derspiegelThemenstarter4 Beiträge · seit 201524. Feb. 2015 ·
Hallo zusammen
Gemeinsam mit meiner Freundin steht im September dieses Jahres eine Rundreise durch Namibia an. Und stehen 2.5 Wochen zur Verfügung für eine Tour von Windhoek nach Windhoek, anschliessend geht es noch weiter nach Südafrika (per Flugzeug). Ich bin 32 Jahre alt und meine bisherige Afrika-Erfahrung beschränkt sich auf Tanzania (Kilimanjaro Besteigung und Relaxen auf Sansibar). Ansonsten würde ich mich als ordentlich reiseerprobt einstufen und zwar wechselnd in unterschiedlichsten Reiseformen. Meine Freundin kennt Kapstadt und Umgebung gut, war jedoch auch noch nie in Namibia.
Nach dem passiven komsumieren vieler Beiträge möchte ich gerne von eurem reichen Erfahrungsschatz profitieren und wäre froh um euer Feedback bezüglich unserer (groben) Routenplanung. Alternativ-Vorschläge für Strecken oder auch Tipps für Lodges in der gewählten Übernachtungs-Umgebung sind herzlich willkommen. Wir sind da noch nicht wahnsinnig weit fortgeschritten. Wir sind mit 4x4 und Dachzelt unterwegs, möchten aber neben dem Camping auch hie und da eine Übernachtung in einer Lodge einstreuen – dort wo es sich lohnt. Wir möchten primär die Landschaft geniessen – aus dem Auto und natürlich auch mit Foto-Stopps und kleineren Wanderungen nahe der Routen und Camps. Dann selbstverständlich Tierbesichtigungen im Etosha aber auch sonst überall wo uns etwas felliges oder flauschiges begegnet. Keine Priorität haben für uns für einmal die Städte (z.B. Windhoek, Lüderitz, Swakopsmund).
Route V1: 1 Tag: Ankunft am Flughafen um 14:00, Mietwagenübernahme, Einkaufen, Übernachtung in Windhoek (the elegant Guesthouse) 2.Tag: Früh los, Fahrt bis zum Red Dune Camp, 6h, 420km (lange Etappe, zu Gunsten des scheinbar tollen Camps) 3. Tag: Über die M29 (wurde mehrfach als tolle Strecke empfohlen) bis in die Umgebung Ketmanshoop, Köcherbaumwald, 3.5h, 240km (Camps?) 4. und 5. Tag: Fahrt bis in die Umgebung Tirasberge, Erkundung der Umgebung, Landschaft geniessen, 3.5h, 250km (2 Nächte?) 5. und 6. Tag: Fahrt via D707 (weil scheinbar superschön) nach Sossusvlei, Dead Vlei, Dune 45, 4.5h, 350km (2 Nächte) 7. Tag: Fahrt nach Swakopsmund, Einkaufen, nur 1 Nacht (die Stadt hat keine Priorität für uns), 6h, 400km 8. Tag: Fahrt nach Spitzkoppe, 2.5h, 150km (evtl noch Abstecher zu Cape Cross). 9. Tag: Fahrt zur Mowani Mountain Lodge, Mt. Brandenberg, White Lady, 4h, 250km 10. und 11. Tag: Fahrt zum Dolomite Camp, Game Drives im westlichen Etosha Gebiet, 5h, 300km 12. und 13. Tag: Fahrt in den östlichen Etosha Teil – Camp/Lodge noch unklar, Game Drives 14. und 15. Tag: Fahrt zum Waterberg Plateau, Ausflüge in der Umgebung, 4.5h, 300km 16. Tag: Fahrt zurück nach Windhoek, Übernachtung und Tags darauf Weiterflug nach Südafrika
Bin gespannt auf eure Meldungen und habt etwas Nachsicht mit mir – konnte noch nicht Unmengen an Zeit in die Planung investieren Eine zweite mögliche Route mit verkürztem Süd-Teil, dafür noch ein Abstecher nach Caprivi / Botswana ist in Planung - Wir sind noch nicht sicher was uns mehr reizt.
Hallo, für die kurze Zeit ist Eure Reiseroute sehr anspruchsvoll. Hinzu kommt, dass Ihr etwas spät dran seid mit Eurer Planung. Sosohl Sossusvlei als auch Etosha sind meist schon 1 Jahr vorher ausgebucht bzw. man bekommt nur noch "den Rest" und das ist vielleicht nicht immer das, was man sich vorstellt. Ich würde zunächste mal den Südteil Eurer Tour ganz streichen, weil Ihr außer vielen km nichts davon bzw. nur den Köcherbaumwald habt. Der ist zwar schön, aber wohl diesen weiten (Um-)Weg nicht wert. Daher mein Vorschlag: beginnt Eure Runde im Sossusvlei und macht dann dort weiter wie geplant. Vom Dolomite Camp bis zum östlichen Bereich von Etosha ohne Zwischenstation zu fahren, ist wenig sinnvoll, weil seeehr weit. Vorausgesetzt, dass noch etwas frei ist, beginnt für 2 Nächte im Dolomite Camp, dann 2 Nächte Okakuejo und 2 weitere Nächte in Halali. Dann habt Ihr wirklich etwas von Etosha und könnt mit vielen schönen Tiererlebnissen rechnen. Den Süden von Namibia nehmt Ihr Euch für das nächste Mal vor. Gruß Joli
eine Alternative zum Red Dune Camp wäre vielleicht die Bagatelle Kalahari Game Ranch - ist nicht ganz so weit und bietet auch eine tolle Landschaft inmitten der roten Kalahari-Dünen. Die Campsites dort sind wunderschön gelegen. Ich würde hier zwei Nächte verbringen und von dort direkt in die Tirasberge fahren. Keetmannshoop lohnt sich eigentlich nur, wenn du unbedingt Köcherbäume im Sonnenuntergang fotografieren willst.
Die vier Nächte im Etosha würde ich aufteilen auf Dolomite (1) - Okaukuejo (2) - Onguma (1). Okaukuejo ist ein Muss aufgrund des Wasserlochs, das nachts beleuchtet ist - besser als Kino 🙂 Onguma liegt zwar außerhalb des Etosha, jedoch nur ein paar Meter hinter dem östlichen Eingang. Hier gibt es auch schöne Campingplätze mit eigenen Ablutions.
sternschnuppe410 Beiträge · seit 200724. Feb. 2015 ·
Hallo,
ich gebe Joli recht. Wir hatten vor 8 Jahren bei unserer 1.Reise fast die gleiche Tour- hatten aber gute 3 Wochen - und selbst das war anspruchsvoll. Seitdem planen wir auch viel entspannter 🙂 Keetmanshoop auf alle Fälle auslassen - und dann direkt in den Soussusvlei oder in die Tirasberge. Die Tirasberge/ D707 sind auf alle Fälle ein Besuch wert. Allerdings mindestens 2 Nächte damit es lohnt.
Entscheiden müßt Ihr, ob Ihr gerne ein zügiges Programm habt und mehr seht oder auch mal an schönen Plätzen die Seele baumeln lasst....
Grüße Schnuppe
derspiegelThemenstarter4 Beiträge · seit 201524. Feb. 2015 ·
@ Joli: Danke für die rasche Antwort! Dass wir etwas spät dran sind ist uns bewusst. Leider waren wir lange unschlüssig an welche Ecke der Welt es uns zieht. Nun wollen wir daher rasch Nägel mit Köpfen machen. Mit dem Dachzelt sind wir etwas unabhängig und wir versteifen uns auch nicht auf spezifische Camps. Ich denke da finden wir schon noch passende Plätzchen.
Zur Route: Ketmanshoop hat den Weg in die Route vor allem wegen der M29 gefunden, die sehr schön zu sein scheint. Lohnt sich diese Strecke zu wenig? Direkt von Bagatelle oder Red Dune Camp in die Tirasberge scheint mir machbar, bis Sossusvlei fast etwas zu weit. Oder geht das gut in einem Tag? Zudem möchte ich die D707 nicht auch noch streichen, wenn die M29 schon wegfallen sollte. Somit müsste wohl Tirasberge schon mit in den Plan (vermutlich sogar weiterhin für 2 Nächte)
@ Sorimuc: Die Bagatelle habe ich mir als Alternative auch vermerkt, danke! Für Etosha habe ich mir wohl etwas unklar ausgedrückt. Mit dem östlichen Teil meinte ich eigentlich als Basis schon auch das Okaukuejo Camp mit dem nächtlichen Wasserloch.
@ Sternschnuppe: Du schlägst in die gleiche Bresche wie deine Vorredner - sprich die "Südkurve" mit Keetmanshoop streichen. Ich werde das dann wohl so beherzigen. Die Köcherbaumwald ist kein Muss, wie gesagt bin ich eher wegen der M29 da unten gelandet 🙂
BikeAfrica7’316 Beiträge · seit 200624. Feb. 2015 ·
sternschnuppe schrieb:Entscheiden müßt Ihr, ob Ihr gerne ein zügiges Programm habt und mehr seht oder auch mal an schönen Plätzen die Seele baumeln lasst....
... nur wegen mehr gefahrener Kilometer sieht man nicht auch zwangsläufig mehr. Man muss ja auch im Gegenzug oft eilig weiter.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Hallo, vom Red Dune Camp bis Sossusvlei geht an einem Tag, wobei ich Red Dune ohnehin streichen würde, weil es einfach etwas zu weit östlich liegt. Dann lieber gleich von Windhoek bis Sossusvlei. Von Red Dune in die Tirasberge ( wohin dort genau ??) ist schon ein verdammt weiter Weg, zumal Ihr ja wohl nicht auf der B1 fahren wollt. Und wenn dann auch noch die D707 dabei sein woll, dann sehe ich Probleme, das an einem Tag zu schaffen. Zu Deiner Wunschstrecke M29 kann ich gar nichts sagen - ich bin sie noch nie gefahren und mir hat in 30 Jahren Namibiareisen auch noch nie einer davon vorgeschwärmt. Die D707 ist sehr schön - vor allem, wenn man sie am frühen Morgen fährt. Und das werdet Ihr wohl nicht schaffen. Was Ihr Euch auch immer vornehmt - Ihr solltet bedenken, dass 2 1/2 Wochen nun mal nicht ausreichen, alle Wunschziele "abzuhaken". Deshalb mein Rat - lieber etwas weniger, dass dann aber etwas gründlicher. Das zahlt sich aus. Angesichts der nur noch kurzen Vorbereitungszeit könnte man sogar überlegen, nur den Süden zu besuchen - also Keetmanshoop, Fish River Canyon, Aus, Lüderitz, Tirasberge und Sossusvlei, um die Hauptpunkte zu benennen. Das wäre in 2 1/2 Wochen gerade so zu schaffen und würde vermutlich auch mit den Unterkünften jetzt noch klappen. Aber: es wäre dann schon fast ein Sakrileg, eine Namibiareise ohne Etosha zu machen - zumal bei einem Erstbesuch. Ich fände es sehr mutig, aber man kann ja auch mal die ausgetretenen Pfade verlassen. Gruß Joli
joli schrieb:. Aber: es wäre dann schon fast ein Sakrileg, eine Namibiareise ohne Etosha zu machen - zumal bei einem Erstbesuch. Ich fände es sehr mutig, aber man kann ja auch mal die ausgetretenen Pfade verlassen. Gruß Joli
Ochnaja, wir begehen im Mai dieses Sakrileg 😉 Nach reichlich Recherche und Tipps hier, hauptsächlich wegen der empfohlenen Entspanntheit. Daher "nur" der Süden in 3 Wochen (ganz unten rum, am Oranje, daher Bagatelle und Mesosaurus nur je 1 Tag, weil wir, wenn's uns da gefällt, den Südosten nochmal ausführlicher bereisen wollen). Tieregucken ist toll, aber zumindest wir können auch ohne 😗 Grüße Frank
generell eine schöne Route, ich will dieses Jahr auch das erste Mal ins Red Dune Camp, aber ehrlich, bei Euch passt es nicht so richtig rein.. zu weit östlich. Und ich bin nach den Forumsmaßstäben Vielfahrer.. 😉 Ich bin von 3 Wochen aus privaten Gründen höchstens 10 Tage auf Tour, dann aber 5-7000 km unterwegs... Ich würde die Südroute etwas straffen.. Von Windhoek entweder direkt Richtung Sesriem (C27?), oder über Keetmannshoop, dann z.B. alte Kalkmühle übernachten, die D707 und die Südlandschaft erleben, von da aus Sesriem, und die weitere Strecke wie geplant.. Alternativ noch auf dem Weg nach Norden (und evtl. statt Tiras) Rooiklip, das wäre auch was mit Einsamkeit und Bergen.. Swakop würde ich auch auslassen, wenn es Euch nicht so interessiert, es ist interessant, aber mir gefällt das Landesinnere auch besser... Viele Grüße Alex
derspiegelThemenstarter4 Beiträge · seit 201525. Feb. 2015 ·
@ Joli: Danke für deine weitere Antwort... Da auch andere das Red Dune Camp als zu weit östlich und Ketmanshoop als zu weit südlich einstufen werden wir an dieser Ecke und am Start der Reise noch etwas feilen - und verkürzen. Bin mir aber noch nicht sicher wie, da ich nicht direkt von Windhoek nach Sossusvlei möchte. Die Station in Tirasberge (welche Ecke ist noch unklar) gibt neben der Natur auch die Möglichkeit danach bei der Weiterfahrt am Morgen die D707 zu befahren. Das möchte ich auf jeden Fall in der Route haben. Die M29 wird übrigens im neuesten Iwanowski lobend hervogehoben, aber um ehrlich zu sein finde ich im Internet keine weitere Bestätigung dafür 🙂 Dein Vorschlag nur den Süden zu machen und Etosha auszulassen ist mutig. Das mag ich, in diesem Fall kommt es aber nicht in Frage. Etosha wollen wir auf jeden Fall. Ich bin mit dem weiteren Verlauf der Route ab Sossusvlei eigentlich im grossen und ganzen auch recht zufrieden, ich glaube das belassen wir fürs erste so. Freunde von uns - die natürlich ähnlich "ticken" wie wir - haben eine relativ ähnliche Tour gemacht und waren mit den Distanzen etc eigentlch happy und nicht überfordert.
@Alex_Muc: Danke für deine Worte, die machen mir Mut 🙂 Ich würde mich schon auch eher unter die "Vielfahrer" zählen. Zumindest im Vergleich zu vielen Leuten in Foren - die oft eine langjährige Liebe zu einem Land entwickelt haben, mehrfach vor Ort waren und dadurch auch etwas mit der Zeit zum "langsam und entspannt" reisen gefunden haben und dies auch gerne so Weiterempfehlen (das soll in keinster Weise negativ gemeint sein). Im Auto fühle ich mich wohl, auch bei langen Fahrten. Mit 2 Nächten an einem Ort bin ich für meine Verhältnisse schon auf der “entspannten” Seite und wir haben doch einige Doppelübernachtungen eingebaut. Bei 3 Nächten werde ich schon fast kribbelig für die Weiterreise. Vor allem wenn – wie in diesem Urlaub – keine längeren Wanderungen geplant sind. Sonst kann ich auch gut Tagelang auf Trekking Tour gehen und so auf die ganz langsame Art die Natur sehen und erleben.
@ All: Danke nochmals für die raschen Tipps. Wenn ich heute Zeit finde werden ich den Beginn der Route noch etwas umplanen und dann nochmals hier posten - auch nach Rücksprache mit meiner besseren Hälfte 😗