THEMA: Automat für Botswana Tiefsand???
01 Mär 2024 17:31 #683375
  • Hermann
  • Hermanns Avatar
  • Beiträge: 1533
  • Dank erhalten: 181
  • Hermann am 01 Mär 2024 17:31
  • Hermanns Avatar
Zu unseren Sahara-Zeiten hatten wir ja noch Schläuche in den u.a. Sprengringfelgen.
Es gab dann oft lange Weichsandpassagen die wir mit 0,7 -0,8 bar durchfuhren.
Nachteil war, dass der Schlauch sich dadurch oft verschoben hat, weil der Reifenmantel sich verdrehte.

Gruß Hermann
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Swakop52
01 Mär 2024 18:22 #683377
  • Swakop52
  • Swakop52s Avatar
  • Beiträge: 1117
  • Dank erhalten: 247
  • Swakop52 am 01 Mär 2024 18:22
  • Swakop52s Avatar
mitglied19210 schrieb:
Swakop52 schrieb:
Zuallererst kapieren sie nicht daß man nicht mit 2-3 bar Reifendruck in den Tiefsand fährt, sondern mit 0,8-1 bar.

Viele Mietwagen (Hiluxe und anderes) haben heute nicht mehr wie früher 15 oder 16 Zoll Stahlfelgen mit 255/70 Reifen o.ä., sondern 17 oder teils 18 Zoll Alufelgen mit flacheren Reifenquerschnitten. Da würde ich mich nicht trauen, auf 0,8 bar zu gehen. So bei 1,2 bar ist dann bei mir Schluss. Wirklich nur zum Rausfahren nach dem Festfahren vielleicht ganz kurz auch mal 1,0. Eine repräsentative Statistik, wie oft man sich mit 0,8 bar bei heute gebräuchlichen Felgen und Reifen größere Probleme als einmal Festfahren einhandelt, habe ich aber nicht. Insofern ist das nur meine subjektive Einschätzung.

Grüße

Du hast natürlich Recht, es hängt auch recht viel von der Ausstattung des jeweiligen Fahrzeuges ab.
Die genannten Alufelgen habe ich auch auf meinem Landcruiser Prado, aber da kann ich kompensieren mit Dauer-4x4, und brauche daher bei diesem Fahrzeug nur selten die Reifen abzublasen. Kritisch wird es im richtigen Muschelsand, wie der u.a. in Oranjemund vorkommt. Hier gilt die Regel, sofort aufzuhören, wenn die Räder anfangen zu buddeln. Abblasen, und vor und hinter den Rädern Sand wegschaufeln, untersetzt hin und her fahren daß der Untergrund stabiler wird, und dann im richtigen Moment Gas geben und raus. Aber nicht so, daß die Räder durchdrehen.
Dieses Fahrzeug fahre ich in Afrika seit 2004, und habe noch nie fest gesessen. Selbst nicht im Moremi in absoluter Trockenheit, wo die Pickups reihenweise fest stecken. Die umfährt man einfach. Die Automatik trägt dazu natürlich nicht unerheblich zu dem Komfort bei. Hat aber den Vorteil, daß ich noch nie im Sand festgehangen habe.
Fährst Du in den Modder wie z.B. in Moremi, Savuti oder North Luangwa, gelten da natürlich wieder andere Regeln. Aber auch da ist das Automatikgetriebe von riesigem Vorteil, weil Du mit dem Schalthebel wie mit einem Joystick zum Vorwärts- und Rückwärtsfahren "spielen" kannst ohne die typischen hektischen Schalt- und Gasfehler in einer kritischen Paniksituation.
Das wahre Problem beginnt immer, wenn das Fahrzeug sich so tief einbuddelt daß es mittig aufliegt. Wer Fahrzeuge aus dem Modder zieht, bekommt bei mittiger Auflage unwillkürlich den Eindruck, daß sich das Fahrzeug am Boden "festsaugt". Daher immer darauf achten, daß es nicht so weit kommt. Lieber auch mal wenden und eine Strecke nicht fahren wenn es kritisch wird.
Gruß
Hajo
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
Letzte Änderung: 01 Mär 2024 18:27 von Swakop52.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: buma