WMThemenstarter19 Beiträge · seit 201309. Juni 2013 · Hallo zusammen!
Zuerst mal möchten wir es nicht versäumen ein riesiges Dankeschön an alle auszusprechen, die mit ihren tollen Insider-Tipps und fleißigen Beiträgen eine Reiseplanung enorm erleichtern und bereichern!
Wir planen gerade unseren nächsten Afrika-Aufenthalt im Mai/Juni 2014 und sind auf der Suche nach dem für diese Zeit und für uns geeigneten Land im südl. Afrika.
Nachdem wir bereits als Selbstfahrer in Südafrika und Namibia waren, haben wir nun eher an Sambia oder Zimbabwe gedacht. Zuerst haben wir uns sehr für Botswana begeistert, aber nachdem wir mit einigen Reiseanbietern gesprochen haben, die uns alle von einer Selbstfahrertour abgeraten haben, schrecken wir nun vor den dortigen Straßenverhältnissen zurück. Wir sind keine erfahrenen 4x4-Fahrer. Sogar durch Namibia haben wir uns im April 2011 (stärkste Regenfälle seit Jahrzehnten…) dank schlechter Beratung im Reisebüro mit einem Toyota Corolla 🤩 gekämpft… diese Erfahrung lässt uns nun vor schlechten Straßenverhältnissen und Wasserdurchfahrten zurückschrecken. Gegen Botswana spricht weiterhin, dass man NP-Eintritte usw. vorbuchen muss, wir wollten möglichst wenig buchen, um vor Ort flexibel zu bleiben und Eintritte direkt am Gate bezahlen. Außerdem sind die Preise in Botswana doch sehr teuer, das haben wir uns auch etwas anders vorgestellt.
Lange Rede, kurzer Sinn: Welches Land könnt ihr im Hinblick auf Straßenverhältnissen und Machbarkeit empfehlen? Unser Hauptinteresse liegt bei Tiersichtungen, Landschaft und Abgeschiedenheit. Wir dachten, dass wir am besten ein Auto mit Dachzelt mieten, hätten aber auch nichts gegen ein gelegentlich festes Dach über dem Kopf. Wie gesagt immer vor dem Hintergrund, dass es nicht zu teuer werden sollte.
Insgesamt soll es also eine schöne Reise werden, nur etwas weniger Angst und Abenteuer als in Namibia (wegen dem Auto) wären toll.
Wir sind dankbar für jeden Tipp 🙂
CUCurtGast09. Juni 2013 · Hallo
Botswana ist nicht so tödlich. Tausende Selbstfahrer machen's täglich. Sehr gute Tierbesichtigungen sind möglich. Wart ihr mal im Caprivi?
Sambia uns Zimbabwe sind schon schwieriger.
SASASOWEWI3’080 Beiträge · seit 200909. Juni 2013 · Hallo WM,
herzlich willkommen hier im Forum. Ich kann mich da nur anschliessen, im Vergleich zu Zimbabwe oder Sambia ist Botswana die bessere Wahl. Wenn man langfristig wie ihr plant und sich dazu durchringen kann auch langfristig zu buchen ist es eigentlich überhaupt kein Problem. Die häufig beschriebenen Sandpassagen und Wasserdurchfahrten hast du nur in räumlich sehr begrenzter Ausdehnung und alle Überlandstraßen sind nicht schlechter als in Namibia auch. Mir persönlich gefällt in Botswana die Offenheit und Freundlichkeit der locals, ich fühle mich da immer sehr wohl.
Die Reiseanbieter die euch von einer Selbstfahrertour abgeraten haben würde ich dann von der Liste streichen und vielleicht mal sogar hier nennen, das ist absoluter Blödsinn. Ohne jetzt Namen zu kennen vermute ich mal das da einfach jemand keine Lust hatte sich mit individuellen Buchungen zu beschäftigen. Du kannst alles auch selbst buchen, es braucht nur ein wenig Geduld, es ist normal wenn auf eine Mail auch mal ein paar Tage keine Antwort kommt, dafür ist es Afrika.
Wenn du in Lodges übernachtest stimmt das mit dem Preisniveau, als Selbstfahrer und Camper ist es ok wobei ich dir zustimme das die Preise für die Campsites auch schon nicht ohne sind, aber für mich persönlich ist es das Geld wert.
Also traut euch, die notwendige Unterstützung und das Know-How ist hier vertreten, das wird schon...
lg sasowewi
Gerd19425’538 Beiträge · seit 200809. Juni 2013 · Hallo WM,
auch von mir erst mal ein herzliches Willkommen im Forum.
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen - Botswana ist (fast) kein Problem und im Mai sollte es von den Straßenverhältnissen her sogar recht gut sein. Aber natürlich weiß keiner genau, welche Kapriolen das Wetter spielen wird. Du solltest vielleicht mal die Idee von Curt aufgreifen und eine Kombitour Caprivi - Botswana machen. Ich weiß nicht, wieviel Zeit Ihr habt, aber von Windhoek über Etosha durchs Caprivi bis Kasane ist in drei Wochen relativ gut zu schaffen. Und von Kasane aus könnt Ihr auch noch einen Abstecher zu den Vic Falls machen.
Ich schreibe Dir noch ein pm und lege Dir den Plan für eine Tour bei, die wir im letzten Jahr mit Freunden gemacht haben. Das ist sicherlich ein andere Tour als Du es Dir im Moment denkst, denn wir waren ausschließlich in Lodgen. Die meisten der dort aufgeführten Unterkünfte haben aber auch Campingplätze und insofern sollte es kein Problem sein, eine Kombitour - wie von Euch angedacht - zu starten.
Liebe Grüße
Gerd
WMThemenstarter19 Beiträge · seit 201309. Juni 2013 · Erstmal herzlichen Dank für all die schnellen Antworten!
Von der Dauer her haben wir tatsächlich an 3 Wochen gedacht. Im Caprivi waren wir noch nicht.
Als wir mit der Planung anfingen (und noch Botswana im Sinn hatten...) hatten wir die grobe Route WDH-CKGR-Makgadikgadi-Vic Falls-Chobe-Moremi/Okavango-WDH geplant. Wobei wir auch damals schon - aus Respekt vor den Grenzübertritten - die Vic Falls in einer Tour von einer Lodge in Kasane aus machen wollten.
Aber ist es, vor allem im O-Delta, nicht so, dass es gar keine "Straßen" gibt, sondern man sich per GPS-Koordinaten durch die Wildnis schlägt? Das klingt schon sehr abenteuerlich und wenn dann noch nicht mal in absehbarer Zeit ein Auto zur Hilfe vorbeikommt...
Es war nicht nur ein Reiseanbieter, der abgeraten hat. Wir waren im Januar auf der CMT (Reisemesse) in Stuttgart und haben von jedem andere Schauergeschichten gehört, bei denen mir zu Hause schon Angst und Bange wird...
Ich fände es schon toll, wenn wir doch nach Botswana könnten, es ist schon ein Traum von uns. Aber es sollte halt ein entspannter Urlaub werden und kein Urlaub, wo man vor dem nächsten Tag bangen muss, ob man sein gewähltes Ziel auch tatsächlich erreichen kann. Ist im Mai/Juni nicht der Wasserhöchststand im Delta?
Vielleicht ist das ja jetzt eine dumme Frage, aber wenn ich immer höre, man muss bei Wasserdurchfahrten vorgehen, um den Pegel zu testen: da gibts doch Krokodile, oder nicht???
Ihr seht, die Angst sitzt tief 🙁
Birgitt1’667 Beiträge · seit 200909. Juni 2013 · Curt schrieb:Hallo
Sambia uns Zimbabwe sind schon schwieriger.
Das verstehe ich nun überhaupt nicht........
In Zimbabwe ist fast jede Straße asphaltiert und sehr gut zu fahren.
In den Parks, zB Hwange sind die Hauptstrecken ähnlich wie Etosha geschottert, und somit auch wenn es mal geregnet hat, gut zu fahren.
LG
Birgitt
GUGuido.Gast09. Juni 2013 · Hallo,
Botswana ist pauschal nicht schwieriger zu fahren als Namibia. Du kannst Dir in jedem Land im südlichen Afrika Strecken mit heftigerem Offroad in die Route einbauen, in Namibia z.N. Khaudom, van-Zyls-Pass, oberer Hoarusib. Aber man muss das ja nicht machen. Wenn Du statt WDH-CKGR-Makgadikgadi-Vic Falls-Chobe-Moremi/Okavango-WDH vielleicht WDH-CKGR-Makgadikgadi-Vic Falls-Chobe-Caprivi-WDH fährst, dann sehe ich im Mai/Juni keine großen Offroad-Herausforderungen und Du wirst da auch genug Tiere sehen. Wenn es aus irgendwelchen Gründen unbedingt ins Okavango-Delta wollt und da unsicher seid, dann könntet Ihr für den Teil auch eine geführte Tour für 3-4 Tage in die Route integrieren.
Beste Grüße
Guido
SASASOWEWI3’080 Beiträge · seit 200909. Juni 2013 · Also es gibt schon Pisten im Delta und abseits davon darfst du auch nicht fahren, man muss nicht fürchten das man sein Ziel nicht erreicht, in fast allen Fällen kann man das Wasser auch irgendwie umfahren. Man sollte halt die Strecken nicht zu lang planen damit man im Fall der Fälle auch mal einen Umweg fahren kann und dann kein Zeitproblem bekommt.
lg sasowewi
KarstenB2’400 Beiträge · seit 201110. Juni 2013 · Hallo WM,
lasst Euch von diesen Reise-"Experten" nicht Botswana ausreden! Mir gng es damals so, dass ich auf Botswana jahrelang verzichtet habe, weil ich in einem bekannten Reiseführer gelesen hatte, dass man für Botswana mindestens 2 Autos brauche. 🙁 Von Kollegen hatte ich dann gehört, dass Bots auch allein gut möglich ist - und sie hatten recht. Und 4x4 Erfahrung hatten wir damals auch kaum - dass man im Tiefsand den Reifendruck erniedrigt, hatte uns keiner gesagt. Aber dafür gibt es ja das Forum - sucht mal nach 4x4 - Anleitung.
Ansonsten gebe ich meinen Vorrednern recht - und Zimbabwe war wirklich einfacher als Bots, wenn man mal von der Zufahrt nach Matusadona absieht 🤩 !
LG aus Budapest,
Karsten
picco6’387 Beiträge · seit 201110. Juni 2013 · Hoi WM
Ich kann zwar zu den genannten Ländern nichts beitragen da ich klar auf Ostafrika fixiert bin.
Aber ich frage mich weshalb Ihr wenn Ihr so tief verwurzelte Angst vor dem Fahren in schwirigen Situationen habt nicht einen Fahrer nehmt.
Ob das in den genannten Ländern aber möglich ist weis ich nicht, in Ostafrika ist es der Normalfall!
Und nein, ich will keine Grundsatzdiskusion 'Profifahrer/Selbstfahrer' auslösen und schon gar nicht 'dies ist besser/ dies ist schlechter' debatieren, nur andere Möglichkeiten zeigen.
Topobär5’483 Beiträge · seit 200910. Juni 2013 · Eine weitere Fehlinformation die Ihr erhalten habt ist, dass Ihr die Nationalpark-Eintritte im voraus buchen müßt. Ich müsst die Unterkünfte im voraus buchen. In die Parks könnt Ihr auch ganz spontan fahren und am Gate zahlen.
Freak9965324 Beiträge · seit 200910. Juni 2013 · Hallo WM,
also ich versteh die Aufregung um die Selbstfahrertouren in Bots seitens der Veranstalter überhaupt nicht. M.E. gibt es zwei Dinge zu beachten: das richtige Auto inkl. entsprechender Ausrüstung (z. B. Toyota Hillux 4x4 MIT Ersatzreifen und Kanister UND einer 24-Std-Handynummer für den Notfall) sowie die richtige Geschwindigkeit (im Zweifel auch Langsamkeit).
Wir waren September 2009 mit dem Hillux im Caprivi, Okavango, Chobe, etc. und es war zu der Zeit als Savuti-Channel und Lyanti seit langer, langer Zeit wieder einmal Wasser führten (zu gut Deutsch: es war viel Wasser vorhanden). Wir haben Wasser durchquert und es war kein Problem. Ausserhalb des Deltas haben wir die Strassen als besser empfunden als in Nambia.
Jederzeit wieder. Der Ausflug von Kasane zu den Vic-Falls kann als Tagesausflug seitens einer Lodge gebucht werden. Geht problemlos und gut.
Eine sorgfältige Planung der Reiseroute hilft auch sehr und ich schliesse mich meinen Vorgängern an, so dicht sind die Quartiere nicht vorhanden. Ich würde vorbuchen und könnte mir vorstellen, dass dies beispielsweise auch für Zimbabwe zutrifft. Wir haben auf der ganzen Tour NAM/Bots in 2009 nur sehr, sehr wenige nicht ausgebuchte Unterkünfte gehabt. Ob dies evtl. Im Mai/Juni entspannter ist kann ich nicht beurteilen.
Und ich habe dies an anderer Stelle im forum bereits erwähnt: oftmals ist die Buchung von Quartieren über einen Veranstalter günstiger, weil dieser von seinen Expedientenrabatten "lebt" und diese "aufteilen" kann. Selbst buchen heißt nicht zwingend -> günstiger erhalten.
Gruß
Melanie
Die Strasse gleitet fort und fort, weg von der Tür, wo sie beginnt, weit überland, von Ort zu Ort. Ich folge ihr, so gut ich kann.
Ihr lauf ich raschen Fusses nach, bis sie sich gross und weit verflicht mit Weg und Wagnis tausendfach.
Und wohin dann? Ich weiss es nicht.
J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe
WMThemenstarter19 Beiträge · seit 201310. Juni 2013 · Vielen Dank für all die wertvollen und aufbauenden Tipps 🙂
@picco: Ich denke ein Fahrer ist einfach eine Preisfrage.. und die gewünschte Einsamkeit wäre dann auch hinüber 😎
Aber nochmal zu Zimbabwe/Sambia: Ist die Reisezeit dafür ok? Bräuchte man da nicht so viel vorbuchen? Wie ist dort die Infrastruktur?
Im Moment tendiere ich mämlich doch eher zu z. B. Zimbabwe, wenn es dort "einfacher" ist. Und es soll ja nicht die letzte Afrika-Reise sein, also hat Botswana denke ich noch Zeit.
camelthorn409 Beiträge · seit 200911. Juni 2013 · Also, ich wuerde Dschibuti empfehlen. Uebersichtlich, und regensicher um die Zeit. Aequatorialguinea wuerde sich auch anbieten, nicht zuletzt wegen der Abgeschiedenheit. Recht untouristisch insgesamt. Tiersichtungen sind allerdings eher selten, allenfalls auf den Maerkten und dann oft schon ausgenommen ausgenommen. Liberia ist eigentlich mein Geheimtipp. koennte schon recht warm sein, aber sonst eigentlich ideal. Elfenbeinkueste wird ueberschaetzt und Mali hat derzeit leider saisonale Defizite im Sicherheitsbereich zu beklagen. Oder Aegypten?
Oh sorry, gerade sehe ich suedl. Afrika. Na dann vielleicht doch Swaziland.
Wird schon.
Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)