Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit

Reisebericht 161 Antworten · 11,8k Aufrufe · gestartet 16. Mai 2025 von tina76
Themenstarter805 Beiträge · seit 200704. Sept. 2025 ·
Liebe Kirsten, Silke und Heidi,

ich freue mich wirklich sehr über eure wertschätzenden Kommentare und für das Interesse an dem Bericht. Vielen lieben Dank dafür.😊Da es schon so spät ist und ich auch spätestens morgen noch ein Kapitelchen einstellen möchte vor dem Urlaub, seht es mir nach, wenn ich diesmal nur kurz auf eure Kommentare und Fragen schreibe.
Trollkind schrieb:Liebe Tina, ich freue mich über jedes neue Kapitel in Deinem bericht und bin immer wieder erstaunt, welch gutes Händchen Du für die Unterkünfte und Pirschfahrten hast.
😊 Da war natürlich auch viel Glück dabei, es ging dem aber tatsächlich auch einige Recherchearbeit voraus.
Trollkind schrieb: Ich wünsche Euch einen schönen Urlaub
Lieben Dank. 😘
Superfanti schrieb: Uns rennt langsam etwas die Zeit davon und ich muss echt in die Puschen kommen, wenn es nächstes Frühjahr noch was werden soll. 😉.
Ich glaube, da kannst Du eigentlich entspannt sein. Kein Vergleich zu Afrika jedenfalls. Ich habe alle Unterkünfte, Safaris etc. bei meiner ersten Reise 2024 erst drei Wochen im Voraus gebucht. Nur den Flug hatte ich schon deutlich früher. Bei der zweiten Reise war ich allerdings sehr früh dran. Dies aber auch nur, weil ich die monatelange Vorfreude am meisten liebe und Reiseplanung mein Hobby ist. Ich weiß gar nicht, ob das überhaupt notwendig war und nicht total übertrieben. 😉
Superfanti schrieb: Im Elements Beach and Nature Resort konntet ihr da denn trotzdem gut baden, obwohl es so windig war?
Naja, lange Strecken schwimmen war bei dem Wellengang schon eher schwierig. Wir haben daher nahe dem Ufer gebadet. Die Ecke ist halt generell windiger. Bei der ersten Reise war das besser gewesen, da es recht windstill war an dem Tag.
Superfanti schrieb: Ui… und das Hähnchen erinnerte mich sehr an unsere Bali Reise im Juni. Ich bekam auch keinen Bissen herunter, das Essen schien nur aus Knochen zu bestehen und uns wurde versichert, dass das eben das typische Landesgericht sei. Wir mussten es zwar letztendlich nicht bezahlen, aber bin dann auch frustriert hungrig ins Bett. Mir war einfach auch schlichtweg der Appetit vergangen.
Ohje, das kann ich nur zu gut verstehen! Das mit den vielen Knochen im Hähnchen ist auch absolut nicht meins. 🤢
Superfanti schrieb: Wow und nächstes Jahr geht’s dann zum Runden nach Indien oder nutzt Du einen deiner vielen GLZ Tage?
Nicht ganz, ich runde erst zwei Monate nach der Indien-Reise. 😎 Aber Februar ist für uns immer der ideale Reisemonat, wenn es hier so ungemütlich ist. Indien schaffe ich noch mit regulärem Urlaub Anfang des Jahres. GLZ-Tage müssen dann teils für den Rest herhalten.
Superfanti schrieb: Liebe Grüße und DANKE DANKE DANKE,
Silke
Aber sehr gerne doch. 😘
brendyka schrieb: Ich bin so gespannt auf Fortsetzung und hoffe, dass Du vor Deinem nächsten Urlaub nochmal was einstellen kannst.
Danke. 😊 Ich versuche das morgen noch zu schaffen. Freitag geht es in den Urlaub.
brendyka schrieb: Brian fuhr einen Geländewagen - wieso hatte er so Angst um das Fahrzeug? Was war das für ein Fahrzeug-Typ, mit dem Ihr unterwegs gewesen seid? Waren die Pisten so übel oder hat Brian keine Übung im Gelände zu fahren?
Nein, Brian fuhr keinen Geländewagen, daher hatte er auch Sorge um das normale Mitteklasseauto auf nicht geteerten Straßen (wie kurz vorm Web of Life Resort). Den Wagentyp weiß ich tatsächlich jetzt nicht mehr. Wir hatten ja einige Autos und Fahrer zwischendurch.
brendyka schrieb: Insbesondere würde mich noch interessieren, welche Ziele Deiner beiden Sri Lanka Reisen zwingend einen Geländewagen erfordern? (Wir wollen als Selbstfahrer unterwegs sein.)
Eigentlich keiner der Ziele. Zumindest hatten alle Fahrer, die für uns Transfers zwischen den Unterkünften gemacht haben (auf beiden Reisen), keinen Geländewagen. Manchmal war es kurz vor den Unterkünften auf dem letzten Kilometer etwas haarig (eigentlich nur bei Web of Life und bei der Villa Le Maas Tota). Aber Brian hat es auch mit dem normalen Auto geschafft. Da war es allerdings auch trocken. Bei Regen müsste man sich evtl. an der Straße abholen lassen. Bitte auch als Selbstfahrer dran denken, dass Ihr zur Bathiyas Unterkunft nicht selbst mit dem Auto kommt. Da muss das Auto in Buttala für die Zeit geparkt werden und er holt Euch dort ab. Andere Fahrzeuge haben nicht die Berechtigung die Zuckerrohrplantage zu durchqueren. Wir mussten mit Brian auch umdrehen und zurückfahren an der Straßensperre davor (hatte ich nicht extra geschrieben im Bericht).

So, dann mal gute Nacht. Jetzt ist es doch wieder länger geworden. 😉

Liebe Grüße
Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 04. Sept. 2025
Themenstarter805 Beiträge · seit 200704. Sept. 2025 ·
28.02. / 01.03.2025 - Ein Tag zum Vergessen, der andere voller schöner Erinnerungen

Der 28. Februar ist der einzige Tag dieses Urlaubs, von dem es aus guten Gründen kein Foto gibt. Zum einen wissen wir seitdem, wie sich ganztägige, sintflutartige Regenfälle im Sri Lanka anfühlen. Und zum anderen bin ich an diesem Tag komplett bettlägerig mit dem, was man umgangssprachlich so schön als Montezumas Rache bezeichnet. 😣 Ich habe leider wohl viel zu schnell wieder normal gegessen nach den Magen-Darmproblemen in der Luxusvilla. Diese Unvernunft rächt sich nun. Das einzige Positive ist, dass ich heute absolut nichts verpasse. Was für ein Glück, dass Bathiya so vorausschauend war, die Safari mit uns schon am Vortag zu machen! Heute kann man nur dem unentwegt prasselnden Regen zuhören und beobachten, wie draußen alles mehr und mehr überflutet. Gut, dass wir kein kleines Zimmerchen haben, sondern das ganze Haus inkl. überdachten Sitzbereich unten für uns. So kann sich Sven jedenfalls etwas umher bewegen. Ich verschlafe den Tag im Dämmerzustand unterm Moskitonetz und werde von Sven nebenher mit Medikamenten, Tee, Stampfkartoffeln und Bananen versorgt.

Auch die nächste Nacht regnet es noch einige Zeit. Sven schreckt plötzlich schreiend hoch und weckt mich dabei. Etwas hätte ihn angesprungen und mit seinem Schwanz seinen Kopf gestreift, erzählt er aufgeregt. Wir leuchten alles ab, finden aber den Störenfried nicht. Vermutlich ein Hörnchen, das vor dem Regen in unser halboffenes Haus geflüchtet und dabei gegen das Moskitonetz gehüpft ist.
Das ist wohl das Risiko einer Übernachtung in einem nicht geschlossenen Raum. Naja, es gibt Schlimmeres. Wer weiß, wer hier noch so alles im Dunkeln Schutz gesucht hat, von dem wir nichts wissen... 😉

Am nächsten Morgen gibt es endlich wieder Erfreulicheres zu berichten. Der Regen hat komplett aufgehört und man sieht sogar etwas blauen Himmel zwischen den Wolken.

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Noch dazu geht es mir wieder bestens. Der komatöse Ruhetag mit viel Schlaf und Erholung hat offensichtlich gutgetan. Nun bin ich allerdings erstmal vorsichtiger mit dem Essen. Und kann Sven nur dabei zusehen, wie er ein opulentes und gut gewürztes sri-lankisches Frühstück futtert. Für mich ist selbstverordnete Schonkost angesagt. Bathiyas Mutter hat netterweise extra einen Teller mit hartgekochten Eiern und Kartoffeln zubereitet. Natürlich gibt es – wie es sich für eine Obstfarm gehört - auch wieder Bananen für eine ganze Großfamilie.

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Vom Obergeschoss können wir etwas später von Ferne einige Leute auf einem abgeernteten Feld beobachten, die Zuckerrohrreste einsammeln.

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Dazu lugt ein Malabar Hornvogel fast schelmisch aus einer Bananenstaude hervor. Sie sind auf seinem Grundstück heimisch, wie Bathiya uns erzählte. Toll, dass man sie auch direkt von unserem Haus aus beobachten kann.

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Und wir finden noch jemanden, der sich ins Trockene gerettet hat. Direkt vor unserer Badezimmertür sitzt ein Skorpion. Und im Bad entdecken wir einen Frosch. Lauter kostenfreie Naturerlebnisse. 🤪

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Ich schnappe mir die Kamera und möchte vor der Abreise noch ein paar Vögel ablichten. Der Vater von Bathiya legt öfter Obst auf einer kleinen Plattform neben seinem eigenen Haus aus. Dort ist schon fast alles verputzt heute Morgen. Aber Gelbschnabel-Drosselhäherlinge sind noch mit ein paar Resten beschäftigt.

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Nicht weit entfernt entdecke ich außerdem einen schönen Braunkopf-Bartvogel.

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Da ruft Sven auch schon. Wir müssen so langsam packen und Bathiya wird uns auf einem Rundgang heute früh noch seine Farm zeigen. Dies haben wir uns unbedingt gewünscht, weil gestern nichts möglich war. Bathiya ist da sehr flexibel. Er stellt sich angenehmerweise immer komplett auf seine Gäste ein und nimmt auch nie mehr Personen auf, als die eine Partei, die im Haus schläft. Das kann auch mal eine Familie mit mehreren Kindern sein. Genug Betten sind oben vorhanden. Ein individuelles Erlebnis ist so auf jeden Fall garantiert.

Unterwegs zeigt er uns, was neben Bananen auf seinem Land so alles wächst.

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Auch eine Kostprobe darf nicht fehlen. Die frische Maracuja ist laut Sven ein echter Genuss.

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Ich kann heute nur etwas neidisch zuschauen. Besser noch keine Früchte auf den angeschlagenen Magen.

Wir kommen unter anderem am Fluss entlang. Hier kann man normalerweise baden. Aber momentan ist das Wasser zu aufgewühlt und hoch durch den langen Regen.

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Die schönen Hornvögel sind auch hier unterwegs und fliegen krächzend von Baum zu Baum. Es gibt wohl kaum einen besseren Platz als Bathiyas Farm, um sie beobachten zu können.

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Einige Arbeiter der Obstfarm wohnen temporär in Hütten auf Stelzen auf dem Gelände. Einer ihrer Hunde läuft uns etwas scheu hinterher. Wir genießen beim Spaziergang, dass es endlich wieder wunderbar sonnig ist.

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Dann heißt es auch hier Abschied nehmen. Bathiya wünschen wir bei der Rückfahrt nach Buttala von ganzem Herzen alles Gute für sein noch recht neues Business mit den Gästen. Wir haben uns hier sehr wohl und dazu bestens betreut gefühlt. Und auf der Safari hat man gemerkt, mit wie viel Leidenschaft er dabei war. Er kannte jedes Tier und jeden Vogel unterwegs. Wir haben keinen Zweifel, dass sein Homestay eine Erfolgsgeschichte wird. Und dazu ist die Küche hier ein Träumchen. Absolut zu empfehlen.
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 16. Okt. 2025
Themenstarter805 Beiträge · seit 200704. Sept. 2025 ·
01.03.2025 Fortsetzung Teil 1

Brian sammelt uns in Buttala wieder ein und es geht erneut Richtung Süden an der Asphaltstraße entlang, die den Nationalpark durchschneidet. Interessant ist, wie er auf die dortigen unvermeidlichen "Bettel-Elefanten" reagiert. Er hat extreme Angst um das Auto und es dauert, bis wir uns im Windschatten eines anderen Autos ans Überholen machen. Schweiß steht ihm danach auf der Stirn. Scheinbar war er bisher nicht oft hier oder überhaupt in einer solchen Situation.

Nach den vielen Safaris der letzten Tage sehnen wir uns wieder nach ein bisschen Kultur. Ich hatte bei der Recherche auf Google Maps zufällig entdeckt, dass wir heute an Kataragama vorbeikommen. Diese Kleinstadt mit dem Namen einer Gottheit ist ein bedeutender Wallfahrtsort in Sri Lanka für verschiedene Religionen. Hier liegen Heiligtümer, die von Hindus, Muslimen und Buddhisten verehrt werden auf einem großen Tempelgelände eng zusammen. Dies möchten wir uns nicht entgehen lassen.

Brian setzt uns in der Nähe des Tempelkomplexes ab, da mit dem Auto kein Weiterkommen mehr ist. Wir sehen als erstes den Eingang einer kleinen Moschee…

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…und kurz danach laufen wir an einer schönen buddhistischen Stupa entlang.

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Anschließend kommen wir auf die Brücke über den Fluss Menik Ganga, der durch den Ort fließt. Hier kommt es einem wieder ein bisschen vor, wie auf einer Miniatur-Reise durch Indien. Am Flussufer sehen wir einige hinduistische Gläubige, die dort rituelle Waschungen vornehmen.

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Natürlich dürfen auch heilige "Kühe" (hier Wasserbüffel) nicht fehlen. Ihnen begegnet man auf dem gesamten Gelände.

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Schließlich erreichen wir den Haupteingang der sogenannten Ruhunu Kataragama Sacred Area mit den wichtigsten Heiligtümern.

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Musik schallt uns entgegen und eine einzelne weiß gekleidete Tänzerin dreht sich wild und ekstatisch im Takt dazu. Ein exotischer anmutender Anblick.

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Doch bevor wir weitere Fotos machen können, werden wir von einem Ordner darauf hingewiesen, dass wir noch Schuhe tragen und diese sofort ausziehen und abgeben müssen. Ups, was für ein Fauxpas. 😗 Dem Beeilen wir uns natürlich nachzukommen. Wir nehmen uns daraufhin sicherheitshalber einen Guide, die sich anbietet. Dies auch, da wir gerne mehr über die Heiligtümer hier vor Ort erfahren möchten.

Der Kataragama-Tempelkomplex ist der buddhistischen Schutzgottheit Kataragama deviyo und gleichzeitig dem Hindu-Kriegsgott Murugan geweiht. Wir besichtigen mit unserem Guide als erstes einen bedeutenden hinduistischen Schrein. Hier stehen einige Gläubige an, um sich eine kurze Segnung von einem Priester abzuholen und teils auch Opfergaben in Form von Obstplatten abzugeben.

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Auch wir erhalten die Segnung im Schnelldurchlauf. Auf dem Tempelgelände befindet sich ein großer Park, den eine breite Fußgängerstraße teilt. Dort herrscht im ersten Teil viel Betrieb. Hier sind vor allem Hindus mit Opfergaben zu den Schreinen unterwegs. Danach sind rechts und links an der Straße kleine Shops zu finden, mit allem, was das gläubige Herz als Opfergabe begehrt. Für Hindus wird verschiedenes Obst angeboten und für die Buddhisten bunte Tempelblumen.

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Unser Guide steuert direkt auf einen Stand mit lilafarbenen Wasserlilien zu und teilt uns mit, dass wir diesmal nicht mit leeren Händen kommen sollten. Und dass dies die Nationalblume Sri Lankas ist und ein wichtiges Symbol in der buddhistischen Kultur des Landes.

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Da gehorchen wir natürlich ergebenst und kaufen die schönen Blumen. 😉

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Die Freude daran währt allerdings recht kurz, denn in dieser nicht weit entfernten nächsten Stupa, namens Kiri Vehera, sind die Blumen als Opfergabe abzugeben. Kiri Vehera wurde vermutlich bereits im 3. Jahrhundert vor Christus erbaut. Die Stupa gehört zu den 16 heiligsten buddhistischen Wallfahrtsorten in Sri Lanka, den sogenannten Solosmasthana. Buddhisten glauben, dass diese Orte damals von Gautama Buddha selbst besucht wurden.

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Auch hier herrscht etwas Andrang, so dass man genug Zeit hat beim Warten die hübschen kleinen Details der buddhistischen Anlage zu würdigen…

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…bevor auch unsere Blumen sich zu den vielen anderen vor den Füßen der Buddha-Figur gesellen. Ein schönes Ritual, wie wir finden.

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Wir umrunden Kiri Vehera komplett, bevor unser Guide zum Weiterziehen drängt. Er zeigt uns auf dem Gelände noch weitere buddhistische Figuren und später einen etwas abseits gelegenen Hindu-Schrein, wo wenig los ist.

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Dann geht die interessante Zeit in Kataragama auch schon zu Ende. Wir verabschieden uns von dem netten, aber leicht hektischen, offiziellen Guide. Die Zahlung mit einem Betrag unserer Wahl erfolgt auf seinem Wunsch nicht direkt an ihn, sondern an einen Kollegen, der dies als Spende für das vom Heiligtum finanzierte Kinderkrankenhaus annimmt. Das soll uns auch Recht sein.

Auf dem ganzen Gelände waren übrigens zur Zeit unseres Besuchs nur sri-lankisch aussehende Pilger und Touristen unterwegs. Wir fielen dort direkt auf mit unseren hellen Haaren.

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Es war ein spontan gefundenes und (zumindest an unserem Besuchstag) wenig massentouristisches Erlebnis, dass uns ausgesprochen gut gefallen hat. Zur zweiwöchigen Festival-Saison im Juli, wenn tausende Pilger in Kataragama unterwegs ist, ist es mit der Ruhe aber wohl vorbei.

Mit Brian verabreden wir über Whatsapp einen Treffpunkt, was auch gut klappt.
Nun geht es zur nicht allzu weit entfernten letzten Station dieses Tages: unserer Unterkunft bei Tissamaharama. Und noch ein Highlight wird es abends geben. Ich sage nur Batmans Freunde. 😎

Die Fortsetzung folgt nun allerdings erst nach unserem zweiwöchigen Ungarn-Urlaub.
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 16. Okt. 2025
559 Beiträge · seit 201606. Sept. 2025 ·
Schönen Guten Morgen Tina,

ich möchte auch mal ein ZwischenDanke hierlassen. Ich freue mich immer total wenn es hier weitergeht und mache mir schon eifrig Notizen.
Vielen Dank, dass du uns Sri Lanka so anschaulich nahe bringst 🙂
Schade, dass es dich doch immer irgendwie mit Magen/Darm erwischt, aber immerhin hast du an diesem Tag eh nicht viel versäumt.

liebe Grüße
Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
Themenstarter805 Beiträge · seit 200725. Sept. 2025 ·
Liebe Elke,

nun bin ich aus dem Urlaub zurück und möchte mich noch bedanken für Deinen netten Kommentar, über den ich mich sehr gefreut habe. 🙂 Es klingt ja wegen den Notizen so, als wenn Du auch bald eine Reise nach Sri Lanka vorhast oder täusche ich mich? Wegen Magen / Darm war es bei der zweiten Reise deutlich besser und eigentlich nur dieser eine Regentag Ausfall. Ich bin mal gespannt, wie ich dagegen Indien im Februar vertrage. 🤪

Diese und nächste Woche werde ich - da ich zwischendurch beruflich nochmal länger weg muss - noch nicht zum Schreiben kommen, aber ab übernächste Woche geht es dann voraussichtlich weiter.

Liebe Grüße - auch an alle Mitleser und Dankedrücker, die noch dabei sind
Tina
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zuletzt bearbeitet 16. Okt. 2025
Themenstarter805 Beiträge · seit 200716. Okt. 2025 ·
01.03.2025 Fortsetzung

Nach einer etwa halbstündigen Fahrt erreichen wir am frühen Nachmittag unser heutiges Tagesziel, das kleine, direkt am Debarawewa Lake gelegene Homestay „Lake Face Cabana“. Dort werden wir herzlich begrüßt von einer jungen Frau namens Dilushika und ihren zwei kleinen Töchtern. Parallel verabschieden wir uns für einige Stunden von Brian. Er setzt uns hier nur ab und fährt dann direkt weiter in den nahe gelegenen Ort Tissamaharama, wo er heute Nacht schlafen wird. Später wird er uns wieder abholen, da wir zur Dämmerung der dann aktiv werdenden Flughundkolonie in der Umgebung einen Besuch abstatten möchten. Sven soll ebenfalls in den Genuss dieses Spektakels kommen können, das ich an anderer Stelle in Sri Lanka schon im letzten Jahr erleben durfte.

Aber erstmal zurück zu Dilushika. Sie zeigt uns die Anlage und unsere baumhausartige Cabana, in der wir heute nächtigen werden. Es gibt nur zwei Stück davon und sie liegen beide mit herrlichem Ausblick auf den zu dieser Jahreszeit üppig mit Wasserpflanzen bewachsenen See. Wir sind begeistert von der wunderschönen Lage und auch von der überaus sympathischen Gastgeberin.

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Die Cabanas selbst sind recht einfach ausgestattet, an der Seite zum See hin nicht komplett geschlossen und haben auch kein warmes Wasser im Bad. Aber es gibt zum Glück ein Moskitonetz über dem Bett und die Aussicht macht sowieso alles andere wieder mehr als wett. Einen Tag mal nicht warm duschen, ist bei den schweißtreibenden Außentemperaturen für uns gut zu verschmerzen.

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Dilushika erzählt uns, dass sie Blumen liebt. Und das merkt man der grünen Anlage auch sofort an. Überall stehen Blumentöpfe mit tropischer Bepflanzung.

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Sie und ihr Mann hätten es nicht leicht gehabt und kommen beide aus sehr armen Familien, wie sie berichtet. Sie haben es aber aus eigener Kraft und mit Fleiß schließlich geschafft, die Unterkunft zu bauen und sind sehr stolz darauf. Ihr gebrochenes, aber gut verständliches Englisch, hat sie sich selbst beigebracht. Vor allem durch den Kontakt mit den Touristen. Hut ab kann man da nur sagen! Da kommt man sich selbst doch immer wieder ziemlich privilegiert vor im Vergleich.

Wir entspannen danach einige Zeit in der Cabana und genießen bei einem Tee und mitgebrachten Keksen den Ausblick. Dabei entdecken wir am Schilfrand ein fotogenes Graukopf-Purpurhuhn (Gray-headed Swamphen).

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Dann heißt es die Kamera wieder einpacken. Brian ist schon überpünktlich und wartet am Auto auf uns. Er ist selbst zwischenzeitlich im See baden gegangen und wir sehen ihn zum ersten Mal ganz leger in kurzen Shorts. Die Bäume am Seeufer, wo sich die bekannte Flughundkolonie befindet, sind in ca. 10 Minuten Fahrt erreicht. Wir sind dort nicht die einzigen Touristen. Auch ein paar andere Guides haben ihre Kundschaft hier schon abgesetzt und warten darauf, dass es losgeht. Es verteilt sich aber ziemlich gut, denn die Flughunde hängen in großer Zahl in mehreren auseinanderliegenden Bäumen. Noch regt sich nicht viel. Leises Schnattern dann und wann. Vom Baum herabhängend dreht und wendet man sich eng umschlungen von seinen eigenen Flügeln, wie in einem Schlafsack und ist offensichtlich noch nicht richtig munter. Und erst recht nicht geneigt, jetzt schon loszufliegen. Wir müssen noch eine ganze Weile warten und nutzen dies für Fotos, bevor es zu dunkel wird.

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Erfreulicherweise gibt es dabei auch noch andere Vögel zu entdecken. Die Graupelikane (Spot-billed Pelicans) hoch oben im Baum sind eine Erstsichtung für mich.

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Und auch etwas zerrupft aussehende Silberreiher (Great Egret) haben es sich in den Bäumen gemütlich gemacht.

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Dann geht es nach längerer Zeit des Ausharrens endlich los. Erst fliegen nur ein paar wenige Flughunde ab. Mit fortschreitender Dämmerung werden es aber immer mehr kleine Flattermänner, die uns krächzend und schnatternd über die Köpfe fliegen. Ein beeindruckendes Erlebnis! Ganz besonders auch für Sven, der dies noch nie zuvor gesehen hatte. Nur leider nicht so recht fototauglich.

Zurück in der Lake Face Cabana steht schon bald das Abendessen für uns bereit. Für Sven leckere Gemüse-Currys und für mich sicherheitshalber nochmal Schonkost mit Kartoffeln, Reis und Möhren. Da es mir aber inzwischen magentechnisch wieder bestens geht, wird ab morgen wieder ganz normal geschlemmt, wie ich beschließe. Wir hüpfen im Baumhaus schnell unters Moskitonetz, denn wir hören schon die Mücken im halboffenen Zimmer surren. Hier am See gibt es leider so einige davon…
Morgen früh geht es weiter zu einer Station, auf die ich mich besonders freue. Meine Lieblingsunterkunft der letzten Reise: das Rainforest Nest am Sinharaja Rainforest. Und kleiner Spoiler: Sichtungstechnisch gibt es - auch für mich als Zweitbesucher - noch einige unerwartete Überraschungen. 😎
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zuletzt bearbeitet 16. Okt. 2025
8’823 Beiträge · seit 201016. Okt. 2025 ·
Guten Morgen Tina,

kein Wunder hab ich so unruhig geschlafen 😣 , bestimmt hab ich dich so zwischen 2 und halb 3 Uhr bis hierher tippen gehört 🤩 🙄 .

Aber schön, dass es hier weitergeht 😉 , und dass mich dieser Kerl am frühen Morgen so niedlich angesehen hat 😘 :

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Bei deinem Reiher bin ich ein bisschen ins Grübeln gekommen. Wegen einer Sichtung auf meiner letzten Reise habe ich mich ausführlich mit den Schnabelfärbungen beschäftigt und dieses Türkisblaugrün hat eigentlich der Great Egret (Silberreiher) im Prachtkleid. Das - wie du es nennst 🤪 - "zerrupfte" Aussehen ist dann übrigens normal.

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Die Füße kann man auf dem Foto nicht erkennen (oder ich zumindest nicht), aber ich denke, wenn sie gelb wären (wie beim Seidenreiher) würde diese Farbe vielleicht doch ein bisschen zu erkennen sein.

Das sind aber alles Spekulationen - vielleicht liege ich auch komplett falsch!

Ich freu mich aufs nächste Kapitel - liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 16. Okt. 2025
Themenstarter805 Beiträge · seit 200716. Okt. 2025 ·
Champagner schrieb:Guten Morgen Tina,
kein Wunder hab ich so unruhig geschlafen 😣 , bestimmt hab ich dich so zwischen 2 und halb 3 Uhr bis hierher tippen gehört 🤩 🙄 .
Liebe Bele, na dann wird es das wohl gewesen sein. 😄 So langsam muss ich hier ja mal wieder etwas zu Potte kommen. 😗 Und wo hat man viel Zeit: nachts. 😉 Freut mich auf jeden Fall, dass Du noch dabei bist. 🙂

Bei Deinem Reiherkommentar musste ich schmunzeln. Reiher scheinen echt nicht mein Fachgebiet zu sein, denn da liege ich fast zu hundert Prozent falsch mit. 🤪 😄 Du wirst da völlig Recht haben und die Gründe klingen einleuchtend. So sehr, dass ich das direkt mal oben ändern werde. Nicht, dass der Matthias als Experte das auch noch merkt. 😉 Besten Dank auf jeden Fall für die Erklärungen! Ich bin bei den Biestern immer recht unsicher und habe das Bild einfach in der Merlin-App hochgeladen und die hat Seidenreiher ausgespuckt. Aber die App irrt sich halt auch ab und zu mal.

Aber nun gibt´s auch keine Reiher mehr zu sehen hier, sondern ab nächste Woche einige endemische Vögel aus dem Sinharaja Rainforest.

Liebes Grüßle von Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
8’080 Beiträge · seit 200816. Okt. 2025 ·
Hallo Tina,

Das Bild mit dem einen Flughund finde ich echt klasse. 😎

Da habt ihr echt gute Gesellschaft gehabt. 🤪

Gute Nacht wünscht
Annick
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Themenstarter805 Beiträge · seit 200717. Okt. 2025 ·
Hallo Annick,

ich freue mich, dass Du noch mitliest. 🙂
Und danke für das Fotolob! Die Flughunde sind echt knuffig (wenn sie mal so nett sind, zu schauen und sich gerade nicht in ihre Flügel einmummeln und wegdrehen wie 99 % der anderen 😉 ).

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2025
254 Beiträge · seit 202117. Okt. 2025 ·
Hallo Tina, schön, dass es weiter geht.
Flughunde haben wir im botanischen Garten in Kandy gesehen, gehört und gerochen.
Leider aber sehr hoch in den Bäumen. Sie sehen echt putzig aus und Eure Unterkunft auf Stelzen mit dem tollen Blick würde mir auch gefallen.
Jetzt bin ich gespannt, wie es Euch im Rainforest Nest ergeht.
Liebe Grüße Kirsten
Themenstarter805 Beiträge · seit 200720. Okt. 2025 ·
Liebe Kirsten,
schön von Dir zu lesen und dass Du weiter dabei bist! Unterkunftstechnisch haben wir wohl einen ziemlich ähnlichen Geschmack.😊
Mit den Rainforest Nest geht es im Laufe der Woche voraussichtlich weiter. Saman hat als Guide wieder alles gegeben. Ihr habt es ja auch erlebt, wie engagiert er ist. Wir waren jedenfalls beide total begeistert, was er alles entdeckt hat.
Liebe Grüße und schönen Abend, Tina
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Themenstarter805 Beiträge · seit 200726. Okt. 2025 ·
02.03.2025 – Endlich wieder im Rainforest Nest

Heute früh genießen wir von unserer Behausung auf Stelzen diesen traumhaften Ausblick auf den See.

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Schade fast, dass es schon weiter geht. Aber erstmal tischt uns Dilushika noch ein leckeres Frühstück mit Omelette, Egghoppers, Toast und vielen frischen Früchten auf. Die tägliche Vitaminportion in Form von köstlich süßer Ananas, Bananen & Papaya hatte mir in der kleinen magenbedingten Zwangspause schon richtig gefehlt.

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Wir verabschieden uns von der netten Familie. Dilushika´s Mann hatten wir zwischenzeitlich beim Frühstück auch kennengelernt. Brian ist wie immer überpünktlich und wartet schon im Auto auf uns.
Beim Tragen der Koffer über das Grundstück erschrecken wir etwas, als uns dieser etwas unförmige Geselle dicht über den Weg läuft.

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Dem Bindenwaran fehlt der größte Teil des Schwanzes, aber auch so ist er schon ziemlich groß und respekteinflößend. Auch die beiden kleinen Töchter von Dilushika halten gebührenden Abstand.

Wir haben heute ca. 120 Kilometer Strecke vor uns. Die Tour ist mit etwas mehr als drei Stunden angegeben bei Google Maps. Durch die im gebirgigen letzten Drittel besonders kurvenreiche Strecke brauchen wir allerdings länger und sind heilfroh, als wir endlich im Rainforest Nest ankommen. Dies war unsere letzte Tour mit Brian und um ehrlich zu sein, sind wir ziemlich erleichtert darüber, dass wir unseren schweigsamen, unterkühlten Fahrer nun wieder los. Im Vergleich zu den vielen anderen herzlichen und offenen Sri-Lankern den wir sonst begegnet sind, war er damit wirklich die große Ausnahme. Auch auf einer ansonsten so traumhaften Reise wie dieser, kann halt nicht alles perfekt sein. Brian fährt direkt zurück nach Negombo und ich freue mich sehr, nun endlich Saman und Umesha, meine Lieblingsgastgeber vom letzten Jahr im Rainforest Nest wieder zu sehen.
Wir waren das ganze Jahr über per Whatsapp in Kontakt geblieben. Die beiden sind besonders herzliche Menschen und es ist eine Freude zu sehen, dass alles so gut läuft mit ihrer Unterkunft. Sie haben sogar angebaut und nun ganz neu oberhalb ihres eigenen Hauses ein drittes, großes Familienzimmer mit zwei Schlafräumen und Klimaanlage. Alles sehr modern und schick. Umesha bietet uns direkt an, das neue Zimmer anstatt des gebuchten Bungalows zu nehmen. Wir besichtigen das Zimmer, entscheiden uns dann aber doch den kleineren, rustikalen Bungalow hier zu nehmen.

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Die unverstellte Sicht von der Bungalowterrasse auf die Reisfelder und den Regenwald ist einfach zu schön.

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Vom neuen Zimmer aus ist man da einfach nicht so dicht dran. Und vor allem sieht man auch nicht auf den direkt vor den beiden Bungalows liegenden Tümpel, wo ab und zu Vögel aufkreuzen. Die darf ich doch auf keinen Fall verpassen. 😎 Kein Problem für Umesha zum Glück. Wir erhalten erstmal einen köstlichen, selbstgemachten Eistee mit Minze. Für Saman haben wir eine gute Stirnlampe mitgebracht, die er sich für seine Nachttouren im Regenwald gewünscht hat. Er freut sich riesig darüber, dass wir daran gedacht haben. Dafür erhalten wir die Regenwaldtour und eine Übernachtung geschenkt. So passt es gut für alle.

Wir schlürfen erstmal unseren Eistee auf der Bungalowterrasse und entspannen uns von der langen Fahrt. Rechts an der Terrasse ist direkt ein großer Jackfruitbaum mit reifen Früchten.

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Und auch ein anderer Baum daneben ragt fast auf die Terrasse. Sehr praktisch, denn so können wir bestens das kleine indische Palmenhörnchen beobachten, dass sich über die vertrockneten Früchte an den Ästen hermacht. Es sieht schon sehr putzig aus und lässt sich vor allem gar nicht stören beim genüsslichen Futtern. So kommt direkt die Kamera zum Einsatz.

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Und dann fängt es leider auch schon an zu regnen. Regenwald halt. Hier regnet es besonders oft und ausgiebig am Nachmittag. Den geplanten Spaziergang verschieben wir auf einen anderen Tag. Stattdessen beobachten wir bei Keksen und Tee am späten Nachmittag, was sich vor unserer Terrasse abspielt.

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Wie auch im letzten Jahr sind einige Braunlieste (White-throated Kingfisher) zu sehen. Der am nahen Tümpel sieht schon ziemlich durchgeweicht aus. Da freut man sich selbst im Trockenen zu sitzen.

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Und es scheint heute Bindenwaran-Tag zu sein. Wir entdecken etwas später einen schwimmend im Tümpel vorm Bungalow. Diesmal ein Vollständiger mitsamt Schwanz. Wie riesig diese Echsen sind. Dem anderen großen Waran heuten Morgen fehlte damit mehr als die Hälfte seiner Körpergröße…

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Schon etwas gruselig den zischelnden Waran mit der langen, gespaltenen Zunge zu sehen. Lieber kein Baden im Tümpel heute. 😉

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Auf dem Weg zum Abendessen gibt es noch eine tierische Begegnung in Form einer Graukappen-Glanztaube (Emerald Dove).

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Gar nicht so schlecht für den ersten Tag ohne wirkliche Bewegung. Und morgen früh geht es bei hoffentlich besserem Wetter mit Saman auf die erste Regenwaldtour. Zwei junge Männer aus Berlin, die im Bungalow nebenan wohnen, werden uns begleiten.

Umesha verwöhnt uns heute Abend mit ihren leckeren sri-lankischen Curries. Wir verbringen noch einen netten, gemeinsamen Abend und freuen uns einfach nur, dass wir uns wieder sehen konnten.

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zuletzt bearbeitet 29. Okt. 2025
1’747 Beiträge · seit 201626. Okt. 2025 ·
Hi Tina,

wie schön, dass es hier weitergeht! Ich bin besonders gespannt auf Sinharaja. Puh, das Fotografieren dort war eine Herausforderung. Ging auch ziemlich oft daneben. Von einem meiner drei Blutegel-Bisse habe ich leider auch gut vier Wochen später was, er will einfach nicht verschwinden.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
Betti
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Themenstarter805 Beiträge · seit 200726. Okt. 2025 ·
Hallo Betti,

danke für Deinen Kommentar. 🙂 Ja stimmt, das Fotografieren war - genau wie im Regenwald in Costa Rica - schon ziemlich herausfordernd und es war Geduld gefragt. Oha, drei Blutegelbisse sind schon heftig! Hattet ihr denn keine Blutegelsocken bekommen oder wart ihr zum Fotografieren einfach so tief im Unterholz unterwegs? Ich hatte diesmal einen Biss erwischt und die entstandene Beule hat noch etwa zwei Wochen ziemlich gejuckt. Hoffe, bei Dir wird es bald besser! Mich würde ansonsten noch interessieren, ob ihr auch in der Nähe von Deniyaya gewohnt habt und vom Pitadeniya Eingang die Touren unternommen habt oder von woanders aus? Man kann ja z.B. auch vom Norden in den Sinharaja Rainforest starten.

Liebe Grüße und Dir auch einen schönen Sonntag,
Tina
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254 Beiträge · seit 202128. Okt. 2025 ·
Hallo Tina, wie schön vom Rainforest Nest zu lesen. Das war ein super Tip von Dir und die 3 Tage mit ihren fußläufigen Erkundungen einer der Highlights unserer Tour.
Ich bin gespannt, was ihr auf Eurer Nachtsafari entdeckt habt.
Liebe Grüße Kirsten
Themenstarter805 Beiträge · seit 200729. Okt. 2025 ·
Liebe Kirsten,

es freut mich sehr zu lesen, dass Euch der Tipp mit dem Rainforest Nest so gut gefallen hat. 🙂
Die Wanderungen im Regenwald zählten für mich auch zu den Highlights der Tour. Das kann ich bestens verstehen. Spätestens nächste Woche folgt die Auflösung, was wir auf der Nachtsafari erleben durften.

Liebe Grüße
Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 30. Okt. 2025
Themenstarter805 Beiträge · seit 200729. Okt. 2025 ·
03.03.2025 – Halbtagstour im Sinharaja Rainforest

Nachdem es die halbe Nacht geregnet hat, ist es am Morgen zum Glück wieder trocken. Perfekt, so können wir nach dem Frühstück starten zur geplanten Regenwaldtour. Natürlich versorgt uns Saman wieder mit den praktischen, bis an die Knie reichenden Egelsocken. Auf diese Biester würde ich nach der Beiß-Erfahrung im letzten Jahr doch sehr gerne verzichten. Mit dem Tuk-Tuk geht es ein wenig beengt zu fünft los zum Pitadeniya Parkeingang.

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Dieser Anblick kommt mir doch sehr bekannt vor…und auch das Prozedere zu Anfang mit dem Abreiben der Schuhe mit Salz durch Saman. Das mögen die Blutegel gar nicht und so hält man sie sich am besten vom Leibe. Bestens gelaunt und voll gespannter Erwartung, was uns wohl diesmal begegnen mag, geht es in den Regenwald hinein. Mein absoluter Wunschvogel wäre der im Sinharaja Forest endemische Schmuckkitta (Sri Lanka Blue Magpie), der auch auf dem Eingangsschild abgebildet ist. Beim letzten Urlaub hatte ich damit kein Glück gehabt. Aber nun freue ich mich als Regenwaldfan erst einmal wieder hier unterwegs zu sein und über die herrliche Natur.

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Saman findet mit seinem gut geschulten Auge schon bald das erste Kleingetier für uns. Unter anderem eine Sri Lanka Känguru-Eidechse. Sie heißt so wegen ihrer hüpfenden Fortbewegungsart auf den langen Hinterbeinen.

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Weiter geht es mit auffälligen Insekten und Fröschen…

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Und natürlich darf auch – wie im letzten Jahr – die farbenprächtige Buckelnasenechse sowie ein Tausendfüßler nicht fehlen. Mit Letzterem haben wir Hautkontakt, was sich erneut gut anfühlt mit den vielen, zarten Beinchen.

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Gerade die Reptilien-Vielfalt ist hier im Regenwald beeindruckend. Saman zeigt uns eine weitere Echse sowie eine größere Schlange am Baum.

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Doch auch Primaten und Nagetiere gibt es hier in Sinharaja. Im Laufe der Wanderung sichten wir erst einen Hutmakaken…

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…und kurz danach zur großen Freude aller, das Sri Lanka-Riesenhörnchen. Mitten im Wald hätte ich es gar nicht erwartet. Letztes Mal ließ es sich nur im offenen Bereich an den Bäumen vorm Parkeingang blicken. Vor allem ist es fototechnisch recht kooperativ diesmal und lässt sich von uns nicht stören.

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Das Hörnchen bietet sogar noch eine kleine akrobatische Show, als es sich - im wahrsten Sinne des Wortes - auf einmal so richtig hängen lässt. Und diese Position gar nicht wieder verlassen will. Da staunen wir nicht schlecht.

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Nach diesem ersten Highlight erreichen wir bald die Brücke über den Fluss. Von hier genießen wir eine Weile den weiten Ausblick ins Grüne. Auf der anderen Seite liegt der Rastplatz.

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Wir sind nun schon einige Zeit gelaufen und bei der schwülen Wärme ganz froh, nun Pause zu machen. Aber erstmal müssen wir noch diese hübsche Sägerückenagame mit dem roten Kopf bewundern, die sich uns von der Brücke aus, wie ein Fotomodell präsentiert.

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Eine Neusichtung für mich hier in Sinharaja. Es ist ansonsten angenehm wenig los im Picknickbereich. Zwei kleinere Touristen-Gruppen in der Größe etwa wie unsere, brechen nach kurzer Zeit schon wieder auf. Evtl. sind sie schon früher losgegangen heute früh. Auch unterwegs waren wir – bis auf eine Begegnung – allein unterwegs gewesen. So haben wir nun den ganzen Rastplatz für uns. Und das lohnt sich heute. Saman erkundet - während wir noch Umesha´s kleine Kuchen futtern – die Umgebung. Und ruft mich plötzlich ganz aufgeregt, da er weiß, dass ich mich für Vögel besonders interessiere. Er hat den in Sri Lanka endemischen Ceylonkuckuck (Green-billed Coucal) entdeckt! Er sitzt etwas entfernt im Unterholz. Laut Saman eine seltene Sichtung.

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WOW, wie toll ist das denn! Ich schnappe mir die Kamera und schleiche Saman vorsichtig hinterher. Wir haben Glück und der Ceylonkuckuck bleibt und lässt sich sogar gut ablichten. Saman freut sich mit. Er ist schön, zu sehen, wie motiviert er ist, für seine Gäste immer etwas Besonderes zu finden.

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Und das ist noch nicht alles. Im hinteren Bereich, wo unsere Gruppe sitzt, lässt sich auch noch ein anderer für mich neuer Vogel nicht stören und futtert seelenruhig Beeren. Es ist ein Indien Rotschnabel-Bülbül (Square-tailed Bulbul).

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Dann zeigt uns Saman auf dem Rastplatz noch eine recht gruselig aussehende Spinne. Die „Totenkopfspinne“ wird erst gut sicht- und fotografierbar, als er ein dunkles Blatt dahinter hält.

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Und Leute mit Arachnophobie jetzt besser über das nächste Bild wegscrollen. 😉 Es kommt noch eine ganze Nummer größer. Wieder unterwegs sichten wir am Baum eine haarige, etwa handgroße Tarantel. Spinnen und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr werden. Aber immerhin findet die Sichtung in der freien Natur statt, wo wir uns weiträumig aus dem Weg gehen können und wir finden sie nicht in unserem Zimmer. Schon beim Gedanken daran läuft mir ein Schauder über den Rücken. Ein Foto habe ich aber noch geschafft. 😎

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Wir laufen nun in Richtung des Wasserfalls, wo ich letztes Jahr schon schwimmen war. Es kommen uns die beiden Gruppen entgegen, die früher als wir vom Rastplatz aufgebrochen sind. Sie waren schon baden. Da es etwas nach Regen aussieht, sind sie nun auf dem Rückweg. Saman fragt, ob wir das Risiko, evtl. in den Regen zu kommen, eingehen möchten. Seiner Meinung nach wird es damit noch dauern. Die beiden Berliner und wir überlegen nicht lange. Wir möchten alle unbedingt noch baden gehen. Nass werden wir dort sowieso.

Auf dem Weg traue ich meinen Ohren kaum, als Saman sagt, dass er den Sri Lanka Blue Magpie zwitschern gehört hat. Er wird versuchen, ihn für mich zu finden. Ich bin schon so absolut zufrieden mit der heutigen Tour und nun auch noch das. So recht kann ich es noch nicht glauben. Das war schließlich mein Wunschvogel des gesamten Urlaubs. Aber Saman ist einfach der Beste und nicht zu stoppen, wenn er etwas gehört hat. Natürlich macht er den Schmuckkitta ausfindig. 🤩 Auch indem er sein Zwitschern perfekt imitiert. Der Vogel bleibt irritiert stehen. Und so kann ich ihn ablichten. Wenn auch nur von hinten bzw. mit Schulterblick.

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Selig geht es nun weiter auf dem felsigen Weg zum Wasserfall. Wie es sich für den perfekten Tag gehört, sind wir kleine Gruppe diesmal die einzigen Touristen dort und haben den schönen Platz ganz für uns. OK, den Hund auf dem Felsen nicht mitgezählt.

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Sven und ich genießen das Bad unterm Wasserfall in vollen Zügen. Solche natürlichen Gewässer sind doch besser als jeder Pool. Wir bleiben noch einige Zeit und laufen dann entspannt zurück. Die ein oder andere Echse, die wir unterwegs noch sehen, lassen wir nun links liegen. Mit der heutigen Ausbeute sind alle sehr zufrieden und unser Dank gilt Saman, der länger als die anderen Guides geblieben ist, um uns heute so viel zeigen zu können.

Aber der Tag ist ja noch nicht zu ende. Es folgt noch eine Nachtsafari mit ihm heute nach dem Abendessen. Saman wird dann erstmalig die mitgebrachte Stirnlampe nutzen. Wir sind schon sehr gespannt, was der nächtliche Regenwald an Geheimnissen bietet.
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zuletzt bearbeitet 29. Okt. 2025
914 Beiträge · seit 201529. Okt. 2025 ·
Toll, dass du dein Vögelchen gefunden hast.
Das ist immer ein Highlight wenn es klappt.
Ich mag besonders die Sägerückenagame und vor allem die niedliche Känguru Echse.
Die erinnert mich an den lustigen crazy Frog - habe ich direkt mal gegoogelt.

LG yvy
https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/uganda-2025-gorillas-im-nebel/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/madagaskar-2024-nosy-be/ https://www.yp-travel-photography.de/nord-und-mittelamerika/costa-rica-2024-pura-vida-2/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/seychellen-2023-zur%C3%BCck-im-paradies/ https://www.yp-travel-photography.de/nordamerika/costa-rica-2022-pura-vida/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/tanzania-2022-safari-in-der-serengeti-und-sansibar/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2019-der-tierreiche-norden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2015-der-trockene-s%C3%BCden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/sansibar-2019-hakuna-matata-auf-der-gew%C3%BCrzinsel/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/mauritius-2017-trauminsel-im-indischen-ocean/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2018-19-jahreswechsel-an-der-gardenroute-2/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2016-in-style/
Themenstarter805 Beiträge · seit 200730. Okt. 2025 ·
Danke liebe Ivy! Ja genau, das Wunschtier - oder wie hier den Wunschvogel - des Urlaubs zu sehen, ist schon ein besonderer Grund zur Freude. Was man sich schon zu Hause erträumt hat , wird endlich wahr. 🙂 Aber so wie Du mag ich auch die kleineren Tierchen. Davon gab es im Sinharaja Rainforest eine ganze Menge.

Heute schaffe ich leider nichts mehr einzustellen. Mehr als eine Nachschicht pro Woche schaffe ich nicht. 😉 Es geht schnellstmöglich weiter.

Liebe Grüße Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 30. Okt. 2025