Vorstoß aus Regierung: Gutscheine statt Erstattung

316 Antworten · 40,2k Aufrufe · gestartet 26. März 2020 von mika1606
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1’114 Beiträge · seit 200911. Mai 2020 ·
Lotusblume schrieb:...
Wer möchte kann gerne solche Machenschaften solidarisch mit Gutscheinen unterstützen. Punkt.
Überlege gerade ob mir noch irgendeine Möglichkeit einfällt, den Unterschied zwischen einer Fluggesellschaft und einem Reiseveranstalter zu verdeutlichen.
Ist aber eigentlich egal - ich glaub viele Leser haben die Message kapiert. Ausrufezeichen. lol
1’948 Beiträge · seit 200911. Mai 2020 ·
Moin Seyko,
wenn es nicht so traurig wäre, würde ich gerne mit lolen.

Fakt ist, dass Lufthansa und Eurowings (natürlich noch viele andere Airlines) ihren Kunden Gutscheine unterjubeln wollen.
Was diese Feststellung (Gutscheine) mit dem Unterschied Airline - Pauschalreise zu tun hat entzieht sich mir, aber vielleicht fällt dir doch noch was ein?

Reisende sollten zumindest die Wahl haben zwischen einem Gutschein mit staatlicher Insolvenzsicherung und einer Auszahlung des Geldes, egal ob es sich um eine Pauschalreise oder Nur-Flug (Airline) handelt.
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
2’391 Beiträge · seit 201611. Mai 2020 ·
Hallo Lotusblume,
Nicht Airline - Pauschalreise, sondern Airline - Reiseveranstalter schrieb Syko.
Liess doch bitte dazu den Blog von Carsten Möhle. Den Link habe ich hier schon reingesetzt.

Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
1’948 Beiträge · seit 200911. Mai 2020 ·
Hallo Sasa,
danke für die Richtigstellung.
Dies ist aber bzgl. der Gutscheine auch nicht relevant, denn Reiseveranstalter/Reisebüros verkaufen die Pauschalreise.
Den Blog hatte ich bereits, vor deiner Einstellung hier, gelesen. Mir ist das Problem der Reisebüros/Reiseveranstalter/Airlines/Hotels etc. durchaus bewusst, aber warum soll der Kunde dafür gerade stehen, wie ein Reisebüro sein Konstrukt (Verhältnis zu den Anbietern vor Ort, Airline, Hotels etc.) aufgestellt hat, welches nun zusammen gebrochen ist? sh. #588493

Im Übrigen werden die Reiseveranstalter/Reisebüros immer dreister. Manche versuchen derzeit, einen Teil ihrer Kosten zu kompensieren, indem sie ihren Kunden Aufwandsentschädigungen für die Rückabwicklung der Reise in Rechnung stellen. Es besteht keinerlei rechtliche (und sicherlich auch vertragliche) Grundlage für einen Zahlungsanspruch seitens der Veranstalter. Dieser Weg geht eindeutig zu Lasten der Verbraucher, um die weggefallenen Provisionen auszugleichen - bei allem Verständnis für die schwierige Situation der Reisebranche. (Meine Kollegin ist davon betroffen, sie soll 150 € (dies entspricht ca. 10% der Gesamtkosten) für eine nicht stattgefundene Portugal-Pauschalreise zahlen.)
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
661 Beiträge · seit 201511. Mai 2020 ·
@Lotusblume

Dieser Weg geht eindeutig zu Lasten der Verbraucher, um die weggefallenen Provisionen auszugleichen - bei allem Verständnis für die schwierige Situation der Reisebranche. (Meine Kollegin ist davon betroffen, sie soll 150 € (dies entspricht ca. 10% der Gesamtkosten) für eine nicht stattgefundene Portugal-Pauschalreise zahlen.)[/

So what!! Jammern auf hohem Niveau!!
Malbec
1’948 Beiträge · seit 200911. Mai 2020 ·
Malbec schrieb:@Lotusblume

Dieser Weg geht eindeutig zu Lasten der Verbraucher, um die weggefallenen Provisionen auszugleichen - bei allem Verständnis für die schwierige Situation der Reisebranche. (Meine Kollegin ist davon betroffen, sie soll 150 € (dies entspricht ca. 10% der Gesamtkosten) für eine nicht stattgefundene Portugal-Pauschalreise zahlen.)[/

So what!! Jammern auf hohem Niveau!!
Malbec
Ich finde dies schlichtweg eine Unverschämtheit so etwas zu antworten! 😈
Gerade du, der ständig seine Solidarität hier anpreist, bist damit mehr als nur unglaubwürdig geworden.
Meine Kollegin verdient sich auf nebenbei in der Firma etwas dazu, um ihre mickrige Rente aufzubessern. Sie hat über 1 Jahr gespart, um ihre alleinerziehende Tochter und Enkel (11) auf eine einwöchige Osterreise nach Portugal einzuladen. Tochter & Sohn machen seit Jahren nur Urlaub auf Balkonien.
Für dich sind evtl. 150 € nicht viel und bedeutungslos - für meine Kollegin nicht.

Mir bleibt nur dir zu wünschen, dass deine 3 Generationen Reise irgendwann in Zukunft klappt und nicht irgendwas Unvorhergesehens passiert.
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
2’319 Beiträge · seit 201111. Mai 2020 ·
Malbec schrieb:@Lotusblume

Dieser Weg geht eindeutig zu Lasten der Verbraucher, um die weggefallenen Provisionen auszugleichen - bei allem Verständnis für die schwierige Situation der Reisebranche. (Meine Kollegin ist davon betroffen, sie soll 150 € (dies entspricht ca. 10% der Gesamtkosten) für eine nicht stattgefundene Portugal-Pauschalreise zahlen.)[/

So what!! Jammern auf hohem Niveau!!
Malbec
Moin Malbec,

der gemeine Bayer würde dazu sagen: Da wird's hint höher als vorn.

Bei aller Liebe und unter Ausreizung größter Toleranzgrenzen... Deine Nachricht hier ist unflätig.

Da Du ja unzweifelhaft die Solidaritätsfahnen kräftig im Wind hin- und herschwingst, wäre es doch in Anbetracht der Gelegenheit an der Zeit, daß Du dich mit Lotusblume hier mittels einer Privatnachricht in Verbindung setzt und Dir von Ihr den IBAN ihrer Arbeitskollegin geben lässt. Im Überschwang der Solidarität könntest Du doch diese 150,00 Euro im Sinne solidarischer Großzügigkeit schlicht übernehmen. Dies ganz ohne Spendenbescheinigung für die nächste Einkommensteuererklärung und somit komplett solidarisch auch von der Gesamtheit der Steuerzahler ausgenommen. Denn... Nicht durch Spendenabzug verkürzte Steuereinnahmen kommen der Allgemeinheit zugute und tragen somit zu Entlastung des Staatssteuerhaushaltes bei. Getreu dem Motto: Frage nicht, was der Staat für Dich tun kann. Frage Dich, was Du für den Staat tun kannst.
Im Übrigen wäre solch ein Akt als eine Direkthilfe zu verstehen. Es würde explizit einer Person aus der Patsche geholfen. Direkt und ohne Umwege.

In solidarischem Sinne,

Alm
661 Beiträge · seit 201511. Mai 2020 ·
@ALM @Lotusblume

Nein! Ich entschuldige mich für nichts!!!! Ich spende 200 EURO für hungernde Menschen in Südafrika! 🤩
Malbec
1’014 Beiträge · seit 201611. Mai 2020 ·
Ein Gutschein würde vermutlich eher akzeptiert werden, wenn die Kunden die Wahl zwischen Erstattung und Gutschein hätten und beim Gutschein "etwas draufgelegt" würde. Eine kostenlose Stadtrundfahrt etwa, Eintritt mit Führung in einer Attraktion, eine zusätzliche Übernachtung im Hotel, ein Upgrade oder was auch immer.

Und ich lobe ausdrücklich meine Leib- und Magenairline Emirates. Die haben durchaus großzügige Regelungen und man hat die Wahl zwischen Rückzahlung und Gutschein.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 11. Mai 2020
1’794 Beiträge · seit 201311. Mai 2020 ·
@Emirates...das übliche umbuchen geht auch und vor allem die Möglichkeit, den Flugstatus für 2 Jahre zu erhalten und innerhalb dieser Zeit ohne Aufschlag etc. in diese Region!!!! zu reisen...!
Wie die Praxis aussieht, weiß ich natürlich auch erst wenn ich 2021 neu buche, denn für Letzters gibt es keine Bestätigung. halt nur die Infos auf der Website und die mündliche Auskunft bei der Hotline!

@"etwas drauflegen"...ein von mir genutztes Reisebüro in Köln macht dies und legt bei GS oder Umbuchung 50€ drauf!

LG NOGRILA
Themenstarter664 Beiträge · seit 201615. Mai 2020 ·
Lufthansa darf keine Zuzahlung bei Umbuchung von annullierten Flügen verlangen | Einstweilige Verfügung gegen Lufthansa

".. Dies ist nun im Eilverfahren geschehen. Und so wird die Lufthansa zukünftig daran gehindert, Zuzahlungen zu verlangen, wenn ein Fluggast nach der Annullierung seines Fluges eine Umbuchung auf einen anderen Termin wünscht. Die einzige Voraussetzung: Es muss Verfügbarkeiten in der gleichen Reiseklasse gegeben sein.

Wichtig dabei, dass allein die Reiseklasse, wie beispielsweise Economy und Business Class relevant ist. Es muss kein Platz in einer speziellen Buchungsklasse (wie z.B. bei Lufthansa „P“ für die Angebots-Tarife in der Business Class) frei sein. Auch ist es bei einem Meilenticket nicht relevant, ob ein Award-Seat verfügbar ist."


Mehr hier
📎 LGKoelnVZNRWUmbuchung.pdf
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021 Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017 Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
zuletzt bearbeitet 15. Mai 2020
912 Beiträge · seit 201715. Mai 2020 ·
mika1606 schrieb:Lufthansa darf keine Zuzahlung bei Umbuchung von annullierten Flügen verlangen | Einstweilige Verfügung gegen Lufthansa
Ich verstehe das aber so, dass bereits stornierte Flüge nicht darunter fallen. Da unser Flug zu einem späterem Zeitpunkt fast doppelt so teuer wäre, haben wir uns nicht auf eine Umbuchung eingelassen und warten jetzt wie alle auf die Rückzahlung des Flugpreises
Liebe Grüße Makra
Themenstarter664 Beiträge · seit 201615. Mai 2020 ·
Richtig - denn es geht um von der LH annullierte Flüge 😉
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021 Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017 Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
490 Beiträge · seit 202015. Mai 2020 ·
das wird die Bereitschaft der Airline(s) sicherlich ordentlich erhöhen, die Tickets bei Stornos auch zu erstatten, gerade bei gebuchten Sonderangeboten.
Sonst machen sie sich ja zukünftig (evtl.) ihre teuren Termine kaputt.....
Gruß Burkhard
912 Beiträge · seit 201715. Mai 2020 ·
mika1606 schrieb:Richtig - denn es geht um von der LH annullierte Flüge 😉
Der Flug wurde von LH annulliert .... Wäre aber Mitte November fast doppelt so teuer, deshalb die Stornierung von uns und keine Umbuchung.
Liebe Grüße Makra
Themenstarter664 Beiträge · seit 201616. Mai 2020 ·
Eine interessante Information zur Größenordnung der vereinnahmten Ticketgebühren durch die Lufthansa und ohne Wertung (ausser vielleicht, dass es trotz allen Jammerns doch möglich wäre zu erstatten):

"Hinzu kommt, dass von den vier Milliarden etwa zwei Milliarden Euro streng genommen gar nicht der Lufthansa gehören: Das Geld hat Lufthansa für gekaufte, aber nicht abgeflogene Tickets bekommen."

Quelle: SZ

Gesunde Grüsse
Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021 Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017 Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
zuletzt bearbeitet 16. Mai 2020
727 Beiträge · seit 200817. Mai 2020 ·
Hallo zusammen,

was ich bei den Gutscheinen nicht verstehe. Helfen die den Unternehmen wirklich? Wenn jetzt alle ihren Sommerurlaub auf nächstes Jahr verschieben, dann müssen die Unternehmen im nächsten Jahr Leitungen erbringen, für die sie dann kein Geld mehr bekommen. Sie arbeiten dann im nächsten Jahr kostenlos, oder?

Vielleicht verteilt es den Druck, aber die Einnahmen sind doch weg. Entweder jetzt, oder im nächsten Jahr.

Also helfen diese Gutscheine wirklich nachhaltig irgendwem?

Danke für die Aufklärung

Dino
2’319 Beiträge · seit 201118. Mai 2020 ·
dino schrieb:Hallo zusammen,

was ich bei den Gutscheinen nicht verstehe. Helfen die den Unternehmen wirklich? Wenn jetzt alle ihren Sommerurlaub auf nächstes Jahr verschieben, dann müssen die Unternehmen im nächsten Jahr Leitungen erbringen, für die sie dann kein Geld mehr bekommen. Sie arbeiten dann im nächsten Jahr kostenlos, oder?

Vielleicht verteilt es den Druck, aber die Einnahmen sind doch weg. Entweder jetzt, oder im nächsten Jahr.

Also helfen diese Gutscheine wirklich nachhaltig irgendwem?

Danke für die Aufklärung

Dino
Guten Morgen Dino,

die Frage/n, die Du hier aufwirfst, treffen den Nagel auf den Kopf.
Es gilt:
Anzahlungen auf zukünftig zu erbringende Leistungen sind als Verbindlichkeiten betriebswirtschaftlich zu verbuchen. Dabei werden die Verbindlichkeiten unterschieden zwischen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Dritten (Lieferanten, Kunden, etc.). Weiters werden Verbindlichkeiten zeitraummäßig unterschieden (kurzfristiger, langfristiger Natur, bis 1 Jahr, über 1 Jahr). Demzufolge sind Anzahlungen (ob Teil- oder Vollanzahlungen) auf zukünftige Leistungserbringung Verbindlichkeiten gegenüber Dritten betriebswirtschaftlich zu führen.
In der Regel werden die Anzahlungen von Reisenden umgehend im laufenden Betrieb verwendet. D. h., daß der heutige Geldeingang für eine zu erbringende Leistung im nächsten Jahr in die gegenwärtigen Liquiditätsflüsse eines Unternehmens mündet. Aufwendungen, die heute anfallen und beglichen werden müssen, werden u. a. mit den bereits zugeflossenen Geldbeträgen aus Anzahlungen für zukünftig zu erbringende Leistungen gezahlt. Kein Unternehmen wird die Anzahlungen auf ein separates Konto buchen, um sie dann zu verwenden, wenn die Aufwendungen tatsächlich anfallen. Dies wäre zwar schön für die Verbraucher, da diese dann sicher sein könnten, daß die von ihnen bereits gezahlten Leistungen auch wirklich erbracht werden können, da die finanziellen Mittel hierfür ja bereitstehen. Also, haken wir dieses Szenario als Utopie ab.
In der Praxis läuft es betriebswirtschaftlich im günstigen Fall so, daß revolvierend immer wieder Zahlungseingänge zu verbuchen sind, mit denen gegenwärtige Geldabgänge kompensiert werden. Das klappt solange, wie Zahlungseingänge aufgrund neuer Reisebuchungen eingehen. Sollten die Buchungszahlen jedoch zurückgehen, klafft in der Kasse/auf dem Konto des Unternehmens ein Loch, welches gestopft werden muß. Das Unternehmen kann sich im Normalfall an seine Hausbank wenden, um für das aufgetretene Loch einen Überbrückungskredit anfragen (oder einen bereits vorhanden zu erhöhen), der sich an der zeitlichen Natur des Finanzbedarfes orientiert. Der sogenannte Kontokorrentkredit (bei Privatpersonen als Dispokredit bekannt). Die Hausbank wird bei Ihrer Entscheidungsfindung, ob Daumen hoch oder Daumen runter hierfür, die wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens überprüfen müssen. Sollte sie aufgrund mangelnder neuer Buchungen an der zukünftigen wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Unternehmens zweifeln, wird keine Kontokorrentkreditlinie eingeräumt bzw. erhöht. Im ungünstigsten Fall streicht die Hausbank dem Unternehmen sogar eine bereits vorhandene Kreditlinie zusammen. Was bleibt sind also Unwägbarkeiten für das Unternehmen.

Um meine Antwort auf Deine Frage, ob „diese Gutscheine wirklich nachhaltig irgendwem helfen“, zu geben: Nein, wenn man den Terminus Nachhaltigkeit auch mit einer gebührenden Priese Sicherheit betrachtet. Nachhaltig ist etwas, was auf lange Frist ausgerichtet ist. Und lange Frist versteht sich konkludent mit dem Begriff Sicherheit. Und weil mir die niemand geben kann (…wo sind eigentlich die Sicherungsscheine der Beherbergungsunternehmen Namibias, Südafrikas, etc.…???...), ist für mich der Gutschein keine Lösung und für die Unternehmen auch nicht (siehe oben).
Heute einen Gutschein anstatt ein entgeltlichen Refund zu akzeptieren impliziert für den Reisenden stets, mit einem Risiko leben zu müssen. Und zwar so lange, bis der Reisende seine Leistung, für die er im Voraus gezahlt hat, vollständig in Anspruch genommen hat. Und für das Unternehmen so lange, wie das (Beherbergungs-)Unternehmen selbst keinen Nachweis auf zukünftige Buchungen, die im Voraus gezahlt werden, hat und Dritten erbringen kann.
Im Endeffekt ist es für den Reisenden, der Gutscheine akzeptiert so, wie auf hoher See und vor Gericht: Er ist in Gottes Hand.

Die, die glauben, mit der Akzeptanz von Gutscheinen einen Akt der Solidarität zu manifestieren, die mögen es tun. Gleichzeitig sollten sie aber mit gestutzten Flügeln und moderat im Ton denen begegnen, die eine gegensätzliche Meinung vertreten. Die sogenannte Deutungshoheit kann sich bei diesem Thema niemand zuschreiben.

Gruß vom Alm
33,5k Beiträge · seit 200618. Mai 2020 ·
Wenn jetzt alle ihren Sommerurlaub auf nächstes Jahr verschieben, dann müssen die Unternehmen im nächsten Jahr Leitungen erbringen, für die sie dann kein Geld mehr bekommen.
Sie helfen heute beim Cashflow... denn z. B. Gehälter wollen auch heute bezahlt werden. Über längeren Zeitraum lässt sich der Cashflow dann wieder normalisieren, da ja weiterhin neue Reisen verkauft werden... eben dann fürs Folgejahr etc.

Viele Grüße
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2’319 Beiträge · seit 201118. Mai 2020 ·
travelNAMIBIA schrieb:
Wenn jetzt alle ihren Sommerurlaub auf nächstes Jahr verschieben, dann müssen die Unternehmen im nächsten Jahr Leitungen erbringen, für die sie dann kein Geld mehr bekommen.
Sie helfen heute beim Cashflow... denn z. B. Gehälter wollen auch heute bezahlt werden. Über längeren Zeitraum lässt sich der Cashflow dann wieder normalisieren, da ja weiterhin neue Reisen verkauft werden... eben dann fürs Folgejahr etc.

Viele Grüße
Christian
Christian,

ja, eben so, wie ich es beschrieben habe.
Jedoch mit der Einschränkung, daß es zum heutigen Zeitpunkt mehr als ungewiß sein dürfte, daß das vergangene Buchungsniveau wieder erreicht wird und somit in Summen das reinkommt, um damit die jetzigen Verpflichtungen vollständig begleichen zu können.
Diese sogenannte Außenfinanzierung wäre dem Grund nach nicht von großer Relevanz, wenn Unternehmen entweder eine intakte Innenfinanzierung oder eine unerschütterlich große Liquiditätsreserve vorhielten. Bei Beidem dürfte es betreffend der meisten Unternehmen der Touribranche heißen: Fehlanzeige. Demnach bleibt nur, die notwendigen Finanzmittel von Außen her aufzutreiben.

Derzeit dürfen wir uns zu den Augenzeugen zählen. In wenigen Wochen ist das Gerüst der weltweiten Wirtschaftsphilosophie ins Wanken geraten. Ausgang mehr als ungewiß.
Es wurden in der Vergangenheit stets neue Konstellationen des wirtschaftlichen Ablaufes erfunden, die noch nie als nachhaltig erachtet werden konnten. Jetzt, da das so zusammengeschusterte Gebälk enorme Risse bekommen hat und droht, in sich zusammen zu brechen, ist die Not und das Geschrei groß.
Umsichtig agierende Zeitgenossen und Unternehmensverantwortliche hatten stets das Nachsehen. gegenüber Hasadeuren und jenen, die dem Machiavellismus frönten.
Zu Letzteren, um es abermals zu nennen, darf sich Journeys Namibia zählen, welches als Unternehmen flux die zuvor gültigen und vom Kunden in Treu und Glauben auf deren Inhalt akzeptierten Stornobedingungen zu eigenen Gunsten änderte und nach Kundeneinwand lapidar erklärte, daß sowohl Grootberg Lodge als auch Hoada Camp zu 100% dem Khoadi Hoas Conservancy und die durch den Tourismus generierte Businesserträge Conservation, Antipoaching etc. finanziert werden.
So etwas ist ein absolutes No-go. Das wäre das Gleiche, wie wenn ich mir bei Audi einen SUV der neuesten Generation bestelle und mit Vorkasse bezahle, um dann von Audi im Falle eines Zwischenfalles, der im Übrigen das Leben sämtlicher Menschen auf dieser Erde betrifft, mitgeteilt zu bekommen, daß die Zurverfügungstellung des von mir erworbenen Fahrzeuges derzeit nicht möglich ist, meine entgeltliche Vorleistung jedoch als Gutschein für einen neuen SUV in Zukunft Verwendung finden kann. Und daß, ohne mir im Vorfeld und ohne Aufforderung durch mich aus freien Stücken zu kommunizieren. Und auf meine Aufforderung hin, meine bereits vollständig geleistete und empfangene Zahlung gemäß vertraglichen Vereinbarungen zurück zu überweisen, mir mitteilt, daß die Shareholder Audis dicke im umweltverträglichen Geschäft des Mobilitätswesens involviert sind.
Solch ein Argument aus dem Hut zu ziehen ist schlicht eine Frechheit und für mich in keiner Weise relevant. Ich wollte einen neuen SUV und keine auf Zeit befristetet Investmentanlage, bis ich den SUV abholen darf. Und jenes auch nicht als Stammwähler der Grünen.
zuletzt bearbeitet 18. Mai 2020