THEMA: Uganda zur Regenzeit!
08 Dez 2019 17:09 #574818
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16 Dez 2019 18:20 #575381
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Liebe Fomis, es wird Zeit, dass ich weiter reise.
Es geht von der Marafiki Lodge zum Lake Mburo über die Hauptroute durch Mbarara...

16.10.
Viel zu schnell vergeht wieder die Zeit auf der Marafiki Lodge und wir müssen uns verabschieden. Wir werden zum Auto begleitet und verabschiedet. Von einem Angestellten taucht plötzlich seine Mutter auf und zeigt uns ihre Körbe aus Schilfrohr. Es sind genau die Körbe, die ich gesucht habe. Für 30.000 UGX kaufe ich einen Korb mit Deckel. Wie immer in Uganda zucke ich bei dem Preis zusammen, aber es sind nur ca. 7,50 € für viel Arbeit. Ich kaufe nur einen Korb und ärgere mich später, nicht noch eine Schale der Frau abgekauft zu haben. Aber ganz bestimmt beim nächsten Mal!




(Mutter und Sohn)

Wir erreichen bald das Kasenyi Gate. Ich erkundige mich, ob es Sinn macht für knapp 2 Stunden einzufahren. Ja, natürlich! Also fahren wir los, in die Richtung, die uns zu den Löwen bringen soll. Es ist eine superflache Savannenlandschaft mit leider extrem rutschigen Wegen, aber das kennen wir schon! Häufig führen uns die Spuren über das angrenzende Gas, denn die Wege sind ausgefahren nach dem Regen.
Irgendwo stehen zwei Safarifahrzeuge und schauen in eine Richtung und da liegen tatsächlich Löwen, zwei, drei oder noch mehr? Sie sind sehr weit entfernt, leider! Nur aus der Ferne kann man die Tiere erahnen.











Das habe ich mir näher vorgestellt, aber egal, wir sehen ein paar Löwen und ein Jungtier entfernt sich sogar von der Gruppe. Es ist ja nicht so, dass wir das erste Mal Löwen sehen.
Dann verlassen wir wieder diesen Teil des Queen Elizabeth Parks in Richtung Süden. Unser Ziel ist heute das Eagles Nest am Lake Mburo. Bis zum letzten Ort vor der Lodge dürfen wir heute fast nur auf einer Teerstraße fahren.
Sicherheitshalber tanken wir noch einmal in Katungulu an der Shell Tankstelle, die auch eine Kreditkartenzahlung anbietet. Seit geraumer Zeit leuchtet im Armaturenbrett eine gelbe Lampe, die uns einen Hinweis auf die Bremse gibt. Wir fragen nach und schon schaut jemand in den Motorraum und checkt die Bremsflüssigkeit. Unsere Augen werden groß, als die Jungs uns bitten, auf die Bühne zu fahren, um den Wagen anzusehen. Es fehlte nicht nur Bremsflüssigkeit, wir müssen 2 Liter Getriebeöl nachfüllen und zu allem Unglück gibt es keinen Messstab mehr, außerdem fehlt noch Kühlerflüssigkeit!



Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können. Nach weniger als 5 Minuten haben die Jungs einen neuen Messstab organisiert und in Manfreds Beisein alle Flüssigkeiten nachgefüllt und die aktuellen Stände gemessen. Ich habe alles mit meiner Kreditkarte gezahlt. Es ist sehr gut, dass wir uns Zeit für den Service genommen haben, denn der Autovermieter hatte diese Zeit offensichtlich nicht.


Neben der Werkstatt ;) :woohoo:
Später erhalten wir das Geld aber problemlos vom Vermieter zurück und erklären, wie wichtig es ist, einen guten Service zu machen. In Uganda sieht man zu vieles noch zu locker.

Wir verlassen nach 20 Minuten die Tankstelle mit Werkstatt, überqueren ein letztes Mal den Kazibga Channel und folgen der Straße nach Mbarara. Einige Elefanten stehen am Rand und sind unschlüssig, ob sie die Straße überqueren sollen. Die Topis wechseln jedenfalls die Fahrbahn, so muss man immer aufmerksam sein.
Es geht also erst einmal die Escarpementroad hinauf. Von oben finden sich tolle Ausblicke auf den Nationalpark. Direkt am Escarpement befinden sich einige Lodges, ein Aussichtspunkt und die einzigen Souvenirhändler des Parks. Wir kaufen an einer Bude für 10.000 UGX ein Glas Akazienhonig, dann genießen wir ein letztes Mal den Blick auf die supergrüne Ebene und rollen weiter gen Süden.






Der Blick reicht bis zum Lake George zurück!


Manfred spricht mit dem Händler. ;)
Im weiteren Verlauf der Straße folgen wieder einige Krater, die teilweise wunderhübsch in Bananenplantagen eingebettet sind.





Die Landschaft ist wirklich wunderschön. Wir halten immer wieder an. Diese Hauptroute nach Süden wird gerade durch Baumaßnahmen verbessert, aber der Untergrund ist fest und nicht rutschig, nur sehr wenige Potholes zwingen zum Ausweichen.


Hier gehen gerade zwei Ziegen auf die Reise :woohoo: :whistle:






Nette Gehöfte sind zu sehen ;)
Dann wechselt die Landschaft in dunkles Grün - Teeplantagen. Auf einigen Felder ist die Ernte gerade in vollem Gange, d.h. eigentlich wird vier bis fünfmal im Jahr geerntet. Es werden nur die oberen Blätter geschnitten.
Wir halten an einer Plantage, ich spreche mit den Menschen. Eine Aufseherin und ein männlicher Kollege sprechen etwas Englisch. Sie erklären die Vorgänge. Viele Frauen sind hier Muslima und wollen nicht fotografiert werden, aber bei anderen ist es kein Problem. Die Aufseherin überwacht die geernteten Blätter, die gewogen werden. Jeder Pflücker erhält 23.000 UGX für ein Kilo Teeblätter, die Erträge notiert sie in einem Heft.



















Leider konnten wir nicht schätzen, wie schwer die Blätter sind und wie viele Kilo in einen Korb passen. Irgendwie sah der Korb auf dem Rücken der Leute sehr leicht aus. Der Tee wird dann in eine nahegelegene Trocknung geliefert.
Die Teeplantagen werden mit Giften gespritzt. Ich frage, ob Schlangen hier ein Problem seien, worauf die Aufseherin nur meint, alle Schlangen verschwinden nach dem Spritzen und die, die noch da sind, sind harmlos. :evil: :evil:


Typischer Straßenabschnitt, im Hintergrund eine Teefabrik!
Wir fahren bald weiter, gelangen nach Ishaka. Ich glaube das ist die dreckigste Stadt in ganz Uganda. Wir haben kaum irgendwo so viel Müll auf den Straßen gesehen, wie in dieser Kleinstadt. Es ist ganz fürchterlich. Eigentlich ist Uganda sonst nicht so schmutzig.




Kurz hinter der Stadt finden wir eine Einfahrt, die geeignet ist um ein Mittagspäuschen einzulegen. Im Allgemeinen ist das sehr schwierig, weil es erstens kaum Rasthäuser gibt (Ich glaube wir haben zwei brauchbare Cafés hier unten gesehen), und zweitens überall Menschen leben und man als Frau nicht einfach so buschen kann :woohoo: , ohne beobachtet zu werden. Nun bietet sich die Gelegenheit zu einem Joghurt, Bananen und ein paar Keksen.
Der guten Straße folgen wir bis Mbarara und gelangen auf eine autobahnähnliche perfekte Straße um die Stadt Mbarara herum. Die Straße ist so neu, dass sie sogar unserem Navi fremd ist. Die Umgehungsstraße führt direkt am großen Triangle Hotel vorbei, bald erreichen wir Senga, ein kleines Dörfchen. Hier verlassen wir die gute Straße, die weiter nach Kampala führt. Wir biegen in eine der bei uns beliebten Pads ab und müssen wieder 13 Kilometer Löchern ausweichen, mal mehr, mal weniger rutschen und verschlammen langsam. Sehen nur noch Bananenstauden und Matsch!


So sieht die Anfahrt von oben aus, quer durch das Dorf!!!






Bei Trockenheit ist das ganz easy :silly: :kiss:
Doch irgendwie erreichen wir das Eagles Nest, hoch auf einem Berg. Die letzten Meter sind mit neuem Verbundsteinpflaster gelegt, sonst hätte man auch kaum eine Chance, die Lodge zu erreichen.
Es ist früher Nachmittag und wir können die tolle Aussicht den ganzen Nachmittag genießen.




Der Empfang ist freundlich und wie gewohnt mit einem Erfrischungsdrink, wir erhalten eines der Zelte mit Blick in den Lake Mburo NP. Die Zelte sind natürlich auch ohne Strom, einen Charging Point gibt es neben der Bar und heißes Wasser können wir mit unserem Wasserkocher in der Küche machen, so dass wir einen Cappuccino vor dem Zelt trinken. Dann ruht Manfred sich aus, ich lese, vervollständige mein Tagebuch und suche Vögel.
Zur Lodge gehört eine Hecke aus Euphorbien, die bekanntlich einen weißen giftigen Saft enthalten. Gestern war die Lodge ausgebucht und alle Handtücher, frisch gewaschen, hängen zum Trocknen über der Hecke. Ich mache mir so meine Gedanken, ob das gesund ist?



Der Ausblick von hier oben ist wirklich einmalig, ob zum Nationalpark oder ins Dorf. Es ist ganz wunderbar, einfach nur zu sehen und es regnet nicht. Es ist trocken!





Unter uns grasen Zebras und Waterbucks, in der Ferne laufen Ankole Rinder, es qualmt einer der Holzkohleöfen bis spät abends, aber sonst - Ruhe!



Gegen Abend kommt ein weiteres deutsches Pärchen mit ihrem Guide an. Es sind Karin-Sophia und Torsten. Karin hat sich ganz unglücklich ihren Fuß gebrochen und erzählt, was sie damit erlebt hat. Ja, sogar das Gorillatrekking hat sie mit dem gebrochenen Fuß machen können. Sie wurde für viele weitere Dollar in einer Sänfte getragen.
Wir erzählen und erzählen und die Stunden flitzen dahin.
Vorher haben wir uns natürlich noch beim Dinner gestärkt. Das ist deshalb erwähnenswert, weil außer dem Preis nichts Besonders war- Also, es gab eine Rote-Beete-Suppe als Starter, dann folgte ein Reisteller mit Rindfleisch und etwas Gemüse, zum Dessert folgte ein Stück gebackene Ananas mit Honig, getrunken haben wir zwei Bitterlemon. Dieses Essen kostet auch in Uganda normalerweise ca. 20 € für beide. Als wir am nächsten Morgen die Rechnung erhalten – nur für das oben erwähnte Essen – sollen wir 227.000 UGX zahlen, das entspricht mehr als 50 €. Wir sind sprachlos, müssen es aber zahlen. Die Unterkunft ist mit 65 US$ sehr günstig, auch für Uganda, aber über das Essen wird der Preis wieder hoch!
An diesem Abend sind hier nur 6 Gäste, bei der Anwesenheit von Reisegruppen wird ein Büffet bereitet.
In netter Gesellschaft und bei dem Ausblick kann man aber auch dieses verknusen.

Fortsetzung folgt...
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18 Dez 2019 19:48 #575521
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17.10. Lake Mburo
Die Pfannenkuchen mit Ananas zum Frühstück sind übrigens oberlecker.



Ganz entspannt verlassen wir die Lodge, es regnet nicht und somit fällt es uns leicht, die steile Abfahrt ohne Herzklopfen meinerseits zu meistern. Manfred ist schon ein geübter und guter Fahrer, das hat er hier besonders unter Beweis gestellt, aber es ist deutlich entspannter, wenn die Wege in einem normalen Zustand sind. Hier sind wir mit einem Mietwagen unterwegs und den wollen wir unversehrt zurückbringen.


Morgens im Dorf! :kiss:
Nur einen Kilometer hinter dem Dorf stehen wir vor dem Gate zum Lake Mburo NP. Die Parkgebühren zahlen wir in Euro, dieses Mal ist der Wechselkurs wohl etwas schlechter. Wir zahlen 74 € und wieder 30.000 UGX für das Auto.


Der Lake Mburo NP ist der einzige Park, der Impalas beherbergt. Diese begrüßen uns auch kurz hinter dem Gate.


Dann entscheiden wir uns für eine Route, den Impala Track, nach Osten, sehen Paviane, Zebras, Büffel, Topis mit Jungtieren und vereinzelt verschiedene Vögel.


Wie ein Zebra von vorne aussieht, wisst ihr ja.. :evil: !




Defassa-Wasserbock Jungtier!


Alttier mit abgebrochenem Horn!





















Wir folgen den Ruroko Track und biegen später zum Kazuma Viewpoint ab.






Hintern sind immer wieder ... :woohoo: :evil:
Einige Hippos liegen in den Tümpeln am Wegesrand, der Weg zum Viewpoint wird dann aber noch einmal sehr matschig und rutschig. Wir erreichen dann aber eine starke Steigung, die kiessandig ist und sich gut befahren lässt. Zum Schluss wird sie aber so steil, ist ausgefahren und vom Regen ausgespült, dass wir uns entschließen den Wagen stehen zu lassen und zu Fuß weiter zu laufen. Das tut uns auch sehr gut, schließlich gibt es hier zwar Hyänen und Leoparden, aber keine Löwen und so ist Laufen erlaubt.





Wir erreichen einen Baum mit einem Bänkchen und Picknicktisch, uns bietet sich ein fantastischer Ausblick über den Lake und unter uns grasen die Zebras.



Kleine Blüten und Dungkäfer sowie hektische Schmetterlinge sieht man nur, wenn man zu Fuß unterwegs ist.








An dieser Aufnahme erkennt man ein bischen die Steigung.
Unser nächstes Ziel ist nun der Bootsanleger am See. Vom Kazuma Track benutzen wir ein Pad, auf der wohl schon lange niemand gefahren ist. Der Weg ist zwar ausgewiesen, aber so zugebuscht, dass es an einigen Stellen wirklich eng wird. Die Verlängerung über den Kigambira Loop führt direkt zum Anleger. Ein kleines Restaurant. Toiletten und eine Souvenirbude warten auf Gäste.


Restaurant

Souvenirshop
Um 14.00 Uhr legt die Fähre ab, aber immer nur, wenn mindestens 10 Personen angemeldet sind.

Karin-Sophia und Torsten wollen auch mitfahren und sind mit ihrem Guide pünktlich angekommen, sowie eine ugandische Familie und 4 weitere Touristen. Es reicht, wir kaufen die Tickets für 30 US$/pP. Kreditkartenzahlung ist nicht möglich, wir zahlen in Schillingen.
Bis zur Abfahrt haben wir noch Zeit für einen Lunch und um uns etwas umzuschauen. Karin hüpft mit ihren Gehhilfen zu den Toiletten, was etwas problematisch ist. Stehtoiletten als Frau zu benutzen mit Gipsbein erfordert Fantasie!
Wir dürfen alsbald auf das Boot. Torsten trägt Karin sogar in die obere Ebene, von hier ist der Ausblick besser, als von unten. Die zweistündige Fahrt wird kurzweilig, da wir eine Geburtstagsgesellschaft an Bord haben.


Carmelia wird heute 4 Jahre alt :kiss:


dann geht es los...

Fortsetzung demnächst...
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19 Dez 2019 07:45 #575545
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Hoi Biggi

Na dann hoff ich mal dass Ihr genügend Benzin dabei habt, nicht dass Euch wie uns 2013 mitten auf dem See das Benzin ausgeht... :laugh: :laugh: :laugh:
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19 Dez 2019 15:25 #575573
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Bootstour auf dem Lake Mburo
Wir sitzen in der ersten Reihe,

da kommt die ugandische Mutter mit ihrem Jüngsten auf dem Arm, die Nanny ist schon mit der 4 -Jährigen an Bord gesprungen. Die Mutter hält ihr Handy hoch, fotografiert mit Kind auf dem Arm und wusch… es passiert, genau in diesem Moment. Nein, sie stürzt nicht, zum Glück geht es allen gut, aber das Handy geht auf Tauchgang, ab zu den Krokodilen! Und damit sind alle Erinnerungen verschwunden, oder gibt es eine Lösung…? Wir sind schließlich in Afrika, hier ist alles möglich.
Oh nein, ausgerechnet heute, die 4-Jährige hat Geburtstag! Später erfahren wir, dass sie Carmelia heißt. Papa folgt mit einer typischen rosa-weißen Geburtstagstorte, so groß wie eine Hochzeitstorte. Ja, diese Familie gehört ganz offensichtlich zur ugandischen Oberschicht.


Nanny mit Bruder. Sie hat eine faszinierende Frisur :silly:
Wir legen ab und folgen der Küstenlinie am Schilf entlang, durch Hippo-Schulen und zum Anschauen von Vögeln im Schilf.



Dann dreht das Boot nach Süden, Krokodile, Hippos, Büffel und wieder Vögel sind zu sehen.











Besondere Plätze an Land, wo sich im Unterboden Salze und Mineralien befinden, die die Tiere mit der Zunge aufnehmen, werden uns erklärt und gezeigt. Ein Platz ist besonders interessant, weil sich hier so viele Tiere zum Lecken einfinden, nutzen die Leos ihn auch zum Jagen. Leider ist es für den Leoparden noch zu früh.



Für uns ist die African Finfoot Ente eine neue Sichtung.



Diese Ente soll sehr selten sein, wir freuen uns, etwas Neues zu entdecken.

Carmelia setzt sich später vor unsere Füße, sie und ihr Bruder sehen zum ersten Mal Krokodile, auch ihr Kindermädchen sammelt auf dieser Tour ganz neue Erfahrungen. Die Mutter verteilt derweil die Geburtstagstorte, wir sind natürlich auch eingeladen. Wie die Torte schmeckt? Hm, süüüüüß, so süß, wie Carmelia.
Nach 2 Stunden naht der Anleger und wir können kaum glauben, was wir dort sehen. Ein Junge steht mit dem Handy von Carmelias Mutter am Steg und winkt fröhlich. Es soll sogar noch funktionieren. Der Junge hat sich mutig zu den Krokodilen ins dunkle Wasser gewagt und das Handy gesucht. Ja, das ist Afrika! Der Junge war ganz nass und sprang mit seinen ganzen Klamotten ins Wasser. Wer hätte so etwas in Deutschland gewagt?

Wir verabschieden uns von Karin und Torsten, die zum Eagles Nest zurückkehren und drücken ihnen ganz fest die Daumen, dass sie gut nach Deutschland zurückkehren können. Sie fliegen übermorgen mit Bruxelle Air, bis dahin muss der Gips von Karin noch geöffnet werden. Leider haben wir es versäumt, die Telefonnummern auszutauschen, sodass wir nicht erfahren haben, wie der Rückflug verlief. Wir wünschen jedoch gute Besserung. Die beiden hatten schon auf dem Hinflug viel Pech, weil ihr Gepäck erst nach drei Tagen ankam.
Wir verlassen den Park über den Zebra Track nach Norden. Eine wunderschöne Savannenlandschaft erwartet uns hier noch einmal bei Sonnenschein mit Giraffen und Kronenkranichen, durchzogen von Hügeln und kleinen Kopjes.











Kurz hinter dem Gate liegt ein bunter Souvenirladen, wir halten aber nicht, sondern rutschen weiter durch ein Schlammloch bis zum Abbieger zur Rwakobo Lodge.





Diese Lodge liegt direkt hinter dem Gate auf einem Berg, ebenfalls mit toller Sicht ins Tal.







Wieder werden wir bei der Begrüßung durch eine Erfrischung verwöhnt und nach den Formalien/Einweisung zu unserem Bungi gebracht. Der Bungi ist ebenfalls ohne Strom, es gibt aber USB Anschlüsse zum Laden der Akkus, ebenso im Restaurant. Dort steht auch immer heißes Wasser, Tee und Kaffee bereit.


Eine rustikale Dusche, ich mag so etwas sehr, und wir sind fit für einen Rundgang. Dann ruhen wir auf einer Bank aus, trinken Cappuccino und träumen von Uganda.



In der Ferne werden die Ankole Rinder zur Tränke getrieben, alles ist super grün.





Ein Angestellter der Lodge stellt uns eine Schale mit Chips hinzu, auch die niederländische Familie am Pool erhält ein paar hausgemachte Chips. Hier können wir es länger aushalten, so schön!
Für die entsprechende Fitnes ist auch gesorgt... :silly: :silly: :silly:



Die Lodge ist ausgebucht, weitere Reisegruppen reisen noch an.
Zum Dinner folgt ein umfangreiches Büffet. Sehr lecker! Es gibt auch die leckeren und in Uganda häufig an der Straße angebotenen Samosas, gefüllt mit Gemüse oder Hack.



Außerdem gibt es am Büffet Local Food, Kohleintopf, als Gemüsegratin und eine Auberginenpfanne.
Mit der niederländischen Familie unterhalten wir uns noch ein bisschen, dann schleichen wir mit vollen Bäuchen zum Bungalow zurück und genießen auf der Bank davor noch einen Amarula.

Wieder endet ein wunderbarer Tag in Uganda.

Biggi
Letzte Änderung: 19 Dez 2019 15:46 von tiggi.
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24 Dez 2019 11:43 #575850
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Liebe Fomis,
die letzten Tage in diesem Jahr brechen an, heute wird das Weihnachtsfest eingeläutet -
auf diesem Wege wünschen wir als reisefreudige Familie allen ein wundervolles Fest und einen guten Rutsch in ein weiteres abenteuerreiches Jahr!

IN ARBEIT!
Die Tage in Uganda nähern sich auch dem Ende, aber ein bisschen folgt noch...

18.10.
In der Nacht müssen wir einige Gäste gehabt haben, auf unserem Moskitonetz liegen kleine länglich schwarze Knödel (Mäuse), die Bank vor dem Bungalow ist weiß bekackt. Glücklicherweise habe ich das Sitzkissen mit in den Bungalow genommen. Wir spüren überall, dass wir in der Wildnis leben. Es ist so toll.
Zum Frühstück gibt es ein großes Büffet, dass keine Wünsche offen lässt. Wie auf jeder Lodge werden Eierspeisen oder Pfannkuchen frisch zubereitet. Die einzelnen Schalen mit Obst oder Brötchen sind alle hygienisch mit weißen Deckchen abgedeckt. Leider wissen das auch die Meerkatzen. Sie lauern in allen Ecken und davon hat es hier viele. Blitzschnell klauen sind sie am Tisch, heben die Decken und schwupp diwupp sind die Bananen weg!



Leider habe ich zum Frühstück meine "große" Kamera nicht dabei!

Die Angestellten stehen mit Stöcken und versuchen die Äffchen zu verjagen, doch manchmal gewinnen eben die Tiere bei dem Spiel.
Der Manager ist ein gebürtiger Engländer, mit dem wir uns noch ein bisschen über die Community der Umgebung austauschen. Interessant ist zu wissen, dass alle Lodges 15% ihrer Einnahmen sozialen Projekten zu kommen lassen.
Wir verlassen nur ungern die Lodge, hier hat es uns mal wieder besonders gut gefallen, es stimmte alles, auch wenn diese Lodge die teuerste des Urlaubes war (170 US$) und das Marafiki Camp deutlich mehr bot. Das Abendbüffet hat übrigens 76.000 UGX (16 €) für 2 Personen gekostet und ist nicht vergleichbar mit dem Dinner im Eagles Nest. So unterschiedlich können in Uganda Preise und Leistungen sein.
Bis zur Hauptstraße nach Kampala liegen heute 8 Kilometer Piste vor uns, da es aber immer noch trocken ist, lässt sich diese Strecke mit einigen Löchern und Unebenheiten aber gut fahren. Die 8 Kilometer führen durch eine Community, die große Herden mit Ankole Rindern züchten. Wir halten an einer Herde, ich mache Fotos und schenke ein paar Kindern eine Packung Kekse. Sie sind überglücklich und müssen allen zeigen, was sie bekommen haben.










Die Hörner sind sehr imposant! :woohoo:






Bis zur Hauptstraße geht es gut voran!
Die Hauptstraße nach Kampala ist eine der besten Straßen im ganzen Land und lässt sich zügig fahren, wären nicht immer wieder die vielen Speedbumps im Wege. Regelmäßige Check Points gehören auch dazu. Wir werden immer durchgewunken, nur einmal fragen ein paar Mädchen, ob wir an einer Umfrage teilnehmen würden. Es geht um diese Straße, wie oft wir sie benutzen, wo wir herkommen usw. :ohmy: ;)

Um 12.00 Uhr erreichen wir das Äquator Memorial. Im Gegensatz zu dem Punkt im Queen Elizabeth Park, hat sich hier eine touristische Infrastruktur angesiedelt. Cafés, Restaurants und Souvenirläden warten auf Gäste. Wir finden ein Café mit gutem Cappuccino und bummeln durch die Läden. Etwas sehr Ausgefallenes können wir nicht entdecken. Ein kleines Schälchen mit Deckel aus Schilf erwerbe ich noch für 10.000 UGX. Und einen Schal zum Verschenken nehmen wir noch mit. Handeln ist hier sehr wichtig!
Das eigentliche Memorial wird gerade unter Leitung der Chinesen neu zementiert. Anweisungen erteilt eine Frau, eine Chinesin.










Die Menschen, die hier arbeiten ernähren sich überwiegend von Kochbananen. Überall steht versteckt ein kleiner Kocher!


Interssante Schautafel!




Die Chinesen bauen ein neues Memorial! :evil:
Fortsetzung folgt....
Letzte Änderung: 27 Dez 2019 16:51 von tiggi.
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