Guido. schrieb:BikeAfrica schrieb:Kriminalität entsteht aus der Diskrepanz von Geld und Schulden.
Steile These. Verstehe ich das richtig: Die Mafia ist also kriminell, weil es einen Widerspruch zwischen Geld und Schulden gibt, sie ein Schuldenproblem hat?
... organisierte Kriminalität gibt es wohl immer, ob Mafia, Tiraden oder Nigeria Connection. Die haben alle sicherlich auch mal klein angefangen und dann gemerkt, dass es funktioniert.
Die einfache Straßenkriminalität steigt aber, wenn die Leute keine Arbeit haben und nicht wissen, wie sie den Tag überstehen sollen, während nebenan die Touristen vorbeilaufen, die an einem einzigen Tag so viel Geld auf den Kopf hauen, wie sie selbst in einem Jahr harter körperlicher Arbeit nicht verdienen können.
Wenn jeder zufrieden wäre und genug hätte, wie hoch wäre dann wohl das Verlangen, Anderen etwas wegnehmen zu wollen?
Wenn Du aber nichts hast (außer Hunger) oder Schulden, keine Arbeit findest und nebenan das Kapital zur Schau gestellt wird (= Touristen, denn arme Menschen können nicht zum Vergnügen reisen), dann überlegt man sich, wie man daran teilhaben kann. Die einen versuchen es mit Trickdiebstahl, die anderen mit Gewalt.
Dass Kriminalität rückläufig sein soll, halte ich für interessant.
Wie hat sich die Zahl der Wohnungseinbrüche entwickelt, die Zahl von grundlosem Zusammenschlagen in U-Bahnhöfen, Vergewaltigungen, Autoklau, schweren Delikten im Straßenverkehr ... bewegt sich alles in die richtige Richtung?
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...