THEMA: Botsuana/Südafrika Selbstfahrer Jan./Febr. 2022
18 Mai 2021 21:51 #616395
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  • yanjep am 18 Mai 2021 21:51
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Der Kruger NP ist von der Fläche her in etwa so groß wie das Bundesland Hessen. Bis der "total überlaufen" ist, muß schon einiges passieren. Und er ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Wir sind in vier Wochen, okay drei hätten auch gereicht, über die Panorama Route in den Kruger NP gefahren, sind dort für gut eine Woche in verschiedenen Camps untergekommen und haben danach den Golden Gate NP besucht und waren noch am Ozean und dort in zwei Nationalparks. Das war eine schöne runde Tour.

Yanjep
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18 Mai 2021 21:56 #616396
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  • BikeAfrica am 18 Mai 2021 21:56
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Stefan / Sonja schrieb:
Seyko schrieb:
Mein Vorschlag:
Krüger von Süd nach Nord
Krüger NP stellten wir uns immer total überlaufen vor

… das dachte ich auch immer, war aber positiv überrascht.
Was allerdings im Vergleich zu z.B. Etosha anders ist, sind mehr Tourguides, die natürlich über Funk in Kontakt stehen. Sieht einer der Guides einen Löwen oder Leoparden, stehen schnell weitere Fahrzeuge dort. Ansonsten verlief sich das doch ziemlich.
Nur war ich auch mal in der Regenzeit dort. Da fielen -glaube ich- 110 mm Regen an einem Tag und viele Pisten waren am nächsten Tag gesperrt und Brücken überschwemmt. Dann sind die Möglichkeiten arg eingeschränkt, aber das ist in Botswana sicherlich deutlich krasser.

Der Hluhluwe ist für seine vielen Nashörner bekannt. Wenn man noch keine gesehen hat und welche sehen möchte … hier kann man es kaum vermeiden, behaupte ich. Ich habe in 1,5 Tagen über 30 Stück gesehen. Es ist zugleich durch die bergige Landschaft recht interessant dort.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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19 Mai 2021 07:05 #616402
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  • Seyko am 19 Mai 2021 07:05
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Stefan / Sonja schrieb:
Seyko schrieb:
Mein Vorschlag:
Krüger von Süd nach Nord
Krüger NP stellten wir uns immer total überlaufen vor

Nun ja, der Krüger ist in vielerlei Hinsicht nicht mit dem wilden Botswana, Simbabwe oder Sambia zu vergleichen. Alleine der Umstand, dass ein Netz an Asphaltstrassen durch den Park geht, sorgt dafür, dass du u.U. mehr PKWs mit Caravans antriffst als Geländewagen ;-)

Dennoch bietet der Krüger dir viel, wenn du mit der Einschränkung leben kannst, dass du zur besten Fotozeit am Abend wieder ins Camp hetzen musst. Unbedingt vermeiden würde ich die vollkommen überlaufenen Grosscamps. Die sind wirklich ein Alptraum. Bspw. Skukuza. Für Camper gibt es aber tolle "Perlen" und wenn man seine Tour gut plant, kommt man fast vollständig mit diesen durch den Park. Das kleine Malelane Camp am gleichnamigen Tor im Süden war ein solches - oder das Tsendze Camp. Das sind Unterschiede wie Tag und Nacht im Vergleich zu den Grosscamps. Wenn Ihr zudem noch bei Toröffnung losfahrt und die Hauptstrassen meidet, wann immer es sinnvoll ist, habt Ihr schöne Erlebnisse ohne viel Trubel. Der Krüger ist eben ein Kompromiss. Man kann ihn sich "schön" gestalten und was die Sichtungen und die Vielfalt betrifft, so sind diese ebenbürtig zu anderen Destinationen und auf hohem Niveau.

Was Ihr einfach nicht unterschätzen dürft, sind die Kilometer, die Ihr in 14 Tagen abspulen müsst, wenn Ihr einen solchen Trip macht.
Regionen wie die Zentralkalahari würde ich zur Regenzeit nur empfehlen wenn du 1. Erfahrung hast und 2. Zeit. Die Bedingungen ändern sich da ganz schnell von "alles super" hin zu "Scheisse, wie kommen wir hier wieder raus?" Du musst da auch mit dem Risiko leben, dass du mal ein paar Tage festsitzt und warten musst, bis sich die Bedingungen bessern. Kannst du nicht, wenn du 14 Tage Zeit hast für die ganze Reise. Chobe River Front ist je nach Wetter auch nicht direkt am Fluss befahrbar. Die oberen Loops wären imho kein Grund, den weiten Weg auf sich zu nehmen. Botswana ist in der Regenzeit ein Traum - aber eben nicht in 14 Tagen mit Start in Johannesburg.

Viele Grüsse
Guido
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19 Mai 2021 09:00 #616411
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Moin,

was ich nicht so ganz verstehe, warum wollt Ihr in Johannesburg starten? Nur um schnellst möglich in den Norden Botswanas zu brettern?

Wäre da ein Start ab Windhoek und von da weiter mit einem Inlandflug bis in den Caprivi, nicht wesentlich sinnvoller??

Gruß
Markus
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19 Mai 2021 09:04 #616412
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  • Burkhard am 19 Mai 2021 09:04
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ich werfe mal meinen Vorschlag hier mit rein, macht diese Tour "One-Way", starten würde ich in JoBurg mit dem Krugerpark.
Durch den Park von Süd nach Nord, über den Mapungubwe-Nationalpark und Nata/Botswana nach Kasane ist sicher ordentlich zu schaffen.
Da ist dann auch genug Spielraum, die Victoria-Falls einzubauen und/oder einen Park in Simbabwe.
Wir habe die gleiche Fahrt andersrum gemacht (Start in VicFalls mit den Fällen, Transfer nach Kasane, Übernahme des Autos und Fahrt bis nach Johannesburg durch den Krugerpark).

Nachteile sind erhebliche Zusatzkosten für die One-Way Anmietung des Fahrzeuges (geht aber problemlos) und die Kosten für den Flug ab Kasane oder Victoria Falls. Aufgrund der Zeitersparnis halte ich das aber für verschmerzbar.

Ich habe bei unserer Tour an sich nur 2 längere und nervigere Strecken in Erinnerung auf der Route, das war die An/Ab-Fahrt zum Krugerpark und die langen Teerstraßen in Botswana von der Grenze (durch das Flussbett über den Limpopo) bis Nata + Kasane.
Die waren sehr gut fahrbar, aber landschaftlich eher "langweilig".
Gebraucht haben wir damals 11 oder 12 Tage, wenn ich mich richtig erinnere.
Gruß
Burkhard
Letzte Änderung: 19 Mai 2021 09:06 von Burkhard.
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19 Mai 2021 10:10 #616417
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  • kalachee am 19 Mai 2021 10:10
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Hallo zusammen

Macht euch nicht allzu viel draus - in solchen Angelegenheiten reagiert dieses Forum manchmal etwas empfindlich. ;) Allerdings: es ist wirklich etwas schwierig, konkrete Tipps zu geben, wenn man so gar keine Anhaltspunkte hat und «sich austauschen» ist auch eher wenig zielführend, wenn man gar nicht weiss, worüber genau ihr euch gerne ausgetauscht hättet. Aber das habt ihr ja nun nachgeholt und einige tolle Tipps und Anregungen sind jetzt ja schon zusammen gekommen. :)

Zum Thema «überlaufen»: bezüglich Krüger kann ich das nicht beurteilen, aber die Chobe Riverfront ist nun auch nicht gerade das, was ich als Geheimtipp bezeichnen würde... In der Nebensaison im Januar/Februar schaut das sicherlich etwas anders aus, wobei wir aber dort beim letzten Mal zu dieser Jahreszeit auf einer der klassischen Sunset-Bootstouren auch ganz ordentlich Betrieb hatten. Also so richtig ruhig und beschaulich geht das dort definitiv auch nicht zu und her.

Aber natürlich: lohnen tut sich das schon, es ist ein grandioses Wildbeobachtungsgebiet mit sehr hoher Tierdichte und man hat natürlich halt auch gute Chancen, alle «Grossen» und viele Hippos und Krokodile und eine fantastisch reichhaltige Vogelwelt zu sichten.

Die anderen haben es ja auch schon in Frage gestellt, ob sich das für 14 Tage wirklich lohnt. Die Strecken sind weit, da würden ja etliche Tage praktisch als reine Fahrtage drauf gehen.

Jo'burg - Mapungubwe 1 Fahrtag (530km)
Mapungubwe 1 Tag
Mapungubwe - Kasane 2 Fahrtage (850km)
Kasane / Chobe Riverfront 2 Tage

Danach könntet ihr von Kasane nach Savuti und von dort dann in den Moremi nach Maun. Das setzt aber schon etwas Erfahrung voraus und könnte in der Regenzeit unter Umständen etwas schwierig sein (ist aber sicherlich nicht jedes Jahr so krass wie heuer).

Kasane - Savuti 1 Tag
Savuti 1 Tag
Savuti - Moremi North Gate 1 Tag
Moremi 3 - 4 Tage (minimum drei Tage empfohlen!)
Moremi - Maun 1 Tag, von Moremi South Gate Campsite (1300km ab hier bis Jo'burg) ginge auch bis Ghanzi in einem Tag
Maun/Ghanzi - Johannesburg 2 Fahrtage

Grosse Highlights, ganz unbestritten, in kurze Zeit gepackt und viel Fahrerei (in den Nationalparks selber verbringt man für die Pirschfahrten ja eigentlich auch mehr oder weniger den ganzen Tag im Auto). Machbar, ja, Bock darauf hätte ich persönlich nicht so sehr...

Es gibt auch Autovermieter in Kasane oder Maun. Vielleicht also wäre es noch eine prüfenswerte Alternative, von dort aus eine Rundtour zu machen. Bestimmt etwas teurer wegen dem Gabelflug und vermutlich auch teurerer Automiete - aber sicherlich viel, viel entspannter. Habe ich aber noch nie gemacht und daher natürlich auch nie recherchiert dazu.

Hoffe, ihr kommt mit diesen Überlegungen schon mal einen Schritt weiter. :)

Viel Spass bei den weiteren Planungen und viel Vorfreude wünscht,
Sam
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