Namibia Rundreise zwischen Etosha, Fish River, KTP

Reisebericht 85 Antworten · 20,2k Aufrufe · gestartet 06. Mai 2021 von elotse
Themenstarter191 Beiträge · seit 201609. Juli 2021 ·
Alte Kalköfen Lodge, ein Juwel im Nirgendwo

Von Lüderitz geht unsere Namibia Rundreise weiter zur Lodge Alte Kalköfen. Nur 250 km auf Asphalt hatten wir vor uns, ein Katzensprung für namibische Verhältnisse. Mit Regen und Nebel am frühen Morgen verabschiedete sich Lüderitz. Schnell noch im Supermarkt die Vorräte aufbessern und ab Richtung Osten. Erstmalig auf unserer Reise musste der Scheibenwischer seiner Bestimmung nachkommen. Etwa 40 km von der Küste entfernt, konnte sich die Sonne durchsetzten und die Namib ihren Reiz entfalten.
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Regen und Nebel in der Namib
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20 km Wildpferde

Wildpferde von Aus
Bei unserer Anreise nach Lüderitz hatten wir Pech und am Wasserloch von Garub keine Wildpferde angetroffen. Klar, dass wir einen zweiten Versuch starteten. Am frühen Morgen rechneten wir uns gute Chancen aus. Bereits bei der Anfahrt zum Unterstand wurden wir von Pferden ohne jegliche Scheu begrüßt. Die Nüstern an die Scheibe gedrückt oder wenn man nicht vorsichtig war gleich den ganzen Kopf ins Auto gezwängt versuchten sie „Futter“ zu erwischen. Das Verhalten scheint Erfolg zu haben.
Etwas oberhalb des Wasserlochs wurde für die Besucher eine Aussichtsplattform erstellt! Die Pferde haben den Platz inzwischen okkupiert und marschieren munter zwischen den Besuchern herum. Die Pferde haben sich inzwischen mit den Touris „angefreundet“. Meine liebe Frau konnte da natürlich nicht widerstehen, zwei Äpfel wanderten so in die Mägen der dürren Kerle. Als wir zusammen mit einem anderen Wagen den derart umfunktionierten Ort verließen, wurden wir noch einige Zeit von den bettelnden Pferden begleitet. Ob wir ihnen einen Gefallen getan haben?
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Wildpferde von Aus

Auf eintöniger Straße (B4) ging es dann weiter zu unserer Lodge, dabei darf ich anmerken, dass auf einer solchen Straße ohne „versteckte Steine“ ich wieder ans Steuer durfte.

Alte Kalköfen Lodge
Die Lodge liegt ungefähr 2 km von der B4 entfernt, direkt an der Bahnlinie. Eine ruhige Lage bezüglich der Straße. Die Bahn stört die Ruhe aber auch nicht, nur „sehr selten“ fährt dort ein Zug. Wie man uns berichtete wird eine Personenbeförderung nicht angeboten. Einzige Ausnahme ist ein Zug welcher alle paar Monate als reine Touristenattraktion vorbeikommt. Wir hätten die Bahnlinie wahrscheinlich gar nicht bemerkt, wenn nicht ausgerechnet während unseres Aufenthaltes ein Zug vorbeigefahren wär. Am Abend war ein grollen zu vernehmen und der Bummelzug tuckerte an der Lodge vorbei.
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Alter Kalkofen
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der letzte Tankstop liegt etwas zurück

Der Name der Lodge leitet sich von den beiden alten Kalksteinöfen auf der Lodge ab. Einer der Öfen begrüßt gleich bei der Zufahrt die Gäste. Die Öfen sollen die ältesten Öfen in Namibia sein wobei der älteste 1906 gebaut wurde. Der aus diesen Öfen gewonnene Kalk wurde unter anderem zum Bau von Gebäuden in Kolmanskop, Lüderitz, Keetmanshoop und anderen Kleinstädten im Süden verwendet. 1970er wurde der Betrieb eingestellt und die Öfen sind inzwischen nur noch Fotomotive.

Alte Kalköfen, ein Juwel im Nirgendwo
Die Lodge ist dank der liebevollen Einrichtung mit allerlei Fundstücken aus alten Tagen ein einziges Fotomotiv. Das Gelände und die Räume sind unheimlich geschmackvoll und kreativ gestaltet.
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Parkplatz direkt vor dem Bungalow
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Innenausstattung der Bugalows auf Alte Kalköfen
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Speiseraum mit viel Liebe zum Detail
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Abendstimmung über der Lodge

Das Essen ist exzellent, ein köstliches Abendessen, alles von Hilde selbst zubereitet und das leckere Fünf-Sterne-Frühstück, "vergleichbares haben wir selten angetroffen. Spektakuläre Sonnenaufgänge und bizarre Wolkenbilder konnten wir während unseres Besuches bestaunen. Die Zimmer sind mit allem ausgestattet, was man braucht! Wir würden die Lodge jederzeit wieder besuchen, das nächste Mal aber für zwei Übernachtungen, es gibt soviel zu bestaunen. Den Pool haben wir nicht genutzt, die kalten Nächte hatten die Temperatur schon deutlich abgesenkt.
Ein Juwel im Nirgendwo in der Halbwüste zwischen Keetmanshoop und Aus.

Lithops auf Alte Kalköfen: Das bietet keine andere Lodge:
Die Alte Kalköfen Lodge beherbergt eine riesige Sammlung der berühmten „Lebenden Steine“ – Lithops. Lithops ist eine Gattung sukkulenter Pflanzen aus der Familie der Mittagsblumengewächse und sind nur im südlichen Afrika, in Botswana, Namibia und Südafrika zu finden. Die Betreiber Hilde und Frikkie besitzen die einzige offizielle Lizenz um diese überaus seltenen, geschützten Wüstenpflanzen zu sammeln. Zusätzlich züchten sie diese Pflanzen in ihrem Lithoparium. Ich habe als Kakteenliebhaber selber mal versucht Lithops zu züchten aber ohne erfolgt und konnte nun feststellen welcher Sachverstand dazu erforderlich ist!
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Blick ins Lithoparium mit tausenden von Pflanzen

Das für Gäste offene Lithoparium ist ein Besuchermagnet! Im Lithoparium findet man unzählige Sorten, davon einzelne, die man sonst in keiner Sammlung, sondern nur in der Wildnis findet! Von Februar bis Mai können Besucher die kleinen „Steine“ sogar blühen sehen, wir waren in der richtigen Zeit dort und konnten Unmengen von blühenden Steinen in ihrer Farbenpracht bewundern.
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Ein spektakulärer Sonnenaufgang bei kühlen 16 Grad und irrem Wolkenbild am Himmel, da wären wir gerne noch geblieben, der Fish River Canyon wartete aber auf uns.
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Sonnenaufgang, Farbenpracht am Himmel
Carpe diem Hier findest Du mehr zu meinen Aktivitäten: www.kk4you.de - In dem Blog berichte ich zu den Themen: Reisen, mit dem Schwerpunkt Griechenland, Segeln, Outdoor Aktivitäten und den Dingen die mich sonst bewegen.
zuletzt bearbeitet 09. Juli 2021
Themenstarter191 Beiträge · seit 201614. Juli 2021 ·
Fish River Canyon, Naute-Damm und Ai-Ais

Der Fish River Canyon und sein Umland mit Naute-Damm und Ai-Ais sind die südlichsten Ziele unserer Reise in Namibia. Um alles in Ruhe zu erkunden hatten wir uns für zwei Tage in der Canyon Lodge eingebucht. Im Süden waren die Temperaturen bereits Ende Mai empfindlich kühl. 9 Grad bei starker Bewölkung am Morgen, da will man so schnell nicht aus dem warmen Bett schlüpfen! Nachdem wir unsere wärmsten Sachen heraus gekramt hatten und vorsichtig die Nase vor die Tür gestreckt hatten, wurden wir von einem spektakulären Sonnenaufgang begrüßt. Gestärkt von dem 5 Sterne Frühstück der Kalköfen Lodge erwachten nach reichlich Kaffee unsere Lebensgeister und der Tatendrang.
192 km lagen vor uns, Petrus war uns aber nicht gut gesonnen und die Sonne versteckte sich hinter den Wolken, 16 Grad mehr war nicht drin und die Klimaanlage unseres Hilux musste als Heizung herhalten. Ursprünglich wollten wir in Seeheim auf die F605 abbiegen, wovon man uns auf der Lodge aber abgeraten hatte, da die Strecke in einem sehr schlechten Zustand sei.

Naute Damm
Die Strecke am Naute-Damm entlang war uns aber eine gute Alternative. Der Naute-Damm ist die drittgrößte Talsperre des Landes, welche den Löwenfluss aufstaut. Laut Reiseführer ein vogelreiches beliebtes Naherholungsgebiet in der Region. Die Landschaft war zwar ansprechend, dafür aber reichlich Müll an den Picknick-Stellen. Wir waren frustriert! Die Besucherterrasse war wie ausgestorben und das Federvieh zumindest in dieser Jahreszeit nicht zu sehen.

In der Nähe des Stausee befinden sich große landwirtschaftlich genutzte Flächen, welche das Wasser des Stausees nutzen. Eine große Dattelpalmen-Plantage und Rebstöcke säumen den Weg.
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Naute Staudamm
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Wasserdurchfahrt zum Naute Damm
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Naute Stausee

Naute-Kristall Destille
Direkt an der Piste gelegen lockte uns die Schnaps-Brennerei Naute Kristall an. Feinste Edelbrände aus Dattel, Granatapfel und Kaktusfeige werden dort hergestellt und können in den Verkaufsräumen verköstigt werden. Ein Mädel aus Stuttgart versorgte uns mit reichlich Hintergrundinformationen. Sie war für drei Monate dort um ihr Praktikum im Weinbau zu absolvieren. 365 Tage Sonne und das extrem trockene und milde Klima Namibias sind der Garant für die Qualität der Früchte und der Edelbrände. Selber trinke ich fast nie einen Schnaps. Bei dem Dattelschnaps konnte ich jedoch nicht widerstehen, er war einfach köstlich. Zusammen mit einem Grappa, dort unter dem Namen Nappa geführt, wanderten die Flaschen als Mitbringsel ins Gepäck.
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Naute Kristall Cellar and Distillery

Canyon Roadhouse
Das wahrscheinlich schrägste & lustigste Roadhouse im südlichen Afrika lockte uns als Nächstes an. Das Canyon Roadhouse war wohl vor langer Zeit eine Tankstelle, der Sprit ist heute sicherlich nicht mehr das Wichtigste. In der Raststätte dreht sich alles um das Auto oder besser um alte Rostlauben. Überall verstreut finden sich alte Fahrzeuge und Teile, die in die Anlagengestaltung integriert sind. Echte Hingucker und immer wieder was zum Schmunzeln.

Die Bar ist einfach herrlich schön, bunt und schräg, voller inspirierender und lustiger Schilder. Einfach herrlich! Selbst die Toilette ist ein Hingucker, aber Achtung wer die Pandora Box öffnet brauch sich nicht zu wundern, wen in der Bar danach alle hämisch Lachen. Eine Klingel macht alle darauf aufmerksam, dass jemand die Finger nicht von der „Box“ lassen konnte. Auch bei den Damen ist eine äquivalente Falle aufgestellt!
Das Roadhouse ist auch für Durchreisende ein Muss für einen Zwischenstopp.
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Parkzeit überschritten!
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Bar im Canyon Roadhouse
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Canyon Roadhouse
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Herrentoilette, Finger weg von Pandora’s Box

Canyon Lodge am Rande des Fish River Canyon
Schon der erste Anblick des blühenden Gartens, aus dem das uralte und in den Farben der Landschaft wundervoll restaurierte Farmgebäude herauszuwachsen scheint, verursacht Herzklopfen. Eingepasst in die gewaltige Kulisse rostbrauner Granitfelsen ruhen die 30 Bungalows und vor jedem einzelnen liegt die grenzenlose Weite des Gondwana Canyon Parks.
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Empfang der Fish River Canyon Lodge
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Alle Bungalows sind harmonisch in die Felsen integriert
Wir hatten Dank der Empfehlung unserer Freundin Hanne den Bungalow 25 gebucht, die Lage war der Hammer. Einsam in exponierter Lage mit einer Terrasse wo man einfach nur Relaxen will, dazu der Blick in die Steppe. Die Lodge lies keine Wünsche offen.
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Bungalow 25 mit Blick in die Steppe
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Innenausstattung Bungalow

Beim Spaziergang durch die Anlage gibt es immer wieder was zu entdecken, unter anderem auch den abseits gelegenen herzförmigen Pool welcher auf halber Höhe aus den Felsen wächst. Bei der winterlichen Temperatur von Luft und Wasser konnten wir uns nur überwinden, die dicke Zeh hineinzustrecken. Außer uns ließ sich nur noch ein Rothase am Pool blicken. Fotografieren lassen wollte sich der scheue Geselle aber nicht.
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Pool der Fish River Canyon Lodge
Klippschliefer, welche die Felsenlandschaft lieben, waren dagegen viel zutraulicher und an allen Ecken, besonders hoch oben auf den Felsen, in Unmengen anzutreffen. Auch die am Naute-Damm vermisste Vogelwelt fühlte sich in der Anlage wohl. Dass es auch größer geht, durften wir nach dem Dinner erfahren, nur wenige Meter von uns entfernt beäugte uns eine neugierige Oryx Antilope im Dunkel der Nacht. Wir waren zumindest mehr erschrocken wie das prachtvolle Tier, es hatte wohl Erfahrung mit den Gästen.

Rund um ein loderndes Feuer im offenen Kamin durften wir uns zum Dinner an dem reichhaltigen Buffet bedienen. Auch das Frühstücksbuffet ließ keine Wünsche offen. Wir würden die Lodge jederzeit wieder buchen.
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Sonnenuntergang vor Bugalow 25

Fish River Canyon
Gemütlich starteten wir um 9:00 Uhr, um den Canyon zu besuchen. Eile war nicht vonnöten da das Licht den Canyongrund erst etwa zwei Stunden nach Sonnenaufgang erreicht. Die Lodge liegt nur etwa 30 Minuten (10 km) vom Hoab Gate entfernt, wo wir unser Permit erstanden. Vom Gate aus ging es zuerst zur zentralen Aussichtsplattform, wo reichlich Informationstafeln zur Geologie des Canyon zu finden sind. Der Fish River, diese namibische Natursensation, lässt einem den Atem stocken, wenn er es nach rund 650 km endlich geschafft hat, den zweitgrößten Canyon der Erde aus den Bergen zu spülen. 27 Kilometer breit, 550 Meter tief. Erfreulich war, dass nur wenige Besucher die Plattform frequentierten. Leider war zu dem Zeitpunkt die Sonne noch die meiste Zeit hinter Wolken versteckt. Vorteilhaft war aber, dass immer wieder Lücken im Wolkenfeld die Sonne als Lichtspot den Canyon partiell beleuchtete.
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Blick in den Canyon

Nach einigen Fotos ging es deshalb weiter zum nördlichsten Punkt, wo der Einstieg für Wanderungen hinunter zum Fischfluss liegt.

Die Sonne hatte dort Erbarmen mit uns und die dicken Jacken konnten langsam geöffnet werden. Das Licht ließ auch den Canyon erstrahlen und eindrucksvoll lag diese gigantische Felsformation zu unseren Füßen. Wir konnten uns kaum satt sehen und wären wahrscheinlich noch länger geblieben, wenn nicht ein Bus seine Ladung Besucher herangekarrt hätte. Für uns ein Grund dem Ansturm zu weichen und in vielen kleinen Etappen langsam am Cayonrand Richtung Süden zu fahren. Einzelne kleine Wanderungen zwischen großen Kakteenfeldern und Felsen bis zum steil abfallenden Abgrund eröffneten immer wieder andere Blickwinkel. Die Felsen erstrahlten in den unterschiedlichsten Farbnuancen und der nun blaue Himmel mit seinen Wolkenbildern waren ein irrer Kontrast. Angenehm war, dass sich nur wenige Besucher in den südlichen Teil verloren.
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Wanderung am Rande des Canyon
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Einstieg zur Wanderung entlang des Fish River

Satt von all den Eindrücken ging es dann zurück, um den Nachmittag zur Besichtigung von Ai-Ais zu nutzen.
Tipp: Man sollte den Canyon am besten Vormittags besuchen, der Nachmittag ist ungeeignet da dann die Sonne den Canyon nicht mehr ausleuchtet.

Ai-Ais

C10 nach Ai-Ais
Die Strecke vom Canyon führte über eine gut ausgebaute Pad mit minimalem Verkehr bis zur Ai-Ais Rezeption, wo wir unser Permit kauften. Vom Timing lagen wir richtig und steuerten zuerst den schön gelegenen Picknickplatz am Rande des Campground an. Sattes Grün am Flussufer im Kontrast zu den schroffen Felsen, eine erfrischende Abwechslung. Einige wenige Besucher aus Südafrika sowie eine Gruppe Baboons waren die einzigen Besucher, ein idyllischer Platz.
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Sandschollen des Fish River

Gestärkt machten wir uns dann auf zu einer kleinen Wanderung flussaufwärts. Der Fluss war zu einem Rinnsal geschrumpft und ausgetrocknete Sandschollen zerbrachen unter unseren Füßen. Für die Vegetation war aber genügend Wasser vorhanden, um die grüne Oase zu speisen. Durch einen Staudamm etwas oberhalb, wird heute versucht das kostbare Nass zu speichern. Die Trockenheit der letzten Jahre hatte aber dazu geführt, dass der Stausee so gut wie kein Wasser führte.
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Staudamm des Fischfluss (Fish River) bei Ai-Ais
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Fischfluss (Fish River)

Das Highlight von Ai-Ais sind die Warmquellen, Ai-Ais bedeutet in der Sprache der Nama „der Platz, der sehr heiß ist“. Das Wasser der Quellen ist 65 ºC heiß und soll gut gegen Rheuma helfen. Den Finger sollte man aber besser nicht hineinstecken. Dem Pool und dem Restaurant der Lodge statteten wir zwar einen Besuch ab, das Ambiente war aber wenig einladend, da ist reichlich Luft nach oben und wir waren froh, dass wir uns nicht für diese Lodge entschieden hatten.
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Ai-Ais Heiße Quellen

Zurück in der Canyon Lodge, genossen wir später diese um so mehr.
Weiter geht es nun über Keetmanshoop zum Köcherbaumwald des Mesosaurus Fossil Camp.
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zuletzt bearbeitet 14. Juli 2021
Themenstarter191 Beiträge · seit 201626. Juli 2021 ·
Köcherbaumwald und Fossilien auf der Mesosaurus Fossil Site

Der Köcherbaumwald auf der Mesosaurus Fossil Site in der Nähe von Keetmanshoop ist unser nächstes Ziel auf dem Weg zum KTP (Kgalagadi Transfrontier Park). Da dafür nur 210 km auf dem Plan standen, hatten wir reichlich Zeit um am Morgen noch etwas in der Canyon Lodge herumzustreunen und bei herrlichem Sonnenschein die Gegend zu erkunden. Angenehme 18 Grad und kleine Wolkenfelder als Kulisse für Landschaftsaufnahmen erfreuten uns nach den letzten kalten Tagen. Im Laufe des Tages gingen die Temperaturen dann sogar hoch auf 26 Grad, ein sehr angenehmes Klima.

Keetmanskoop
Da wir vor dem KTP Park unbedingt unsere Vorräte auffüllen mussten, war Einkaufen und Tanken in Keetmanshoop angesagt.
Entgegen den Berichten im Forum bezüglich Sicherheit waren wir positiv überrascht. Im Shoprite Einkaufscenter war alles bestens organisiert und reichlich Security sorgte dafür, dass man ungestört aus dem riesigen Angebot auswählen konnte. Auch das Wein- und Bierangebot war bestens bestückt, es gab dort wirklich alles, um sich als Selbstversorger im KTP einzudecken. Den Tank füllten wir vorsorglich auch dort, weil wir davon ausgingen erst in Nossob wieder Diesel zu bekommen.

Mesosaurus Fossil Site
Die Mesosaurus Fossil Site befindet sich ca. 40 km hinter Keetmanshoop, an der C 17. Wir hatten dieses kleine Camp mit nur vier Chalets wegen seiner guten Bewertungen und des Köcherbaumwaldes gewählt. In unmittelbarer Nähe gibt es noch das Quiver Tree Restcamp und den Giants Playground (etwas näher zu Keetmanshoop). Landschaftlich sind die Orte aber alle vergleichbar. Und das, was „Giants Playground“ genannt wird -die besonderen Felsformationen-, sind auf der Farm des Mesosaurus Fossil Bush Camp ebenfalls zu finden.

Wer Natur und Köcherbäume aus nächster Nähe erleben möchte ist hier richtig. Die Umgebung ist herrlich, die Ausstattung spartanisch, aber alles Notwendige ist vorhanden. Die Chalets sind alle mit einer großzügigen Grillstelle und Essecke ausgestattet. Normalerweise sind die Gäste Selbstversorger, auf Anfrage wird aber auch Dinner und Frühstück angeboten. Zusätzlich gibt es ein separates Gebäude mit Speiseraum, welcher von den Gästen genutzt werden kann, dort wurden wir am Abend von Hendrik, dem Sohn des Eigentümers bewirtet. Alles ist einfach aber sauber mit dem Flair einer Berghütte gestaltet. Das Essen war vorzüglich und Hendrik mit seinem Sohn ein unterhaltsamer Gesprächspartner, welcher uns gerne vom Leben auf der Farm erzählte.
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Mesosaurus Fossil Camp
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Chalet Innenansicht
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Speiseraum des Mesosaurus Fossil Camp

Köcherbaumwald, Fossilien und Felsformationen mit Giel Steenkamp
Giel Steenkamp, der Eigentümer, ist ein sehr unterhaltsamer Mensch, der einem gerne seine Farm inklusive Köcherbäume, singender Felsen und Fossilien im Rahmen seiner empfehlenswerten Tour näher bringt. Giel hat die Farm mit 7500 ha 1972 gekauft und dort Mesosaurus Fossilien gefunden, die er nun als Alleinstellungsmerkmal der Lodge nutzt.
Ein wunderbarer Mann, der spannende Geschichten über seinen Busch und sein Leben erzählt. Darüber hinaus besuchten wir Gräber deutscher Soldaten und konnten so auch eine Zeitreise in die jüngere Vergangenheit des Landes unternehmen. Zum Abschluss hat uns Giel noch Bruder Jakob auf seinen Steinen vorgespielt. Nach der Führung konnten wir uns dann frei zwischen den Felsformationen und Köcherbäumen bewegen, welche im Abendlicht ihre ganze Schönheit präsentierten.""
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Giel Steencamp mit seinen Funden
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Mesosaurus Fund
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Schutztruppengrab auf der Farm Mesosaurus Fossil Camp

4×4 Trail durch den Köcherbaumwald auf Mesosaurus Fossil Site
Ein 4×4 Trail mit 15 km Länge auf dem Farmgelände lockte uns am nächsten Morgen, wir hatten immer noch nicht genug von den Köcherbäumen und den irren Felsformationen. Zusätzlich wollte Lada ihre Fahrkünste im felsigen Gelände testen und verbessern. 1,5 Stunden in schroffem einsamen Felsgelände zwischen tausenden von Köcherbäumen ohne Reifenpanne war ein gelungener Abschluss auf der Mesosaurus Fossil Site.
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Köcherbaumwald

Weiter ging es dann bis vor die Tore des KTP…..
Carpe diem Hier findest Du mehr zu meinen Aktivitäten: www.kk4you.de - In dem Blog berichte ich zu den Themen: Reisen, mit dem Schwerpunkt Griechenland, Segeln, Outdoor Aktivitäten und den Dingen die mich sonst bewegen.
77 Beiträge · seit 201727. Juli 2021 ·
Im Mesosaurus Fossil Camp waren wir auch, haben auch dort übernachtet.
Ein sehr interessanter Ort.
Beste Grüße Wolfgang Südafrika: 2012, 2013, 2016, 2019 - Australien: 2015 - Namibia 2017 - Namibia 9.2021 (i hope)
725 Beiträge · seit 201728. Juli 2021 ·
TMTMTM schrieb:Im Mesosaurus Fossil Camp waren wir auch, haben auch dort übernachtet.
Ein sehr interessanter Ort.
Dort haben wir auch vor zu übernachten. Sind gespannt.
Gruß Gabriele (Reisebericht 1. Namibia Reise 2022 / Süden) http://www.stenders-reisen.de/Namibia%202022/Namibia_2022.html
Themenstarter191 Beiträge · seit 201604. Aug. 2021 ·
Löwen-Tracking auf der Kalahari Game Lodge

Löwen, die größte Raubkatze Afrikas wollten wir sehen! Bei unserer ersten Namibia Reise hatten wir das „Glück“ einen Löwen zu sehen und wollten bei dieser Reise nicht nur auf unser Glück vertrauen, sondern dem Ganzen per Löwen-Tracking auf der Kalahari Game Lodge etwas nachhelfen. Es stand zwar noch der Besuch des KTP mit seinem großen Löwenbestand vor uns, ob wir dort mit Katzensichtung Erfolg haben werden war aber ungewiss.

Unsere Strecke bis zur Kalahari Game Lodge, welche in unmittelbarer Nähe des KTP Gates Mata-Mata liegt, führte über die sehr staubige Gravel-Road C17, von welcher wir später auf die D511 abbogen. Kalahari pur war dort angesagt. Per Berg- und Talfahrt auf teilweise sehr sandigen Abschnitten ging es bis zum Auob River. Ohne 4×4 ist diese schöne Strecke nicht zu bewältigen. Belohnt wird man aber mit herrlichen Kalahari-Impressionen.
Parallel zum Auob ging es dann auf der C15 Richtung Lodge. Viel Schotter auf der Pad sorgte dafür, dass es immer wieder Schläge im Radkasten von hochgeschleuderten Steinen gab.

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Schildkrötenrettung à la Lada

Kurz vor der Lodge wagte sich eine kleine lebensmüde Schildkröte auf die Pad, da war Lada gefordert. Der kleine Kerl wurde behutsam im Gebüsch am Rande der Pad platziert, ob er es uns dies dankte werden wir nicht erfahren.

Wir wurden auf jeden Fall nicht belohnt, nur einige Meter weiter direkt vor der Lodge Einfahrt ereilte uns die nächste Reifenpanne. Die reichlich vorhandene spitzen Steine hatten unserem dritten Reifen den Garaus gemacht. Fahrer wie immer in solchen Fällen war ich. Da stellte sich natürlich die Frage, ob ich besser meine Fahrkünste auf Asphalt beschränken sollte! Drei Pannen in einem Urlaub dürfte schon eine reife Leistung sein. Erfreulich war nur, dass es nicht einen der neuen Reifen aus Lüderitz erwischt hatte. Geübt von den ersten zwei Pannen war der Reifenwechsel aber nach 30 Minuten erledigt und wir konnten die letzten Meter zu Farm in Angriff nehmen.
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Reifenpanne Nr. 3
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30 Minuten Arbeit
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Reparatur des Reifen auf Afrikanisch

Kalahari Game Lodge
In der Kalahari Game Lodge wurden wir mit großer Freundlichkeit empfangen und auf unsere Frage, ob eine Möglichkeit besteht den Reifen zu reparieren beruhigt. Der Techniker habe Erfahrung damit und wolle sich am nächsten Tag der Sache annehmen. Bei unserem Pech wollten wir den KTP mit seinen teilweise einsamen Offroad Strecken nicht mit nur einem Reserverad angehen.

Die einzelnen Bungalows der Lodge sind groß, sehr hübsch eingerichtet und haben eine Terrasse mit herrlichem Blick auf den Auob River und die Kalahari Hügel. Unser Bungalow Elan hatte alles, was man zum Wohlfühlen braucht. Das Bad ist zwar etwas klein, aber durchaus ausreichend. Küche, Esstisch, alles ist vorhanden!
Kaum hatten wir uns gemütlich eingerichtet, erschienen schon die ersten neugierigen Untermieter in der Hoffnung etwas von unserem Snack zu erhaschen, klar das wir da nicht widerstehen konnten und einige Brotkrumen mit ihnen teilten. Immer wieder zogen Springböcke, Gnus und Oryxantilopen auf dem Weg zu einer kleinen Wasserstelle vorbei, es gab einiges zu beobachten.
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Rotbauchwürger
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Mahaliweber
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Fuchsmanguste

Am späten Nachmittag machten wir uns dann auf, um der auf einem Hügel gelegenen Aussichtsplattform einen Besuch abzustatten. Von dort oben hat man einen tollen 360° Rundumblick, der perfekte Platz für einen Sundowner.

Der Pool beim Hauptgebäude gelegen, war leider wenig einladend, die trübe Brühe lockt wahrscheinlich kaum jemanden an, um dort einzutauchen. Das Abendessen war gut, das Ambiente aber etwas nüchtern.

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Bungalow Elan
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Terrasse mit Blick auf das Auob-Flussbett
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Kalahari Game Lodge

Löwen-Tracking
Höhepunkt des Aufenthalts war das Löwen-Tracking im Rahmen einer etwa vierstündigen Pirschfahrt am frühen Vormittag. Die Wahrscheinlichkeit einer Sichtung in freier Wildbahn ist leider gering, weshalb wir diese Löwen-Tracking-Tour auf der Kalahari Game Lodge bei unserer Rundreise eingeplant hatten. Für etwas üppige 100 Euro pro Paar organisiert die Lodge eine klasse Tour zu den Kalahari Löwen in dem 45. 000 ha großen Reservat. Vier Löwenmänchen sind mit einem GPS-Halsband versehen, sodass man mit fast 100 % Garantie die Tiere findet.

Unser Guide erwartete uns zusammen mit einem anderen Gast bei frischen 12 ºC kurz vor Sonnenaufgang. Ziel der Pirschfahrt war es den mächtigsten Löwen, mit dem Namen King, welcher sein Revier am äußeren Rand des Areals hat, zu finden!

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Pirschfahrt mit David
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Löwensuche mit David

Im Licht der aufgehenden Sonne ging es zuerst auf sandigen Pfaden ins Reich des „Herrschers“. David suchte dabei immer den Weg nach Spuren ab. Endlich, nach rund 1,5 Stunden des auf und ab über die Hügel der Kalahari, fand er die ersten Spuren. Nun wurde immer wieder der Peilsender genutzt, um ein Signal des Senders zu finden. Immer wieder Spuren aber kein Signal, Geduld und Ausdauer waren gefragt bis wir endlich das ersehnte Piepsen hörten. Ab dann ging es nochmals eine Stunde Querfeldein über Stock und Stein bis wir endlich den mächtigen Schwarzmähnen-Löwen in rund 50 m Entfernung entdeckten.
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Schwarzmähnen-Löwe
Vorsichtig ging es näher heran und wir konnten unser Glück kaum fassen, versteckt in den Sträuchern taucht auch sein Harem auf. Sechs prächtige Damen begrüßten uns und reckten aufmerksam ihre Köpfe um uns zu beobachten. Nach einiger Zeit hatten sie uns wohl akzeptiert und wir konnten uns bis auf wenige Meter dem Rudel nähern, ein spektakulärer Anblick.

David, unser Guide, hatte dabei immer die Damen im Blick, da wie er erzählte nur von diesen eine Gefahr ausgeht. Als ein Löwenweibchen sich aufmachte und in den Büschen verschwand, hatte er erst Ruhe bis er die Dame wieder im Blick hatte.

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Löwenweibchen
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„Kalaharilöwe“
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Löwenrudel

Wie wir von ihm erfuhren, muss die Farm versuchen die Population zu begrenzen, dazu erhalten die Damen ein Verhütungsmittel. Diese Aktion erfordert viel Erfahrung, da die Löwen dazu betäubt werden müssen. In kürzester Zeit muss das Mittel dann verabreicht werden, es bestehe sonst die Gefahr eines Herzstillstands. Zu dieser Aktion wird ein anderes Auto und ein Heli benutzt, da die Löwen auf dieses Fahrzeug gestresst reagieren. Dieses Auto wird deshalb beim Löwen-Tracking nicht eingesetzt, um die Tiere nicht zu verscheuchen. Auch die Schwarzmähnen-Löwen müssen alle zwei Jahre betäubt werden, bei ihnen geht es darum, die Batterie das Senderhalsband zu wechseln.

Voll, mit vielen Informationen und reichlich Bildmaterial, ging es zurück zur Lodge wo wir den Nachmittag mit Vogelbeobachtung, Wäsche waschen und einem Spaziergang auf der Farm nutzten. Wir waren an dem Tag die einzigen Gäste, eine herrliche Ruhe und am Abend ein fantastischer Sternenhimmel.
Unser Resümee: Großes Kino! Das Löwen-Tracking würden wir immer wieder machen, ansonsten kann die Lodge auch gut für Tagesbesuche im KTP genutzt werden.

Erfreulich war auch, dass unser reparierter Reifen, versehen mit zwei einvulkanisierten Stopfen, wieder genutzt werden konnte. Ob diese Art der Reparatur zu Hause akzeptiert würde zweifle ich aber an.

Weiter ging es am nächsten Tag in den Kalahari Transfrontier Park
Carpe diem Hier findest Du mehr zu meinen Aktivitäten: www.kk4you.de - In dem Blog berichte ich zu den Themen: Reisen, mit dem Schwerpunkt Griechenland, Segeln, Outdoor Aktivitäten und den Dingen die mich sonst bewegen.
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2021
725 Beiträge · seit 201704. Aug. 2021 ·
Die Lodge wollen wir auch nächstes Jahr buchen, incl. Löwentracking.

Die Vorfreude steigt. 🙂
Gruß Gabriele (Reisebericht 1. Namibia Reise 2022 / Süden) http://www.stenders-reisen.de/Namibia%202022/Namibia_2022.html
2’772 Beiträge · seit 200604. Aug. 2021 ·
Hallo Klaus,
du mokierst dich über das trübe Wasser im Pool. Bedenke bitte, dass das Wasser in der Kalahari nicht klar ist, sondern von Natur aus trüb. Somit ist das Wasser im Pool schon ok.
Gruß Pascalinh
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2021
Themenstarter191 Beiträge · seit 201605. Aug. 2021 ·
Pascalinah schrieb:
du mokierst dich über das trübe Wasser im Pool. Bedenke bitte, dass das Wasser in der Kalahari nicht klar ist, sondern von Natur aus trüb. Somit ist das Wasser im Pool schon ok.
Hallo Pascalinah, danke für den Hinweis.
Unverständlich ist für mich jedoch, dass wir am nächsten Tag in Nossob einen Pool mit klarem Wasser hatten!
Gibt es dafür eine Erklärung?
VG
Klaus
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912 Beiträge · seit 201505. Aug. 2021 ·
Hallo Klaus,

danke für den schönen Bericht.
So viele Lodges und Eindrücke hatten wir genau wie du beschreibst auch auf unseren 2 Reisen durch Namibia erlebt.
Ein wunderbares Land 🙂

LG yvy
https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/uganda-2025-gorillas-im-nebel/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/madagaskar-2024-nosy-be/ https://www.yp-travel-photography.de/nord-und-mittelamerika/costa-rica-2024-pura-vida-2/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/seychellen-2023-zur%C3%BCck-im-paradies/ https://www.yp-travel-photography.de/nordamerika/costa-rica-2022-pura-vida/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/tanzania-2022-safari-in-der-serengeti-und-sansibar/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2019-der-tierreiche-norden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2015-der-trockene-s%C3%BCden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/sansibar-2019-hakuna-matata-auf-der-gew%C3%BCrzinsel/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/mauritius-2017-trauminsel-im-indischen-ocean/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2018-19-jahreswechsel-an-der-gardenroute-2/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2016-in-style/
5’066 Beiträge · seit 201406. Aug. 2021 ·
Hallo Lada & Klaus,

ich hoffe ihr nehmt auch noch Nachzügler mit auf eure schöne Tour! Bin euch jetzt hinterher gehechelt und freue mich nun auf eure Erlebnisse im KTP.

Liebe Grüße und eine gute Nacht
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
zuletzt bearbeitet 06. Aug. 2021
Themenstarter191 Beiträge · seit 201610. Aug. 2021 ·
@Daxiang
Ich hab noch ein Plätzchen auf der Rückbank gefunden 😉
Jetzt muss ich nur noch einige Lücken im Sommerprogramm finden, um weiterzukommen 🙂
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Themenstarter191 Beiträge · seit 201619. Aug. 2021 ·
Kgalagadi Transfrontier Park -Allgemeines und Buchung

Der Kgalagadi Transfrontier Park (KTP), eines der Top-Ziele unserer Reise steht für die nächsten Tage auf dem Programm. Bevor ich auf unsere erste Strecke im Park eingehe möchte ich etwas zu dem Park im Allgemeinen und zu der Buchung berichten.
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Zufahrt zum Kgalagadi Transfrontier Nationalpark

Allgemeines zum Kgalagadi Transfrontier Park
Der 3,9 Millionen Hektar große Park liegt im Grenzgebiet zwischen Südafrika, Namibia und Botswana. Seine Fläche gehört zu Südafrika und Botswana und grenzt an Namibia. Alleine der südafrikanische Teil erstreckt sich zwischen den beiden ausgetrockneten Flussbetten des Nossob in Richtung Norden und des Auob Richtung Nordwesten in Form eines riesigen Dreiecks mit einer Ausdehnung von fast 10.000 km².

Die Anreise ist meist weit und beschwerlich, zusätzlich sind Buchungen gelinde gesagt eine Kugelfuhr, daher hält sich der Besucherstrom in Grenzen. Aufgrund der geringen Kapazitäten müssen Buchungen sehr weit im Voraus erledigt werden. Dies ist definitiv kein Nationalpark für spontane Besuche.

Wer beim Eintritt in den Park keine Buchung vorweisen kann, muss am Gate buchen und wird per Funk im jeweiligen Camp avisiert, damit er nicht verloren geht. Die Wahrscheinlichkeit einer freien Unterkunft ist jedoch gering! Es gibt ein Formblatt, in welches alle Übernachtungen eingetragen und bei der Abfahrt vom jeweiligen Camp vom Personal gegen gezeichnet werden. Das hört sich bürokratisch an, ist aber wenig Aufwand.

Von Namibia aus reist man über Mata-Mata ein und kann den Park ohne Formalitäten auch wieder in Richtung Namibia verlassen. Man muss aber mindestens zwei Übernachtungen im Park buchen, damit diese Route von Reisenden nicht nur als Abkürzung benutzt wird. Wer allerdings weiter nach Botswana oder Südafrika reist oder von Südafrika in Richtung Namibia, der muss die Grenzformalitäten vorher in Twee Rivieren erledigen.
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Unsere Route im Kgalagadi Transfrontier Park

Unterküfte im Kgalagadi Transfrontier Park
Im Prinzip gibt es im Park 4 verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten: Restcamps, Wilderness Camps, Lodges und Campgrounds. Da wir keine Camper sind und die sehr teuren Lodges nicht zu unserem Budget passten, kamen für uns nur die Rest- und Wilderness Camps infrage.

Lodges
Insgesamt gibt es 3 Loges im KTP, davon die !Xaus Lodge auf südafrikanischer Seite und die Lodge Rooiputs und Polentswa auf botswanischen Seite.

Restcamps
Die drei Restcamps Twee Rivieren, Mata-Mata und Nossob sind umzäunt und besitzen eine Wasserstelle zum Beobachten der Tiere. In allen drei Restcamps gibt es einen kleinen Shop mit überschaubarem Angebot, eine Tankstelle, Pool und Campingplatz. An den Tankstellen kann es auch mal passieren, das es gerade keinen Diesel gibt, also am besten immer nachtanken, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Alle Rest Camps sind für Selbstversorger.

Wilderness Camps
Unsere Favoriten waren die Wilderness Camps, welche sich deutlich von den Restcamps unterscheiden, für uns die schönste Art der Unterkunft im Kgalagadi. Alle Camps bestehen aus wenigen Unterkünften, oft sind es nur vier Stück. Es gibt Badezimmer mit Dusche und Toilette, ein Schlafzimmer, eine Küche sowie eine Veranda mit Grill, Tisch und Stühlen außerdem Blick auf das jeweilige Camp-Wasserloch. Trinkwasser, Verpflegung und Feuerholz müssen mitgebracht werden. Hier kann man direkt von jeder Unterkunft aus Tiere beobachten. Wilderness Camps sind nicht eingezäunt, sodass man jederzeit mit wilden Besuchern rechnen muss. In jedem Camp ist ein Ranger stationiert, der im Notfall herbeigerufen werden kann und der sich um die Zimmer kümmert.

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Wilderness Camp Gharagab

Wilderness Camps sind für Selbstversorger, die Zimmer werden vom Camp Manager gereinigt und die Betten frisch bei Ankunft bezogen. Nur das Geschirr muss selbst gespült werden. Die Stromversorgung für die Lampen erfolgt über Solarstrom, Akkus aufladen oder den Föhn benutzen ist nicht möglich.

Grootkolk, Urikaruus, Kieliekrankie und das Kalahari Tented Camp sind über frei zugänglichen Pisten zu erreichen. Die Zufahrt zum Wilderness Camp Gharagab und Camp Bitter Pan sind jedoch nur über 4×4 Strecken erreichbar. Diese Strecken dürfen nur von den dort auch eingebuchten Gästen befahren werden.

Buchungen im Kgalagadi Transfrontier Park
Etwas haben alle Unterkünfte im KTP gemeinsam, die Gästezahl ist wegen der geringen Anzahl an Unterkünften sehr limitiert, man muss weit im Voraus buchen. Am besten ein Jahr voraus, sonst hat man wenig Chancen auf diese Unterkünfte.

Mit diesem Wissen hatten wir unsere Reise bereits über ein Jahr im vorausgeplant und unsere Wunschunterkünfte festgelegt. Als es dann aber ans Verbindliche buchen ging, welches wir unterstützt durch Info-Namibia vornahmen, kam die Ernüchterung. Alle Lodges in Namibia waren problemlos zu buchen, eine verbindliche Buchung im KTP jedoch erst 11 Monate im voraus möglich. Mit dem Beginn des geplanten Monats werden für die südafrikanischen Plätze die Unterkünfte freigeschaltet, dann findet ein Windhunderennen statt und innerhalb von einem Tag oder besser einer Stunde sind alle attraktiven Camps ausgebucht.

Dank unseres Agenten vor Ort konnten wir uns jedoch glücklich schätzen 6 Nächte zu erhaschen. Die registrierten Reiseveranstalter können bereits 1 Tag vor der Öffentlichkeit buchen. Die von uns ergatterten 6 Nächte lagen jedoch in keinem sinnvollen Zusammenhang und zusätzlich mussten wir unsere gesamte Reise um eine Woche verschieben. Zum Glück war dies kein Problem und wir konnten endlich an die anderen Unterkünfte in Namibia einen Knopf dran machen.
Die verfügbaren KTP Camps spiegelten jedoch in keinster Weise unsere Wünsche wider. Hier galt es nun darauf zu hoffen, dass in der verbleibenden Zeit Bewegung in die Buchungen kommt, da viele Besucher Ihre Reisepläne ständig ändern.

Unser größtes Problem war, dass wir an einem Tag vom Kalahari Tented Camp bis Gharagab fahren sollten, eine kaum zu bewältigende Strecke. Um es kurz zu machen, wir haben mit Unterstützung des SANPark Notifier mehrere Umbuchungen bis kurz vor Reiseantritt vornehmen können. Ohne den Notifier wären wir aufgeschmissen gewesen. Zusätzlich kann man im Internet unter www.sanparks.org den aktuellen Buchungsstand mit Monatsübersicht bis zum Ende der Buchungsperiode ansehen. Dies dürfte einer der Hauptgründe sein, warum so wenige Europäer im KTP anzutreffen sind.

Nachteilig beim Besuch des KTP ist die Buchung, belohnt wird man aber damit, dass selbst bei ausgebuchtem Park nie das Gefühl aufkommt, es wäre voll. Staus an Wasserstellen, Sichtungen und Bustouristen findet man im Kgalagadi nicht.

Unsere endgültige Route ging von Mata-Mata über Nossob, Gharagab, Nossob und Kalahari Tended Camp zurück nach Mata-Mata. Durch eine Zwischenübernachtung in Nossob konnten wir unser Wunschziel Gharagab am nördlichsten Zipfel des Parks in angenehmen Distanzen erreichen.
Mehr dazu in den nächsten Berichten.

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Upper Dune Road, Regenwolken ziehen auf
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705 Beiträge · seit 201420. Aug. 2021 ·
elotse schrieb:Kgalagadi Transfrontier Park -Allgemeines und Buchung
Jetzt kommt meine Lieblingspark und ich lese sehr gespannt mit. In drei Monaten geht es (hoffentlich) wieder ins KTP
elotse schrieb:Die Anreise ist meist weit und beschwerlich, zusätzlich sind Buchungen gelinde gesagt eine Kugelfuhr, daher hält sich der Besucherstrom in Grenzen. Aufgrund der geringen Kapazitäten müssen Buchungen sehr weit im Voraus erledigt werden.
Wenn man ein Jahr im Voraus fertig geplant hat, ist die Buchung über die SANPark Website aber sehr einfach und gut aufgebaut. Und ich hatte bei beiden Buchungen Glück, so dass ich für das erste mal auch Urikaruus bekommen hätte und diesen Dezember Grootkolk (Gharagab und vor allem KTC/Nossob ist nicht so ein Problem).
elotse schrieb:Unser größtes Problem war, dass wir an einem Tag vom Kalahari Tented Camp bis Gharagab fahren sollten, eine kaum zu bewältigende Strecke.
Es ist lang wäre aber gut machbar. Im April 19 hatten wir Polentswa - KTC und waren bereits 14:30 im KTC mit einem längeren Halt in Nossob (die Jungs brauchten noch WLAN 😉 )

Felix
wohl Ende 28 wieder 5-6 Wochen Botswana (Khutse+KTP)+ Süd-Namibia Nov- 25-Jan 26 3W Botswana (KTP, Moremi, Nxai+Makgadikgadi Pans NP), + 3W Namibia Nov/Dec 2021 KTP-Kaa-Mabua-KD2 (Bericht) April 2019 KTP + Südliches Namibia / Reisebericht KTP und Süd-Namibia / Blog Sept/Oct 16 Etosha-Caprivi-Chobe-Moremi-CKGR / Reisebericht / Blog
166 Beiträge · seit 202120. Aug. 2021 ·
Hallo, Lada & Klaus.

habe grade euer Bild sehen dürfen bei den beiden Geparden, darf ich fragen wie es zu diesem tollen Foto kam ?


LG Rik
Themenstarter191 Beiträge · seit 201620. Aug. 2021 ·
@Felix,
die Buchung über die SANPark Website aber sehr einfach und gut aufgebaut
Dies ist richtig, die Realität war jedoch zu unserer Reisezeit so, dass nur Nossob, Mata-Mata und Twee Rivieren immer wieder auftauchte. Wilderness Camps waren extrem selten zu finden. Wir haben deshalb auch Nossob als Zwischenstopp nach Gharagab gefunden.
Es ist lang wäre aber gut machbar.
Ups, da traut Ihr Euch aber etwas zu. Die reine Fahrzeit zwischen Mata-Mata und Gharagab beträgt 7 Stunden, da bleibt nichts für Beobachtungen. 😐 Für uns wäre dies nur infrage gekommen, wenn wir nichts anderes gefunden hätten 😕

@Rik
Ich denke, Du hast das Bild an anderer Stelle gefunden? Ich glaube hier im Forum habe ich es noch nicht verwendet
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Falls es dieses Bild ist, wurde es auf der Lapa Lange Lodge aufgenommen
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166 Beiträge · seit 202121. Aug. 2021 ·
hi, ich meinte so ein BIld wo ich dich (mit deiner Frau?) und den Geparden sah.

oder ich habe mich wohl einfach vertan.

SRY 🙂
Themenstarter191 Beiträge · seit 201622. Aug. 2021 ·
Hallo Westside,
ja da gibt es ein Bild welches auch in der Lapa Lange Lodge aufgenommen wurde.
Auf die Lodge gehe ich noch am Ende des Reiseberichtes ein.
Dort war unsere letzte Übernachtung vor dem Heimflug. Bis zu diesem Teil des Bericht bitte noch etwas Geduld 😉
LG
Klaus
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Themenstarter191 Beiträge · seit 201622. Aug. 2021 ·
KTP zwischen Mata-Mata und Nossob Rest Camp

Der Grenzübergang bei Mata-Mata ist für Gäste aus Namibia kommend das ideale Gate, um in den Kgalagadi Transfrontier Park im südafrikanischen Teil der Kalahari einzureisen. Allerdings erfolgt keine Grenzabfertigung in Mata-Mata, diese muss man in Twee Rivieren, dem Hauptcamp auf südafrikanischer Seite, durchführen. In der Konsequenz bedeutet dies, dass Mata-Mata nur dann genutzt werden kann, wen man dort auch wieder ausreist. Für unsere Reise war dies jedoch optimal da wir nach einer langen Namibia Tour und dem Besuch des KTP wieder zurück nach Windhoek wollten.

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Grenzübergang Mata-Mata

Da der Park im Juni nur zwischen 7:30 bis 18:00 befahren werden darf starteten wir früh von unser letzten Lodge der Kalahari Game Lodge, welche nur 25 km vom Mata-Mata Gate entfernt liegt. Nach rund 30 Minuten erreichten wir das Gate und waren dort die einzigen Gäste, welche in den Park einfahren wollten. Dort galt es zuerst das Formular zur Ausreise aus Namibia auszufüllen, um dann an der Mata-Mata Rezeption einzuchecken. Alle Buchungen wurden dort geprüft und ein Laufzettel (Permit) ausgestellt. Das Ganze klingt kompliziert, wurde aber innerhalb von 30 Minuten erledigt.
Pro Tag im KTP wurde uns eine Gebühr von 356 Rand pro Tag und Person abgeknöpft.

Von Mata-Mata Richtung Twee Rivieren
An der Tanke in Mata-Mata noch den Reifendruck etwas reduzieren und endlich ging es los zu unserem ersten Ziel Nossob. Die Gravel Road war in einem guten Zustand, der Wildbestand jedoch recht mager. Einige Vögel, Oryx und Springböcke waren unsere einzigen Begleiter. Alle Wasserlöcher waren ausgetrocknet und damit keine Anziehungspunkte für die Tiere vorhanden. Die große Dürre der letzten Jahre hatte alles trocken gelegt.

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Springböcke im Auob
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Kapkrähe
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Junger großer Singhabicht
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Webervogelnest hat den Baum eingenommen
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Riesentrappe

Bei der Kamqua Picknick Site gönnten wir uns deshalb eine ausgedehnte Rast und beratschlagten bei einem Gläschen Wein wie wir nun weiter fahren sollten. Das Auob Flussbett erschien uns nicht erfolgversprechend, Zeit hatten wir aber noch reichlich. Wir wollten einfach nicht glauben, dass alle Wasserlöcher im gleichen Zustand sind. Nach dem Motto die Hoffnung stirbt zuletzt, ging es weiter bis zum Batulama Wasserloch, kurz vor der Quertangente Richtung Nossob River, der Lower-Dune-Road. Leider war auch dort nur Staub unser Begleiter.
Kurzerhand ging es deshalb zurück zur Upper-Dune-Road, um unser Glück dort zu versuchen. An der nicht zu verfehlenden Abzweigung mit einem riesigen Steinquader wechselte die Landschaft und es ging über eine sandige Piste und Dünenlandschaft auf die letzten 100 km Richtung Nossob.

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Zwischen Mata-Mata und Kamqua Picnic Site
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Kamqua Picnic Site
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Wegweiser bei Kamqua

Reichlich Strauße, Oryx und ein Schakal gestalteten diesen Streckenabschnitt abwechslungsreicher. Immer wieder waren wir gespannt was uns hinter der nächsten Düne erwartet. Oryx und immer wieder Oryx und die Stille der Kalahari. Auf der gesamten Strecke bis zum Nossob River begegnete uns nur ein Auto. Weiter gings zum Nossob Rest Camp in der Hoffnung dort mehr Glück am Wasserloch mit unseren Sichtungen zu haben.
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Nossob Rest Camp
Nach 201 km bei angenehmer Temperatur von maximal 26 ºC erreichten wir das Nossob Rest Camp. Durch ein Gattertor fährt man hinein ins Camp, danach muss man sich an der Rezeption melden, um den Laufzettel abzugeben und einzuchecken. Im Camp gibt es neben einer Tankstelle, welche wir sofort nutzten auch einen kleinen Laden, der das Nötigste führt. Von kleinen Flaschen mit Amarula über Seife bis zu Feuerholz kann man hier eigentlich alles kaufen, nur frische Lebensmittel sucht man verständlicherweise vergebens. Fleisch gibt es auch, jedoch durchgefroren in großen Tiefkühltruhen.
Zwei Sorten von Chalets und einen Campingplatz gibt es im Camp. Standard Chalets und die neueren Riversite Chalets, welche wir für unseren zweiten Stopp ergattern konnten. Für die eine Nacht als Verbindungsübernachtung nach Gharagab hatten wir leider nur ein altes passables Chalet (C10) buchen können, für eine Nacht i.O. Es ist zwar alles vorhanden jedoch kein Platz mit Wohlfühlcharakter.

Nossob Hide
In der Hoffnung, auf spektakulärere Sichtungen, machten wir uns sofort auf zum Hide. Die Nossob Löwenrudel werden als legendär angepriesen, uns wollten sie aber nicht beglücken!
Dem Ansitz nahe dem Wasserloch kann man sich gedeckt annähern, dort sind Holzbänke mit Sichtschlitzen in drei Richtungen. Leider war die Anzahl der Sitzplätze recht beschränkt. Dies war insofern ärgerlich da im Stehen der Blick durch das Sichtfenster kaum möglich war.
Da dieses Camp etliche Chalets und auch einen Campingplatz besitzt, ist die Besucherzahl relativ groß. Am Hide war deshalb ein kommen und gehen was nicht immer geräuschlos vor sich ging. Wir nutzten deshalb die Hauptbesuchszeit lieber zu einem ausgiebigen Dinner. Lada war für die Vorspeise zuständig, einem Salat aus Tomaten, Paprika, Zwiebeln und „Weißkraut“. Das mit dem Kraut war jedoch ein Lapsus. Eigentlich wollten wir einen Eisbergsalat kaufen, dieser hatte sich jedoch getarnt und so war das Kraut im Salat gelandet. Nachdem die Blätter herausgefischt waren, war es jedoch ein köstlicher Genuss. Ich war dann für Feuer und Fleisch zuständig. Ein sehr leckeres Springbockfilet mit gegrilltem Mais und Folienkartoffeln, dazu ein trockener Rotwein.
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Zu vorgerückter Stunde konnten wir unsere Neugier jedoch nicht zügeln, es ging nochmals zum Hide, nun war die Atmosphäre angenehm. Die vereinzelten Besucher fanden reichlich Platz und eine Tüpfelhyäne mit ihrem Jungen sowie einige Schakale beglückten uns mit ihrer Anwesenheit.
Tüpfelhyäne am Nossob Wasserloch
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Tüpfelhyäne am Nossob Wasserloch

Der erste Tag im KTP war zwar nicht der Renner, wir konnten aber im Traum von Katzen aller Art träumen. Mal sehen was die nächsten Tage bringen.
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