Namutoni - muss ich jetzt fuer alles zahlen?

16 Antworten · 4’106 Aufrufe · gestartet 25. Okt. 2007 von Andreas Cierpka
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Themenstarter2’732 Beiträge · seit 200625. Okt. 2007 ·
http://www.namibian.com.na/2007/October/national/07C4764E13.html

BRIGITTE WEIDLICH and ADAM HARTMAN
A GROUP of foreign tourists who visited the Namutoni resort in the Etosha National Park last Thursday were told to fork out N$100 each to sit on a new wooden platform at the old fortress to watch game at the waterhole.
Namibia Wildlife Resorts (NWR) had not given any advance notice of the new 'viewing fee', tourism operators say.
A tour guide who accompanied the group told The Namibian that the tourists were confronted by an NWR official, who closed the entrance gate to prevent the group from leaving Namutoni without paying.
The tourists eventually collected N$300 among themselves to pay to the official, the tour guide said.
"This is not how the tourism industry works," he said.
"Overseas tourists usually book their trips to Namibia six and even 12 months in advance and we calculate the cost of the trip according to information we have at hand.
More and more tourists prefer to overnight at a lodge outside Etosha due to the deteriorating state of accommodation over the past years in Etosha and come in as day visitors.
"If we now have to add N$100 per tourist just for viewing from the new wooden deck, we make losses."
The guide did not want his name published, saying he feared "problems from the NWR and Government".
When approached for comment, NRW's Manager for Strategic Marketing, Sebulon Chicalu, acknowledged the incident.
He said it happened on the same day that the NWR sent out notices to the tourism industry about the operational changes at Namutoni.
He told The Namibian that the viewing platform was an exclusive privilege for overnight visitors, although day visitors could use it at a fee.
According to Chicalu, staff members at the entrance notified the tourists of the fee, but they allegedly refused to pay and forced their way up to the platform.
The supervisor was called to address the situation, and ordered the gates to be closed to detain the bus, he said.
He said a quarrel broke out between the tour guide and the supervisor, which prompted three of the tourists to go and pay their N$100.
"The others did not pay, but we did not want to inconvenience our visitors due to an argument with the tour guide, so we let them go.
We know the company, and we will therefore address the issue on that level," Chicalu said.
Another issue that has angered tourists and the tourism sector is the closure of the tower at Namutoni for viewing.
The platform on the tower was a special highlight for visitors, giving a 360-degree view of the area.
After the recently completed renovations at the Namutoni fort, which is a national monument, the museum has been relocated from the tower.
In a statement released at the end of last week, NWR announced that the tower had been converted into office space and there was no access for visitors.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
982 Beiträge · seit 200625. Okt. 2007 ·
Ich war am 09.10. in Namutoni und zu diesem Zeitpunkt hat es niemanden interessiert, wer auf der Plattform steht und wer nicht.

Dass Leistungen Geld kosten ist ja o.k., aber was zurzeit sich bei den NWR abspielt, geht auf keine Kuhhaut. Da hat irgend jemand gewittert, dass man den blöden, reichen Touristen abknöpfen kann was man will und - das Beste - die kommen trotzdem wieder.

Ich habs hier schon geschrieben und wiederhole mich gerne: ich fahre nicht mehr nach Etosha. Da ziehe ich Botswana vor, denn irgendwo ist meine Schmerzgrenze auch erreicht und ich lasse mich nicht mehr melken. Ich hoffe, dass viele so denken und es bei den NWR zu einem Umdenken kommt.
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zuletzt bearbeitet 25. Okt. 2007
1’036 Beiträge · seit 200625. Okt. 2007 ·
Grosse Diskussion die neue Abzocke

Ein NRW Mensch hat folgendes gesagt.

Die Camps wurden für Übersee Touristen renoviert, man will keien Namibianer oder Südafrikaner darin haben und wird extra Camps bauen.

Das kenne ich doch von irgendwann mal als man nach Hautfarbe separiert hat.....😁 😎 😛 😠

Es geht weiter:
Streit gab es wegen der Kaution.

MDer Tori wollte eien Inventar Liste haben und ein NRW Angestelletr soll das zusammen mit ihm prüfen....

Es stellte sich heraus es fehlten Handtücher

Lach mich tot, der hätte doch glatt zahlen müssen.

Also: Auf Inventar Liste bestehen und zusammen prüfen ob das auch stimmt

Tagbesucher müssen auch zahlen, ich glaube etwa 80 Dollar es sei denn man ist von Namibia dann ist es 30 Dollar.
Das Thema hatte ich schon mal hier und wurde angemacht. Die Schweizer sagten das ist auch so in der Schweiz.

Für mich ein unglaublicher Vorgang

Das ganze wird weiter Kreise ziehen..... hoffe ich jedenfalls, aber die Touris werden weiter in Massen antanzen, aber jetzt ohne mich

Das schliesst wenn es denn so wäre auch die Schweiz ein.

Oder soll D dann auch für Schweizer andere Gebühren verlangen als für uns....Unmöglich, unglaublich, schon fast spaltend...

Leute wenn ihr solche Bemerkungen hier schreibt, fühlen die sich nur bestätigt und treiben es immer weiter.

Leider

Grüsse Georg
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134 Beiträge · seit 200726. Okt. 2007 ·
Georg schrieb:
Tagbesucher müssen auch zahlen, ich glaube etwa 80 Dollar es sei denn man ist von Namibia dann ist es 30 Dollar.
Das Thema hatte ich schon mal hier und wurde angemacht. Die Schweizer sagten das ist auch so in der Schweiz.

Für mich ein unglaublicher Vorgang

Das ganze wird weiter Kreise ziehen..... hoffe ich jedenfalls, aber die Touris werden weiter in Massen antanzen, aber jetzt ohne mich

Das schliesst wenn es denn so wäre auch die Schweiz ein.
Eine kleine Richtigstellung: In der Schweiz werden nur regionale Verbilligungen angeboten. D.h. ein Zürcher, der im Kanton Bern skifahren geht, bezahlt gleich viel, wie ein Deutscher Tourist. Nur der Berner bekommt den Tagesausweis billiger!

Ich kenne die Einheimischen-Tarif vor allem aus den Skigebieten. Nach meinem Kenntnisstand dient dort diese Regelung in zweierlei Hinsicht:
1) versucht man damit die Bevölkerung an die lokalen Skiegebiete zu binden
2) wird in struktur- und damit einkommensschwächeren Kantonen (vor allem Bergkantone) der einheimischen Bevölkerung die teureren Freizeitbetätigungen (vor allem Skifahren) zu einem billigeren Preis ermöglicht (was auf eine ganze Skisaison doch einige Franken ausmachen kann...).

Ein Tourist, der nur eine Woche Skiurlaub macht, spürt diesen Unterschied kaum!

Als Beispiel: Saas-Fee
Einheimischen-Tarif: 53 CHF
Normal-Tarif: 62 CHF
Die 9 CHF beläppern sich in einer Woche auf 63 CHF (ca. 40 Euro). Für einen Einheimischen, der gut und gerne auf 25-30 Skitage kommt, macht dies dann schon eine Differenz zwischen 200 und 300 CHF (150-180 Euro).

Jetzt rechne, was ein Skiurlaub kostet, und ob diese 40 Euro dann noch wirklich schlimm sind... Von Abzocke kann dort sicher keine Rede sein!

Zur Rechtmässigkeit... Siehe dazu auch:
http://kaernten.orf.at/stories/162019/

Gruss
Frankie
396 Beiträge · seit 200726. Okt. 2007 ·
zitat @georg:
Tagbesucher müssen auch zahlen, ich glaube etwa 80 Dollar es sei denn man ist von Namibia dann ist es 30 Dollar.
Das Thema hatte ich schon mal hier und wurde angemacht. Die Schweizer sagten das ist auch so in der Schweiz.


Grüsse Georg



das ist auch in Asien und Mittelamerika so. Der Preis für Einheimische ist immer günstiger.

liebe Grüße
waldfee
zuletzt bearbeitet 26. Okt. 2007
1’130 Beiträge · seit 200626. Okt. 2007 ·
waldfee schrieb:
das ist auch in Asien und Mittelamerika so. Der Preis für Einheimische ist immer günstiger.

liebe Grüße
waldfee
oder in Rom, Venedig, Barcelona, Madrid, während der Hannovermesse usw.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
Gast26. Okt. 2007 ·
Moin zusammen,

ich möchte hier noch einen anderen Aspekt ansprechen:

Wie lange wird das denn alles in einem akzeptablen Zustand sein?

1993 haben wir in den völlig herunter gekommenen Wohnwagen in Namutoni gewohnt. 1995 dann in den, hmm, gewöhnungsbedürftigen Zimmern im Fort. 1997 waren die Camps renoviert, die Bungalows erneuert, jedoch schon mit den typischen afrikanischen Erscheinungen mangelnden Wartungsbewusstseins (hier fehlte ein Riegel, dort ein Fliegengitter, der Wasserhahn tröpfelte ununterbrochen, die Klobrille fehlte). 2002 war der Verfall dann schon weiter fortgeschritten.

Jetzt hat man Luxusinstallationen! Fein! Allerdings wage ich die Voraussage, dass diese in 5 bis 7 Jahren wieder stark erneuerungsbedürftig sein werden, da das grundlegende Problem nicht klauende und vandalisierende Touristen sind.

Gruß, Michael
zuletzt bearbeitet 26. Okt. 2007
982 Beiträge · seit 200626. Okt. 2007 ·
Axel schrieb:
waldfee schrieb:
das ist auch in Asien und Mittelamerika so. Der Preis für Einheimische ist immer günstiger.

liebe Grüße
waldfee
oder in Rom, Venedig, Barcelona, Madrid, während der Hannovermesse usw.
oder in Botswana, Zimbabwe...

Das Einheimische weniger zahlen, ist ja auch ok, bzw. damit kann ich leben. Es ist halt nur die Frage der Verhältnismäßigkeit.

Völlig überzogen ist in meinen Augen, dass man in Namutoni für die Plattform im Fort zahlen soll. Wenn die Preise nächste Woche dramatisch angezogen werden, sollte das nun wirklich mit drin sein bzw. wenn NWR meint, dass dieser Ausblick wirklich so toll sei (was er IMHO nicht ist), können sie statt 390% Preiserhöhung 395% nehmen und alle sind zufrieden...

Ich frage mich, wer sich hier die Taschen vollstopft. Wenn das Geld 1:1 an die Beschäftigten verteilt würde, könnte ich mich noch fast damit anfreunden. Aber irgendwie habe ich die Vermutung, dass dies nicht passieren wird.
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982 Beiträge · seit 200626. Okt. 2007 ·
Moin zusammen,
Wie lange wird das denn alles in einem akzeptablen Zustand sein?
Eine gute Frage, die ich mir auch schon gestellt habe. Noch sieht alles gut aus und die Einrichtung ist wirklich sehr nett anzusehen.

Mit einem Lodgebesitzer habe ich mich darüber unterhalten und er stellte die Vermutung an, dass in 3-5 Jahren die Camps im Etosha privatisiert werden und dass jetzt der Zeitpunkt sei, die Braut hübsch für diesen Vorgang zu machen.
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Gast26. Okt. 2007 ·
Yoshikawa schrieb:
Allerdings wage ich die Voraussage, dass diese in 5 bis 7 Jahren wieder stark erneuerungsbedürftig sein werden,

Optimist. Das wäre für einen Hotelbetrieb ja fast ein normales Intervall. Um das versifft aussehen zu lassen, dürfte 1 Jahr reichen. Um einen baufälligen Zustand zu erreichen, dürften 2-3 Jahre reichen. In Halali bröckelte der Putz bei eingepassten Türen schon jetzt.

Vielleicht werden wir aber auch alle noch positiv überrascht und die schaffen es ein adäquates Reinigungs- und Wartungslevel zu etablieren. Als informierter Individualreisender hat man ja letztlich auch immer die Wahl und es gibt keinen Zwang NWR für ein mieses Servicelevel mit Geld zuzuschütten.

Guido
545 Beiträge · seit 200626. Okt. 2007 ·
Mit der Kaution für die Bungalows, ist ja nicht ganz so neu.
Wir waren im August eine Nacht in Halali und da haben die schon die Kaution genommen. Es war schon eine gereizte Stimmung unter den wartenden Gästen(oder besser Kunden). Man hat es einfach nicht auf die Reihe gebracht, die Bungalows in einem vernünftegen Tempo zu checken.

Einzelne Gäste machen da weniger Druck, aber die Tourguides verstehen da weniger Spaß, die haben ihr Auto voll mit Touristen und wollen starten, da ist es schon ein wenig lauter geworden. Am Ende wurde an diesem Morgen allen wartenden die Kaution zurückgezahlt, ohne das die Zimmer gecheckt wurden!

Auch für uns ist die Entscheidung gefallen, in den nächsten Jahren einen großen Bogen um Etosha zu machen.
Es macht keinen Sinn diese unverschämte Preistreiberei auch noch durch seinen Besuch zu Unterstützen, das höchste der Gefühle wäre noch ein Tagesbesuch in Etosha!

Unsere nächste Reise geht nach Südafrika, in den dortigen Parks werden zwar auch jedes Jahr die Preise erhöht, aber in einem vertretbaren Rahmen.
Und dort gibt es die "Wildcard", was den Eintritt bei einem längeren Aufenthalt durchaus recht günstig werden lässt!

Einträchtliche Grüße
396 Beiträge · seit 200726. Okt. 2007 ·
Vielleicht sollte man die Frage nicht nur auf Namutoni beziehen sondern auf das gesamte Preis- Leistungsverhältnis in Namibia.
ich sehe das ja ähnlich wie Georg, allerdings bezogen auf alle Preise.

Als ich hörte, was meine Kollegin, die schon 5 x in Namibia war im Durchschnitt/ Person bezahlt hat und ich dann nach Fetigplanung meiner Reise auf einen eigentlich utopischen Betrag kam, habe ich mich schon gefragt, ob das ganze noch im Verhältnis steht.

jeder setzt sich einen anderen Komfort als Standard, aber im Vergleich zu anderen Ländern in Asien oder Lateinamerika steht das ehrlich in keinem Verhältnis. Ich war zwar noch nie in Namibia, aber bei dem Gesamtpreis, sind meine Erwartungen seeeehr hoch.

Ich habe noch nie einen so hohen Gesamtpreis in der Urlaubsplanung erzielt und vermute heute schon, dass mir im Gegenzug nicht das geboten wird, was ich für diesen Preis erwarte. die Natur, Tiere und Berge sind ja wohl hoffentlich noch gratis, wie in anderen Ländern auch.

Das soll nicht heissen, das ich nur auf Luxus aus bin. Ich habe in Asien auch schon auf einer Floss- Hütte übernachtet und für die Tour viel Geld bezahlt, aber es stimmte halt im Ganzen.

Uns hat es im Dezember voll erwischt. Preissteigerungen von teilweise bis 100 %.


liebe Grüße,

waldfee
359 Beiträge · seit 200626. Okt. 2007 ·
dafür ist es um so erstaunlicher, das der Etosha Park bzw. die Parkverwaltung wohl chronisch unterfinanziert ist und gerade einmal 50% der benötigten Gelder zur Verfügung gestellt bekommen. Da fragt sich doch jeder Tourist, wo das viele Geld bleibt, oder ?

http://www.az.com.na/umwelt/etoscha-nationalpark-braucht-mehr-geld.21901.php

Gruss Thomas
2’338 Beiträge · seit 200726. Okt. 2007 ·
Hallo zusammen,
weshalb eigentlich das ganze Gejammer wegen der Preise in Etosha? Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder man akzeptiert die Preise, oder man verzichtet wie wir auf den Besuch des Parks. Es soll ja niemand glauben, dass die heutige Preispolitik etwa wieder geändert wird, nur weil ein paar Leute sich deswegen aufregen. Es gibt genügend Touristen, denen es völlig egal ist, wieviel sie bezahlen müssen. Sie wollen das einmal im Leben gesehen haben und fragen nicht nach dem Preis. Und selbst wenn dadurch weniger Besucher kommen würden, wäre das denen erst recht angenehm, weil sie dadurch weniger Arbeit hätten.

Wir reisen seit über 20 Jahren in Namibia und anderen afrikanischen Ländern rum, und haben Etosha schon seit langer Zeit nicht mehr besucht. Obwohl der Park gross ist, haben vor allem die Elefanten, verglichen mit anderen Parks in Afrika, kein schönes Leben. Sie müssen sich jahraus jahrein mit dem Stinkwasser der künstlichen Wasserlöcher begnügen, da kein einziger Fluss durch den Park fliest. Wenn die Tiere könnten, würden sie sicher ausbrechen, aber der Elektrozaun hindert sie daran. Wie gesagt, für uns ist Etosha schon lange gestorben, das heisst, uns ist es hiermit auch völlig egal, wie teuer es mittlerweile geworden ist.

😛
Gruss Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
zuletzt bearbeitet 26. Okt. 2007