THEMA: Uganda zur Regenzeit!
29 Nov 2019 21:31 #574123
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  • sphinx am 29 Nov 2019 21:31
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Hallo Biggi
Auch ich lese sehr gerne mit. Vielen Dank für Deine Zeit diesen Bericht zu schreiben. Ich genieße es mich durch Uganda schaukeln zu lassen-ohne dabei nass zu werden.
Herzliche Grüße
Elisabeth
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30 Nov 2019 07:13 #574126
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Hoi Biggi
tiggi schrieb:
Manfred bleibt immer verschont! Warum greifen die Biester nur mich immer an?
Scheinbar ist er weniger appetitlich als Du... :laugh: :laugh: :laugh:
Wir haben das genau umgekehrt erlebt, bei uns wurden meist die Männer mehr gebissen als die Frauen und die Dunkelhäutigen mehr als die Hellhäutigen!
OK, Marina war die Ausname...
Aber die Biester sind wirklich eklig...ich erinnere mich daran wie wir im Ruaha bei zwei Löwen standen...bei rund 40°C in der dicken Jacke, die ich zuhause fürs Cabriofahren bis etwa 0°C anziehe... :woohoo:
Lieber schwitzen wie in der Sauna als die Tsetses füttern... :laugh:
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01 Dez 2019 11:24 #574218
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Teil II

Kazinga Channel Boattrip
Vom Crater Drive gelangt man zum Gate ..., davor warten die Wasserböcke





Die Crater Lake Rundtour endet am Main Gate zum Queen Elizabeth NP.



Hier wird unser Permit erneut kontrolliert, das Autokennzeichen notiert und wir dürfen in den Park. Unser Ziel ist die Mweya Lodge.



Hier starten die Kazinga Bootstouren. Die Lodge liegt ausgesprochen schön auf einem Berg. Für 32 US$ /pP buchen wir die zweistündige Boosttour. Sie startet um 14.00 Uhr. Eine Lunchpause ist gerade recht und wir setzen uns erst einmal ins Restaurant.




Vögel unterhalten uns auch noch...






... und verkürzen die Wartezeit.







Der Ausblick bis in den Kongo ist bei dem Wetter traumhaft. Unter uns grunzen die Hippos.



Wir bestellen einen echten ugandischen Cappuccino. Er wird sogar geliefert. Meistens hören wir nach ein paar Minuten, dass die Maschine heute „out of order“ ist, hier nicht.
Dazu bestellen wir einen leckeren Schokocake, hmmm! (Für alles zahlen wir 56.000 UGX) :kiss: ;)



Die Lodge besitzt sogar einen Souvenirshop, aber Postkarten gibt es keine. Zum Lodgegelände gehört auch eine Tankstelle. Wir brauchen heute keine, aber vielleicht andere Gäste.




Die Jetty mit den Booten befindet sich unter uns, ein kurzer Fußmarsch, aber eine längere Tour nit dem Auto. :silly:
Kurz vor 14.00 Uhr finden wir uns an der Jetty ein. Ein schweizer Pärchen wartet bereits, dann dürfen auch wir schnell aufs Boot und bis 14.00 Uhr füllt es sich mit Australiern und einem niederländischen Pärchen. Es geht los, ...




Schwimmwesten ? :blink: :woohoo:
... zuerst in den Kanal hinein zu einer großen Kingfisher Kolonie, weitere Vögel sind zu sehen:


Er wartet noch am Anleger






Störche und Ibisse scheinen hier gutes Futter zu finden.




Sandpiper


dann wendet der Fahrer und wir fahren in Richtung Lake Edward, noch einmal der Blick zur Lodge



Krokodile, viele Büffel, Kobs, Hippos und Topis (Leierantilopen) sowie Pelikane, Skimmer uvm. sehen wir.
















Malachit









auch die Monitore sind reichlich und scheinen kaum Feinde zu haben


den Malachit sieht man auch häufiger, manchmal sogar zu zweit









Der Webervogel baut ganz eifrig sein Nest.



Andere Tiere liegen dann doch lieber faul auf dem Gras!
Es ist eine sehr schöne Tour, die man nicht verpassen sollte. Während der Tour werden wieder Wasserflaschen und Snacks, Frühlingsrollen und Kekse gereicht. Wir passieren ein typisches Fischerdorf, bevor der Kazinga Channel in den Lake Edward mündet und wir umdrehen müssen.




Manch einer staunt über die Touristen :silly:








An der Mündung des natürlichen Kanals in den Lake Edwert soll es besonders gute Nahrung für die Vögel geben. Das wissen natürlich auch die Fischer des Dorfes. Dieses Dorf liegt im Queen Elizabeth NP.



zwischen diesem dichten Wald leben viele Elefanten


Der Himmel zieht sich zu und ein paar wenige Tropfen fallen, so wenige sind für uns schon gar nicht mehr erwähnenswert. Den Rückweg fahren wir durch diesen Südteil des Parks und müssen oft stehen bleiben, weil Elefanten den Weg versperren. An einem kleinen Dorf erreichen wir die Transitstrecke. Sie ist gerade fertiggestellt und eine sehr gute Teerdecke erwartet uns. Die in allen Teilen Ugandas verbreiteten Speedbumps werden noch in Handarbeit gesetzt.




Elefanten haben wie immer Vorfahrt :woohoo:




Fortsetzung folgt - ...Marafiki Lodge - ein Traum in Uganda!
Anhang:
Letzte Änderung: 05 Dez 2019 19:27 von tiggi.
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07 Dez 2019 15:25 #574703
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Marafiki Lodge

Nun erreichen wir die Marafiki Lodge über einen Feldweg, von dem sich kaum jemand vostellen kann, dass er zu einer Lodge führt. :)


Der Eingang sieht er schlicht aus.


Restaurant mit Blick auf den See.
Feuchte Tücher und der obligatorische Erfrischungsdrink warten auf uns, danach bringt uns ein Angestellter zu unserem Zelt. Wir müssen auf einen Hügel gehen. Manfred schnauft! :woohoo: :woohoo: Mir verschlägt dieses Zelt den Atem. Es ist unbeschreiblich schön, mit großer Außendusche, Toilette und zwei Waschbecken. Es gibt das erste Mal in Uganda ein Toilettenpapier, das sich ordentlich abreißen lässt. ;) , Flipflops und einen Bademantel, ein so hübsches Bett mit Lampen und einem Relax-Sofa. Eine Terrasse mit Ausblick auf den Lake George und es gibt Strom.


Der Eingang zum Zelt ist noch gemauert..








Stylische Bademäntel! :blush:
Ich kann nicht glauben, dass wir tatsächlich nur 130 US$ zahlen sollen. Für ugandische Verhältnisse ist das günstig. Die Budongo Lodge hatte keinen Service und wir haben 160 € gezahlt. Ugandas Unterkünfte sind sehr unterschiedlich in Preis und Leistung.

Unser Auto ist unter dem Lehm kaum noch zu erkennen, es ist so schmutzig, dass die Jungs der Lodge fragen, ob sie es waschen dürfen. Nur zu, gerne! :kiss: :kiss: Das wird eine ganz schöne Arbeit für die Jungs, wir geben ihnen später eine entsprechende Entlohnung. Das haben sie sich verdient!





Die Dusche wird eingeweiht, wir sitzen noch auf der Terrasse und genießen den Blick, bevor wir gegen 19.30 Uhr zum Restaurant gehen. Der Weg wird liebevoll mit Petroleumlampen beleuchtet. Das Essen ist auch sehr schmackhaft und der Wein? Nun ja, wir wollen nicht meckern. Er schmeckt!











Wir genießen die Lodge und schlafen völlig entspannt.
Am nächsten Morgen...











Wir verabschieden uns nach dem Essen und ahnen noch nicht, dass wir schneller zurück sind, als geplant war... :evil:Und wir haben tatsächlich nur 130 US$ bezahlt, allerdings werden hier keine Kreditkarten akzeptiert, aber wenn es bekannt ist, sollte es kein Problem sein. US$ oder UGX werden gerne genommen!

Biggi
Letzte Änderung: 07 Dez 2019 15:35 von tiggi.
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07 Dez 2019 15:46 #574705
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Auf dem Weg nach Ishasha

Von einer Forumsfreundin habe ich noch den Hinweis erhalten, dass die Menschen, die die Felder um die Marafiki Lodge bearbeiten, sich mit der Herstellung von Körben auch ein wenig Geld verdienen. Wir fahren also nach Verlassen der Lodge zu den Grashütten, ich zeige Bilder auf meinem Handy und frage nach dem Paar mit den Körben, leider verstehen sie kein Englisch. Ein älterer Mann erscheint, der etwas Englisch spricht und erklärt, dass die beiden nicht mehr hier sind. Einige der Menschen arbeiten auf den Feldern, andere sind in ihre Dörfer zurückgekehrt. Wir finden das sehr schade, aber tatsächlich ergibt sich später noch eine Gelegenheit einen Korb zu erwerben. Der einsetzende starke Regen machr eine weitere Kommunikation unmöglich.


In diesen Hütten leben die Menschen




Kinder sehen schmutzig aus!


Kurz vor dem Abzweiger zur Mainroad sehen wir diese Hütten und fragen uns, wie lange sie dem Regen standhalten mögen?




Nun geht es wieder über die Brücke des Kazinga Channels und bald müssen wir von der TAR in den Queen Elizabeth NP abbiegen. Wir nutzen die Transitstrecke zwischen Kongo und Ruanda, um in den Ishasha Sektor zu kommen, Es gibt nur die eine Strecke, links und rechts sind keine Wege, auf denen man eventuell einen Gamedrive machen könnte. An der Einfahrt wartet eine Polizeipatroulie. Das ist hier ganz normal.
Der Regen nimmt zu und schon nach einem Kilometer stecken die ersten LKWs fest. Es regnet wieder und die Strecke ist hier so aufgeweicht, dass es nicht möglich ist mit schwereren Fahrzeugen, als unserem Surf durchzukommen oder mit einem Rad, dass man schiebt!





Nun zeigt sich, warum wir einen Surf dem Land Cruiser oder Prado vorziehen. Dieser Wagen ist eindeutig leichter und es besteht wenigstens eine kleine Chance nicht sofort wegzurutschen.
Der LKW blockiert ziemlich viel des Weges und rechst von uns ist wieder der Graben. Er ist nicht tief, aber wenn man dort erst einmal hängt, kommt man nicht mehr alleine heraus. Manfred zirkuliert an dem LKW vorbei. Es passen genau zwei Finger zwischen uns den LKW, wir sind langsamer als eine Schnecke und es geht hier wirklich nur Zentimeter für Zentimeter voran. Ich gerate langsam in Panik und weiß nicht, wie wir die nächsten 70 Kilometer überstehen sollen.
Manfred gelingt es ohne Schramme an dem LKW vorbei zu kommen. Die Strecke ist jetzt frei, aber immer noch glatt wie Schmierseife. Dann begegnet uns erneut ein Klein-LKW, er wird nicht an diesem Engpass vorbeifahren können. Wir bleiben fast stehen, als der Wagen an uns vorbei schleicht. Der LKW rutscht, kann sich aber fangen. Irgendwann wird der Untergrund des Weges tatsächlich fester. Es sind 20 Kilometer durch Schlamm und Matsch, dann ermöglichen kleine Steine etwas mehr Gripp.




Hin und wieder kreuzen die Elefanten den Weg...





An Kasenyi ist sogar ein Teerstück eingearbeitet worden. Serpentinen und Kurven hätten nur zu Unfällen geführt. Danach ist der Fahrbahnbelag kiesähnlich und sandig, d.h. man rutscht nicht durch den Matsch. Hin und wieder gibt es noch mal ein ausgefahrenes und gefährliches Stück, aber ohne Gegenverkehr kann man es unversehrt überstehen. Das ist ein Abenteuer, was in keinem Reiseführer oder Bericht erwähnt wurde und ich weiß nicht, ob ich so ein Abenteuer buchen muss!

Irgendwann erreichen wir den Ishashasektor und das nördliche Gate. Ein Permit besitzen wir schon, so findet nur die obligatorische Registrierung statt, das Gate öffnet sich und wir fahren hinein. Vorher haben wir noch eine Karte erworben, auf der die Bäume eingezeichnte sind, auf denen man Baumlöwen vermutet.





Große weitläufige Savannenflächen, hier und da ein Baum und Blicke bis in den Kongo. Viele Büffel, Kobs und Topis, aber auch Waterbucks sind zu sehen. Alles Tiere, die wir schon vielfach fotografiert haben. Wir sind auf der Suche nach Baumlöwen, dazu besitzen wir jetzt eine Karte, in der alle in Frage kommenden Bäume markiert sind. Ein Großteil der Bäume befindet sich am Südgate.
Für ein paar Vögel halten wir immer wieder...


Bateleur










Familie Hammerkop ist versammelt..


Auch die Leierantilopen scheinen den Regen nicht zu mögen.
Wir fahren langsam als wir plötzlich wieder vor eine Straßensperre stehen. Gerade haben wir das Camp mit den nicht erkennbaren Picknickflächen umfahren, als vor uns ein Armeefahrzeug steht und uns erklärt, dass sie gerade einen Land Cruiser mit Touristen gerettet haben. In einer Kurve ist der Wagen so weggerutscht, dass der einheimische Fahrer den Wagen nicht mehr halten konnte. Der Fahrer kommt auf uns zu und warnt uns weiter zu fahren. Wir sollen zum Gate zurück und können von Süden kommend andere Wege befahren.





Manfred erkundet dann zu Fuß die Stelle und er meint: „Da fahre ich durch. Der Fahrer konnte nicht fahren!“. :evil: :angry: Ich schimpfe und weigere mich hier weiter zu fahren. Ich setze mich durch!!!! :side:



Bei dem Regen macht das Fotografieren keinen Spaß! :sick:

Wir drehen um, fahren zum Gate zurück und über die Transitstrecke zum Südgate, dann erneut in den Park. Leider sind auch hier viele Wege rutschig und wir müssen drehen. Baumlöwen sehen wir keine, was aber am Regen liegt, denn wenn der Baum nass ist, liegen sie dort nicht. Sie können nicht klettern, es geht ihnen wie uns, sie rutschen und im Südteil des Parks ist das Gras wieder so hoch, dass liegende Löwen nicht zu erkennen sind. Wir geben auf und verlassen den Park. Am Gate sprechen wir mit anderen Touristen, die auch keine Löwen gesehen haben.


Der Blick von der Transitstrecke zur Enjojo Lodge

Biggi
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Letzte Änderung: 08 Dez 2019 14:18 von tiggi.
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08 Dez 2019 14:01 #574794
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Fortsetzung "Kihihi" und Rückkehr nach Katunguru

Ein Ranger ist so nett, notiert sich meine ugandische Handynummer und möchte mich anrufen, wenn er hört, dass die Löwen auf einem Baum zu finden sind. Die meisten Touristen kommen in diesen Teil des Parks der Baumlöwen wegen, wenn sie sich auf dem Weg nach Bwindi zum Gorillatrekking befinden. Der Park ist klein und bietet nicht mehr als die Kas. Savanne im Norden des Queen Elizabeth Parks.
Wir sind ja noch einen Tag hier und haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, auf Löwen im Baum zu treffen. Nun fahren wir nach Kihihi, eine Kleinstadt am Rande. (Viele Gäste bleiben in der Enjojo Lodge, aber die Zimmerkategorie, die ich gerne hätte war viel zu teuer.) Will man nach Bwindi zum Gorillatrekking muss man durch Kihihi fahren. Der Weg ist anfangs sehr schmal, er führt dann steil in ein Tal. Bei Regen ist es hier auch wieder schmierig. Nun hat es zwar aufgehört zu regnen, aber trocken ist noch lange nichts.



Kurz vor Kihihi haben die Chinesen schon eine neue Straße begonnen, groß und breit, aber noch ohne Teer.
Wir erreichen unser Savannah Resort Hotel. Es liegt wunderschön in einem großen Garten und wird häufig von Golfern aus aller Welt besucht. Neben dem Golfplatz gehört auch ein eigener Flugplatz zur Anlage. Ein großes Hauptgebäude mit Restaurant und Bar ist umgeben von kleinen landestypischen Bungalows, in denen man wohnt.


Foto entsstand am nächsten Morgen! :silly:




Stefan Kluge kennt die Eigentümerin und bat uns Grüße auszurichten, aber wir bekommen sie nicht zu sehen.
In unserem Bungalow gibt es zwei Sitzgruppen, wir trinken gemütlich einen Cappuccino, es gibt hier Strom! Und bestellen zum Abendessen Pizza. Die schmeckt auch ganz gut,





Unsere Gespräche mit dem Personal und einer Frau aus den USA drehen sich immer wieder um den Straßenzustand. Ich habe dieses Hotel für zwei Nächte gebucht, dann wollen wir nach Rukingiri (südosten) weiterreisen. Bis Rukingiri führt die Strecke/Piste durch ein wunderschönes Tal. Alle Leute raten uns davon ab weiterzufahren. Ein Kellner schlägt vor, einen ortsansässigen Fahrer zu buchen, der uns durchs Tal fährt. Dann erfahren wir, dass auch die Matatus den Weg nutzen und häufig so quer liegen, dass die Strecke für Tage blockiert ist. Was sollen wir tun?
Erst einmal trinken wir einen Gin Tonic, der klärt unsere Gedanken.
Die Horrorstrecke durch den Queen Elizabeth Park scheint tatsächlich die bessere Alternative zu sein. Jedoch können wir dann nicht zwei Nächte hier verweilen, dann erreichen wir unsere anderen Buchungen nicht mehr.
Eine Idee wäre, alle weiteren Nächte zu stornieren und nach Fort Portal zurück zu fahren. Ich wollte sowieso noch einmal ins Toro Babies Home. Manfred hält die Idee nicht für gut, weder für mich, noch für die Kinder. Wir entschließen uns aber an der Rezeption zu fragen, ob wir morgen abreisen können, ohne für die zweite Nacht zu zahlen und dann nach Katunguru zurück zu kehren. Ein Problem noch: Die zwei LKWs, die die Strecke blockieren. Die Angestellten versichern uns, dass die bestimmt geräumt wurden, da es sich um eine Transitstrecke handelt, die frei bleiben muss. Wir sind gespannt, wie es dort aussieht.
Eine Unterkunft haben wir dann aber nicht.

Der nächste Morgen: 15.10.
Der Himmel strahlt in tiefem Blau, keine Regenwolken in Sicht. Das kann sich aber schnell ändern. Ich spreche mit der Rezeption, man hat viel Verständnis für die Umstände und kennt das Problem. Allerdings sind wir schon etwas Besonderes, da wir alleine ohne Driver unterwegs sind. Das kommt selten vor. Wir können abreisen. Aber natürlich nicht ohne Frühstück. Pancakes, Toast, frisches Obst und Saft und sogar Joghurt gibt es, auch Eier in allen Varianten können wir bestellen. Die Amerikanerin mit ihrer 12-jährigen Tochter bekommt heute einen Fahrer mit Auto. Sie ist aber direkt eingeflogen worden.
Ich buche erneut die Marafiki Lodge für eine Nacht. Das klappt mit booking.com wieder perfekt. Nun benötigen wir aber Bares, denn die Lodge akzeptiert keine Kreditkarten, einziger Wehmutstropfen dort!
In Kihihi gibt es seit Fort Portal den ersten ATM. Wir fahren die 3 Kilometer in den Ort, finden die Stanbic Bank und bekommen unsere Schillinge, schon sind wir wieder zu Millionären mutiert. Das funktioniert in Uganda sehr einfach!!!
Im Ort mache ich noch ein paar Fotos. Er ist so typisch afrikanisch, sandig, ohne Abwasserkanäle, keine festen Wege und unendlich viele Plastikschüsseln an Straßenrand.








Ein ganz besonderes Verkehrsmittel :woohoo: :silly





Hübsche große Häuser, Neubauten, aber auch saubere einfache Häuser mit Wäsche vor der Tür bilden den Rand.









Wir fahren zum Ishasha zurück.



Am Gate erinnert sich der Ranger an uns, wir überlegen noch, ob wir noch einmal die Permits für 80 US$ kaufen um nach Baumlöwen Ausschau zu halten. Der Ranger sieht für heute bessere Chancen, da es nicht regnet, kann aber nichts versprechen,
In Uganda scheint sich das ganze Leben immer nach dem Regen zu drehen.




Waschtag am Gate! :ohmy: :ohmy: :ohmy:
Ich habe nicht mehr ausreichend US$, wir haben hier schon so viel in Dollar gezahlt. Nun kann ich natürlich auch mit Kreditkarte oder in Euro zahlen. Davon haben wir noch einige Scheine im Portomonaie. Ich muss 73 € zahlen. Mit vielen anderen Safarifahrzeuge und Touristen begeben wir uns auf die Strecke. Immer wieder halten wir und tauschen uns aus. Irgendwann ist es mir egal, ob wir Löwen im Baum sehen oder nicht. Die Landschaft ist einfach sehr schön und viele interessante Vögel entdecke ich, die wir nicht im südlichen Afrika sehen. Löwen sehen wir immer wieder, wenn auch nicht auf dem Baum.







Dieses ist eben Uganda zur Regenzeit. :blush: :blush: :evil: :evil: Ein Guide hat gestern Abend zwei Löwen an einem Punkt beobachtet, an dem wir uns treffen, aber heute sind sie dort nicht mehr. Sie lagen auch nicht im Baum.


Wir schauen uns noch ein bisschen um, schließlich lacht die Sonne und dann ist doch gleich alles viel netter! ;) :)








Manfred findet wieder seine ganz speziellen Abkürzungen... :silly: :blink: :blush:





Ich freue mich auf die Marafiki Lodge und hoffe, dass wir den Rückweg gut meistern, vor allem ohne Regen.
Heute können wir durch den Park fahren und am Nordgate ausfahren, vorher erfreuen wir uns aber an den üblichen Verdächtigen: Büffel, Kops, Elefanten, Leierantilopen (Topis) oder all den anderen.



Gegen 13.00 Uhr soll es reichen und wir verlassen den Park. Die Sonne scheint immer noch. 70 KM sind es bis Katunguru, dass sollte zu schaffen sein. Wir kommen gut voran, die Strecke hat noch Pfützen, aber wir rutschen nicht, noch nicht. Paviane, Meerkatzen und andere Tiere sind an der Strecke zu sehen, viele Kops und dann turnen die White-Tail-Colobusse über unseren Köpfen. Wir bleiben stehen, öffnen unser Dach und schauen zu.





Eine kleine Pause ist gut.
Doch was war das gerade? Ich glaube ein Tropfen erreicht mich. Es zieht sich schnell zu und dann prasselt es schon los. Wir fahren schnell weiter, was geschafft ist, führt nicht zum Rutschen. Nach 10 Minuten hört es auf zu regnen und wir kommen fast bis zum Ende durch. Eine sehr kritische Stelle ist noch zu durchfahren, als uns ausgerechnet hier ein großer LKW begegnet. Wir rutschen aus unserer Spur, es gelingt Manfred aber wieder den Wagen zu halten und auf den Weg zu lenken. Das geht gerade noch einmal gut.
Bei Kasenyi begegnet uns ein großer Abschlepper - LKW. Wir können uns nicht erklären, in welche Richtung erfahren muss. Aber scheinbar hat er schon viel Arbeit am Beginn der Strecke erledigt. Die LKWs vom Vortag sind tatsächlich aus den Löchern gezogen.
Wir erreichen die Marafiki Lodge und sind so froh, dass wir uns entschieden haben, zurück zu fahren. Denn am nächsten Tag können wir über die Mainroad nach Senga fahren.
Zum Gorilla Trekking: Uns waren die Geühren von 1200 US$ zu hoch. Dieser Urlaub sollte nur ein Herantasten sein. Es ist nicht sicher, ob man nach einer Wanderung von 2 oder 7 Stunden die Tiere findet. Von Freunden hörten wir, dass sie 4 Stunden durch den dichten Regenwald gelaufen sind, andere haben aber hin und zurück 7 Stunden benötigt. Manfred hat ein neues Knie und nach einer Herz OP vor 12 Jahren auch nicht die Kondition für so eine Tour. Es ist so ungewiss wo man den Tieren begegnet.
Nun sind wir aber zur Regenzeit in Uganda gewesen, das ist die beste Zeit fürs Gorilla Trekking, da die Tiere weit aus den Bergen herunter kommen. Von anderen Reisenden hörten wir, dass sie gar nicht so lange gelaufen sind, wir hätten es durchaus wagen können. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es bei Regen so spaßig ist und ich weiß nicht, wie wir Bwindi erreicht hätten. Bei den Straßen! Nun haben wir noch ein Ziel für einen weiteren Aufenthalt in Uganda!
Auf der Lodge werden wir von lachenden Gesichtern empfangen und bekommen eine Cabin vor der Lapa. Die Cabin besteht aus Stein und nicht aus Zeltplane/Canvas. Die Ausstattung ist die gleiche, wir haben noch eine Empore mit einem zusätzlichen Bett. Es ist wieder so schön hier, denn auch hier ist die Terrasse mit Blick auf die umliegenden Berge und den Lake George. Wir genießen unsere Entscheidung bei einem Cap… auf der Terrasse und beobachten ein paar Vögel.



Dann ziehen wieder dunkle Wolken auf und im Nu versinkt die Landschaft, es ist erst 17.45 Uhr, aber schon ganz dunkel. Es rumpelt fürchterlich über unseren Köpfen, der Strom fällt aus.





Es gibt nur noch eine Notbeleuchtung über den Generator, das bedeutet, dass zwar das Licht leuchtet, Aber aus den Steckdosen fließt nichts mehr. Das wird sich auch nicht mehr ändern bis zum nächsten Morgen. Es muss ins öffentliche Netz eingeschlagen haben. Das ist für die Einheimischen aber ganz normal!
Gegen 19.00 Uhr tröpfelt es nur noch vereinzelnd und wir gehen zum Dinner in die Lapa. Das Abendessen ist wieder sehr lecker. Mit Joseph üben wir wieder ein paar Sätze Deutsch, er ist sehr bemüht. Ich verspreche ihm, das nächste Mal ein Kinderbuch zum Lesen mitzubringen.
Beim Abendessen lernen wir eine Familie aus fast-Deutschland kennen. Sie ist eine Italienerin, er ein Arzt aus Deutschland, umgezogen nach Österreich und derzeit arbeitstechnisch in den VAE wohnhaft. Sie sind mit einem Toyota Land Cruiser von roadtrip africa on tour und erzählen nichts Gutes vom Auto und dem niederländischen Vermieter. Der Wagen ist schlecht gewartet und schon nach wenigen Tagen mussten sie den Urlaub in einer Werkstatt verbringen. :woohoo: Das hat kostbare Ferienzeit verschlungen. Sie haben auch genau erzählt, was dort zu erledigen war. Ich habe es mir nicht gemerkt, da ich die Teile des Autos nicht kannte. Wir tauschen noch einige Erlebnisse aus und erfahren, dass ein Löwenrudel in der Kasenyisavanne einen Riss hat. Wir überlegen, ob wir unser Permit am nächsten Morgen noch ausnutzen und einen Gamedrive einbauen, es wäre genug Zeit, aber wir müssen es vom Zustand der Wege und dem Regen abhängig machen.





Biggi
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