autofahrten drauf 😩 nagut, es wird sich eine Lösung finden.
Beim Anflug auf Maun sehen wir bereits ein wenig vom Delta und wir sind ganz kribbelig vor Aufregung! Endlich wieder Afrika!
Ankunft um 12:50, danach haben wir ungefähr 45 Minuten für die Einreise gebraucht. Wir mussten natürlich alle das Formular ausfüllen. Die sehr freundliche - aber auch sehr korrekte - Dame bei der Einreise studiert zuerst gründlich alle Dokumente, die ich für meinen Sohn zusätzlich mitnehmen musste. Dann muss ich ihr alle (!) einzelnen Unterkünfte nennen, die wir eingeplant hatten auf unserer Route. In dem winzigen Formular, auf dem winzigen Textfeld hatten wir nur jeweils die erste Station angegeben. Nachdem ich ihr das aus dem Kopf raus runterrattern kann, werden wir wohl für ein wenig vertrauenswürdig befunden (doch keine Vagabunden, die sich einschleichen wollen!) und mit strahlendem Lächeln und dem Wunsch einer schönen Reise werden wir zum Gepäck hinauskomplimentiert, das auch schon auf uns wartet.
Mein erster Eindruck von Botswana: herzlich, aber korrekt, was ja kein Fehler ist 🙃
Champagner8’787 Beiträge · seit 201017. Sept. 2026 ·
Guten Abend Caro,
nun geht es also richtig los - ich freu mich 😊!
caroline schrieb:
Und auch eine ganz herzlichen Dank an @Champagner Bele, für den Support bei der Planung und vor allem dafür, dass sie mir Tipps zum Fotografieren gegeben und ihre Sony RX10 Einstellungen mit mir geteilt hat! Wenn ein paar gute Fotos rausgepurzelt sind, dann liegt es jedenfalls daran💕
Huch, das hatte ich schon wieder total vergessen! Also das mit der Kamera... Na da bin ich dann mal gespannt auf deine BiFs 😎.
Und ich habe natürlich sehr gerne geholfen!
Dein Anflugbild macht mich ganz kribbelig - sooo schön sieht das von oben aus - danke dafür! Und ich finde, dein "herzlich aber korrekt" trifft es sehr gut!
Ich bin freudig gespannt auf die Fortsetzungen - liebe Grüße von Bele
carolineThemenstarter50 Beiträge · seit 202617. Sept. 2026 ·
Herzlich
Am Flughafen werden wir bereits erwartet. Kurze Verwirrung - da stehen zwei Leute mit unserem Namensschild! Gleich aufgelöst: einmal ein Mitarbeiter von SafariDestinations, die lokale Partneragentur, und der Bushlore Mitarbeiter. Wir werden herzlich begrüßt und machen uns gleich auf den Weg zu Bushlore.
Wenn ich unsere Eindrücke zu Land und Leuten auf unserer Reise mit nur einem Ausdruck benennen müsste, so wäre das "herzlich". In Botswana genauso wie in Namibia. Das ist einer der vielen Gründe, warum ich so gerne immer wieder zurückkomme.
Der übliche Verdächtige
Bei Bushlore haben wir einen Toyota Hilux 4x4 DoubleCab 2.4l gebucht. Als wir losfuhren hatte er 127.910km drauf.
Wir werden bei Bushlore von einem unendlich geduldigen Mitarbeiter ausführlich eingeschult. Der Mitarbeiter zeigt uns alles an Equipment, was drin ist. Es ist alles schlau eingerichtet und gut erreichbar, wir haben sowas ähnliches wie Sandmatten mit (verzeiht, wenn ich nicht genau weiß, wie das heisst...es sind mehrere dünne Balken hintereinander aufgereiht und dient als Unterlage beim Wiederausgraben), ein Sandblech, Wagenheber, Kompressor, ein ordentlicher Spaten, gefüllter Wasserkanister, zwei Ersatzreifen, Ein Teil um die zweite Batterie als Starthilfe zu nutzen, einen High Lift Jack und sicher noch so einiges, was ich wieder vergessen habe 😄 - wir fühlen uns gut ausgestattet. Satelliten Telefon haben wir ebenfalls dazu bestellt. Meine Eltern waren bereits einmal in Namibia und zweimal in Botswana, jedesmal auch mit einem Hilux. Papa kennt sich also schon aus. Als der Mitarbeiter fragt, ob er uns den Gebrauch von High Lift Jack etc. zeigen soll, winkt mein Papa ab. Ich bin da nicht ganz so zuversichtlich und bitte ihn, es uns zu zeigen, was er auch gerne gemacht hat. Die Idee, alles zu filmen, habe ich als Tipp aus dem Forum mitgenommen - mega gut, weil wenn wirklich was ist, kann man zur Not immer alles nochmal nachschauen. Das hat mir während der Reise dann immer ein gutes Gefühl gegeben. Wir durften den High Lift Jack selber ausprobieren, damit wir ja wissen, wie es sich anfühlt und welche Handgriffe wir brauchen. Ich habe aus dem Forum auch mitgenommen, dass viele eigentlich davon abraten, da die Handhabung recht gefährlich sein kann. Wir haben ihn nicht gebraucht, aber ich war irgendwie schon ganz froh, ihn gehabt zu haben.
Ein paar Dellen und Schrammen hatte der Gute schon, aber das zeigt ja nur, dass er was zu erzählen hat 😊
Sitzerhöhungsdrama und das Navi aus der H👹lle
Wir hatten für meinen Sohn noch eine Sitzerhöhung dazugebucht. Das steht bei uns irgendwie unter keinem guten Stern. In Südafrika1 hatte der Kindersitz geklappt, obwohl er auch da erstmal "nicht mitgebucht" war bei Europcar (obwohl es am Voucher stand). Es wurde aber einer gefunden - in Rosa. Was meinem Sohn damals noch egal war 😊. In Südafrika2 war auch irgendwas, was ich verdrängt habe. In Südafrika3 wollten sie uns zuerst einen Kleinkindsitz geben, in den hätte er niemals reingepasst. Sitzerhöhung gab es auch keine. Nach etwas Ärgern haben wir dann bei einem Toys'r'us selbst eine gekauft. Bei Bushlore hatte man da eine andere Lösung. Nachdem unsere Buchung der Sitzerhöhung mal wieder verloren gegangen war auf dem Weg von Dresden nach Maun, hat man nicht lange rumgefackelt: ein Mitarbeiter wird kurzerhand losgeschickt. Zehn Minuten später steht er wieder am Hof und hat einen noch in Plastik verpackten nagelneuen Kindersitz in der Hand. Dem wird kurzerhand das Oberteil entfernt - und fertig ist die Sitzerhöhung.
Navi hatten wir auch im Auto, mit T4A Karte drauf. Wir sind abfahrbereit und fragen, wo denn der nächste BTC Laden wäre. Da wir morgen früh los wollen, möchten wir heute noch eine SIM Karte kaufen. Der Bushlore Mitarbeiter zeigt uns, dass ganz oben in den Favoriten der BTC Shop bereits eingespeichert ist. Distanz zum Ziel: 2,7km. Klasse.
Wir starten das Auto, wir starten das Navi, und los geht es. Wir fahren. Und fahren. Nach längerer Zeit in Afrika ist mein Papa, wenn auch versierter Fahrer, doch erstmal wieder mit Umgewöhnung (und scheibenwischenden Blinkern 🙃) beschäftigit. Und meine Mama dann so, also wir sind jetzt aber schon mehr als 2 Kilometer gefahren! Ich schaue aufs Navi, das uns tur geradeaus leitet. Irgendwie kommt mir die Richtung auch falsch vor, wir fahren doch schon aus der Stadt raus!? Ein weiterer Blick auf das Navi zeigt: Ankunft in 17h. (S-T-U-N-D-E-N)! Und dreihundertdrölfzig Kilometer. Wie? Ich weiß nicht, was er da für eine Route berechnet hat. Mit zwingend drei Grenzübertritten vielleicht. Oder Fußgänger. Oder zwingend die längstmögliche Strecke. Wegen der Aussicht oder so. Ich fummle eine Weile daran herum, aber er ist nicht dazu zu bewegen, die Route zu finden. Nicht, nada. Stur wie ein Bock. Gut ich habe ja auch Organic Maps auf dem Handy installiert. Das findet den BTC Shop auch, tadaa, in 10 Minuten erreichbar. Wir fahren hin. Und was ist dort? Natürlich KEIN BTC Shop. Was jetzt? Ich springe bei der Tankstelle raus und frage einen netten Tankwart, ob er uns vielleicht helfen kann. Und wieder diese Herzlichkeit! Er sagt, ja klar, die sind umgezogen, ist nicht besonders weit. Mit seiner Hilfe finden wir nun endlich auch den Shop und wir haben innerhalb von 20 Minuten eine SIM Karte mit 50GB Daten, die wir niemals aufbrauchen werden 🤪
Das Navi haben wir während der gesamten Reise nicht dazu gebracht, eine vernünftige Route auszuspucken. Wir haben alles probiert, und ich bin jetzt nicht ganz auf der Nudelsuppe dahergeschwommen, ich hab schon das ein oder andere Navi bedient. Was seine Schmerzen waren? Wir wissen es bis heute nicht 🤷♀️. Wir haben es aber immer angelassen, einfach um zu schauen, ob es sich an Routenlänge selbst noch toppen kann 🤪.
Organic Maps hat uns immer gut geführt, bis auf die letzte Etappe, aber das ist eine andere Geschichte .... 😊
carolineThemenstarter50 Beiträge · seit 202618. Sept. 2026 ·
Endlich angekommen
Nach dem BTC Shop gehen wir noch kurz einkaufen, um Snacks und Wasser im Auto zu haben, und holen noch Bargeld. Ich habe zuhause bei der Bank vorab bereits ca. 300 USD und 6000 ZAR bestellt. Ich habe immer gern schon Bargeld dabei. Pula oder Nam$ konnte ich nicht bestellen.
Jetzt geht es auf zu unserer ersten Unterkunft!
Wir übersehen das kleine Schild zur Abzweigung an der Straße und biegen erstmal eine Straße zu spät ab. Nachdem klar war, hier kommt nix mehr 😄 drehen wir um und fahren zurück. Mit etwas Suchen finden wir den richtigen Weg und fahren unsere erste Sandstrecke 🤪
08.07.2026: The Waterfront Guesthouse
Das Waterfront ist für einen Stopover sehr nett, direkt am Thamalakane River gelegen, der auch einen guten Wasserstand hat. Die Zimmer sind sehr großzügig, mit kleiner Küchenzeile und Terrasse / Balkon. Einen Pool gibt es auch, den haben wir aber nicht benutzt.
Restaurant haben sie keines, nur Frühstück. Da ich das gewusst hatte, hatte ich bei Marc's Eatery reserviert (wieder ein goldwerter Tipp aus dem Forum!). Bele hatte mir den Taxifahrer ihres Vertrauens empfohlen, den ich auf Whatsapp kontaktiert hatte. Leider war er derzeit nicht vor Ort, hat mir aber die Nummer eines weiteren Taxifahrers gegeben. Dieser hat mir dann einen Dritten geschickt, der uns auch tatsächlich abgeholt hat 😄
Im Restaurant werden wir wie Familie empfangen. Wir fühlen uns gleich wohl. Für mich gibt es Impala Stew in red wine + Juniper, für Max gibt es Schnitzel. Was mein Papa hatte, habe ich leider vergessen, meine Mama nimmt das Steak.
Botswana und Namibia Caprivi Region als Lodgetour , da bin ich sehr gerne dabei 😀
In deiner Map (die ich übrigens ganz toll finde) habe ich gesehen, dass ihr im relativ neuen Mababe Tended Camp wart und freue mich auf eure Erlebnisse dort. 2024 verbrachten wir 3 Nächte in der Mababe Concession in der Mogothlo Safari Lodge und ich fand die Gegend super schön und idyllisch.
Interessant finde ich, dass ihr die Runde um das Okavango-Delta in entgegengesetzter Richtung gefahren seid, als die meisten es machen.
Liebe Grüße, Sabine
carolineThemenstarter50 Beiträge · seit 202618. Sept. 2026 ·
Lustig, meine Eltern waren auch in der Mogothlo Safari Lodge, allerdings bereits 2015 (...oder 16 🤔), und fanden die Gegend auch sehr schön. Bei uns war die ursprünglich gar nicht am Plan, aber dazu mehr im nächsten Teil des Reiseberichts! Die Beschreibung von MTC kommt ja erst ganz am Ende, aber es war phantastisch. Ich bin unserer Agentur auch dankbar, dass sie uns die Runde in der Richtung empfohlen haben, das war genau die Richtige Taktung, mit dem Highlight zum Schluss. Wie Bele es genannt hat: eine stimmige Dramaturgie! Besser kann man es nicht ausdrücken.
Liebe Grüße,
Caro
carolineThemenstarter50 Beiträge · seit 202618. Sept. 2026 ·
Botswanas Straßen - und warum die Ziegen Schuld sind
Um 7h Frühstücken wir und rollen um 7h30 vom Hof. Da die erste Etappe lang werden würde, und ich mir sagen hab lassen, dass die Straßenverhältnisse eher schlecht sein werden, wollte ich zwischen 7 und 8 starten. Ich hatte beim Guma Lagoon Camp bereits vorab per Email einen Lunch bestellt und angekündigt, dass wir gegen 13h ankommen wollten. Weiters hatten wir auch die Info von unserer Agentur bekommen, dass auf Grund des vielen Wassers eine Eskorte empfohlen wird, um den Weg ab Etsha 13 zur Lodge auch finden zu können. Die Zufahrt ist eine reine 4x4 Zufahrt, mit teilweise wirklich tiefem Sand, und teilweise Wasserdurchfahrten. Wir sollten uns kurz vorher per Whatsapp melden, dann würde ein Fahrer zum Dorf kommen und uns von dort dann zur Lodge vorausfahren.
Das erste Erlebnis war schon mal die A35. Ich hatte mir vorab schon mal die Straßenzustände angeschaut bzw. übers Forum mitgelesen. Aber sie dann in Live zu erleben...🤪
Zuerst liefs ja so:
Easy. Wenn's so weitergeht, sind wir in 1h da!
Dann so:
Immerhin war hier noch die Hälfte der Straße vorhanden...
Dann so:
Ok, keine Straße mehr, aber irgendwie gehts dann doch 😄
Und schließlich haben wir auch herausgefunden, warum die Straßen in Botswana so aussehen, wie sie aussehen:
Die Ziegen fressen die Straße !!!
Dann wundert mich nichts mehr.Von den Potholes ganz zu schweigen. Mein Papa meint: da versinkt ja ein Kleinwagen darin! Eintrag in Mamas Reisetagebuch: "Straße nun mit vielen Löchern (Kratern !!) und Sandumfahrungen." Vielleicht hätten wir statt dem Hilux doch die Esel nehmen sollen 🤔 die wirken eigentlich immer viel entspannter.
Durchgerüttelt und durchgeschüttelt kommen wir dennoch gut in Etsha 13 an, wo auch unsere Eskorte schon wartet. Wir werden - wieder sehr herzlich - begrüßt, und nachdem der Fahrer uns begutachtet hat, fragt er uns, ob wir nicht doch lieber das Auto hier stehen lassen und mit ihnen im Auto mitfahren wollen? Offenbar war das Vertrauen in das Fahrkönnen meines Papas, der die Strecke gefahren ist, nicht sehr groß. Normalo Touris eben, kriegen die das hin!? Aber mein Papa, der schon mit dem Hilux vor 10 Jahren die Strecke von Kasane nach Maun via Savuti gefahren ist, sagt gleich, nein nein, nicht nötig. Ich überlege kurz, denke daran, dass wir unseren ganzen Kram umpacken müssten, wobei mir der Schweiß ausbricht, und verneine ebenfalls.
Was soll ich sagen!? Es war mit Sicherheit die wildeste Fahrt unserer Reise 🤣
Wie gesagt, mein Papa ist durchaus schon Tiefsandstrecken und auch die ein oder andere Wasserdurchfahrt in seinem Leben gefahren....aber 4x4 Profis sind wir halt keine. Ihr werdet sicher lachen, und auf den Fotos finde ich kommt es auch nie so wild rüber, wie es gefühlt war...
carolineThemenstarter50 Beiträge · seit 202618. Sept. 2026 ·
* Disclaimer *
Bevor ich es vergesse: alle Fotos, die mit einem "M" in der rechten unteren Ecke markiert sind, sind Fotos, die mein Sohn geschossen hat. Ich finde, für seine 9 Jahre hat er schon ein gutes Auge, und kann mit der doch recht schweren P950 gut umgehen! Es macht ihm Spaß, und das finde ich toll.
Ich habe alle Fotos verkleinert, um hier im Forum nicht Riesenfotos hochzuladen.
Ja, die Fahrt zur Guma Lagoo hat es in sich! Wir kennen sie von unserer Reise im letzten Jahr! Wir haben sie allein, ohne Begleitung gemeistert und vergessen sie wohl nicht so schnell!
carolineThemenstarter50 Beiträge · seit 202619. Sept. 2026 ·
09.07.2026: Guma Lagoon Camp
Die. Fahrt. war. wild. Eigentlich wäre es nicht so arg gewesen, wenn es auf den Tiefsandstrecken nicht so arg viele enge Kurven gegeben hätte! Und wenn die Bäume nicht immer so nah an der Spur gestanden wären 🫣
Das war unser Trip:
Die Spur wechselte eigentlich immer zwischen Wasser und Sand. Es sind oft mehrere Spuren, die voneinander abzweigen, manchmal steht wo ein Pfeil, oft auch nicht. Alleine hätten wir wahrscheinlich irgendwie auch hin gefunden, aber es hätte mit Sicherheit auch deutlich länger gedauert 🫠 Und so hatten wir immer das Fahrzeug vor uns, das uns vor allem in den breiten Wasserdurchfahrten die richtige Spur vorfuhr, teilweise war es schon sehr tief!
Links und rechts war immer viel Wasser zu sehen.
Gut, dass Bushlore unverkennbar auf beiden Seiten die Wasserlinie markiert hat!
Der Hilux kämpft sich tapfer durch (und mein Papa auch), aber durch die vielen Kurven schwimmt er ganz schön im Sand. Ich sehe uns schon bei jeder Biegung im nächsten Baum picken! (Und denke immer daran, was nicht alles nicht versichert ist 😁)
Aber mein Papa steuert uns gut durch die 12km, und schwitzend aber erleichtert kommen wir in der Lodge an. Wir werden gleich im Haupthaus, das eigentlich mehr ein Hauptzelt ist, empfangen und wir bekommen auch gleich unser Mittagessen. Burger zum selber belegen - sehr lecker!
Champagner8’787 Beiträge · seit 201019. Sept. 2026 ·
caroline schrieb:
* Disclaimer *
Bevor ich es vergesse: alle Fotos, die mit einem "M" in der rechten unteren Ecke markiert sind, sind Fotos, die mein Sohn geschossen hat. Ich finde, für seine 9 Jahre hat er schon ein gutes Auge, und kann mit der doch recht schweren P950 gut umgehen! Es macht ihm Spaß, und das finde ich toll.
Die von deinem Sohn gemachten Fotos sind wirklich toll! Gut, dass er die Strecke dokumentiert hat und die Landschaftsbilder am Abend sind auch wunderschön (ich liebe diese weiten, offenen Wasserflächen am Panhandle!).
Und er ist schon ein Birder, wie ich sehe 😄.
Hier den Fokus richtig zu setzen und das Hörnchen knackscharf zu erwischen, war sicher nicht einfach 👍️!