Nachtfahrten...

13 Antworten · 5’592 Aufrufe · gestartet 09. Mai 2012 von maddy
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Themenstarter2’168 Beiträge · seit 200909. Mai 2012 ·
...sollten unbedingt vermieden werden!!

Hallo liebe Fomis,

Obwohl wir sehr darauf achten, nicht Nachts fahren zu muessen, laesst es sich fuer uns halt nicht immer vermeiden, vor allem im Winter wo es so frueh dunkel wird. Und nun hat es mich also auch erwischt - ich habe vorgestern mit dem Cruiser eine Kuh gekuesst! Dabei war es noch nicht mal 18 Uhr, aber schon stockdunkel auf dem Nachhauseweg auf der R22. Da kommen ploetzlich 3 Viecher von links auf die Strasse gerannt, und eins davon bleibt stehen, Mitten auf meiner Fahrbahn. Ausweichen war keine Loesung, da ich mir nicht ganz sicher war wo die zwei braunen Kuehe sich aufhielten, also auf die Bremsen gestiegen, aber leider erst an der Kuh zum Stillstand gekommen. Die hats zwar momentan von den Fuessen gehauen, aber sie hat sich aufgerappelt und rannte davon. Aber die hat nun wohl ganz schoen Bauchweh...
Auch ich hab keinen Schaden genommen - ausser dass mir der Schreck immer noch in den Knochen sitzt. Glueck im Unglueck - der Cruiser laesst sich noch fahren, aber die Spotlights sind kaputt, Bullbar und Grill sind eingedrueckt, und die Motorhaube hat einen Knick...

Gottseidank wars Montag, und nur eine Kuh!

Die Tatsache dass ich die Strecke seit 7 Jahren regelmaessig fahre tut nichts zur Sache. Tiere sind unberechenbar, und an nur einer Kuh kann man nicht nur einen Totalschaden machen, sondern sich auch umbringen.

Aber auch Leute auf der Strasse / am Strassenrand sind gefaehrlich. Die Einheimischen sind oft Nachts noch unterwegs, und meistens noch dunkel gekleidet. An Wochenenden sind zudem die Haelfte noch betrunken, was die Sache noch gefaehrlicher macht.

Eine Bitte an alle, die ihren Urlaub planen, und vor allem an diejenigen, die durch laendliche Gebiete wie Transkei, Vendaland, Maputaland etc fahren, bitte bitte rechnet genug Zeit ein, damit ihr vor Einbruch de Dunkelheit an eurem Ziel seid!

Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
962 Beiträge · seit 200709. Mai 2012 ·
Hallo, Maddy
da kann ich dir nur beipflichten.
Ich erinnere mich an unseren letzten Tag im April 2011 auf der Fahrt von Sesriem nach WDK.
Infolger heftiger Gewitterfronten brschen wir zu unserem Bedauern unseren Versuch ab, Rooiklip zu erreichen. Wir entschlossen uns dazu, da die gefahr der vollgelaufenen Rivere unsere rechtzeitige Rückfahrt zum Airport gefährdet hätte.
Tosende Wassermassen kamen vom Himmel. Deshalb erreichten wir bei der fahrt über den Kupferbergpass erst spät den Campsite in WDK.
Die Fahrt war bei der schwer erkennbaren schlechten Pad und den blendenden Fahrzeugen überaus gefährlich. Nie wieder machen wir das!!!
HG Frank

Nambotsa2011WDH-Moremi-Kalahari-Mabua-Kgalagadi029800x492.jpg
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
1’117 Beiträge · seit 201009. Mai 2012 ·
Hallo Maddy,

da bin ich aber froh, dass du mit dem Schrecken davon gekommen bist!

Ich kann dir nur zustimmen, bei Fahrten im Dunkeln äußerst vorsichtig zu sein. Und wenn man sich nicht auskennt sollte man 10x vorsichtiger sein.

Nachts sind die Einheimischen in ihren dunklen Klamotten nicht nur in den ländlichen Gebieten auf der Straße unterwegs. Und oft wirklich nur im allerletzten Moment erkennbar! Wir hätten fast mal einen am Ortseingang von Stellenbosch auf der Motorhaube gehabt… 😮

Ich wünsche uns Allen unfallfreie Fahrt!

Liebe Grüße
Beate
482 Beiträge · seit 201209. Mai 2012 ·
Hallo Maddy
vielen Dank für Deinen Beitrag, den ich auch nur bekräftigen kann!
Meine Neugier ist aber geweckt wenn Du sagt das der Bullbar, der Grill und die Motorhaube eingedrückt sind: Was schätzt Du wieviel hat der Bullbar abgefangen, oder ist ist das nur ein "nice to have" ?
Viele Grüße
Wolfgang
4’144 Beiträge · seit 200909. Mai 2012 ·
Hallo,
kann maddy nur beipflichten und danken, dass er mal darauf hingewiesen hat. Besonders in den Gegenden mit kommunalen Farmern sowohl in Botswana als auch in Namibia liegen und stehen besonders nachts Esel auf den Straßen. Sie wärmen sich in den kalten Nächten auf dem aufgeheizten Teer. Da sie oft auch die Vorderfüße zusammengebunden haben, können sie auch kaum schnell davonrennen. Die grauen Esel in der Nacht bei Geschwindigkeit 80 kmh rechtzeitig zu erkennen ist kaum möglich. Betroffen ist davon auch z.B. die Strecke Windhoek - Maun, die etliche Touristen in einem durchfahren und da sie die Geschwindigkeit und Länge unterschätzen, dann vor Maun in die Dunkelheit kommen.
Außerdem darf man auch nicht unterschätzen, dass die meisten Gravelroads keinerlei Straßenbegrenzungen haben, die in der Nacht leuchten, wie wir es in Europa gewöhnt sind.
Fazit: Aus Gründen der Sicherheit ist es ratsam nur am Tag zu fahren!
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
1’483 Beiträge · seit 200909. Mai 2012 ·
Guten Abend,
ich kann euch allen nur beipflichten und warnen. In 2010 kamen wir mit Verspätung aus dem Etosha, weil einmal eine Blockade durch Elis und einmal eine Blockade durch Löwen neben der Straße für den entsprechenden Zeitverlust gesorgt haben. Bei den Löwen haben einfach die Ranger sich auf die Straße gestellt und es ging nichts mehr.
Wir wollten nach Gelbingen und haben dann in Kamanjab auf Anraten von Andrea Hoth ( Gelbingen ) abgebrochen, weil es einfach zu dunkel war. Das Fahren ist an sich schon gefährlich, weil man die Tiefe der Löcher nicht abschätzen kann, das Wild steht plötzlich auf der Straße. Selbst wenn man es neben der Straße erkennt, ist nicht klar, wie es reagieren wird. Also mein Fazit: Nur bei Tages- oder Dämmerungslicht fahren. Sollen sich die einheimischen Freunde der Nacht auf der Pad tummeln.

Ich habe diese Zeilen nicht für euch alte Hasen geschrieben, sondern als Erfahrung eines noch Neulings für andere Neulinge.

Gruß Piscator
728 Beiträge · seit 200609. Mai 2012 ·
Hallo Maddy,
das Gleiche haben wir zwischen Port Elizabeth und East London erlebt. Wir suchten im Binnenland einen Campingplatz, den es aber nicht mehr gab. Darüber wurde es dunkel. Wir wollten dann nach East London fahren. Plötzlich stand eine Kuh vor unserem VW-Bus mit Campingaufbau. Das war im November 1979.

Ich habe mal gerade zwei alte Dias rausgekramt und eingescannt:




Für beide war der Aufprall das Ende. Die Kuh verschied nach wenigen Minuten. Es war ein jammervoller Anblick. Ich habe mir nur den großen Zeh gebrochen. Durch den Aufprall war die Handbremse, die bei diesem VW-Bus direkt hinter dem Frontblech sich befand, arretiert und die Hinterräder blockierten, so dass wir uns drehten und uns beinahe auf die Seite gelegt hätten. Dieser Unfall war eine Erfahrung, die wir uns zumal im Urlaub, gern erspart hätten. Seitdem vermeiden wir es erfolgreich, im Dunklen zu fahren.
Gruß
Reinhard
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Gast18. Mai 2012 ·
Danke für die Berichte, ich denke das führt dazu noch vorsichtiger zu sein. Wenn man in der Nacht fährt, ist das immer ein Risiko. So hatte ich die Erfahrung, dass auf einer Strecke von 80 Km (von Rostock Ritz C 14 in Namibia nach Solitaire)2 große Herden Zebras, 1 großer Kudu, sowie einen Erdwolf die Strasse passierten. Der Erdwolf war mein Highlight, aber Zebra und kudu da wurde mir dann schon mulmig. Gerade Kudu´s stellen in Namibia ein großes Risiko da. Jetzt weiss ich auch warum, die haben einfach eine blöde höhe. Wenn man die rammt fliegen die gerade durch die Windschutzscheibe. Ich habe, als ich in namibia gelebt habe, mehrere Wildunfälle gesehen und war als ersthelfer unterwegs. das was ich teilwese gesehen habe war echt böse. das hefftigste das ich gesehen habe, war eine Kuh die Querschnittsgelähmt war. Das brauche ich nicht noch einmal.

MFG
Themenstarter2’168 Beiträge · seit 200918. Mai 2012 ·
Hallo Wolfgang,
Meine Neugier ist aber geweckt wenn Du sagt das der Bullbar, der Grill und die Motorhaube eingedrückt sind: Was schätzt Du wieviel hat der Bullbar abgefangen, oder ist ist das nur ein "nice to have" ?
Also der bull bar war nicht ein 'hardcore' bull bar mit Seilwinde und so, sondern nur ein sogenannter 'nudge bar', aber geholfen hat er trotzdem sehr!

12DSCF3774.JPG

Der bar selber wurde nicht beschaedigt, er war nur leider nach dem Aufprall am falschen Ort - siehe hier:

12DSCF3776.JPG

So hat er zB beide Lampen gerettet - nur der plastic Rahmen derselben ist gebrochen, das kann aber fuer R350 geflickt werden. Eine neue Lampe haette R4'500 gekostet!
So, der gesamte Schaden kommt nun auf knapp R19'000. Glueck gehabt!!

Geholfen hat natuerlich auch, dass ich die Kuh genau in der Mitte getroffen habe. Und zum Glueck war's ein hohes Auto - Kuehe enden sehr oft auf der Motorhaube bei einem normalen Auto.

Und Kudus sind besonders gefaehrlich, da die bei Aufprall in die Luft springen und dann durch die Windschutzscheibe fallen.

Ich wuensche euch allen weiterhin gute Fahrt!

Gruss aus Sodwana, wo's dieser Tage schon um halb sechs Uhr abends Dunkel ist!
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
709 Beiträge · seit 201120. Mai 2012 ·
Hallo Maddy,

schwere Frontbügel wie von ARB o.ä. sollen stabil sein und die Kraft auf den Rahmen übertragen.
Leichte Frontbügel aus Edelstahl u.ä. sollen hübsch aussehen und legen sich beim Aufprall an die Karosse an und leiten die Kraft auf eine größere Fläche der Front.

Rocky
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
zuletzt bearbeitet 20. Mai 2012
2’047 Beiträge · seit 200720. Mai 2012 ·
Hallo Maddy,

Ich fahre leider viel zu oft auch bei Nacht in Namibia, wenn ich von einem Termin oder einem Essen außerhalb noch zurück in meine Unterkunft will. Es hilft nur sehr viel Licht und sehr langsames Fahren. Oft werde ich dann mehrfach von anderen überholt, die sich meist über meine Fahrweise aufregen. Aber schon die STrecke zwischen Flughafen und Windhuk hat es in sich. In Botswana fahre ich bei Dunkelheit nur noch 30-40km, es wimmelt dort in der Dunkelheit von Tieren und auch Menschen. Das ist schon am Tage anstrengend.
Und Kudus sind besonders gefaehrlich, da die bei Aufprall in die Luft springen und dann durch die Windschutzscheibe fallen.
das ist natürlich sanft formuliert. Kuduunfälle enden nicht selten tödlich - für den Autofahrer. Viele LKW haben deshalb eine nach vorne abgewinkelte Bullbar, die dafür sorgen soll, dass das Tier unterhalb der Scheibe bleibt.
So ein Tierkörper hat bei 60-80 Stundenkilometer Auftreffgeschwindigkeit eine enorme Wucht. Ich habe hier in D einmal einen Unfall gesehen, da steckte ein ca. 40 kg schweres Wildschwein im Heckteil eines Porsche 911, nachdem es frontal mit ca. 160 km/h aufgeladen wurde und durch die Windschutzscheibe aufschlug. Zwischen Motor und Wildschwein war aber noch die Lehne des Beifahrersitzes und der Beifahrer. Neben den direkten Wirkungen des Tieres sind besonders die versuchten Ausweichmanöver auch am Tag eine häufige Unfallursache. Nachts erschreckst du oft noch mehr, weil das Tier plötzlich im Lichtkegel hell erleuchtet steht.

Viele Grüße

jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
482 Beiträge · seit 201220. Mai 2012 ·
Hallo Maddy
Danke für die eindruckvollen Fotos. Hoffentlich brauche ich hier nicht in den nächsten Jahren Fotos von meinen "Begegnungen dieser Art" zu veröffentlichen.
Viele Grüße, Wolfgang
Gast21. Mai 2012 ·
Das sind ja zum Teil echt krasse Geschichten, die ich nicht sehen und erleben will.

Man kann es leider nicht immer vermieden bei Nacht zu fahren, aber wenn dann hoffe ich immer das nix passiert. Dementsprechend fahre ich auch so.

Ich hab mal eine Person getroffen, die ein Kudu Unfall hatte. Das war nicht witzig. Diese Person hat fast ein Auge verloren. Das war echt bitter.

MFG
Gast21. Mai 2012 ·
Hi,

es sollte aber doch erwähnt werden, dass Wildunfälle nicht nur bei Dunkelheit passieren können. So bei mir ein benahe Zusammenstoß auf der Straße zw. Kalkfeld und Outjo mittags um 12:00 Uhr....

Gruß
gk