Ecuador - Nebelwald, Regenwald, Galapagos, Quito

Reisebericht 53 Antworten · 6’038 Aufrufe · gestartet 29. Jan. 2024 von JP K
Themenstarter389 Beiträge · seit 202102. Apr. 2024 ·
@Elisabeth: die Lava war schon steinhart, da haben es Pflanzen schwer. Evtl dauert es auch so lange wg der Insellage, da ja über die 1.000km Meer kein Staub und kein Sand herangeweht kommt. Bis zum Chico sind wir gelaufen.

@Sabine: danke 🙂 ja, inzwischen haben wir bei solchen Reisen den Fokus auf Tierwelt, daher so viele Bilder von der Fauna. Menschen haben wir natürlich auch getroffen, aber da sitzt die Kamera nicht so locker 😄
3’883 Beiträge · seit 201103. Apr. 2024 ·
Diesen Froschkönig küsst die tapferste Prinzessin trotz seiner Krone nicht mehr 🤢 ! Entweder hat er Grünspan oder Moos angesetzt.
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😄 freshy 😄
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Themenstarter389 Beiträge · seit 202105. Apr. 2024 ·
Galapagos – Isabela 3. Fortsetzung

Schnorchel-Ausflug. Abholung morgens vom Hotel hat reibungslos und pünktlich funktioniert. Die See ist rau, für das kleine Boot sind die Wellen recht hoch. Wir werden heftig durchgeschüttelt, gut das wir wieder eine Reisetablette genommen haben. Nass werden wir auch, aber nur untenrum, da wir Öljacken ausgehändigt bekommen, die wir unter der Schwimmweste anziehen. Die Überfahrt entlang der Küste zum Ziel, den Lavatubes, dauert etwa eine Stunde. Wir machen an einem kleinen Felsen inmitten des riesigen Ozeans halt, umkreisen ihn einmal und fahren weiter. Warum? Es hocken ein paar Blausfusstölpel und ein Fregattvogel auf dem Fels. Das hätten wir uns auch sparen können, die Vögel gibt’s haufenweise an zugänglicheren Punkten der Inseln.
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Zuerst geht’s aber nicht zum Schnorcheln, sondern zum Bootsanlegen, um nochmals Blaufusstölpel und die grossen Lavatubes aus der Nähe zu besichtigen. Die Lavatubes haben an dieser Stelle der Küste die Vulkanlava ins Meer fliessen lassen. Draussen toben die Wellen, in dem Lava-Wirrwarr ist man vor der rauen See geschützt.
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Jeder Schnorchel-Ausflug besteht aus zwei Teilen, einmal das Schnorcheln und zum anderen aus Naturbeobachtung, das ist daher eine gute Mischung über die 8 Tage auf Galapagos.

Ein einsamer Pinguin wacht am Eingang zu den Lavatubes, als wenn er zur Bespassung der Touristen hier aufgestellt wurde. So einsam war er aber nicht, ein zweiter Punguin lag auf Lavagestein in einigem Abstand. Dies waren die einzigen Pinguine, die wir auf Galapagos zu Gesicht bekamen.
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Nach ein paar Fotos, die der Guide von jedem einzelnen Teilnehmer gemacht hatte und die ich Euch ersparen werde, gings dann zum Schnorcheln. Wieder raus in die hohen Wellen, aber nach 10 Minuten Fahrt zurück an eine andere Stelle in den Tubes. Highlights sind Schwarzspitzenriffhaie, Karettschildkröten, Rochen, Seepferdchen.
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Ansonsten ist das Wasser recht trübe. Im Vergleich zu Kickers Rock war dieses Mal Schnorcheln eher zahm, da das Wasser flach war und die Tubes recht einengend im Gegensatz zu den Weiten des Meeres um den Kicker Rock. Der Ausflug war ganztägig bis ca. 16 Uhr, die rauhe See war nervend, aber gehört nun mal zu Galapagos dazu.
Wieder hinter dem Hotel an der Lagune
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Noch zwei Meerechsen-Bilder, unterbelichtet bis der Hintergrund verschwindet.
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Unterredung unter 8 Augen
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Zwei Stunden am Strand vor unserem Hotel. Pelikane patroullieren am Strand und halten nach Fischschwärmen Ausschau. Erspähen sie Fisch, stürzen sie sich kopfüber in die Fluten und versuchen die Fische zu fangen.
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Sie sind nicht alleine. Die Blaufusstölpel stehen ihnen in nichts nach. Leider wurden meine Tölpel-Bilder nicht scharf, daher nur ein waagerechtes Flugfoto.
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Fregattvögel durften dabei nicht fehlen, diese wollen die von Pelikanen und Tölpeln gefangenen Fische schmarotzen und jagen die Jäger. Allerdings habe ich kein einziges Mal sehen können, dass ein Fregattvogel dabei erfolgreich war, ich glaub die Fische werden sofort beim Fang runtergeschluckt, um den Fregattvögeln keinen Angriffsgrund zu bieten.

Dieser Pelikan hat sich im Flug in dem Moment geschüttelt, als ich ihn anvisierte, daher sieht seine Flugtechnik auf dem Bild etwas unbeholfen aus.
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Da ich zwei stehende Pelikane von einem bestimmten Punkt aus fotografieren wollte, der von Brandungswellen umspült wurde, hatte ich meine Schuhe ausgezogen und war barfuss unterwegs. Ich stand auf einem Lavastein am Strand und verlor die Balance, so dass ich unbeholfen Halt suchte, um die Kamera trocken zu halten. Leider bin ich dabei heftig auf einem scharfkantigen Lavastein aufgekommen, der meine Ferse tief einschnitt. Das hatte ich allerdings erst bemerkt, als ich zurück im Hotel war. Die Folge dieser Verletzung war, dass ich bei den verbleibenden beiden Schnorcheltouren auf dem Boot bleiben musste, denn Meerwasser enthält viel Zeugs, das offene Wunden entzünden kann. Glücklicherweise ist alles wieder gut verheilt, es hat aber bis zum Ende der Reise gedauert, bis sich die Wunde wieder schloss.
zuletzt bearbeitet 05. Apr. 2024
Themenstarter389 Beiträge · seit 202108. Apr. 2024 ·
Galapagos – Santa Cruz

Die Überfahrt von Isabela nach Santa Cruz mit dem Boot war wirklich die Hölle. Wir hatten Reisetabletten genommen, aber um uns herum wurden die Tüten reihenweise gefüllt. Es waren über 2 Stunden ein Ritt über die Wellenkämme, ein Stoßen in die Wellentäler hinein und ein Aufbäumen des Bootes gegen die Naturgewalten. Für mich ein Wunder, was das Material alles auszuhalten vermag. Mich hätte nicht überrascht, wenn unser Boot an einer Welle irgendwann zerschollen wäre. Leute mit Rückenproblemen empfehle ich dringend zu Schmerztabletten. Ich bin froh, dass wir für den Transfer San Cristobal nach Isabela das Flugzeug genommen hatten, denn das wären 4 Stunden Bootsüberfahrt gewesen. Es war ein kleines Schnellboot, vorne geschlossen, hinten offen, mit etwa 40 bis 50 Sitzen, alle in Fahrtrichtung in Reihen ausgerichtet mit Mittelgang, wie in einem Flugzeug. Zu anderen Jahreszeiten soll die See ruhiger sein, und wir hatten wohl ein Extrem erwischt, weil in der Nacht vorher ein Gewitter tobte und die See aufgewühlt war.

Auf Santa Cruz angekommen, erwartete uns herrliches Wetter und im Hafen war vom rauhen Seegang nichts mehr zu spüren.
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Nach dem Einchecken in unser Hotel in Puerto Ayora, dem größten Ort auf den Galapagos-Inseln mit wohl 13.000 Einwohnern, sind wir etwas durch die Strassen herumgelaufen und haben natürlich auch den Fischmarkt entdeckt. Es ist eher ein kleines Fischgeschäft unter freiem Himmel, direkt an der Wasserkante mit Seelöwe und Pelikan als Resteverwerter.
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Auch am Hafen waren die Pelikane auf der Lauer, um Tuna-Reste zu stibitzen.
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Nachmittags stand ein Ausflug mit Schnorcheln bei Tortuga Bay auf dem Programm. Ich habe auf das Schnorcheln verzichtet wegen meiner frischen Wunde an der Ferse.
Ani überall
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Zurück im Hafen am Bootsanleger
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Ich dachte ich kühle mich abends vor dem Heia-Machen im Hotelpool ab, aber es schwammen schon die Insekten drin, die in Schwärmen durch das Licht angezogen wurden.
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Am nächsten Tag ein weiterer Ausflug, einerseits Schnorcheln (ohne mich), andererseits Besuch der südlichen Isla Plaza. Dazu sind wir mit dem Bus einmal über die Insel nach Norden gefahren worden, an der Bootsanlegestelle, die auch zum Flughafen auf der Insel Baltra führt, wartete eine geräumige Motoryacht auf unsere Ausflugsgruppe. Die Boote und Yachten, die die Touristen aufnehmen sollen, liegen ein paar Meter entfernt vom Anleger, übergesetzt wird die kurze Strecke mit Schlauchbooten.
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Isla Plaza Süd, ist ein kleines unbewohntes Eiland ein paar hundert Meter vor der Ostküste von Santa Cruz mit vielen Gabelschwanzmöwen (swallow-tailed gull) und einer Überbevölkerung an testosteron-geschwängerten Landleguanen. Gabelschwanzmöwen sind Nachtjäger, die sich tagsüber schlafend auf der Insel aufhalten, wenn sie nicht gerade für Nachwuchs sorgen.
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Landleguane sind nicht zimperlich, wenn es darum geht, die Gunst des weiblichen Geschlechts zu erobern. Hier sind zwei Männer in gelb, die sich ganz schön aufplustern, sich zuerst versuchen zu ignorieren, dann sich anfänglich belauern und umkreisen. Die umworbene Dame hält sich zwar vornehm zurück (hier im dunklen Kleid), heizt die beiden aber an durch den Ausstoß weiblicher Duftstoffe. Es kommt zum Kampf der beiden Muskelprotze, bis das Blut spritzt. Wir haben dem Schauspiel etwa 30 Minuten beigewohnt, leider drängte die Zeit uns weiter, so dass ich nicht berichten kann, wie es ausging. Jedenfalls ist es unter Leguanen üblich, dass der Sieger des Kampfes hinterher mit der Dame ein Schäferstündchen abhält.
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Diese Seelöwen-Mutter ist dabei, ihrem Nachwuchs eine Schwimmstunde zu erteilen. Sie ruft ihr Kind zum Wasser, dieses möchte aber lieber noch an Land spielen und quängelt unmotiviert rum.
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Tropicbird
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An dieser Stelle sind die Felsen ganz glatt. Dies kommt daher laut Guide, weil seit Jahrhunderten dieser Weg von Seelöwen genutzt wird, die dort rüberrutschen.
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Gabelschwanzmöwe
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Diesen Inselausflug fand ich überaus sehenswert, kann ich nur jedem weiterempfehlen. Auf dem Rückweg mit dem Bus bat ich darum, im Hochland der Insel abgesetzt zu werden. Schon auf dem Hinweg morgens hatten wir auf den Feldern neben der Strasse Riesenschildkröten auf den Feldern gesehen.
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Das sind schon Riesenkollosse, kommt man ihnen näher, ziehen sie ihren Kopf ein. Zurückgekommen nach Puerto Ayora bin ich mit einem der regelmäßig vorbei fahrenden öffentlichen Bussen, kostete mich 1 Dollar.
zuletzt bearbeitet 08. Apr. 2024
Themenstarter389 Beiträge · seit 202109. Apr. 2024 ·
Galapagos – Santa Cruz Fortsetzung

Am letzten Tag auf Santa Cruz ging es wieder zu einem Schnorchelausflug, gepaart mit einem Ausflug nach Seymour Norte, einer kleinen unbewohnten, 2 Quadratkilomer messenden Insel nördlich der Flughafeninsel Baltra. Hauptaugenmerk dieser Insel liegt auf den hier brütenden Fregattvögeln. Wir sind mit einem zweimastigen Segelschiff unterwegs, das allerdings heute nur mit Motor betrieben wird. Wir laufen an Bord auf echten Holzplanken, es ist sehr viel Platz für die Gruppe. Wir sind die einzigen Nicht-Amerikaner, die als zusammenhängende Reisegruppe unterwegs ist. Auf die Insel kommen wir, indem wir vom Segelboot auf ein kleineres Schlauchboot umsteigen, was wir im Schlepptau haben.
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Auf Seymour Norte kommt man diesen Vögeln recht nahe und man erkennt dann auch deren Größe. Das lässt sich ja nur erahnen, wenn sie teilweise mehrere hundert Meter über einem dahingleiten. Die Körperlänge erreicht teilweise über 1 Meter, die Flügelspannweite max. knapp 2,50 Meter. Endlich kann ich auch den männlichen Kehlsack aus der Nähe inspizieren.
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Bedenken habe ich wegen des spitzen Gestrüpps, in dem die Vögel hocken, da können auch mal Träume platzen… Tatsächlich habe ich einen Vogel mit punktiertem Kehlsack entdecken können, er war aber trotzdem aufgeblasen. Es scheint also Flickzeug zu geben.

Fregattvögel sind nicht die einzigen Tiere auf der Insel. Allerdings ist die Artenvielfalt nicht aufregend, Blaufusstölpel, Seelöwen, Leguane, Meerechsen begegnen einem hier wie auch fast überall sonstwo auf den Inseln.

Das einzige mal, dass ich eine kurze Balz des Blaufusses bemerkt hatte. Es war allerdings kein anderer Artgenosse in der Nähe – oder war ich die Zielperson?
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Blick hinüber zu einer der beiden Daphne-Inseln.
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Die Fregattfrau scheint vom Imponiergehabe des Fregattmannes überzeugt zu sein, sie lässt sich zu ihm nieder.
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Wir hatten leider nur etwa eine Stunde Landgang. Danach ging es zum Schnorcheln in dem geschützten Kanal zwischen Santa Cruz und Baltra. Heute war ich zum ersten Mal froh, dass mich meine Fersenwunde nicht zum Schnorcheln lies. Nicht nur, dass es wenig Interessantes unter Wasser zu sehen gab, sondern die gesamte Gruppe kam in Berührung mit den Tentakeln einer oder mehrerer Quallen, was bei allen zu brennenden Hautpusteln führte. Meine Frau war am stärksten davon betroffen, noch Monate später ist ihre Haut verfärbt. Das Schnorcheln wurde vorzeitig abgebrochen. Die Schiffscrew reichte Essig, was das Brennen linderte, aber sie hatte über mehrere Tage das Brennen auszuhalten.

Nach dem Schnorchelausflug gab es Essen. Ich kann mich nicht erinnern was es gab, aber es blieb bei mir hängen, dass es mir nicht schmeckte. Dafür gab es vorneweg etwas prickelndes, was uns als Champagner angekündigt wurde. Ich habe die Flasche nicht gesehen, kann daher - auch geschmacklich - nicht bestätigen, dass es sich um den König des Schaumweins handelte.
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Cool war das Schiff allemal.
Themenstarter389 Beiträge · seit 202110. Apr. 2024 ·
Hacienda Jimenita in der Nähe des Quito Flughafens

Hier nun der letzte Teil unserer Reise. Der Rückflug von Santa Cruz nach Quito war unspektakulär. Vom Flughafen wurden wir abgeholt und zu unserer letzten Station gebracht, der Hacienda Jimenita, ca. 20 Minuten Fahrt vom Flughafen entfernt. Wir hatten zwar nur Frühstück als Verpflegung vorgebucht, allerdings haben wir in den drei Tagen das Anwesen nicht einmal verlassen, so dass wir alle Mahlzeiten dort eingenommen haben und entsprechend zusätzlich gezahlt haben. Verpflegung war aber unspektakulär. Hier die Eindrücke vom ersten Abend.
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Die Hacienda hat einen großzügigen Gemeinschaftsraum, der zu unserer Zeit nur durch uns frequentiert wurde. Wir haben abends nach dem Abendessen uns in die Sessel gelümmelt und noch gelesen. Allerdings wurde es irgendwann zu kühl, auch wenn ein Kamin angezündet war, der Raum war einfach sehr gross, der Kamin drang nicht durch.


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Unser Zimmer war aber nicht im Haupthaus, dessen Räume hier abgebildet sind. Wir hatten ein Zimmer in einer entfernteren Hütte, wie sie zahlreich auf dem Gelände stehen. Zu unserer Zeit war noch eine US-Gruppe von ca. 10 Hobby-Ornitologen in der Hacienda, denn für ihre Vögel ist die Hacienda bekannt. Es hätte aber wohl locker eine zehnfache Anzahl an Gästen unterkommen können. Unser Zimmer war funktional eingerichtet, immerhin war es sehr gross. Der Warmwasserboiler musste bei uns repariert werden, da das Wasser am zweiten Tag nicht mehr warm wurde. Hinzu kamen noch die Power Outages, die das ganze Land betreffen und auch das Wasser kalt liessen, da der Boiler elektrisch betrieben wird.
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Allerdings waren die Vögel eigentlich auch das einzige an Wildlife auf der Hacienda, und so blieb uns nichts anderes übrig, als die nett angelegten Pfade des Anwesens mehrfach täglich abzuwandern. 150 Hektar soll das Gelände gross sein.
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Das Lama wurde zur Touristenbespassung an den Baum gebunden.

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Ich hatte die 3 Tage auf der Hacienda als Ausklang der Reise geplant in der Hoffnung, mehr als nur Vögel zu Gesicht zu bekommen. 2 Tage hätten es auch getan.
zuletzt bearbeitet 10. Apr. 2024
Themenstarter389 Beiträge · seit 202110. Apr. 2024 ·
hier eine Auswahl an Vogelbildern. An den Pfaden sowie am Haupthaus waren großzügig Feeder verteilt, die von den Vögeln angeflogen wurden. Allerdings waren die Vögel sehr scheu und sind davongeflogen, wenn man in die Nähe kam.
Sparkling Violet Ear
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Safran Fich
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kein Vogel - Lama
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Grassland Yellow Finch
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Southern Yellow Grossbeak
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Black-tailed Trainbearer
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Blue and yellow Tanager
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Blue and yellow Tanager
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Grey-browed Brushfinch
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Vermillion Flycatcher female
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White-winged bush finch
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Rufous-collared Sparrow
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Yellow-breasted Brushfinch
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Southern yellow Grossbeak
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White-winged bush finch
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Dieser Canyon heisst Condor Canyon, aber wir haben keinen Condor gesehen. Angeblich soll man hier Condore sehen können. Andere Greifvögel waren sichtbar, aber nicht nah genug, um ordentliche Fotos zu machen. Der äußerste Wanderpfad auf der Hacienda führt am Canyonrand entlang.
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Blue and yellow Tanager
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Grey-browed Brushfinch
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zuletzt bearbeitet 10. Apr. 2024
6’387 Beiträge · seit 201111. Apr. 2024 ·
Hoi JP
JP K schrieb:kein Vogel - Lama
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🙄 Unglaublich! 🙄
Ich hätte schwören können dass das ein Black-Earded White-Nose-Bird (Schwarzohriger Weissnasenvogel, ein entfernter Verwandter des Schwarz-Weiss-Storches) ist!!! 🤩
😉 😛 😄

Und noch ein kleines 'Danke' für zwischendurch.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter389 Beiträge · seit 202112. Apr. 2024 ·
Hallo picco, vielleicht hast Du recht - es gibt ja auch flugunfähige Vögel 😄
Themenstarter389 Beiträge · seit 202112. Apr. 2024 ·
Da unser Flug erst um ca. 16 Uhr ging, baten wir um einen Late Check-out, der uns problemlos gewährt wurde. Der Flughafentransfer von 20 Minuten sowie der anschliessende Flug über Amsterdam mit KLM nach Hamburg verlief problem- und ereignislos. Die Reise ist zuende.


Fazit zur gesamten Ecuador-Reise

Schön wars, gerne wieder. Dies war unsere erste Südamerika-Reise, und ich hoffe, nicht die letzte. In 2021 hatten wir Costa Rica bereist und Lust bekommen, weiter in den Süden vorzustossen. Die klassische Ecuador-Reise ist es nicht geworden mit einem Mietwagen die Allee der Vulkane abzufahren, trotzdem war an den einzelnen Stationen, die wir uns ausgesucht hatten, nichts auszusetzen und empfehlenswert. Die Vulkane, die wir ab und zu bei klarer Sicht aus der Ferne gesehen hatten, machen Lust, nochmals irgendwann nach Ecuador zurückzukehren.

Die erste Station, die Maquipucuna Lodge (5 Nächte), war aufgrund der Sichtung der Brillenbären sehr sehenswert. Ausserhalb der Bärensaison tut es sicherlich auch jede andere Lodge, die auf Vogelbeobachtung ausgelegt ist, ob in Mindo, Bellavista oder in irgendeinem anderen Schutzgebiet.

In Quito (4 Nächte) würde ich das nächste Mal in einer höhere Hotel-Kategorie absteigen, das Zimmer hat keinen Spass gemacht. Wir hatten uns für Papallacta entschieden, es gibt noch andere Möglichkeiten an Tagesausflügen, z.B. Otavalo.

Würde ich nochmal in das ecuadorianische Amazonasbecken fliegen, dann würde ich versuchen, weiter den Rio Napo hinunter zu fahren. Sicherlich sind andere Tiersichtungen nicht garantiert, aber zumindest besteht wohl eine höhere Chance, größere Schlangen, größere Kaimane und größere Säugetiere zu beobachten. Die Yasuni-Lodge (6 Nächte) ist jedoch als Unterkunft und mit ihren Mahlzeiten als rustikale Unterkunft durchaus empfehlenswert.

Galapagos (8 Nächte) war das gedachte Highlight und der eigentliche Grund für diese Reise. Unsere hohen Erwartungen an die Tierbegegnungen wurden erfüllt. Herausragend im Vergleich zu den anderen Stationen war Galapagos deswegen nicht, weil auch die anderen Stationen jede auf ihre Weise sehr erfüllend waren. Trotzdem darf m.E. Galapagos nicht fehlen in einer Ecuador-Reise. Die Nähe, die die Tiere zulassen, ist schon einmalig. Beim Kampf der gelben Landleguane sind mir die Kontrahenten über meine Schuhe gestolpert, so versunken waren beide in ihren Kampf.

Die Hacienda Jimenita (3 Nächte) hat im Vergleich zu den anderen Stationen keinen i-Punkt mehr obendrauf setzen können. Sicherlich ein schöner ruhiger Ausklang, mehr aber auch nicht.

Wer nicht so viel Zeit wie wir hat: keine Angst, man kann insgesamt eine Woche kürzen, ohne zu viel zu verpassen, an jeder Station jeweils 1 oder 2 Nächte. Zeit ist bei uns kein Engpassfaktor, deshalb planen wir die Reisedauer großzügig und die Geschwindigkeit gemächlich. Sich aus Zeitgründen bei Galapagos nur auf eine oder zwei Inseln zu konzentrieren, würde ich nicht machen, dazu sind die Inseln zu unterschiedlich.

Die gebuchte Hotel-Kategorie war bis auf Quito ausreichend, man kann es als rustikal Standard bezeichnen. Luxusverwöhnte werden zwei Stufen höher buchen müssen.

Viel Spass bei Eurer Reiseplanung

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6’387 Beiträge · seit 201113. Apr. 2024 ·
Hoi JP K

und vielen Dank für den schönen Bericht!
Galapagos hat mich früher immer sehr gereizt, aber auch wenn es mich nach Deinem Bericht wieder mehr reizt so ist die Sehnsucht nach Afrika doch grösser...man soll halt nicht vergleichen...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1’249 Beiträge · seit 200913. Apr. 2024 ·
Hallo JP K

Vielen Dank für den interessanten und abwechslungsreichen Reisebericht aus Ecuador.
Ich bin gerne virtuell mitgereist.
Bei mir sind viele Erinnerungen wach geworden.
Statt Regenwald waren wir auf der Straße der Vulkane unterwegs.
Auf Galapagos waren wir nur auf Isabela und Santa Cruz. Manche Touren waren ebenfalls dieselben.
Das Land ist so vielfältig
Man kann einfach nicht alles auf einer Reise machen.
Vielen Dank für Deine Bewertung.
JP K schrieb:Quito Fortsetzung
Kann jemand sagen, welchen Beruf dieser Herr nachgeht? Eisverkäufer wird’s wohl wegen fehlender Waffeln nicht sein, es kommen mir aber Assoziationen von Milch auf.
📎 087EquadorNov2023-Quito.JPG

Ich habe 2014 den Kollegen erwischt.
Vermutlich in derselben Straße (Venezuela) zwischen der neuen Kathedrale und der Altstadt.
Aber ich rätsel auch noch über seine Funktion.
Ich tippe mal eher auf Reinigung / Kammerjäger.
In der Schubkarre scheint ein Druckbehälter zu sein.
Auf genauere Hinweise würd eich mich auch freuen.



Viele Grüße
Bernd

PS: Falls Ihr noch ein Reiseziel in Südamereika sucht. Ich kann Pantanal empfehlen.
Ägypten, Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
796 Beiträge · seit 200715. Apr. 2024 ·
Hallo JP K,

vielen Dank für Deinen interessanten Bericht und die wunderbaren Tier- und Vogel-Bilder! Du hast damit einen tollen Einblick in den tierische Vielfalt von Ecuador und Galapagos gegeben. Das die Landleguane beim Kampf sogar über Deine Schuhe gestolpert sind, weil den Tieren dort die Scheu vor den Menschen fehlt, fand ich ja wirklich lustig. Ich würde die Inseln gerne einmal sehen, es wird aber wohl leider daran scheitern, dass ich extrem seekrank auf Booten werde und die Fahrten für mich eine Quälerei wären. Somit schaue ich mir darüber lieber so schöne Berichte wie Deine an.

Liebe Grüße
Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
11 Beiträge · seit 202318. Aug. 2024 ·
Hallo JP K,

ich bin gerade auf deinen schönen Bericht gestoßen. Vielen Dank dafür.
Diesen November erfüllen wir uns endlich den Traum nach Costa Rica, aber ich denke, Ecuador wird dann auch bald folgen.

Und noch eine kurze Ergänzung zu deiner Frage zu
"Isabela crece por ti"
Nach meinen mageren Spanischkenntnissen heißt das tatsächlich:
"Isabela wächst durch dich".
"Isabela crece para ti" würde "Isabela wächst für dich" heißen.
Und " .. crece para usted" dann " .. wächst für Sie".
(Falls Ich falsch liegen sollte bitte ich um Korrektur 🙂 )

Viele Grüße
Barbara