Erfahrungsbericht 11 Übernachtungen im CKGR

5 Antworten · 2’206 Aufrufe · gestartet 14. Jan. 2013 von stiebilli
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Themenstarter157 Beiträge · seit 200814. Jan. 2013 ·
Hallo zusammen,

hier eine ’kurze’ Zusammenfassung unserer Erfahrungen in der Zentralkalahari bei 11 Übernachtungen. Da wir vor unserer Reise etwas unsicher in Sachen Verpflegung/Versorgung waren, könnte ich mir vorstellen, dass die folgenden Infos für den ein oder anderen hilfreich sein könnten.

Es betrifft die Zeit vom 22.12.12 bis 03.01.13. Wir sind mit unserem eigenen Fahrzeug (HZJ 78) gefahren.

Aufgrund einer von uns nicht geplanten Umbuchung seitens der Air Namibia waren wir ’gezwungen’, getrennt zu fliegen. Über dieses leidige Thema möchte ich mich aber jetzt nicht auslassen. Ich habe deshalb die ersten drei Tage genutzt, die Police Clearance für den Grenzübertritt zu besorgen und das Auto mit Sprit, Verpflegung und sonstigen Dingen zu füllen.

Am 22.12. morgens meine Frau vom Flughafen abgeholt und direkt weiter nach Botswana. Grenzübertritt hat gut 2 Stunden gedauert (Weihnachtsverkehr!). Es war von Vorteil, dass sich einer angestellt hat, während der andere die Grenzübertrittsformulare besorgt und ausgefüllt hat. Auf der botswanischen Seite liegen die Formulare nicht aus, man muss danach fragen! Die Police Clearance interessierte niemanden

In Ghanzi den Tank randvoll gemacht, letzte Übernachtung vor der Kalahari Camp El Fari, ca. 65 km nördlich von Ghanzi.

Nach ca. 90 km Tsau Gate, nach weiteren ca. 45 km Motopi Camp erreicht.

In den folgenden Tagen jeweils 2 Übernachtungen in folgenden Camps (in der Reihenfolge, mit subjektiven Kommentaren versehen):

Motopi Pan, Camp 2, (unserer Meinung nach empfehlenswert, da sehr nahe am Wasserloch)

Passarge Valley, Camp 3 ( nicht schlecht, da nur ca. 10 km zum Wasserloch, Camp 1+2 aber augenscheinlich besser gelegen)

Sunday Pan, Camp 4 (schön gelegen, klasse Blick in das Tal, aber sehr nah zum Nachbar Camp 3)

Lekhubu Camp (im Prinzip wildes campen, ohne Einrichtung, ’zentral’ zwischen Letiahau Wasserloch und Deception Pan gelegen)

Piper Pan, Camp 1 (direkt an der Pan, mit Stuhl und Fernglas bewaffnet problemlos Tierbeobachtung möglich)

Die letzte Übernachtung war dann wieder Motopi Pan

Am 03.01.2013 von Motopi Pan in einem durch bis Windhoek ( ca. 730 km, ohne Probleme, Grenzübertritt max. 18 Min!!)

Für die komplette nördliche Runde zuzüglich Ghanzi hin und zurück sind wir rund 1150 km gefahren und haben dafür ca. 160 l Diesel verbraucht (hatten unnötige 295 l Diesel dabei). Das bedeutet, dass wir in 11 Tagen ca. 850 km im Park gefahren sind (Strecke zwischen den einzelnen Camps zzgl. täglich morgens und nachmittags die üblichen Tierbeobachtungsrunden).
Viel Sprit verbrauchen geht im Prinzip gar nicht, da nur langsam fahren angesagt ist. Wer schneller fährt als max. 40 km/h setzt seine Reise aufs Spiel. Die Warnschilder, bei Nässe langsam zu fahren, da es dann glatt ist, haben absolut ihre Berechtigung. Wir sind an einer Stelle mit 20 km/h schon zu schnell gewesen und standen plötzlich quer – Riesenglück gehabt. Warnhinweise unbedingt ernst nehmen.

Wir hatten bis auf wenige Ausnahmen täglich zur Mittagszeit ca. 40 Grad Celsius, fast täglich abends Gewitter mit starkem Wind und Regen. Schatten bzw. eine Plane am Auto erleichtert den Aufenthalt tagsüber im Camp! Wer in Europa bei Gewitter Angst bekommt, sollte zu dieser Zeit nicht in die Kalahari fahren, es war der absolute Hammer!!

Bis auf Lekhubu hatten die von uns besuchten Camps eine Duschvorrichtung. Wir haben alle 2 Tage geduscht und sind für zwei Personen mit einem 5 l Kanister (Brauchwasser aus Windhoek) ausgekommen. Für Lekhubu hatten wir einen Duschsack dabei.

Insgesamt hatten wir 100 l Trinkwasser mitgebracht (haben nur 25 l verbraucht, dafür aber alle Dosen/Flaschen alkoholische und nichtalkoholische Getränke), von 75 l Brauchwasser blieb am Ende nichts übrig

Es war sehr grün dort, auffallend viele Jungtiere und Millionen von Schmetterlingen

Die Wege waren in einem sehr guten Zustand und problemlos zu befahren, bei Regen allerdings siehe oben

Aus welchen Gründen auch immer keinerlei Probleme mit Moskitos oder Ameisen

Da Weihnachtszeit täglich mindestens ein Fahrzeug gesehen, Bereich Deception Valley schon einige mehr. Die oft erwähnte Einsamkeit in der Zentralkalahari war zu dieser Zeit nicht sehr einsam

Bei 11 Tagen war es von Vorteil, drei große Müllsäcke dabei zu haben.

Wer über einen Kühlschrank mit Eisfach verfügt, dem können wir nur empfehlen, ein paar Fotofilmdöschen mitzunehmen. Eiswürfel in der Kalahri ist zwar Luxus, aber bei den Temperaturen ein sehr angenehmer Luxus!

Da über diese lange Zeit kein frisches Brot mitgenommen werden kann, haben wir mehrmals Brot im Potje gebacken, geht einfach, schmeckt und macht viel Spaß

Wir hatten keine Probleme mit Fremdbelegungen, nur zwei nette Schweizer hatten im Piper Camp aufgrund eines Buchungsfehlers um Asyl gebeten (Gruß an Nadia und Pascal)

So, sollte ich etwas vergessen haben und noch Fragen bestehen, ruhig melden. Ich denke aber, damit kann man schon etwas anfangen. Ich möchte aber betonen, dass das unsere gemachten Erfahrungen/Meinungen sind und diese nur grob als Anhaltspunkt zu werten sind. Ein anderer wird vielleicht ganz andere Erfahrungen machen oder beispielsweise die Camps ’bewerten’. Jeder Jeck ist anders!

Es grüßen Guido und Ilona
20 Beiträge · seit 201212. Feb. 2013 ·
Hallo und danke!

Euer Bericht ist sehr interessant, da wir am 9.3. losfahren und 10 Tage in der CKGR verbringen werde, 2 Nächte allerdings in Tau Pan Lodge.
Habt ihr in Ghanzi eingekauft?
Wir haben uns schon viel Gedanken gemacht über Dieselbedarf und Wasserbedarf. Wir sind zu dritt und haben einen gemieteten Landrover. Der Tank mit Zusatztank fasst 105 l und wir wollen noch 2 Kanister a 20 l mitnehmen. Wer Wassertank fasst 40 l und dazu nehmen wir nochmal ca 80 l in Wasserkanistern mit. Und natürlich Getränke.. Damit ist das Auto dann ziemlich voll, wird aber von Tag zu Tag leichter und leerer...
Auf die Fahrerei an den Pans sind wir auch gespannt. Wir waren schon mal in der Kalahari, allerdings im Mai, da war alles trocken. Im Schlamm stecken geblieben seid ihr aber nie?
Habt ihr irgendwo Wasser entnehmen können an den Campsites?
Wir werden Motopi Pan besuchen, Phokoja Pan, Piper Pan und Kori Campsite und dann nach Rakops rausfahren.
Das Wetter klingt ja interessant. Die Gewitter waren wohl recht heftig. Aber sicher auch ein schönes Spektakel. 40° ist allerdings schon recht heiss.

Viele Grüsse

Angelika
Themenstarter157 Beiträge · seit 200813. Feb. 2013 ·
Hallo Angelika,

doch, wir sind mal im Schlamm stecken geblieben. Wäre aber nicht nötig gewesen. Passiert auf dem Weg von Deception Rtg. Piper. Habe bei der Durchfahrt die große Regenpfütze unterschätzt (ohne Allrad!) und dabei gleichzeitig mit meiner Frau geredet - beides gleichzeitig kann ich nicht!!!Nach einer halben Stunden waren wir wieder draußen.

Wasser gibt es auf den Campsites nicht. Aber die Fahrspuren und die Wasserlöcher hatten genug Wasser.

Ich habe übrigens unser Fahrzeug in Windhoek 'voll' gemacht, sonst wäre das für uns in Ghanzi zu knapp geworden. In Ghanzi geht das aber auch ohne Probleme!

Gruß Guido
2’405 Beiträge · seit 201113. Feb. 2013 ·
Hallo Guido, hallo Angelika,

Vorräte in Windhoek fassen ist deutlich besser, die Auswahl ist größer (insbesondere der Bottle Store in Ghanzi ist ein schlechter Witz 😕 !), und unser geliebtes Finn-Crisp (Achtung, Schleichwerbung!) gibt es auch nur in W. (und Swakop).

LG aus Hamburg,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
20 Beiträge · seit 201213. Feb. 2013 ·
Hi Karsten,

wir werden wohl in Gobabis einkaufen, da wir unser Auto am Flughafen in Empfang nehmen und uns die Fahrt nach Windhoek und zurück sparen wollen. Da kann man wohl auch ganz gut einkaufen und die Supermärkte haben wohl auch sonntags geöffnet. Oder nicht? Ich hoffe, dass man am Sonntag auch Wein einkaufen kann. Was wir dort nicht bekommen, wollen wir am Montag in Ghanzi besorgen.
Weißt du noch genaueres über die bottle stores am Sonntag?

Liebe Grüsse

Angelika
2’405 Beiträge · seit 201113. Feb. 2013 ·
Hallo Angelika,

ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich fürchte, die haben zu 🙁 !

LG aus HH,

Karsten
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