Bin von jetzt an auch am mitreisen... Geniale Berichte und Pix, die mich voll mitreissen! Weiter so! Macht grossen Spass beim Lesen! Bin selber an der Planung für Herbst 2016 und kann sicher diverse Tips brauchen. Habe gerade euren RB von 2011 entdeckt... 🙂 🙂 🙂 Wow! Die Zeit werde ich mir sicher nehmen, den in voller Länge reinzuziehen!
Besten Dank auch an alle anderen Forumianer, die uns mit ihren wunderbaren Berichten an ihren Reisen teilhaben lassen!
CU z-a-r
Der gesunde Menschenverstand hat sich ganz schön unterschiedlich entwickelt!
Mellie1248 Beiträge · seit 201503. Okt. 2015 · #23
Hall Peter, Auch ich bin dabei. Da auch wir im nächsten Jahr mit unseren beiden Kindern in Botswana unterwegs sein werden verfolge ich Familien Reiseberichte besonders gerne. Schön, dass Du einen Eindruck von Khama gegeben hast. Das hat mich besonders interessiert, weil Khama auch unser erster Stop für zwei Nächte in Botswana werden wird. Wir waren vor einigen Jahren schon einmal da aber haben nur übernachtet und sind früh morgens gleich weitergefahren. Deine Bilder und Erzählungen bereiten echt Vorfreude 😁
2006: Botswana und Sued Afrika
2009: Botswana und Sued Afrika
2012: Sued Afrika (KTP)
2014: Marokko
2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201205. Okt. 2015 · #24
Mittwoch 12.08.2015:
Fahrtstrecke: Kubu Island – Tiaans Camp am Boteti
Das Morgenprozedere ist wie am Vortag. Ich stehe um 7 auf, mache ein paar Fotos und Kaffee, die Mädels krabbeln nacheinander zwischen 7:30 und 8:00 aus den Zelten.
Gegen 9 Uhr sind wir bereit zur Abfahrt.
Wir wollen heute Morgen noch einen Geocache entdecken, der sich ganz in der Nähe der Campsite befindet. Nach kurzem Spaziergang und Suche können wir den Schatz entdecken und uns im Logbuch verewigen.
Danach verlassen wir Kubu Island und machen uns auf den Weg Richtung Norden. Wir wollen die Route durch die Salzpfannen Richtung Nata nehmen, und dann an der Hauptstraße Richtung Maun. Am Gate wird uns das Tor von einem Mann geöffnet, mit dem wir kurz plaudern. Er fragt, wo wir hinwollen und meint, der Weg Richtung Norden und dann die Hauptstraße nach Westen sei doch viel zu viel Umweg. Wir sollen die direkte Verbindung nach Gweta nehmen, es ist eh alles trocken und gar kein Problem. Wir bedanken uns für den Tipp und spendieren ihm eine Cola aus unserem Kühlschrank. Wir überlegen kurz, ob wir den Ratschlag befolgen sollen. Wir schauen uns die Strecke auf der Karte und im Reiseführer an. Auch das Navi kennt sie natürlich. Laut Hupe-Reiseführer „bietet die Strecke landschaftlichen Hochgenuss aber auch enorme Orientierungsschwierigkeiten, da es keinerlei Beschilderung oder Anhaltspunkte gibt“ und man es besser „mit zumindest 2 Fahrzeugen“ bewältigen soll. Aber ohne Frage ist der Weg deutlich kürzer. Im Vertrauen auf die Auskunft am Gate, unser Fahrzeug, das Navi, den vollen Wassertank und unser Satellitentelefon wagen wir die direkte Strecke…
Am Anfang eine ziemliche Rumpelpiste erreichen wir bald die erste Pfanne und wir machen Fotos, wo wir uns mit der Perspektive spielen.
Danach ändert sich die Landschaft mehrmals. Von grasbedeckte Steppen, Mopanebusch bis hin zu Salzpfannen ohne jede Vegetation reicht die Palette.
Schließlich erreichen wir aber doch die Hauptstraße zwischen Nata und Maun, wobei sich lediglich die letzten paar hundert Meter als schwierig herausstellen. Das Navi will uns ständig auf einem Weg zur Hauptstraße führen, der nicht (mehr) existiert. Irgendwann schaffen wir es doch zur Straße und erreichen gegen 14 Uhr das Planet Baobab, wo wir eine Pause machen wollen. Dort angekommen bestellen wir etwas zu trinken und einen Snack an der Bar.
Leider dauert die Zubereitung von Sandwiches mit Pommes 1 ½ Stunden, sodass wir im Planet Boabab mehr Zeit verbringen, als wir vorhatten. Immerhin wollen wir heute noch bis zu Tiaans Camp am Boteti kommen, damit wir dann dort 2 Tage an einem Ort haben und ein wenig durchschnaufen können. Durch die Verzögerung ist es leider schon fast 16 Uhr, als wir wieder aufbrechen. Gegen 17 Uhr erreichen wir das Phuduhudu Entrance Gate zum Makgadikgadi National Park. Wir bezahlen die Permits und dürfen einfahren. Das Navi zeigt als Ankunftszeit 18 Uhr an. Das sollte sich ja ausgehen. Schon bald merke ich, dass der Sand so tief ist, dass ich Luft ablassen sollte. Mit 1,5 Bar in den Reifen kommen wir ohne Probleme auch durch die sehr weichen und tiefen Sandpassagen. Wir sehen unsere ersten Elefanten auf der Reise. Auch Zebras, Giraffen und Gnus. Alle in herrlichem Abendlicht.
Obwohl die Szenerie traumhaft ist, tun wir uns mit dem Genießen schwer, da inzwischen das Navi von einer Ankunftszeit von 18:30 ausgeht. Wir melden uns telefonisch bei Heike von Tiaans Camp um nachzufragen, wie lange eigentlich die Fähre über den Fluss in Betrieb ist. Sie meint, dass es ab Dämmerung keine Überfuhren mehr gibt, aber sie wird schauen, dass sie den Fährmann erreicht um uns ausnahmsweise trotzdem abzuholen.
Als wir das Flussufer erreichen, ist es stockdunkel. Wir sehen aber, dass die Fähre schon am Weg zu uns ist. Wir erhalten eine Belehrung, dass die Überfuhr in der Nacht nicht erlaubt und auch gefährlich ist. Wir entschuldigen uns und bedanken uns für die Ausnahme. Das Aufrunden der Überfuhrgebühr von 150 Pula um weitere 100 Pula für den Extra-Aufwand hebt aber schlagartig die Stimmung beim Fährmann und wir dürfen übersetzen:
Sehr müde aber erleichtert erreichen wir um 19 Uhr Tiaans Camp wo wir von Heike empfangen werden und eine Campsite beziehen. Wir machen uns eine Tomatensuppe und trinken etwas an der Bar. Das restliche Abendprogramm ist wie immer Akku laden und Fotos von allen Kameras sichern. Gegen 22 Uhr verkrümeln wir uns in die Dachzelte...
KAKarinK106 Beiträge · seit 201306. Okt. 2015 · #25
uns ist es heuer auch mehrmals passiert, dass wir im Dunkeln angekommen sind. immer wieder verschätzt man sich ...
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201209. Okt. 2015 · #26
Donnerstag, 13.8.2015:
Fahrtstrecke: Game Drives am Boteti
Gestern Abend hat uns Heike den Tipp gegeben, den schönen Sonnenaufgang von der Aussichtsterrasse aus anzuschauen. Ich stehe gegen 6 Uhr auf und ziehe mich an. Auch Selina ist motiviert und wir gehen zur Aussichtsplattform. Dort gibt es gemütliche Sofas mit Decken. Wir beide versuchen die Szenerie mittels Time Lapse am Fotoapparat festzuhalten.
Danach kehren wir zum Auto zurück, wo inzwischen auch Leo und Claudia aufgewacht sind. Heute wollen wir es ruhiger angehen lassen und lassen uns dementsprechend mit allem noch mehr Zeit als sonst…. Wir vereinbaren das Abendessen für heute mit Heike. Es soll Suppe und Lasagne für uns geben…. Wir packen die Zelte zusammen und fahren zum Fluss, wo wir mit der Fähre übersetzen. Diesmal wesentlich entspannter bei Tageslicht.
Wir fahren im Park den Boteti entlang und sehen viele Tiere. Giraffen, Gnus, Zebras, Impalas, auch jede Menge Elefantenherden. Das Highlight ist eine Löwin, die in 100m Entfernung die Straße kreuzt. Leider zu kurz um ein Fotos oder Video zu schaffen.
Ein paar Kilometer darf auch Selina auf meinem Schoß das Steuer übernehmen. In den tiefen Sandspuren und Schrittgeschwindigkeit ist es ohnehin unmöglich vom Weg abzukommen.
Der Sand ist auch hier teilweise sehr tief, aber mit dem reduzierten Reifendruck zu schaffen. Trotzdem bleibe bei einer Abbiegung in einer sehr tiefen Düne stecken. Ich versuche gar nicht lange zu experimentieren, ob ich mit Schwung wieder freikomme. Im Stand sperre ich das hintere Differential und lege den Geländegang ein. Ohne die kleinsten Schwierigkeiten pflüge ich durch die paar Meter losen Sand und kann mich selbst befreien. Habe ich schon erwähnt, dass ich das Auto liebe … Nach einer Stunde drehen wir beim Viehzaun um. Für den Rückweg wählen wir den Weg ganz nahe am Wasser. Noch näher als zuvor bestaunen wir die Elis, Hippos und unzählige Vögel. Eine ganze Geierkolonie können wir aus nächster Nähe fotografieren.
Die manuellen Fensterheber gehen aufgrund des Staubes immer schwerer. Während der Fahrt reißt Selinas Kurbel sogar total ab und das Fenster lässt sich nicht mehr schließen. Mit halb offenem Fenster setzen wir die Fahrt fort. Es wird ja hoffentlich nicht genau jetzt wieder ein Löwe auftauchen… Ich hoffe, dass wir das Problem morgen in Maun kostengünstig und rasch lösen können. Moremi und Chobe möchte ich nicht unbedingt mit einem ständig offenen Fenster befahren. Nach einer neuerlichen Überfahrt mit der Fähre sind wir zu Mittag wieder im Camp und relaxen den restlichen Nachmittag. Entweder in der Hängematte, im Zelt oder am Campingtisch. Die Kinder springen auch in den netten Pool, dessen Temperatur frisch ist aber aushaltbar. Claudia wäscht ein paar unserer Leibchen, die wie gewohnt rasch trocknen. Ich versuche mit meinem Multitool das Fenster zumindest notdürftig zu reparieren. Obwohl ich einige Schrauben der Verkleidung lösen kann und dem Problem schon sehr nahe komme gelingt es mir nicht das Fenster in geschlossenem Zustand zu fixieren. Somit muss ich auf Support in Maun morgen zählen.
Das Abendessen ist sehr lecker. Die Butternut-Kürbissuppe und auch die Lasagne schmecken ausgezeichnet. Als Nachspeise gibt es Apfeltarte mit Vanilleeis. Wir plaudern noch eine Weile mit Heike bevor wir uns zur gewohnten Zeit, also zwischen 9 und 10 Uhr zum vierten Mal in die Zelte zurückziehen.
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201220. Okt. 2015 · #27
Freitag, 14.08.2015:
Fahrtstrecke: Tiaans Camp – Discovery B&B Maun
Heute möchte auch Claudia den Sonnenaufgang sehen. So finden sich alle außer Leonie noch vor 7 Uhr auf der Terasse ein. Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von Heike und fahren los auf der Haupstraße Richtung Maun. Die Reifen habe ich schon gestern Abend wieder auf Standarddruck aufgepumpt. Kurz vor Maun gibt es eine Polizeikontrolle, die Papiere und der Führerschein werden gecheckt und wenig später setzen wie die Fahrt fort. Schon nach 90 Minuten Fahrt erreichen wir Maun. Wenig später, 10 km nördlich von der Stadt, treffen wir am späten Vormittag bei unserer heutigen Unterkunft, dem Discovery B&B ein. Hier haben wir ein Family Rondavel reserviert. Eine urige Unterkunft mit einem Doppel- und einem Stockbett. Wir laden das Gepäck aus und Claudia sortiert die Kleidung um.
Während die Kinder relaxen fahre ich zurück in die Stadt zum örtlichen Toyota Händler. Dort läuft alles höchst professionell ab und innerhalb von 30 Minuten ist der Fensterheber ausgetauscht. Kostenpunkt ca. 30 Pula, also weniger als 3 EUR. Ich gleich den leeren Laderaum und besorge 11 Stk. 5 Liter Kanister Wasser, die ich in den Wassertank einfüllen möchte. Auch der ATM beim Spar spuckt brav die angeforderte Summe aus. Schließlich schaue ich auch noch beim DWNP vorbei und möchte die Permits für Moremi und Chobe besorgen. Allerdings habe ich die Campsite-Voucher nicht dabei, ohne die ich die Gebühren nicht bezahlen kann. Zurück im Hotel haben die Mädels inzwischen wieder Chips und Kekse zu Mittag gegessen und chillen und lesen am Pool. Leider ist das Wasser mit 15 Grad deutlich zu kühl und auch ziemlich dreckig. Wir beschließen zum Abendessen in die Thamakalane River Lodge zu fahren. Zuvor schauen wir nochmal gemeinsam in die Stadt um die Essens- und Trinkvorräte für die nächsten 6 Tage aufzufüllen. Beim DWNP können wir allerdings nicht wie geplant die Permits organisieren, da es inzwischen nach 17 Uhr und das Büro schon geschlossen ist. Wir werden also die Permits jeweils an den Gates organisieren. Gegen 18 Uhr sind wir in der Thamakalane River Lodge und essen alle sehr leckere Pizzen. Auch der Preis der Speisen (ca. 6 EUR) ist total in Ordnung. Nach dem Essen schauen wir noch beim großen Lagerfeuer vorbei und plaudern mit Einheimischen Guides und den Besitzern der Lodge. Leider können wir nicht allzu lange bleiben, da wir nicht allzu spät wieder in unserer Unterkunft sein wollen.
Zaungast beim Essen:
Sehr vorsichtig und langsam fahren wir im Stockdunkeln die 5 km zurück und sind gegen 22 Uhr alle in den Betten. Für morgen haben wir einen Delta-Rundflug um 8 Uhr ausgemacht, somit müssen wir alle früh aufstehen…..
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201222. Okt. 2015 · #28
Samstag, 15.08.2015:
Fahrtstrecke Maun - South Gate Camp Site
Wir stehen um 6:45 auf. Das Frühstück lassen wir vorsichtshalber aus, stattdessen nehmen wir alle eine Tablette Superpep gegen Reisekrankheit. Aus verschiedenen Berichten habe ich erfahren, dass der Delta Rundflug doch etwas unruhig sein kann, und da schadet es nicht, den Magen ruhig zu halten. Unser Plan ist es, nach dem Flug im Restaurant Bon Arrivée zu frühstücken, dann zu tanken und einzukaufen und gegen 11 Uhr wieder beim Discovery zu sein. Bis dahin können wir auch unser Gepäck am Zimmer lassen. Um 7:30 sind wir beim Büro von Mack Air am Flughafen. Unsere Reservierung liegt vor. Ich frage, was es kostet, wenn wir den reservierten 45 Minuten Flug auf 1 Stunde verlängern. Mir werden als Preis ca. 3500 Pula genannt, was nur um 300 Pula mehr ist, als mir als Preis für den 45 Minuten Flug genannt wurde. Eine kurze Rückfrage per Funk beim Piloten, ob er auch genug Sprit für eine Verlängerung hat wird positiv beantwortet und wir bekommen unsere Tickets. Obwohl alles hier am Flughafen sehr klein und übersichtlich ist, gibt es die gleichen Prozeduren wie an großen Flughäfen. Wir müssen mit den gerade ausgestellten Tickets einchecken, die Pässe herzeigen, durch eine Sicherheitskontrolle und warten in einem kleinen Bereich auf das Boarding. Wenige Minuten später besteigen wir einen Bus und werden zu unserem Flugzeug, einer Gippsland GA8 Airvan gebracht. Dort begrüßt uns Jose aus Barcelona, der unser Pilot ist. Obwohl wir nur zu viert sind, haben wir einen 7-sitzigen Flieger und somit jede Menge Platz an Bord und jeder eine Gute Sicht nach draußen. Alle knipsen und filmen was das Zeug hält. Tiere bekommt man eigentlich erst nördlich des Viehzauns zu sehen. Da die ersten und letzten 15 Minuten des Fluges südlich des Zauns sind, bin ich froh, den Flug verlängert zu haben. Somit haben wir eine ganze halbe Stunde im Deltagebiet nördlich des Zaunes. Der Flug verläuft sehr ruhig und niemandem wird schlecht. Neben der fantastischen Landschaft erkennen wir unter uns Büffel, Elefanten, Nilpferde, Litschis und Giraffen.
Schwierig zu sagen, ob die Tablette notwendig gewesen ist, aber beruhigend war es für uns alle auf jeden Fall. Nach dem Flug kehren wir beim Bon Arrivee Restaurant ein und bestellen Frühstück. Leo ist ziemlich stinkig, weil sie unbedingt Croissants wollte, die es aber nicht gibt…. Wir kaufen die fehlenden Lebensmittel für die nächsten 6 Tage ein, vor allem Frischfleisch, auch bei der berühmten Beef Boys Fleischerei in Maun schauen wir vorbei. Jetzt noch schnell Tanken und Gasflasche sicherheitshalber auffüllen und dann ab ins Okavango Delta !!! Ich bin nicht sicher, wieviel Gas wir in den ersten 4 Tagen Camping schon verbraucht haben, also will ich sicherheitshalber auch die Gasflasche auffüllen lassen. Doch halt – Bei der Shell Tankstelle kann ich meine Gasflasche nicht auffüllen lassen. Auch bei der Puma Tankstelle geht das nicht. Ich werde zu einer Firma namens Viking Gas am anderen Ende der Stadt verwiesen. Leider kennt das Navi die Firma nicht. Wir sehen auch ein Schild mit einer Richtungsangabe bei einer Kreuzung, dieses wird von mir allerdings falsch interpretiert… Es dauert fast eine halbe Stunde bis wird Viking Gas entdecken. Aber leider ist heute das GAS aus !!!! Wir werden zu einer anderen Firma in der Nähe weitergeschickt, die sollten Propangas haben, wir uns versichert…. Nochmal 10 Minuten später kommen wir dort an. Und es gibt auch Gas ! Ich überreiche die Flasche und bitte darum diese randvoll zu machen. Der Kollege schließt sie an, wiegt sie und meint, die ist doch voll! Alles, was wir die letzten Tage an Gas verbraucht haben ist weniger, als er überhaupt als Differenz feststellen kann. Ich bedanke mich, gebe Trinkgeld und muss peinlicherweise den Rückzug antreten. Insgesamt mehr als 1 Stunde vertan, für nix….. Inzwischen ist es auch schon deutlich später als vereinbart und wir haben ein schlechtes Gewissen, dass wir noch immer nicht unser Zimmer verlassen haben. Wir müssen schließlich auch noch packen. Als wir gegen 12 Uhr beim Discovery ankommen ist unser Zimmer schon sauber gemacht. Wir packen fertig und beladen das Auto. Es ist ca. 12:30 als wir aufbrechen. Wir bekommen von unserem Gastgeber noch Sandwiches für den Weg, da wir ja heute morgen nicht das Frühstück konsumiert haben. Am Weg decken wir uns mit Feuerholz ein. 2 Stunden später erreichen wir das South Gate der Moremi Reserve und bald darauf den Campingplatz.
Wir richten uns gemütlich ein. Zu einem Gamedrive noch heute Nachmittag kann ich niemanden mehr motivieren. Wir spannen die Hängematte auf und machen ein Lagerfeuer.
Zum Abendessen gibt es faschierte Laibchen mit Reis. Auch diese Speisen sind mit unserer Küchenausstattung keine Hexerei mehr. Wir essen früher als die letzten Tage und sind um 18:30 mit Essen, Zähneputzen und Abendtoilette fertig. Um 19 Uhr sind alle in den Dachzelten. Die Kids wollen heute zusammen im Zelt schlafen. Wir stimmen zu. Im Fall des Falles könnten wir über die Mittelfenster von Zelt zu Zelt krabbeln. Um 20 Uhr ist Licht aus.
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201228. Okt. 2015 · #29
Sonntag, 16.08.2015:
Fahrtstrecke: South Gate Campsite - Xakanaxa Campsite
Wieder war die Nacht sehr angenehm. Schön langsam hat jeder für sich das optimale Nachtgewand für die Schlafsäcke gefunden. Wir frühstücken und freuen uns auf den ersten Gamedrive, den wir bei der Black Pools Gegend unternehmen wollen. Danach haben wir vor über Third Bridge nach Xakanaxa zu fahren. Nur Leo lässt sich von der Vorfreude nicht anstecken und hat alle Zeit der Welt für ihr Frühstück und ihre Körperpflege. Sicherheitshalber reduziere ich den Reifendruck auf 1,5 Bar und wir brechen um 9:30 auf. Während ich die Permits für Moremi am Gate bezahle, fotografieren die Mädels Zwergmangusten in der Nähe des Autos.
Am Weg zu den Black Pools entdecken wir unsere ersten Leierantilopen. Auch jede Menge Elefanten, Giraffen, Zebras und natürlich Impalas .
Bei der Third Bridge Campsite machen wir eine Klopause und essen zu Mittag Sandwiches. Die Fahrt über die Third Bridge muss natürlich Foto- und Videotechnisch festgehalten werden. Zu diesem Zweck gehen Leo und Claudia todesmutig zu Fuß voraus.
Danach darf auch Leonie ein paar Kilometer auf meinem Schoß das Auto manövrieren.
Um ca. 15 Uhr erreichen wir die Xakanaxa Campsite. Wir richten uns gemütlich ein. Wir haben einen wunderschönen Platz direkt am Wasser und eine tolle Aussicht über die Lagune.
Wir spazieren zur Bootsanlegestelle in der Nähe und machen für morgen Nachmittag eine 2-stündige Bootstour nur für uns um 1000 Pula aus. Um auch das restliche Hackfleisch von gestern nicht unnötig lange spazieren zu führen, gibt es heute Spaghetti Bolognese. Auch diese gelingen in unserer Semiprofessionellen Küche hervorragend. Dazu natürlich wie immer Savannah und Schweppes Lemonade, Diesmal erstmals auch Hunters, welches uns von Heike von Tiaans empfohlen wurde. Im Prinzip ist Hunters wie Radler bei uns und recht erfrischend. Relativ spät trifft eine Gruppe italienischer Camper ein. 5 Autos, darunter ein Riesen-Unimog. Mindestens 12 Personen, die sich leider unweit unseres Platzes breit machen. Um 19 Uhr sind alle Bettfertig. In den Bäumen über uns sehen wir Bushbabies herumhuschen. Leider gelingt es mir nicht, sie vernünftig zu fotografieren.
Aber im Licht unserer Stirnlampen leuchten ihre Augen feuerrot, was recht witzig und ein wenig gruselig aussieht. Um 19:30 sind dann alle im Zelt. Leider hören wir noch eine ganze Weile das sehr laute Geplapper der Italiener. Bis weit nach 22 Uhr wird feucht fröhlich gelacht und laut geplaudert. Dann wird sogar noch lauthals „Happy Birthday“ angestimmt. Diesmal dauert es so lange wir noch nie, bis wir alle eingeschlafen sind….
Mogambo569 Beiträge · seit 201328. Okt. 2015 · #30
Hallo granato,
sehr schöner Bericht bislang. Macht Spass und Vorfreude auf mehr. 🙂
LG Mogambo 🙂
Mellie1248 Beiträge · seit 201529. Okt. 2015 · #31
Hallo Granato, Schöner Bericht, ich bekomme beim Lesen richtig Reisefieber! Freue mich auf die Fortsetzung.
LG,Mellie
2006: Botswana und Sued Afrika
2009: Botswana und Sued Afrika
2012: Sued Afrika (KTP)
2014: Marokko
2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201229. Okt. 2015 · #32
Montag, 17.08.2015
Tagesetappe: Game Drive und Bootstour Xakanaxa Übernachtung: Xakanaxa
Die Nacht verläuft ruhig. Auch die von mir montierte Wildkamera hat (leider) nichts festgehalten. Im Morgengrauen hören wir lautes und nahes Löwengebrüll. Sogar aus zwei Richtungen. Ich mache ein paar Sonnenaufgangsfotos.
Die Kinder lassen wir heute bis 9 Uhr ausschlafen. Ein Ranger schaut bei uns am Platz vorbei und wundert sich, dass wir noch hier sind. Fast vorwurfsvoll erzählt er uns, dass ganz in der Nähe, ca. 2 km entfernt Richtung Gate, Löwen sind und fragt warum wir nicht auch schon wie die anderen dort sind. Wir scheuchen die Kinder aus den Zelten und fahren ohne zu Frühstücken zur beschriebenen Stelle. Lange müssen wir nicht suchen, mehrere Game Drive- sowie Touristen-Autos lassen erkennen, wo die Löwen sind. Wir entdecken ein schlafendes Männchen, welches allerdings mit freiem Auge kaum zu erkennen ist. Mit Fernglas und durch den Fotoapparat aber ganz gut….
Wir kehren zur Campsite zurück und frühstücken in Ruhe. Danach wird relaxt und gelesen. Da heute am späten Nachmittag die Bootstour ausgemacht ist, wollen wir schon zu Mittag grillen und am Abend nur eine Kleinigkeit machen. Es gibt Hühnerspieße und Knoblauchbrot von den Beef Boys in Maun. Dazu noch Würstchen und Reis für Selina. Während des Essens besuchen uns 3 Buschböcke, die bis auf wenige Meter herankommen und sich von uns in keinster Weise beim Grasen stören lassen.
Gegen 14 Uhr laufen 3 Elefanten über den Campingplatz, aber sicher 100m von unserem Stellplatz entfernt. Sie verbringen einige Zeit in der Sumpflandschaft neben den Campingplätzen ohne näher zu kommen. Die Kinder genießen sichtlich den Tag ohne Programm und Fahren. Um 15:30 gehen wir zur Bootsanlegestelle für die vereinbarte Tour. Unser Guide heißt Kenny. Mit ihm fahren wir gut 2 Stunden durch die Kanäle, zunächst durch das enge Schilf, danach auch im offenem Gewässer. Wir sehen ein Kroko, ein Hippo und jede Menge Vögel. Keine sehr reiche Ausbeute an Tiersichtungen, aber trotzdem ist es wunderschön durch die Kanäle zu schippern. Teilweise gibt Kenny auch richtig Gas, was allen großen Spaß macht.
Um 18:30 sind wir zurück beim Auto. Wir machen uns schnell eine Tomatensuppe und verkrümeln uns in die Zelte. Die Italiener sind leider immer noch in der Nähe, sind aber heute deutlich leiser als gestern und auch früher in ihren Zelten. In der Nacht höre ich lautes Plätschern hinter dem Auto. Ich vermute zuerst ein Hippo in der Nähe. Als ich den Reisverschluss des Dachzeltes öffne, sehe ich wenige Meter entfernt einen Elefantenhintern, dessen Besitzer gerade in das Wasser hineinstapft. Vorsichtig leuchten wir mit der Taschenlampe hin ohne das Tier zu blenden. Der dreht uns aber weiterhin nur den Hintern zu und ignoriert uns völlig. Irgendwann schlafen wir wieder ein und verbringen wieder eine angenehme Nacht.
Mogambo569 Beiträge · seit 201329. Okt. 2015 · #33
Hallo granato,
Du sagst die Boots-Tour bei Xakanaxa war zunächst ausgebucht. Is das "hingehen und auf gut Glück" oder weisst Du, ob man die auch vorher buchen kann?
LG Mogambo 🙂
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201229. Okt. 2015 · #34
Hallo,
Dass die Bootstour zunächst ausgebucht war, hab ich nicht gemeint. Wir hatten halt den Vorteil, dass wir 2 Nächte am Platz waren.
So sind wir am ersten Nachmittag hingegangen und haben besprochen, was wir am nächsten Tag machen können.
Es wäre sowohl Morgens wie auch am Nachmittag gegangen, wobei uns der Nachmittag empfohlen wurde.
Vorreservieren haben wir gar nicht probiert.
Ganz kurzfristig, d.h. hinschauen und hoffen, dass es sofort losgeht wird wohl nicht gehen. Aber ich hatte den Eindruck, dass innerhalb von einem Tag sich immer was organisieren lassen wird
Mogambo569 Beiträge · seit 201329. Okt. 2015 · #35
Ok thanx, dann hab ich da wohl was falsch gelesen 😊 😗
LG Mogambo 🙂
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201202. Nov. 2015 · #36
Dienstag 18.08.2015:
Fahrtstrecke: Xakanaxa - North Gate
Nachdem Frühstück, Geschirr waschen, Körperpflege und allen anderen Standardtätigkeiten erledigt sind, fahren wir uns auf den Weg Richtung North Gate Camp Site. Zuerst fahren wir zum Hippo Pool.
Ein sehr schöner großer See mit jeder Menge Hippos und einem Aussichtsturm. Während der Fahrt passe ich kurz nicht auf und komme mit den linken Rädern zu nahe an den Rand des Sees. Plötzlich wird der Untergrund zäh und bodenlos. Bevor ich mich noch tiefer in den Matsch hineinreite, halte ich, schmeiße den Rückwärtsgang rein und kann mich mit ein wenig Schaukeln aus dem Morast befreien. Uff, das war knapp. Zwischen Elis und Hippos am Seeufer zu hängen wäre doch recht unangenehm gewesen. Da hätte ich nur warten können, bis mich jemand rauszieht. Schaufeln hätte da nicht funktioniert…. Nach dem abrupten Rückwärts-Gasgeben, sieht die linke Wagenseite zwar aus wie Sau, aber immerhin haben wir wieder festen Boden unter den Reifen. Im dichten Wegenetz durch und über Pans sehen wir jede Menge Wild. Trotz Navi fällt uns die Orientierung allerdings ein wenig schwer. Sobald man im engen Wegenetz einen etwas weiter entfernten Punkt eingibt, schlägt das Navi eine Route über die Hauptstraße vor. Solange es die Bedingungen zulassen, wollen wir allerdings auf den Nebenfahrbahnen bleiben. Wir gehen dazu über, Wegpunkt für Wegpunkt der Shell Karte in das Navi einzugeben. Aber auch mit dieser Methode spring das Navi ganz gerne in der Richtungs- und Zeitangabe hin und her. So will uns das Navi z.B. um tiefe Wasserdurchfahrten herumführen, die zurzeit gar nicht vorhanden sind. Die Richtung stimmt aber soweit, dass wir trotzdem gut vorankommen. Leicht überrascht sind wir schneller als geplant beim North Gate. Wenige Minuten nachdem uns das Navi noch als Restzeit 20 Minuten und 3 Kilometer angezeigt hatte. Als wir unsere Campsite (MK3) beziehen, stehen 30 Meter entfernt 2 Elefantenbullen fotogen im Wasser und lassen sich bei ihrem Nachmittagsmahl in keinster Weise von uns stören. Da sie einen sehr entspannten Eindruck machen und wir sie nicht zu interessieren scheinen, steigen wir dennoch aus und richten uns am Platz ein. Ein Auge haben wir aber immer in Richtung der Elis gerichtet.
Anschließend widme ich mich dem Brotteig um heute besseres Brot als das Salzlose auf Kubu Ísland zu fabrizieren. Während wir das Abendessen, heute Kartoffelgulasch, vorbereiten, werden wir schon neugierig von den ortsansässigen Meerkatzen beobachtet. Diese sind allerdings relativ leicht zu vertreiben. Trotzdem müssen wir natürlich ständig darauf achten, alle Klappen am Auto und alle Kunststoffkisten verschlossen zu halten. Im Lauf des Nachmittags gesellen sich auch Paviane dazu, die rasch die Meerkatzen vertreiben und das Kommando übernehmen. Die sind deutlich forscher als ihre kleineren Verwandten. Da bedarf es schon der Zurschaustellung und einiger Warnschüsse mit der Steinschleuder meinerseits, bis gebührender Abstand eingehalten wird.
Die WC und Duschanlagen hier auf der Campsite sind sehr gewöhnungsbedürftig. Im nahegelegenen Waschhäuschen gibt es kein Warmwasser, dafür müssten wir zum Hauptwaschhaus, welches doch ein paar hundert Meter entfernt ist. So wird beschlossen, die Körperhygiene für heute auf ein Minimum (=Zähneputzen) zu reduzieren. Nach dem Abendessen sehen wir vom Dachzelt aus im Fluss Hippo und Krokoaugen im Lichtschein unserer Taschenlampe leuchten. Mitten in der Nacht werden wir wieder von einem Eli geweckt, der wenige Meter vom Zelt Äste rupft. Diesmal noch näher als gestern. Aber irgendwann trottet er weiter und wir schlafen wieder ein….
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201204. Nov. 2015 · #37
Mittwoch, 19.08.2015
Fahrtstrecke: North Gate - Savuti
Der Morgen läuft ab wie immer. Nach dem Passieren der Brücke bei der Campsite suchen wir eine Weile eine geeignete Passiermöglichkeit für den Fluss. Nach ein paar Umwegen finden wir allerdings eine relativ seichte Durchfahrt, die wir problemlos meistern können. Ein paar Kilometer später stehen wir plötzlich vor einer relativ breiten Durchfahrt. Man erkennt auch deutlich das Fließen des Wassers. Da mir die Situation aussichtslos erscheint widmen wir uns der Karte und dem Navi um Umfahrungsmöglichkeiten zu finden. Da erblicken wir auf der anderen Seite der Furt ein Game Drive Fahrzeug, auch ein Landcruiser, welcher ohne mit der Wimper zu zucken einfach durchfährt. Dieser hält nicht einmal an, sondern fährt einfach durch als wäre es eine Regenpfütze. Davon ermutigt traue ich mich auch einzufahren. Schön langsam. Im zweiten Gang der Untersetzung. Ganz kurz schwappt das Wasser sogar über die Motorhaube, was kurzes Herzrasen auslöst. Aber wir halten die Geschwindigkeit und erreichen nach wenigen Sekunden das andere Ufer. Ganz wenig Wasser hat es bei den hinteren Türen unten reingedrückt, aber ansonsten gibt es kein Problem.
Bei der Einfahrt in den Chobe Park wird uns die Marsh Road empfohlen. Diese sei problemlos zu fahren und die Chance auf Tiersichtungen ist dort größer, versichert uns der Ranger. Tatsächlich kommen wir auf der Straße gut voran. Auf halben Weg nach Savuti steht mitten auf der Straße ein anderes Touristenauto und bewegt sich minutenlang nicht. Da wir nicht erkennen können, was genau beobachtet wird, schere ich aus und will vorbeifahren, als wir plötzlich eine prächtige Löwendame direkt an der Straße in 10m Entfernung sehen. Und auch ein Männchen und eine weitere Dame können wir entdecken und die ersten richtig schönen Löwenfotos und Videos machen.
Ansonsten ist der Game Drive im Gebiet südlich von Savuti nicht sehr ergiebig. Ein paar Schakale und Sekretärvögel, aber keine Antilopen oder Raubtiere. In Savuti angekommen belegen wir die Campsite Nummer 1, direkt neben einem Tented Camp. Der Platz ist sehr großzügig angelegt.
Den ganzen restlichen Nachmittag, und auch während der Nacht werden wir leider von keinem Tier besucht. Vielleicht hatten wir einfach Pech oder es lag am Wassermangel in der Region, aber uns hat Savuti insgesamt nicht sonderlich beeindruckt. Kein Vergleich zu Xakanaxa oder North Gate. Zum Abendessen wird wieder gegrillt. Fleisch, Würstchen, Champignons und Kartoffeln.
Mogambo569 Beiträge · seit 201304. Nov. 2015 · #38
Hallo granato,
immer wieder spannend, wenn es im Bericht von Euch weiter geht! 😉
Deinen Eindruck von Savuti kann ich nachvollziehen. Mir persönlich gefällt die Ecke um Xakanaxa auch besser. Aber Savuti ist halt Savuti, da klingt schon der Name, auch wenn es nicht immer was zu sehen gibt 😉
Wie lange habt ihr vom North Gate über die Marsh Road zur Savuti Campsite gebraucht?
LG Mogambo 🙂
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201204. Nov. 2015 · #39
Hallo!
Hab nicht so genau Protokoll geführt. Anhand der Fotos sehe ich, dass wir gegen 9:30 vom North Gate losgefahren sind. Dann wie beschrieben ein bisschen Irrfahrten, bis wir das Wasser hinter uns gelassen haben. Zwischendurch Fotostops... Jedenfalls waren wir um 11:30 am Mababe Gate. Gegen 13:30 haben wir entlang der Marsh Road die Löwen entdeckt und sicher 15 min dort verbracht. Um 15:30 waren wir auf der Campsite Savuti, wobei wir da südlich von der Campsite einige Runden gedreht haben. Ohne Stopps und absichtliche Umwege würde ich ca. 4 Stunden vom North Gate bis Savuti schätzen.
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201209. Nov. 2015 · #40
Donnerstag, 20.08.2015
Fahrtstrecke: Savuti - Ihaha
Wir brechen zu unserer gewohnten Zeit von der Campsite auf. Besonders beeindruckt sind wir von der Campsite und Umgebung nicht. Vielleicht hatten wir einfach nur Pech was die Sichtungen betraf. Ich bereue es jedenfalls nicht, nur eine Nacht reserviert zu haben.
Auch nördlich von der Savuti Campsite sehen wir nicht viele Tiere. Einzig ein Wasserloch entlang der Strasse ist "elefantisch" gut besucht.
Kurz nachdem wir den südlichen Teil des Nationalparks verlassen fahren wir zum ersten Mal seit mehreren Tagen wieder auf Asphalt.
Was für eine Wohltat! Wenig später erreichen wir das Ghoha Gate und fahren wieder in den Chobe NP ein. Kurz nach der Einfahrt in den Park „retten“ wir zwei Australier, die sich mit ihrem Hilux trotz reduziertem Reifendruck im tiefen Sand eingegraben haben. Unser Cruisy wird angehängt und mit einem leichten Zupfer wird der Hilux befreit. Da musste wir uns nicht mal anstrengen
Schließlich erreichen wir die westliche Chobe River Front, die wir in Richtung Ihaha Campsite, also von Westen nach Osten abfahren. Es wimmelt geradezu vor Tieren. Elis, Antilopen, Giraffen, Wasserböcke, Zebras, Geier, auch zum ersten Mal eine Rappenantilope. Auch unzählige Vögel entlang der Straße.
Als wir Ihaha erreichen, beziehen wir die Campsite CS2. Gleich bei der Ankunft wird uns gesagt, dass wir uns nicht DIREKT unter den Baum stellen sollen, da der Baum auf CS2 der Schlafplatz einer Baboon Familie ist. Na super! Aufgrund der Berichte im Forum von Überfällen und Diebstählen hier auf der Campsite haben wir ohnehin schon ein mulmiges Gefühl, und dann auch noch ständig auf die Affen aufpassen….. Kurz darauf erreichen wir den Platz. Wir positionieren das Auto zwischen den beiden Bäumen und haben eine wunderschöne Aussicht über den Fluss und Riesenherden an Gnus, Zebras und Elefanten. Es sind zwar keine Affen zu sehen, leider riecht man allerdings, dass sie sich hier viel aufhalten. Soweit wir es sehen können, sind die anderen Campsites auch belegt, somit unterlassen wir den Versuch zu tauschen. In gespannter Erwartung der wohl in der Dämmerung zurückkommenden Pavian-Familie wollen wir heute noch früher als sonst essen. Ich backe mit den Kindern zusammen Brot. Das Abendessen sind heute Spaghetti Carbonara. Wir sind rechtzeitig mit Essen fertig. Beim Abräumen der Tische, sehen wir schon die Affen näher kommen und ich schicke die Mädels um 18:30 in die Zelte. Zuerst klettern die Kleinen die Bäume rauf, dann die Kids und die Weibchen. Ganz am Schluss die Capos der Gruppe. Diese schauen sich zwar kurz um, ob es bei uns was zum Abstauben gibt, klettern dann aber auch den Baum hinauf und lassen uns in Ruhe. Bald darauf nähert sich zum ersten Mal das angekündigte Fahrzeug der Security. Vor allem bei niedrigem Wasserstand wie jetzt, kommt es immer wieder vor, dass von der Namibischen Seite des Flusses Langfinger die Campsite aufsuchen. Zum einen ist es beruhigend, dass es Sicherheitspersonal gibt, zum anderen macht man sich natürlich auch Gedanken, dass das sicher auch einen Grund hat….
Bis 21 Uhr ist ganz schön Lärm um uns herum. Wir erleben aus erster Hand, dass es Pavianen offensichtlich möglich ist, sich auf Anordnung vom Chef gleichzeitig zu erleichtern. Kurz bevor endgültig Ruhe am Baum ist, wird gemeinsam gepieselt und gemeinsam gek….. Wobei letzteres sich höchst interessant anhört, wenn es um die Zelte herum alle paar Sekunden einschlägt und das über mehrere Minuten hinweg. Irgendwann ist das aber auch erledigt und es ist Ruhe am Baum. Die ganze Nacht hindurch fährt das Polizeiauto an uns vorbei und leuchtet die Gegend ab. Wirklich gut schlafen wir deshalb nicht. Fazit: So schön der Campingplatz auch ist, die unmittelbare Nähe der Affen und die ständige Präsenz der Security trüben den Gesamteindruck doch erheblich. Aus heutiger Sicht würde ich wohl eher eine Nacht früher und länger in Kasane bleiben und von dort aus die Riverfront abfahren.