Familie auf Safari in Bots - ein paar Fragen

25 Antworten · 6’018 Aufrufe · gestartet 28. Mai 2013 von tom-2244
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Themenstarter6 Beiträge · seit 201328. Mai 2013 ·
Hallo liebe Forum-Mitglieder

Meine Frau und ich planen eine rund 2-wöchige Safari-Tour mit unseren Kindern (12 und 14 Jahre alt) in Botswana. Das 4-WD-Fahrzeug mit zwei Roof-Top-Tents haben wir schon gebucht. Reisetermin ist 25. Juli bis 10. August, davor sind wir 3 Wochen in Südafrika (Kapstadt nach PE) unterwegs und 6 Tage bleiben wir in Vic-Falls.

Nach 4 Wochen Costa Rica auf eigene Faust letztes Jahr waren wir begeistert von der Idee, Botswana zu entdecken und waren vielleicht etwas voreilig und enthusiastisch. Denn plötzlich sind wir nicht mehr sicher, ob wir uns da nicht vielleicht etwas zuviel vorgenommen haben. Folgende Fragen brennen uns unter den Nägeln und wir wären super dankbar, wenn die Erfahrenen unter Euch uns vielleicht ein paar Infos und Tipps geben könnten.

Allen herzlichen Dank!
Tom

Die Route: Vic Falls (Transfer nach Kasane). Dort Mietauto.
Linyanti Camp, Camp Savuti, Khwai Gate Camp, Xakanaxa Camp, South Gate Camp, Audi Camp, Planet Baobab, Kasane.

Unsere Fragen

1. Malaria-Prophylaxe: Es besteht mittleres bis hohes Risiko. Wir schlucken nicht gerne Medikamente wegen Nebenwirkungen usw. Wie stark belästigen einem denn die Mücken? Tagsüber auch, in der Abenddämmerung oder nur nachts? Oder nachts wegen der Kälte gar nicht?

2. Kommen wir mit Mückenspray und guter dichter Kleidung ohne Stiche durch oder ist das eine Illusion?

3. Wie kalt wird es nachts tatsächlich zwischen 25.7. und 10. August (bis 0 Grad haben wir gehört) Ab wann abends wird es wie kalt?

4. Wenn es dunkel ist und kalt, hat es dann überhaupt Moskitos (Malaria)?

5. Haben die oben genannten Campings Duschen oder duscht / wäscht man sich mit dem mitgebrachten Wasser im Wassertank? (nicht dass wir ständig duschen müssten, wäre aber einfach gut zu wissen)

6. Kann man auf den Campings den Wassertank nachfüllen?

7. Wie wäscht man die Kleider am besten?

8. Ist bei der oben genannten Route ein Satelliten-Telefon empfehlenswert oder ist da immer jemand auf der Route unterwegs, wenn man stecken bleiben würde?

9. Brauchts ein GPS oder fährt man "einfach" den Pisten nach?

10. Kann man auf den Campings Nahrungsmittel kaufen, falls etwas ausgegangen ist?

11. Reichen gute Outdoor-Turnschuhe oder brauchts Wanderschuhe?
7’328 Beiträge · seit 200628. Mai 2013 ·
Hallo Tom,
tom-2244 schrieb:1. Malaria-Prophylaxe: Es besteht mittleres bis hohes Risiko. Wir schlucken nicht gerne Medikamente wegen Nebenwirkungen usw. Wie stark belästigen einem denn die Mücken? Tagsüber auch, in der Abenddämmerung oder nur nachts? Oder nachts wegen der Kälte gar nicht?

2. Kommen wir mit Mückenspray und guter dichter Kleidung ohne Stiche durch oder ist das eine Illusion?

3. Wie kalt wird es nachts tatsächlich zwischen 25.7. und 10. August (bis 0 Grad haben wir gehört) Ab wann abends wird es wie kalt?

4. Wenn es dunkel ist und kalt, hat es dann überhaupt Moskitos (Malaria)?
es wird vermutlich direkt mit Sonnenuntergang schnell spürbar kälter.
Was die Mücken konkret zu dieser Zeit angeht, kann ich Dir nichts sagen, aber allgemein:
Die Anophelesmücke (Malariaüberträger) ist üblicherweise von Abenddämmerung bis Morgendämmerung aktiv. Andere Mückenarten wie Aedes oder Stegomyia sind tag- und nachtaktiv und übertragen auch unangenehme Krankheiten. Mückenschutz ist daher auch bei Einnahme von Malariaprophylaxe sowieso generell sinnvoll.

Es gibt Leute, die es schaffen, während einer Reise nicht gestochen zu werden (oder es zumindest nicht merken). Für mich persönlich ist das illusorisch, weil ich immer in der wärmeren Zeit und oft in mückenreicheren Regionen unterwegs bin und dazu mit kurzen Klamotten.

Wenn Du Sonnencreme und Mückenmittel auf DEET-Basis verwendest, kommt erst die Sonnencreme auf die Haut und dann der Mückenschutz. DEET ist für Mücken ein Kontaktgift. Wenn Du Sonnencreme darüber aufträgst, verliert das Mückenmittel seine Wirkung.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
3’080 Beiträge · seit 200928. Mai 2013 ·
Hallo Tom,

herzlich willkommen hier im Forum, ich versuche mal die Fragen zu beantworten....

1. Die Mücken sind in der Dämmerung aktiv (tagsüber ist es denen zu warm...) Ich würde Prophylaxe empfehlern, bin aber kein Mediziner, bereise Afrika aber schon seit mehr als 20 Jahren.

2. Du kannst versuchen es mit Spray und entsprechender Kleidung zu versuchen, entspannter ist es wenn man mit Medikamenten vorbeugt.

3. Sobald die Sonne weg ist, die Dämmerung ist deutlich kürzer als in Europa, es wird wirklich kalt, die Temperaturen liegen unter 10 Grad nachts.

4. Soweit ich das beurteilen kann fliegen die Moskitos nicht nachts (dann ist es ihnen zu kalt)

5. South Gate und Audi Camp kenne ich nicht, die anderen haben Duschen und Toiletten mit Wasserspülung wie in Europa, einfach aber sauber, meine Erfahrung.

6. Ja, kann man, es gibt Wasserleitungen in allen Camps, Savuti hat z.B. einen eigenen Anschluss auf jeder Campsite.

7. In oder an den Waschräumen gibt es extra Gelegenheiten seine Wäsche zu waschen. North Gate z.B. auf der Rückseite der Sanitäranlagen (ablution blocks)

8. Kann nicht schaden eins dabei zu haben, ich habs schon gebraucht, wenn jemand vorbeikommt wird er im Fall einer Panne anhalten und dir helfen (und von dir das gleiche erwarten). Es gibt Vermieter die haben das als Standard im Auto 😗

9. GPS ist hilfreich, es macht es deutlich entspannter einfach drauflos zu fahren und sich dann mit der geeigneten Software zurück ins Camp leiten zu lassen. Es gibt Vermieter die haben das als Standard im Auto. 😗

10. Du solltest in Maun deinen Kühlschrank füllen, in Khwai gibt es sehr einfache Möglichkeiten, nächte Möglichkeit ist dann Kasane (auch für Sprit), oder anders herum, plane sicherheitshalber ohne Khwai dann sollte es passen.

11. Ich persönlich laufe in Badelatschen durch die Gegend, feste Schuhe trage ich nur wenn ich z.B. im Krügerpark zu Fuss unterwegs bin, man wird deutlich entspannter mit der Zeit, auf meiner ersten Tour hab ich auch "knöchelhoch" getragen wie es in den Reiseführern steht, wenn du dann siehst das südafrikanische Eltern total entspannt neben ihren Kindern sitzen die barfuss im Sand spielen setzt der Denkproszess ein, ich habe kein Problem damit keine festen Schuhe zu tragen, auch dies nur meine persönliche Meinung, es wird andere geben...

Ich wünsche Euch eine entspannte Reise,

lg sasowewi
1’723 Beiträge · seit 200928. Mai 2013 ·
Hall o

Sasowewi hat eigentlich allés gesagt. Das thema malaria prophylaxe ist immer heiss diskutiert, wir machen selbst im heissen und schwuelen sommer keine . das muss aber jeder selber entscheiden.im winter ist die mueckengefahr geringer aber ausschliessen kann man nix.
Mueckenmittel auf jeden fall , abends spiralen unter den tisch spray um das zelt auszuspruehen und was fuer die haut .
Ei'kaufen koennt ihr in kasane und in maun aber nicht in d'en parks.
Was schuhe angeht so hab ich meist auch nur schlappen an ausser wenn ich walking trails mâche. Sportschuhe sind voellig ausreichend ihr braucht keine rangerstiefel kaufen.
GPS ist schon ne grosse hilfe, erspart euch manchmal ne stunde rumzufahtren wenn ihr ne trail verpasst habt.
Satphone auf eurer route ist kein muss ça im juli schon ne menge leute unterwegs sind.
GPS koennt ihr meist kostenlos vom vermieter ha ben, muesst ihr mal anfragen.
Satphone wird meist , wuerd ich aber nicht unbedingt nehmen.
Cool bleiben ist allés halb si wild und ihr werdet sehen Botswana ist traumhaft.
Vièle gruesse
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
412 Beiträge · seit 201128. Mai 2013 ·
Miss Ellie schrieb:GPS koennt ihr meist kostenlos vom vermieter haben
... wobei dazu zu sagen ist, dass diese nach meinen Erfahrungen nur eine normale Strassenkarte drauf haben, die dir gerade auf den Tracks im Moremi und im Chobe reichlich wenig nützt. Mit einem mitgebrachten Garmin mit T4A ist man sicher besser bedient.
Aber wie bereits gesagt wurde, es geht auch ohne GPS.

Gruss Dieter
2’047 Beiträge · seit 200728. Mai 2013 ·
Hallo Tom,
vieles ist schon gesagt, ich will nur folgendes ergänzen:

Zu 7.: Wenn ihr so lange unterwegs seid, schau doch mal im Baumarkt nach einem kleinen Maischefass mit Schraubdeckel. Das wiegt nicht viel, ist dicht etc. Auf der Hinreise wird es gefüllt und auf der Rückreise evtl. mit zerbrechlichen Mitbringsel (Ich reise nur mit weichen Taschen). Da kommt dann tagsüber die Wäsche mit 1/3 Wasser und Waschpulver rein, das Ganze schnalle ich mir auf den Dachträger - wird bei meinem schwarzen Faß wunderbar warm - und abends wasche ich das aus und hänge es zum trocken auf - fertig.

Zu 11.: Wanderschuhe sind zum Wandern da - nicht zum Autofahren. Im Gelände musst du aber evtl. schnell einsatzfähig sein, deswegen habe ich meist bequeme Schuhe an, die ich aber zum Aussteigen auch nicht wechseln muss.Aber keine globigen Stiefel. Bei- und Mitfahrer können die ja auch ausziehen. Zu bedenken ist aber immer, dass im Fußraum der Autos Stechviecher aller Art sich wohl fühlen und dich ggf. auch tagsüber quälen werden. Sehr schmerzhaft, wenn du Tsetse-Fliegen im Auto hast. Und durchaus gefährlich, wenn du auf Malariaprophylaxe verzichtest und dich nur abends einsprühst. Bei vielen Modellen geht mit Türöffnung im Fußraum ein Lichtlein an - das zieht diese Viecher aber magisch an... und die Türen Stehen wegen der Nutzung des Innenraums als Ablage sehr viel offen....

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
843 Beiträge · seit 200828. Mai 2013 ·
Tipp: fahrt mal vom South Gate in Richtung 3rdBridge zur Xini Lagoon.
In der Umgebung gibt es seit 2 Jahren ein starkes Löwenrudel.
Manchmal muss man die stundenlang suchen.
Wir haben letztes Jahr drei Stunden gebraucht. Aber, die vier Damen mit ihren neun Jungen haben uns für die Suche mehr als fotogen entschädigt.
Ausserdem ist es ganz nett, die ganzen loops rund um die Lagune auszuprobieren. Oft gibt es da viele Tiere.

Viel Spass!
D.
0
4’132 Beiträge · seit 200828. Mai 2013 ·
Hallo, tom-2244 und Willkommen im Forum!

Zu deinen Fragen hier eine weitere Rückmeldung, die sich in einigen Einschätzungen nicht mit den anderen deckt:

1. Malaria-Prophylaxe: Es besteht mittleres bis hohes Risiko. Wir schlucken nicht gerne Medikamente wegen Nebenwirkungen usw. Wie stark belästigen einem denn die Mücken? Tagsüber auch, in der Abenddämmerung oder nur nachts? Oder nachts wegen der Kälte gar nicht?
-- Es ist völlig belanglos, ob man das gerne tut, tun wir auch nicht gerne. Im Okavango, Chobe River Front und überall dort oben, wo grundsätzlich erhöhtes Malariarisiko besteht (auch VicFalls Region!) nehmen wir grundsätzlich Malariaprophylaxe, auch im Süd-Winter. Der Frost dezimiert die Mücken natürlich deutlich, aber in Innenräumen – und sei es nur das Waschhaus auf dem Camping (dorthin z.B. ziehen sie sich bei Frost zurück...) – sind die kleinen Blutsauger dann besonders gierig. Grundsätzlich schlafen wir in solchen Gegenden unterm Moskitonetz.
Geh zu einem Tropenmediziner deines Vertrauens, einen anderen Rat können und dürfen wir hier nicht geben.

2. Kommen wir mit Mückenspray und guter dichter Kleidung ohne Stiche durch oder ist das eine Illusion?
-- Reduziert die Stichrate deutlich, in den Sanitärräumen nützt es dir wenig... (s.o.)

3. Wie kalt wird es nachts tatsächlich zwischen 25.7. und 10. August (bis 0 Grad haben wir gehört) Ab wann abends wird es wie kalt?
-- Ab Juni musst du mit Nachtfrösten rechnen. Auch im Moremi.

4. Wenn es dunkel ist und kalt, hat es dann überhaupt Moskitos (Malaria)?
-- Dunkel: Ja. Kälte: Nein.
Sicher weißt du, dass nicht jede Mücke eine Anopheles ist und nicht jede Anopheles infiziert sein muss – doch insbesondere überall dort wo es Bewohner und Räume gibt, hast du auch im Winter eine Chance.

5. Haben die oben genannten Campings Duschen oder duscht / wäscht man sich mit dem mitgebrachten Wasser im Wassertank? (nicht dass wir ständig duschen müssten, wäre aber einfach gut zu wissen)
-- Im Prinzip funktionieren die Sanitäranlagen ausreichend. Auf Campsites, die in Flussnähe sind, kannst du davon ausgehen, dass Flusswasser aus den Leitungen kommt (was auch sonst)!

6. Kann man auf den Campings den Wassertank nachfüllen?
-- Ja, aber nur da wo Trinkwasser dransteht, kommt auch Trinkwasser raus! Grundsätzlich ist das alles nur Brauchwasser.

7. Wie wäscht man die Kleider am besten?
-- Bei nur 6 Tagen – hinterher. Ansonsten mit Wasser und Seife... 🙂

8. Ist bei der oben genannten Route ein Satelliten-Telefon empfehlenswert oder ist da immer jemand auf der Route unterwegs, wenn man stecken bleiben würde?
-- Das kommt ganz auf dich an. Wie du hier so fragst, machst du den Eindruck, als ob du ziemlich ahnungslos bist. Da würd ich dir dringend zu einem SatPhon raten.
Kennst du dich gut mit Fahrten im Tiefsand aus, wie man im Tiefsand anhält und wieder wegkommt (Elefanten haben immer „Vorfahrt“), dann wirst du wenig Probleme haben. Wenn nicht, dann rate ich dir zu einem kleinen Offroad-Kursus VOR eurer Reise. Das spart euch ggf. viel Stress.
Zusätzlich solltet ihr euch darüber im Klaren sein, dass es auf eurer geplanten Strecke einige tiefe Wasserdurchfahrten (Khwai) gibt, die euch mehr beschäftigen sollten, als das Wäsche-waschen.

9. Brauchts ein GPS oder fährt man "einfach" den Pisten nach?
-- GPS ist dort, wo ihr fahren wollt – und das sind häufig Tracks und keine Pisten und speziell im Moremi sehr unübersichtlich! – für einen unerfahrenen Reisenden SEHR zu empfehlen. Auch erfahrene Reisende nutzen es gerne, es entspannt ungemein.

10. Kann man auf den Campings Nahrungsmittel kaufen, falls etwas ausgegangen ist?
-- Nein.
11. Reichen gute Outdoor-Turnschuhe oder brauchts Wanderschuhe?
-- Dort reichen Turnschuhe.

Allgemein braucht diese Gegend eine gute Vorbereitung und eine überlegte Ausrüstung, das ist dort kein Spaziergang.
Vielleicht hilft es dir ja, hier im Forum mal deine Suchwörter einzugeben, da findest du sehr viel (Tipp: auch Beiträge anfordern, die älter als ein Jahr sind, da steht eigentlich alles zum Thema) und schau auch mal auf YouTube - das gibt es auch einen ersten Eindruck, wie die Bedingungen vor Ort ausschauen.

Weiterhin gute Planung.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 28. Mai 2013
Themenstarter6 Beiträge · seit 201328. Mai 2013 ·
Hallo an alle 🙂

Vielen Dank für die vielen nützlichen Hinweise und Tipps. Da sehen wir in vielen Bereichen schon etwas klarer. Ich finde, dass meine Fragen teils wirklich etwas doof tönen aber selbst nach langen Reisen in Australien, den USA, Costa Rica, Nicaragua usw. kommt uns Botswana recht abenteuerlich vor. Folgende Punkte die Ihr erwähnt habt möchte ich nochmals ansprechen:

- GPS: deemha sagt, es sollte z.B. ein Garmin mit T4A sein. Ich erkundige mich mal beim Autovermieter. Das ist drivesouthafrica.co.za - hat jemand Erfahrungen mit dieser Firma und evtl. den verwendeten / angebotenen GPS-Geräten? Ich möchte ja nicht nur der Hauptroute folgen und dann auf dem Camping bleiben, sondern vom Camping aus die Gegend entdecken und wieder zurückfinden - im GPS wären also diese Campings verzeichnet und man würde wieder relativ einfach zurückfinden?

- Aussteigen aus dem Auto unterwegs: In den Reiseführern steht, man bekomme saftige Bussen, wenn man schon nur den Arm aus dem Fenster streckt ... Wir sehen das nicht so eng, aber trotzdem: Pinkeln unterwegs sollte kein Problem sein?

- Was ist, wenn man aus irgendeinem Grund aussteigen MUSS (Auto sitzt z.B. fest), droht da wirklich grosse Gefahr durch Tiere oder ist das je nach Situation mit gesundem Menschenverstand machbar?

- Zelt aussprühen vor dem Schlafengehen: Gibt es da ein spezielles Mittel, das man in Kasane im Supermarkt bekommt und zu empfehlen ist? Die örtlichen Moskito-Hautsprays kennen wir bereits.

- Anfahren im Sand, tiefe Wasserdurchfahrten: Also einen Offroad-Kurs kann ich nicht noch belegen, hier bei uns in den Schweizer Bergen hat es auch nicht so viel Wüstensand ... Worauf ist denn zu achten, z.B. beim Anfahren? Wasser hatten wir auch schon in Australien, mit 4WD und angemessenem Tempo durchziehen oder besser auf ein zweites Fahrzeug warten zur Sicherheit?

DANKE!
Themenstarter6 Beiträge · seit 201328. Mai 2013 ·
Hallo Matou66

Das tönt ja super interessant, vielen Dank. Solche Geheimtipps können wir gut gebrauchen. Findet man denn bei Ausflügen vom Camping weg immer wieder locker zurück? Muss man mit dem Auto immer auf den Pisten / Loops bleiben z.B. bei einer solchen Löwen-Suche?

Vielleicht hast du uns passend zu unserer Route noch den einen oder anderen Tipp, viele Grüsse
Tom
449 Beiträge · seit 201028. Mai 2013 ·
Hallo Tom
ich will ja keine Spaßbremse sein, aber habt ihr auch die Camps schon alle gebucht? Ihr fahrt zur Hauptsaison und in 2011 waren die Camps in aller Regel belegt. Wenn ihr dann nichts bekommt, steht ihr in the middle of nowhere! Bedenkt bitte, dass es ab 17.30 Uhr dunkel wird und um 18 Uhr zappenduster ist. Wir haben immer zugesehen, dass wir gegen 16 Uhr im Camp waren, damit das wichtigste vor der Dunkelheit erledigt wurde. Die Kinder (und auch ihr) sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr durch die Gegend laufen wegen der Tiere.
Nachts war es bei uns nicht viel über 0 (so in den frühen Morgenstunden), abends wurde es nach Einbruch der Dunkelheit recht frisch. Wir sind auch in aller Regel nicht so früh losgekommen, weil es uns zu kalt zum Einpacken war.
Mücken haben wir in 4 Wochen (gleicher Zeitraum wie euer) ganze drei Stück gesehen, wobei wir nur bei zwei sicher waren, dass es eine Mücke ist...
Es war für uns und unsere Kinder ein hammermäßiges Abenteuer, sollte aber geplant werden.

Viel Spaß noch wünscht
Sille
2’401 Beiträge · seit 201128. Mai 2013 ·
Hallo Tom,

in religiöse Fragen (Malariaprophylaxe, GPS, Satphone) mische ich mich nicht ein 😎 , daher nur eine Anmerkung zu South Gate: Wenn es irgend geht, tauscht S.G. gegen 3rd Bridge. Ist vieeeel schöner 🙂 .

LG aus dem warmen und sonnigen 🤩 Hamburg,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
zuletzt bearbeitet 28. Mai 2013
3’080 Beiträge · seit 200928. Mai 2013 ·
Hallo Tom,

um deine Frage nach drivesouthafrica zu beantworten, das ist ein reiner Broker ohne eigene Fahrzeuge, die vermitteln nur.

Aussteigen unterwegs: komische Reiseführer die du liest 😉 Natürlich kannst du aussteigen, musst du sogar im ungünstigsten Fall wenn du das Auto ausgraben willst oder bei einem Reifenwechseln, man muss nur mit Vorsicht agieren und das Gelände im Auge haben, wenn es unübersichtlich ist würde ich warten bis jemand vorbeikommt, ich habe schon mehrere Reifenwechsel in Nationalparks mitgemacht.

Gesunder Menschenverstand ist genau das richtige dabei.

Ich habe mein Zelt bisher noch nie ausgesprüht, wenn du die Fliegengitter zulässt kommt auch nichts rein.

Wichtig bei Sand ist das Reduzieren vom Reifendruck, später aufpumpen nicht vergessen und wenn man merkt das es doch nicht klappt im Sand nicht bremsen sondern das Fahrzeug ausrollen lassen damit es nicht noch mehr einsinkt. Bei Wasserdurchfahrten auf ein zweites Fahrzeug zu warten ist sinnvoll, ebenso sicherheitshalber die Bergeleine am Auto zu befestigen kann auch nicht schaden, es gibt da lustige Videos bei youtube wie man es nicht machen sollte...

lg sasowewi
zuletzt bearbeitet 28. Mai 2013
911 Beiträge · seit 200728. Mai 2013 ·
tom-2244 schrieb:
- GPS: deemha sagt, es sollte z.B. ein Garmin mit T4A sein. Ich erkundige mich mal beim Autovermieter. Das ist drivesouthafrica.co.za - hat jemand Erfahrungen mit dieser Firma und evtl. den verwendeten / angebotenen GPS-Geräten? Ich möchte ja nicht nur der Hauptroute folgen und dann auf dem Camping bleiben, sondern vom Camping aus die Gegend entdecken und wieder zurückfinden - im GPS wären also diese Campings verzeichnet und man würde wieder relativ einfach zurückfinden?
Hallo Tom,
den bisherigen Antworten habe ich nicht viel hinzu zu fügen.

Hinsichtlich GPS positioniere ich mich nach 6 Reisen durch Namibia/Botswana aber ziemlich eindeutig:

Mit einem Garmin nüvi mit den Karten von T4A ist man perfekt ausgestattet. Man findet jeden Campground und die kleinsten Wege und Abzweigungen.
Wenn Du mal von der Makgadikgadi Pan aus den Weg suchst, der nur aus einer Fahrspur im hohen Gras besteht und nur zu sehen ist, wenn du ihm genau entlang schaust, dann bist du über so ein Teil wirklich froh.
Wir finden es entspannter zu fahren und Abenteuer bleibt trotzdem noch genug.

Ein Garmin nüvi in der ausreichenden einfachen Ausführung kostet in Deutschland wenig über 100 € und die T4A Karten im Download sind auch keine große Ausgabe. Und wenn du dann auf dem PC BaseCamp installierst, kannst du wunderschön die Route zuhause vorbereiten und dann auf das nüvi laden. Mir macht diese Vorbereitung immer schon viel Vorfreude.

Das ist wohlgemerkt unsere Meinung. Andere sehen es vielleicht anders.

Herzliche Grüße,
Helgi
Reisebericht 2012: 8 Löwen und ein Oryx
3’080 Beiträge · seit 200928. Mai 2013 ·
Helgi, ich stimme dir zu,

wenn du dir dann noch ein GPS mit eingebautem MP3-Player leistet (ich hab meins aus der Bucht für unter 50 EUR, war mir egal ob die europäischen Karten veraltet sind,dafür nutze ich es ja nicht) hast du auch kein Problem mehr mit dem Musikprogramm unterwegs, die Geräte spielen die Musik über die Lautsprecher im Auto ab, auch im Gelände wo CDs gern mal "springen"

lg sasowewi
4’132 Beiträge · seit 200828. Mai 2013 ·
Hallo, nochmal.

zu - Aussteigen aus dem Auto in den NP's:
-- Grundsätzlich ist Aussteigen in Nationalparks nur an dafür ausgewiesenen Plätzen erlaubt. In Botswana kommt das durchaus auch darauf an, wo man ist und wer einem begegnet...: Im Chobe Riverfront NP auszusteigen würde ich dir nicht so ohne weiteres raten, dort gibt es aber ausgewiesene Plätze.
Tipp: Zum Pinkeln lieber nicht den nächsten Busch aufsuchen!! – ...sonst könntest du ein wirkliches Problem bekommen...

Kleine Ergänzungen:
- Alle Campsites in Botswanas NP’s sind unfenced.
- Alle Hinweise zu Wasserdurchfahrten (man fährt da nicht auf einer Piste durch, sondern man muss sich die richtige Spur im Wasser suchen! – auf der falschen versenkt man ggf. seinen 4x4...), Fahren im Tiefsand sind subjektiv und graue Theorie. Auf Fahrzeuge zu warten, naja. Man ist ja nicht im Moremi, um sich wartend vor den Wasserdurchfahrten aufzuhalten, weil man auf andere Fahrzeuge hofft.
Ihr seid doch zuvor in SA, - dort ist es sehr einfach einen Mini-Crash-Kurs zu machen, dafür braucht man keinen Wüstensand, schließlich fahrt ihr in Botswana ja nicht in die Wüste.

Viel Spaß.
Gruß lilytrotter


PS: Ich find es toll, dass ihr 6 Tage in Vic Falls seid, ich beneide euch darum, echt!



WICHTIGER NACHTRAG:
zu deiner Frage:
Muss man mit dem Auto immer auf den Pisten / Loops bleiben z.B. bei einer solchen Löwen-Suche?
Wage es lieber nicht!
Sie schmeißen dich raus, wenn du im Nationalpark die Tracks verlässt!
Mit Recht. Es ist "strictly forbidden".
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 28. Mai 2013
843 Beiträge · seit 200828. Mai 2013 ·
Hallo Tom,

im Moremi verfährt man sich nicht so schnell, wenn man mit dem GPS umgehen kann.

Rund um die Xini Lagoon findet man auch ohne GPS zurück, wenn Ihr Euch merkt, in welcher Himmelsrichtung der Hauptweg liegt. Nehmt es aber immer mit!

Dennoch waere ich dort auch immer vorsichtig mit manchen Wasserdurchfahrten.
Wenn diese weiter weg vom Hauptweg sind, bitte nix riskieren! Auch sonst nicht angeraten, wenn Ihr Euch unsicher seid. Es sei denn, einer fährt unmittelbar vor Euch irgendwo sicher durch.
Auch Graswege, auf denen es feucht am Boden durchschimmert, immer mit Vorsicht geniessen, weil da öfters fieser Matsch lauert.
Wir kennen uns damit aus...leider.

Dann wird das sicher eine schöne Sache im Moremi.

D.
0
zuletzt bearbeitet 28. Mai 2013
Themenstarter6 Beiträge · seit 201328. Mai 2013 ·
Danke allen für die Zusatzinfos. Haben alle Campings schon gebucht 🙂 Und freuen uns jetzt richtig.
zuletzt bearbeitet 28. Mai 2013
1’723 Beiträge · seit 200928. Mai 2013 ·
matou ..
dies jahr wird das wohl (leider) nicht sooo wild mit den wasser durchfahrten.. es ist rotzetrocken.. wenn da nicht noch ein wunder geschieht ist alles trocken und ich will gar nicht wissen wie viele tiere wir dann im november als kadaver zaehlen koennen..
aber gut .. fuers fahren sicher einfacher
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
7’328 Beiträge · seit 200628. Mai 2013 ·
jaw schrieb:Zu bedenken ist aber immer, dass im Fußraum der Autos Stechviecher aller Art sich wohl fühlen und dich ggf. auch tagsüber quälen werden. Sehr schmerzhaft, wenn du Tsetse-Fliegen im Auto hast. Und durchaus gefährlich, wenn du auf Malariaprophylaxe verzichtest und dich nur abends einsprühst. Bei vielen Modellen geht mit Türöffnung im Fußraum ein Lichtlein an - das zieht diese Viecher aber magisch an... und die Türen Stehen wegen der Nutzung des Innenraums als Ablage sehr viel offen....
... das ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Stechmücken durch Licht angezogen werden. Motten und derlei Insekten werden durch Licht angezogen.
Stechmücken orientieren sich am Kohlendioxidgehalt der Luft sowie an Fettsäuren und Ammoniak/Harnstoff, der aufgrund von Körperausdünstungen freigesetzt wird, auf kürzere Distanzen auch an der Körperwärme.
Wenn jetzt die Autotür offen steht, nehmen die Mücken die Geruchsstoffe bzw. das Kohlendioxid wahr. Dass dabei gleichzeitig eine Lampe brennt, ist Zufall. Die Mücken kommen auch rein, wenn Du die Birnchen alle rausnimmst.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...