ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201004. Nov. 2025 ·
Anreise 17. und 18. Oktober 2025
Wie gesagt hatten Matthias und ich uns vor unserer Buchung im Dezember nicht sonderlich mit Zambia beschäftigt und schlussendlich haben wir uns auch erst im August mal zusammengesetzt, um anhand der Reisebeschreibungen des deutschen Reisebüros und des Veranstalters vor Ort (Bundu Safari) herauszufinden, wo genau wir eigentlich herumfahren werden.
Wie wir später festgestellt haben, ging es nicht nur uns, sondern auch anderen Teilnehmenden so, dass sich die Beschreibungen teilweise unterschieden haben und nicht immer ganz logisch nachvollziehbar waren wegen falscher Datumsangaben und anderen Fehlern. Aber so ein bisschen passt das ja auch zum Zambian Style … 😎
Was klar war und weshalb wir uns auch für die Tour im Oktober entschieden haben, war die Änderung der Streckenführung, um die Flughunde im Kasanka NP zu sehen, dafür musste an anderen Stellen gekürzt werden.
Ein bisschen vorbereitet und mit einem Basiswissen über unsere Strecke und das Land versehen geht es also am Freitag, den 17. Oktober los. Die lange Anreise (von daheim bis Plochingen mit dem Rennade-Shuttle, dann bis Frankfurt Airport mit der Deutsche Bahn, Flug über Doha nach Lusaka, Weiterflug nach Mfuwe und Transfer zum Wildlife Camp) klappt recht gut. In Flughafen in Doha besuchen wir The Orchard und sind schwer beeindruckt!
Lusaka stellt sich als recht überschaubarer Airport heraus, es gibt 6 Fluggastbrücken („Finger“) und noch zwei weitere Gates. Um mit Proflight Zambia weiterzufliegen, muss man sein Gepäck am Band abholen, einen Sicherheitscheck passieren (zumindest theoretisch, wir werden vorbei gewunken), das Gebäude verlassen und dann ein paar hundert Meter nach links zum Abfertigungsgebäude der Inlandsflüge gehen. Auf dem Weg dorthin ziehe ich an einem ATM Kwachas. Nach dem Check-In dort lernen wir die ersten Teilnehmerinnen unserer Tour kennen, es sind zwei befreundete Frauen aus Dresden und Leipzig, die sich auf einer Reise kennengelernt haben und seitdem immer mal wieder zusammen unterwegs sind. Als wir übers Rollfeld zu unserer kleinen Maschine gehen, will Matthias ein Foto von mir und dem Flugzeug machen. Von hinten fragt uns eine Frau etwa in meinem Alter, ob sie ein Bild von uns beiden machen soll. So lernen wir Mutter und erwachsene Tochter aus Alpirsbach kennen, die schon mehrere Reisen zusammen unternommen und nun auch diese Zambia-Tour gebucht haben. Also sind wir schon 6 Personen aus der Gruppe, die entweder aus 8 oder aus 10 Leuten bestehen soll. Hier sind sich die Angaben des Reisebüros und des Veranstalters vor Ort – wie auch in anderen Punkten - nicht einig! Wir sind aber schon mal froh, vier Menschen kennengelernt zu haben, die auf den ersten Blick ganz gut zu „passen“ scheinen 🙂 !
In Mfuwe gelandet
werden wir von unserem Guide Andrew erwartet. Er schart uns 8 Leute um sich, die zwei bisher Unbekannten sind ein Paar aus London, das sich sofort sehr aufgeschlossen nach unseren Namen erkundigt. Auch sie wirken sehr sympathisch! Uff, wir sind erleichtert, das sieht aus gruppendynamischer Sicht schon mal nicht schlecht aus (natürlich waren wir im Vorfeld sehr gespannt auf die Mitreisenden und waren auch nicht ganz bedenkenfrei, wobei wir uns zur Beruhigung gesagt haben, dass Leute, die so eine Reise buchen, schon ein bisschen ähnlich ticken müssten)!
Auf dem Parkplatz wird unser Gepäck in einen kleineren Landrover verladen, der eher ein Transportfahrzeug zu sein scheint und wir steigen zum ersten Mal in den Landrover ein, der uns zwei Wochen durch Zambia schaukeln wird!
Das Foto habe ich von der Website geklaut:
Das Prinzip ist ähnlich wie bei den Bushwaysfahrzeugen, man lässt die Seitenwand herunter und klettert über die dort angebrachten Einstiegshilfen ins Auto. Allerdings hat jede Reihe eine eigene Klappe und auch noch einen Fensterrahmen, der nach oben geklappt werden muss und in dem bei Bedarf Fensterscheiben befestigt werden können. Jedes Fenster und jede Klappe führt ein Eigenleben und diese acht Teile werden uns dementsprechend mit ihren unterschiedlichen Charakteren und auf ihre jeweils ganz persönliche Art und Weise bis zum Ende der Reise beschäftigen 😗 😣 😈 !
Die Fahrt in der Dunkelheit bis zum Wildlife Camp ist pures Abenteuer 🤩 . Auf den Straßen und Wegen sind unzählige Fahrräder, mehr oder weniger beleuchtet, Krafträder, Autos und Menschen zu Fuß unterwegs. Regeln scheint es keine zu geben, außer dass ständig gehupt wird, um Verkehrsteilnehmer, die kräftemäßig unterlegen sind, zu warnen. Dass wir ohne Personenschäden durchkommen, grenzt für uns sensible Europäer an ein Wunder, scheint vor Ort aber ganz normal zu sein.
Im Camp angekommen, stellt Andrew uns offiziell das Team vor. Otti wird das Begleitfahrzeug (den kleinen Landrover, der auch am Flughafen war) fahren (es gibt keinen Trailer, da zu schwierig für die Tour) und Monica wird uns bekochen.
Da es wie gesagt schon dunkel ist, sehen wir kaum, wo wir sind, essen schnell zu Abend, nutzen die Ablutions und legen uns auf unsere Klappbetten in den bereits aufgestellten Zelten zum Schlafen. Nachts hören wir viele Hippos und auch Löwen – wie schön! Das Ganze wird begleitet von großer Hitze! Wir wussten, dass wir in einer sehr heißen Jahreszeit reisen und aktuell hat es hier tagsüber ca. 40°C. Abends kühlt es kaum ab und so kämpfe ich mich schwitzend durch die Nacht 🙄 😵 , von Erholung keine Spur und mein anreisebedingter Schlafmangel wird auch nicht weniger!
Mal schaun, wie ich damit am nächsten Tag zurechtkommen werde 😐 .
Morgen geht es hier dann mit dem ersten Gamedrive weiter!
fotomatte2’524 Beiträge · seit 200905. Nov. 2025 ·
Hallo,
bevor Mabele so richtig loslegt, werde ich verabredungsgemäß noch ein paar Fotos nachreichen, die auf dem Hinweg entstanden sind. Da ich den Fensterplatz überlassen bekam, sind auch ein paar Eindrücke vom Tagflug über der Wüste zwischen Saudi-Arabien und dem Oman dabei.
Der erste Vogel ist im Kasten. 😎
Inmitten des Flughafens gibt es einen richtigen Dschungel mit eindrucksvollen Kannenpflanzen, nur das Vogelgezwitscher kommt vom Band
Überhaupt ist der riesige Flughafen ein eigenes Superlativ in jeder Hinsicht, da kann Frankfurt einpacken, vor allem was die Serviceangebote betrifft.
Ich weiß nicht genau, ob das nun noch zu Saudi-Arabien gehört oder schon über dem Oman war, auf jeden Fall eine ganz eigenartige Wüstenei aus kleinen Salzpfannen und dazwischen liegenden Erhebungen.
Wenig später ein komplett anderes Bild
Hier endet der Flug über den Oman und wir überfliegen den Golf von Aden.
Nun beginnt der afrikanische Kontinent so richtig.
Hier sieht man schön, dass wir über das Luangwatal fliegen, westlich davon das Escarpment. Und mittig oben am Rand das Blaue sind die Bangweulu-Sümpfe, auch hier werden wir uns noch näher umschauen.
Bele auf dem Weg zu unserem Heckenhopser von Proflight, der uns direkt nach Mfuwe bringen wird.
Als wir dort ankommen, ist die Sonne schon untergegangen und wir erleben die Anfahrt bei chaotischen Verkehrsverhältnissen im Dunkeln, aber es tut gut, die Gerüche Afrikas am offenen Fenster zu genießen.
geführte Camping- und Walkingsafari - das hört sich spannend an! Da lese ich gerne mit, auch wenn ich mich in Zambia überhaupt nicht auskenne. Ich werde während des Berichts evtl. ähnlich über den Karten brüten wie ihr, im ersten Kapitel 😄
Ach wie nett...ich war im Oktober selbst in Sambia, allerdings ein wenig konfortabler im South Luangwa Nationalpark. Jetzt bin ich gespannt auf euren Bericht über das restliche Sambia, dass ich so gerne mal als Selbstfahrer bereisen würde, mich aber nicht so recht traue, wegen der Straßenverhältnisse...also steig ich gerne noch ein bzw. eröffne mal ein neues Auto ;))
PS:...und die Temperaturen waren auch in den Lodges mit Ventilator kaum auszuhalten nachts...
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201005. Nov. 2025 ·
fotomatte schrieb:Hallo, Da ich den Fensterplatz überlassen bekam,
Das war nett von mir, gell 🙂 😘 ? So kann ich nämlich auch sein.... 😗 😎 !
Bele, nun geht der Staffelstab wieder an dich.
Sehr wohl 😮 – ich setz mich jetzt mal hin und schreib das nächste Kapitel!
JohannaHen schrieb:Hallo Bele, Hallo Matthias, geführte Camping- und Walkingsafari - das hört sich spannend an! Da lese ich gerne mit, auch wenn ich mich in Zambia überhaupt nicht auskenne. Ich werde während des Berichts evtl. ähnlich über den Karten brüten wie ihr, im ersten Kapitel 😄 Herzliche Grüße Johanna
Ach Johanna, wenn es nur die Karten gewesen wären… 🙄 Ich bin mit manchen Namen überhaupt nicht klargekommen am Anfang 🤩 . Beim ersten Überfliegen habe ich mir dies und das falsch eingeprägt und hatte echte Probleme, das wieder aus meinem Kopf zu bekommen. „Mutinondo“ war bei mir kurz und knapp „Mutindo“ und für „Bangweulu“ hatte ich sogar zwei Varianten im Angebot: „Bangweula“ und „Bangwuela“. Beides schön, fand ich 😉 , aber trotzdem traf mich dann immer ein tadelnder Blick von Matthias und ich bekam die Aufforderung von ihm: „Jetzt nochmal!“, bis ich die richtigen Namen endlich verinnerlicht hatte 😵 .
ultraulla schrieb: mich aber nicht so recht traue, wegen der Straßenverhältnisse...
Das kann ich seeeehr gut verstehen! 😐
PS:...und die Temperaturen waren auch in den Lodges mit Ventilator kaum auszuhalten nachts...
Das tröstet mich ein bisschen 🙂 ! Wobei ich sehr viel für einen Ventilator gegeben hätte... 😊 !
So, an die Arbeit, Fotos hab ich schon, aber noch keinen Text. Bis später!
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201005. Nov. 2025 ·
19. Oktober 2025 – Gamedrive am Morgen (Teil 1)
Gestern Abend war uns das Programm für heute von unserem Fahrer und Guide Andrew erläutert worden: Wake-up-call um 5 Uhr, danach ein bisschen Kaffee/Tee und Rusks und dann ab ins Auto und in den Park. Für den Nachmittag steht der erste Walk an, und zwar mit einem Tagesrucksack zu einem anderen Camp, dafür ist dann noch eine kleine Tasche zu packen mit allem, was wir für eine Übernachtung benötigen. Diese soll dann von einem Auto zu unserem Schlafplatz transportiert werden.
Es wird früh hell (ca. 5 Uhr) und als ich aus meinem Zelt krieche, sehe ich zum ersten Mal, wo ich überhaupt bin:
Das sieht ja ganz nett aus (die Fotos sind allerdings später gemacht, also bitte nicht über das Licht wundern)!
Lange habe ich aber nicht Zeit, die Aussicht zu genießen, denn wir starten wie geplant zu unserem Gamedrive. Dazu müssen wir ein gutes Stück fahren, bis wir dann am Gate
und schlussendlich auf der Brücke über den Luangwa sind.
Wie man sieht, ist das Licht eher diesig, einen klaren Himmel oder gar schönes Licht hatten wir sehr selten auf dieser Reise 😵 . Damit wäre schon mal ein Grund für meine latente Fotografier-Unlust genannt! Trotzdem gibt es natürlich ein paar Bilder, aber nicht weil ich sie so schön fände (und da ich ja nur JPEG knipse, weil ich immer noch zu faul bin, mich mal in Lightroom o.ä. einzufuchsen, kann ich auch nicht viel rumfaken an den Fotos!), sondern weil ich zumindest ein bisschen zeigen möchte, wie es dort so aussieht (daher sind auch oft die Tiere etwas weiter weg, denn wie ein Elefant aussieht, weiß vermutlich jeder, aber eben nicht, wie ein Elefant im South-Luangwa-NP ausschaut) und wer so alles im Park unterwegs ist.
Übrigens merke ich schon nach den ersten paar Metern, dass aus diesem Fahrzeug heraus wesentlich schlechter zu fotografieren ist als bei Bushways. Die Fensteröffnungen sind wesentlich kleiner, und nach vorne raus geht gar nichts, weil die Scheibe nicht heruntergeklappt werden kann. Dass das Dach nicht geöffnet wird, kann man bei der vorherrschenden Wärme ja verstehen, wobei es in der ersten Stunde vielleicht noch Sinn gemacht hätte. Zudem habe ich das Pech, dass ich die meiste Zeit zwei große Kameras (die ich aber natürlich jedem und jeder gönne - ich selber bin ja nur schlicht und ergreifend zu blond für solch kompliziertes Equipement) in der Reihe vor mir habe, und die nehmen natürlich auch nochmal einiges an Sichtmöglichkeit weg, wenn man nach schräg vorne und nicht direkt zur Seite knipsen will. Hier haben wir also schon den nächsten Punkt für meine Fotografier-Unlust! Dazu kommt, dass Andrew aus meiner Sicht nicht der große Meister darin ist, das Auto sehr gut zu positionieren, Gegenlicht scheint ihm nichts auszumachen 😛 und wenn man mal Stopp ruft, weil man gerade einen Vogel fokusiert, kann es passieren, dass er weiterfährt, weil er denkt, er wisse wo man ihn noch besser sehen kann 😣 . Aber ich glaube, der größte Unlustfaktor war eh das Licht, da war der Rest dann auch egal… 😉
Aber genug gemeckert - jetzt mal los:
Vermutlich Crawshay-Zebras:
Matschiges Licht, matschiger Untergrund 🤢 :
Elefanten ein bisschen hübscher:
Noch mehr schlechtes Licht 🤪 , dieses Mal mit Waterbuck:
Die Blüten des Leberwurstbaums sind sehr beliebt,
sowohl beim Bushbock
als auch beim Treesquirrel (und da gab es sogar mal kurz hübsches Licht 🙂 !)
Auf der anderen Seite des Luangwas, die nicht im Park liegt, halten sich auch Fischer auf.
Die Schreiseeadler sitzen in Zambia gerne am Boden, das ist uns oft aufgefallen, dabei gibt es doch genug Bäume.
Bei Hippos ist schlechte Stimmung (man beachte das elegante linke Hinterbeinchen 😛 )
Wenn Blicke töten könnten 😗 🤩 !
Blick über den Luangwa vom Steilufer aus
Braunkopfliest (Brown hooded Kingfisher)
Unser erstes Puku
Ich habs ja nicht so mit Affen, und mit Pavianen schon gleich gar nicht, aber diese hier dürfen in den Bericht, weil es Yellow Baboons sind, die gibt es dort, wo ich mich sonst so rumtreibe, nicht.
Und nun kommt etwas Spannung in den Gamedrive, denn es ist die Rede von Leoaprden 🤩 . Ja genau - im Plural 😮 !
Die gibt es dann gleich im nächsten Kapitel, mir wird das hier mit den Fotos zu unübersichtlich beim Hochladen!
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201005. Nov. 2025 ·
19. Oktober 2025 – Gamedrive am Morgen (Teil 2)
Tatsächlich sehen wir an einer Stelle, an der schon zwei andere Fahrzeuge stehen, schemenhafte Bewegungen sehr weit weg.
Die Katzen scheinen sich aber noch weiter zu entfernen, also fahren wir auch weiter und versuchen ihre Richtung aufzunehmen, zusammen mit anderen Fahrzeugen.
Diese scheuen sich dann nicht davor, nahe zu ihnen heranzufahren, laut Andrew offroad, auch wenn man Fahrspuren sieht. Er erklärt, dass in einem Auto Ranger sitzen und die Offroader Strafen bekommen könnten. Oder man kennt sich untereinander, weil es Lodgefahrzeuge sind, und es wird ein Auge zugedrückt 😎 ! Er aber als „Fremder“ könne sich das nicht leisten, zumal er eine Strafe selber zahlen müsse. Ich frage, ob es irgendwo geschriebene Regeln gäbe, wo genau man fahren dürfe, was er verneint, aber erlaubt wären nur geschobene Pisten. Hmmm, für Selberfahrer, die den Park nicht kennen, stelle ich mir das recht schwierig vor.
Wir stehen also etwas abseits und sehen, wie die Leoparden dann doch tatsächlich in unsere Richtung laufen. Sie werden von den Fahrzeugen verfolgt und dann überholt, was uns durch den aufgewirbelten Staub natürlich die Sicht beeinträchtigt.
Aber irgendwann legt dieser sich und wir können tatsächlich einen und dann zwei im und neben dem Gebüsch erkennen
Später sehen wir alle drei Leoparden (Mutter mit ihren nahezu erwachsenen Kindern) recht zielstrebig am Flussufer entlang laufen, auch wenn sich diverse Fahrzeuge wieder in ihren Laufweg stellen. Es fühlt sich komisch an, mehr als einen Leoparden zu sehen, schon fast wie eine optische Täuschung!
Aber schön ist es natürlich allemal und auch ein ganz neues Erlebnis für mich 😘 😘 😘 !
Als die Leoparden weiterziehen,
machen wir uns auch wieder auf den Weg. Wir begegnen noch einem Wassertriel (Water Thickknee)
und der Thornicroft-Giraffe.
Als wir das Steilufer erreichen, dürfen wir aussteigen, denn hier brüten Southern Carmine Bee-Eater (Karminspinte). Das Licht ist – Überraschung 🤪 – nicht optimal, aber es macht sehr viel Spaß, diesen eleganten Vögeln zuzuschauen und ihrem Gekreische zu lauschen 🙂 !
Auf dem Rückweg zum Gate treffen wir noch einen Bushbock und einen Elefanten, die sich beide so ähnlich fühlen wie ich bei der inzwischen großen Hitze 🙄 .
Wieder geht es über die Brücke und dann zurück ins Camp.
Dort erwartet uns die schlechte Nachricht, dass außer meinem Zelt (das eh schon ein bisschen abseits steht) alle umgestellt werden müssen, weil wir zu viel Platz belegen, der in der kommenden Nacht für neue Camper benötigt wird. Als dies erledigt ist und wir zu Mittag gegessen haben, ziehen wir uns in Richtung Hauptgebäude zurück, wo es eine Bar, Schatten, einen Pool, bequeme Liegen und Wlan gibt! Im Zelt wäre es nicht auszuhalten, denn wir haben inzwischen ca. 40°C 😣 🤩 .
Reisemaus1’007 Beiträge · seit 200805. Nov. 2025 ·
Hallo liebe Bele und lieber Mathias, Wunderbar! Da bin ich gerade richtig eingestiegen, um gleich im „Katzenpark“ zu landen. Lange haben die Kätzchen ja nicht auf sich warten lassen. 😛 Ist schon eine Weile her, dass ich dort war. Bin gespannt, was sich verändert hat. Hoffe die Anzahl der Autos hält sich in Grenzen und natüüürlich bin ich auch gespannt, ob ihr auch Mietzekatzen beim walking gesehen habt. Bis bald Lg Doro
Ach wie schön, ich kenne alle Stellen an denen ihr ward und finde das Licht gar nicht schlecht. Die drei Leoparden sind Lucie und ihre beiden Söhne.... die sind sehr bekannt da und wenig scheu und werden darum gerne besucht und fotografiert. Ich hab alle drei auch einige Male im Bild... schon ganz besonders, so etwas zu sehen... bekomme direkt wieder Sehnsucht nach diesem außergewöhnlichen Tal...und bin ganz gespannt, wie es weitergeht so mit Zelt ;))
so schnell kann man gar nicht schauen, kaum zurück und schon gehts los mit dem Reisebericht 😮 Da sind wir natürlich interessiert dabei. Und drei Leos auf einmal, da kann man ja erst mal nicht meckern 🙂
fotomatte2’524 Beiträge · seit 200906. Nov. 2025 ·
Hallo,
weil Bele so explizit und mehrfach auf das (fehlende) Licht abhebt, schreibe ich hier ein paar Gedanken dazu, die mir schon gekommen sind, als wir noch in 11 Kilometern Höhe über das Land eingeschwebt sind.
Es stimmt, und das war so, als wir über Sansibar kommend wieder über das afrikanische Festland geflogen sind, weite Strecken hier sind sehr diesig, oder eher verraucht. Von oben gesehen sieht man: Afrika brennt. Überall sieht man gewaltige Rauchsäulen aufsteigen, weite Grasflächen werden gezielt abgefackelt, um kurz vor Einsetzen des ersehnten Regens den Boden mit der Asche zu düngen. Aber leider werden auch große Flächen der herrlichen Wälder niedergebrannt, selbst in den Nationalparks ist mir das immer wieder aufgefallen. Jedenfalls hat es viel Rauch in der Luft. Tagsüber fällt das gar nicht so sehr auf, wenn mit der Hitze der Rauch aufsteigt und sich schnell verteilt. Aber nachts drückt es den Rauch mit der höheren Luftfeuchtigkeit und den abkühlenden Temperaturen nach unten. Besonders schlimm war es im Kasanka NP, wo man sich nachts im besten Bodenseenebel wähnen konnte, nur dass es zusätzlich erbärmlich gestunken hat.
Jedenfalls hat es mich kein einziges Mal animiert, ein paar Sternenfotos zu versuchen, denn einen schönen klaren Nachthimmel wie in Namibia gab es ganz einfach nicht.
Viele Grüße, Matthias
@ Bele: es waren zwei Wassertriele und zwei schlafende Elefanten ( sieht man ja auch aufm Foto ), so viel Zeit muss sein. 😛
frisch zurück vom „zwischendurch-kurz-mal-Sonne-tanken“, klinke ich mich ebenfalls noch gerne ein und verfolge eure Abenteuer. Es geht ja schon gut los, trotz des Dunstes gefällt mir die Landschaft am Fluss und die Tierwelt ließ sich ja zum Glück auch nicht lange bitten. Neben den weiteren durchaus respektablen Sichtungen ist das Leoparden Trio natürlich der Hammer. EIN Leo ist ja schon immer ein Genuss, aber gleich DREI ist schon etwas sehr Besonderes. So darf es gerne weitergehen.
Liebe Bele So viel Sambia im Forum, da kommt man ja kaum hinterher. Ich schmuggele mich noch schnell durch eine eurer Klappen und fahre sehr gerne mit bei eurer spannenden Tour. Ich liebe Walking Safaris 😉 Nächstes Jahr werden wir einen Teil eurer Tour das erste Mal besuchen, ideswegen bin ich sehr gespannt auf eure Erlebnisse. Das Licht zu der Jahreszeit hat eine ganz eigene Stimmung, auch wenn es keine klaren Bilder zulässt. Ich bin gespannt, wie ihr die Hitze erlebt habt, vor der habe ich ganz schön Respekt. Danke dass ihr uns mitnehmt, liebe Grüsse Vanessa
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201007. Nov. 2025 ·
Reisemaus schrieb: Hallo liebe Bele und lieber Mathias, Wunderbar! Da bin ich gerade richtig eingestiegen, um gleich im „Katzenpark“ zu landen.
Hallo Doro, schön dass du auch mitliest 🙂 , auch wenn du inzwischen ja schon umfassend informiert wurdest 😎 !
Hoffe die Anzahl der Autos hält sich in Grenzen
Ja, das war überschaubar da im Süden. Und im Norden dann sowieso!
und natüüürlich bin ich auch gespannt, ob ihr auch Mietzekatzen beim walking gesehen habt.
Schaunmermal…. 😗 😎
ultraulla schrieb: Die drei Leoparden sind Lucie und ihre beiden Söhne.... die sind sehr bekannt da und wenig scheu und werden darum gerne besucht und fotografiert.
Da bin ich direkt froh, dass ich das vorher nicht wusste - ich mag es ja nicht so sehr, wenn die wild lebenden Tiere Namen wie Haustiere verpasst bekommen. Für mich waren es einfach drei Leoparden und wir wussten auch nicht, dass die dort als Fotomodels arbeiten! Das hätte mir die Spannung vielleicht ein bisschen verdorben. Aber danke für die Info!
panther schrieb:Hallo Bele und Co-writer Matte, so schnell kann man gar nicht schauen, kaum zurück und schon gehts los mit dem Reisebericht 😮
Naja, als wir abends wenige Stunden nach der Rückkehr mit den Muckels telefoniert haben, meinten die, sie hätten sich schon gewundert, dass ich den Bericht noch nicht gestartet hätte : 🙄 😛 ...
Da sind wir natürlich interessiert dabei. Und drei Leos auf einmal, da kann man ja erst mal nicht meckern 🙂
Nein, da haben wir auch nicht gemeckert 🙂 !
fotomatte schrieb: Besonders schlimm war es im Kasanka NP, wo man sich nachts im besten Bodenseenebel wähnen konnte, nur dass es zusätzlich erbärmlich gestunken hat.
In meiner Waschküche stinkt es immer noch, weil ich noch nicht alles durchgewaschen habe 🤢 .
@ Bele: es waren zwei Wassertriele und zwei schlafende Elefanten ( sieht man ja auch aufm Foto ), so viel Zeit muss sein. 😛
Ach du meine Güte, jetzt geht das mit der Erbsenzählerei schon wieder los 🤩 😈 😄 – das kann ja heiter werden 😛 !
Dandelion schrieb: EIN Leo ist ja schon immer ein Genuss, aber gleich DREI ist schon etwas sehr Besonderes. So darf es gerne weitergehen.
Tut mir leid, so wird es nicht weitergehen ! Aber schön dass du auch mit dabei bist, Kordula 😘 !
vanitom schrieb:Liebe Bele Das Licht zu der Jahreszeit hat eine ganz eigene Stimmung, auch wenn es keine klaren Bilder zulässt.
😄 So kann man es sich natürlich auch schönreden 😉 !
Ich bin gespannt, wie ihr die Hitze erlebt habt, vor der habe ich ganz schön Respekt.
Zu Recht, würde ich mal sagen! Uns war es zwar klar, dass es heiß werden würde, aber in manchen Situationen war es schon sehr anstrengend. Vor allem wenn man im Zelt lebt und kein geschlossenes Auto mit Klimaanlage hat.
Danke dass ihr uns mitnehmt,
Sehr gerne, ich freue mich, dass Ihr dabei seid 🙂 !
So, ich werde mich mal um das nächste Kapitel kümmern - da wird es so richtig schön heiß 🤩 !
Liebe Grüße von Bele und danke auch an die Dankebuttondrücker 😘 !
ChampagnerThemenstarter8’796 Beiträge · seit 201007. Nov. 2025 ·
19. Oktober 2025: Nachmittagswalk zum Bushcamp
Um 15.15 Uhr sammeln wir uns bei der Bar und dann bläst Andrew zum Aufbruch! Los geht’s nach Norden zur Rezeption des Wildlife Camps.
Dort treffen wir auf unseren Walking Guide Bota und unseren Scout (das ist immer der mit dem Gewehr). Auf dem Gelände vor der Lodge genau dort, wo wir eigentlich loswandern wollen, ist aber gerade „tierisch“ viel los, und so schauen wir uns das erstmal gemütlich von der Terrasse aus an. Die Tiere treten nacheinander wie im Theater auf, nach den Warzenschweinen (von denen ich kein Foto habe) und den Impalas sind die Girafffen dran.
Danach kommt der Aufmarsch der Elefanten:
Groß und Klein vergnügt sich mit dem bisschen Wasser dort (ein paar mehr Fotos, weil es später nichts Großes mehr zu sehen gibt):
In Zambia hüpfen die Impalas sogar über die Elefanten 😛 :
Schön eingesaut schauen sich die Elefanten dann bei uns um:
Um 16 Uhr ist dann auch der letzte Dickhäuter fertig mit der Lodge-Inspektion und die Herde macht sich auf in Richtung Campsite, so dass wir jetzt auch starten können.
Zunächst gibt es Instruktionen: wir laufen in einer Reihe ohne große Lücken, vorneweg der Scout, danach der Walking-Guide, dann wir und am Ende Andrew, unser Tourguide. Der Walk gilt nicht den großen Tieren, sondern eher den Pflanzen und kleinen Bewohnern des South- Luangwa-Tals.
Was man auf den Fotos leider überhaupt nicht sieht ist die große Hitze 🙄 . Es hat um die 40°C (so hatte die Wetter-App es an der Bar im Wlan angezeigt) und wir sind eigentlich schon fertig, bevor wir überhaupt losmarschieren 🤪 . Zum ersten Mal kommt das Kühltuch zum Einsatz, das ich von Elke Fiedlix geschenkt bekommen habe 😘 , und Matte trägt seines, das er von mir bekommen hat. So schnell wie sie trocknen kann man aber gar nicht nachbefeuchten 😣 . Und so ist es auch mit dem Trinken, eigentlich müsste man sich eine Infusion legen…. 🤩 Egal, los geht’s!
Eigentlich kommen wir ganz gut klar mit allem und lassen uns von Bota viel erklären, über Spuren, Tierkot, Verwendung von Elefantendung, Stachelschweinnadeln und vieles mehr.
Und wir marschieren weiter…
teilweise über recht unebenes Terrain, auf dem man ein bisschen aufpassen muss, wohin man die Füße setzt. Sieht hier einfach aus, aber die Konzentration lässt in der Hitze nach und man will ja auch mal in die Gegend und nicht nur auf die Füße vor einem schauen. Im Nachhinein wundert es mich, dass ich hier nicht schon gestolpert und auf der Nase gelegen bin, später auf der Reise wurde das schon fast zu meinem Markenzeichen 😵 🤪 .
19 Minuten nach diesem Foto, um 17.09 Uhr, durchqueren wir einen kleinen Gebüsch-Streifen, als plötzlich Andrew von hinten leise ruft und uns mit den Händen ein Zeichen gibt, anzuhalten. Er zeigt unter einen Baum ein Stück weit vor uns – zwei Ohren sind zu erkennen. Sie gehören einer Löwin, die dort versteckt im Gras liegt, und wie wir nach einer Weile feststellen, befinden sich weiter hinten noch zwei. Diese eine Löwin gibt immer wieder Geräusche von sich, ein Grummeln könnte man sagen 😮 .
Wir gehen zunächst davon aus, dass es ihren beiden Kolleginnen oder Kollegen gilt und versuchen sie zu fotografieren, was zumindest mir nicht wirklich gelingt 😣 .
Auf diesem aus dem folgenden Videoschnipsel extrahierten Foto sieht man, wo sich die Löwin und wo wir uns befinden (bzw. der Arm des Walking-Guides neben mir).
Im Video kann man den Abstand zu uns auch noch einmal so einigermaßen erkennen.
Während wir sie weiter beobachten passiert es: plötzlich springt sie aus dem Gras auf und macht mit Gebrüll einen Scheinangriff auf uns zu 🤩 😮 .
Alles passiert in Sekundenbruchteilen, ich nehme wahr, wie ein paar aus der Gruppe links neben mir aufschrecken und Bota seinen Arm vor sie hält, während der Scout sein Gewehr so halb in Anschlag bringt. Da hat sie aber auch schon abgedreht und verkrümelt sich mit ihren beiden anderen ins Gebüsch weg von uns. Meine Kamera habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht „im Anschlag“, aber wozu reise ich mit Matthias 😐 ? Ihm ist – soweit ich weiß – ein Foto gelungen, auf dem man den Scheinangriff erkennen kann! Ich hoffe, er zeigt es hier..... 😐 Ich habe mich übrigens später mit einem anderen Scout über diese Situation unterhalten und er meinte, so ein Scheinangriff sei ein typisches Verhalten in einer solchen Situation. Kurz mal dicke Backen machen und dann abhauen!
Prima, nun haben wir wieder genug Adrenalin im Blut, um auch noch die letzte Etappe bis zu unserem Camp zu schaffen 😄 . Wir werden unterwegs mit einer schönen Abendstimmung belohnt
und genießen nach der Ankunft zunächst unser bestelltes Kaltgetränk. Selten hat ein Savanna so gut geschmeckt!
Leider habe ich keine Fotos von dem gesamten Camp, aber es gefällt uns dort sehr gut. Die großen Kuppelzelte stehen auf Betonfundamenten (es schein also eher ein permanentes Camp zu sein), es gibt einen netten Essbereich und schöne Sitzgelegenheiten am Campfire mit Blick aufs Wasser. Auch die Ablutions sind voll in Ordnung und so genießen wir den Abend hier sehr.
Auch die Nacht ist sehr angenehm, da wir in den Zelten richtige Betten und einen Teppich haben sowie vor den Zelten private Wasserbecken aus Canvas. So viel Luxus kenne ich gar nicht beim Campen!
Ich habe auf Google Maps versucht herauszufinden, wo das Camp ist, aber sehen kann man nichts (ich denke, Maps ist da nicht aktuell, und Copernicus liefert sehr unscharfe und daher unbrauchbare Bilder von der Gegend). Von der Lage her tippe ich darauf, dass es am oberen Ende der Flussschleife liegen muss, denn abends haben die den Sonnenuntergang weit links (also im Westen, wenn man gerade auf den Fluss schaut) und morgens kommt die Sonne von rechts, also von Osten. Also irgendwo da, wo ich den roten Kringel gemacht habe:
Matthias, was meinst du? Wir haben uns meines Wissens nie darüber unterhalten….
Morgen geht es zurück zu Fuß zum Wildlife Camp - bis dahin liebe Grüße von Bele
Meine Güte, da war euer erster Walk aber gleich sehr aufregend! Mir wäre bei dem Angriff, auch wenn es nur ein Scheinangriff war, sicher das Herz mächtig in die durchgeschwitzte Hose gerutscht 🤨 Gut, dass es so glimpflich ausgegangen ist und der Scout sein Gewehr nicht einsetzen musste!
Und dann so eine schöne Abendstimmung - das Fernweh ruft...
Viele Grüße von Tanja
utaeleonore615 Beiträge · seit 202207. Nov. 2025 ·
Wir liebäugeln ja auch noch ein bisschen mit dem Bushcamp, bzw hatten geliebäugelt........damit wird das für uns definitif nichts. Ich hätte da viel zu viel Angst.
Ich bin gespannt, wie es weiter geht!
fotomatte2’524 Beiträge · seit 200907. Nov. 2025 ·
Liebe Bele,
du hast das Camp genau richtig verortet, ich hatte auch schon danach gesucht, und ja, wenn man genau reinzoomt, dann kann man das Dach von einem Gebäude ausfindig machen. Scheinbar waren zum Zeitpunkt der Aufnahme aber die Zelte nicht aufgebaut. Die annehmende Löwin werde ich gerne zeigen, komme aber erst am Sonntagabend dazu, ich muss für zwei Tage außer Haus.
genau DA wäre vermutlich die Reise für mich zu Ende gewesen, weil mich vor Angst der Schlag getroffen hätte und ich dahin gesunken wäre ;( Löwen sollen fotogen irgendwo im Feld liegen oder laufen, aber NICHT auf mich zurennen.