Leona in Tanzania und Zanzibar - Kurzbericht

Reisebericht 91 Antworten · 18,6k Aufrufe · gestartet 06. Apr. 2014 von La Leona
Themenstarter2’780 Beiträge · seit 200709. Apr. 2014 ·
@ Gawan
hallo Daniel, es freut mich dass Du mit dabei bist. Zum Thema Geld wirst Du auch, oder vorallem in den Reiseberichten der Selbstfahrer fünig. Tanapa und die NCA haben Äderungen eingeführt bezüglich wo und wie man die Parkeintritte und Camp Sites / Special Camp Sites bezahlen muss. Ich rate Dir diesbezüglich genau zu recherchieren.
Pauschal kann man nicht sagen dass Kreditkarten überall akzepiert werden, denn die Postnet Kartenleser sind zumindest soviel ich weiss an eine Telefonlinie des Festnetzes gebunden. Auch viele Lodges, vorallem die kleineren Tented Camps hatten jedoch nur cell phone Verbindungen und nahmen deswegen keine Karten. Dazu gehörten auf unserer Reise: Tarangire River Camp, Kisima Ngeda, Ndutu, Shumata und das Zanzibar Coffee House. Hier mussten wir alle Extras in bar entweder usd euro oder Tsh bezahlen.
Die Versorgungsmöglichkeiten für Selbstverpfleger sind erstaunlich dúnn gesät, ausser man esse vorwiegend frisches Gemüse und Obst, welches am Strassenrand angeboten wird.
Welche Route und welche Unterkunftsart habt Ihr denn im Sinn? Welches info-Material dient Dir bislang bei der Planung?
schönen Abend noch
Gruss Leona
3’700 Beiträge · seit 200909. Apr. 2014 ·
Liebe Leona,

vielen Dank für die Fortsetzung. Wegen der Moskitos freue ich mich gerade, dass wir für den Eyasi keine Zeit mehr hatten... 😕

@Gawan,

selbst dort, wo man normalerweise mit Karte bezahlen kann funktioniert das mitunter nur sehr eingeschränkt, wenn es Stromausfälle gibt. Ich würde allerdings auch reichlich TSh als Dollar mit mir führen, denn mit TSh kannst du überall bezahlen. Nationalparkgebühren sind aber sicher einfacher in $ zu bezahlen (Wechselkurs mitunter sonst zu deinen Ungunsten). Trinkgelder sind besser ebenfalls in TSh zu geben, denn für die kleinen Dollarscheine erhalten die Einheimischen einen sehr, sehr schlechten Wechselkurs.

Reserviere dir unbedingt einen oder zwei Tage nach Ankunft für die ganzen Erledigungen (Lebensmitteleinkauf, Geld ziehen, Apotheke, Telefonkarte erwerben etc.) sonst wird es stressig. Es ist sicherlich von zeitlichem und finanziellen Vorteil, wenn du einen Einheimischen findest, der euch an die gewünschten Einkaufsziele führt. Man bekommt eigentlich alles, selbst in Karatu. Nur man findet es selten selbst...

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 09. Apr. 2014
116 Beiträge · seit 200909. Apr. 2014 ·
Hallo Leona, Hallo Butterblume

Danke für die Infos. Wir haben die Reise von einen lokalen Autovermieter in Arusha organisieren lassen. Ich erhoffe mir von ihm etwas Support am ersten Tag betreffend Einkaufsmöglichkeiten in Arusha und auf der Route. Wir werden abwechslungsweise Campen und in Lodges übernachten respektive essen, sodass wir nicht verhungern müssen.

Aufgrund eurer Tipps werde ich mich vor der Abreise wohl noch mit unserem Autovermieter in Verbindung setzen was genau vorausbezahlt wurde und was ich Vorort noch in Bar bezahlen muss (Z.B. Strassenzoll Lake Natron) sodass ich genügend US Dollars in Bar mitnehme.

Den Reiseverlauf habe ich: hier gepostet

Natürlich bin ich auch neugierig auf Deine Reiserlebnisse und Tipps 🙂

Danke

Daniel
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zuletzt bearbeitet 09. Apr. 2014
5’486 Beiträge · seit 200909. Apr. 2014 ·
Hallo Gawan,

bei wem habt Ihr denn Euer Auto gemietet? Der Wagen hat doch sicher einen Kühlschrank. An der Ausfallstraße aus Arusha in Richtung Serengeti gibt es einen großen Shoprite, bei dem man sich sehr gut für die Reise eindecken kann. Am besten dort alles bis auf die Frischwaren für die gesamte Reise einkaufen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
116 Beiträge · seit 200909. Apr. 2014 ·
Topobär schrieb:
bei wem habt Ihr denn Euer Auto gemietet? .
Hallo Topobär

Ich werde deine Frage auf diesem thread posten um Leonas Reisebericht nicht weiter zu stören.

Daniel
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Themenstarter2’780 Beiträge · seit 200709. Apr. 2014 ·
Butterblume schrieb:Liebe Leona,

vielen Dank für die Fortsetzung. Wegen der Moskitos freue ich mich gerade, dass wir für den Eyasi keine Zeit mehr hatten... 😕
liebe Marina, mit den Mücken am Eyasi war es nicht so schlimm. Nur halt eben abends beim Essen. Ich bin sehr froh dass ich die beiden Tage dort eingebaut habe. Weil man da nicht "Tiere-gucken" kann "verfahren" die Wenigsten Nord-Tansania Besucher sich bis dorthin. So wie ich das gesehen habe gibt es direkt am See nur zwei Tentend Lodges. Wobei dies je nach Wasserstand ein paar km bis zum effektiven Wasser ausmachen kann. Kisima Ngeda hat zudem einen sehr schönen camp site, also man muss nicht unbedingt allzu tief in die Tasche greifen. Auch das etwas einfachere Tindiga Tented Camp hat eine camp site. Es ist jetzt noch eine grössere Lodge im Bau aber nicht unten am See, sondern etwas oberhalb, denn die Zufahrt von Mangola zu den Lodgen am See wie Kisma Ngeda ist ca. 7km lang und leicht abfallend. Die Besitzer dieser im Bau befindlichen Lodge seien dieselben wie im Bougainvillea Lodge in Karatu.

In den ruhigen Stunden am Eyasi habe ich mir in der Bibliothek Bücher über die Hadza etwas angeschaut. Es ist ein sehr interessantes Buschvolk und es ist erstaunlich wie sie bis in die heutigen Tage mit ihren Traditionen überleben konnten. "Hadzabe - by the Light of a Million Fires" sehr schön bebildert und dokumentiert.

Der momentane Aufschwung mit dem explosionsartig wachsenden Anbau von roten Zwiebeln hat dem Ort Mangola Zuwachs an Bevölkerung, Einnahmen und relativen Fortschritt gebracht, interessant als Tourist an einem Ort zu sein wo nicht der Tourismus Einnahmequelle Nr. 1 ist.

Im Prinzip kann man auch den Ausflug zu den Hadzabe ab Karatu als Tagesausflug machen, doch weil man relativ früh mit den Jägern starten sollte wird das Aufstehen in Karatu mitten in der Nacht sein und wer fährt schon gerne nachts eineinhalb Stunden auf einer gut befahrenen afrikanischen Schotterpiste? Nichts für schwache Nerven.

liebe Grüsse
Gruss Leona
3’700 Beiträge · seit 200909. Apr. 2014 ·
Liebe Leona,
mit den Mücken am Eyasi war es nicht so schlimm
Was für Normalsterbliche nicht schlimm ist, wächst sich in der Regel auf mir als Moskitoinvasion aus. Oder waren es etwa wieder Lakeflies?

Natürlich werden wir den Eyasi auch noch einmal besuchen, aber ich benötige dafür einfach Zeit. Nur für ein, zwei Nächte und die noch bei der Seregenti abzwacken war mir das dieses Jahr zu schade. Ich denke, man kann den Lake und seine Bewohner wunderbar mit dem Tarangire und dem Western Corridor im Juni/Juli kombinieren. Wir waren jedenfalls ganz sicher nicht das letzte Mal in Tansania. Kisima Ngeda wäre übrigens auch meine Übernachtungs-Option am Eyasi.
Es ist jetzt noch eine grössere Lodge im Bau aber nicht unten am See, sondern etwas oberhalb, denn die Zufahrt von Mangola zu den Lodgen am See wie Kisma Ngeda ist ca. 7km lang und leicht abfallend. Die Besitzer dieser im Bau befindlichen Lodge seien dieselben wie im Bougainvillea Lodge in Karatu.
Na, das ist ja sehr interessant. Mit der Bougainvillea Lodge hat unser Tour Operator einen Deal...

Herzlichen Dank für die spannenden Infos und liebe Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
Themenstarter2’780 Beiträge · seit 200710. Apr. 2014 ·
Weil ein Mitglied unserer Gruppe, Werner, mit Dr. angemeldet worden ist, fragte mich Nani gestern ob unser Arzt ev. helfen könne, ihr Sohn sei vor ein paar Tagen auf einen Nagel gestanden und habe nun Fieber, ein rotblaues Bein und Schmerzen in der Leistengegend. Ich verstehe dass man in Afrika nicht wegen jedem Bobo ein Theater macht, aber das war eine klare, schwere Blutvergiftung und Werner verschrieb sofort Antibiotika. Wir alle hatten zwar auch dabei, aber nicht die Kinderdosis. Das Spital in Mangola hatte auch keins und so lernten wir dass es einen amerikanischen Arzt in Karatu gibt, den Dr. Frank. Dieser hatte welches und schickte einen Motorradkurier nach Kisima Ngeda. Nani hielt drei Stunden später das Medikament in den Händen. Bereits am nächsten Tag hatte das Fieber abgeschwächt und wir konnten erleichtert unsere Reise fortsetzen. Die ganze camp crew kam zum Abschied.

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und hier noch ein paar Bilder von Kisima

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Wir fuhren erst wieder hoch retour nach Karatu 1600m und dann erneut hinunter in den Lake Manyara Nationalpark. Das hätten wir auch auf der Hinreise zum Lake Eyasi machen können, aber zufälligerweise war das Wetter heute erheblich klarer als vor drei Tagen. Schon am Main Gate konnte man den Andrang sehen. Bislang waren wir von grossem Ansturm und vielen Safari-Fahrzeugen verschont gewesen, mein Gedanke war, hier können wir uns schon auf den Ngorongoro Krater vorbereiten. Erstaunlich ist gleich zu Beginn im Park der abrupte Wechsel von Farmland in dichten Wald in dem es viele Affen zu sehen gibt. Paviane, Grünmeerkatzen und Blue Monkeys.

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Wer dem Touristenstrom ausweichen will kann von Süden her anfahren, oder als fly-in direkt ins Treetops von And Beyond fliegen. Seitdem der Park vergrössert wurde liegt diese Lodge nun als einzige innerhalb des Lake Manyara Nationalparks.
Zum Zeitpunkt unserer Reise war der Manyara See, wie auch der Eyasi, noch nicht sehr hoch und daher konnte man auch vom sonst wirklich sehr schönen pic nic spot Endala kein/kaum Wasser sehen. Trotzdem zog eine grosse Büffelherde ganz nah an uns vorbei. Fürs heutige Mittagessen hatte uns Chef Christian leckere box-lunches zusammengestellt.

Der Nationalpark war etliche Wochen geschlossen nach den Überschwemmungen der letzten Regenzeit, so sah die Strasse teilweise aus.
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Südlich von Endala begann eine Tse Tse Zone. Schnell wurden wir alle heftig attackiert. Es vermieste uns den Nachmittag und wir kehrten um. Es macht einfach absolut keinen Spass von diesen Biestern verstochen zu werden nur um den x-ten Elefant oder die hier im nördlichen Teil des Parks sowieso seltenen Baumlöwen zu suchen. Apropos, hier waren die Elefanten extrem zutraulich. Bestimmt weil sie täglich an die hundert Fahrzeuge sehen.
Als sich der Himmel mit dunklen Wolken überzog beschlossen wir einstimmig den Rest des Tages in unserer Unterkunft, im Ngorongoro Farmhouse zu verbringen. Das bedeutete retour nach Karatu und die Fahrt dorthin bewältigten wir in einer Stunde. Nachmittags wird eine Kaffee-Tour angeboten, dauert ca. eine Stunde und findet innerhalb der Lodgeanlage auf der eigenen Plantage statt. Vor dem Abendessen werden kostenlos Häppchen angeboten, eine clevere Art um die Gäste an die Bar zu locken. Es wird auch ein Feuer angezündet auf der Terrasse mit Blick in die Kaffeeplantagen rundum. Das Essen war hier nichts Besonderes, aber korrekt, ein typisches ostafrikanisches 3-Sterne-Hotel-Buffet eben. Die Poolanlage ist sehr gross und sicher eine schöne Abwechslung. Im Februar war es aber sehr kühl und ein paar von uns profitierten sogar vom Angebot die Cheminées in den Zimmern einfeuern zu lassen, währenddem wir zu Abend assen.
Um 4 Uhr morgens wachte ich jäh auf, ich dachte jemand habe mir mit einem Baseballschläger in den Bauch gehauen.
Gruss Leona
zuletzt bearbeitet 11. Apr. 2014
Themenstarter2’780 Beiträge · seit 200710. Apr. 2014 ·
Butterblume schrieb:

Was für Normalsterbliche nicht schlimm ist, wächst sich in der Regel auf mir als Moskitoinvasion aus. Oder waren es etwa wieder Lakeflies?

Liebe Marina, es waren Mücken. Und ich kann dir sehr gut nachfühlen. Jeder Insektenstich wird bei mir zum Krater, bin auch nicht normalsterblich 🤪 . Auf dieser Reise habe ich mir geschworen nie mehr, nie mehr in ein Tse Tse infiziertes Gebiet zu reisen. Denn im Gegensatz zu den Tse Tse Fliegen kann man sich Moskitos wenigstens mit Gift vom Leib halten.
Liebe Grüsse
Gruss Leona
8’057 Beiträge · seit 200810. Apr. 2014 ·
Hallo La Leona,

Ganz langsam mache ich mir auch Sorgen wegen den Tse Tse Fliegen! 🤩

Ich gehöre nämlich auch nicht zu den Normalsterblichen...... 😗

Meine Haut reagiert auch fürchterlich. Ich hatte vor 2 paar Jeans auf einmal anzuziehen. Lieber Sauna als Jucki Jucki.... 🙄 Ich kann mir nicht vorstellen dass die Fliegen da durchkommen..... 😎

Ich freue mich auch schon auf den Lake Eyasi. Wir übernachten im selben Camp.

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
zuletzt bearbeitet 11. Apr. 2014
Themenstarter2’780 Beiträge · seit 200711. Apr. 2014 ·
Hallo Annick,
es gibt diese enggewobenen Baumwollstoffe welche in Afrika aber auch bei den europäischen Sicherheitskräften sehr oft für Uniform-Hosen und -Hemden verwendet werden. Ich habe eine solche Bluse und dahindurch hat es keine Fliege geschafft den Stachel zu piecksen. Leider ist sie kurzärmilg. Es lohnt sich ev. in einem outdoor outfitter oder in einem herkömmlichen Safariladen vor Ort nach so einer "Uniform" Ausschau zu halten. Zusätzlich empfehle ich ganz eng gewobene Baumwollsocken oder zwei Paar übereinander, die müssen nicht dick sein, sondern eben nur engmaschig. Da hinein stopfts du dann die Hosen. Gerade die Knöchel waren bei mir eine der beliebtesten Attackstellen.....Armbündchen schliessen und Kragen hochstellen. Das tönt dramatisch und eventuell auch lächerlich, aber wer so 10cm Diameter grosse "Flären" (das ist berndeutsch) bekommt die auch nach 8 Tagen noch nicht abschwellen und sich erst noch eitirg entzünden, der findet jedes Mittel legitim um sich zu schützen. Alle Anderen bitte diskret, aber nicht öffentlich lachen.

Empathische Grüsse
Leona
Gruss Leona
6’404 Beiträge · seit 201111. Apr. 2014 ·
Hoi Ihr Tse-Tse-Geplagten

Ich hab schon etliche male gelesen dass die Zebras ihre Streifen haben weil sich Tse-Tse's nicht auf gestreifte Flächen setzen...
Vieleicht wäre das die Lösung (klick mich) 🤩 😉 😎
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
2’338 Beiträge · seit 200711. Apr. 2014 ·
Picco, was passiert an den unbedeckten Stellen? Zebramuster auf die Haut pinseln, oder was? 🤩

Mein Vorschlag:
Wasserfeste Säure- und Laugenschutzbekleidung! Da stechen die Viecher garantiert nicht durch
.
http://www.your-army-shop.com/index.php?cName=wasserschutzkleidung-säureund-laugenschutzkleidung&SESS=c61cca37c4b58d5d6564250dd3059599

Dazu noch Gummistiefel und Gasmaske.

Stichlose Safari wünscht euch
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
1’525 Beiträge · seit 201111. Apr. 2014 ·
an alle Tse-Tse Leidensgenossen...... 🙁 🙁 🙁 🙁

bei diesen Mistviechern verstehe ich keinen Spass.. ... 😈 😈 😈

da herrscht Krieg !!!! 😈 😈 😈

mit der Fliegenklatsche erwische ich diejenigen, die es ins Auto geschafft haben, muss diese

aber sofort zerquetschen, sonst gehts kurz darauf munter weiter..... 😄 😄 😄

BMW
zuletzt bearbeitet 11. Apr. 2014
935 Beiträge · seit 200611. Apr. 2014 ·
Hallo Leona,
ich merke, ich hatte großes Glück als ich vor einem Jahr in Tanzania war. Wir hatten zwar auch viele TseTse aber das war wohl ein kleiner Vorgeschmack gegenüber dem, was ihr erlebt habt.
Wir hatten diese schrecklichen Hüte mit Mosikitonetz dabei, so dass das Gesicht etwas geschützt war. Langärmlig und Hose war klar.
Toll das Dr. Frank Artress mal wieder helfen konnte. Jedem der in der Nähe von Karatu erkrankt, kann ich diese Klinik nur empfehlen. Durch unseren erkrankten Fahrer haben wir das Fame Medical kennen gelernt und es war für mich eines der tollsten Erlebnisse auf unserer Reise.
Frank, seine Frau und das ganze Team leisten dort eine tolle Arbeit.

Danke für deinen spannenden Bericht. Ich bin gespannt, wie die Reise weitergeht.
Viele Grüße
Rebecca

@BMW: Ja, im zerquetschen waren wir sehr erfolgreich - fast leere Klopapierrollen haben sich dabei hervorragend geeignet!
zuletzt bearbeitet 11. Apr. 2014
Themenstarter2’780 Beiträge · seit 200712. Apr. 2014 ·
Es war kein Baseballschlag gewesen, sondern mir sonst völlig unbekannte anhaltende wahnsinnige Bauchschmerzen. Auf allen Vieren wartete ich auf dem Boden bis es annähernd eine christliche Zeit war um Werner anzurufen. Er kam sofort rüber, untersuchte und meinte er könne einen entzündeten Blinddarm nicht ausschliessen. Ich müsse in ein Spital. Es war noch Nacht als ich Halpha, einen unserer Fahrer rufen liess. Lotti, Werners Frau half mir etwas anzuziehen, denn draussen war es kalt, Halpha und zwei askaris (watchmen) schleppten mich mit einem von weiss-ich-wo-her-geschafften Rollstuhl ins Fahrzeug und wir fuhren eine gefühlte Ewigkeit auf Rumpelpisten. Es war grauenhaft. Die beiden askaris hielten mich auf der Rückbank, einer streichelte mit seiner schaufelgrossen Hand sanft über meinen Kopf und sagte unablässig pole mama, pole mama.

Zum Sonnenaufgang kamen wir ebenfalls auf einer holprigen Naturstrasse zu einem Gebäudekomplex auf einem Hügel und danach in einen winzigen Raum wo ein kleiner schwarzer Mann mit einer weissen Schürze Fragen stellte. Man brachte mich in ein Krankenzimmer mit zwei leeren Betten und legte mich auf eins, der kleine weissgekleidete Mann tastete vorsichtig meinen Bauch ab. Das war so schmerzhaft dass er es aufgab und ich bekam eine Spritze und danach sah und hörte ich Personen, welche unmöglich hier sein konnten. Die Schmerzen vergingen. Man legte eine Sonde, ich bekam Sauerstoff und dann machte ein anderer afrikanischer Arzt so gut es ging einen Ultraschall. Die Diagonose war nicht eindeutig. Während den folgenden 48 Stunden hattte ich sehr hohes Fieber. Ich kann mich nicht an allzu viel erinnern weil ich so gedopt wurde. Jeden Satz den ich anfing konnte ich nicht fertigreden weil ich sofort wieder vergass was ich eigentlich sagen wollte. Mein Mann rief mich jeden Tag aus Argentinien an und machte sich solche Sorgen, vorallem auch weil ich so wirr klang und er nichts verstand.

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Die Alternative Flying Doctors nach Nairobi wurde erwogen, denn in ganz Tanzania gibt es keinen Computer Tomographen. Die mittlerweile zwei afrikanischen und drei ausländischen Ärzte fanden nicht heraus was ich hatte, denn der 1. Ultraschall hatte nichts Verdächtiges gezeigt. Ich wollte nicht nach Nairobi und langsam taten die Antibiotika ihre Arbeit, die täglich 2x entnommenen Blutwerte fingen an sich zu stabilisieren, wenigstens nicht verschlechtern. Dann untersuchte mich eine englische Ärztin, sie hatte von Anfang an nicht (wie die anderen) auf Blinddarmentzündung und nicht auf Beckenentzündung getippt, sondern auf eine akute Divertikelentzündung. Dieses Wort habe ich noch nie gehört. Der 2. Ultraschall bestätigte ihre Vermutung. Somit wurde noch ein weiteres Antibiotika zugegeben, plus Antibrechmittel, plus fiebersenkende Mittel, plus Magenwandschoner. Während den ersten Tagen wich Halpha kaum von meiner Seite und fungierte als Link zwischen der Agentur in Arusha, zwischen Leonard dem zweiten Fahrer und zwischen meinen Gästen. Ich werde meinen stillen Krankenbettgefährten nie vergessen. Ich vermute er hat im Auto geschlafen.

Die Gruppe reiste noch am selben Morgen planmässig mit Leonard an den Ngorongoro Kraterrand. Hier waren wir für zwei Nächte im Serena Ngorongoro gebucht. Sie konnten mit Leonard ausgiebige Kratertouren machen und von der Vielfalt der wilden Tiere profitieren. Täglich sandten wir einander via Halpha sms. Am Abend des zweiten Tages schickte ich Halpha zur Gruppe, damit sie planmässig und komfortabel in zwei Fahrzeugen weiterreisen konnten. Ich musste noch zwei weitere Tage im Spital bleiben, der hollänsiche Arzt nannte mich "time-bomb" ich glaube das bedarf keiner weiteren Erklärung, er wollte das Risiko nicht eingehen mich im Busch zu wissen. Darum habe ich auch die beiden Tage in der Ndutu Lodge verpasst. Das genau war der Aufhänger der Reise gewesen: die Gnu-Wanderung und die Jungtiere im Februar in Ndutu. Die Gruppe berichtete mir nachträglich es sei wirklich so grandios wie erwartet gewesen.

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Am 5. Morgen war es endlich soweit und ich durfte "aus-checken". Der Konzessionär des kleinen Restaurants neben dem Spital brachte mich persönlich zum Manyara Airstrip. Dort bestieg ich eine kleine Maschine nach Seronera um mich mit der Gruppe in der Serengeti wieder zu vereinen. Mein grosser Dank an Sophie von Abercrombie & Kent die dies so kurzfristig ermöglichte. Der sonst nur 40 minütige Flug dauerte etwas länger weil der Pilot uns (nur zwei) Passagieren beim Start verkündete "we will be going around some heavy thunderstorms". Ironie des Schicksals dachte ich für einen Moment. Die Divertikel sind Dank Antibiotika nicht geplatzt, es gab keine Peritonitis, dafür crashen wir.

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Leonard holte mich vom vermatschten Seronera Airstrip ab. Die Räder des Flugzeugs wurden bis zum nächsten Morgen mit dornigen Ästen abgedeckt zum Schutz vor den Honigdachsen und nach einer langsamen Fahrt auf glitschigem cotton soil, kam ich abends (inklusive Leopardensichtung) im Hotel an. Auf der Terrasse des Serena wurde ich von Allen in die Arme geschlossen, Halpha inklusive. Es gab feuchte Augen.
Im nächsten Teil werde ich ein wenig von Dr. Frank, seinem Lebenswerk, seinen Mitarbeitern und vorallem meinen lieben BetreuerInnen berichten.
Gruss Leona
Themenstarter2’780 Beiträge · seit 200712. Apr. 2014 ·
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Fame Africa eines der drei Spitalgebäude

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Restaurant neben dem Spital

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der Koch zeigt mir seine Gemälde und sein hobby: Modell-Architektur

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diese netten Damen bringen Essen und Getränke vom Restaurant für Patienten und Angestellte

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Digna, meine Lieblingsschwester
Gruss Leona
Themenstarter2’780 Beiträge · seit 200712. Apr. 2014 ·
Das Arzteteam, leider fehlt hier Dr. Frank!!

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mein ganz persönlicher Schutzengel, Justine

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Mir fehlen noch immer die Worte um auszudrücken wie dankbar ich bin bei dr. Frank gelandet zu sein.
Rebecca hat in ihrem Beitrag oben bereits die Seiten zum Hilfsprojekt Fame Africa verlinkt. Ihr Beitrag war fast wie ein Prolog. Danke.

Im Grossraum Karatu leben ca 200'000 Personen für die es bislang bloss 3 Ärzte gab. Seitdem Fame offen ist, ist die Sterblichkeitsrate bei den Masaai (Malaria, Geburten) gesunken. Sie nennen Dr. Frank ihren Doktor. Die Masaai erhalten medizinische Versorgung unentgeltlich. Ich werde bei kommenden Reisen wenn immer möglich in Karatu vorbeischauen, ich würde sehr gerne sehen dass die neue in-patient Station in Betrieb genommen werden kann. Etwas unterhalb ist ein Waisenhaus, ebenfalls mit vorwiegend US-Geldern unterstützt. Auch dieses Projekt werde ich auf einer zukünftigen Reise besuchen.

Ein dritter Nachbar ist die Lehmziegelgrube
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Aus Respekt habe ich keine Fotos von den lokalen Patienten gemacht. Deswegen denke ich begrüssten mich die Masaai auch auf meinen kurzen Spaziergängen im Areal. Drei Masaai-Nachtwächter campierten sogar unter meinem Fenster jede Nacht. Leider haben die guten Herren stundenlang laut getratscht.

Ich könnte seitenlang darüber schreiben wie sehr mich die Menschen welche mich betreut haben, berührt haben. Doch ich werde es zusammenfassen: pur, offen, herzlich, auch absurd komisch, unbefangen, herzerwärmend einfach.
Gruss Leona
3’700 Beiträge · seit 200912. Apr. 2014 ·
Liebe Leona,

deine Fortsetzung habe ich doch eben selbst noch schreibend entdeckt...
Ich werde meinen stillen Krankenbettgefährten nie vergessen. Ich vermute er hat im Auto geschlafen.
ch könnte seitenlang darüber schreiben wie sehr mich die Menschen welche mich betreut haben, berührt haben. Doch ich werde es zusammenfassen: pur, offen, herzlich, auch absurd komisch, unbefangen, herzerwärmend einfach.
Ich weiß nicht, ob es an der späten Stunde liegt, aber mir stieg gerade ein wenig das Wasser in die Augen und ich verstehe absolut, was du meinst! Mitunter können die Afrikaner völlig selbstlos und sehr mitfühlend fremden Menschen gegenüber sein. Denke dabei auch gerade an Douglas...

Auf deine Krankengeschichte gehe ich jetzt nicht weiter ein, da wir uns darüber ja schon ausgetauscht haben.

Ganz herzliche Grüße nach Argentinien
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
6’404 Beiträge · seit 201112. Apr. 2014 ·
Hoi Leona

Herzlichen Glückwunsch zum neuen Geburtstag!!!

Ich hoffe Du hast keine weiteren Komplikationen...denn damit ist nicht zu spassen!
Aber Du weist ja jetzt dass da was ist, das ist vielfach schon mal die halbe Miete!

Und danke dass Du uns hier aufzeigst dass man in Ostafrika bei gesundheitlichen Problemen nicht aufgeschmissen ist...

Die Art, wie sich die Einheimischen und dort Lebenden um Dich kümmerten entspricht etwa dem was ich aufgrund meiner Erfahrungen mit den Einheimischen erwarten würde...
...sie haben nichts und sie geben alles!!!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)