Hallo zusammen,
hier eine ’kurze’ Zusammenfassung unserer Erfahrungen in der Zentralkalahari bei 11 Übernachtungen. Da wir vor unserer Reise etwas unsicher in Sachen Verpflegung/Versorgung waren, könnte ich mir vorstellen, dass die folgenden Infos für den ein oder anderen hilfreich sein könnten.
Es betrifft die Zeit vom 22.12.12 bis 03.01.13. Wir sind mit unserem eigenen Fahrzeug (HZJ 78) gefahren.
Aufgrund einer von uns nicht geplanten Umbuchung seitens der Air Namibia waren wir ’gezwungen’, getrennt zu fliegen. Über dieses leidige Thema möchte ich mich aber jetzt nicht auslassen. Ich habe deshalb die ersten drei Tage genutzt, die Police Clearance für den Grenzübertritt zu besorgen und das Auto mit Sprit, Verpflegung und sonstigen Dingen zu füllen.
Am 22.12. morgens meine Frau vom Flughafen abgeholt und direkt weiter nach Botswana. Grenzübertritt hat gut 2 Stunden gedauert (Weihnachtsverkehr!). Es war von Vorteil, dass sich einer angestellt hat, während der andere die Grenzübertrittsformulare besorgt und ausgefüllt hat. Auf der botswanischen Seite liegen die Formulare nicht aus, man muss danach fragen! Die Police Clearance interessierte niemanden
In Ghanzi den Tank randvoll gemacht, letzte Übernachtung vor der Kalahari Camp El Fari, ca. 65 km nördlich von Ghanzi.
Nach ca. 90 km Tsau Gate, nach weiteren ca. 45 km Motopi Camp erreicht.
In den folgenden Tagen jeweils 2 Übernachtungen in folgenden Camps (in der Reihenfolge, mit subjektiven Kommentaren versehen):
Motopi Pan, Camp 2, (unserer Meinung nach empfehlenswert, da sehr nahe am Wasserloch)
Passarge Valley, Camp 3 ( nicht schlecht, da nur ca. 10 km zum Wasserloch, Camp 1+2 aber augenscheinlich besser gelegen)
Sunday Pan, Camp 4 (schön gelegen, klasse Blick in das Tal, aber sehr nah zum Nachbar Camp 3)
Lekhubu Camp (im Prinzip wildes campen, ohne Einrichtung, ’zentral’ zwischen Letiahau Wasserloch und Deception Pan gelegen)
Piper Pan, Camp 1 (direkt an der Pan, mit Stuhl und Fernglas bewaffnet problemlos Tierbeobachtung möglich)
Die letzte Übernachtung war dann wieder Motopi Pan
Am 03.01.2013 von Motopi Pan in einem durch bis Windhoek ( ca. 730 km, ohne Probleme, Grenzübertritt max. 18 Min!!)
Für die komplette nördliche Runde zuzüglich Ghanzi hin und zurück sind wir rund 1150 km gefahren und haben dafür ca. 160 l Diesel verbraucht (hatten unnötige 295 l Diesel dabei). Das bedeutet, dass wir in 11 Tagen ca. 850 km im Park gefahren sind (Strecke zwischen den einzelnen Camps zzgl. täglich morgens und nachmittags die üblichen Tierbeobachtungsrunden).
Viel Sprit verbrauchen geht im Prinzip gar nicht, da nur langsam fahren angesagt ist. Wer schneller fährt als max. 40 km/h setzt seine Reise aufs Spiel. Die Warnschilder, bei Nässe langsam zu fahren, da es dann glatt ist, haben absolut ihre Berechtigung. Wir sind an einer Stelle mit 20 km/h schon zu schnell gewesen und standen plötzlich quer – Riesenglück gehabt. Warnhinweise unbedingt ernst nehmen.
Wir hatten bis auf wenige Ausnahmen täglich zur Mittagszeit ca. 40 Grad Celsius, fast täglich abends Gewitter mit starkem Wind und Regen. Schatten bzw. eine Plane am Auto erleichtert den Aufenthalt tagsüber im Camp! Wer in Europa bei Gewitter Angst bekommt, sollte zu dieser Zeit nicht in die Kalahari fahren, es war der absolute Hammer!!
Bis auf Lekhubu hatten die von uns besuchten Camps eine Duschvorrichtung. Wir haben alle 2 Tage geduscht und sind für zwei Personen mit einem 5 l Kanister (Brauchwasser aus Windhoek) ausgekommen. Für Lekhubu hatten wir einen Duschsack dabei.
Insgesamt hatten wir 100 l Trinkwasser mitgebracht (haben nur 25 l verbraucht, dafür aber alle Dosen/Flaschen alkoholische und nichtalkoholische Getränke), von 75 l Brauchwasser blieb am Ende nichts übrig
Es war sehr grün dort, auffallend viele Jungtiere und Millionen von Schmetterlingen
Die Wege waren in einem sehr guten Zustand und problemlos zu befahren, bei Regen allerdings siehe oben
Aus welchen Gründen auch immer keinerlei Probleme mit Moskitos oder Ameisen
Da Weihnachtszeit täglich mindestens ein Fahrzeug gesehen, Bereich Deception Valley schon einige mehr. Die oft erwähnte Einsamkeit in der Zentralkalahari war zu dieser Zeit nicht sehr einsam
Bei 11 Tagen war es von Vorteil, drei große Müllsäcke dabei zu haben.
Wer über einen Kühlschrank mit Eisfach verfügt, dem können wir nur empfehlen, ein paar Fotofilmdöschen mitzunehmen. Eiswürfel in der Kalahri ist zwar Luxus, aber bei den Temperaturen ein sehr angenehmer Luxus!
Da über diese lange Zeit kein frisches Brot mitgenommen werden kann, haben wir mehrmals Brot im Potje gebacken, geht einfach, schmeckt und macht viel Spaß
Wir hatten keine Probleme mit Fremdbelegungen, nur zwei nette Schweizer hatten im Piper Camp aufgrund eines Buchungsfehlers um Asyl gebeten (Gruß an Nadia und Pascal)
So, sollte ich etwas vergessen haben und noch Fragen bestehen, ruhig melden. Ich denke aber, damit kann man schon etwas anfangen. Ich möchte aber betonen, dass das unsere gemachten Erfahrungen/Meinungen sind und diese nur grob als Anhaltspunkt zu werten sind. Ein anderer wird vielleicht ganz andere Erfahrungen machen oder beispielsweise die Camps ’bewerten’. Jeder Jeck ist anders!
Es grüßen Guido und Ilona
hier eine ’kurze’ Zusammenfassung unserer Erfahrungen in der Zentralkalahari bei 11 Übernachtungen. Da wir vor unserer Reise etwas unsicher in Sachen Verpflegung/Versorgung waren, könnte ich mir vorstellen, dass die folgenden Infos für den ein oder anderen hilfreich sein könnten.
Es betrifft die Zeit vom 22.12.12 bis 03.01.13. Wir sind mit unserem eigenen Fahrzeug (HZJ 78) gefahren.
Aufgrund einer von uns nicht geplanten Umbuchung seitens der Air Namibia waren wir ’gezwungen’, getrennt zu fliegen. Über dieses leidige Thema möchte ich mich aber jetzt nicht auslassen. Ich habe deshalb die ersten drei Tage genutzt, die Police Clearance für den Grenzübertritt zu besorgen und das Auto mit Sprit, Verpflegung und sonstigen Dingen zu füllen.
Am 22.12. morgens meine Frau vom Flughafen abgeholt und direkt weiter nach Botswana. Grenzübertritt hat gut 2 Stunden gedauert (Weihnachtsverkehr!). Es war von Vorteil, dass sich einer angestellt hat, während der andere die Grenzübertrittsformulare besorgt und ausgefüllt hat. Auf der botswanischen Seite liegen die Formulare nicht aus, man muss danach fragen! Die Police Clearance interessierte niemanden
In Ghanzi den Tank randvoll gemacht, letzte Übernachtung vor der Kalahari Camp El Fari, ca. 65 km nördlich von Ghanzi.
Nach ca. 90 km Tsau Gate, nach weiteren ca. 45 km Motopi Camp erreicht.
In den folgenden Tagen jeweils 2 Übernachtungen in folgenden Camps (in der Reihenfolge, mit subjektiven Kommentaren versehen):
Motopi Pan, Camp 2, (unserer Meinung nach empfehlenswert, da sehr nahe am Wasserloch)
Passarge Valley, Camp 3 ( nicht schlecht, da nur ca. 10 km zum Wasserloch, Camp 1+2 aber augenscheinlich besser gelegen)
Sunday Pan, Camp 4 (schön gelegen, klasse Blick in das Tal, aber sehr nah zum Nachbar Camp 3)
Lekhubu Camp (im Prinzip wildes campen, ohne Einrichtung, ’zentral’ zwischen Letiahau Wasserloch und Deception Pan gelegen)
Piper Pan, Camp 1 (direkt an der Pan, mit Stuhl und Fernglas bewaffnet problemlos Tierbeobachtung möglich)
Die letzte Übernachtung war dann wieder Motopi Pan
Am 03.01.2013 von Motopi Pan in einem durch bis Windhoek ( ca. 730 km, ohne Probleme, Grenzübertritt max. 18 Min!!)
Für die komplette nördliche Runde zuzüglich Ghanzi hin und zurück sind wir rund 1150 km gefahren und haben dafür ca. 160 l Diesel verbraucht (hatten unnötige 295 l Diesel dabei). Das bedeutet, dass wir in 11 Tagen ca. 850 km im Park gefahren sind (Strecke zwischen den einzelnen Camps zzgl. täglich morgens und nachmittags die üblichen Tierbeobachtungsrunden).
Viel Sprit verbrauchen geht im Prinzip gar nicht, da nur langsam fahren angesagt ist. Wer schneller fährt als max. 40 km/h setzt seine Reise aufs Spiel. Die Warnschilder, bei Nässe langsam zu fahren, da es dann glatt ist, haben absolut ihre Berechtigung. Wir sind an einer Stelle mit 20 km/h schon zu schnell gewesen und standen plötzlich quer – Riesenglück gehabt. Warnhinweise unbedingt ernst nehmen.
Wir hatten bis auf wenige Ausnahmen täglich zur Mittagszeit ca. 40 Grad Celsius, fast täglich abends Gewitter mit starkem Wind und Regen. Schatten bzw. eine Plane am Auto erleichtert den Aufenthalt tagsüber im Camp! Wer in Europa bei Gewitter Angst bekommt, sollte zu dieser Zeit nicht in die Kalahari fahren, es war der absolute Hammer!!
Bis auf Lekhubu hatten die von uns besuchten Camps eine Duschvorrichtung. Wir haben alle 2 Tage geduscht und sind für zwei Personen mit einem 5 l Kanister (Brauchwasser aus Windhoek) ausgekommen. Für Lekhubu hatten wir einen Duschsack dabei.
Insgesamt hatten wir 100 l Trinkwasser mitgebracht (haben nur 25 l verbraucht, dafür aber alle Dosen/Flaschen alkoholische und nichtalkoholische Getränke), von 75 l Brauchwasser blieb am Ende nichts übrig
Es war sehr grün dort, auffallend viele Jungtiere und Millionen von Schmetterlingen
Die Wege waren in einem sehr guten Zustand und problemlos zu befahren, bei Regen allerdings siehe oben
Aus welchen Gründen auch immer keinerlei Probleme mit Moskitos oder Ameisen
Da Weihnachtszeit täglich mindestens ein Fahrzeug gesehen, Bereich Deception Valley schon einige mehr. Die oft erwähnte Einsamkeit in der Zentralkalahari war zu dieser Zeit nicht sehr einsam
Bei 11 Tagen war es von Vorteil, drei große Müllsäcke dabei zu haben.
Wer über einen Kühlschrank mit Eisfach verfügt, dem können wir nur empfehlen, ein paar Fotofilmdöschen mitzunehmen. Eiswürfel in der Kalahri ist zwar Luxus, aber bei den Temperaturen ein sehr angenehmer Luxus!
Da über diese lange Zeit kein frisches Brot mitgenommen werden kann, haben wir mehrmals Brot im Potje gebacken, geht einfach, schmeckt und macht viel Spaß
Wir hatten keine Probleme mit Fremdbelegungen, nur zwei nette Schweizer hatten im Piper Camp aufgrund eines Buchungsfehlers um Asyl gebeten (Gruß an Nadia und Pascal)
So, sollte ich etwas vergessen haben und noch Fragen bestehen, ruhig melden. Ich denke aber, damit kann man schon etwas anfangen. Ich möchte aber betonen, dass das unsere gemachten Erfahrungen/Meinungen sind und diese nur grob als Anhaltspunkt zu werten sind. Ein anderer wird vielleicht ganz andere Erfahrungen machen oder beispielsweise die Camps ’bewerten’. Jeder Jeck ist anders!
Es grüßen Guido und Ilona