tlkielThemenstarter45 Beiträge · seit 201212. Apr. 2012 · Hallo,
sehr viele gute Hinweise habe ich bereits im Forum entdeckt und gedanklich schon Handschuhe und Verbandszeug eingepackt.
Hat jemand für uns eine Art Liste für " Was ziehe ich am Besten an auf dem Trek und was nehme ich alles mit ohne unter der Last zusammenzubrechen?"
Schuhe mit Knöchelschutz? Messer?
Vielen Dank für Eure Tips.
Grüße Tanja
carl1’287 Beiträge · seit 200812. Apr. 2012 · Hallo Tanja,
wir sind in Ruanda gewesen. Im Prinzip reichen ausreichend Wasser für die avisierte Laufzeit (die Zeit wird Dir i.d.R. beim Start gesagt) und vielleicht ein oder zwei Riegel.
Ansonsten kann es nützlich sein, Manschetten und Handschuhe zu tragen, da die Vegetation teilweise recht "kratzig" ist. Auch sind lange Hosen und ein langärmliges Hemd o.ä. aus diesem Grund nicht verkehrt. Zusätzlich einen Hut ggf. eine Regenjacke je nach Wetter und fertig.
Zu den Gorillas selbst kannst Du keinen Rucksack mitnehmen, dieser wird vor der eigentlichen Begegnung abgelegt. Ergo solltest Du notwendige Utensilien wie z.B. zusätzlich Speicherkarten oder Akkus für die Kamera direkt "am Mann" haben.
Viel Spaß bei Trekking
Carl
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La Leona2’781 Beiträge · seit 200712. Apr. 2012 · carl schrieb:
Zu den Gorillas selbst kannst Du keinen Rucksack mitnehmen, dieser wird vor der eigentlichen Begegnung abgelegt. Ergo solltest Du notwendige Utensilien wie z.B. zusätzlich Speicherkarten oder Akkus für die Kamera direkt "am Mann" haben.
Viel Spaß bei Trekking
Carl
Also in Uganda darf man einen Rucksack mitnehmen mit Proviant, Regenkleidung, First Aid Kit, Photoausrüstung, etc und es wird von allen Seiten dringend empfohlen ein Träger anzustellen, denn man weiss nie wielange man unterwegs sein wird, es gab hier schon Beiträge von Fomis die mehr als 10 Stunden im Wald bergauf bergab unterwegs waren und sicher froh waren genug Getränke und eine lunchbox dabei zu haben. Während den "gestoppten" 60 Minuten bei den Gorillas ist selbstverständlich das verzehren von Lebensmitteln untersagt. Aber dass man keinen Zugriff auf seinen Rucksack mit der Ausrüstung hat ist mir nicht bekannt.
Hat sich diesbezüglich etwas geändert?
LG leona
muzungu365 Beiträge · seit 200612. Apr. 2012 · Man darf den Rucksack und sein Gepäck bis kurz VOR den Ort mitnehmen an dem sich die Gorillas aufhalten. Dann muss man alles abstellen und geht NUR mit Kamera zu den Tieren!
-Jörg
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE
"Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba
One elephant is killed every 15 minutes
www.iworry.org
Streifenhörnchen297 Beiträge · seit 200712. Apr. 2012 · im Mgahinga Gorilla National Park durften wir die Rucksäcke mitnehmen, im Bwindi nicht... ich meine bis zu den Gorillas. Essen und trinken ist sowieso nicht erlaubt.
Zur Kleidung: Regenklamotten, unbedingt feste Bergschuhe, je nach Schlamm ev Gamaschen (haben wir nicht gebraucht)... es ist ein ganz normales verrücktes Trekking im feuchtwarmen Regenwald, das kann steil, fast senkrecht nach oben/unten gehen, durch Gebüsch, unter Dornen, steil, rutschig ... oder ganz normale Pfade. In Hitze oder Regen oder Nebel.
Essen trinken kann man vor oder nach dem Trekking. Die guides sind super, nehmen auf alle Rücksicht und machen auch Pausen. Unbedingt ausreichend Wasser mitnehmen! Es kann heiß, anstrengend und lange sein. Oder kurz und anspruchslos.
Macht Euch nicht allzu verrückt. Wenn man einigermaßen normal sportlich ist schafft man das.
Bei uns war eine total unsportliche übergewichtige dabei (doppelt so schwer wie ich), die mußten wir zwar den Berg hochschieben, aber am Ende kommt jeder irgendwie mit. Das Tempo ist dann entsprechend laaaaangsam.
Richtig sinnvoll ist das nicht - man kann auch ausrutschen und sich verletzten. Sie, total überfordert und normale Turnschuhe, rutschige Sohle wie Glatteis, rutschte beim Abstieg mehrmals aus und humpelte auf uns gestützt zurück...
Messer ist nicht nötig, die guides haben Pangas um den 'Weg' oder die Sicht auf die Gorillas freizuschlagen. Wenn man sich das ganze Trekking mit dem Tagesrucksack nicht zutraut kann man einen porter für ca 10$ nehmen - die freuen sich über die Arbeit.
Ich wünsche viel Spaß bei dem Abenteuer...
LG heike
Birgitt1’667 Beiträge · seit 200912. Apr. 2012 · Hallo, Tanja
Also wir konnten im Bwindi Rucksäcke inclusive Wasser und Lunchpakete bis kurz vor die Gorillas mitnehmen.
Wir hatten uns für den Rucksack einen Träger genommen, ( sehr zu empfehlen, hat jeder in unserer Gruppe in Anspruch genommen ).
Die Träger blieben oberhalb der Gorillas sitzen, während wir zu ihnen runter kletterten.
Die Lunchpakete wurden später auf dem Rückweg verzehrt.
Zur Kleidung wurden ja schon einiges gesagt. Handschuhe brauchten wir nicht.
Viel Spaß bei der Planung
Birgitt
Carsten Möhle1’290 Beiträge · seit 200613. Apr. 2012 · Sehr geehrte Tanja,
die besten Gorilla-Trekking Ausrüstungstipps für Ruanda stehen hier:
http://www.volcanoessafaris.com/blog/five-tips-for-gorilla-trekking/Mit sonnigen Grüßen aus Zürich
Carsten Möhle
Topobär5’486 Beiträge · seit 200913. Apr. 2012 · Im Januar 2011 durften wir im Bwindi NP die Rucksäcke auch bei den Gorillas aufbehalten. Lebensmittel mußten in Anwesenheit der Gorillas jedoch im Rucksack bleiben.
Die Träger halte ich für absolut überflüssig. Wer ein Gorilla-Trekking mitmachen will, ohne dass es zu einer Quälerei wird, sollte auch in der Lage sein, einen kleinen Daypack selbst zu tragen.
carl1’287 Beiträge · seit 200813. Apr. 2012 · Topobär schrieb:
Die Träger halte ich für absolut überflüssig. Wer ein Gorilla-Trekking mitmachen will, ohne dass es zu einer Quälerei wird, sollte auch in der Lage sein, einen kleinen Daypack selbst zu tragen.
Hallo,
naja das Konzept des Gorillatrekkings sieht ja vor, dass die lokale Bevölkerung einen Vorteil davon hat, dass wir uns die Gorillas anschauen und diese sich auch deswegen für den Erhalt der Spezies einsetzen. Daher ist natürlich jede in Anspruch genommenen lokale Dienstleistung von Vorteil. Da ich in meinem Rucksack auch die Fotoausrüstung habe und ich somit ständig Zugriff darauf benötigte habe ich mein Zeug auch selbst getragen. Aber die Leihwanderstöcke und den anschliessenden "Andenkenmarkt" haben wir dann doch genutzt. Auch ein Besuch in einem der Culture Villages sollte man meiner Meinung nach aus diesen Gründen einplanen. Auch wenn es ggf. etwas peinlich wird. 😉

Gruß
"König"-Carl
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Topobär5’486 Beiträge · seit 200913. Apr. 2012 · Ich erlebe es leider viel zu häufig in Afrika, dass einem irgendwelche unnötigen Dienstleistungen angeboten oder gar aufgedrängt werden. Das geht dann voll am "Markt" vorbei und führt auch nicht zu einer nachhaltigen Entwicklung. Das ist dann nichts anderes als eine versteckte Spende.
carl1’287 Beiträge · seit 200813. Apr. 2012 · Topobär schrieb:Ich erlebe es leider viel zu häufig in Afrika, dass einem irgendwelche unnötigen Dienstleistungen angeboten oder gar aufgedrängt werden. Das geht dann voll am "Markt" vorbei und führt auch nicht zu einer nachhaltigen Entwicklung. Das ist dann nichts anderes als eine versteckte Spende.
Hallo Topobär,
da gebe ich Dir vollumfänglich recht es gibt in Afrika (aber auch z.B. in Berlin) viele Angebote für Touristen, die unnötig und vor allem zu teuer sind.
Mein Eindruck beim Gorilla Trekking in Ruanda war aber eben durchaus, dass es Sinn ergibt, wenn die direkt am Park wohnende Bevölkerung direkt etwas Geld mit den Touristen verdient. Dass hier jemand ein ggf. etwas zu voll gepackten Rucksack für ein paar Dollar die steilen Berge rauf und runter trägt oder ein paar selbstgefertigte Schnitzereien für einen fairen Preis verkauft halte ich nicht für unnötig und auch keine aufgedrängte Dienstleistung. Zumal man sich zu keiner Zeit genötigt fühlt, diese Dienstleistungen auch in Anspruch zu nehmen.
Nach meinen Empfinden ist das Verhalten der Menschen in Ruanda sehr angenehm und z.B. kein Vergleich mit dem sehr aufdringlichen Verhalten einiger Masai in der Nähe vom Ngorogoro NP.
Ich jedenfalls bin davon überzeugt, dass dies (neben dem hohen Preis für das Permit) der einzige Weg ist, die Gorilla Population nachhaltig zu schützen.
Gruß
Carl
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UGuganda80200 Beiträge · seit 201113. Apr. 2012 · hallo carl,
so sehe ich das auch. zumal sich die eingeschriebenen traeger abwechseln muessen und sowieso nicht dauernd zum zuge kommen. die leute erbringen ihren dienst und einen lohn der ihnen ein bisschen ueber die runden hilft. finde das angebot kann man ruhig in anspruch nehmen.
grusse axel
tlkielThemenstarter45 Beiträge · seit 201215. Okt. 2012 · Hallo,
nach allem was ich gelesen habe: Muß ich im Anschluss die Klamotten wegschmeißen, weil zerrissen, durchweicht etc? Dann sollte ich alte mitnehmen.
Wir werden die Habituation Habinyanja ansehen dürfen im Dez. Wie sind die aktuellen Erfahrungswerte hinsichtlich Strecke?
Grüße Tanja
Topobär5’486 Beiträge · seit 200915. Okt. 2012 · Wir waren im Januar 2011 bei der Gruppe Habinyanja. Der Treck war erheblich lockerer als ich erwartet hätte. Der Wald war durchzogen von gut zu gehenden Trampelpfaden und erst auf den letzten paar Hundert Metern mussten wir querfeldein gehen.
Ich würde schnell trocknende Funktionswäsche anziehen, da man immer damit rechnen muss, in einen Schauer zu geraten.
tlkielThemenstarter45 Beiträge · seit 201216. Nov. 2012 · Hallo,
wir haben einen Rucksack nur mit Kameraausrüstung auch zum Opjektiwechsel. Dürfen wir diesen auch nicht mit zu den Gorillas nehmen? D.h. kurz vorher sämtliche Objektive etc in die Hosentaschen?
Danke für deine hilfreiche Antwort. In 3 Wochen geht es los. Habe meine Beinmanchetten schon herausgelegt.
Viele Grüße Tanja
Streifenhörnchen297 Beiträge · seit 200717. Nov. 2012 · Hallo Tanja,
doch, Du darfst alles mitnehmen außer Essen und Trinken. Fotoausrüstung ist kein Problem.
Allerdings war es bei uns im Wald so dunkel, daß alle Objejtive bis auf ein exrem lichstarkes nicht zu gebrauchen waren.... wir hatten auch eine Sichtung auf einer Lichtung, das ist natürlich was anderes. Nur so als Info, daß Du nicht zu viel Zeug mitschleppst!
Viel Spaß
LG Heike
*20 Tage bis Kenya-Uganda*
AfricaDirect1’271 Beiträge · seit 200717. Nov. 2012 · Hallo Tanja,
nein, Du musst Deine Sachen nicht unbedingt wegwerfen. Bei uns gab es zwar einige dornige Äste, aber es war eher wenig. Allerdings haben wir die Mishaya Gruppe in Rushaga besucht. Unsere Sachen waren zwar matschig danach, aber nicht kaputt.
Wie Topobär ging es erst über mehr oder weniger breite Pfade. Dann wurden die Träger und die Sachen zurückgelassen und erst dann ging es querfeldein zu den Gorillas.
Nehmt Euch mindestens einen Träger, bitte. Es bietet die Möglichkeit, den angrenzenden Communities Geld durch die Gorillas zu ermöglichen und sie sehen Sinn darin, diese wundervollen Tiere zu schützen. Und die 15 USD plus Trinkgeld sind bei so einer Reise sicherlich zu verschmerzen.
Bezüglich der Kamera. Wahrscheinlich kannst Du Dir schon die Objektiv einstecken. Ob man das wirklich will, ist eine ganz andere Frage. Wie Heike schon gesagt hat, brauchst Du definitiv ein lichtstarkes Objektiv (wenn Du eins hast). Ich hatte ein 70-200 mm 2.8 dabei und das war ideal. Am Anfang hatten wir riesig Glück, dass Mishaya mit einem 2jährigen Baby auf einer freien Fläche für uns posiert haben, aber die Damen der Gruppen hielten sich nur in den Büschen auf und das war selbst mit 2.8 sehr schwierig zu fotografieren, selbst mit hohen ISO-Werten.
Wir mussten auch querfeldein bergauf und bergrunter. Das war mit der Kamera und der 70-200 schon schwierig genug und wir sind so manches Mal ausgerutscht. Da hätte ich keine anderen Objektive in der Tasche haben wollen. Aber das müsst Ihr natürlich letztendlich selbst entscheiden.
Ob Ihr den Rucksack mitnehmen dürft, weiß ich nicht. Wir mussten alles "Gepäck" bei den Trägern lassen und nur die Kamera bzw. Videokamera mitnehmen.
Freut Euch auf jeden Fall auf ein sehr atemberaubendes Erlebnis. Und schau nicht immer nur durch die Linse. Auch wenn Du vielleicht ein oder zwei schöne Momente nicht auf der Kamera hast, genieß auch den Rundumblick ohne Linse. Denn sonst verpasst Du auch etwas. Und das sagt Dir eine recht ambitionierte Hobbyfotografin.
Viel Spass auf Eurer Reise. Es ist wirklich ein traumhaft schönes Land, mit sehr freundlichen und hilfsbereiten Menschen und einmaliger Natur.
Schöne Grüße,
Nicole