Reisebericht

Vienna goes SA & BOTS - Familiencamping No 2

von granato75 · begonnen 02. Sept. 2015 · 26 Teile

Teil 102. Sept. 2015
Hallo!

Sonntag abend sind wir mit unseren 2 Mädels (12 und 9) von unserem zweiten Afrikatrip wohlbehalten zurückgekommen. Dieses Mal waren wir 3 Wochen in SA und Botswana unterwegs. Zum Schluss noch zwei Nächte in Dubai als Stopover, auf die ich hier aber nicht näher eingehen werde. Es gibt auch so viel zu berichten... 😉

Ein paar Tage noch Geduld, die Fotos müssen einmal gesichtet werden und die Notizen formuliert werden.

Insgesamt war es ein tolles Abenteuer und trotz der Fahrdistanzen und mehr Zeltnächten entspannter als Namibia vor zwei Jahren.

Ein wenig Geduld noch, hier einmal ein Appetizer von unserer Rhino-Begegnung in Marakele am Schluss der Reise.


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LG,
Peter und Family
Teil 204. Sept. 2015
Hallo!

Während ich noch am Tagebuch arbeite und Fotos sichte, kann ich schon einmal unsere Reiseroute vorstellen.

Hier unsere Übernachtungsstationen im Überblick:


7.8.2015: Gold Reef Theme Park Hotel Johannesburg
8.8.2015: Gold Reef Theme Park Hotel Johannesburg
9.8.2015: Kwa Nokeng Lodge, Martins Drift, River Cottage
10.8.2015: Khama Rhino Rest Camp, Serowe, Dachzelt
11.8.2015: Kubu Island, Dachzelt
12.8.2015: Tiaans Camp, Khumaga, Dachzelt
13.8.2015: Tiaans Camp, Khumaga, Dachzelt
14.8.2015: Discovery B&B, Maun, Family Rondavel
15.8.2015: South Gate Campsite, Moremi
16.8.2015: Xakanaxa Campsite, Moremi
17.8.2015: Xakanaxa Campsite, Moremi
18.8.2015: Khwai Camp Site, Moremi
19.8.2015: Savuti Campsite, Chobe NP
20.8.2015: Ihaha Campsite, Chobe NP
21.8.2015: Chobe River Cottages, Kasane
22.8.2015: Chobe River Cottages, Kasane
23.8.2015: Woodlands Stopover, Francistown
24.8.2015: Bontle Tented Camp, Marakele
25.8.2015: Bontle Tented Camp, Marakele
26.8.2015: Vaalwater, Guest Farm Olievenhoutsrus, Family Cottage
27.8.2015 Übernachtung im Flieger
28.8.2015: Atlantis the Palm Dubai
29.8.2015: Atlantis the Palm Dubai

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LG,
Peter
Teil 321. Sept. 2015
Donnerstag 06.08.2015:

Heute geht es also los.
Seit fast zwei Jahren freuen wir uns alle auf diesen Tag. Es geht wieder nach Afrika. Nach 2 ½ Wochen Namibia im Sommer 2013 sind wir diesmal sogar für insgesamt 3 Wochen in Südafrika und Botswana unterwegs.
Claudia und ich sind heute noch im Büro, da unser Emirate-Flug erst spätabends geht.
Am Nachmittag sind die Mädels noch beim Friseur. Gegen 17 Uhr sind alle zuhause und es wird Abend gegessen.
Das Flughafentaxi holt uns um 20 Uhr ab. Schon 20 Minuten später sind wir am Flughafen Schwechat, somit haben wir noch mehr als zwei Stunden bis zum Abflug. Obwohl wir uns schon online eingecheckt haben, brauchen wir doch eine halbe Stunde am Schalter für die Gepäckabgabe.
Gemütlich schlendern wir durch die Gänge und begeben uns zum Gate.
Der Flieger startet pünktlich im 22:40. Die Kinder sind vom Entertainment System der Emirates mit tausenden von On Demand Filmen, Serien und Musik begeistert. Das vorbestellte Kinderessen sind Nudeln mit Tomatensauce. Für uns Erwachsene gibt es klassisch Hühnchen oder Lamm.
De 5 ½ Stunden Flug vergehen mit Essen und Filmschauen recht schnell, viel geschlafen wird allerdings nicht.

100 Kilo Gepäck:
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Snacks in Dubai:
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Teil 421. Sept. 2015
Freitag, 7.8.2015

Um 20 Minuten nach 6 Ortszeit Dubai (gefühlt wegen der Zeitverschiebung 20 nach 4) landen wir in Dubai. Es gilt 4 Stunden Transferzeit totzuschlagen. Es gibt Croissants und Cappuccino zum Frühstück, wir schicken SMS nach Hause, dass bislang alles passt und die Mädels gehen in den Kinderbereich zum Nintendo-Spielen, da ansonsten alle Bänke gut gefüllt sind.
Der Duty Free Bereich ist riesig aber für uns uninteressant. Sicher auch bedingt durch den schwachen EURO ist alles extrem teuer, auch „Leistbares“ wie Kameras und Elektronik-Zeugs. Aber große Shopping-Enthusiasten sind wir allesamt ohnehin nicht. Gottseidank.
Um 10.15 Ortszeit, wieder pünktlich, starten wir von Dubai nach Johannesburg.
Im Gegensatz zum Flug aus Wien ist der Flieger nur zur Hälfte gefüllt. Bis wir es checken, dass wir uns ja breitmachen können, sind schon alle der umliegenden Sitze und Bänke belegt. Zum Teil liegen einzelne Personen über vier Sitze im Mittelblock der 777. Auch wenn wir wie gebucht auf unseren Sitzen zusammenbleiben, ist es aber auch für uns angenehm, wenn der Flieger nicht so gesteckt voll ist.
Diesmal gibt es für uns Hühnchen oder Beef, für die Mädels Bolognese Nudeln. Da es ja diesmal ein Tagesflug ist, schauen alle zwei Filme und spielen verschiedene Games am Entertainment-System. So vergehen auch diese 8 Stunden und wir landen pünktlich. Es gibt kaum Wartezeit bei der Immigration, auch das Vorweisen der internationalen Geburtsurkunden stellt uns vor keine Probleme. Das Gepäck ist auch bald da und wir treffen unseren Fahrer, der uns von der ersten Unterkunft, dem Gold Reef Theme Park Hotel, vermittelt wurde. Ich hole noch einen 50R Voucher für die geborgte MTN-SIM Karte und wir sind auch schon unterwegs. Kaum eine Stunde nach der Landung sind wir schon auf dem Highway Richtung Westen.
Wir plaudern mit dem Fahrer ein wenig während der Fahrt. Er beruhigt uns, dass die Sicherheitslage in JHB in den letzten Jahren deutlich besser geworden ist, und wir uns keine Sorgen machen brauchen. Zumindest nicht in den Gegenden, wo wir uns aufhalten werden.
Gegen 18:30 treffen wir beim Gold Reef Theme Park ein. Wir fahren zum hoteleigenen Parkplatz und gehen von dort ein paar Schritte in den Park. Das Gepäck wir uns nachgeführt. Wir checken ein. Das Zimmer ist nett und geräumig. Es ist nur eiskalt. Die Klimaanlage sollte eigentlich kühlen UND heizen können, aber wir haben Zweifel, dass die Wärmefunktion funktioniert. Wir stellen jedenfalls die Temperatur auf 30 Grad ein und warten ab, was passiert. Die Sleeper Couch erscheint uns ein wenig zu schmal für die beiden Mädels. Wir entscheiden, dass Selina die Nacht zwischen uns verbringt.
Im Dunkeln spazieren wir bei recht angenehmer Temperatur durch den Vergnügungspark. Die Westen und eine dünne Jacke reichen. Nach ein paar Umwegen erreichen wir die Brücke über die Straße und somit das Gold Reef Casino, wo wir Abend essen wollen.
Wir entscheiden uns für das Ocean Basket Restaurant in der Annahme, dass wir die nächsten Wochen nicht wahnsinnig viel Fisch zu uns nehmen werden. Wir bestellen Kinderteller mit Fish Nuggets und Calamari und für uns eine Fischplatte für 2 mit Calamari, Nuggets und gegrilltem Fisch. Dazu Pommes und Knoblauchbrot. Und endlich wieder die heiß ersehnten Schweppes Lemonades für die Kinder und Savannahs für uns! Wir sind im 7ten Himmel. Kein Vergleich zum ersten Abend in Windhoek vor zwei Jahren.
Nach dem Essen geht es noch in die Spielhölle, wo wir ein paar Hundert Rand an den Automaten verzocken.
Bei unserer Rückkunft ins Zimmer ist es leider kaum wärmer geworden. Wir drehen die Pseudoheizung (=Klima) ab und gehen mit Joggern ins Bett.

Leckeres Seafood im Ocean Basket:

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Teil 522. Sept. 2015
Samstag 08.08.2015:

Ich stehe gegen 7 Uhr auf und erkunde die Umgebung des Hotels mit dem Fotoapparat. Die Mädels schlafen sich nach dem langen Tag gestern noch ein wenig aus.

Obwohl wir das Auto erst ab morgen benötigen und bezahlt haben, erwarten wir die Zustellung des Landcruisers schon heute, da Jacques von der Autovermietung heute ohnehin einige Zustellungen in Johannesburg hat und dann alle seine Fahrer gemeinsam wieder zurückfahren können.

Es ist vereinbart, dass wir uns zusammentelefonieren, sobald die Fahrer bei Hotel eintreffen.
Während wir also auf den Wagen warten gehen wir zum Frühstücken zu Barney’s, einem Cafe gleich neben dem Theme Park Hotel. Es gibt ein umfangreiches Buffet mit englischem Touch. Hashbrowns, Würstchen, Eier, Speck, Baked Beans usw.
Die Bahnen im Park sperren um 9:30 auf. Da wir uns beim Aufstehen und Frühstücken Zeit lassen, können wir den Vorteil im Park zu schlafen nicht wirklich nutzen.

Es gibt zwar ab dem späteren Vormittag bei einigen Bahnen Wartezeiten, aber kein Vergleich zu Wartezeiten in europäischen Themenpark in Ferienzeiten. Auch ein netter Streichelzoo ist Teil des Parks. Speziell die Bahnen „Anaconda“ und „Tower of Terror“ sehen spektakulär, die nehmen wir uns für morgen zeitig in der Früh vor, da wir ja noch 1x im Park schlafen werden.
Den Tag über findet in unserem Teil Hotels ein Schönheitswettbewerb für Kinder statt. Teilweise ganz nett, aber auch befremdlich, wenn kleine Kids aufgedonnert und voll geschminkt am Laufsteg vorgeführt werden. Nur im Vorbeigehen widmen wir uns dem seltsamen Treiben, als wir uns zwischendurch etwas aus dem Zimmer holen.

Gegen 11:30 bekommen wir die SMS, dass der Fahrer mit unserem Auto eingetroffen ist. Ich gehe vor, die Mädels kommen kurz darauf nach. Am Parkplatz erblicken wir unseren Landcruiser….
Teil 622. Sept. 2015
Exkurs: Unser Mietwagen, Landcruiser 79 Double Cab

Kaum ein Thema hat mich in der Planung des Urlaubs so lange beschäftigt wie die Wahl des Vermieters und des Wagens. Landrover, Hilux oder Landcruiser
Viele, viele Angebote und emails führen zur Entscheidung einen Landcruiser von Berg 4x4 in Kapstadt zu mieten. Dieser ist zwar schon Baujahr 2009, kostet aber nicht mehr als ein neuerer Hilux. Auch für die Zustellung und Rückführung nach und von Johannesburg muss ich keinen Aufpreis bezahlen. Einen Aufpreis von 100R pro Tag gibt es nur für das Satellitentelefon und den Highlift-Jack. Der Tagespreis beträgt für dieses 4x4 Monster mit enorm viel Platz somit genau 1200R.
Alle Fragen und Wünsche im Vorfeld wurden von Jacques rasch und professionell beantwortet und erfüllt.
Somit fiel die Wahl auf Berg 4x4.

Hier ein paar Fotos:


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Ich nehme es vorweg. Das war eine sehr gute Entscheidung.

Kein Luxusauto, wenige Elektronik aber 100% zuverlässig trotz 170 tkm bei der Übernahme.

Wir hatten die ganze Reise über keinen Reifenschaden, und bis auf eine defekte Fensterkurbel, dessen Reparatur 3 EUR gekostet hat, auch kein anderes technisches Problem.
Das wir uns neue Spannleintücher für die Dachzelte kaufen mussten, weil die beigelegten zu klein waren, ist für mich eine kaum erwähnenswerte Kleinigkeit. Das Küchenzubehör war zwar etwas knapp bemessen, dafür ist die Küchenlösung mit einer richtigen Kochplatte seitlich am Auto montiert aber genial und erlaubt viel mehr kulinarische Abwechslung als wir es von Namibia gewohnt waren....

Auch die Kaution wurde 2 Wochen nach Rückgabe wieder ordnungsgemäß zurücküberwiesen.

Meine Bedenken, ob es vernünftig ist, das Auto von Kapstadt nach JHB bringen zu lassen und was ich tue, wenn es nicht pünktlich auftaucht waren unbegründet.

Ich kann den Vermieter nur empfehlen, speziell wenn man nicht utopische Summen für einen Landcruiser zahlen will wie bei anderen Vermietern...
Teil 722. Sept. 2015
Fortsetzung Samstag 08.08.2015


Hier steht er nun. Er sieht noch besser und größer aus, als erhofft. Die Übergabe funktioniert relativ rasch. Die wichtigsten Teile der Ausrüstung, wie Sat-Phone und Luftpumpe werden von uns kontrolliert und getestet. Die Reifen sehen in Ordnung aus. Auch der Motor macht optisch einen guten Eindruck. Beim Kleinzubehör verzichten wir auf eine genauere Kontrolle. Die Unterlagen inklusive Border Letters und Vertrag sehen auch komplett aus.
Die Dachzelte benötigen keine längere Erklärung, der Aufbau funktioniert wie beim Nissan in Namibia vor zwei Jahren.

Erleichtert, dass auch das gut geklappt hat, verabschieden wir uns vom Berg Mitarbeiter und gehen zurück in den Park wo wir den restlichen Nachmittag verbringen.


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Downtown Johannesburg vom Riesenrad aus:

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Der Tower of Terror:

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Noch vor dem Abendessen fange ich mit Claudia an, den Wagen zu beladen. Die Kinder spielen inzwischen am Zimmer. Somit stellt es sich als Glücksfall heraus, dass wir den Wagen früher bekommen haben. In aller Ruhe räumen wir am bewachten Hotelparkplatz das mitgelieferte Equipment um und unsere Sachen zum Teil schon ein.
Da es schön langsam dämmert, bleiben unsere Umräumaktionen nicht unbemerkt. Wir werden vom Security-Mann angesprochen, was wir da eigentlich Verdächtiges treiben. Im Gegensatz zu Namibia und Windhoek sind Campingfahrzeuge mit Dachzelt in und um Johannesburg herum kein alltäglicher Anblick.
Als wir erklären, was wir da genau tun und die Versicherung, dass wir Hotelgäste sind und morgen aufbrechen werden klärt sich die Verwirrung auf und wir dürfen weitermachen. Offensichtlich war beim Security Mann kurz die Befürchtung da, dass wir am Parkplatz campieren wollen…..
Wir verstauen unsere Schlafsäcke schon in den Dachzelten um Platz im Canopy zu schaffen. Die orginal verpackten Spannleintücher sind leider um einiges zu klein. Wir registrieren, dass wir wohl zwei größere besorgen müssen. Auch das eine oder andere Küchenzubehör wie Nudelsieb, einen zusätzlichen Kochtopf und ein Plastiktischtuch wollen wir noch ergänzen.
Bald darauf lassen wir es aber gut sein und kehren zum Zimmer zurück. Immerhin haben wir schon drei unserer Campingtaschen geleert und das Equipment in den Zelten und Ammo-Boxes untergebracht.

Wir spazieren wieder zum Casino und gehen zu Vigour&Verve, einem netten Italiener im Casino Komplex. Wir essen Burger, Pizza und Clubsandwich. Noch ein paar Games in der Spielhölle und die Tickets werden eingetauscht.
Am Zimmer packen wir noch die Koffer für die nächsten 5 Tage um bevor wir ziemlich erledigt zu Bett gehen
Wieder schläft Selina bei uns, die Klimaanlage haben wir ganz abgeschalten, somit ist es nicht mehr ganz so kalt im Zimmer.
Teil 824. Sept. 2015
Sonntag 09.08.2015:

Heute sind wir ein wenig früher auf den Beinen. Wir wollen gleich nach dem Frühstück zu den spektakulären Bahnen los, um möglichst keine Wartezeiten zu haben. Leo stellt sich mit mir kurz vor 9:30 bei der Anaconda an. Keine 10 Minuten später sind wir dran.Eine supercoole Fahrt mit mehreren Loopings und Schrauben, und das ganze beinfrei !
Danach gebe ich mir noch den Tower of Terror, Leo kneift.
Dann lassen wir es gut sein. Heute ist Sonntag und die Tagesbesucher strömen schön langsam in den Park. Wir checken aus und fahren gegen 11 Uhr los. Das Navi tut sich ein wenig mit der Autobahnauffahrt schwer, erst beim zweiten Versuch schaffen wir es auf die M1 Richtung Pretoria und Norden.

Während der Fahrt:

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5 Stunden Fahrt, 2 Pinkelpausen und 470km später erreichen wir um 17 Uhr die Grenze bei Martins Drift. Von unterwegs aus rufen wir bei der Kwa Nokeng Lodge an und reservieren ein River Cottage. Bei der Ausreise müssen wir uns 15 Minuten anstellen und wieder die Geburtsurkunde vorweisen. Auch die Einreise nach Botswana ein paar Hundert Meter weiter dauert nicht lange.

An der Grenze:

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Lediglich das Bezahlen der Straßenbenützungsgebühr am Cashier-Schalter zieht sich unnötig lange, da jeder der LKW-Fahrer vor uns in der Schlange ewig braucht. Alleine hier brauchen wir 30 Minuten.
Schließlich ist aber auch die letzte Station geschafft und wir fahren müde und hungrig den letzten Kilometer schon im Dunkeln zur Kwa Nokeng Lodge. Wir checken in das Cottage ein. Alles sieht recht nett aus, obwohl wir im Dunkeln nicht mehr viel erkennen können. Das Haus ist sehr geräumig und voll für die Selbstverpflegung ausgestattet.
Erstmals bemerken wir wieder den schönen Sternenhimmel.
Während die Mädels unter die Dusche geschickt werden, fahre ich kurz zurück zur Tankstelle um beim Barcellos Grillhähnchen zum Mitnehmen zu organisieren. Diese sind auch ganz lecker und werden restlos verputzt.
Erstmals sichere ich alle Fotos und Videos von allen Kameras mit meinem neu erworbenen Media Share auf den beiden portablen Festplatten. Auch die ersten Notizen für das Tagebuch werden am Tablet festgehalten. Gegen 22 Uhr sind alle im Bett.

Wir freuen uns alle auf den morgigen Tag. Da geht es dann so richtig mit Camping und Tieren los....
Teil 929. Sept. 2015
Montag 10.08.2015:

Fahrtstrecke: Martins Drift – Khama Rhino Serowe
Tageskilometer: 180 km

Ich stehe als erster auf und dusche erst mal gemütlich. Ich mache ein paar Fotos von der Unterkunft und Umgebung. Wir frühstücken auf der Aussichtsterrasse der Kwa Nokeng Lodge. Das Frühstück ist wieder typisch britisch, also schön fettig und nährstoffreich. 😉

Unser River Cottage:
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Beim Frühstück:

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Hmmm, das schmeckt: 😉

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Die Kids bleiben beim Toast. Jede Menge Meerkatzen und eine Katze versuchen uns etwas vom Frühstück abzuluchsen. Wir können aber erfolgreich unser Essen verteidigen.

Nach dem Frühstück spazieren wir zu einer Plattform am Fluss, wo uns eine nette südafrikanische Dame ein Krokodil in einiger Entfernung zeigt.

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Am Rückweg zum Cottage sieht Leo als einzige eine Antilope. Wir leider nicht, aufgrund der Beschreibung dürfte es sich um eine Schirrantilope gehandelt haben.
Wir packen unsere sieben Sachen zusammen tanken bei der Tankstelle zum ersten Mal. Der Diesel ist mit knapp über 8 Pula relativ günstig, auf jeden Fall billiger als in Südafrika.

Es geht los:

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Bislang haben wir mit unserem Landcruiser auf der Autobahn ca. 17 Liter auf 100 km verbraucht. Zwar viel, aber wir sind natürlich auch mit 4 Personen, Campingausrüstung und Gepäck alles andere als ein Leichtgewicht. Größtenteils bin ich auch 120km/h auf der Autobahn gefahren, was sicher den Benzinverbrauch auch weiter nach oben getrieben hat.

Bald erreichen wir Serowe, wo wir Pulas besorgen, einen Aufladebon für die botswanische SIM und unseren ersten Großeinkauf erledigen wollen.
Das Geldziehen klappt auf Anhieb und auch beim Spar sind wir relativ flott. Nebenan bei Spar Tops noch ein wenig Alkohol besorgt und schon können wir das Auto beladen. Die Auswahl bei Spar ist ok aber sicher geringer als wir es von Namibia gewohnt waren. Leider müssen wir feststellen, dass es auch grilltechnisch lediglich Rindfleisch und Hühnchen gibt. Was wir jetzt noch nicht wissen, aber sich bald zeigen wird: Auf Game Meat, wie wir es in Namibia genossen haben, werden wir hier unseren gesamten Urlaub verzichten müssen…..

Uns fällt auf, dass das Einkaufen und Beladen des Autos hier wesentlich entspannter funktioniert als in Namibia. Wir werden weder am ATM noch beim Auto angequatscht und fühlen uns total sicher und werden, obwohl nicht wenig los ist, im Großen und Ganzen ignoriert. Wir besorgen bei PEP noch 2 große Leintücher für die Dachzelte und ein paar Küchenutensilien.
Wir essen noch eine Kleinigkeit beim Hungry Lion, wo wir gleich einmal ein Einkaufssackerl vom PEP liegen lassen  Zum
Glück nichts Wertvolles…..

Wir fahren 20 Minuten bis zum Gate des Khama Rhino Sanctuary, wo wir uns registrieren und eine Campsite zugewiesen bekommen. Wir finden diese auch rasch und befinden sie für in Ordnung.
Ohne viel Abzuladen starten wir gegen 15 Uhr unseren ersten Game Drive. Wir sehen Kudus, Impalas, Zebras, Kuhantilopen, Steinböckchen, Oryx, Springböcke und einen sehr schönen Wasserbock. Sehr nett ist der auf der Karte eingezeichnete Bird Hide, wo wir eine Zeit lang verweilen. Am Wasserloch entdecken wir auch unsere ersten Rhinos.

Unser erster Game Drive:

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Gegen 17 Uhr sind wir wieder am Platz wo wir uns einrichten und das Abendessen, Spaghetti Bolognese, vorbereiten.

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Da unser Wagen im Gegensatz zur Namibia Reise mit einer richtigen regelbaren Kochplatte ausgestattet ist und wir neben einem ordentlichen Kochtopf auch einen gusseisernen Topf für die Sauce haben, gelingen die Spaghetti genauso gut wie zuhause. Satt und zufrieden verkrümeln wir uns gegen 20:30in die Dachzelte. Selina mit mir, Leonie wieder mit Claudia, genauso wir in Namibia…. Wir merken gleich den zusätzlichen Platz, den die 1,40m breiten Dachzelte im Vergleich zu 1,2m in Namibia bieten. Alles sehr geräumig und bequem….
Teil 1001. Okt. 2015
Dienstag, 11.08.2015

Fahrtstrecke: Khama Rhino – Kubu Island

Die erste Nacht in den Zelten haben wir sehr gut überstanden. Die Tiefsttemperatur in der Nacht war ca. 8 Grad. Aber in unseren eigenen neuen Schlafsäcken war das überhaupt kein Problem. Die Mädels hatten lediglich die lange Schiunterwäsche und ich nur eine kurze Hose mit Leibchen an.

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Nach dem Frühstück machen wir noch eine Runde im Park. Wir sehen noch einmal Antilopen und Nashörner.

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Gegen 11 Uhr verlassen wir den Park und fahren Richtung Letlhakane. Am Weg entdecken wir einen Schwarm Geier, die sich gerade über einen Rinderkadaver her machen.

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In Letlhakane tanken wir sicherheitshalber noch einmal und kaufen ein paar Kleinigkeiten ein.
Wenig später verlassen wir die Teerstraße und fahren Richtung Kubu Island. Zunächst noch Schotterstraße, wird die Straße immer schlechter und die Bodenwellen lassen sich teilweise nur in Schrittgeschwindigkeit durchfahren. Auch Tiefsandpassagen müssen wir überstehen. Zum ersten Mal lernen wir die Offroadeigenschaften und besonders die hohe Bodenfreiheite des Landcruisers zu schätzen.

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Gegen 16 Uhr treffen wir bei Kubu Island ein. Ein unwirklicher Steinhaufen im Nichts.

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Von bereits anwesenden Campern wird uns erklärt, dass wir uns einfach auf eine freie Campsite stellen sollen, es kommt dann später jemand, der kassiert….
Da es keinen natürlichen Schatten gibt und wir diesmal auch ein freistehendes Sonnendach bei der Ausrüstung dabei haben, beschließen wir, dieses heute aufzubauen. Das gestaltet sich allerdings als recht mühsam. Im Boden lassen sich weder die Beine noch die Spannseile verankern. So dauert es eine gute halbe Stunde, bis das Sonnendach halbwegs stabil steht. Inzwischen steht die Sonne allerdings schon so tief, dass der Nutzen des Daches kaum vorhanden ist 
Ziemlich unnütze Aktion somit, aber wir haben es hinbekommen.

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Bald darauf bekommen wir Besuch von einem Platz Mitarbeiter, der die Gebühren kassiert und nett ein paar Minuten mit uns plaudert.
Somit müssen wir uns ein wenig bei den restlichen Tätigkeiten wie Zeltaufstellen, Feuermachen und Kochen beeilen.
Heute soll unserer diesjährige Grillpremiere stattfinden. Ich probiere zum ersten Mal mit dem Self Raising Flour und dem Potje Buschbrot zu backen. Abwechselnd gebe ich immer mehr Mehl und Wasser dazu, bis es die gewünschte Konsistenz hat. Leider vergesse ich auf das Salz im Teig. Das Brot ist somit essbar, schmeckt aber leider fad. Beim nächsten Mal wird’s sicher besser…. Uns bleiben aber gegrillte Kartoffeln als Beilage.
Leider sind die Rindersteaks aus Serowe zäh wie Schuhsohlen. Wir hätten wohl schon Mariniertes kaufen sollen.
Immerhin schmecken den Kindern ihre Würstchen.
Der Sonnenuntergang ist nicht so schön wie erhofft, da sich doch einige Wölkchen vor die Sonne schieben. Ich lese den Kindern am Lagerfeuer noch ein wenig über die Salzpfannen und Kubu Island vor bevor wir uns in die Zelte zurückziehen.

Da das Plumsklo bei den Mädels den Abend hindurch bei den Mädels keine hohe Akzeptanz genießt, werden alle drei mitten in der Nacht von dringenden Bedürfnissen geweckt. Eine nach der anderen tapst die Leiter im Finstern hinunter und verschwindet hinter dem Busch. Ich halte vom Dachzelt aus die Taschenlampe und Ausschau nach bedrohlichen Tieren 

Der Rest der wieder sehr milden Nacht verläuft ruhig und friedlich.
Teil 1105. Okt. 2015
Mittwoch 12.08.2015:

Fahrtstrecke: Kubu Island – Tiaans Camp am Boteti

Das Morgenprozedere ist wie am Vortag. Ich stehe um 7 auf, mache ein paar Fotos und Kaffee, die Mädels krabbeln nacheinander zwischen 7:30 und 8:00 aus den Zelten.

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Gegen 9 Uhr sind wir bereit zur Abfahrt.

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Wir wollen heute Morgen noch einen Geocache entdecken, der sich ganz in der Nähe der Campsite befindet. Nach kurzem Spaziergang und Suche können wir den Schatz entdecken und uns im Logbuch verewigen.

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Danach verlassen wir Kubu Island und machen uns auf den Weg Richtung Norden.
Wir wollen die Route durch die Salzpfannen Richtung Nata nehmen, und dann an der Hauptstraße Richtung Maun.
Am Gate wird uns das Tor von einem Mann geöffnet, mit dem wir kurz plaudern. Er fragt, wo wir hinwollen und meint, der Weg Richtung Norden und dann die Hauptstraße nach Westen sei doch viel zu viel Umweg. Wir sollen die direkte Verbindung nach Gweta nehmen, es ist eh alles trocken und gar kein Problem. Wir bedanken uns für den Tipp und spendieren ihm eine Cola aus unserem Kühlschrank.
Wir überlegen kurz, ob wir den Ratschlag befolgen sollen.
Wir schauen uns die Strecke auf der Karte und im Reiseführer an. Auch das Navi kennt sie natürlich. Laut Hupe-Reiseführer „bietet die Strecke landschaftlichen Hochgenuss aber auch enorme Orientierungsschwierigkeiten, da es keinerlei Beschilderung oder Anhaltspunkte gibt“ und man es besser „mit zumindest 2 Fahrzeugen“ bewältigen soll.
Aber ohne Frage ist der Weg deutlich kürzer.
Im Vertrauen auf die Auskunft am Gate, unser Fahrzeug, das Navi, den vollen Wassertank und unser Satellitentelefon wagen wir die direkte Strecke…


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Am Anfang eine ziemliche Rumpelpiste erreichen wir bald die erste Pfanne und wir machen Fotos, wo wir uns mit der Perspektive spielen.

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Danach ändert sich die Landschaft mehrmals.
Von grasbedeckte Steppen, Mopanebusch bis hin zu Salzpfannen ohne jede Vegetation reicht die Palette.

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Schließlich erreichen wir aber doch die Hauptstraße zwischen Nata und Maun, wobei sich lediglich die letzten paar hundert Meter als schwierig herausstellen. Das Navi will uns ständig auf einem Weg zur Hauptstraße führen, der nicht (mehr) existiert.
Irgendwann schaffen wir es doch zur Straße und erreichen gegen 14 Uhr das Planet Baobab, wo wir eine Pause machen wollen. Dort angekommen bestellen wir etwas zu trinken und einen Snack an der Bar.

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Leider dauert die Zubereitung von Sandwiches mit Pommes 1 ½ Stunden, sodass wir im Planet Boabab mehr Zeit verbringen, als wir vorhatten. Immerhin wollen wir heute noch bis zu Tiaans Camp am Boteti kommen, damit wir dann dort 2 Tage an einem Ort haben und ein wenig durchschnaufen können.
Durch die Verzögerung ist es leider schon fast 16 Uhr, als wir wieder aufbrechen. Gegen 17 Uhr erreichen wir das Phuduhudu Entrance Gate zum Makgadikgadi National Park.
Wir bezahlen die Permits und dürfen einfahren. Das Navi zeigt als Ankunftszeit 18 Uhr an. Das sollte sich ja ausgehen. Schon bald merke ich, dass der Sand so tief ist, dass ich Luft ablassen sollte. Mit 1,5 Bar in den Reifen kommen wir ohne Probleme auch durch die sehr weichen und tiefen Sandpassagen. Wir sehen unsere ersten Elefanten auf der Reise. Auch Zebras, Giraffen und Gnus. Alle in herrlichem Abendlicht.

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Obwohl die Szenerie traumhaft ist, tun wir uns mit dem Genießen schwer, da inzwischen das Navi von einer Ankunftszeit von 18:30 ausgeht. Wir melden uns telefonisch bei Heike von Tiaans Camp um nachzufragen, wie lange eigentlich die Fähre über den Fluss in Betrieb ist. Sie meint, dass es ab Dämmerung keine Überfuhren mehr gibt, aber sie wird schauen, dass sie den Fährmann erreicht um uns ausnahmsweise trotzdem abzuholen.

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Als wir das Flussufer erreichen, ist es stockdunkel. Wir sehen aber, dass die Fähre schon am Weg zu uns ist. Wir erhalten eine Belehrung, dass die Überfuhr in der Nacht nicht erlaubt und auch gefährlich ist. Wir entschuldigen uns und bedanken uns für die Ausnahme. Das Aufrunden der Überfuhrgebühr von 150 Pula um weitere 100 Pula für den Extra-Aufwand hebt aber schlagartig die Stimmung beim Fährmann und wir dürfen übersetzen:

Bei YouTube ansehen ↗

Sehr müde aber erleichtert erreichen wir um 19 Uhr Tiaans Camp wo wir von Heike empfangen werden und eine Campsite beziehen. Wir machen uns eine Tomatensuppe und trinken etwas an der Bar. Das restliche Abendprogramm ist wie immer Akku laden und Fotos von allen Kameras sichern. Gegen 22 Uhr verkrümeln wir uns in die Dachzelte...
Teil 1209. Okt. 2015
Donnerstag, 13.8.2015:

Fahrtstrecke: Game Drives am Boteti

Gestern Abend hat uns Heike den Tipp gegeben, den schönen Sonnenaufgang von der Aussichtsterrasse aus anzuschauen. Ich stehe gegen 6 Uhr auf und ziehe mich an. Auch Selina ist motiviert und wir gehen zur Aussichtsplattform. Dort gibt es gemütliche Sofas mit Decken. Wir beide versuchen die Szenerie mittels Time Lapse am Fotoapparat festzuhalten.

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Danach kehren wir zum Auto zurück, wo inzwischen auch Leo und Claudia aufgewacht sind. Heute wollen wir es ruhiger angehen lassen und lassen uns dementsprechend mit allem noch mehr Zeit als sonst….
Wir vereinbaren das Abendessen für heute mit Heike. Es soll Suppe und Lasagne für uns geben….
Wir packen die Zelte zusammen und fahren zum Fluss, wo wir mit der Fähre übersetzen. Diesmal wesentlich entspannter bei Tageslicht.

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Wir fahren im Park den Boteti entlang und sehen viele Tiere. Giraffen, Gnus, Zebras, Impalas, auch jede Menge Elefantenherden. Das Highlight ist eine Löwin, die in 100m Entfernung die Straße kreuzt. Leider zu kurz um ein Fotos oder Video zu schaffen.

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Ein paar Kilometer darf auch Selina auf meinem Schoß das Steuer übernehmen. In den tiefen Sandspuren und Schrittgeschwindigkeit ist es ohnehin unmöglich vom Weg abzukommen.

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Der Sand ist auch hier teilweise sehr tief, aber mit dem reduzierten Reifendruck zu schaffen. Trotzdem bleibe bei einer Abbiegung in einer sehr tiefen Düne stecken. Ich versuche gar nicht lange zu experimentieren, ob ich mit Schwung wieder freikomme. Im Stand sperre ich das hintere Differential und lege den Geländegang ein. Ohne die kleinsten Schwierigkeiten pflüge ich durch die paar Meter losen Sand und kann mich selbst befreien. Habe ich schon erwähnt, dass ich das Auto liebe …
Nach einer Stunde drehen wir beim Viehzaun um. Für den Rückweg wählen wir den Weg ganz nahe am Wasser. Noch näher als zuvor bestaunen wir die Elis, Hippos und unzählige Vögel. Eine ganze Geierkolonie können wir aus nächster Nähe fotografieren.

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Die manuellen Fensterheber gehen aufgrund des Staubes immer schwerer. Während der Fahrt reißt Selinas Kurbel sogar total ab und das Fenster lässt sich nicht mehr schließen. Mit halb offenem Fenster setzen wir die Fahrt fort. Es wird ja hoffentlich nicht genau jetzt wieder ein Löwe auftauchen…
Ich hoffe, dass wir das Problem morgen in Maun kostengünstig und rasch lösen können. Moremi und Chobe möchte ich nicht unbedingt mit einem ständig offenen Fenster befahren.
Nach einer neuerlichen Überfahrt mit der Fähre sind wir zu Mittag wieder im Camp und relaxen den restlichen Nachmittag. Entweder in der Hängematte, im Zelt oder am Campingtisch. Die Kinder springen auch in den netten Pool, dessen Temperatur frisch ist aber aushaltbar. Claudia wäscht ein paar unserer Leibchen, die wie gewohnt rasch trocknen.
Ich versuche mit meinem Multitool das Fenster zumindest notdürftig zu reparieren. Obwohl ich einige Schrauben der Verkleidung lösen kann und dem Problem schon sehr nahe komme gelingt es mir nicht das Fenster in geschlossenem Zustand zu fixieren. Somit muss ich auf Support in Maun morgen zählen.

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Das Abendessen ist sehr lecker. Die Butternut-Kürbissuppe und auch die Lasagne schmecken ausgezeichnet. Als Nachspeise gibt es Apfeltarte mit Vanilleeis. Wir plaudern noch eine Weile mit Heike bevor wir uns zur gewohnten Zeit, also zwischen 9 und 10 Uhr zum vierten Mal in die Zelte zurückziehen.
Teil 1320. Okt. 2015
Freitag, 14.08.2015:

Fahrtstrecke: Tiaans Camp – Discovery B&B Maun

Heute möchte auch Claudia den Sonnenaufgang sehen. So finden sich alle außer Leonie noch vor 7 Uhr auf der Terasse ein. Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von Heike und fahren los auf der Haupstraße Richtung Maun. Die Reifen habe ich schon gestern Abend wieder auf Standarddruck aufgepumpt. Kurz vor Maun gibt es eine Polizeikontrolle, die Papiere und der Führerschein werden gecheckt und wenig später setzen wie die Fahrt fort.
Schon nach 90 Minuten Fahrt erreichen wir Maun. Wenig später, 10 km nördlich von der Stadt, treffen wir am späten Vormittag bei unserer heutigen Unterkunft, dem Discovery B&B ein. Hier haben wir ein Family Rondavel reserviert. Eine urige Unterkunft mit einem Doppel- und einem Stockbett. Wir laden das Gepäck aus und Claudia sortiert die Kleidung um.

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Während die Kinder relaxen fahre ich zurück in die Stadt zum örtlichen Toyota Händler. Dort läuft alles höchst professionell ab und innerhalb von 30 Minuten ist der Fensterheber ausgetauscht. Kostenpunkt ca. 30 Pula, also weniger als 3 EUR. Ich gleich den leeren Laderaum und besorge 11 Stk. 5 Liter Kanister Wasser, die ich in den Wassertank einfüllen möchte. Auch der ATM beim Spar spuckt brav die angeforderte Summe aus. Schließlich schaue ich auch noch beim DWNP vorbei und möchte die Permits für Moremi und Chobe besorgen. Allerdings habe ich die Campsite-Voucher nicht dabei, ohne die ich die Gebühren nicht bezahlen kann.
Zurück im Hotel haben die Mädels inzwischen wieder Chips und Kekse zu Mittag gegessen und chillen und lesen am Pool. Leider ist das Wasser mit 15 Grad deutlich zu kühl und auch ziemlich dreckig.
Wir beschließen zum Abendessen in die Thamakalane River Lodge zu fahren. Zuvor schauen wir nochmal gemeinsam in die Stadt um die Essens- und Trinkvorräte für die nächsten 6 Tage aufzufüllen. Beim DWNP können wir allerdings nicht wie geplant die Permits organisieren, da es inzwischen nach 17 Uhr und das Büro schon geschlossen ist. Wir werden also die Permits jeweils an den Gates organisieren.
Gegen 18 Uhr sind wir in der Thamakalane River Lodge und essen alle sehr leckere Pizzen. Auch der Preis der Speisen (ca. 6 EUR) ist total in Ordnung. Nach dem Essen schauen wir noch beim großen Lagerfeuer vorbei und plaudern mit Einheimischen Guides und den Besitzern der Lodge. Leider können wir nicht allzu lange bleiben, da wir nicht allzu spät wieder in unserer Unterkunft sein wollen.

Zaungast beim Essen:

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Sehr vorsichtig und langsam fahren wir im Stockdunkeln die 5 km zurück und sind gegen 22 Uhr alle in den Betten. Für morgen haben wir einen Delta-Rundflug um 8 Uhr ausgemacht, somit müssen wir alle früh aufstehen…..
Teil 1422. Okt. 2015
Samstag, 15.08.2015:

Fahrtstrecke Maun - South Gate Camp Site

Wir stehen um 6:45 auf. Das Frühstück lassen wir vorsichtshalber aus, stattdessen nehmen wir alle eine Tablette Superpep gegen Reisekrankheit. Aus verschiedenen Berichten habe ich erfahren, dass der Delta Rundflug doch etwas unruhig sein kann, und da schadet es nicht, den Magen ruhig zu halten. Unser Plan ist es, nach dem Flug im Restaurant Bon Arrivée zu frühstücken, dann zu tanken und einzukaufen und gegen 11 Uhr wieder beim Discovery zu sein. Bis dahin können wir auch unser Gepäck am Zimmer lassen.
Um 7:30 sind wir beim Büro von Mack Air am Flughafen. Unsere Reservierung liegt vor. Ich frage, was es kostet, wenn wir den reservierten 45 Minuten Flug auf 1 Stunde verlängern. Mir werden als Preis ca. 3500 Pula genannt, was nur um 300 Pula mehr ist, als mir als Preis für den 45 Minuten Flug genannt wurde. Eine kurze Rückfrage per Funk beim Piloten, ob er auch genug Sprit für eine Verlängerung hat wird positiv beantwortet und wir bekommen unsere Tickets.
Obwohl alles hier am Flughafen sehr klein und übersichtlich ist, gibt es die gleichen Prozeduren wie an großen Flughäfen. Wir müssen mit den gerade ausgestellten Tickets einchecken, die Pässe herzeigen, durch eine Sicherheitskontrolle und warten in einem kleinen Bereich auf das Boarding. Wenige Minuten später besteigen wir einen Bus und werden zu unserem Flugzeug, einer Gippsland GA8 Airvan gebracht. Dort begrüßt uns Jose aus Barcelona, der unser Pilot ist. Obwohl wir nur zu viert sind, haben wir einen 7-sitzigen Flieger und somit jede Menge Platz an Bord und jeder eine Gute Sicht nach draußen. Alle knipsen und filmen was das Zeug hält. Tiere bekommt man eigentlich erst nördlich des Viehzauns zu sehen. Da die ersten und letzten 15 Minuten des Fluges südlich des Zauns sind, bin ich froh, den Flug verlängert zu haben. Somit haben wir eine ganze halbe Stunde im Deltagebiet nördlich des Zaunes. Der Flug verläuft sehr ruhig und niemandem wird schlecht.
Neben der fantastischen Landschaft erkennen wir unter uns Büffel, Elefanten, Nilpferde, Litschis und Giraffen.

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Schwierig zu sagen, ob die Tablette notwendig gewesen ist, aber beruhigend war es für uns alle auf jeden Fall.
Nach dem Flug kehren wir beim Bon Arrivee Restaurant ein und bestellen Frühstück. Leo ist ziemlich stinkig, weil sie unbedingt Croissants wollte, die es aber nicht gibt….
Wir kaufen die fehlenden Lebensmittel für die nächsten 6 Tage ein, vor allem Frischfleisch, auch bei der berühmten Beef Boys Fleischerei in Maun schauen wir vorbei.
Jetzt noch schnell Tanken und Gasflasche sicherheitshalber auffüllen und dann ab ins Okavango Delta !!!
Ich bin nicht sicher, wieviel Gas wir in den ersten 4 Tagen Camping schon verbraucht haben, also will ich sicherheitshalber auch die Gasflasche auffüllen lassen.
Doch halt – Bei der Shell Tankstelle kann ich meine Gasflasche nicht auffüllen lassen.
Auch bei der Puma Tankstelle geht das nicht. Ich werde zu einer Firma namens Viking Gas am anderen Ende der Stadt verwiesen. Leider kennt das Navi die Firma nicht. Wir sehen auch ein Schild mit einer Richtungsangabe bei einer Kreuzung, dieses wird von mir allerdings falsch interpretiert…
Es dauert fast eine halbe Stunde bis wird Viking Gas entdecken. Aber leider ist heute das GAS aus !!!!
Wir werden zu einer anderen Firma in der Nähe weitergeschickt, die sollten Propangas haben, wir uns versichert….
Nochmal 10 Minuten später kommen wir dort an. Und es gibt auch Gas !
Ich überreiche die Flasche und bitte darum diese randvoll zu machen.
Der Kollege schließt sie an, wiegt sie und meint, die ist doch voll! Alles, was wir die letzten Tage an Gas verbraucht haben ist weniger, als er überhaupt als Differenz feststellen kann.
Ich bedanke mich, gebe Trinkgeld und muss peinlicherweise den Rückzug antreten. Insgesamt mehr als 1 Stunde vertan, für nix….. 
Inzwischen ist es auch schon deutlich später als vereinbart und wir haben ein schlechtes Gewissen, dass wir noch immer nicht unser Zimmer verlassen haben. Wir müssen schließlich auch noch packen.
Als wir gegen 12 Uhr beim Discovery ankommen ist unser Zimmer schon sauber gemacht.
Wir packen fertig und beladen das Auto. Es ist ca. 12:30 als wir aufbrechen.
Wir bekommen von unserem Gastgeber noch Sandwiches für den Weg, da wir ja heute morgen nicht das Frühstück konsumiert haben. Am Weg decken wir uns mit Feuerholz ein. 2 Stunden später erreichen wir das South Gate der Moremi Reserve und bald darauf den Campingplatz.

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Wir richten uns gemütlich ein. Zu einem Gamedrive noch heute Nachmittag kann ich niemanden mehr motivieren.
Wir spannen die Hängematte auf und machen ein Lagerfeuer.

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Zum Abendessen gibt es faschierte Laibchen mit Reis. Auch diese Speisen sind mit unserer Küchenausstattung keine Hexerei mehr.
Wir essen früher als die letzten Tage und sind um 18:30 mit Essen, Zähneputzen und Abendtoilette fertig. Um 19 Uhr sind alle in den Dachzelten. Die Kids wollen heute zusammen im Zelt schlafen. Wir stimmen zu. Im Fall des Falles könnten wir über die Mittelfenster von Zelt zu Zelt krabbeln. Um 20 Uhr ist Licht aus.
Teil 1528. Okt. 2015
Sonntag, 16.08.2015:


Fahrtstrecke: South Gate Campsite - Xakanaxa Campsite

Wieder war die Nacht sehr angenehm. Schön langsam hat jeder für sich das optimale Nachtgewand für die Schlafsäcke gefunden. Wir frühstücken und freuen uns auf den ersten Gamedrive, den wir bei der Black Pools Gegend unternehmen wollen. Danach haben wir vor über Third Bridge nach Xakanaxa zu fahren. Nur Leo lässt sich von der Vorfreude nicht anstecken und hat alle Zeit der Welt für ihr Frühstück und ihre Körperpflege.
Sicherheitshalber reduziere ich den Reifendruck auf 1,5 Bar und wir brechen um 9:30 auf. Während ich die Permits für Moremi am Gate bezahle, fotografieren die Mädels Zwergmangusten in der Nähe des Autos.

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Am Weg zu den Black Pools entdecken wir unsere ersten Leierantilopen. Auch jede Menge Elefanten, Giraffen, Zebras und natürlich Impalas .

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Bei der Third Bridge Campsite machen wir eine Klopause und essen zu Mittag Sandwiches.
Die Fahrt über die Third Bridge muss natürlich Foto- und Videotechnisch festgehalten werden.
Zu diesem Zweck gehen Leo und Claudia todesmutig zu Fuß voraus.

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Danach darf auch Leonie ein paar Kilometer auf meinem Schoß das Auto manövrieren.

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Um ca. 15 Uhr erreichen wir die Xakanaxa Campsite. Wir richten uns gemütlich ein. Wir haben einen wunderschönen Platz direkt am Wasser und eine tolle Aussicht über die Lagune.

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Wir spazieren zur Bootsanlegestelle in der Nähe und machen für morgen Nachmittag eine 2-stündige Bootstour nur für uns um 1000 Pula aus.
Um auch das restliche Hackfleisch von gestern nicht unnötig lange spazieren zu führen, gibt es heute Spaghetti Bolognese. Auch diese gelingen in unserer Semiprofessionellen Küche hervorragend. Dazu natürlich wie immer Savannah und Schweppes Lemonade, Diesmal erstmals auch Hunters, welches uns von Heike von Tiaans empfohlen wurde. Im Prinzip ist Hunters wie Radler bei uns und recht erfrischend.
Relativ spät trifft eine Gruppe italienischer Camper ein. 5 Autos, darunter ein Riesen-Unimog. Mindestens 12 Personen, die sich leider unweit unseres Platzes breit machen.
Um 19 Uhr sind alle Bettfertig. In den Bäumen über uns sehen wir Bushbabies herumhuschen. Leider gelingt es mir nicht, sie vernünftig zu fotografieren.

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Aber im Licht unserer Stirnlampen leuchten ihre Augen feuerrot, was recht witzig und ein wenig gruselig aussieht. Um 19:30 sind dann alle im Zelt. Leider hören wir noch eine ganze Weile das sehr laute Geplapper der Italiener. Bis weit nach 22 Uhr wird feucht fröhlich gelacht und laut geplaudert. Dann wird sogar noch lauthals „Happy Birthday“ angestimmt. Diesmal dauert es so lange wir noch nie, bis wir alle eingeschlafen sind…. 
Teil 1629. Okt. 2015
Montag, 17.08.2015

Tagesetappe: Game Drive und Bootstour Xakanaxa
Übernachtung: Xakanaxa

Die Nacht verläuft ruhig. Auch die von mir montierte Wildkamera hat (leider) nichts festgehalten.
Im Morgengrauen hören wir lautes und nahes Löwengebrüll. Sogar aus zwei Richtungen. Ich mache ein paar Sonnenaufgangsfotos.

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Die Kinder lassen wir heute bis 9 Uhr ausschlafen. Ein Ranger schaut bei uns am Platz vorbei und wundert sich, dass wir noch hier sind. Fast vorwurfsvoll erzählt er uns, dass ganz in der Nähe, ca. 2 km entfernt Richtung Gate, Löwen sind und fragt warum wir nicht auch schon wie die anderen dort sind. Wir scheuchen die Kinder aus den Zelten und fahren ohne zu Frühstücken zur beschriebenen Stelle. Lange müssen wir nicht suchen, mehrere Game Drive- sowie Touristen-Autos lassen erkennen, wo die Löwen sind.
Wir entdecken ein schlafendes Männchen, welches allerdings mit freiem Auge kaum zu erkennen ist. Mit Fernglas und durch den Fotoapparat aber ganz gut….

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Wir kehren zur Campsite zurück und frühstücken in Ruhe. Danach wird relaxt und gelesen. Da heute am späten Nachmittag die Bootstour ausgemacht ist, wollen wir schon zu Mittag grillen und am Abend nur eine Kleinigkeit machen. Es gibt Hühnerspieße und Knoblauchbrot von den Beef Boys in Maun. Dazu noch Würstchen und Reis für Selina. Während des Essens besuchen uns 3 Buschböcke, die bis auf wenige Meter herankommen und sich von uns in keinster Weise beim Grasen stören lassen.

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Gegen 14 Uhr laufen 3 Elefanten über den Campingplatz, aber sicher 100m von unserem Stellplatz entfernt. Sie verbringen einige Zeit in der Sumpflandschaft neben den Campingplätzen ohne näher zu kommen.
Die Kinder genießen sichtlich den Tag ohne Programm und Fahren. Um 15:30 gehen wir zur Bootsanlegestelle für die vereinbarte Tour. Unser Guide heißt Kenny. Mit ihm fahren wir gut 2 Stunden durch die Kanäle, zunächst durch das enge Schilf, danach auch im offenem Gewässer. Wir sehen ein Kroko, ein Hippo und jede Menge Vögel. Keine sehr reiche Ausbeute an Tiersichtungen, aber trotzdem ist es wunderschön durch die Kanäle zu schippern. Teilweise gibt Kenny auch richtig Gas, was allen großen Spaß macht.

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Um 18:30 sind wir zurück beim Auto. Wir machen uns schnell eine Tomatensuppe und verkrümeln uns in die Zelte. Die Italiener sind leider immer noch in der Nähe, sind aber heute deutlich leiser als gestern und auch früher in ihren Zelten. In der Nacht höre ich lautes Plätschern hinter dem Auto. Ich vermute zuerst ein Hippo in der Nähe. Als ich den Reisverschluss des Dachzeltes öffne, sehe ich wenige Meter entfernt einen Elefantenhintern, dessen Besitzer gerade in das Wasser hineinstapft. Vorsichtig leuchten wir mit der Taschenlampe hin ohne das Tier zu blenden.
Der dreht uns aber weiterhin nur den Hintern zu und ignoriert uns völlig. Irgendwann schlafen wir wieder ein und verbringen wieder eine angenehme Nacht.
Teil 1702. Nov. 2015
Dienstag 18.08.2015:

Fahrtstrecke: Xakanaxa - North Gate

Nachdem Frühstück, Geschirr waschen, Körperpflege und allen anderen Standardtätigkeiten erledigt sind, fahren wir uns auf den Weg Richtung North Gate Camp Site. Zuerst fahren wir zum Hippo Pool.


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Ein sehr schöner großer See mit jeder Menge Hippos und einem Aussichtsturm. Während der Fahrt passe ich kurz nicht auf und komme mit den linken Rädern zu nahe an den Rand des Sees. Plötzlich wird der Untergrund zäh und bodenlos. Bevor ich mich noch tiefer in den Matsch hineinreite, halte ich, schmeiße den Rückwärtsgang rein und kann mich mit ein wenig Schaukeln aus dem Morast befreien.
Uff, das war knapp. Zwischen Elis und Hippos am Seeufer zu hängen wäre doch recht unangenehm gewesen. Da hätte ich nur warten können, bis mich jemand rauszieht. Schaufeln hätte da nicht funktioniert….
Nach dem abrupten Rückwärts-Gasgeben, sieht die linke Wagenseite zwar aus wie Sau, aber immerhin haben wir wieder festen Boden unter den Reifen. Im dichten Wegenetz durch und über Pans sehen wir jede Menge Wild. Trotz Navi fällt uns die Orientierung allerdings ein wenig schwer. Sobald man im engen Wegenetz einen etwas weiter entfernten Punkt eingibt, schlägt das Navi eine Route über die Hauptstraße vor. Solange es die Bedingungen zulassen, wollen wir allerdings auf den Nebenfahrbahnen bleiben.
Wir gehen dazu über, Wegpunkt für Wegpunkt der Shell Karte in das Navi einzugeben. Aber auch mit dieser Methode spring das Navi ganz gerne in der Richtungs- und Zeitangabe hin und her. So will uns das Navi z.B. um tiefe Wasserdurchfahrten herumführen, die zurzeit gar nicht vorhanden sind.
Die Richtung stimmt aber soweit, dass wir trotzdem gut vorankommen.
Leicht überrascht sind wir schneller als geplant beim North Gate. Wenige Minuten nachdem uns das Navi noch als Restzeit 20 Minuten und 3 Kilometer angezeigt hatte.
Als wir unsere Campsite (MK3) beziehen, stehen 30 Meter entfernt 2 Elefantenbullen fotogen im Wasser und lassen sich bei ihrem Nachmittagsmahl in keinster Weise von uns stören. Da sie einen sehr entspannten Eindruck machen und wir sie nicht zu interessieren scheinen, steigen wir dennoch aus und richten uns am Platz ein. Ein Auge haben wir aber immer in Richtung der Elis gerichtet.


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Anschließend widme ich mich dem Brotteig um heute besseres Brot als das Salzlose auf Kubu Ísland zu fabrizieren. Während wir das Abendessen, heute Kartoffelgulasch, vorbereiten, werden wir schon neugierig von den ortsansässigen Meerkatzen beobachtet. Diese sind allerdings relativ leicht zu vertreiben. Trotzdem müssen wir natürlich ständig darauf achten, alle Klappen am Auto und alle Kunststoffkisten verschlossen zu halten. Im Lauf des Nachmittags gesellen sich auch Paviane dazu, die rasch die Meerkatzen vertreiben und das Kommando übernehmen. Die sind deutlich forscher als ihre kleineren Verwandten. Da bedarf es schon der Zurschaustellung und einiger Warnschüsse mit der Steinschleuder meinerseits, bis gebührender Abstand eingehalten wird.


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Die WC und Duschanlagen hier auf der Campsite sind sehr gewöhnungsbedürftig. Im nahegelegenen Waschhäuschen gibt es kein Warmwasser, dafür müssten wir zum Hauptwaschhaus, welches doch ein paar hundert Meter entfernt ist. So wird beschlossen, die Körperhygiene für heute auf ein Minimum (=Zähneputzen) zu reduzieren.
Nach dem Abendessen sehen wir vom Dachzelt aus im Fluss Hippo und Krokoaugen im Lichtschein unserer Taschenlampe leuchten.
Mitten in der Nacht werden wir wieder von einem Eli geweckt, der wenige Meter vom Zelt Äste rupft. Diesmal noch näher als gestern. Aber irgendwann trottet er weiter und wir schlafen wieder ein….
Teil 1804. Nov. 2015
Mittwoch, 19.08.2015

Fahrtstrecke: North Gate - Savuti

Der Morgen läuft ab wie immer. Nach dem Passieren der Brücke bei der Campsite suchen wir eine Weile eine geeignete Passiermöglichkeit für den Fluss. Nach ein paar Umwegen finden wir allerdings eine relativ seichte Durchfahrt, die wir problemlos meistern können.
Ein paar Kilometer später stehen wir plötzlich vor einer relativ breiten Durchfahrt. Man erkennt auch deutlich das Fließen des Wassers. Da mir die Situation aussichtslos erscheint widmen wir uns der Karte und dem Navi um Umfahrungsmöglichkeiten zu finden. Da erblicken wir auf der anderen Seite der Furt ein Game Drive Fahrzeug, auch ein Landcruiser, welcher ohne mit der Wimper zu zucken einfach durchfährt.
Dieser hält nicht einmal an, sondern fährt einfach durch als wäre es eine Regenpfütze. Davon ermutigt traue ich mich auch einzufahren. Schön langsam. Im zweiten Gang der Untersetzung. Ganz kurz schwappt das Wasser sogar über die Motorhaube, was kurzes Herzrasen auslöst. Aber wir halten die Geschwindigkeit und erreichen nach wenigen Sekunden das andere Ufer.
Ganz wenig Wasser hat es bei den hinteren Türen unten reingedrückt, aber ansonsten gibt es kein Problem.

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Bei der Einfahrt in den Chobe Park wird uns die Marsh Road empfohlen. Diese sei problemlos zu fahren und die Chance auf Tiersichtungen ist dort größer, versichert uns der Ranger. Tatsächlich kommen wir auf der Straße gut voran. Auf halben Weg nach Savuti steht mitten auf der Straße ein anderes Touristenauto und bewegt sich minutenlang nicht. Da wir nicht erkennen können, was genau beobachtet wird, schere ich aus und will vorbeifahren, als wir plötzlich eine prächtige Löwendame direkt an der Straße in 10m Entfernung sehen. Und auch ein Männchen und eine weitere Dame können wir entdecken und die ersten richtig schönen Löwenfotos und Videos machen.


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Ansonsten ist der Game Drive im Gebiet südlich von Savuti nicht sehr ergiebig. Ein paar Schakale und Sekretärvögel, aber keine Antilopen oder Raubtiere.
In Savuti angekommen belegen wir die Campsite Nummer 1, direkt neben einem Tented Camp. Der Platz ist sehr großzügig angelegt.

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Den ganzen restlichen Nachmittag, und auch während der Nacht werden wir leider von keinem Tier besucht. Vielleicht hatten wir einfach Pech oder es lag am Wassermangel in der Region, aber uns hat Savuti insgesamt nicht sonderlich beeindruckt. Kein Vergleich zu Xakanaxa oder North Gate. Zum Abendessen wird wieder gegrillt. Fleisch, Würstchen, Champignons und Kartoffeln.

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Teil 1909. Nov. 2015
Donnerstag, 20.08.2015

Fahrtstrecke: Savuti - Ihaha

Wir brechen zu unserer gewohnten Zeit von der Campsite auf. Besonders beeindruckt sind wir von der Campsite und Umgebung nicht. Vielleicht hatten wir einfach nur Pech was die Sichtungen betraf. Ich bereue es jedenfalls nicht, nur eine Nacht reserviert zu haben.

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Auch nördlich von der Savuti Campsite sehen wir nicht viele Tiere. Einzig ein Wasserloch entlang der Strasse ist "elefantisch" gut besucht.


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Kurz nachdem wir den südlichen Teil des Nationalparks verlassen fahren wir zum ersten Mal seit mehreren Tagen wieder auf Asphalt.

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Was für eine Wohltat! Wenig später erreichen wir das Ghoha Gate und fahren wieder in den Chobe NP ein. Kurz nach der Einfahrt in den Park „retten“ wir zwei Australier, die sich mit ihrem Hilux trotz reduziertem Reifendruck im tiefen Sand eingegraben haben. Unser Cruisy wird angehängt und mit einem leichten Zupfer wird der Hilux befreit. Da musste wir uns nicht mal anstrengen 

Schließlich erreichen wir die westliche Chobe River Front, die wir in Richtung Ihaha Campsite, also von Westen nach Osten abfahren. Es wimmelt geradezu vor Tieren. Elis, Antilopen, Giraffen, Wasserböcke, Zebras, Geier, auch zum ersten Mal eine Rappenantilope. Auch unzählige Vögel entlang der Straße.

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Als wir Ihaha erreichen, beziehen wir die Campsite CS2. Gleich bei der Ankunft wird uns gesagt, dass wir uns nicht DIREKT unter den Baum stellen sollen, da der Baum auf CS2 der Schlafplatz einer Baboon Familie ist. Na super! Aufgrund der Berichte im Forum von Überfällen und Diebstählen hier auf der Campsite haben wir ohnehin schon ein mulmiges Gefühl, und dann auch noch ständig auf die Affen aufpassen…..
Kurz darauf erreichen wir den Platz. Wir positionieren das Auto zwischen den beiden Bäumen und haben eine wunderschöne Aussicht über den Fluss und Riesenherden an Gnus, Zebras und Elefanten. Es sind zwar keine Affen zu sehen, leider riecht man allerdings, dass sie sich hier viel aufhalten. Soweit wir es sehen können, sind die anderen Campsites auch belegt, somit unterlassen wir den Versuch zu tauschen.
In gespannter Erwartung der wohl in der Dämmerung zurückkommenden Pavian-Familie wollen wir heute noch früher als sonst essen. Ich backe mit den Kindern zusammen Brot. Das Abendessen sind heute Spaghetti Carbonara. Wir sind rechtzeitig mit Essen fertig. Beim Abräumen der Tische, sehen wir schon die Affen näher kommen und ich schicke die Mädels um 18:30 in die Zelte. Zuerst klettern die Kleinen die Bäume rauf, dann die Kids und die Weibchen. Ganz am Schluss die Capos der Gruppe. Diese schauen sich zwar kurz um, ob es bei uns was zum Abstauben gibt, klettern dann aber auch den Baum hinauf und lassen uns in Ruhe.
Bald darauf nähert sich zum ersten Mal das angekündigte Fahrzeug der Security. Vor allem bei niedrigem Wasserstand wie jetzt, kommt es immer wieder vor, dass von der Namibischen Seite des Flusses Langfinger die Campsite aufsuchen. Zum einen ist es beruhigend, dass es Sicherheitspersonal gibt, zum anderen macht man sich natürlich auch Gedanken, dass das sicher auch einen Grund hat….


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Bis 21 Uhr ist ganz schön Lärm um uns herum. Wir erleben aus erster Hand, dass es Pavianen offensichtlich möglich ist, sich auf Anordnung vom Chef gleichzeitig zu erleichtern. Kurz bevor endgültig Ruhe am Baum ist, wird gemeinsam gepieselt und gemeinsam gek….. Wobei letzteres sich höchst interessant anhört, wenn es um die Zelte herum alle paar Sekunden einschlägt und das über mehrere Minuten hinweg. Irgendwann ist das aber auch erledigt und es ist Ruhe am Baum.
Die ganze Nacht hindurch fährt das Polizeiauto an uns vorbei und leuchtet die Gegend ab. Wirklich gut schlafen wir deshalb nicht.
Fazit: So schön der Campingplatz auch ist, die unmittelbare Nähe der Affen und die ständige Präsenz der Security trüben den Gesamteindruck doch erheblich. Aus heutiger Sicht würde ich wohl eher eine Nacht früher und länger in Kasane bleiben und von dort aus die Riverfront abfahren.
Teil 2003. Dez. 2015
Freitag 21.8.2015

Strecke: Ihaha - Kasane


Recht früh werden wir heute von unseren Nachbarn auf den Bäumen geweckt. Zum einen durch die Lautstärke, ebenso auch wieder durch die gemeinsamen Ausscheidungen, die fast gleichzeitig rund um das Auto herum einschlagen. Als wir aus den Zelten draußen sind, probieren einige Paviane, bei uns etwas Essbares zu ergattern. Die Zurschaustellung der Steinschleuder hält sie aber auf Distanz.
Der Geruch und das Ambiente auf der Campsite veranlassen uns dazu, heute das Frühstück auszulassen. Noch vor 9 Uhr machen wir uns auf den Weg Richtung Kasane.

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Obwohl wir von der Einbahnregelung wissen, riskieren wir es einmal von der Campsite aus die Riverfront Richtung Osten abzufahren. Wir nehmen uns vor, erst bei zu stärkerem egenverkehr oder wenn wir dazu aufgefordert werden umzudrehen und die offizielle Runde zu fahren. Wir stellen allerdings fest, dass wir im westlichen Teil des Parks mehr Wild gesehen haben als hier im östlichen Teil. Wir sehen zwar jede Menge Giraffen und Elefanten, aber abwechslungsreicher und mehr Wild als gestern sehen wir nicht. Als wir das Gate erreichen sind wir froh, nicht den Umweg über die Transitroute genommen zu haben.

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Zu Mittag erreichen wir unsere Unterkunft in Kasane, die Chobe River Cottages. Mehrere nette Selbstversorger-Unterkünfte mit jeweils 4 Betten, gut ausgestatteten Küchen und Grillplätzen. Wir laden das Auto komplett aus und Claudia sortiert die Wäsche. Ich organisiere in der Stadt bei KFC Mittagessen hebe Geld ab
Als ich zurückkomme, sind schon unsere Verwandten wie geplant in der Unterkunft eingetroffen. Diese haben eine Namibia/Caprivi Lodge Tour ab Windhoek hinter sich und verbringen ihre letzten beiden Nächte in Kasane mit uns zusammen, bevor sie von hier aus heimfliegen.
Während die Kids in den Pool hüpfen, berichten wir uns natürlich gegenseitig von den Urlaubserlebnissen.
Um 15 Uhr gehen wir ein paar Schritte zur Bootsanlegestelle von Kalahari Tours, die direkt neben unserer Unterkunft liegt. Wir haben um 1000 Pula ein kleines Boot für uns 7 für drei Stunden reserviert. Der Tier- und Vogelreichtum entlang des Flusses ist enorm. Aus nächster Nähe unzählige Elefanten und Büffel, auch Krokos und Hippos.

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Kurz nach 18 Uhr sind wir zurück bei der Unterkunft und grillen Würstchen und Spieße. Die Kids schauen fern und wir plaudern noch auf der Terrasse. Danach genießen alle die erste Nacht in Betten seit fast einer Woche.
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