Central Kalahari (Campsites)

10 Antworten · 3’736 Aufrufe · gestartet 01. Mai 2007 von eningu
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Themenstarter114 Beiträge · seit 200701. Mai 2007 ·
Hallo

Ich habe bzw. wollte für im Dezember 2007 Campsites in der Central Kalahari buchen. Nun wurde mir mitgeteilt, dass vom 24.-26.12 2007 nur noch Piper Pan frei wäre. Kann mir jemand sagen, ob die Möglichkeit besteht am Gate noch umzubuchen oder ob die Chancen gleich Null sind? Sind die Campsites beim Passarge Valley und der Tau Pan weitläufig genug, so dass wir vielleicht nach Absprache mit den „Besitzern“ unseren Buschcamper auch noch dort hin stellen können? Oder habt ihr sonst noch einen Vorschlag?

Liebe Grüsse
Eningu
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102 Beiträge · seit 200701. Mai 2007 ·
Hallo Eningu 🙂

schöne Idee, Weihnachten in der Wildnis der Central Kalahari zu verbringen!

Ich unterstelle, dass es kein Problem sein wird, vor Ort noch einen anderen Campsite zu bekommen. Uns wurde bei unserem Besuch auch gesagt, dass nur noch bestimmte Campingplätze zur Verfügung ständen. Als wir dann in der Central Kalahari ankamen, tielte uns der Guide mit, dass nur 7 Autos im Park unterwegs wären. Ich kann daher kaum glauben, dass alle Plätze belegt sein sollen.
Die beiden angesprochenen Campingplätze kenne ich zwar nicht, aber generell sind die einzelnen Stellplätze recht weit auseinander, so dass man einander kaum sehen kann. Von daher sollte das kein Problem sein.
Viele Grüße Nadine www.michapro.de Reisen und Fotografieren im Südlichen Afrika
Themenstarter114 Beiträge · seit 200702. Mai 2007 ·
Hallo Paulinsche

Wo man sich so trifft .... 😉

Danke für deine Info. Das beruhigt mich ein bisschen. Weisst du noch, ob du auch über dwnp@gov.bw gebucht hattest?

Liebe Grüsse
Eningu
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102 Beiträge · seit 200702. Mai 2007 ·
Halli Hallo,

per Mail hatten wir kein Glück und haben es daher dann per Telefon bzw. per Fax versucht. Wenn man eine Faxnummer für die Bestätigung angibt klappt das auch.

Park and Reservation Office Gaborone
Tel. 00267-3180774
Fax 00267-3180775
Viele Grüße Nadine www.michapro.de Reisen und Fotografieren im Südlichen Afrika
2’732 Beiträge · seit 200602. Mai 2007 ·
Denke eher einmal, dass das wirklich ausgebucht ist, denn es ist Ferien- und Hauptreisezeit in ZA.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
2’781 Beiträge · seit 200703. Mai 2007 ·
eningu schrieb:
Kann mir jemand sagen, ob die Möglichkeit besteht am Gate noch umzubuchen oder ob die Chancen gleich Null sind? Sind die Campsites beim Passarge Valley und der Tau Pan weitläufig genug, so dass wir vielleicht nach Absprache mit den „Besitzern“ unseren Buschcamper auch noch dort hin stellen können? Oder habt ihr sonst noch einen Vorschlag?
Wenn in Drittweltländern Sachen funktionieren, dann sind Besucher aus der Ersten Welt sehr glücklich und wagen sich demenstprechend diese Länder auch zu besuchen. Strassenzustand, bestátigte Hotel-Reservationen, eingehaltenen Mietvereinbarungen, abgesicherte Beschaffung von Nahrungsmitteln, Erhältlichkeit von Treibstoff, etc etc. sind nebst der allgemeinen Sicherheitslage eines Landes sehr wichtig für Touristen. Nun gut die Reservationszentralen der Nat. Parks in Nam, Bots, und ZA funktionieren super. Man kann als Gast davon ausgehen dass man wirklich bekommt was man gebucht hat, und dass es lokale Beamte gibt die dafür Sorgen dass in den Naturparks die jeweiligen Regeln eingehalten werden.

Und nun kommt es je länger je mehr vor, dass man auf seinen campsite kommt und jemanden dort vorfindend der bereits alles aufgestellt hat und ein Feuerchen brennt. In 9 von 10 Fällen handelt es sich um Leute in einem Mietfahrzeug, in 9 von 10 Fällen sind es Europäer.

Die lokale (wir alle wissen es, damit ist die weisse Bevölkerung gemeint) dieser Länder haben das outdoor Freizeitwesen auf einen sehr hohen Standard gebracht, es ist eine Lebensphilosophie und sie haben eine Etikette, bom Braai master bis zum spülbecken. Sie halten sich an die Regeln, u.a. dass man nicht einfach einen Platz einnimmt der einem nicht zusteht. Denn das nennt man squatting, und ein squatter ist eine Person die ein Haus, ein Grundstück, ein Areal besetzt das ihm nicht gehört, Situationen die die lokale Bevölkerung täglich daheim miterleben.

Ich finde dass wir froh sein sollten dass die Park Reservationen so gut funktionieren und auch wenn wir wissen dass viele Stellplätze von den touroperators manchmal nicht belegt werden ist das nicht unsere Sache. Die PLátze sind bezahlt und bleiben evtl. leer. Bis die Nationalparkbehörden daran nichts ändern (und ich bin der Meinung sie sollten dies sobald als möglich tun, denn sie könnten ja mit mehr Einkommen profitieren) wird es so sein, dass wir als Besucher ab und zu in der Hochsasion leere PLätze sehen werden, dies aber nie ein Grund sein sollte dass wir uns dort niederlassen.

Jeder hat das Recht alleine seine kleine camper welt zu geniessen und soll sich nicht mit der unangenehmen Situation befassen müssen und jemanden zu dulden oder wegzuschicken.
Gruss Leona
Themenstarter114 Beiträge · seit 200703. Mai 2007 ·
Hallo La Leona

Ich glaube du hast meine Frage nicht richtig gelesen oder falsch verstanden, schade. Ich will mich nicht ohne zu fragen einfach auf einen nicht gebuchten Platz stellen, niemandem den Platz wegnehmen und auch nicht stören, darum schrieb ich „nach Absprache“ und ob die Plätze gross genug wären.

Noch kurz zu deinem Text. Du schreibst, dass es sich in 9 von 10 Fällen um Europäer handelt, die fremde Plätze besetzen. Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Bis jetzt habe ich es zum Glück erst zweimal erlebt, dass der gebuchte Stellplatz bereits von anderen Campern belegt war (Ihaha und Thirdbridge). Dabei handelte es sich beide Male um Südafrikaner, die leider auch noch sehr unfreundlich waren und nicht einmal Platz machten, damit wir uns auch noch problemlos auf unseren rechtmässigen Platz hätten stellen können.

Gruss
Eningu (ebenfalls gebürtige Bernerin)
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2’781 Beiträge · seit 200703. Mai 2007 ·
hallo Eningu

meine Art und Weise meine Ansichten kundzutun ist nicht gerade kuschelig um es sanft zu nennen, das weiss ich und ich wollte dich ganz und gar nicht persönlich irgendeiner Tat oder geplanten Tat verdächtigen.

Deine äusserst respektvolle Weise dein Problem anzugehen, und mit einem bereits installierten camper abzusprechen ob du da auf seinem site noch Platz hast, ist an und für sich korrekt und die normale Umgangsart zwischen höflichen Menschen.

Meine Absicht ist hier darzulegen, dass es jedoch nicht angebracht ist dies als modus operandi innerhalb eines NP zu tun. Ausser natürlich wenn du zum Beispiel eine Panne unterwegs hattest die dich verhindert rechtzeitig an deinen gebuchten campsite anderswo zu gelangen.

Es ist mE ungerecht dass soundsoviele Reisende sich die Mühe nehmen rechtzeitig alles zu organisieren und zu buchen und dann in die unangenehme Situation bugsiert werden von jemandem der darum bittet sich bei ihm einzunisten. (oder wie bereits erwáhnt gar nicht erst fragt)

Die wenigsten Menschen werden dir nein sagen, aber du wirst so keine Freundschaften schliessen. Denn es ist nicht der korrekte Weg. Und in Ländern wo sovieles unkorrekt verläuft ist man halt manchmal verführt sich in eine Grauzone zu begeben. Obwohl man es gerne schwarz und weiss und alles korrekt hätte, manchmal gibt es Situationen wo einem das Korrekte nicht in den Plan und Kram passt und man es gerne umgehen möchte.
Ich plädiere dafür dass wir als Gäste im Reiseland uns so strikt wie es geht an die Regeln halten. Und ich pládiere auch dafür dass wenn jemand auf deinem Platz ist, du von ihm den Buchungsbeleg verlangst, nicht um ihn bei der Park-Behörde anzuzeigen, sondern damit er sich einfach und simpel schämen kann.
In einem südafrikanischen Forum ist dies ein immer wieder aufgeworfenes Thema das ich schon seit Jahren verfolge, es ist mir auch bekannt dass die Afrikaaner selber nicht frei von Schuld sind.

ich hoffe jetzt die Sache etwas geklärt zu haben.
Gruss Leona
2’338 Beiträge · seit 200716. Mai 2007 ·
Hallo Leute, nachfolgend unser Erlebnis am Moremi North Gate, welches wir Euch nicht vorenthalten wollen:
Am 14. Februar 07 reisten wir von Livingstone /Zambia nach Kazungula /Botswana ein. Am 16.2.07 machten wir einen Tagesausflug von Kasane aus in die Chobe River-Sektion des Parks. Schon tags zuvor erkundigten wir uns am Nantanga-Gate, ob wir die Buchung über das Buchungsoffice machen sollen, oder ob es reiche, wenn wir direkt ans Gate kommen, um dort das Permit zu erhalten. Man versicherte uns, dass momentan kein Hochbetrieb herrsche und somit das Permit direkt am Gate ausgestellt werden könne. Auf unsere Frage, ob wir aber für den Savuti und Moremi nicht doch besser zuerst ein Permit beim Buchungsoffice besorgen sollten, bekamen wir die selbe Antort: Es sei momentan nicht nötig, die Plätze vorzubuchen, da nur wenige Touristen unterwegs seien. Wir sollen nur unbesorgt sein, man werde uns jeweils direkt am Gcoha Gate des Chobe und am North Gate des Moremi behilflich sein.

Das mit dem Permit am Gate ausstellen klappte dann auch vorzüglich am Nantanga Gate und am Gcoha Gate. Der Mann am Gcoha Gate verdrehte zwar ein wenig die Augen wegen der Schreiberei, die da auf ihn zu kam, aber er war sehr freundlich und korrekt. Wir buchten 2 Nächte Savuti und genossen unseren Aufenthalt sehr. Dann packten wir unsere Sachen und gaben uns die grösste Mühe, dass wir pünktlich vor 11 Uhr das Mababe Gate erreichten, was uns auch bis auf 3 Min. fast gelang, wir wissen nämlich, dass die in der Beziehung furchtbar streng sind.

Am Nachmittag erreichten wir das North Gate des Moremi. Gut gelaunt meldeten wir unseren Wunsch an, je eine Nacht im North Gate und Third Bridge übernachten zu wollen. Wie im Gcoha Gate, fragte auch dieser Mann nach dem Permit. Wir erklärten ihm, dass man uns in Kasane versichert habe, dass man uns dasselbe hier direkt am Gate ausstellen würde. Dann war der Zapfen ab. Der Kerl drehte buchstäblich durch. Er behauptete, wir wollten uns mit irgend welchen faulen Tricks ein Permit verschaffen, nur weil wir es versäumt hätten, im Vorhinein eines zu besorgen. Es würde zu weit führen, hier alle diskutierten Details niederzuschreiben, jedenfalls merkten wir, dass er es auf ein Geschenk abgesehen hatte. Das ging ganz klar aus seinen diesbezüglichen Bemerkungen hervor. Als wir darauf nicht eingingen, und unsere Enttäuschung über seine Weigerung zum Ausdruck brachten, sagte er uns, es habe uns ja niemand eingeladen, nach Botswana zu kommen. Erstaunlicherweise schrieb er uns aber ohne weiteres seinen Namen auf einen Zettel. Er heisst Ishmael Sikwane. Ohne Bestechungsgeld war also überhaupt absolut nichts nichts zu machen. Auch die Drohung, sich bei seinem Vorgesetzten zu beschweren, beeindruckte ihn nicht. So stiegen wir nach langem Hin und Her wütend und fassungslos in unser Auto und fuhren die ganze lange Strecke aussen rum nach Maun. Wir gingen natürlich am nächsten Tag sofort zum Buchungsoffice um uns zu beschweren. Man kannte dort diesen Ishmael Sikwane und bestätigte uns auch, dass die Auskunft in Kasane richtig gewesen sei und er uns eigentlich dieses Permit hätte ausfertigen müssen, aber da die Bürochefin gerade an einem Meeting war, wusste man auch nicht weiter.

Obwohl nun schon einige Zeit seit diesem Vorfall vergangen ist, sind wir immer noch völlig bestürzt und traurig. Wir können es bis heute nicht fassen, was da mit uns passiert ist. Glücklicherweise haben wir den Moremi schon etliche Male durchfahren, nicht auszudenken, wenn das Leuten passiert wäre, die sich ein einziges Mal im Leben solch eine Reise gönnen und dann an so einen durchgeknallten Kerl geraten, der ihnen schlicht und ergreifend den Eintritt zum Park verweigert. Da fehlen einem die Worte, da bricht doch für manch einen die Welt zusammen. Kann aber auch sein, dass er das immer so macht und mit dieser Masche zu Bestechungsgeld kommt.

Wir wollten Euch diesen Vorfall mitteilen, weil es ja von vielen Leuten so gehandhabt wird, dass sie einfach aufs Geratewohl zu einem Parkeingang fahren, um dort ein Permit zu bekommen, wenn es in den Buchungsbüros heisst, dass alles ausgebucht sei. Im Chobe kann man dieses Risiko eingehen, das hat bei uns schon oft geklappt. Solange jedoch dieser Ishmael am North Gate vom Moremi sitzt, würde ich niemandem diesen Versuch anraten, es sei denn, er ist bereit zu schmieren.<br><br>Post geändert von: Erika, am: 15/05/2007 22:12
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
3’766 Beiträge · seit 200616. Mai 2007 ·
Hallo Erika,

es braucht schon Nerven in so einer Situation nicht einen Bündel Scheine zu investieren, dafür ziehe ich den virtuellen hut vor dir!

Ich hoffe das die positiven Erlebnise helfen den Aerger über diesen Herrn in grenzen zu halten.

Danke für die Info und Gruss VA
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