elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201629. Aug. 2021 ·
Wilderness Camp Gharagab im Kgalagadi Transfrontier Park Das Wilderness Camp Gharagab stand für heute auf unserem Programm. Für die relativ kurze Strecke von rund 160 km hatte unser Routing System eine Fahrzeit von 4 Stunden berechnet, wir hatten deshalb reichlich Zeit und wollten möglichst an allen Wasserlöchern zwischen Nossob, Unions End und Gharagab verweilen. Nach dem Motto der frühe Vogel fängt den Wurm, ging es zum Sonnenaufgang in Erwartung auf Katzensichtung nochmals zum Wasserloch Nossob. Um 6:30 Uhr war am Hide noch nichts los, keine Besucher und leider auch keine Tiere. Einzig die Sonne war uns wohl gesonnen und zauberte ein Spektakel an den Himmel. Die morgendliche Kälte sorgte jedoch dafür, dass selbst mein Zwiebelkostüm nach kurzer Zeit nicht den gewünschten Effekt brachte. In Erwartung auf einen heißen Kaffee ging es deshalb zurück zum Bungalow, um in dessen Schutz das Frühstück zu genießen. Ein defekter Herd verweigerte leider seine Unterstützung, weshalb das Frühstücksangebot angepasst werden musste.
Von Nossob nach Unions End Auf einer Wellblech-Pad ging es nun entlang des Nossob von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt. Reichlich Oryx-Herden, Gnus und Rote Kuhantilopen säumten bis zur Lijersdraai Picnic Site unseren Weg. Nachteilig war auf dieser Strecke, das unser Hilux zu tief lag. Hohe Ränder entlang der Pad mit zusätzlichem Buschwerk erschwerte den Ausblick. Eine braune Hyäne, welche die Pad querte, konnten wir deshalb nur kurz beobachten bis sie im Buschwerk verschwand. Ein anderes Fahrzeug mit höherem Aufbau wäre empfehlenswert. An den Wasserlöchern, welche meist kein Wasser führten, ließ sich jedoch kein Wild blicken. Mein persönlicher Eindruck ist, dass die Pumpstationen speziell im nördlichen Bereich, wo die wenigsten Besucher anzutreffen sind, wenig oder gar keine Wartung erhalten. Ohne uns lange aufzuhalten, wollten wir dann doch lieber den Tag im Park verbringen, deshalb wurde alles rasch verpackt. Die nächste Überraschung erwartete uns an der Rezeption. Unseren Laufzettel im Park wurde am Vortag von der Rezeption einbehalten und musste nun beim Verlassen des Camps wieder abgeholt werden. Nach etlichen Versuchen den Zettel zu finden gab die Dame an der Rezeption auf. Der Zettel war nicht aufzufinden, da hatte wahrscheinlich ein anderer Besucher unseren Zettel erwischt. Es blieb dem Personal nun nichts anderes übrig uns ein neues Permit auszustellen, 30 Minuten Geduld waren dazu notwendig. Ausgestattet mit diesem Dokument durften wir dann endlich das Camp durch das zweite Tor Richtung Norden verlassen.
Erst kurz vor Lijersdraai entdeckten wir zwei Löwen, welche es sich zwar nicht am Wasserloch, dafür aber mitten im Nossob bequem gemacht hatten. Leider war die Entfernung für ein gutes Foto etwas zu weit, wir erfreuten uns aber an den Zweien, fanden es jedoch nicht freundlich, dass sie sich bereits nach kurzer Zeit zum gegenüberliegenden Ufer davon machten. Da der Picknickplatz in unmittelbarer Nähe lag, war dies aber eine kleine Warnung die Umgebung dort im Auge zu behalten. Wir wollten ja nicht unsere Snacks mit den Löwen teilen. Im Schatten eines riesigen Kameldornbaumes leisteten uns jedoch nur die gefiederten Gesellen Gesellschaft.
Lijersdraai Picnic Site Kronenkiebitz an der Lijersdraai Picnic Site Zwischen Nossob und Gharagab
Zufahrt zum Camp Gharagab Circa 3 km hinter der Lijersdraai Picnic Site zweigt der Weg nach Gharagab ab. Dieser Weg darf jedoch nicht als Zufahrt verwendet werden, da der Trail nur in einer Richtung befahren werden darf. Vorbei an der Zufahrt zum Grootkolk Wilderness Camp ging es deshalb weiter bis zum trockenen Wasserloch Union’s End, erst dort geht der Trail nach Gharagab ab. Diese zwar sandige, aber mit einem Allradfahrzeug gut zu befahrene Strecke, führt durch abwechslungsreiches reizvolles Gelände vorbei an dem ebenfalls trockenen Wasserloch Gharagab bis zum Wilderness Camp. Der Weg ist zwar teilweise ruppig und kurvenreich, aber ohne großen Steigungen und ohne Tiefsand.
Einige Erdmännchen, Oryx, Steinböckchen Strauße und Schakale waren dabei unsere Zaungäste.
Wilderness Camp Gharagab Nach 7 Stunden erreichten wir um 15:30 Uhr das Camp. Vier Safari-Zelte in angenehmer Entfernung zueinander und ein zusätzliches Zelt für den Camp-Manager Eric auf einer Anhöhe mit Blick auf das im Tal gelegene Wasserloch, mehr gibt es dort nicht. Einsamkeit in unberührter Wildnis, exakt unsere Traumvorstellung. Eric gab uns eine kurze Einweisung und weist uns das Zelt Nummer 4 zu. Innenansicht Zelt Nr. 4 in Gharagab Blick von der Terrasse auf die Kalahari Um die Sicherheit im Camp zu gewährleisten, sollen wir immer die Umgebung im Blick behalten. Falls wir den etwas höher gelegenen Aussichtsturm besuchen wollen, sei Vorsicht geboten. Drei Tage vorher hatte es sich ein Rudel Löwen am Turm bequem gemacht. Zu beachten sei auch, dass die Türe zu unserer Terrasse immer geschlossen werden muss. Wie sich später herausstellte eine weise Entscheidung.
Das Auto konnten wir direkt neben dem Zelt parken, trotzdem räumten wir alle wichtigen Utensilien vom Auto ins Zelt. Wir wollten ja nicht im Dunklen in der Anlage herumtappen. Endlich waren wir in unserem Paradies angekommen. Relaxen auf der Terrasse mit dem Blick ins Tal und zum Wasserloch, entschleunigen war angesagt. Die Vogelwelt begrüßte uns herzlich und quartierte sich als Untermieter ein.
welcher Vogel ?? Besuch der Webervögel
Sie veranstalteten ein Konzert mit erheblicher Lautstärke und forderten auf diese Art wohl ihre Gage ein. Da kann Frau nicht widerstehen und Mann muss eine Vogeltränke bauen, welche sofort von den Vögeln angenommen wurde. Nur gut, dass ich meinen Bohnensack mit Vogelfutter gefüllt hatte. Die Piepmätze machten sich sofort darüber her. Besonders freche Kerlchen hatten auch keine Scheu sich direkt an unserem gedeckten Tisch zu bedienen. Langeweile konnte da nicht aufkommen. Im Tal ging es gemächlicher zu, Springböcke waren die einzigen Gäste.
Gharagab Hide Zum Sonnenuntergang machten wir uns vorsichtig auf den Weg zum Hide. Immer die Umgebung im Blick, nicht das wir über die Löwen stolpern! Leider oder besser Gott sei Dank waren die Katzen nicht da und wir konnten den mit einem Zaun gesicherten Hide erklimmen. Der feuerrote Himmel produzierte ein gigantisches Spektakel, der richtige Augenblick den Sichtungs-Fee-Bestechungs-Willi zu zücken. Auf die Wirkung waren wir gespannt! Bestechungs-Willi für die Sichtungsfee Sonnenuntergang am Gharagab Hide
Zurück auf unserer Terrasse wurde gebrutzelt und die Burenwurst, Lammkotelett und das Grillgemüse zubereitet. Zusammen mit einem schweren Roten ließen wir es uns gut gehen. Endlich entstand auch Bewegung am Wasserloch, der Bestechungs-Willi hatte wohl geholfen. Sechs Fleckenhyänen und eine Braune Hyäne stillten ihren Durst. Das schwache Licht und die Entfernung zum Wasserloch gestaltet die Beobachtung jedoch schwierig. Tipp: Die Zelte 1 und 2 sind zur Beobachtung besser geeignet.
Carpe diem
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elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201629. Aug. 2021 ·
Nächtlicher Leopardenbesuch
Das High Light des Abends kam um 20:30 Uhr. Ein Lichtstrahl aus dem Nachbarzelt wanderte dauernd suchend im Hang herum. Unsere südafrikanischen Nachbarn waren mit einer sehr starken Leuchte ausgestattet und hatten etwas entdeckt. Schnell wurden auch unsere Taschenlampen aktiviert. Die Freude war groß, ein Leo war im Hang zwischen Wasserloch und Zelten unterwegs. Unbeeindruckt von den Lichtstrahlen kam er immer näher. Nur ca. 30 m von unserem Zelt entfernt, war er auf einmal mit einem Satz, in dem dort stehenden Baum verschwunden. Gut getarnt harte er dort aus, einzig das Funkeln seiner Augen war im Licht der Lampen immer wieder zu erkennen. Ich denke, er hatte uns deutlich besser im Blick wie wir ihn. Nach rund 10 Minuten gegenseitiger Beobachtung war er es wohl leid und mit einem Satz auf dem Boden um sich schnurstracks in Richtung unseres Zeltes in Bewegung zu setzen. Jetzt wurde es uns aber mulmig, wollte er uns wirklich einen Besuch abstatten und seine Streicheleinheiten abholen. Der Leopard, ein mächtiger Kerl, war wohl wie alle Katzen nur neugierig und marschierte bis zum Terrassenaufgang. Nur gut, dass wir die Terrassentüre geschlossen hatten. Ein kurzer Blick und er verschwand entlang der Zeltwand und unserem Auto.
Todesmutig oder besser gesagt extrem neugierig schlich Lada an die Ecke und konnte noch den wedelnden Schwanz am anderen Ende des Zeltes bewundern. Ihr Hinweis, er schleicht um unser Zelt, führte bei mir zum sofortigen Rückzug, so dicht wollte ich ihm doch nicht aufs Fell rücken. Naseweis Lada konnte es jedoch nicht lassen und schlich zum anderen Eck unserer Terrasse. Der Schreck war dann aber riesig, beim Blick um die Ecke stand der Leo 2 Meter vor ihr. Ein Satz von Lada und sie war im Zelt. Schnell alles dicht gemacht gab es uns zwar ein Gefühl von Sicherheit aber nur das Gefühl. Wir hatten noch vor Augen wie der Leo in den Baum gesprungen war, da dürfte unser kleiner Zaun kaum ein Problem darstellen. Immer wieder hörten wir, wie er am Zelt seine Krallen wetzte, an schlafen war dann kaum zu denken. Ich bin dann aber wohl doch eingenickt, Lada war der Schreck aber so in die Glieder gefahren, dass der Schlaf sich kaum einstellen wollte. Am nächsten Morgen inspizierten wir vorsichtig die Umgebung, wir hatten ja festgestellt wie gut getarnt der Leo im Baum verschwunden war. Auch unsere Nachbarn waren auf der Suche und wir konnten so unsere Erfahrung austauschen. Ein Foto hatte keiner von uns gemacht, die Aufregung war zu groß. Wir waren uns aber einig, dieses Erlebnis ist so fest im Gedächtnis eingebrannt wie kaum ein anderes. Um zu dokumentieren, dass der Leo vor unserem Zelt stand, gibt es nur ein Foto seiner Spuren.
Resümee: Der Sichtungs-Fee-Bestechungs-Willi war wohl extrem stark, davon bräuchte es mehr, mal sehen, ob das Rezept im Forum zu bekommen ist.
Als ich am nächsten Morgen so gegen 7:00 Uhr den Kopf aus dem Zelt streckte, fror mir fast die Nase ab, Temperaturen im einstelligen Bereich, da musste alles was wärmt herhalten. Selbst die ersten Sonnenstrahlen brauchten ihre Zeit um die Temperatur in einen erträglichen Bereich zu steigern. Eingehüllt in Decken mit einem heißen Kaffee in der Hand wurde es langsam erträglicher.
Unmengen von Springböcken im Tal machte die Temperatur jedoch nichts aus. Sie jagten sich und sprangen in riesigen Sätzen herum. Es war ein formidables Schauspiel.
Als wir dem Camp-Mager Eric von dem nächtlichen Besuch erzählten erfuhren wir, dass der Leo nun schon die zweite Nacht dem Camp einen Besuch abgestattet hatte, da waren wir aber auf die nächste Nacht gespannt. Den Tag nutzen wir, um die Fotos zu sichten, Tagebuch zu schreiben und Ordnung in unsere Klamotten zu bringen. Immer wieder ging dabei der Blick zu unserer Vogelwelt und zum Wasserloch, wo Springböcke und Strauße ein und aus gingen. Erstaunt waren wir auch von der Blütenpracht in dieser doch extrem trocken Gegend, kleine bunt leuchtenden Blüten gab es an allen Ecken.
Ein kleiner Spaziergang in unmittelbarer Camp Umgebung und schon ging es wieder ans Abendessen. Pünktlich mit der Dunkelheit tauchten einige bekannte Besucher auf. Hyänen stillten ihren Durst und eine Wildkatze kaum zu erkennen strich ums Wasserloch. Die Milchstraße über der Ebene verlieh dem Ganzen mit seinen tausenden von Sternen eine irre Aura.
Der Leo wollte aber nicht wieder erscheinen oder er kam erst als wir uns bereits in den Federn verkrochen hatten, um uns vor der Kälte zu schützen. Leider ging es am nächsten Tag weiter, mal schauen, was der Tag so bringt. Gharagab dürfte kaum zu übertreffen sein.
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elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201630. Aug. 2021 ·
Pirschfahrten im Gebiet des Nossob Rest Camp
Unser nächstes Ziel war das Nossob Rest Camp, wo wir auf der Hinfahrt schon eine Nacht verbrachten. Diesmal wollen wir dort zwei Nächte bleiben, um die Umgebung zu erkunden. Gerne wären wir länger in Gharagab geblieben, aber leider geht auch ein langer Urlaub einmal dem Ende entgegen, wir müssen weiter.
Da die Nächte im Juni immer kälter werden ließen wir es langsam angehen. Wir gaben der Sonne eine Chance den Ofen anzuschmeißen, um sich dann bei einem gemütlichen Frühstück nochmals an der Landschaft zu erfreuen. Leider wollte die Tierwelt auch nicht aus den Federn kommen und das morgendliche herumtollen der Springböcke blieb aus. Entweder waren Raubtiere in der Umgebung oder den Kerlen war es auch zu kalt!
Gestärkt mit Rührei, Wurst und Käse machten wir uns dann auf den Weg zum Dankbaar Waterhole, in der Hoffnung dort oder entlang des Trails Wild zu sichten. Wie fast zu erwarten war auch dort kein Wasser und Wild zu finden.
4×4 Trail von Gharagab Richtung Nossob Dieser Teil des Trails gestaltete sich schwieriger als die Zufahrt zum Camp. Sandige Pisten über die Hügel der Kalahari mit Busch und hohem Grass sorgten jedoch für reichlich Abwechslung. Versteckt im hohen Gras etwas zu finden war ausgesprochen schwierig. Zwei Steinböckchen waren auf diesem Streckenabschnitt unsere einzige Sichtung. Sie beobachteten vorsichtig unser gekurve, um dann schnell im Grass zu verschwinden.
Etwa 3-4 km vor dem Ende des Trails wurde unser Hilux und Lada herausgefordert. Ein kurzer steiler und tiefsandiger Abschnitt war per 4×4 nicht zu schaffen. Drei verschiedene Spuren zeugten davon, dass dort schon reichlich Fahrzeuge ihre Probleme hatten. Die Untersetzung und das Sperrdifferenzial mussten nun zeigen, was in der Karre steckt. Zwei Versuche in der rechten Spur endeten kläglich. Da galt es nicht zu verzagen und der nächste Versuch in der linken Spur sollte uns nach oben bringen, leider wieder nichts, kurz vor der Kuppe blieb Lada hängen. Langsam wurde es uns etwas mulmiger. Sollte unsere Unerfahrenheit in solchem Gelände zu einem Problem werden? Nach dem Motto aller guten Dinge sind drei ging es an die mittlere Spur, mit reichlich Gas und Schwung gab es endlich das ersehnte Hurra, geschafft, wir hatten den Hügel erklommen.
Resümee: Bei der Vorbereitung des 4×4 Trails Gharagab hatten wir einige Informationen zu der Piste studiert. Oft wurde dort von schwierigen Pistenverhältnissen berichtet. Im Nachhinein können wir dies nicht pauschal bestätigen. Die gesamte Strecke des Trails kann mit einem 4×4 Wagen gut befahren werden, die einzige Ausnahme bildetet dieser letzte Anstieg.
Ab dem Wegweiser Richtung Nossob ging es dann auf der Wellblech Pad kurz Richtung Süden, bevor Lada eine Vollbremsung hinlegen musste. Hinter einer Kurve hatte eine Herde Rote Kuhantilopen sich die Pad als Ruheplatz ausgesucht. Rund 15 Tiere auf der Pad und im angrenzten Gebüsch, wärmten sich in der Sonne.
Lijersdraai Picnic Site Auf der uns schon bekannten Lijersdraai Picnic Site standen diesmal bereits zwei Fahrzeuge aus Südafrika. Zwei Ehepaare hatten den Grill angeworfen und es duftete herrlich. Ruckzuck wurden wir in die Runde integriert, Braai ist einfach südafrikanische Lebensart. Die Einladung auf ein Bier und Boerewors konnten wir nicht ausschlagen. Boerewors steht in afrikaans für „Burenwurst“ oder „Bauernwurst“ und ist eine zu einer großen Schnecke aufgerollte Grill- bzw. Bratwurst. Wir hatten zwar in Gharagab bereits Burenwurst auf dem Grill, ich musste aber zugestehen, diese war deutlich schmackhafter. Beim Austausch von Erfahrungen kam ein Ereignis zur Sprache, welches man keinem wünscht. Eine der Frauen war in Mata-Mata gestürzt und hatte sich den Arm gebrochen, zusätzlich zierte sie ein blaues Auge und eine ramponierte Nase. Es blieb der Gruppe deshalb nichts anderes übrig als Upington anzusteuern, wo sie operiert wurde und ihr eine Platte eingesetzt wurde. Trotz dieser Komplikationen war sie bestens drauf, ihr Mann musste nun alles machen, alle Achtung. Der etwas längere Stopp war zwar nicht eingeplant, da aber auch kaum Tiere zu sehen waren auch kein Hindernis, es war ein tolles Braai Erlebnis.
Auf dem weiteren Weg waren kaum Tiere unterwegs, unsere Südafrikaner hatten die gleiche Erfahrung gesammelt und bei ihren vielen Besuchen im KTP noch nie so wenig Tiere angetroffen. Ob die Dürre der letzten Jahre dafür verantwortlich ist? Streifengnus im Nossob Flussbett
Riverfront Chalet in Nossob In Nossob angekommen, waren wir gespannt auf die neuen Riverfront Chalets. Unser Chalet Nummer 13 lag zwar etwas abseits vom Wasserloch, war aber um Klassen besser als unser Standard Chalet beim ersten Besuch. Ein großes Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad und eine große Terrasse direkt am Nossob, da fehlte es an nichts, ein Ort zum Wohlfühlen. Das Ganze hätte man nur noch steigern können, indem wir das Chalet Nummer 3 bekommen hätten, dieses hat einen direkten freien Blick auf das Wasserloch.
Nachdem wir es uns gemütlich gemacht hatten, ging es zur Erkundung in das Camp wo Lada unbedingt den Pool erkunden wollte. Das eiskalte Wasser war jedoch nur etwas für Eisbären und Lada, mehr wie die dicke Zeh strecke ich und auch andere Gäste nicht hinein.
In dem kleinen Shop bestellten wir noch Brot für den nächsten Tag, welches von den Mitarbeitern täglich frisch gebacken wird. Als wir unseren Rundgang fast beendet hatten überraschte uns noch eine Schleiereule, welche gut versteckt in einem Baum saß. Den Blick immer nach oben machte ich dann aber die schmerzhafte Erfahrung mit den Dornen darunter. Ein lager Dorn bohrte sich durch meine Sohle und steckte in der Fußsohle. Zur OP ging es deshalb zurück in den Bungalow, zwecks Entfernung und Desinfektion.
Am Hide waren zwar reichlich Schakale, eine Tüpfelhyäne und vor dem Chalet Erdhörchen und Mangusten. Andere Tiere ließen sich indes nicht blicken.
Während des Abendessens überraschten uns dann jedoch drei Löffelhunde, welche direkt vor unserer Terrasse auftauchten, wohl in der Erwartung, dass etwas für sie herunterfällt. Dafür war mir aber das vorzügliche Oryx-Filet, welches wir zusammen mit Spagetti und Tomatensauce verzehrten, zu schade.
Pirschfahrt zwischen Nossob und Kaspersdraai Waterhole Frühes Aufstehen war angesagt, wir wollten direkt nach Öffnung des Gate unsere Pirschfahrt Richtung Twee Revieren starten. 5 ºC zeigte das Thermometer, keine Temperatur um auf der Terrasse zu Frühstücken, nur eine Tasse Kaffee zum Aufwärmen. Als drittes Auto ging es auf die Piste. Um es kurz zu machen, Oryx, Springböcke und Löwenspuren, sonst nichts als tote Hose an den drei Wasserlöchern. Die Löwenspuren am Marie Loop war zwar frisch und gut zu erkennen, verschwanden aber rasch im angrenzenden Buschwerk. Da wir das Frühstück auf eine Tasse Kaffee beschränkt hatten und inzwischen der Magen knurrte, ging es zurück ins Camp, wo wir nun in der Sonne relaxt bei angenehmer Temperatur ausgiebig frühstückten. Den Tag verbrachten wir im Wechsel zwischen Wasserloch und Terrasse. Es tauchten zwar immer wieder unsere Hausgäste Mangusten, Erdhörnchen und Federvieh auf, mehr ließ sich allerdings nicht blicken. Trotzdem verging die Zeit wie im Flug, nette Gespräche mit anderen Besucher, insbesondere mit unseren Nachbarn aus Gharagab waren informativ. Unsere südafrikanischen Nachbarn waren immer noch begeistern vom nächtlichen Besuch des Leo. Sie hatten auf der Rückfahrt mehr Glück und einen Honigdachs entdeckt. Wir hatten an der Stelle nur das Vergnügen reichlich Löcher zu entdecken.
Am späten Nachmittag starteten wir einen zweiten Versuch zum Marie Wasserloch. Einige Autos auf der kleinen Anhöhe weckten die Hoffnung, dass dort etwas los ist. Wir hatten das Glück einen Platz mit super Ausblick zu ergattern und harrten der Dinge, die da kommen. Zuerst passierte gar nichts oder besser wir sahen nichts. Erst als direkt vor uns am Rande eines Gebüschs eine Bewegung entstand, erkannten wir, dass dort eine verletzte braune Hyäne lag. Fasziniert beobachteten wir die Arme, sie war am Kopf mit einer großen Bisswunde gezeichnet und sichtlich erschöpft. Gebannt verfolgten wir das Tier. Ob die Hyäne diese große Verletzung überlebt, wir wissen es nicht. So nah sind wir einer Hyäne noch nie gekommen und beinah hätten wir sie nicht entdeckt.
Erst kurz vor Sonnenuntergang konnten wir uns von dem Anblick trennen und mussten rasch vor Torschluss zurück ins Camp um dort am Hide und auf der Terrasse unseren Untermietern Gesellschaft zu leisten. Unter glutrotem Himmel wurde dann gegrillt. Lammkotelett, Burenwurst zusammen mit Grillkartoffeln, Mais und Rotwein, waren ein vorzügliches Mahl zum Tagesausklang. Lesen und eine Pfeife rauchen zusammen mit dem Wein, dies war Muße pur.
Carpe diem
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Schande auf mein Haupt, dass ich mich bisher hier noch nicht gemeldet habe. Gerade Rückmeldungen motivieren ja immer ganz besonders beim Schreiben von Berichten - zumindest geht es mir in meinen immer so.
Ich lese von Anfang an hier mit. Vielen herzlichen Dank für diesen schönen, informativen Bericht mit klasse Bildern! Durch Deinen Bericht weiß ich jetzt von den lebenden Steinen auf der Alten Kalköfen Lodge und wusste jetzt auch in einem Thread, wo ich etwas wissen wollte, was mit der Glocke in einer Unterkunft gemeint ist.
Bei den Bildern des KTPs werde ich richtig wehmütig. Wir waren dort zweimal, das erste Mal vor zehn Jahren und dann noch einmal zwei Jahre später. Leider hatten wir dann später bei einem weiteren Versuch, kein Glück mit Buchungen … wir haben bisher „nur“ übernachtet in Mata Mata, Nossob, Kieliekrankie, Urikaruus und Grootkolk. Bei Deinen Bildern zu Gharagab habe ich gedacht, toll, da würde ich gerne hin, die Strecke scheint auch machbar, aber die letzte Auffahrt lässt mich jetzt doch wieder zweifeln, ob wir das schaffen würden, zumal wir keinen Hilux fahren könnten (zu hart gefedert) und ich mir nicht sicher bin, ob man dies mit anderen 4x4, wie z. B. Fortuner, bewältigen kann, wenn man keine zu große Allraderfahrung hat.
Danke noch einmal für diesen schönen Bericht.
Viele Grüße Sabine
elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201631. Aug. 2021 ·
Hallo Sabine, es freut mich, dass Dir mein Bericht gefällt. Anbei noch zwei kleine Anmerkungen.
Sabine26 schrieb: Durch Deinen Bericht weiß ich jetzt von den lebenden Steinen auf der Alten Kalköfen Lodge
Falls Du noch nie auf Alte Kalköfen warst, es lohnt sich und die lebenden Steine in dieser Mannigfaltigkeit und Anzahl ist wahrscheinlich einmalig.
wir haben bisher „nur“ übernachtet in Mata Mata, Nossob, Kieliekrankie, Urikaruus und Grootkolk
Bei Deiner Formulierung NUR musste ich schmunzeln 😉 Da habt ihr im Vergaberoulette ja schon viel Glück gehabt.
Bei Deinen Bildern zu Gharagab habe ich gedacht, toll, da würde ich gerne hin, die Strecke scheint auch machbar, aber die letzte Auffahrt lässt mich jetzt doch wieder zweifeln, ob wir das schaffen würden, zumal wir keinen Hilux fahren könnten (zu hart gefedert) und ich mir nicht sicher bin, ob man dies mit anderen 4x4, wie z. B. Fortuner, bewältigen kann, wenn man keine zu große Allraderfahrung hat.
Gharagab ist wirklich zu empfehlen und die Strecke kann mit jedem echten Allrad befahren werden. Unter echt verstehe ich Untersetzung und Sperrdifferential. Wir haben auch keine große Allraderfahrung 🙂
Viele Grüße Klaus
Carpe diem
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Tinochika1'651 Beiträge · seit 201402. Sept. 2021 ·
elotse schrieb:
Nach dem Motto aller guten Dinge sind drei ging es an die mittlere Spur, mit reichlich Gas und Schwung gab es endlich das ersehnte Hurra, geschafft, wir hatten den Hügel erklommen.
Hallo Klaus,
Eure Fahrt über die Hügel von Gharagab nach Nossob erinnert uns sehr an unsere erste Fahrt über diese Strecke. Wir hatten die selben Schwierigkeiten wie Ihr. Erst mit Vollgas und anschließenden Kopfschmerzen durch das „sanfte“ berühren des Dachs von unserem PickUp sind wir hoch gekommen. Den nächsten Versuch werden wir im November unternehmen. Diesmal sind wir allerdings 4 Nächte in Gharagab und nicht wie beim ersten Mal nur eine.
Wir verfolgen Deinen Bericht mit großer Vorfreude und sind gespannt wie es weiter geht.
Viele Grüße Die Tinochikas
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG
Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201603. Sept. 2021 ·
Tinochika schrieb: Den nächsten Versuch werden wir im November unternehmen. Diesmal sind wir allerdings 4 Nächte in Gharagab und nicht wie beim ersten Mal nur eine.
Da beneide ich Euch. Da ihr 4 Tage bleibt könnt ihr ja einen Tag als Rundfahrt über den Trail einplanen. Dann kann fleißig geübt werden und zusätzlich habt ihr den Nutzen, dass dort maximal 4 Fahrzeuge unterwegs sind. VG Klaus
Carpe diem
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Resümee: Der Sichtungs-Fee-Bestechungs-Willi war wohl extrem stark, davon bräuchte es mehr, mal sehen, ob das Rezept im Forum zu bekommen ist.
Hallo ihr Zwei, das mit dem Leo werdet ihr bestimmt nie mehr vergessen! Zum Glück sagen wir bei der Verteilung vom Sichtungs-Fee-Bestechungs-Willi ja immer, dass wir für seine Wirkung keine Verantwortung übernehmen! Ich schätze die Sichtungsfee hat wegen Corona eine längere "Durststrecke" hinter sich und muss sich nun erst langsam wieder an den Willi gewöhnen. Wir waren jetzt in Kenia auch etwas über seine Wirkung auf die Sichtungsfee überrascht. 😗 Ein Rezept für den Sichtungs-Fee-Bestechungs-Trank gibt es eigentlich nicht. Wir verwenden dazu immer den Williams-Christ-Brand der Brennerei Henrich´s in Kriftel - aber die Sichtungsfee ist nicht sehr wählerich und trinkt fast alles was ein paar % Vol. hat !
elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201607. Sept. 2021 ·
Daxiang schrieb: Zum Glück sagen wir bei der Verteilung vom Sichtungs-Fee-Bestechungs-Willi ja immer, dass wir für seine Wirkung keine Verantwortung übernehmen!
Hallo Konni und Bele, jetzt ist dokumentiert, wer diesen leckeren Tropfen "hergestellt" hat. Ich wollte in meinem Bericht keine Namen nennen, da ich befürchte, dass Ihr bei dieser Wirkung, Euch vor Anfragen kaum retten könnt 😎 Wir waren auf jeden Fall von der tollen Idee beim Forums Treff und seiner Wirkung sehr angetan. Nochmals vielen Dank Klaus
Carpe diem
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elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201607. Sept. 2021 ·
Kgalagadi zwischen Nossob und Kalahari Tented Camp
Das Kalahari Tented Camp ist unsere letzte Station im Kgalagadi Transfrontier Park. Eine Strecke von rund 200 km liegt vor uns, d.h. reichlich Zeit um Landschaft und Tierwelt zu bewundern. Als wir jedoch den Kopf aus unserem Chalet strecken, ist der Anblick nicht erbaulich. Eine dichte Wolkendecke verdeckt die Sonne und das Ganze bei 8 ºC, wahrlich kein Wetter um uns anzutreiben. Erst ein starker Kaffee und das frische Brot aus dem Shop belegt mit allerlei Leckereien bring die Maschine langsam in Gang. Danach noch ein letzter Blick zum Wasserloch, welches einsam im trüben Morgenlicht liegt. Tiere wollen sich jedoch nicht einstellen, da können wir nur hoffen, dass am Rande der Pad mehr los ist.
Alles verstaut und in dicke Klamotten gehüllt gehts zur Rezeption, den Laufzettel abholen. Diesmal klappt alles ohne Probleme (nicht wie beim letzten Besuch) und wir können das Marie Wasserloch ansteuern. Die braune Hyäne des Vortags war natürlich nicht mehr anzutreffen, dafür aber eine kleine Gruppe Springböcke. Als uns ein freundlicher Fahrer aus SA jedoch darauf aufmerksam machte, dass er nicht weit entfernt am Hang Geparden gesichtet hatte, war klar, nichts wie hin. Ohne den Hinweis hätten wir die eleganten Jäger wahrscheinlich kaum entdeckt. Hoch oben am Hang beobachtete eine Gruppe von 5 Geparden das Geschehen im Tal. Um gute Fotos zu machen waren sie leider zu weit entfernt. Der Anblick der Tiere, welche uns von ihrem Hochsitz beobachtete, war spektakulär. Es stellte sich nur die Frage wer beobachtet wen.
Beschwingt nach dieser Sichtung ging es dann ein kurzes Stück entlang des Nossob Richtung Süden. Hinter einer der nächsten Kurven wartetet die nächste Überraschung. Zwei Geparden kreuzten unseren Weg, waren aber schnell in den angrenzenden Büschen verschwunden. Diese Sichtungen ließen uns das trübe Wetter nahezu vergessen, einzig die Temperatur welche den gesamten Tag 15 ºC nicht überschritt wollte nicht zum Wohlbefinden beitragen. Das erste Mal während unserer Namibia Reisen musste die Heizung im Auto herhalten. Webervogel-Nest vor dicker Wolkendecke Upper Dune Road, Regenwolken ziehen auf
Entlang der einzelnen Wasserlöcher ging es ohne „nennenswerte“ Sichtungen über die Upper Dune Road bis zum Kamqua Picknick Platz. Die aufziehenden Regenwolken verpassten der Kalahari eine düstere, beeindruckende Stimmung. Oryx Antilopen, Springböcke, Strauße und Schakale sorgten dafür, dass immer was zu beobachten war und wir nur langsam weiter kamen.
Kamqua Picnic Site Als wir gegen 14:00 Uhr den Picknickplatz erreichten musste ich mich überwinden den warmen Wagen zu verlassen. Picknick im Winter mag zwar für Eisbären wie Lada verlockend sein, ich konnte dem jedoch nichts abgewinnen. Vorteilhaft war nur, dass die Getränke kühl blieben.
Als es bei der Weiterfahrt, auch noch zu regnen anfing, musste erstmalig unser Scheibenwischer seine Berechtigung unter Beweis stellen. Die Vegetation war dankbar für den kurzen Regenschauer und konnte wahrlich mehr vertragen.
Eine Giraffe am Straßenrand war das erste Anzeichen, dass wir kurz vor dem Kalahari Tented Camp waren, nur in dieser Gegend des KTP sind diese Tiere anzutreffen.
Giraffen im KTP Zum Thema Giraffen im KTP habe ich folgenden Hinweis bei BWANA gefunden welchen ich hier gerne wiedergebe:
Giraffen befinden sich lediglich im Bereich Mata Mata – Urikaruus. Man hat im Park einmal ein Giraffenskelett gefunden und daraus geschlossen, dass die Giraffe hier einmal natürlich vorkam. Man hat dann in den 80er Jahren Angola – Giraffen (Giraffa camelopardalis angolensis ) aus Etosha in den Park translokiert. Das Problem ist, das dort eigentlich die Kap-Giraffen (Giraffa camelopardalis giraffa ) aus Südafrika hingehören. Zum damaligen Zeitpunkt war die Biologische Abteilung des Etosha Nationalpark allerdings die beste Afrikas und nur diese in der Lage so einen Tiertransport durchzuführen. Seitdem gibt es Gastarbeiter aus Etosha im KTFP.
Kalahari Tented Camp Kurz vor dem Kalahari Tented Camp verlässt die Pad den Aoub River und erklimmt einen Hügel, auf welchem das Camp thront. Mit 15 Wohneinheiten ist das Camp das größte Wilderness Camp im KTP, inmitten des Giraffengebietes gelegen. Die Zelte am Rande des Hügels gelegen teilen sich den Blick auf das entfernte Wasserloch. Von unserem Zelt Nummer 5 war das Wasserloch jedoch nicht zu sehen, nur der Blick in das Tal war eingeschränkt durch die Bäume möglich. Tierfotos sind bedingt durch die große Entfernung kaum möglich, dies war aber kein Problem da sich auch keine Tiere blicken ließen.
Die Unterkünfte inkl. Stellplatz sind durch einen Zaun geschützt. Zusätzlich zum Zelt bestehend aus Schlafraum und Bad gibt es eine separate Hütte welche als Küche und Grillplatz genutzt werden kann. Die zugehörige Terrasse ist zwar hübsch gelegen, lag aber total im Schatten, was bei der Kälte nicht zum Relaxen einlud, im Sommer kann ich mir dies aber als schönes Plätzchen vorstellen.
Schlafzelt mit Badanbau Küchen und Grillplatz
Blick vom Grillplatz ins Tal
Zusätzlich zu den Zelten gibt es noch einen hübschen, kleinen Pool mit Sonnendeck. Er bietet im Sommer wahrscheinlich eine willkommene und erfrischende Abkühlung, bei unserem Besuch war es selbst Lada zu kühl. Mehr wie einen Finger wollte auch sie nicht hineinstecken. Pool des Kalahari Tended Camp Pool des Kalahari Tended Camp
Die kalte Terrasse und ein verdeckter Blick ins Tal veranlassten uns die verbleibende Zeit bis Sonnenuntergang zu einer kurzen Pirschfahrt zu nutzen, leider aber ohne Erfolg. Einziger Vorteil dieser Aktion war eine funktionierende Heizung in unserem Hilux. Zurück im Camp entdeckten wir im Gipfel eines weit entfernten Baumes ein Adlernest, leider war auch mit dem Fernglas nur eine eingeschränkte Beobachtung möglich. Um unsere Stimmung aufzuhellen wurden dann die restlichen Vorräte geplündert und ein leckeres Mahl aus Springbockfilet mit einer Gemüsemischung aus Kartoffeln, Paprika, Zwiebel und reichlich Knoblauch gezaubert. Besteck ist etwas groß ausgefallen Von dem Geruch angelockt patrouillierten nach kürzester Zeit unsere Untermieter, einige Schakale vor der Terrasse in der Hoffnung etwas abzustauben. Als der Grill seine Heizkraft verlor, ging es früh, gekleidet wie zu einer Skitour, in die Koje. Mein Kommentar dazu: Im Kühlschrank wollte ich eigentlich nicht schlafen.
Carpe diem
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Hallo Konni und Bele, jetzt ist dokumentiert, wer diesen leckeren Tropfen "hergestellt" hat. Ich wollte in meinem Bericht keine Namen nennen, da ich befürchte, dass Ihr bei dieser Wirkung, Euch vor Anfragen kaum retten könnt 😎
Hi Klaus, Bele war an dieser Aktion ausnahmsweise nicht beteiligt - dafür aber Silke (Paiguai), die eigentlich die Idee hatte. Die Anfragen halten sich auch in Grenzen, denn mittlerweile dürften eigentlich die meisten, die die letzten 2 Treffen in Büsnau dabei waren so ein Fläschchen haben. 😗
elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201610. Sept. 2021 ·
Daxiang schrieb: Bele war an dieser Aktion ausnahmsweise nicht beteiligt - dafür aber Silke (Paiguai), die eigentlich die Idee hatte. Die Anfragen halten sich auch in Grenzen, denn mittlerweile dürften eigentlich die meisten, die die letzten 2 Treffen in Büsnau dabei waren so ein Fläschchen haben. 😗
Schande auf mein Haupt 😈 da habe ich doch die wichtigste Person "Silke" vergessen. Die einzige Entschuldigung, die mir einfällt ist: Büsnau liegt wegen Corona so lang zurück. Ich hoffe wir schaffen es bald wieder LG Klaus
Carpe diem
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Enilorac65770 Beiträge · seit 201710. Sept. 2021 ·
Hallo Klaus, ein ganz toller Bericht! Herzlichen Dank für‘s Teilen von euren schönen Erlebnissen! Nur die Kälte müsste ich nicht haben… liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201615. Sept. 2021 ·
Lapa Lange Lodge, Abschied vom Kgalagadi Transfrontier Park
Unsere letzte Station auf unserer Namibia Rundreise, die Lapa Lange Game Lodge steht heute auf unserem Programm. Es heißt, Abschied nehmen vom Kgalagadi Transfrontier Park. Nach den Selbstversorger Unterkünften im KTP wollten wir zum Abschluss unserer Reise noch zwei Tage in einer schönen und komfortablen Lodge abhängen. Die morgendliche Temperatur von 5 ºC machte uns den Abschied leicht. Das Aufstehen kostete allerdings einiges an Überwindung, schnell aus dem warmen Bett und rasch in die leider noch kühlen Klamotten. Es stellte sich uns nur die Frage wie es hier im namibischen Winter aussieht. Temperaturen bis zu minus 15 grd sollen dann möglich sein! Eingehüllt in eine Decke mit einem heißen Kaffee in der Hand suchen wir die Sonne, welche aber nur eine kleine Ecke unserer Terrasse bescheint. Ein schnelles Frühstück, ein letzter Blick auf das Flussbett und schon ging es nochmals auf einen Abstecher zum Craig Lockhart Waterhole. Leider war uns auch an diesem Morgen das Sichtungsglück nicht gut gesonnen, deshalb ging es zurück nach Mata Mata. Tanken, Reifen aufpumpen und Grenzkontrolle ging dort schnell vonstatten, da wir das einzige Auto am Grenzübergang waren.
Entlang des Olifants River zur Lapa Lange Lodge
Für die Fahrt zu Lodge folgten wir zuerst der C15 entlang des Auob River, um dann auf die D1033 entlang des Olifants River zu wechseln. Diese Strecke ist landschaftlich sehr reizvoll und ist der Strecke über die C15 vorzuziehen. Tour-Map von Mata-Mata zur Lapa Lange Lodge Details der Tourkarte findest Du hier….
Kalahari Impression
Rote Kalahari Dünnen durchsetzt mit grünen Bäumen und fast keinerlei Verkehr. Immer wieder poppen herrliche Fotomotive auf, der Kontrast ist überwältigend. Entlang der Pad liegen viele gepflegte Farmen mit prächtigen Anwesen. Erdhörnchen und Klippschliefer huschen über den Weg und vervollständigen das Gesamtbild.
Lapa Lange Lodge Nach 280 km, bei herrlichem Sonnenschein, erreichen wir am frühen Nachmittag die Lapa Lange Lodge wo wir herzlichst empfangen werden. Die Temperatur hatte auch ein Einsehen und war auf 24 grd emporgeklettert. Unser Waterhole Chalets C5 mit je zwei Schlafzimmern und Bädern sowie einem großen Wohnzimmer war für uns Zwei eindeutig überdimensioniert, wir hatten dieses Chalet aber wegen seiner direkten Lage am Wasserloch gewählt. Viele Accessoires schafften sofort eine heimelige Atmosphäre, ein Platz mit Wohlfühlcharakter. Drei dieser Chalets und zwei noch größere Villen erlauben von den Terrassen den direkten Blick auf das angrenzende Wasser.
Blick auf die Waterhole Chalets Pool und Wasserloch der Lapa Lange Lodge Blick auf das Hauptgebäude der Lapa Lange Lodge Speisesaal der Lapa Lange Lodge
Die gesamte Anlage ist eine grüne Oase, sie ist äußerst großzügig angelegt und kann bis zu 68 Gäste beherbergen. Ein Pool, Konferenzraum und großer Speisesaal in der Lapa sowie die Zimmeranzahl sind eindeutiges Indiz, dass die Anlage für große Reisegruppen konzipiert ist.
Nachdem wir es uns auf der Terrasse gemütlich gemacht hatten, konnten wir uns sofort von den Vorzügen der Waterhole Chalets überzeugen. Am Wasser herrschte ein kommen und gehen immer neuer Tiere. Wir waren bereits nach kurzer Zeit von der Vielzahl der Tierarten überwältigt.
Terrasse des Waterhole Chalet Elipsen Wasserböcke
Gruppenreisen auf Lapa Lange Gegen 17:00 änderte sich das Gesamtbild, ein Reisebus mit rund 50 Franzosen lud seine Ladung ab. Alle wuselten durch die Anlage auf der Suche ihrer Zimmer und um noch schnell ein Selfie zu erstellen. Der Spuk war allerdings schnell vorbei, da die Gruppe auf Safari-Fahrzeuge verteilt zu einem Game-Drive aufbrach. Ups, da waren wir aber froh, dass wir uns nicht zu einem solchen Game-Drive animieren ließen. Die Fahrzeuge waren proppenvoll und die Anlage wieder wie verlassen. Den Tieren am Wasserloch wurde keine Aufmerksamkeit gewidmet, das Tourprogramm ließ keine Zeit für solche Aktivitäten!
Uns und drei anderen Familien war es nur recht, so hatten wir die Anlage wieder für uns alleine. Der Fairness halber muss ich jedoch sagen, für Gruppenreisende mit nur 2 bis 3 Wochen Zeit, um Namibia zu bereisen ist dies sicherlich keine schlechte Lösung. Das Management Konzept der Anlage ist eindeutig auf solche Gruppen ausgerichtet und sicherlich auch angewiesen.
Das Abendessen in der sehr schönen Lapa war vorzüglich, ein reichhaltiges Buffet mit allerlei Köstlichkeiten in guter Qualität war beeindruckend. Angenehm war auch, das die Reisegruppe etwas abseits an einem langen Tisch platziert war und auch erst recht spät von ihrem Game-Drive zurückkam, d.h. das Buffet wurde nicht gleich von der Masse vereinnahmt.
Die angenehme Hintergrundmusik während des Dinners währt jedoch nur bis zum Ende der Mahlzeit, danach schaltete die Managerin auf ein Unterhaltungsprogramm mit Ballermann Charakter um. Der Schallpegel ging hoch und angeregt durch das Personal entwickelte sich alles in Richtung Disco. Als dann auch noch eine Polonäse durch die Lapa losging wurde es mir jedoch zu viel. Disco in einer Lodge war eine neue Erfahrung und entsprach nicht meiner Vorstellung eines Namibia-Urlaubs. Als Lada dann noch von der Musik animiert die Tanzfläche besuchte, war es endgültig zu viel für mich und ich flüchtete aus der Lapa. Die Franzosen und auch Lada hatten jedoch ihren Spaß an der Ballermann-Atmosphäre.
Zurück am Wasserloch durfte ich mich dafür an zwei Nashörnern erfreuen, welche sich trotz der Musikbeschallung in aller Ruhe am Wasserloch vergnügten. Als Lada kurz danach auch die Nasse voll hatte und sich zu mir gesellte waren wir froh über unsere Terrasse und konnten dort bei „einem Gläschen“ Wein die Tiere und den Sternenhimmel genießen.
Der nächste Morgen war erfreulich, die Reisegruppe war bereits in aller Frühe aufgebrochen und in der Lodge kehrte wieder Ruhe ein. Resümee: Wer diese Lodge bucht, muss mit Großveranstaltungen wie Hochzeiten, Tagungen und Reisegruppen rechnen.
Tierwelt auf Lapa Lange Am folgenden Tag ging alles beschaulich und ruhig zu und von einer weiteren Reisegruppe blieben wir verschont. Ein sonniger Tag nur für uns, dies war exakt unsere Vorstellung zum Abschluss unsere Rundreise. Das Wasserloch sorgt zusätzlich immer wieder für Überraschungen, eine solche Vielzahl von unterschiedlichen Tieren hatten wir nicht erwartet. Elenantilope Hochbetrieb am Wasserloch Strauße Kammblesshuhn Giraffe Breitmaulnashorn Weißer Blessbock Gnuherde am Wasserloch Rote Kuhantilope
Der Pool war zwar schon sehr kalt und wurde am Abend dann zum Abschluss der Sommersaison abgelassen. Lada war der letzte Gast, welcher noch ein Bad, im eiskalten Wasser nahm. Die Managerin konnte es kaum glauben, das bei dieser Temperatur noch jemand den Pool nutzte, sie kannte meine Eisbärin halt nicht!
Cheetah Encounter -Geparden-Besuch High Light unseres Aufenthalts auf der Lodge war der Besuch bei den Geparden. Auf dem Farmgelände werden in zwei Freigehegen 5 Geparden gehalten. Zwei der Großkatzen sind eindeutig Wildtiere, welche wahrscheinlich auf anderen Farmen gefangen wurden und in einem extra Gehege gehalten werden. Drei zahme Geparden können aus nächster Nähe besichtigt werden. Der Zugang zu den Gehegen ist nur in Begleitung eines Führers erlaubt. Von ihm erfuhren wir, dass die drei zahmen Geparden als Kleintiere auf die Farm kamen, da das Muttertier auf einer anderen Farm erschossen wurde. Die drei wurden dann mit der Flasche groß gezogen und streunten anfänglich sogar durch das gesamte Lodge Gelände. Ausgewachsen suchen zwei der Tiere immer noch die Nähe des Pflegers und können in seinem dabei sein sogar gestreichelt werden. Mit gemischten Gefühlen ging es mit dem Führer ins Gehege und die Zwei kamen auch sofort um den Pfleger und uns zu begrüßen. Der Dritte im Bunde blieb in einiger Entfernung und beobachtete das Geschehen. Nach anfänglicher Scheu von uns, nicht von den Geparden, wagten wir es dann die Tiere zu streicheln. Von der Reaktion waren wir leicht überrascht, die Großkatzen verhielten sich wie Haustiger zu Hause, sie schnurrten und schmusten mit uns. Diese Nähe und das Verhalten waren beachtlich, so nah und intensiv hätten wir uns das Erlebnis nicht vorgestellt.
Kritiker werden jetzt wahrscheinlich den Kopf schütteln und den Begriff Streichelzoo verwenden, man muss aber bedenken, das der Lebensraum dieser Tiere in Namibia durch die vielen Zäune sehr gegrenzt ist und auf Farmen mit Tierhaltung diese Jäger keinen Platz finden und bejagt werden.
Farmrundgang Lapa Lange Den Nachmittag nutzen wir zu einem kleinen Farmrundgang, gerne hätten wir eine größere Runde gedreht, mussten aber feststellen, dass der überwiegende Teil der Anlage nur als geführte Tour besichtigt werden kann. Einen solchen Game-Drive kann man sich jedoch sparen, man muss nur Geduld haben. Alle Tiere kommen früher oder später ans Wasserloch, wo sie aus kurzer Distanz beobachtet werden können. Schön anzusehen ist ein größerer Kakteen-Garten mit prächtigen Exemplaren, welche teilweise auch ihre Blüten entfaltet hatten.
Hinweise
In unmittelbarer Nähe der Lodge führt M29, entlang welche zwar kaum befahren ist, wenn jedoch ein LKW dort entlang brettert, hat man den Eindruck ein Güterzug sei unterwegs.
Für eine Lodge in dieser Preislage war das Wi-Fi Netz sehr lahm, zusätzlich mussten wir uns für jeden Tag einen neuen Zugangscode besorgen.
Der Blick aufs Wasserloch ist von den Waterhole Chalets gut, jedoch durch einen zu hohen Sichtschutz behindert. Einen guten Blick hat man nur im Stand.
Die Terrasse vor der Lapa ist groß, im Gebäude ist jedoch nur ein kleiner Aufenthaltsraum verfügbar. Dies ist im Sommer sicherlich kein Problem, im Winter jedoch ein Manko.
Insgesamt hat es uns sehr gut gefallen, die Anlage und die Zimmer waren gepflegt und geschmackvoll eingerichtet. Das Essen und der Service waren vorzüglich. Der Speisesaal war toll möbliert, eine der besten Lapas welche wir kennengelernt haben. Die Tierwelt war gigantisch, jedoch auch mit Tieren aus anderen Regionen bestückt. Einziges Manko ist das Reisegruppenerlebnis, ich denke aber damit kann man leben.
Carpe diem
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elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201622. Sept. 2021 ·
Abschied von Namibia, das Afrika Fieber hat uns gepackt
Abschied von Namibia steht heute auf dem Programm, leider geht es nun auf die letzte Etappe unserer Namibia-Rundreise. Bereits am Vortag hatten wir unseren Hilux ausgeräumt. Es ist unglaublich was sich so alles wiederfindet. Rückbank hochklappen, unter den Sitzen suchen, alle Ecken und Lücken überprüfen, der Wagen hatte einiges zu bieten. Etwas Bares kam dabei auch noch zum Vorschein, es war ja für alle Fälle gut versteckt.
Nach einem letzten vorzüglichen Frühstück auf Lapa Lange galt es nun alles in die Reisetaschen zu verstauen. Ich hatte zwar angefragt, ob ein späterer Check-out um 12:00 Uhr möglich ist, leider wurde dem Wunsch nicht entsprochen und wir mussten bis 10:00 Uhr unseren Bungalow räumen. Die Reisetaschen waren schnell gepackt, wir konnten danach aber nicht mehr die Terrasse unseres Bungalows nutzen und mussten uns vor der Lapa die Zeit tot schlagen. Dies war zwar kein Beinbruch, aber bei nur drei belegten Bungalows nicht unbedingt kundenfreundlich. Abschied von Lapa Lange
Da wir reichlich Zeit bis zum Abflug um 21:35 hatten versuchte ich zuerst per Internet Sitzplätze zu reservieren, das System wollte aber partout nicht reagieren. Telefonisch konnten wir auch keinen Kontakt mit Air-Namibia aufzunehmen, da wollte keiner abnehmen. Auch die freundliche Dame an der Rezeption konnte nicht weiter helfen. Ob unser Flug überhaupt geht und wenn zu welcher Zeit, solche Fragen gehen einem dann natürlich durch den Kopf.
Noch ein kleiner Spaziergang durch die Anlage und ein letzter Blick zu den Geparden und schon rückte die Uhr Richtung 12:00 Uhr vor. Zu spät wollten wir auch nicht starten, es lagen ja noch 355 km bis zur Mietwagenfirma vor uns und bei unserem Pech mit den Reifen musste selbst ein vierter Wechsel eingeplant werden.
Nach 4,5 Stunden erreichten wir ohne Panne, auf gut ausgebauten Straßen, unsere Mietwagenfirma African Tracks. Die Übernahme ging flott, ohne jegliche Beanstandung über die Bühne und ehe wir uns versahen, saßen wir schon im Transferfahrzeug zum Flughafen. Wehmütig ging der Blick in die Ferne, Namibia sagte ade. Abschied von Namibia
Flug von Windhoek nach Frankfurt, Abschied von Namibia Viel zu früh waren wir letztendlich am Flughafen. Der Air Namibia Schalter war noch geschlossen und eine Gepäckaufgabe nicht möglich. Erfreulicherweise war aber ein Mitarbeiter bereit uns die Sitzplätze zu reservieren. Um 18:30 Uhr wurde dann der Schalter, 3 Stunden vor Abflug, geöffnet und wir konnten endlich unser Gepäck loswerden. Noch ein gemütliches Essen im Flughafenrestaurant, Erinnerungen austauschen und schon ging es planmäßig in die Maschine, welche nur zu rund 50 % gefüllt war. Lada nutzte dies sofort und konnte eine komplette Mittelreihe ergattern. Platz hatten wir so ausreichend, aber selbst unter Zuhilfenahme von Schlaftabletten war an einen echten Schlaf nicht zu denken. Ich bewundere immer die Reisenden, welche kaum in der Maschine tief und fest schlafen.
Planmäßig landete unsere Maschine in Frankfurt, von wo aus wir einen Intercity Sitzplatz nach Stuttgart reserviert hatten. Zeit bis zur Abfahrt war reichlich vorhanden, sodass wir in einer Bäckerei noch ein leckeres belegtes Brötchen genossen. Dies war nach dem miserablen Essen von Air Namibia ein echtes High Light. Rechtzeitig zur geplanten Abfahrtzeit standen wir am Bahnsteig und oh Wunder, der Zug fährt pünktlich ein!
Panik im Zug Den Sitzplatz hatten wir rasch ausfindig gemacht, das Gepäck verstaut, aber oh Schreck der Zug läuft in Frankfurt Hauptbahnhof ein und die zusätzlich Durchsage „nächster Halt Hanau“ löste bei uns Panik aus, wir saßen im falschen Zug. Da auch schon die ersten Reisenden in den Zug drängelten und wir gegen den Strom der Fahrgäste ankämpfen mussten, entstand ein heilloses Durcheinander. Gerade noch rechtzeitig konnte ich mit einer unserer Taschen die Tür blockieren und die Abfahrt verhindern. Die Zugbegleiter waren zwar nicht erfreut, wir hatten es aber geschafft nicht weiter in die falsche Richtung zu fahren.
Da standen wir Zwei ganz schön bedeppert auf dem Bahnsteig. Die einzige Erklärung für das Dilemma war: Namibia wollte uns nicht loslassen und die DB hatte uns zur Unterstützung mal wieder einen Streich gespielt. Der Zug fuhr zwar planmäßig ab, es war aber nicht unserer. Zur Entschuldigung der Bahn müssen wir aber eingestehen, dass wir noch im entschleunigten Namibia Modus waren und Durchsagen in diesem Modus nicht vorkommen.
Ein freundlicher DB-Angestellter hatte Verständnis für unser Dilemma und aktivierte unsere Tickets für den nächsten Zug. Die restliche Heimreise verlief dann zwar verzögert aber ohne Probleme.
Resümee unserer Namibia-Rundreise zwischen Etosha, Fish River und KTP Unsere Rundreise von Windhoek zum Etosha und von dort über die Namib bis in den äußersten Süden von Namibia zum Fish River, mit einem Abstecher in den KTP war gigantisch. Unmengen unterschiedlichster Tiere, teilweise hautnah, durften wir entdecken. Landschaften wie die Namib, Kalahari und der Fish River begeisterten uns mit ihrer Weite, Einsamkeit und gestalterischen Vielfalt. Wir erlebten Namibia mit all seinen Facetten. Als Selbstfahrer konnten wir stoppen, wo wir ein besonderes Highlight entdeckten und dabei genügend Zeit zum Entspannen und Genießen finden.
Die grenzenlose Weite Afrikas, die unglaubliche Vielfalt der Tierwelt und Farbenpracht der Landschaft verleiteten zum Träumen. Die Sonnenuntergänge in ihrem gigantischen Feuerspektakel, das Firmament mit seinen Abermillionen von Sternen, werden uns in Erinnerung bleiben.
Das Afrika Fieber hat uns gepackt, wir planen schon wieder.
Ich hoffe, mein Bericht hat in der Coronazeit etwas Namibia-Feeling ins heimische Wohnzimmer gebracht und verabschiede mich von allen, welche auf den Beifahrersitzen Platz genommen hatten.
VG Klaus (elotse)
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Gabi-Muc2'192 Beiträge · seit 201622. Sept. 2021 ·
Hallo Klaus,
herzlichen Dank für Deinen schönen Bericht. In der Lapa Lange Lodge waren wir zu Corona-Zeiten, da kam glücklicherweise kein Busfeeling auf.
An Deinem Bericht kann man gut erkennen, wie das Reisen vor Corona war. Ich hoffe, es kommt bald wieder so.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201623. Sept. 2021 ·
Gabi-Muc schrieb:In der Lapa Lange Lodge waren wir zu Corona-Zeiten, da kam glücklicherweise kein Busfeeling auf. An Deinem Bericht kann man gut erkennen, wie das Reisen vor Corona war. Ich hoffe, es kommt bald wieder so.
Hallo Gabi, es freut mich, wenn Dir der Bericht gefallen hat. Wie Du selber bemerkt hast, hat Corona auch etwas "Gutes"! Busladungen auf einer Lodge entwickeln halt eine Eigendynamik.
Daxiang schrieb:Namibia-Feeling ins heimische Wohnzimmer
Hallo Konni, vielen Dank für Deine Begleitung. Ich hoffe wir schaffen es mal wieder mit einer persönlichen Begegnung in Büsnau
PS: Der Bericht ist zwar zu Ende, die Sehnsucht nach fernen Zielen bleibt. Ich starte deshalb am Samstag zu einem Segeltörn in die Dodekanes (GR). In der Zeit werde ich wahrscheinlich nicht auf Fragen reagieren können. Kalymnos die Schwammtaucher-Insel
VG Klaus
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Sabine261'394 Beiträge · seit 200923. Sept. 2021 ·
Hallo Klaus,
vielen lieben Dank für diesen tollen Bericht. Ich habe von Beginn an mitgelesen und mich jedes Mal gefreut, wenn ein neuer Tag eingestellt wurde. Besonders gut gefallen haben mir auch Deine ausgesprochen hilfreichen Infos in Deinen Texten.
Ihr habt wirklich eine ganz tolle Reise unternommen!
Schade, dass die Lapa Lange Lodge Euch bei dieser geringen Belegung nicht 2 Stunden länger das Zimmer länger hat nutzen lassen.
Jetzt wünsche ich Dir (Euch?) einen tollen Segeltörn - auch wenn dies für mich nichts wäre, so seekrank wie ich immer werde, da hilft leider gar nichts dagegen.