Vom Rand des Höllenlochs ins Inselparadies

Reisebericht 97 Antworten · 26,6k Aufrufe · gestartet 16. Sept. 2016 von Seven
3’700 Beiträge · seit 200918. Okt. 2016 ·
Hallo Sven,

vielen, herzlichen Dank für deine sehr sachlichen Erklärungen.

Du schreibst:
Und jetzt versetzt dich mal in meine Lage: du kommst mit dem Flugzeug an, lernst den (von Anfang an sympathischen) Sikoyo kennen und dann gibt's keine 10 Minuten später gleich mal einen herben Dämpfer, weil wir nicht in die gewünschte Unterkunft können. Und am Vorabend vor der Sonnenfinsternis weiss er nicht genau, wo es hingeht. Da rumpelts schon ein wenig im Oberstübchen..

Sven, ich wäre mit Sicherheit explodiert! Genau aus diesem Grund (und um dies in Zukunft möglichst zu vermeiden) habe ich meine Fragen gestellt und entsprechend reagiert.

Und nun beende ich mein aktives Gastspiel in deinem Thread und freue mich auf deine weiteren Erlebnisse im Ruaha.

Herzliche Grüße und Dank

Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
796 Beiträge · seit 200702. Nov. 2016 ·
Hallo Sven,

aufgrund akuter Afrika-Sehnsucht bin ich eben beim Herumstöbern im Forum auf Deinen Bericht gestoßen. 😁 Na sowas, das ist ja die gleiche Reise wie die von Picco, nur vom Bericht her zeitlich schon weiter fortgeschritten...was es nicht alles gibt im Forum. 🤪 Da steige ich doch auch gleich mal parallel zu, um den Rest nicht zu verpassen. Hatte übrigens schon bei Picco festgestellt, dass wir uns im Ruaha NP zeitlich nur um ca. drei Tage verpasst haben (war mit einer Freundin ab dem 06.09. für 5 Tage dort.). Daher kommt mir das Bild von der Brücke auf den Fluss unter anderem auch verdächtig bekannt vor. Hier meins (frei nach dem Motto mein Haus, mein Boot... meine Aussicht... 😎 ).

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Freu mich auf jeden Fall auf Deine Fortsetzung und wir Du bzw. ihr den Ruaha und auch Sansibar (wo wir danach ebenfalls waren) erlebt haben. Ich fand es dort einfach traumhaft. 🙂 Werde in Kürze auch mal meinen ersten Reisebericht starten bzw. mich daran versuchen...Werde dann in der Rubrik "wie macht man was", ganz sicher noch viele nervige Anfänger-Fragen dazu stellen müssen. 😊 🙄

Beste Grüße und schönen Abend
Kristina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
Themenstarter247 Beiträge · seit 201019. Nov. 2016 ·
Jaaa, ich lebe noch. Und jaaa, mein Reisebericht geht weiter. Prüfungen sind durch und Computer ist auch repariert, so geht's jetzt in die 2. Halbzeit...

01.09.16 – Makambako – Ruaha
Haben wir die richtige Entscheidung getroffen? Ist es wirklich sinnvoll, one way 276km und 5 Stunden Fahrzeit auf sich zu nehmen, nur um zuzuschauen, wie sich eine helle Kugel am Himmel verdunkelt? Lohnt sich der Aufwand und die Mühe, zwei Tage für dieses Ereignis zu investieren? Fragen, die mir heute Morgen kurz nach dem Aufwachen durch den Kopf gehen. Weitere Fragen, als ich zum Fenster herausschaue: warum laufen die Einheimischen mit Winterjacken und Mützen herum? Wieso sieht alles so grau und blass aus? Wo ist der blaue Himmel? Über Nacht hat sich alles verändert, ausser der Wind. Der bläst immer noch steif um die Ohren, als ich in den Innenhof trete.

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Wo ist denn die Sonne?

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Sikoyo, in Massai-Bedeckung eingepackt. Die Windstärke erkennt man am Baum...

Wir beschliessen zuerst mal zu frühstücken und abzuwarten und schliesslich doch zu bleiben. Während des Frühstücks betreten einige Polizisten in Vollmontur den Innenhof und gehen auf einen Kaffee. Die politische Opposition hat eine Demo für heute angekündigt, daher die Aufmachung. Es klart langsam auf, wobei die Wolken immer noch dominieren. Der Wetterbericht hat aber Besserung auf Mittag in Sicht, wenn die Verdunkelung eintritt.

Wir bleiben in der Lodge und gehen zur Bar, welche auf der anderen Seite im Innenhof liegt. Zu dritt sitzen wir nun da vor der Bar, richten es uns so gemütlich es geht ein und warten. Wir stellen unser Equipment auf und warten. Wir setzen unsere Spezialsonnenbrille auf und warten. Wir gucken in die Sonne und warten. Wir erklären den Einheimischen, was wir hier machen und warten. Sikoyo ist oft dick eingepackt (ja, der Wind bläst immer noch), hat aber Spass mit uns, während wir warten. Er fordert Einheimische immer wieder auf, mit seinem Smartphone uns zu fotografieren, wie wir warten.

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Wir sind bereit...

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3 Männer in Makambako (ausnahmsweise windstill, sonst hätte sich Sikoyo mit dem Massai-Umhang eingepackt) - (Copyright Sikoyo)

Dann – von mir fast unbemerkt - geht’s langsam los – das Warten hat ein Ende! Der Mond schiebt sich von links her in die Sonne. Immer mehr Sonne wird bedeckt, was nur mit der Brille oder mit aufgesetztem Filter erkennbar ist. Wenn man von blossen Auge in die Sonne schaut (ich weiss, sollte man nicht tun), sieht man überhaupt keine Veränderung. Es wird auch nicht dunkler in der Gegend. Die Leute in Makambako merken nichts von der Finsternis, ausser diejenigen, die sich in der Lodge aufhalten und ab und zu durch die Brille blicken. Ansonsten, daily usual...

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Huch, es beginnt...

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... der Mond schiebt sich vor die Sonne...

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... immer mehr und mehr....

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... bis es aussieht als wäre es Neumond...

Um 12.04 Uhr ist es soweit. Die ringförmige Sonnenfinsternis ist Tatsache!

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Tataaa! Das Werk ist vollbracht!

Die Finsternis dauert rund eine Minute, dann ist der Spuk vorbei. Dafür sind wir total 600 km gefahren. Ein bisschen mehr Spektakel habe ich schon erwartet. Naja, zumindest haben wir den Standort ideal getroffen, der Ring ist umlaufend gleichmässig ausgefallen.
Um 12.10 Uhr befinden wir uns schon im Auto und fahren zurück Richtung Ruaha. Ob wir es bis in den Nationalpark schaffen oder noch eine Zwischennacht irgendwo einplanen müssen, entscheidet sich in den nächsten Stunden. Verkehrsmässig haben wir keine grösseren Hindernisse und kommen gut voran. Von den angekündigten Demonstrationen haben wir nichts gesehen, auch keine weiteren Polizisten in Vollmontur. Um 15.40 Uhr erreichen wir Iringa und tanken auf. Uns bleiben noch gut 2 Stunden für 110 km. Wir versuchen es. Sikoyo drückt auf’s Gas, als wir Iringa hinter uns gelassen haben. Schnell, aber doch konzentriert fahren wir auf der Schotterpiste. Unterwegs haben wir noch die Zeit, zwei Kisten mit Wasser einzukaufen. Und tatsächlich, um exakt 17.49 Uhr erreichen wir das Gate.

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Das Tor ins (Tier)Paradies...

Grosse Freude und Erleichterung, auch bei Sikoyo. Nun sind wir also wieder zurück in der Wildnis.

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Noch schnell den Sonnenuntergang geniessen

Direkt steuern wir auf unsere Unterkunft zu, anschliessend geht’s zum Abendessen. Heute sind wir nicht alleine am Esstisch, eine Gruppe junger Studenten (ca. 13 Mädels und ein(!) Junge) sind auch zugegen. Der Sprache nach schätzen wir auf eine skandinavische Truppe. Ich versuche Picco zu überzeugen, dass es sich hier um ein Frauenkloster handelt, welche den Pastor mitgenommen haben. Die Sachlage können wir bis zur Nachtruhe nicht klären. 😗 😄
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1’625 Beiträge · seit 201519. Nov. 2016 ·
Seven schrieb:Jaaa, ich lebe noch. Und jaaa, mein Reisebericht geht weiter.
Klasse 🤩
Seven schrieb: Prüfungen sind durch
Glückwunsch! ich sollte eigentlich arbeiten/ lernen (und das in meinem Alter 🤨 ) aber im Forum zu surfen macht viel mehr Spaß
Seven schrieb:

Um 12.04 Uhr ist es soweit. Die ringförmige Sonnenfinsternis ist Tatsache!

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Tataaa! Das Werk ist vollbracht!

Die Finsternis dauert rund eine Minute, dann ist der Spuk vorbei. Dafür sind wir total 600 km gefahren. Ein bisschen mehr Spektakel habe ich schon erwartet.
Sieht schon beeindruckend aus! Würde ich auch sehr gerne erleben, vielleicht bei einem der nächsten.

So ich bin bereits für weitere Abenteuer.
Viele Grüße
Elisabeth
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Themenstarter247 Beiträge · seit 201021. Nov. 2016 ·
sphinx schrieb:
Seven schrieb:Jaaa, ich lebe noch. Und jaaa, mein Reisebericht geht weiter.
Klasse 🤩
Seven schrieb: Prüfungen sind durch
Glückwunsch! ich sollte eigentlich arbeiten/ lernen (und das in meinem Alter 🤨 ) aber im Forum zu surfen macht viel mehr Spaß
Das verstehe ich. Geht oder ging mir auch so..., aber jetzt hab ich mal Ruhe... hoffe mal, für eine längere Zeit... 😄
sphinx schrieb:So ich bin bereits für weitere Abenteuer.
Na dann, auf geht's... 😉
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Themenstarter247 Beiträge · seit 201021. Nov. 2016 ·
02.09.16 – Ruaha
Die heutige Nacht verlief ausserordentlich ruhig. Keine Elefanten, welche den Baum «bearbeiteten», wie noch vorletzte Nacht. Ja, wir sind wieder im Gästehaus untergebracht. Die Parkverwaltung vertröstete uns, bzw. Sikoyo, dass die Bandas zurzeit wieder voll sind – und das Gästehaus übermorgen auch! Aber dann würde in den Bandas Platz zur Verfügung stehen.

„This is Porridge“, sagt uns Prosper am morgen früh beim Frühstück und hat meinen Ablöscher des Tages schon auf sicher. Diese Pampe oder Matsche mit irgendwas Undefiniertem hatte ich zum ersten und letzten Mal in der Armee, am liebsten hätte ich deswegen desertiert! Picco schaut auch nicht begeistert aus der Wäsche, daher deute ich dies, dass er in etwa denselben Gedanken hat wie ich. Ich genehmige mir da lieber zuerst den bereitgestellten Früchteteller mit Avocado, Papaya und Wassermelone. Als es kein Zurück mehr gibt, tunke ich den Löffel in Masse und nehme vorsichtig den ersten Biss. Dann einen zweiten, einen dritten, einen vierten. Verdammt, das schmeckt ja toll! Viel besser als ich es zu der Zeit im Militär in Erinnerung hatte. Gut, hier haben wir auch den besseren Koch…

Gegen 7.30 Uhr fahren wir los zum Gamedrive. Der erste Stop ist bei einem Storchenbaum. Die Flattermänner haben einen sicheren Zufluchtsort für die Nacht gefunden und machen vorerst keine Anstalten, den Baum zu verlassen.

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Das Nachtlager, mit frischer Höhenluft...

Als nächstes stoppen wir bei einer Giraffenfamilie. Das Junge schaut neugierig zu uns, sucht aber immer wieder den Kontakt zur Mutter. Der grosse Blechkasten mit den vier Rädern ist ihm nicht geheuer…

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Hey Kleiner...

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...da musst aber noch ein bisschen wachsen, bist du mit Mami auf Augenhöhe bist...

Weiter folgen zwei Rotschnabeltokos, welche auf einem Baum einen Balztanz aufführen sowie ein einsamer Elefant beim futtern.

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Die beiden Tokos beim Balzen

In einer weiten Ebene treffen wir auf eine grosse Büffelherde. Wir schätzen so um die 200 Tiere. Sie sind offenbar auf dem Weg zum Fluss. Die Tiere sind sehr zurückhaltend, nur langsam nähern sie sich uns und umrunden die letzten paar Meter vorsichtig den Wagen. Wir bleiben gute 30 Minuten stehen und beobachten die Herde. Dann fahren wir zuerst parallel, dann Richtung Fluss.

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"Du hast doch einen Vogel!" - "Nein!" - "Doch!" - "Wo?" - "Auf dem Kopf..."

Die Landschaft ändert sich ständig. Von einer offenen Savanne über dichten Wald und natürlich das Flussufer. Tiere sehen wir nicht sehr viel (Picco hat aus seiner Erfahrung jedenfalls mehr erwartet), dennoch ist Abwechslung angesagt. Da sind Impalas, dort Zebras die sich auf dem Sandboden wälzen, hier ein startklarer Adler(?), dort hinten Warzenschweine, im Hintergrund Grünmeerkatzen, am Flussufer sonnt sich ein Schakal, da unter dem Busch ist ein Fellhügel, …. äähh Fellhügel? „Ähh, stop please. Can you go back five meters?“

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Hab bisher immer gedacht, nur Schweine wälzen sich im Dreck...

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Schakal am sonnenbaden

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Charlybravodelta, ready for Takeoff

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1, 2, 3, hab dich gesehen!

Der Löwe, der sich als Fellhügel entpuppt und nun vor uns liegt, ist unser erster Löwe im Ruaha. Er sieht satt, zufrieden und müde aus. Kein Wunder, seine Mahlzeit liegt direkt nebenan und anhand der Hörner ist oder war es mal ein Kudu. So wie das aber aussieht und riecht, würde bei uns der Lebensmittelinspektor eingreifen und die Kantine sofort schliessen, dem Löwen ist es egal, gibt’s halt die nächsten paar Tage Trockenfleisch.

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Darf ich vorstellen: unser erster Löwe! 🤩

Zwei weitere Fahrzeuge gesellen sich zu uns und stehen leicht versetzt hinter uns. Die Müdigkeit ist beim Löwen plötzlich nicht mehr sichtbar, stattdessen wirkt er hochkonzentriert und schaut die Neuankömmlinge an.

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Unser Löwe wirkt plötzlich angespannt und fokussiert sich auf die Neuankömmlinge

Plötzlich springt er wie vom Affe gebissen auf und rennt durch’s Gebüsch Richtung Strasse in ein anderes Gebüsch. Was sollte denn das, spinnt der jetzt komplett? Als ich mich umdrehe, sehe ich den Grund für des Löwen Abgang: der Fahrer eines anderen Fahrzeugs ist ausgestiegen! Jedoch unklar ist mir, warum diese hohle Schelle das Auto verlassen musste. Er lächelt das Malheur weg und folgt dem Löwen – wir auch. Unter einem dichten grünen Strauch steht er und beobachtet nur das Fahrzeug mit dem zuvor ausgestiegenen Fahrer. Als er die Chance sieht, kommt er hervor und läuft wieder zu seinem vorherigen Platz. Der schlaue Fahrer weiss nun nichts besseres, als ihm zu folgen, als der Löwe noch auf der Strasse ist. Nicht viel hätte gefehlt und er hätte das arme Tier überfahren! Was für ein saudummer oberidiotischer Dummkopf! Anders kann man es nicht erklären und alle in unserem Wagen sind der gleichen Meinung. Als sich der «Schlaukopf» entfernt, legt sich der Löwe – nun wieder sichtlich entspannt – neben der Strasse nieder.

Eigentlich wollen wir noch die Büffel beim Trinken beobachten, aber diese haben ihren Durst schon gelöscht und befinden sich auf dem Rückweg. Schade, aber eine Löwensichtung hat dafür entschädigt. Als Trost gibt es - eine weitere Löwensichtung, diesmal bei einer Löwenfamilie, welche es sich im Schatten unter einem Baum gemütlich gemacht haben. Sikoyo fährt zielstrebig zum Ort und uns erwartet nebst einem Kamerateam und einem weiteren Fahrzeug ein männlicher Löwe, zwei Weibchen und zwei Kleine.

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Der eine Kleine...

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... und der Rest der Familie

Passieren tut nicht viel, ausser das der eine Kleine ein wenig mit Mama schmust. Die anderen geniessen das Dolce far niente auf ihre Weise, indem sie einfach daliegen. Wie Mikado: wer sich zuerst bewegt, hat verloren… Nachdem wir hier keine Action erwarten, fahren wir langsam zurück, denn bald ist Mittagszeit. Unterwegs – unweit der Löwen – ist aber noch eine Gruppe Giraffen, welche den Weg säumen.

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Die hier sind im Gegensatz zu den Löwen in Bewegung...

Um 13.00 Uhr sind wir zurück beim Lunch. Es gibt panierten Fisch, Pommes, Salat und Gemüsepizza. Nach einer Stunde ausruhen starten wir um 16.00 Uhr zum nachmittäglichen Gamedrive. Wir fahren zur Bridge, wo wir unseren ersten Halt machen. Als ich zum Fahrzeug aussteige und mich umdrehe, erschrecke ich! Seit wann ist denn ein Japaner in unserer Reisegruppe? Beim genaueren Hinschauen entpuppt sich dieser als Picco, der als wandelnder Kameraständer herumläuft…

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Hilfe, der Japaner ist los! So etwas hätte ich jetzt eher bei der Kapellbrücke in Luzern erwartet...

Wir geniessen die schöne Landschaft, garniert mit Hippos und Krokos. Als wir auf der Brücke stehen, schwimmt direkt eine Panzerechse auf uns zu, wohl mit der Hoffnung, dass entweder ich (oder der Japaner) hineinfällt und er seinen Bauch vollschlagen kann. Mir kommt dabei der Spruch von Bud Spencer (R.I.P.) in den Sinn (Plattfuss am Nil): Für so’n fettes Frühstück musst du schneller sein, gepanzerte Pflaume!

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Fluss mit Felsen mit Palme mit Nilpferd

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Kroko auf Pirsch

Weiter geht’s zur einer Picnicsite, wo auch einige Vögel zu beobachten sind, u.a. einen Goliathreiher. Unsere Einsamkeit wird bald gestört, es nähert sich ein Reisebus mit vollem Inhalt. Ich bin sehr verwundert darüber, dass so ein grosser und schwerer Bus den Weg über die Holperpiste schafft. Als die Insassen des Buses den Ort für zufriedenstellend befunden haben und abfahrtbereit sind, fahren auch wir los – vor dem Bus, nicht, dass wir hinter dieser Dieselrochel hinterher fahren müssen.

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Gross, grösser, Goliath. Wie das Kroko auf der Jagd... und wie das Kroko erfolglos...

Nun folgt die eigentliche Mission des Nachmittages: Operation Punktkatze! Irgendwo in den Hügeln, wo wir nun hinfahren, soll sich ein Leopard aufhalten. Also Augen auf und Konzentration. Und wir finden… dabei die nächsten Verwandten der Elefanten, Klippschliefer. Sie sitzen/liegen/kauern auf den Felsen und beobachten die Umgebung – fast alle in die gleiche Richtung.

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Das 10-Augen-in-eine-Richtung-Prinzip. Nur einer schert sich nicht darum...

Vielleicht sehen sie einen Leo? Die Zuversicht steigt. Wir fahren weiter dem Hügel entlang. Suchen jeden Fels und Baum ab, aber niente. Leider kein Leopard für heute Abend, dafür sehen wir wiederum einen schönen Sonnenuntergang und auf dem Weg zurück zwei Hyänen, die in Richtung Dorf laufen. Im Dorf drin selber trippelt ein Schakal ungezwungen umher, immer mit genügend Abstand zu Menschen.
Das Nachtessen besteht aus Selleriesuppe, Reis mit Beef Stew. Der Hunger hält sich in Grenzen, da der Lunch schon relativ spät ausgefallen ist. Zurück im Guesthouse, beim Reisebericht schreiben, höre ich eine Hyäne und ein nicht so weit entfernter Löwe.

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Zum Abschied ein weiterer Sonnenuntergang, made in Africa!
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796 Beiträge · seit 200722. Nov. 2016 ·
Hallo Sven,

lieben Dank für die tollen Bilder vom Ruaha! Besonders das letzte Bild vom Sonnenuntergang hat mir extrem gut gefallen, aber auch der kleine Junior-Löwe und das Löwen-Nahportrait. 🙂

Ach, da kommen wieder die Erinnerungen hoch...Wir haben übrigens ein paar Tage später als ihr auch bei den Felsen (und leider ebenfalls ziemlich erfolglos) - nach dem Leo gesucht, der dort leben soll. Schön, dass wir nicht die einzigen waren. 😎

So, jetzt hab ich Lust bekommen, auch an meinem Reisebericht weiterzuschreiben. Es geht heute bei uns nämlich, dreimal darfst Du raten, nach Ruaha. 😄

Liebe Grüße, freue mich auf den Rest von Deinem Bericht.
Kristina
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zuletzt bearbeitet 22. Nov. 2016
6’396 Beiträge · seit 201122. Nov. 2016 ·
Hoi zämä
Seven schrieb:Beim genaueren Hinschauen entpuppt sich dieser als Picco, der als wandelnder Kameraständer herumläuft…

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Hilfe, der Japaner ist los! So etwas hätte ich jetzt eher bei der Kapellbrücke in Luzern erwartet...
Soso, wandelnder Kameraständer...aha... 😠
Aber trotzdem ich so von 14 bis 800mm KB-Brennweitenaequivalent dabei hatte war das alles zusammen noch leichter und praktischer als Deine Vollformat mit 500mm... 😛
😉 😄 😎

Nachtrag: Eben erst gesehen dass ich da das 'wunderschöne' Botsuana-T-Shirt an hatte! Schaade dass es nicht das 'Very rich kid'-T-Shirt war! 🤩 😄 😄 😄
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 22. Nov. 2016
Themenstarter247 Beiträge · seit 201022. Nov. 2016 ·
Hoi Tina
tina76 schrieb:
Ach, da kommen wieder die Erinnerungen hoch...Wir haben übrigens ein paar Tage später als ihr auch bei den Felsen (und leider ebenfalls ziemlich erfolglos) - nach dem Leo gesucht, der dort leben soll. Schön, dass wir nicht die einzigen waren. 😎
Na dann, geteiltes Leid ist halbes Leid, oder so... 😁
tina76 schrieb:
So, jetzt hab ich Lust bekommen, auch an meinem Reisebericht weiterzuschreiben. Es geht heute bei uns nämlich, dreimal darfst Du raten, nach Ruaha. 😄
Hoppla, da ist mir wohl was entgangen. Ich spring gleich noch auf deinen Reisebericht. Bin ja gespannt, was ihr alles im Ruaha gesehen und entdeckt habt. 🙂

Bongiorno Picco
picco schrieb:
Aber trotzdem ich so von 14 bis 800mm KB-Brennweitenaequivalent dabei hatte war das alles zusammen noch leichter und praktischer als Deine Vollformat mit 500mm... 😛
😉 😄 😎
Da geb ich dir absolut recht. War ja schon ein bisschen neidisch auf dein Equipment und die Gewichtsklasse... 😄
picco schrieb:
Nachtrag: Eben erst gesehen dass ich da das 'wunderschöne' Botsuana-T-Shirt an hatte! Schaade dass es nicht das 'Very rich kid'-T-Shirt war! 🤩 😄 😄 😄
Ja, sehr schaaaade. Aber ich kann deine Erleichterung darüber, dass du nicht MIT dem T-Shirt fotografiert wurdest, bis in die Innerschweiz spüren... 😛 😄
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796 Beiträge · seit 200722. Nov. 2016 ·
Hoi Sven,

seven schrieb:
Hoppla, da ist mir wohl was entgangen. Ich spring gleich noch auf deinen Reisebericht. Bin ja gespannt, was ihr alles im Ruaha gesehen und entdeckt habt. 🙂

---> Aber immer gerne doch! Da ist noch reichlich Platz für interessierte Mitfahrer vorhanden. 🙂 Wir sind übrigens der "Mädelstrip nach Ruaha und Sansibar". Als Reisebericht-Ersttäterin weiß ich leider derzeit noch nicht, wie man den Link, mit dem Titel seines Reiseberichts generell unter seine Beiträge bekommt. Oder geht das nur bei bereits abgeschlossenen Berichten? Vielleicht hast Du da einen kleinen Tip für mich?

Liebe Grüße und ich bin auch schon sehr gespannt auf Deine Fortsetzung bzw. was ihr im Ruaha noch so erlebt habt.
Kristina
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6’396 Beiträge · seit 201123. Nov. 2016 ·
Hoi Kristina

Auch wenn ich nicht Sven bin erlaub ich mir Dir den gewünschten Tipp zu geben. War ja auf der Reise auch dabei... 😉
tina76 schrieb:Als Reisebericht-Ersttäterin weiß ich leider derzeit noch nicht, wie man den Link, mit dem Titel seines Reiseberichts generell unter seine Beiträge bekommt. Oder geht das nur bei bereits abgeschlossenen Berichten? Vielleicht hast Du da einen kleinen Tip für mich?
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Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
796 Beiträge · seit 200723. Nov. 2016 ·
Hoi Picco,

super, vielen lieben Dank für Deine schnelle Hilfe! Es hat geklappt, nun bin ich auch mit Signatur unterwegs. 🤩
Und wieder was dazu gelernt.. 😁

Liebe Grüße von der ebenfalls Afrika- und neuerdings auch Ruaha-süchtigen
Kristina
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Themenstarter247 Beiträge · seit 201028. Nov. 2016 ·
03.09.16 – Ruaha
Hoppla, bevor es mit dem offiziellen Bericht weitergeht, muss ich noch was beichten. Mir ist da ein kleiner Fauxpas passiert. Dieses Bild…
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Corpus delicti
…ist eigentlich nicht der Sonnenuntergang von gestern, sondern der Sonnenaufgang von heute Morgen. 😮 Ich hab mich im Datum versehen und dies erst jetzt bei der Bildbearbeitung bemerkt. 😗 Mea culpa, sorry about it!

Kein Porridge heute Morgen zum Frühstück - schade. Dafür eine halbe Stunde früher Abfahrt, um den Sonnenaufgang zu erleben. Und zwar den vom Bild oben! 😛 Die Mission am Vormittag lautet: Operation Punktkatze Vol. II. Also fahren wir wieder zu den Hügeln, welche im Allgemeinen ziemlich tierarm, landschaftlich aber ganz reizvoll sind. Höhepunkt der ersten Stunde: zwei männliche Kudus, die sich aber schnell in die Büsche verziehen, als wir für ein Foto halten.

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Gerade noch erwischt, bevor er in die Büsche flüchtet

Auf der Sandstrasse finden wir Pfotenabdrücke von Raubkatzen, also muss es hier schon welche geben.

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Bin ja schlecht im Fährtenlesen, aber hier lief definitiv kein Esel vorbei...

Wir sind weiter optimistisch und schärfen unsere Augen. Aber der Leopard ist und bleibt unauffindbar an diesem Morgen. Wir kurven noch ein wenig in der Gegend herum. Oftmals halten wir kurz an um verschiedene Vogelarten zu fotografieren. Der Entscheid, zurück zum Fluss zu fahren, fällt allen leicht. Auf dem Weg dorthin nimmt die Tierdichte tatsächlich wieder zu. Plötzlich sehen wir die vermissten Giraffen, Elefanten, Impalas und Zebras. Welch Wohltat! Die Stars an diesem Morgen sind aber die Vögel, vor allem die bunten Gabelracken und Bienenfresser werden immer wieder fotografisch festgehalten. Es wird gebalzt, gezwitschert, umhergeflogen und wieder gebalzt. Auch eine Begegnung mit den südlichen Hornraben, welche nahe der und auf der Strasse entlanglaufen, ist ein tolles Ereignis. Wir versuchen jeweils, die Gabelracken im Flug zu erwischen um das prächtige Federkleid bildlich festzuhalten.

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Hornrabe, versperrt uns den Weg...

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Es liegt ein Flirt in der Luft...

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... und er wird erwidert...

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... bald findet man sich am Boden wieder...

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"Hee Eisi, du störst. Mach mal Platz!"

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Und schon kommt der/die Angebete...

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... um sogleich wieder zu verduften...

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Ach ja, Zwergspinte gibt es auch noch...

Auf dem Weg zurück zu unserem Mittagstisch stehen am Rand drei Fahrzeuge, alle Insassen gucken in eine Richtung. Am Flussufer in weiter Entfernung und kaum erkennbar haben sich Löwen unter einem Baum niedergelassen. Auf den ersten Blick handelt es sich um drei ausgewachsene Tiere. Wir bleiben nicht lange stehen und fahren weiter, jetzt näher dem Ufer entlang. Gestern haben wir hier einen Löwen alleine mit seinem Snack gefunden. Picco fragt an, ob wir kurz checken können, ob das tote Kudu noch da ist (er will sich wohl einen Happen zum Zmittag sichern…), doch nicht nur das nun aus weniger Fleisch bestehende Kudu, sondern auch der Löwe ist noch da. Wir sind nun alleine mit ihm, er beachtet uns nicht weiter und pflegt seinen Schönheitsschlaf unter dem Busch. Das war eigentlich schon das Highlight des Morgens.

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Der Kudu mit seinem Bezwinger

Lunchtime, ab in die Futterkiste! Prosper erwartet uns bereits mit einem feinem Mahl. Und natürlich darf der Fernseher auch seinen Senf dazu geben.
Heute Morgen früh haben wir unser Gepäck vom Guesthouse mitgenommen, da es hiess, wir können wenigstens die letzte Nacht in den Bandas verbringen (weil gemäss Parkverwaltung das Guesthouse belegt ist). Haaa, April April, plötzlich heisst es nun, alle Bandas belegt, zurück auf Feld 1 – ins Guesthouse. War ich beim ersten Zusammentreffen mit Sikoyo gegenüber ihm skeptisch, was die Buchung der Übernachtung betrifft, so denke ich, dass die Parkverwaltung wohl nicht alles im Griff hat mit den Buchungen, bzw. uns wie Schachfiguren «missbraucht». Immer wurde uns mitgeteilt, die Bandas seien ausgebucht. Das kann ich mir aber nicht so richtig vorstellen, dazu war zu wenig Betrieb um die Bandas herum. Auch waren wir meist alleine im Essraum während dem Mittag- oder Nachtessen, was nicht unbedingt für „Ausgebucht!“ spricht. Während unseres Aufenthaltes waren zwei grössere Gruppe für eine Nacht zugegen. Da wird sich die Verwaltung gesagt haben: geben wir den Gruppen die Bandas und verteilen die restlichen Einzelpersonen irgendwo anders um. Ging für die Verwaltung wahrscheinlich einfacher zur Handhabung als die Gruppe aufzuteilen, wenn einzelne Bandas belegt sind. Also lautet mein Fazit: wir und Sikoyo haben wahrscheinlich früh genug gebucht, aber als die Gruppenanfragen kamen, hat man uns wahrscheinlich einfach rausgeschmissen und den Status auf "ausgebucht" gestellt. Und jetzt bringen wir das Gepäck halt wieder zurück ins Guesthouse, dass ja eigentlich auch ausgebucht sein sollte, es aber nicht ist…

Warum erzähle ich das alles? Weil der nachmittägliche Gamedrive praktisch keiner Rede wert ist. Das liegt aber weder am Fahrer/Guide noch an der Landschaft. Sondern wir wollten es nochmals wissen, Operation Leopard 3.0. Leider erfolglos. Aber hätten wir ihn gefunden, ich glaube wir wären uns in den Armen gelegen und hätten von einem erfolgreichen Gamedrive gesprochen. Hätte, wäre, würde… war jetzt halt nicht so. Danach haben wir noch einige Stellen am Fluss besucht und den Sonnenuntergang fotografiert.

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Yep, diesmal WIRKLICH ein Sonnenuntergang. Hab extra nochmals das Datum und die Uhrzeit gecheckt... 😉

Höhepunkt am Nachmittag sind zwei Schakale, die in weiter Entfernung eine Gruppe Manguste aufmischt. Irgendwie war ich am Nachmittag aber auch schlapp drauf. Das viele (leckere) Essen, die hohen Temperaturen, dazu teilweise Rebellion meines Magens, all das drückte irgendwie auf mein Gemüt. Und jetzt, vor dem Nachtessen, sitze ich draussen vor dem Essraum im Dunkeln und sehe im Lichtbogen der Gebäudebeleuchtung zwei Schakale vorbeilaufen, ca. 10 Meter weg von mir. Yo, kann man auch als Höhepunkt des heutigen Tages bezeichnen. In diesem Sinne: optimistisch vorwärtsschauen, freuen wir uns auf morgendlichen Gamedrive und den bevorstehenden Aufenthalt auf Sansibar.
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zuletzt bearbeitet 28. Nov. 2016
796 Beiträge · seit 200729. Nov. 2016 ·
Hallo Sven,

ob Sonnenauf- oder untergang...mir gefallen beide Bilder ! 😁 Die drücken mit den großen Baobabs als Motiv so richtig schön die Stimmung im Ruaha aus (so wie ich sie auch erlebt habe). Ach, ich möchte wieder zurück! Besonders da es hier gerade so eklig kalt geworden ist. 😵

Liebe Grüße
Kristina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
Themenstarter247 Beiträge · seit 201008. Dez. 2016 ·
04.09.16 – Ruaha – Dar Es Salaam – Stone Town
Heute verabschieden wir uns vom Ruaha, ebenso wie von Superkoch Prosper und Guide Sikoyo. Bevor es soweit ist, geniessen wir noch ein Frühstück (mit leckerem Porridge) und starten zu unserem letztem, gut 2-stündigen Gamedrive. Da wir Tiere sehen wollen, steuern wir direkt dem Fluss zu.

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Bevor der Sonnenuntergang fotografiert wird, posiert ein Gockel für uns auf einem Stein

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Der letzte Sonnenuntergang im Ruaha (jedenfalls für uns...)

Spannendes bleibt zu Beginn Mangelware. Oje, werden wir uns so vom Ruaha verabschieden? Aber dann hat der Reisegott Erbarmen mit uns, denn es wird interessant: ein Kamerateam (welche wir schon mal getroffen haben) hat sich in Stellung gebracht und deutet auf Löwen, die sich im Gras aufhalten. Es handelt sich um ausgewachsene Tiere, 5 Weibchen und 2 Männchen, wobei eines davon mit dominanter Mähne. In Sichtweite befindet sich eine grosse Büffelherde. Ein Weibchen hinkt ziemlich stark, offenbar wurde sie bei einem Angriff (auf Büffel und durch einen Büffel?) verletzt. Nun scheint aber die Löwentruppe einen weiteren Angriff zu planen. Sie steuern langsam, aber direkt auf die Büffel zu.

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Die Löwinnen machen sich auf dem Weg Richtung Büffel, ausser das verletzte Tier im Vordergrund

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Immer wieder wird der Blickkontakt zu den Genossinnen gesucht

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Der Gentleman schaut sich das Ganze hinter der Frontlinie an

Die Weibchen haben sich im Grasfeld verteilt, das Männchen läuft ihnen ein paar Meter weiter hinten nach. Die Raubkatzen gehen aber nicht in gebückter Haltung, sondern aufrecht auf die Büffel zu. Jene haben aber die Löwen bereits entdeckt und zwei kräftige Tiere laufen sogar zu den Löwen hin.

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Der Büffel rechts, der Löwe (hier das Männchen) links neben dem kleinen Baum in der Mitte. Das Weibchen ganz links bläst zum Rückzug

Die Katzen brechen hiervon den Angriff ab und laufen zurück, wobei einige Büffel sie noch ein kurzes Stück verfolgen. Für diesen Tag scheint die Herde sicher zu sein. Die Löwen ziehen sich ganz zurück und laufen der Strasse entlang. Wir folgen ihnen mit Abstand. In den Büschen legen sie sich in den Schatten und beginnen mit dem Nickerchen.

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Kein Futter, dann wird halt geschmust (habe erst auf dem Bild gesehen, dass diese eine Löwin auf einem Auge blind ist)

Ein Zeichen für uns, dass unser Ganmedrive somit beendet ist. Danke Ruaha, nach dem gestrigen enttäuschten Tag war’s heute noch ein kurzer, freudiger Abschluss.
Wir fahren zum Flugfeld. Unser Flugzeug taucht bald am Himmel auf und landet sicher auf der Schotterpiste. Sikoyo lässt es sich nicht nehmen, von sich mit Flugzeug ein paar Fotos zu schiessen. Schliesslich kommen nicht viele seiner Gäste mit dem Propellerdampfer zu ihm. Wir verabschieden uns, steigen ein und fliegen via Irigna zurück nach Dar-Es-Salaam. Danke Sikoyo, nach einem doch harzigen Start am ersten Abend hast du mich eines Besseren belehrt. Sehr sympathisch und ein angenehmer Zeitgenosse, mit dem man sich über Gott und die Welt unterhalten kann. Gerne wieder einmal...

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Tschüss Ruaha, vielleicht auf ein anderes Mal...

Beim Terminal One – für Inalndflüge – landen wir pünktlich und begeben uns von einem Ende des Gebäudes (Arrivals) zum anderen Ende (Departures). Der Flug nach Sansibar dauert rund 20 Minuten. Höflich werden wir bei Ankunft von einem Zollbeamten begrüsst, füllen das Formular aus und fahren mit dem bestellten Taxi nach Stonetown. Unsere Unterkunft, Kipundo B+B, liegt im Randgebiet der historischen Altstadt, mit Nähe zum Meer. Die Altstadt ist fast komplett autofrei, auch die Gasse in der unser B+B liegt. Ich juble innerlich schon über eine ruhige Nacht.

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Das Hotel ist klein und ziemlich verwinkelt, ...

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... aber mit sehr viel Charme und liebevollen Details eingerichtet

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Ein vorsichtiger Picco prüft, ob er nicht gleich überfahren wird - ich stehe praktisch auf der anderen Seite der Gasse, somit kann kann sich jeder die Breite vorstellen.

Nach Bezug der Zimmer begeben wir uns auf eine kleine Wanderung rund und in der Altstadt. Beim „Haus der Wunder“ treffen wir einen Guide und vereinbaren mit ihm eine morgige Stadtbesichtigung.

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Stützpfeiler à la africane...

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Kolonialbau in der Altstadt

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Und nochmals einer

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Ausblick auf den Sonnenuntergang.

Zum Apero geht’s zurück ans Meer, in der Mercury Lounge gönnen wir uns einen Drink. Nach dem Sonnenuntergang laufen wir weiter dem Strand entlang. Ein Essmarkt ist eingerichtet worden, hier trifft sich jung und alt, Einheimische wie Touris. Natürlich werden auch wir von Köchen angesprochen, aber wir haben mehr Appetit auf frischen Fisch im Restaurant. So genehmigen wir uns in einem Strandrestaurant den „Catch of the day“.
Retour im Zimmer nehme ich meinen innerlichen Jubel zurück. Die Gasse auf Seite meiner Fenster ist zwar autofrei, dafür knattern die Vespas umso mehr. Und das tönt abartig laut in dieser schmalen und hohen Gasse. Dazu kann jedes Gespräch von aussen mitverfolgt werden. Na dann, gute Nacht!
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6’396 Beiträge · seit 201108. Dez. 2016 ·
Hoi Sven

Du lebst noch???
😉 😛 😄
Seven schrieb:Höflich werden wir bei Ankunft von einem Zollbeamten begrüsst, füllen das Formular aus und fahren mit dem bestellten Taxi nach Stonetown.
Die Abhandlung kommt mir aber doch etwas sehr kurz vor! 🤩 😉 😎
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter247 Beiträge · seit 201009. Dez. 2016 ·
picco schrieb:Hoi Sven

Du lebst noch???
😉 😛 😄
Hoi Picco
Ja, mich gibt's noch... welche Wunder! 😄 😛
picco schrieb:Die Abhandlung kommt mir aber doch etwas sehr kurz vor! 🤩 😉 😎
Ach ja, stimmt, da war ja noch was... 🙂 Du meinst das, was wir ab und zu erlebt haben... à la "wie bestellt und nicht abgeholt" 😄
Aber das darfst/kannst du dann erwähnen. 😎
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1’625 Beiträge · seit 201511. Dez. 2016 ·
Seven schrieb:

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Kein Futter, dann wird halt geschmust
Dieses Bild würde ich gegen jeden Büffelkill tauschen. Ich bin, fürchte ich, heute aber auch echt im Mädchenmodus unterwegs.
Schönen dritten Advent.
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2016
Themenstarter247 Beiträge · seit 201011. Dez. 2016 ·
Hoi Elisabeth

Für Romantik bleibt immer Zeit... 😁

Dir auch einen schönen 3. Advent und LG
Sven
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Themenstarter247 Beiträge · seit 201011. Dez. 2016 ·
05.09.16 – Stonetown
Offensichtlich gilt für die Einheimischen: zwischen 24.00 und 05.00 Uhr herrscht Nachtruhe. Keine Vespas oder Roller, keine Gespräche zu hören, absoluter Frieden. Was für Menschen gilt, muss aber nicht für Katzen gelten. Jetzt kommen ihre Stunden. Wahnsinn, welches Repertoire so ein kleines Raubtier hat. Und um 05.00 Uhr schlägt noch der örtliche Muezzin mit ins Orchester rein, was für eine Unterhaltung!
So halb schlaftrunken erscheine ich im Frühstücksraum, wo sich Picco bereits bei einer Tasse Kaffee gemütlich eingerichtet hat. Neben uns beiden sind noch zwei andere Gäste zugegen, wobei einer (asiatischer Herkunft) mit seiner Gesundheit zu kämpfen hat. Was der alles aus sich hinaushustet, und das noch teilweise vor dem Frühstücksbuffet(!) ohne die Hand vor den Mund zu halten(!!), puuhh, da kann einem der Appetit vergehen. Deshalb bestelle ich uns ein Omelett, da ist das Gerotze sicher nicht Bestandteil. Und den Toast, hoffe ich, gut durchgeröstet zu haben…
Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg und treffen den Guide wie besprochen vor Ort. Zusätzlich werden wir von einem „Azubi“ begleitet, der später ebenfalls ein Guide werden will und unseren Guide unterstützt mit Karten und Fotos tragen. Wir beginnen beim House of Wonders (oder Baital Ajaib), übrigens unserem Treffpunkt, überqueren die Strasse und schlendern dann kurz zur Küstenpromenande und folgen ihm anschliessend via Old Fort durch die verwinkelte Innenstadt, wo wir an verschiedenen geschichtsträchtigen Orten halten. Vorallem die Türen sind sehr interessant: liebevoll geschnitzt und sehr aufwendig zeigen sie, welche Bewohner sich dahinter befinden. Ein waagrechter Sturz bedeutet arabischer Bewohner, während Inder Rundbögen haben. Über jeden Standort weiss unser Guide viel zu erzählen.

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House of Wonder, von der Küstenpromenade her betrachtet

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Old Fort, mit New Souvenirshop (rechts)

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Die Gäste in diesem Hotel werden mit Salut-Schüssen empfangen...

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Wer von den Salut-Schüssen nicht getroffen wurde, erhält einen wundervollen Ausblick von der Restaurantterrasse

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Arabische Türe

Beim Sklavenmarkt bleiben wir länger, besuchen die Kirche und sehen auch die unterirdischen Kammern, wo die damaligen Sklaven eingepfercht waren. Nicht nur die Gemäuer sind bedrückend, auch meine Vorstellung, wie es hier zugegangen sein muss.

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Am Sklavenmarkt. Picco mit unserem Guide (vorne) sowie dem Azubi, der den Rucksack trägt

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In diesem engen Verlies wurden die Sklaven gehalten. Man findet keine Worte dafür...

Weiter geht’s zum Fisch-, Fleisch-, Gewürz- und Huhnmarkt. Zum Glück ist noch nicht Essenszeit, denn der Anblick und Gesta… Geschmack würde den Appetit verderben. Die Fischabteilung riecht man schon von weitem her. Auf dem Boden liegt ein Teil eines Stachelrochens, der mit dem Messer in einzelne Stücke zerteilt wird. Das Ding ist riesig und doch nur ein kleiner Teil des ganzen Fisches. Nach dem Fisch folgt das Fleisch. Entweder hängt die ganze Kuh am Haken oder die einzelnen Stücke sind auf einem Tisch zusammengehäuft. Das tote Fleisch lockt unzählige Fliegen an. Jetzt weiss ich, wieso das Fleisch in Afrika immer so gut und fest durchgebraten wird… Geschmacksvoller und bunter wird es in der Gewürzabteilung. Die verschiedene Gewürze werden einzeln oder als Mischung präsentiert. Die Hühnerabteilung sehen wir nur von aussen, das reicht mir…

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Gewürzmarkt, bunt und nach dem Fisch-/Fleischgeruch ein duftendendes Erlebnis

Wir folgen der Freikaufsstrasse zurück zu unserem Ausgangsort, danken dem Guide für die spannende und interessante Tour und bezahlen die 20$. Der „Azubi“ kriegt ein Trinkgeld und wir verabschieden uns. Beim Mittagslunch bleibe ich vegetarisch mit Frührlingsrollen, der Markt ist noch in voller Erinnerung. Danach ist faulenzen, duschen und Tagebuch schreiben angesagt. Am späteren Nachmittag geht’s zurück ans Meer, eine Hotel-Terrasse mit Ausblick für den Sonnenuntergang wurde uns empfohlen. Also suchen wir eine Terrasse in den Obergeschossen der Gebäude und werden schliesslich bei einem Haus fündig. Die Terrasse gehört zum Hotel Mizingani Seafront. Wir stehen unten an der Strasse und schauen empor – scheint niemand da zu sein. Ein Kellner sieht uns nach einiger Zeit und holt uns unten ab. Bevor wir ins Restaurant gehen zeigt er uns die (superschönen) Räumlichkeiten sowie den Swimmingpool im Innenhof, anschliessend setzen wir uns an einen Tisch und bestellen vorerst zwei Smoothies.

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Am liebsten würde ich reinspringen...

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Die kleine Terrasse des Restaurants

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Werbung für Sansibar: Hier könnte Ihr Sonnenuntergang sein...

Mit dem Sonnenuntergang wird es heute nichts, die Sonne geht zwar irgendwann mal unter, aber das hinter einer dicken Wolkenschicht. Wir bleiben im Hotel und genehmigen uns als Trost zum verpassten Sonnenuntergang die Seafood-Platte, die wirklich ausgezeichnet schmeckt.

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Leckere Sansibar-Küche

Zurück im B+B zurück lausche ich der Strassenunterhaltung bis tief in die Nacht.
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zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2016