Zwille im Gepäck erlaubt?

90 Antworten · 21,8k Aufrufe · gestartet 26. Jan. 2013 von ronald65
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4’143 Beiträge · seit 200928. Jan. 2013 ·
Hallo doschae,
nimm doch nicht alles so tierisch ernst.
Ein wenig Spaß muss auch sein. Zum Glück gibt es auch bei so einem Thema unterschiedliche Ansichten, die natürlich auf unterschiedlichen Erfahrungen bauen.
Über so ein Bild wie von Swakop muss man aber doch lachen und:
"Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag!" 🙂
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
365 Beiträge · seit 200628. Jan. 2013 ·
engelstrompete schrieb:Hallo Ronald,

dann nehme wenigstens Erbsen als "Kugeln". 😉

LG
Cécile 🙂
Nicht gerade eine gute Idee die Tiere mit Essbarem zu beschiessen! Der Einsatz von Stahlkugeln muss auch wirklich nicht sein. Einfach unterwegs einen gewissen Vorrat an Steinen zulegen und diese dann verwenden.

Sind frisch zurück aus Kenia und dort haben wir wirklich unschöne Erlebisse mit äusserst agressiven Baboons gehabt. Oftmals reicht den Tieren ja schon der reine Anblick einer Zwille, aber nicht immer. Wir reisen immer mit 2 Zwillen die dann im Bedarfsfall auch zum Einsatz kommen!

-Jörg
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
298 Beiträge · seit 200728. Jan. 2013 ·
... und wenn hier immer noch wer zweifelt, daß Paviane auch gefährlich werden können: in unserem Camp im Samburu NP ist so ein Vieh erschossen worden, da es ein (einheimisches) Kind verletzt hat...

ich freue mich sehr wenn Paviane noch ihre natürliche Furcht vorm Menschen haben und freiwillig verschwinden. Mancherorts haben sie diese leider verloren! 😕

Viele Grüße
Heike
*seit 2 Tagen aus Uganda zurück*
4’450 Beiträge · seit 200828. Jan. 2013 ·
Hallo Jörg,
da hast Du absolut Recht.😁 Obwohl ungekochte Erbsen....??? Wie schon geschrieben , wir hatten kurz uns positioniert und "gedroht" mit Stock und Steine, da haben die Baboons schon das "Feld" geräumt. 🤩
Schön das ihr wieder da seid, wie sieht es aus mit einem RB oder mal Bilder ?😘

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
5’490 Beiträge · seit 200928. Jan. 2013 ·
Wir hatten jetzt in Tansania auch eine Zwille im Hauptgepäck und es hat sich niemand daran gestört.

Wenn mir ein aggressiver Pavian oder diebische Meerkatzen zu sehr auf die Pelle rücken, setze ich mich zur Wehr, wobei es mehrere Eskalationsstufen gibt. Als erstes wird nur die Zwille gezeigt, danach in Richtung der Tiere geschossen und erst wenn das nichts hilft direkt auf das Tier gezielt, wobei ich letzteres noch nie in der Praxis machen musste.

Stahlkugeln halte ich auch für übertrieben. Es finden sich überall genug Steine und das Verletzungsrisiko für die Tiere ist bei Steinen deutlich niedriger als bei Stahlkugeln.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
298 Beiträge · seit 200728. Jan. 2013 ·
Ergänzung zum Transport:

wir nehmen die Zwillen auch immer im Hauptgepäck mit, das war noch nie ein Problem. Unsere sind selbstgemacht, eine Astgabel und Gummi ausm Fachgeschäft. In Ostafrika kann man die auch (zB auf Märkten, Straßenrand) kaufen.
2’530 Beiträge · seit 201128. Jan. 2013 ·
Pavianne können schon lästig werden, aber wie schon gesagt, auch die Betreiber unternehmen in der Regel etwas wenn es zu viel wird! Mal muß auch einer abgeschossen werden wenn alles nichts hilft!

Die Naukluft hat auch sehr viele Pavianne, sind auch manchmal eine Plage auf dem Campingplatz, hab es aber noch nie erlebt das sie gefährlich wurden. Natürlich verfolgen sie einen beim wandern, bleiben aber immer auf Distanz, weil sie hoffen etwas Eßbares zu bekommen. Wenn zu nah, dann ist eine Zwille ('Kettie'bei uns) immer hifreich, und tut den Affen auch nicht sonderlich weh! Je größer der Stein um so mehr brennt es auf dem Fell! 😗

Ein anderer alter Trick unter den Farmern ist es einen Affen zu fangen und dann weiß anzupinseln, meist mit Wasserfarbe, da die sich beim nächsten Regen wieder abwäscht.
Die ganze Affenhorde rennt in Panik weg, weil der weiße Affe ihnen folgt. 🤩
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
211 Beiträge · seit 201128. Jan. 2013 ·
Grad im Samburu (siehe oben) sind die Biester saugefährlich,
die Caretaker werfen den Müll grad so in ein Loch und die
Paviane sind 100 % davon überzeugt, ihnen stände das Essen vom Tisch
der Camper zu.
Da haben wir es auch erlebt, dass ein Pavian sich regelrecht anschlich
und ein anderer hing am fahrenden Wagen an der zum Glück verschlossenen Türe.
UND sie hatten keinen Respekt mehr vor der Zwille,
die auch wir ständig im Gepäck haben, wenn wir reisen.

Ich kann echt nur warnen sich die Tiere zu sehr annähren.
zuletzt bearbeitet 28. Jan. 2013
1’115 Beiträge · seit 201028. Jan. 2013 ·
Hallo Armin,

Spraydosen in der Schweiz im aufgegebenen Gepäck kein Problem - in Deutschland jedoch schon!

Gruss Rajang
1’115 Beiträge · seit 201028. Jan. 2013 ·
Hallo doschae,

Jawohl, hätte es anders gemacht. Bisher hat nur das Bücken und scheinbar nach einem Stein am Boden greiffen eine genügende Reaktion ausgelöst bei den Affen. Selten habe ich einen Stein geworfen und dann festgestellt, dass ohne Uebung gar nicht leicht ist einen Affen dann wirklich auch zu treffen ..........

Gruss Rajang
1’115 Beiträge · seit 201028. Jan. 2013 ·
Hallo Serengeti,

Richtig, aber als Schweizer betrachte ich die AK als zu ungenau, wenn schon dann ein Schweizer Sturmgewehr .........

Gruss Rajang
439 Beiträge · seit 200928. Jan. 2013 ·
Otji schrieb:Auf Hauskatzen schießen, sie mit dem Hund jagen, aber in Afrika Geparde und Leoparden bestaunen???

Unfassbar! 🤢

Ich wünschte, Tiere könnten mal zurückschießen, oder zurückkloppen.
Das ist reine Notwehr.

Und: In Afrika dringe ich in den Lebensraum der Tiere ein und bin Gast in deren Lebensraum. Entsprechend benehme ich mich. Wenn ich scheißen muss, grabe ich das ein.
In meinem Garten sind die degenerierten fetten Katzen aus der Nachbarschaft die Eindringlinge. Und die (genau so wie der Nachbar) scheren sich einen Dreck darum, ob sich meine Kinder an der Scheiße Krankheiten einfangen.
Und der Beschuss mit der Zwille hat sich bewährt.
7’357 Beiträge · seit 200628. Jan. 2013 ·
Fritzmann schrieb:Das ist reine Notwehr.
... das ist leider falsch.
Notwehr ist das Abwenden von unmittelbarer Gefahr. Wenn dabei zum eigenen Schutz der Angreifer verletzt wird, ist das ok. Wenn der Angreifer unnötig verletzt wird oder man ihn selbst noch auf der Flucht verletzt, ist das keineswegs mehr Notwehr. Da redest Du Dir etwas schön.
Wenn Dich Dein Nachbar dabei beobachtet oder gar dabei filmt und Dich dann anzeigt, wird Dir das auch der Richter erklären.

Es gibt andere Methoden, Katzen zu vertreiben.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1’667 Beiträge · seit 201128. Jan. 2013 ·
Hallo Fritzman,

ich kann Deinen Unmut über die Katzen gut verstehen, haben wir doch ein ähnliches Problem.

Ich habe es folgendermassen gelöst: sich mit den Katzen anfreunden, eventuell Leckerchen geben. Dann kommen sie nicht mehr zum Sch..., sondern nur noch zu Besuch...(liegen im Vorgarten im Schatten) Alles andere hat bei uns nicht funktioniert (was das andere ist, sage ich hier nicht 😉 )

Die obige Methode ist bei Pavianen nicht !! zu empfehlen. Hier nehmen wir die Zwille mit Steinchen 😠

LG

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
zuletzt bearbeitet 28. Jan. 2013
157 Beiträge · seit 200829. Jan. 2013 ·
Hallo Ronald,

kurz unsere ’negativen’ Erfahrungen mit Paviane:

Camp Third Bridge, prall gefüllten Müllbeutel im Fahrzeug liegen gehabt, Heckklappe war geöffnet >FEHLER<, wir standen ca. 5 Meter neben dem Auto, Pavian kam angerannt, rein ins Auto, Müllsack geschnappt und weg damit. Verfolgung zwecklos – Müll wieder aufgesammelt, Türen geschlossen.

Camp North Gate, machen einen Nachmittagsdrive und sehen eine große Horde Paviane in der Nähe des Camps, einige bewegen sich auch in Richtung Camp, zwar wahrgenommen und auch darüber gesprochen > Schau mal, dass sind ja viele, ich glaube, die bewegen sich zum Camp< > Ach was, das sieht nur so aus, lass uns weiterfahren< >FEHLER<!
Als wir kurze Zeit später zurückkamen, waren sie immer noch da und kümmerten sich gerade um den Inhalt unserer zurückgelassenen Küchenboxen (die bei Cymot gekauften mit den vier Klammern rechts und links).
Für die Tiere kein Problem, diese Boxen zu öffnen. Auch hier war natürlich eine Verfolgung erfolglos, der Verlust verkraftbar.

Will damit sagen, dass wir in Zukunft, wenn Affen in der Nähe sind, nicht Türen und Fenster geöffnet lassen.

Will damit sagen, dass wir auch in Zukunft weiter die ein oder andere Box im Camp zurücklassen, dann aber schwere Gegenstände auf die Boxen legen oder schwer zu öffnende Boxen zurücklassen.

Will damit sagen, dass wir in Afrika immer mit wilden Tieren rechnen, die vielleicht nicht nur gefährlich sind, sondern auch etwas nerven könnten.

Will damit sagen, dass wir aber im Leben nicht darauf kommen würde, auf Tiere zu schießen; womit auch immer (die einzige Ausnahme ist natürlich, wenn ein Menschenleben in Gefahr ist. Eine Zwille dürfte da aber eher suboptimal sein).

Ich laufe ja auch nicht zu Hause Amok, nur weil mir ein Vogel aufs Autodach oder wo auch immer hinscheißt.

Ronald, ich würde nach Afrika fliegen und die Zwille zu Hause lassen und dann wirst du feststellen, dass Paviane oder andere Tiere gar nicht so böse sind, dass man sie direkt erschießen muss, nur weil sie einem etwas wegnehmen oder sie einem vielleicht etwas zu nahe kommen. Einfach nur aufpassen und daran denken, dass man nicht alleine ist.

Gruß Guido
2’664 Beiträge · seit 201229. Jan. 2013 ·
BikeAfrica schrieb:
Fritzmann schrieb:Das ist reine Notwehr.
... das ist leider falsch.
Notwehr ist das Abwenden von unmittelbarer Gefahr. Wenn dabei zum eigenen Schutz der Angreifer verletzt wird, ist das ok. Wenn der Angreifer unnötig verletzt wird oder man ihn selbst noch auf der Flucht verletzt, ist das keineswegs mehr Notwehr. Da redest Du Dir etwas schön.
Wenn Dich Dein Nachbar dabei beobachtet oder gar dabei filmt und Dich dann anzeigt, wird Dir das auch der Richter erklären.

Es gibt andere Methoden, Katzen zu vertreiben.

Gruß
Wolfgang
Im Paradies Deutschland muß natürlich alles mit Gesetzen seine Ordnung haben, und von Richtern geklärt werden....

Klar, es gibt andere Methoden, Katzen zu vertreiben, wenn man den bestialischen Gestank vollexkrementierter Blumenkübel und Beete nicht mehr ertragen kann.
Manche lassen sie aus Versehen an Rattengift sterben, manche träufeln dem lieben Nachbarn mit seinen streunenden Katzen Baldrian auf die Treppe. Statt die Beete zu traktieren, geilen die Katzen ihm nachts die Ohren zu, und irgendwann entsorgt er die Viecher dann selbst.😄
5’490 Beiträge · seit 200929. Jan. 2013 ·
stiebilli schrieb:Ronald, ich würde nach Afrika fliegen und die Zwille zu Hause lassen und dann wirst du feststellen, dass Paviane oder andere Tiere gar nicht so böse sind, dass man sie direkt erschießen muss, nur weil sie einem etwas wegnehmen oder sie einem vielleicht etwas zu nahe kommen. Einfach nur aufpassen und daran denken, dass man nicht alleine ist.
Erstaunlich, wie sich so ein Thread entwickeln kann. Dem Fragesteller ging es nie darum, Paviane zu erschießen. Das ist mit einer normalen Zwille auch gar nicht möglich.

Es geht darum, den Affen klar zu machen, dass Autos und Zelte für sie tabu sind. Nur mit gut zureden wird dies auch dem geduldigsten europäischen Gutmenschen nicht gelingen. Da müssen die Affen schon anders konditioniert werden, nämlich indem sie den Diebstahl(-versuch) mit einem negativen Erlebnis verknüpfen. Ist das 1x1 der Konditionierung. Was meinst Du wohl, weshalb es inzwischen bei den meisten Affen reicht, die Zwille zu zeigen. Bestimmt nicht, weil Sie die Funktionsweise verstehen, sondern weil sie schon einmal Erfahrungen damit gemacht haben. Wenn den Affen nicht rechtzeitig klar gemacht wird, dass sie sich fern halten sollen, sind die Konsequenzen für sie noch viel schlimmer, als ein blauer Fleck von einer Zwille, denn dann erschießen die Ranger einen der Affen - die etwas härtere Art der Konditionierung.

Wenn Du das erste Mal einen Zähne bleckenden Pavian auf Deinem Frühstückstisch sitzen hast, während Du daran sitzt, denkst Du vielleicht auch anders über die Situation. Da geht es nicht darum, ob er böse ist. Er ist gefährlich und hat da einfach nichts zu suchen. Was willst Du denn in solch einer Situation mit Aufpassen erreichen? Im Auto frühstücken?
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
365 Beiträge · seit 200629. Jan. 2013 ·
@ Topobär

DANKE! Genau so sieht es aus.

Fakt ist das auf einigen campgrounds die Paviane immer agressiver und dreister werden. LEIDER!

Wie sich der Einzelne in entsprechender Situation den Affen gegenüber dann verhält (ob mit gut zureden oder einfach nur aufpassen) das soll jeder dann für sich entscheiden.

Es geht aber leider auch nicht nur um das Einbrechen in Autos oder Zelte bzw. um das Klauen von Fressbarem. Ich kann mich noch sehr gut an die Situation vor einigen Jahren im Moremi erinnern, als meine Freundin eigentlich nur vom alten Waschhaus bis zu unserem Zelt laufen wollte( am helligten Tage!). Zur gleichen Zeit waren mehrere Paviane in Richtung der Zelte unterwegs um nach Fressbarem zu suchen. Ich habe dann Schreie gehört und gesehen das der Pavian weniger als einen Meter von meiner Freundin entfernt war-das Maul weit aufgerissen und die Zähne fletschend. Er war kurz davor sie anzufallen. Ich habe mir dann den nächst besten Knüppel genommen und bin auf das Viech los. Nicht auszudenken wenn der wirklich zugebissen hätte.

Leider verhalten sich viele Leute auf den Camps immer noch falsch- sei es aus Unwissenheit, Leichtsinn oder Nachlässigkeit. Dazu kommen dann noch nicht affensichere Mülltonnen und/oder caretaker die den Müll as den affensicheren Mülltonnen dann einfach nur ein paar Meter in die Botanik werfen. Wir haben nun in Kenia auch gesehen das die Affen direkt aus der Schubkarre mit dem Müll "gefüttert" wurden..... dazu kommt das die Tiere natürlich auch furchtbar schlau sind....
Baboons sind nicht zu unterschätzen. Wir reisen immer mit Zwille. Für jeden eine- nicht um die Tiere zu erschiessen sondern um ihnen negative Erfahrungen zu vermitteln wenn sie zu weit gehen.

Pack dir für den Fall eine Zwille (ohne Stahlkugeln!) ins Hauptgepäck, oder kauf dir vor Ort ein solches Gerät.

-Jörg
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
157 Beiträge · seit 200829. Jan. 2013 ·
Hallo zusammen,

Ich bin davon überzeugt und habe es auch schon erlebt, dass es sicher oft reicht, ’störende’ Paviane davon zu scheuchen und, zumindest kurzfristig, von meinem näheren Wirkungsbereich fern zu halten. Im Prinzip nichts anderes, als dem Tier die Zwille zu zeigen.
Wenn er könnte, würde sich der gemeine Pavian über mein “hektisch in die Hände klatschen“ und “laut rufen“ genauso kaputt lachen wie über das Zeigen der Zwille. In beiden Fällen verkrümelt sich das Tier erst mal in sichere Entfernung. Los ist man es aber trotzdem nicht.

Die Erfahrung, sich zu bücken und so zu tun, als würde man Steine aufheben, wie hier mal erwähnt wurde, habe ich übrigens bei wilden Hunden in Marokko und Mauretanien auch gemacht – sie rannten kurz weg und waren dann kurze Zeit später wieder da.

Ich finde, man muss halt für diese Zeit damit leben, Störenfriede in seiner Nähe zu haben. Oder eben den Ort wechseln.

Was die Zwille in Kombination mit Stahlkugeln angeht: ich habe dafür null Verständnis, auch wenn ein zähnefletschender Pavian im Camp ist.

Aber jeder hat ja seine eigene Einstellung dazu, Tieren Schmerzen zuzufügen oder nicht. Ich für meinen Teil werde weiterhin bei Bedarf (was ohnehin selten genug vorkommt) “hektisch in die Hände klatschen“ und “laut rufen“. Vielleicht bücke ich mich auch nur. Mal schauen, ob es hilft.

Ach so, ich halte Paviane auch nicht für schnuckelige Schmusetiere und habe großen Respekt vor ihnen; für den Fall, dass das falsch gedeutet wird.

Gruß Guido
zuletzt bearbeitet 29. Jan. 2013