Klöster - Khachkars - Kaukasus 2026

Reisebericht 17 Antworten · 428 Aufrufe · gestartet 04. Okt. 2026 von Elde
Themenstarter283 Beiträge · seit 201604. Okt. 2026 ·

Vom 13. Juni bis 12. Juli 2026 haben wir eine Selbstfahrerrundreise durch Georgien und Armenien gemacht. Geflogen sind wir mit Wizz Air von Dortmund nach Kutaissi in Georgien. Zurück ging es ebenfalls mit Wizz Air nach Berlin. Geplant haben wir die Reise mit Kaukasusreisen. Wir waren mit Planung, Durchführung und Betreuung während der gesamten Reise duch die Agentur sehr zufrieden. Die Reise wurde nach unseren Wünschen geplant. Unsere genaue Reiseroute mit Übernachtungsorten könnt ihr der folgenden Karte entnehmen.

14. 06.  Von Kutaisi nach Tiflis

Der Flug mit einem ständig schreienden Kleinkind in der Reihe hinter uns war nervig. Ansonsten waren wir mit Wizz Air zufrieden. Man darf halt keinen Service erwarten. Mit dem Gepäck hatten wir ebenfalls keine Probleme. Die Abholung am Flughafen hat geklappt und nach einer guten halben Stunde Fahrt haben wir das Hotel in Kutaisi erreicht. An georgisches Englisch müssen wir uns allerdings noch gewöhnen. Das Hotel Magnolia liegt sehr schön am Fluss Rioni.

Um 12:00 Uhr konnten wir unseren Mietwagen übernehmen. Dann sollte es über den Rikotipass nach Tiflis gehen. Das sollte etwa 3 Stunden dauern. In unserem Hotel Sole Palace in Tiflis werden wir um 16:00 Uhr zu einer Stadtführung abgeholt. Ihr seht, wir haben ein strammes Programm vor uns. Jetzt gehen wir erst einmal frühstücken.

Der Mietwagen wurde pünktlich geliefert und wir haben unsere Fahrt nach Tiflis gestartet. Den geplanten Stopp auf dem Rikoti-Pass konnten wir wegen einer Baustelle nicht machen und sind auf direktem Weg nach Tiflis in unser Hotel Sole Palace gefahren. Unser Zimmer ist sehr schön und wir haben wieder eine schöne Aussicht auf den Fluss.

Um 16:00 Uhr wurden wir von unserem Guide David am Empfang erwartet. Die Führung sollte 2 Stunden dauern. Inklusive Begrüßungsessen wurden es dann 4 Stunden. Er sprach sehr gut deutsch und konnte uns eine Menge über die Geschichte der Kaukasusregion erzählen.

Nun folgen einige Bilder von unserem Stadtrundgang.

Tiflis ist bekannt für seine schwefelhaltigen, warmen Quellen. Das Bild zeigt ein Badehaus indem man sich Baderäume stundenweise mieten kann. Dafür hatten wir aber keine Zeit und die Vorstellung in übelriechende stinkige Brühe zu steigen, machte uns auch nicht neugierig.

Die Friedensbrücke gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Tiflis. Sie wurde erst nach der Unabhängigkeit Georgiens gebaut.

Die Skulptur "Mutter Georgien" thront hoch über der Stadt auf einem Hügel. Nach der Unabhängigkeit Georgiens wurde sie dort hingestellt. Vorher blickte Stalin über die Stadt.

Skulptur mit Trinkbecher. In Georgien ist es üblich bevor man trinkt einen Trinkspruch zu sagen. An diese Tradition soll die Skulptur erinnern. Sie stammt vom gleichen Künstler wie Mutter Georgien.

Mittlerweile wurde es langsam Abend und damit auch Zeit für unser Begrüßungsessen. Das haben wir in einem netten Lokal in der Altstadt mit Chatchapuri, Tomaten-Gurkensalat, einer georgischen Vorspeisenplatte und natürlich georgischen Wein genossen.Chatchapuri, ein gefülltes Fladenbrot, ist mit Khinkali, den gefüllten  Nudelsäckchen, das georgische Nationalgericht.

Für eine Besichtigung der Sameba - Kathedrale war es nach unserem Dinner zu spät. Das werden wir an unserem letzten Reisetag nachholen. Da es dunkel war haben wir uns sicherheitshalber mit einem Taxi ins Hotel fahren lassen. Wir hatten vorab an einem Geldautomaten georgische Lari gezogen. Der gab allerdings nur große Scheine heraus. So mussten wir den Taxifahrer mit einem 100 Larischein bezahlen. Da die Fahrt nur 20 Lari gekostet hat,  gab es 80 Lari zurück, so dachten wir und die Zahlen auf dem Schein gaben das auch her. Das er uns russisches Geld angedreht hat, haben wir erst am nächsten Tag im Hellen bemerkt. So wurden wir am ersten Tag schon betrogen. Russisches Geld hat außerhalb Russlands keinen Wert. Diesen Vorgang haben wir schnell abgehakt. Es hat unsere weitere Reise und unseren Blick auf Land und Menschen nicht beeinflusst. Das russische Geld haben wir wenige Tage später bei einer Wanderung russischen Jugendlichen geschenkt.

Morgen sieht unser Reiseplan vor über Metstheka in den hohen Kaukasus nach Stepantsminda zu fahren. Das geht dann über die berühmte Georgische Heerstraße.





















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zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2026
504 Beiträge · seit 201604. Okt. 2026 ·

Moin,

da denke ich doch gerne an unsere Georgien-Rundreise in 2024 zurück. Wir waren mit einer Kleingruppe unterwegs, die sich als harmonische Gesellschaft aus Österreichern, Schweizern und Deutschen zusammengefunden hatte. Die junge georgische Reiseleiterin war in allen Belangen ein Glücksgriff für uns. Das Programm war straff, denn es gab einige Kilometer abzureißen und viel zu sehen. Besonders gefallen haben uns die Unterkünfte auf kleineren Weingütern und Höfen. Kurz nach unserer jeweiligen Ankunft am frühen Abend waren die Tische reich gedeckt und der Wein hob die Stimmung auf ein weiteres Level. Mit großem Interesse bleibe ich bei Eurem Reisebericht dabei.

Gruß, Dieter


Themenstarter283 Beiträge · seit 201604. Okt. 2026 ·

15. 06. Von Tiflis nach Stepantsminda

Gegen 9:00 Uhr sind wir in Tiflis losgefahren. Da wir eine lange Fahrstrecke vor uns hatten, sind wir gleich  zum geistlichen Zentrum Georgiens nach Metstheka gefahren. Metstheka war auch georgische Hauptstaqt vor Tiflis. Dort habe wir zuerst die Swetizchoweli-Kathedrale besucht.Vor dem Bau der Sameba-Kathedrale in Tiflis war das die wichtigste Kathedrale der Georgisch-Orthodoxen-Kirche und Sitz des Patriarchen. Die Kathedrale und auch das Außengelände sind sehr schön. Da Kirchen und Klöster in Georgien und Armenien innen sehr dunkel sind, macht es fotografieren ohne Blitz nicht einfach. Mit Blitz fotografiere ich solche Bauwerke wegen der Befindlichkeit der Menschen und auch wegen der Kunstwerke generell nicht. Ich glaube auch das man so die Atmosphäre besser einfangen kann.


Das letzte Bild zeigt das Kreuz der heiligen Nino, einer der wichtigsten Heiligen der georgisch orthodoxen Kirche. Sie wird den Aposteln gleichgestellt da si das Christentum nach Georgien gebracht hat. Eine Legende beschreibt, wie sie das Kreuz  auf ihrer Reise von Kappodokien nach Metstheka aus zwei Weinreben selbst angefertigt und dabei Strähnen von Eigenhaar verwendet habe. 

Das war großartig. Unser Guide gestern hat uns empfohlen anschließend das Samtawro Frauenkloster wenige Gehminuten von der Kathedrale entfernt zu besuchen. Das haben wir auch getan, was allerdings auch einige Schulklassen so machten. Trotzdem war es erstklassig. Schade war nur das keine Fotoaufnahmen innen gemacht werden durften. Zwei habe ich trotzdem gemacht, so ganz heimlich.

Die Weiterfahrt führte uns jetzt auf die georgische Heerstraße, einen alten Karawanenweg und Teil der Seidenstraße von der Türkei nach Russland. Wir wollten die Festung Ananuri mit Kloster besuchen. Ein Teil der Festung ist allerdings durch einen Stausee überflutet. Trotzdem ist der erhaltene Teil sehr sehenswert.

Nun folgte die Schlussetappe nach Stepantsminda. Durch eine Baustelle und die vielen russischen LKW, die bei der Steigung und den engen Kurven nicht voran kamen,brauchten wir für die letzten 100 km fast 4 Stunden und waren auch entsprechend geschafft.  Den Wintersportort Gudauri haben wir ausgelassen. Da waren uns zu viele Menschen und da wir auf der Rückfahrt noch einmal hier vorbeikommen wollen wir das Denkmal der georgisch - russischen Freundschaft dann besuchen. Unser Plan in Stepantsminda dann noch eine dreistündige Wanderung zur Dreifaltigkeitskapelle zu machen, war gescheitert. Die müssen wir morgen machen, wenn das Wetter mitmacht?


Wie ihr sehen könnt, war die Landschaft durch die wir gefahren sind, erstklassig. Unsere Unterkunft, das Gasthaus Geni,  ist wieder  gut und wir sind fantastisch bekocht worden. Das war für 2 Personen nicht zu schaffen. Die Karaffe Wein haben wir allerdings geschafft. Nach dieser Reise werden wir bestimmt 2 kg zugenommen haben, denn wir essen mehr als gewöhnlich da wir unsere Gastgeber auch nicht beleidigen möchten. Die geben sich solche Mühe ihre Gäste zu verwöhnen! 

Morgen wollen wir zuerst zur Gergeti-Kirche und anschließend ins Snotal fahren und auch etwas wandern in dieser herrlichen Landschaft.







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zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2026
Themenstarter283 Beiträge · seit 201606. Okt. 2026 ·

16. 06. Stepantsminda und Snotal

Das Wetter war heute optimal für unsere ersten Aktivitäten im Hohen Kaukasus. Von unserem Gasthaus sind wir nach dem Frühstück zur Dreifaltigkeitskapelle gefahren. Die liegt wunderschön auf einem Berg vor den schneebedeckten Riesen. Das ist wohl eins der bekanntesten Bilder aus Georgien.

Aber auch innen ist die kleine Kirche durchaus sehenswert.

Die Aussicht von dort ist natürlich ein Knaller. wir hatten das Glück das sich der Kazbegi, der dritthöchste Berg Georgiens, uns kurz einmal seinen Gipfel wolkenfrei zeigte.


Danach ging unsere Fahrt weiter durch das Snotal nach Dschuta.
Im Dorf Achkhoti biegt man nach Osten ab und fährt über Sno nach Dschuta. Für diese Fahrt abseits der Hauptstraße ist ein Geländewagen erforderlich. Nur die Straße von der Hauptstraße bis Sno ist asphaltiert, danach fährt man ausschließlich über Schotterpisten, die zum Glück nur an einigen wenigen Stellen sehr holprig sind. Das Dorf ist nett, hier befindet sich eine kleine Burgruine mit Wehrturm aus dem 16. Jahrhundert im Zentrum. An der Straße liegt ein großer auffälliger Bau, es handelt sich dabei um eine Akademie der georgisch-orthodoxen Kirche. Nun geht es weiter bis zu einer Gerölllawine die den Weg versperrt. Hier muss man das Auto stehen lassen und bis Dschuta zu Fuß gehen. Das sind etwa 4 Kilometer, aber ohne Steigungen. Der Ort ist mit 2200 m Höhe eine der höchstgelegenen ganzjährig bewohnten Siedlungen. Hier findet auch unser Kochkurs statt. Vorab wandern wir jedoch noch bis zu einer Wanderhütte Richtung Chaukhi-Massiv, das auch die georgischen Dolomiten genannt wird.

Nach unserer kurzen Wanderung bis zum Aussichtspunkt auf das Chaukhi-Massiv, sind wir umgekehrt und nach Dschuta zurückgegangen. Um 15:00 Uhr sollte unser Kochkurs für georgische Küche bei Maia in ihrem Haus (Bild unten) beginnen. Zu spät kommen wollten wir da uf keinen Fall. Maia, die hauptberuflich Russisch- und Englischlehrerin ist, erwartete uns auch bereits. Da sie ein perfektes Oxfordenglisch sprach, konnte man sich auch gut mit ihr unterhalten. So kam ein gutes Gespräch über das Leben in Georgien und die Zukunft der jungen Generation zustande. So etwas lieben wir, denn wir denken das man so Menschen und Land am besten kennen lernt.

Gekocht haben wir natürlich auch. Sie hat uns gezeigt wie man Khinkali, die gefüllten Nudelsäckchen macht, das georgische Nationalgericht mit Hackfleischfüllung und Chatchapuri ein gefüllter Brotfladen, ebenfalls Nationalgericht, dann gab es auch noch den für Georgien typischen Tomaten-Gurken-Salat, leckerren Käse und gegrillte Auberginenröllchen gefüllt mit einer Masse aus Walnüssen, Käse, viel Knoblauch und Koriander. Super lecker! Anschließend haben wir gemeinsam alles gegessen. Die Nudeltaschen sind uns ganz gut gelungen, finden wir. Zum Abschluss mussten wir natürlich noch Chacha, den georgischen Tresterschnaps probieren. 

Das war ein toller Nachmittag. Jetzt mussten wir natürlich wieder die 4 Kilometer zu Fuß zu unserem Auto zurücklaufen. Aber mit genügend Chacha im Bauch fällt das doch leichter😆.

Morgen müssen wir leider Abschiednehmen von Stepantsminda. Hier hätten wir es noch einen Tag gut ausgehalten. Vormittags wollen wir aber noch ins Trusotal fahren und dort eine Wanderung machen bevor es weiter zu unserer nächsten Unterkunft, dem Chateau Ateni geht.







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zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2026
Themenstarter283 Beiträge · seit 201606. Okt. 2026 ·

Hallo Dieter, hallo Casimodo,

schön das ihr unsere Reise gerne miterleben wollt.

@ Casimodo wir waren mit einem Nissan X-Trail 4WD Benziner unterwegs. Als Verbrenner gibt es bei PKW fast ausschließlich Benziner. Diesel nur für LKW und Busse. Die Dieselqualität ist so schlecht das moderne Dieselmotoren nicht lange überleben würden. Wir waren sehr zufrieden mit unserem Auto. Wenn du ins Gebirge und Pässe  fahren willst, z.B. im Kleinen Kaukasus den Zekari-Pass oder in Tuchetien den Abano-Pass ist ein Allradfahrzeug notwendig. Besonders in Tuchetien bei Regenwetter kannst du ohne Allrad kaum einen Weg fahren. Asphalt gibt es dort keinen nur Schlamm und Schotter.

So sieht das Auto aus wenn du über den Abano-Pass gefahren bist und in Omalo ankommst.

Gruß Elde

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Themenstarter283 Beiträge · seit 201606. Okt. 2026 ·

17. 06. Von Stepantsminda nach Ateni

Heute geht es vom Hohen Kaukasus über die georgische Heerstraße wieder in die Tiefebene nach Ateni, einem Weinanbaugebiet. Bevor wir jedoch die Berge verlassen, wollen wir noch eine Wanderung im Truso Valley machen. Das liegt etwa 20 km südlich von Stepantsminda, Die ersten 4 Kilometer kann man noch mit dem Auto hineinfahren, allerdings auf einer sehr holprigen Schotterpiste. Da sollte man wenigstens ein Auto mit genügend Bodenfreiheit fahren. Dann erreicht man eine schmale Brücke über den Truso River. Von da ab geht es nur noch zu Fuß oder mit einem Geländewagen weiter. Nach dem reichlichen Essen gestern, wollten wir aber unbedingt laufen.  Wir hatten uns vorgenommen bis zu den Travertinen zu gehen. Dort fließt von den Berghängen durch gelöste Mineralien unterschiedlich farbiges Wasser in den Fluss. Die Mineralien lagern sich auf den Felsen ab und färben diese. Es folgen nun Bilder von unserer Wanderung.


 Man muss auf dem selben Weg wieder zurückgehen. Nach einem kurzen Snack an unserem Auto ging die Fahrt weiter nach Gudauri. Dort steht ein Denkmal der Georgisch - Russischen Freundschaft, ein großer Halbkreis mit bemalten Kacheln die Szenen aus der gemeinsamen Geschichte von Russland und Georgien zeigen. Es ist das bekannteste Mosaik in Georgien auf einer riesigen Aussichtsplattform an der Georgischen Heerstraße, von lokalen Guides despektierlich „Elefanten Klo“ genannt.
Das Denkmal entstand anlässlich des 200. Jahrestags des Vertrags von Georgijewsk und als „Lob an die Freundschaft von Russland und Georgien“, was bis heute für hitzige Diskussionen sorgt. Entgegen üblicher Tradition wurden die beiden Nationen als Gleichberechtigte dargestellt, mit Motiven aus der jeweils eigenen Sagenwelt und Folklore. Es ist ein unglaublicher Rummel. Wir haben es uns nur angesehen da es ein „must see“ ist und auf unserem Weg lag. Toll ist die Aussicht von der Plattform.

Diesen Rummel mussten wir nicht haben. Wen das von euch interessiert. kann sich das gerne im Internet ansehen.

Die restliche Fahrstrecke betrug noch gut 200 Kilometer. Die nächsten beiden Nächte verbringen wir auf dem Weingut Chateau Ateni in der linken Blockhütte auf dem folgenden Foto. Morgen werden wir unsere erste Höhlenstadt besuchen.








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zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2026
Themenstarter283 Beiträge · seit 201607. Okt. 2026 ·

18. 06. Besichtigung der Höhlenstadt Uplisziche

Heute Nacht und heute Morgen hat es gewittert und ordentlich geschüttet. Wir hatten schon Bedenken ob wir unser geplantes heutiges Programm überhaupt machen können. Doch nach dem Frühsrück wurde es trockener, sodass wir uns mit Regenschutz doch aufgemacht haben und zu Höhlenstadt Uplisziche gefahren sind. Die Ursprünge der Stadt gehen bis ins 3. Jahrtausend vor Christus zurück. Sie wurde von Kriegen (Mongolen) aber auch von Erdbeben immer wieder einmal zerstört. Die letzten Einwohner haben die Stadt aber erst Mitte des 19. Jahrhunderts verlassen. Es folgen jetzt eine Reihe Bilder der Stadt, aber einen richtigen Eindruck über die Ausdehnung kann man natürlich nicht bekommen.

Durch einen geheimen Tunnel konnten die Bewohner auch bei einer Belagerung an den Fluss gelangen und damit die Wasserversorgung sichern. Trink- und Abwasserkanäle gab es auch schon. Uns erinnerte Uplisziche stark an die Höhlenstädte in Kappadokien in der Türkei.

Von Uplisziche sind wir ins nahe gelegene Gori, der Geburtsstadt Stalins gefahren. Wir wollten sein Geburtshaus besuchen. Das ging nicht, da es eingerüstet war und renoviert wurde. Wir konnten nur noch seinen Eisenbahnwaggon sehen den er für Staatsbesuche nutzte. Den Besuch seines Museums haben wir geknickt. Das wäre für einen Massenmörder doch zu viel der Ehre gewesen. Stalin reiste nur mit der Eisenbahn, da er Flugangst hatte. 
Am besten gefallen hat uns in der Stadt noch die Kirche mit einem kleinen Park. Wenn man kein Stalinfan ist, lohnt sich ein Besuch der Stadt eher nicht. 


Unsere Besichtigungsrunde für diesen Tag hatten wir morgens sehr früh begonnen, sodass wir bei Öffnung der Höhlenstadt bereits an der Kasse standen. Das war auch gut denn als wir das Gelände verlassen haben, standen bereits eine Menge Busse auf dem Parkplatz. An den Sehenswürdigkeiten sieht man häufig auch Schulklassen. Das war auch der Grund das wir noch den Nachmittag für Besichtigungen Zeit hatten. Wir sind dann zwei Klöster in der Umgebung von Gori und Ateni angefahren. Das hat sich auch gelohnt.

Als erstes haben wir das Kintsvisi-Kloster angefahren. Innenaufnahmen waren dort verboten. Das Kloster Kintsvisi ist ein altes georgisch-orthodoxes Kloster in der Region Shida Kartli in Georgien. Das im 13. Jahrhundert errichtete Bauwerk ist berühmt für seine prächtigen Fresken und seine unverwechselbare Architektur.
Kintsvisi spielte eine bedeutende Rolle im religiösen und kulturellen Leben des mittelalterlichen Georgien. Es diente als Zentrum des Wissens und künstlerischen Schaffens und gilt als Meisterwerk der frühmittelalterlichen georgischen Kunst.
Das Kloster liegt malerisch, umgeben von sanften Hügeln und üppigen Wäldern. 

Zum Schluss, ganz in der Nähe unserer Unterkunft besuchten wir noch das Ateni-Sioni-Kloster. Die Sioni Kirche von Ateni liegt in einer felsigen Schlucht im wunderschönen Tanatal, 12 Kilometer südlich von Gori, umgeben von Weingärten und wilder Natur. Die Kirche wurde der Jungfrau Maria geweiht und erhielt ihren Namen vom Berg Zion. Der anmutige Kreuzkuppelbau zählt zu den schönsten Kirchen Georgiens.

Abends hatten wir wieder ein fantastisches Abenessen im Restaurant vom Chateau Ateni. Morgens hatten wir uns schon für anschließend zu einer Weinprobe angemeldet. Natürlich haben wir dabei auch Chacha, den georgischen Grappa probiert und natürlich auch eine Flasche gekauft.

Morgen geht es wieder in den Hohen Kaukasus, zuerst 2 Tage nach Ushguli, dann 2 weitere Tage nach Mestia.







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zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2026
801 Beiträge · seit 200707. Okt. 2026 ·
Hallo Elde,

da bin ich auch sehr gerne dabei! Vieles kommt uns doch sehr bekannt vor, denn wir sind gerade erst vor 3 Wochen von einer selbst geplanten Georgien-Mietwagenrundreise zurückgekehrt. Armenien wollen wir auch noch bereisen, daher ist dieser Teil für mich besonders spannend.

Die große Baustelle auf dem Weg nach Stepandsminda gab es auch bei uns noch und wir haben -wie ihr-  wegen der unzähligen LKW ziemlich lange gebraucht. Der toll gelegene Ort Stepandsminda scheint ein Instagram-Hotspot zu sein. Nirgends sonst haben wir so viele junge Leute und auch asiatische Touristen gesehen. Sonst haben wir im Land meist nur wenige Touristen gesehen. Das Essen in Georgien war wirklich  köstlich und bei dem Bild mit den Khinkali ist mir gerade das Wasser im Mund zusammengelaufen. Ich bin gespannt, was Ihr sonst erlebt hat.

Liebe Grüße, Tina




Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
Themenstarter283 Beiträge · seit 201607. Okt. 2026 ·

Hallo Tina,

schön das du auch dabei bist. Mit den Menschenmassen war es sehr unterschiedlich. An der Gergetikirche in Stepantsminda hatten wir Glück. Wir waren allerdings auch sehr früh morgens da, da unser Gasthaus Geni nur wenige Fahrminuten von der Kirche entfernt war. Sehr voll war es bei uns am Denkmal in Gudauri. Da sind wir auch schnell wieder weg, nachdem wir die Landschaft drumherum genossen haben. Voll war es auch in Uplisziche. Das waren allerdings überwiegend Schulklassen. Entweder standen die Sommerferien kurz bevor oder es war bereits das Ferienprogramm, denn sowohl in Georgien und verstärkt in Armenien machen sehr viele Urlaub im eigenen Land. In Armenien kommen dann noch massenweise Asiaten hinzu. Die Hauptsehenswürdigkeiten im 100 Kilometerumkreis von Jerewan werden von denen geflutet, besonders an Wochenenden und Instergram kommt verschärfend noch dazu. Es ist trotzdem ein tolles Land, wenn wir auch lieber in Länder reisen die noch nicht so überlaufen sind. Insgesamt hat uns jedoch Georgien  etwas besser gefallen, da uns der Hohe Kaukasus faziniert hat.

LG Elde

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801 Beiträge · seit 200707. Okt. 2026 ·
Hallo Elde,

den Rummel am Freundschaftsdenkmal in Gudauri fanden wir auch grenzwertig. Zumal, wir so etwas nie wieder davor und danach in Georgien erlebt haben. Da sind wir ebenfalls nach ein paar Bildern von der Aussicht schnell weiter. Upliziche konnten wir dagegen Mitte September ohne Schulklassen genießen. Sonst waren wir eher abseits der ganz großen Sehenswürdigkeiten unterwegs und haben  Nebenreiseziele besucht, wo angenehm wenig los war.

Ich bin überrascht zu lesen, dass ihr Armenien an vielen Stellen so überlaufen erlebt hat. Das hätte ich nicht erwartet und eher gedacht, dass es weniger besucht ist als Georgien. So kann man sich täuschen. Danke, gut zu wissen.

Georgien hat uns aufgrund seiner landschaftlichen Vielseitigkeit sehr begeistert.  Da wollen wir auch sicher nochmal hin. Zwei Wochen waren einfach zu wenig.

LG Tina





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Themenstarter283 Beiträge · seit 201608. Okt. 2026 ·

Hallo Tina,

Armenien ist vielleicht halb so groß wie Georgien, daher erreichst du die meisten Sehenswürdigkeiten schnell von Jerewan aus. Wir waren Mitte Juni bis Mitte Juli in den beiden Ländern. Von der Jahreszeit war das wunderbar, da dort Frühling war und alles blühte. Wir haben auch viele Nebenstrecken und Klöster besichtigt die nicht so überlaufen waren aber die "must see" haben wir auch, wenn auch meistens nur kurz angefahren.

LG Elde

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Themenstarter283 Beiträge · seit 201608. Okt. 2026 ·

19. 06. Von Ateni nach Ushguli

Nach dem Frühstück sind wir recht schnell von unserer Hütte auf dem Weingut aus Richtung Svanetien in den Ort Ushguli aufgebrochen. Das sind 320 Kilometer und unser Navi zeigte eine Fahrzeit von 6,5 Stunden an, ohne Pausen und Fotostopps. Wir haben unser Auto in Gori noch einmal vollgetankt und frisches Geld gezogen, denn manchmal wollen kleine Geschäfte und auch Tankstellen Bargeld haben. Der erste Teil über die Autobahn bis nach Kutaissi ging recht zügig, aber je weiter wir in die Berge vordrangen wurden die Straßen immer schlechter. Dafür wurde die Landschaft immer atemberaubender. 

Von Kutaissi aus kommt man hinter Lentechi zum Zagari-Pass. Der Zagari Pass in der Region Swanetien markiert den höchsten Übergang zwischen den Orten Ushguli im Westen und Lentechi im Süden. Der Zagari Pass auf 2.620 m ist nur in den warmen Sommermonaten befahrbar aber atemberaubend schön. Der Zagari Pass ist daher nicht nur eine Route, sondern ein Erlebnis. Die letzten Bilder oben und die folgenden sind auf der Passhöhe gemacht. Da im Hohen Kaukasus Ende Mai noch einmal ein Wintereinbruch war, hatten wir noch recht viel Schnee. Da wir zu der Zeit aus Deutschland die Nachricht von einer großen Hitzewelle bekamen, haben wir die Temperaturen hier genossen.


Auf 2.200m Höhe gelegen und umgeben von Berggipfeln im ewigem Eis ist Ushguli die höchste dauerhaft bewohnte Siedlung Europas. Das aus mehreren Dörfern bestehende malerische Ensemble bietet bei klarer Sicht freien Blick auf den höchsten Berg Georgiens, den Schchara (5.068m), und fasziniert durch seine mittelalterlichen Wehrtürme. 
Das Dorf Ushguli besteht aus mehreren Siedlungen, darunter Schabeschi, Tschaschaschi, Murkmeli und Ushguli. Der unterste Dorfteil Tschaschaschi zählt aufgrund seiner gut erhaltenen Wohn- und Wehrtürme und steinernen Wohnhäusern seit 1996 zum UNESCO Weltkulturerbe. 
Der Ort ist sehr alt mit engen, verwinkelten, nichtasphaltierten Gässchen, die mit einem normalen PKW nicht zu befahren sind. Unser Navi kannte zwar unsere Unterkunft, Gasthaus Villa Lileo, hat uns aber immer wieder in dem Gassengewirr falsch geführt, sodass wir uns doch bei der einheimischen Bevölkerung durchfragen mussten. Schlussendlich hat es dann doch geklappt. Auf dem folgenden Bild seht ihr unsere Unterkunft für die beiden folgenden Tage. Wir bewohnen die rechte Dachgaube und unser Auto steht auch davor. Es ist eine sehr einfache Unterkunft. Das Essen heute Abend war jedoch sehr gut und wie die ganzen letzten Tage natürlich viel zu viel.

Kurz vor dem Abendessen hat es noch ein Gewitter mit richtig dicken Hagelkörnern gegeben. Kurzzeitig fiel sogar der Strom aus. Wir lieben diese einfachen Unterkünfte, möglichst nahe bei der einheimischen Bevölkerung. Nach der anstrengenden Tour haben wir trotz Gewitter ausgezeichnet geschlafen.





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zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2026
Themenstarter283 Beiträge · seit 201608. Okt. 2026 ·

20. 06, Wanderung bei Ushguli

Gestern Abend und in der Nacht gab es ordentliche Gewitter und es hat gehagelt und geschüttet. Unser Schlafzimmerfenster war undicht, sodass der Regen langsam auf den Fußboden vor Friederikes Bett tropfte. Damit Friederike beim Aufstehen nicht in eine Pfütze treten sollte, haben wir unsere Badematte zum Aufsaugen verwendet und das Ereignis am nächsten Tag gemeldet. Die haben dann einfach ein Handtuch vor das undichte Fenster gelegt und damit war für die alles geklärt.???

Meine WetterApp zeigte am nächsten Morgen für den gesamten Tag Regen und Gewitter an, sodass wir unseren Tagesplan geändert haben und nicht zur Gletscherzunge des Schchara-Gletschers gewandert sind. Das hätte hin und zurück wenigstens 7 Stunden gedauert. Die Gefahr in den Bergen von einem Gewitter überrascht zu werden war uns zu groß. Stattdessen wollten wir zur Ruine der Tamarfestung wandern und anschließend, falls das Wetter mitspielt noch zum Lamaria Frauenkloster gehen. Dann hätten wir immer noch genügend Zeit den Ort genauer zu erkunden und das ethnografische Museum von Ushguli zu besuchen.

Da das Wetter nach dem Frühstück noch gut aussah, haben wir unsere Wanderschuhe angezogen und die Wanderstöcke unter den Arm geklemmt und sind geführt von einer WanderApp losgetigert. 

Dann sind wir an eine Stelle gekommen an der unser Weg in ein Bachbett führte. Die Angabe der App war Wegstrecke 500 Meter, Gehzeit 1 Stunde. Das hätte uns nachdenklich machen sollen. Für 500 m 1 Stunde das musste dann schon sehr steil sein. Und das war es auch, und im Bach auch noch rutschig. Ohne Wanderstöcke hätten wir das nie geschafft. Das ist auch der Grund warum es kaum Fotos von der Wanderung gibt. Jetzt sind wir wieder eine Erfahrung reicher geworden. Wir sind gut an den Festungsruinen angekomen. Die Aussicht war super. Wir haben jedoch beschlossen einen anderen Weg bergab zu gehen, Das wäre uns zu gefährlich geworden.

Das ist der erste Blick auf das Lamaria Frauenkloster von der Tamar-Festungsruine aus mit dem Berg Schchara im Hintergrund, leider in Wolken. Um zum Kloster zu gelangen mussten wir vom Berg mit der Tamar-Festungsruine wieder hinunter und auf der anderen Seite des Enguriflusses ans Kloster laufen. Es ist uns gelungen einen einfacheren Weg ins Tal zu finden. Der Engurifluss entspringt am Schchara-Gletscher und führte nach der Gewitternacht auch reichlich Wasser. Ansonsten hatten wir Glück mit dem Wetter und es blieben uns weitere Gewitter und Hagelschauer erspart.

Dann konnten wir vom Tal aus das Frauenkloster vor dem Berg Schchara liegen sehen. Die Lage des Klosters ist einfach traumhaft. Man muss den Mönchen und Nonnen schon zugestehen das sie die Lage der Klöster mit Bedacht gewählt haben.

Die nächsten beiden Bilder zeigen die kleine Kapelle des Klosters und den "Glockenturm". Dann folgen Bilder vom Innenraum. 

Die Kirche geweiht der heiligen Maria, bekannt auch als Lamaria von Uschguli, ist die höchstgelegene Kirche Georgiens und das beliebteste Fotomotiv von Swanetien. Sie hat eine perfekte Lage auf rund 2.200 Meter über dem Meeresspiegel und die Landschaft hinter der Kirche, mit schneebedeckten Berge über 5.000 Meter ist einfach phänomenal. Mit Lamaria ist die Gottesmutter Maria gemeint, aber Lamaria war früher eine von mehreren Göttinnen bei den heidnischen Menschen. Sie war Göttin der Fruchtbarkeit und Beschützerin der Landwirtschaft, vor allem des Getreides.

Wir waren begeistert von der Kirche, besonders da sie auch eine einzigartige Atmosphäre hatte. Nach einem Snack in einem kleinen Cafe´ sind wir nach Ushguli zurück gelaufen. Als wir dort ankamen hatte das ethnografische Museum gerade geöffnet. Beim Ethnografischen Museum handelt es sich um ein original eingerichtetes Haus das bis 1950 noch von einer ganzen Familie bewohnt wurde. Den Eintrittspreis von 15 Lari pro Person fanden wir schon enorm da es nur einen Raum zu besichtigen gab. Interessant war es trotzdem wie die Menschen bis in die 50iger Jahre gelebt haben.

Auf dem ersten Bild sieht man die Betten auf dem Podest und die Tierboxen darunter. Das war im Winter praktisch da durch die Körperwärme der Tiere die Betten angewärmt wurden.

Mittlerweile schien auch die Sonne. Nach diesem ereignisreichen Tag sind wir zu unserer Unterkunft gegangen denn die hatte eine schöne Dachterrasse mit Blick über das Dorf und in die Berge. Das wollten wir nopch genießen. Dabei ist mir das folgende Foto gelungen das nahezu alles zeigt was Ushguli ausmacht, Wohntürme und Berge, hier der Schchara, mit 5068 m der höchste Berg Georgiens ganz ohne Wolken. Was für ein Abschluss für diesen Tag.

Morgen geht unsere Fahrt weiter in das nur etwa 50 Kilometer entfernte Mestia. Es soll sich teilweise um eine Offroadstrecke handeln. Wir sind gespannt.









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zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2026
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21. 06. Von Ushguli nach Mestia

Bei Nieselregen sind wir nach dem Frühstück von  unserer Unterkunft Villa Lileo in Ushguli nach Mestia aufgebrochen, Freundlicherweise hat uns der Besitzer mit unserem Auto durch die engen Gassen an den Ortsrand gefahren, denn er weiß welche Gasse überhaupt von Autos befahren werden kann.  Dann ging es auf die 50 Kilometer lange Piste nach Mestia. Zwischendurch kommen immer wieder kurze Stücke die für einen normalen PKW ohne Schäden nicht zu schaffen sind. Es gibt kleinere Gerölllawinen und kleine Wasserfälle die sich über den Weg ergießen und durchfahren werden müssen.

Diese Strecke ist zwar nicht so spektakulär wie die nach Ushguli über den Zagari-Pass, aber auch sehr schön. Faszinierend finden wir die tollen blühenden Sträucher und Blumenwiesen.

Die Fahrt verlief besser als erwartet. Wir haben es doch in einer guten Stunde bis Mestia geschafft. Da es noch zu früh zum Einchecken in unserer nächsten Unterkunft, im Hotel Lamish war, haben wir uns überlegt heute eine Wanderung an den Chalaadi-Gletscher zu machen. Da es gestern mit der Wanderung zum Schchara-Gletscher nicht geklappt hat, wollten wir diese Möglichkeit bei idealem Wetter nutzen. Dazu fährt man am besten, wenn man mit einem Geländewagen unterwegs ist, gut 5 Kilometer bis zu einer Brücke über den Gletscherfluss. Von dort aus geht es dann 3 Kilometer durch Wald am Fluss entlang über häufig größere Felsblöcke oder Geröllfelder die der Gletscher hinterlassen hat. Der Chalaadi-Gletscher kommt vom Berg Ushba, der gut 4700 m hoch ist. Für Bergsteiger ist er interessant da er sehr schwierig zu besteigen ist.

Wir konnten zum Glück eine Brücke vor der Hängebrücke, die als Trailhead gilt, für die Flussüberquerung finden, sonst wäre ich schon an der Brücke gescheitert. Da fehlten ganze Bretter und man musste über die Seitenbalken balancieren.  Bei meiner Höhenangst hätte ich  das niemals gemacht.

Man benötigte für den Trail pro Richtung eine knappe 1,5 Stunden. Hier folgen jetzt Bilder von der schönen Wanderung.

Dann sieht man ihn, erst aus der Ferne. Ganz nahe kommt man ihm nicht so einfach. Dazu muss man über die Geröllfelder der Seitenmoräne klettern. Das war uns zu gefährlich, denn es ist von außen nicht zu erkennen wo noch Eis unter dem Geröll ist. Dort kann man dann auch schnell einmal abstürzen. Es gab jedoch Menschen die das riskierten Für uns war es so auch schon beeindruckend genug. Nach einer Mittagspause direkt vor dem Gletscherpanorama haben wir uns auf den Rückweg gemacht. 

Ein Gletscher ist schon eine gewaltige Naturerscheinung, da kommt man sich als Mensch doch sehr unwichtig vor.

Nachdem wir vom Trail zurück an unserem Auto waren, haben wir uns einen Kaffee gegönnt und sind dann zum Hotel Lamish nach Mestia gefahren.  Ein schönes Hotel im Stilmix aus Modern und Landhaus, alles sehr geschmackvoll. Der Balkon und das Bad sind am besten. Vor allem der Balkon mit Blick auf die Türme und im Hintergrund die Berge ist besonders toll um den Abend ausklingen zu lassen und zu entspannen. So haben wir es auch gemacht. Vorab haben wir uns ein frisches Fladenbrot, Käse, Gurken, Tomaten und natürlich einen leckeren Wein in Mestia eingekauft. Danach hat es uns an nichts mehr gefehlt.

Morgen werden wir die Umgebung von Mestia erkunden. Mestia ist nur eine kleine Siedlung mit ca. 2.000 Einwohner.
Die antike Bergstadt befindet sich auf 1500m Höhe, mitten im Kaukasus. Das Verwaltungszentrum der Region Oberes Swanetien zählt wegen ihrer Wehrtürme zum UNESCO Weltkulturerbe. Mestia ist der Ausgangspunkt für viele Wanderungen und Trekking-Reisen in der Region Swanetien. Die Stadt ist nur wenige Monate im Sommer mit dem Geländewagen zu erreichen. 






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22. 06. Rund um Mestia

Wir hatten heute morgen vor mit Seil- und Gondelbahn auf einen Bergrücken zu fahren und auf dem Kamm entlang zu wandern immer wieder mit einem schönen Blick auf die schneebedeckten Viertausender. Direkt vor unserer Haustür trafen wir zufällig einen Deutschen, der mit einer Svanin verheiratet ist und seit vielen Jahren schon in Mestia wohnt. Er sagte uns das die Bahnen nach der Wintersaison gewartet werden und die Zulassung erst Ende Juni bekommen. Also musste ein Alternativprogramm her. Wir beschlossen eine Offroadtour bis zum Aussichtspunkt Mestia Cross zu machen und von dort aus zu den Korundilakes zu wandern. Wir haben 2 Versuche mit Google maps, bzw Maps me gestartet. Mit Maps me sind wir bis zu einer Stelle gekommen an der wir uns nicht mehr weiter getraut haben. Und das war auch gut so! Kurzentschlossen haben wir entschieden nach Mestia zurück zu fahren und uns von einem einheimischen Fahrer fahren zu lassen. Es ist eine heftige, sehr steile Offroadpiste. Die Genauigkeit der Navigationssysteme reicht da einfach nicht aus. Ich habe auch den Eindruck das der Satellitenempfang häufig schlecht ist, denn das Navi reagiert oft langsam und verzögert. Sei es drum, die Einheimischen finden den Weg auch ohne Navi. Hier jetzt Bilder von der Tour.

Der Fahrer hat uns an der Berghütte am Holy Lake aussteigen lassen. Wir wollten von dort aus zu Fuß zu den Korundi Lakes laufen. One way sollten es 1,6 Kilometer bei einer Gehzeit von etwa 35 Minuten sein. Die 35 Minuten haben wir benötigt um auf die Bergkuppe zu gelangen (Bild unten rechts). Der Weg war sehr steil und durch Geröll auch rutschig. Dummerweise hatten wir unsere Wanderstöcke auch nicht dabei. Von der Bergkuppe aus waren die Kurundi Lakes auch noch nicht zu sehen. Daher haben wir uns entschlossen umzukehren. Die Fotos unten zeigen den Holy Lake von der Bergkuppe aus und den Weg zur Bergkuppe. Die Berghütte am Holy Lake war bewirtschaftet. Dort wartete auch unser Fahrer zusammen mit Kollegen die ebenfalls Touris dorthin gebracht hatten. Wir sind dann zum Aussichtspunkt Mestia Cross gegangen. Dort hat man eine tolle Aussicht auf Mestia und die umliegenden Bergketten.

Das nächste Bild zeigt den Ort Mestia vom Aussichtspunkt Mestia Cross. Das ist schon ganz goßes Kino.

Bei der Rückfahrt hatten wir noch ein kostenloses Vergnügen. Bei der Bergfahrt hatte sich ein junger Fahrer mit seinem Geländewagen in einer Spitzkehre festgefahren. Ein Vorderrad hing in der Luft und mit einem Hinterrad stand er kurz vor dem Abgrund. Das wäre für mich ein Albtraum gewesen. 3 Fahrer haben ihm geholfen durch heftiges wackeln am Auto immer einige Augenblicke Bodenkontakt mit beiden Vorderrädern zu bekommen, sodass er immer ein Stück nach vorne und dann wieder zurück konnte. So haben die es geschafft das Auto nach und nach wieder richtig auf den Weg zu bekommen. Wahrscheinlich hatte er keine Differentialsperre. Dumm und unerfahren war er sowieso, denn eine Spitzkehre so eng anfahren würde ich niemals. Uns hat es nur bestätigt das es wahrscheinlich die richtige Entscheidung war uns fahren zu lassen.

Im Ort zurück sind wir für unser Abendessen einkaufen gegangen. An einem Verkaufsfenster konnten wir einem Bäcker dabei zusehen wie er Fladenbrote in einem traditionellen georgischen Backofen backt. Das erste Bild zeigt wie der Teig an die Ofenwand geklatscht wird, das zweite wie die fertigen Fladen von der Wand abgenommen werden. Wer diese Arbeit den ganzen Tag macht, bleibt auf jeden Fall fit. Auf Alkohol sollte man auch besser verzichten, sonst liegt man bei Unachtsamkeit leicht im Ofen. Wir haben uns 2 Fladen für unser Abendessen besorgt. 

Das letzte Bild für heute zeigt unseren Blick von unserem Balkon auf Mestia, denn unser Abendessen haben wir natürlich wieder dort genossen. Morgen geht es wieder vom Hohen Kaukasus in tiefere Gefilde nach Kutaissi. Dort werden wir wieder wie bei unserer ersten Nacht in Georgien im Hotel Magnolia wohnen.












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23. 06. Von Mestia nach Kutaisi

Heute stand uns wieder ein langer Fahrtag bevor. Die Fahrt führte in einem Bogen über 220 Kilometer am Enguristausee vorbei von Mestia bis nach Kutaissi, der alten georgischen Hauptstadt vor Tiflis. Als erstes haben wir noch einmal vollgetankt. Die Strecke führte uns vom Hohen Kaukasus wieder über eine serpentinenreiche, schlechte Straße in die Ebene zwischen Hohen und Kleinen Kaukasus. Das bedeutete auch gleichzeitig von angenehmen Temperaturen in den Bergen, besonders nachts, zu schwülwarmen Temperaturen in der Ebene. Verblüffend ist immer wieder das durch Gerölllawinen häufig ganze Straßenteile fehlen. Zum Glück war wenigstens eine Spur vom Schotter befreit, aber repariert waren die Straßen noch nicht. Die Landschaft auf dieser Strecke war bezaubernd schön.

Nach fast sechsstündiger Fahrt sind wir in Kutaissi in unserem Hotel Magnolia direkt am Rionifluss angekommen und haben eingecheckt. Es ist das gleiche Hotel wie bei unserem Ankunftstag. Dieses Mal bleiben wir 2 Nächte und haben Zeit uns die Stadt und Umgebung anzusehen. Nach einer kurzen Pause sind wir zur ersten Besichtigungsrunde in die Innenstadt aufgebrochen. Da die Stadt nicht so groß ist, konnten wir dabei fast alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß ansteuern. Das folgende Bild zeigt unser Hotel von der Flussseite. Einer dieser Balkone gehört zu unserem Zimmer. Nachts hören wir das Rauschen des Flusses.

Kutaissi ist mit 147.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Georgiens und gleichzeitig die Hauptstadt der Region Imeretien. Die alte Hauptstadt des Landes ist - neben Batumi - wissenschaftliches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Westgeorgiens. Die Stadt ist touristisch bedeutsam wegen den zahlreichen historischen Kirchen und Klöstern in Stadt und Umgebung, die teilweise Unesco-Welterbe sind. Ebenso sehenswert sind die Palastruine Geguti und der Naturpark Sataplia mit Tropfsteinhöhle und den Fußspuren der Dinosaurier. Aufgrund der guten Ausstattung Kutaissis mit Hotels und Restaurants bietet sich die Stadt auch als Basislager für die Erkundung der Region an. Von unserem Hotel aus brauchte man nur über die rote Brücke zu gehen um direkt in die Innenstadt zu gelangen. Kaum dort angekommen wurden wir bereits von einem Einheimischen angesprochen der gut Deutsch sprach und mit uns eine  3 stündige kostenlose Stadtführung machte. Er freute sich jemanden gefunden zu haben mit dem er Deutsch sprechen konnte. Das folgende Bild zeigt ihn unter einem Qvevri stehend, einem großen Tongefäß indem in Georgien traditionell Wein gekeltert wird. Der Wein bekommt dadurch von weißen Trauben eine Farbe wie Bernstein und einen eigenen Geschmack, anders als wir ihn von trockenen Weißweinen kennen. Das schmeckt nicht unbedingt jedem, wir fanden ihn klasse.

Die folgenden Bilder zeigen das Theater, den Kolchi-Brunnen, auf dem Gegenstände von archäologischen Ausgrabungen dargestellt sind, die meisten natürlich stark vergrößert und das Eingangsportal zum kleinen Park mitten in der Stadt. Im Park gibt es auch viele Skulpturen von bedeutenden Personen Georgiens zu sehen. Uns hat er gut gefallen.

Auf dem Brückengeländer der weißen Brücke befindet sich diese Skulptur eines Jungen der mit 2 Hüten jongliert. Damit endete auch unsere Stadtführung.

Unser Stadtführer ist uns zufällig über den Weg gelaufen. Er hat uns als Deutsche erkannt und angesprochen. Da er 4 Jahre in Deutschland gelebt hat, konnte er ganz gut Deutsch und arbeitete auf seine zweite Deutschprüfung hin. Sein Ziel ist es in Deutschland zu arbeiten. Viele jüngere Georgier, aber auch Armenier sehen ihre Zukunft eher in Deutschland und nicht in ihren Heimatländern. Wir finden das schade, können es aber verstehen.

Aber genau das sind die Begegnungen die für uns das Alleinreisen so interessant machen, den zufälligen Kontakt mit Menschen den man in einer Gruppenreise nie bekommen würde. Morgen werden wir als erstes den orientalischen Markt besuchen und dann uns  in der Umgebung Kutaissis einiges ansehen.

Nach der knapp dreistündigen Führung waren wir aber auch ziemlich fertig und haben uns nur noch nach einem guten Kaffee und einem schönen Sitzplatz gesehnt.








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zuletzt bearbeitet 11. Okt. 2026
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24. 06. Kutaissi und Umgebung

Heute Morgen war es immer noch ziemlich warm. Es hatte in der Nacht kaum abgekühlt und  es nieselte. Das sollte auch den ganzen Tag so bleiben. Nach dem Frühstück sind wir auf den Green Bazaar in der Nähe unseres Hotels auf der anderen Flussseite gegangen. Es ist ein Eldorado für alle Sinne. Da gibt es alles frisch und viele georgische Spezialitäten die man im Supermarkt nicht findet.  Er ist einer der zentralen Knotenpunkte im Leben der Einwohner Kutaissis. Die Qualität und Frische der Produkte sind so überzeugend, dass die kleinen Supermärkte kaum eine Konkurrenz für die Markthalle mit ihrem charmanten, sozialistischen Flair darstellen. Das Eingangsportal ist schon sehenswert.

Auf dem Green Bazaar findest man Obst, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch, Trockenfrüchte, Churchkhela, das sind auf Schnüre aufgezogene Walnüsse oder Haselnüsse, die in der klassischen Form mit einer Traubensaft-Kuvertüre überzogen sind. sowie appetitliche hausgemachte Saucen und viele weitere erstaunliche lokale Spezialitäten wie den von uns geschätzten georgischen Käse. Den gibt es auch geräuchert und schmeckt ähnlich wie der italienische Scramozza. Davon haben wir uns ein Stück für unseren Mittagssnack gekauft.  Übrigens gibt es angrenzend an die große Markthalle noch weitere kleine Anbauten mit vielen zusätzlichen Ständen, die ebenfalls einen Besuch wert sind. 

Aber auch so etwas bekommt man dort zu sehen. Das ist hart für alle Vegetarier.

Im Anschluss sind wir zur Bagrati Kathedrale gefahren. Seit einer Restaurierung, die nicht im Sinne der UNESCO war, hat die Kathedrale ihren Weltkulturerbestatus verloren. Wir können es nachvollziehen, finden sie aber innen sehr schön. Vor der Kathedrale machte eine Männergruppe traditionelle mehrstimmige georgische Musik. Die Bagrati-Kathedrale steht auf dem Ukimerioni-Hügel über Kutaissi. Ihre Silhouette ist von weiten Teilen der darunterliegenden Stadt aus sichtbar, und ihre erhöhte Lage bietet einige der schönsten Ausblicke über das Rionital.

Von der Kathedrale aus führte uns die Tour in die Umgebung von Kutaissi. Wir wollten das Gelatikloster, eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Georgiens besichtigen, mussten aber feststellen das es wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen ist und das wird auch noch einige Zeit dauern. Alle Besucher Georgiens werden, genau wie wir, dieses Highlight in diesem Jahr nicht erleben können.

Stattdessen sind wir dann zum Sataplia Nationalpark gefahren. Dort gibt es Fußabdrücke einer  Saurierart die nur dort gelebt hat, den Satapliasauriern. Die waren kleiner als die uns bekannten Arten. Wir fanden es eher enttäuschend.

Eine durchaus sehenswerte Tropfsteinhöhle konnten wir auch noch besichtigen. Bei dem Regenwetter fanden wir Höhle auch gut. Es ist nicht die Prometheushöhle, die im Reiseführer empfohlen wird. Diese Höhle kann man bei dem Rundgang mit den Dinospuren durchqueren. Wir empfanden es störend das die Tropfsteine farblich illuminiert wurden. Ich habe die Farben versucht herauszufiltern, sodass man den Originaleindruck bekommt. 

Zum Abschluss unserer Besichtigungsrunde haben wir uns im Art-Cafe, mitten in Kutaissi, einen Cappuccino gegönnt. Einen guten Kaffee bekommt man nicht überall in Georgien. Da hingen einige schöne Kunstwerke an der Wand, die man auch kaufen konnte. Das vorne ist keine Skulptur sondern Friederike. Ich fand sie passt zu den Bildern, ist  aber unverkäuflich!!!😉

Am letzten Abend in Kutaisi hatten wir uns vorgenommen georgisch Essen zu gehen. Da waren wir mit unserem Hotel Magnolia direkt an der richtigen Adresse. Das Restaurant ist stadtbekannt für seine authentische, georgische Küche, die sich auch preislich im Rahmen hält. Das Lokal hat eine schöne Atmosphäre, Essen und Wein waren vorzüglich. Da ein Liter Fasswein günstiger war als eine Flasche Wein, haben wir uns natürlich den Fasswein bestellt. Hier haben wir ausnahmsweise unser Essen fotografiert, was wir sonst nie tun. Aber es ist die einzige Möglichkeit euch unser Menü zu präsentieren.

Das ist ein Teil des Speiseraums, originell und gemütlich.

Die kleinen Klöße waren unsere Vorspeise. Die Kugeln bestehen aus geraspelten Möhren, geraspelten Rote Bete, Spinat, Kohl und Kichererbsen. Daher kommt die unterschiedliche Farbe. Dazu kommt natürlich in dir Masse noch Zwiebel, Knoblauch, Koriander und andere Gewürze. Damit das Gemüse Bindung bekommt sind fein gemahlene Nüsse im Teig, sowohl Wal- als auch Haselnüsse.

Der Hauptgang war Katchapuri mit einer Spinatfüllung. Katchapuri ist das georgische Nationalgericht zusammen mit Khinkali. Die Füllung variiert, traditionell ist natürlich Mett aus Schafsfleisch. Heute wird auch häufig mit Kartoffel, Käse, Pilzen, oder wie bei uns mit Spinat gefüllt.

Als Dessert hatten wir noch frittierte Käsekugeln in einer Minz-Joghurt-Creme. Ich kann euch sagen Gott in Frankreich hat neidvoll zu uns geschaut. Das war ganz große Klasse! Preislich entsprach es etwa einer Mahlzeit in einem normalen, gutbürgerlichen Restaurant in Deutschland. Bis auf den Wein haben wir nicht alles geschafft.  Ein Liter Wein für 2 Personen hatten schon ihre Wirkung. Zum Glück hatten wir es nicht weit in unser Zimmer. Den Rest der Mahlzeithaben wir einpacken lassen. Den gibt es morgen als Mittagssnack.

Uns hat Kutaissi sehr gut gefallen. Wir fanden das die Stadt eine schöne Atmosphäre hat. Morgen geht die Reise weiter in den Kleinen Kaukasus. Wir hoffen das das Wetter wieder besser wird.










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zuletzt bearbeitet 12. Okt. 2026