THEMA: Desert Lion Conservation (War: Zwei Halsbänder...)
05 Apr 2022 17:27 #641135
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  • Champagner am 05 Apr 2022 17:27
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Seyko schrieb:
Naja, egal wie nett man Dinge formuliert oder wie verständlich Erklärungen sind. Die Faktenlage sagt, dass die Populationen der wüstenadaptierten Löwen immer dann, wenn es „gute Gene“ gibt, zerstört werden. Die tragischste Entwicklung war wohl unwidersprochen die Ermordung der 5. Musketiere. Dieser neuerliche Vorfall wird den Verfall dieser einzigartigen Populationen beschleunigen. Ich persönlich würde nichts auf Worte geben. Wer diese Tiere live erleben will, sollte sich bald aufmachen um sie mit Glück lebend zu sehen. Allzu lange wird es diese Gelegenheit imho nicht mehr geben.

Liebe Grüsse Guido

Dass die Entwicklung tragisch bzw. dramatisch ist, steht wohl außer Frage und wird hier auch niemand anders sehen, ich selbst gehöre zu denen, die vor langer Zeit - als der Thread noch anders hieß - mitgespendet haben bei den Halsbändern. Die Ermordung der 5. Musketiere und der oben erwähnte Fall sind für mich aber zwei verschiedene Hausnummern. Offensichtlich wurde bei XPL-131 ja alles versucht, irgendwann stößt man an Grenzen.

Durch die reißerische Schlagzeile sowohl in dem Beitrag von Inki Mandt als auch in dem Artikel in der AZ werden aber m.E. falsche Emotionen geschürt und Tatsachen nicht korrekt/vollständig dargestellt. Das hilft bei der Arbeit in dieser Sache sicher nicht weiter, wie ja auch die Vergangenheit gezeigt hat, wo sich die Beteiligten immer wieder in Kämpfe auf Nebenschauplätzen verwickelt haben.

Mir wäre es lieber, alle Kräfte würden sich auf das Hauptproblem fokusieren, statt solchen "Journalismus" zu produzieren.

Gruß Bele
Letzte Änderung: 05 Apr 2022 17:29 von Champagner.
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05 Apr 2022 20:17 #641156
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  • Seyko am 05 Apr 2022 20:17
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Statement von Delhra auf Facebook
It needs to be ascertained whether the NGOs permitted and charged with the prevention of Lions killed in conflict with Humans have actually diligently executed their mandate and delivered on the expectations of those sponsoring them with huge funding. This will be done objectively in the coming days.
Information surfacing ( from the Horse’s mouth) like a certain prominent Lion Ranger earning a quick N$5000 bucks for assisting the Hunters to shoot the very Lion he swore to protect and keep from harms way as well as an ambiguous decision by a certain chairperson without following proper protocol to request the Destruction/Trophy Hunting of the Lion? I was at a meeting in November 2021 in Palmwag where he insisted Lion Trophies be made available to the Conservancy for revenue despite being alerted to the non-sustainability of doing so?!
It is not all as clear cut maybe, but let us investigate and see what surfaces.
We have so many question and are busy formulating it based on surfacing facts.

Gefolgt von der Stellungnahme, die du zuvor gepostet hast, weshalb ich mir eine Wiederholung spare.

Liebe Grüsse
Guido
Letzte Änderung: 05 Apr 2022 20:18 von Seyko.
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06 Apr 2022 07:44 #641184
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Es wurden durch die Trophäenjagd jetzt jeweils rund 4.000 Euro an die beiden Conservancies ausgeschüttet. Den einzigen reproduzierenden Löwen der Region abzuschießen, dieses Geschäft kann man aber nur alle 2-3 Jahre machen. Der Schaden für den Foto-Tourismus dort ist aber weit größer als 2.000 Euro pro Jahr. Und wenn man es schaffen sollte, die wohl arg dezimierte Löwenpopulation dort noch ganz auszurotten, dann wird man danach feststellen, dass dann hunderttausende Namibia-Dollars pro Jahr von NGOs und Sponsoren auch nicht mehr in die Region fließen. Zugunsten kurzfristiger Gewinne Einzelner gräbt man sich da eventuell selbst die Basis für eine langfristige wirtschaftliche Entwicklung ab.

Zum Statement des Ministeriums: Auch der jahrzehntelang friedliche und unproblematische Vortrekker wurde plötzlich zum Problemtier erklärt und dann durch Trophäenjäger abgeschossen. Er war - natürlich purer Zufall - die attraktivste Jagdtrophäe der Region. Und auch purer Zufall: Der Löwe jetzt war der attraktivste Löwe, den man in der Region erlegen konnte. Alternativlos war der Abschuss wohl auch nicht. Der Löwe hätte wie andere Wüstenlöwen zuvor auf eines der Naankuse-Gebiete umgesiedelt werden können. Dann hätte man die Gene noch länger nutzen können und möglicherweise in einigen Jahren Nachkommen zurück ins Kaokoland umsiedeln können - auch wenn das sicher kein triviales Unterfangen ist.

Zum Statement von Desert Lion Conservation: Die inneren Befindlichkeiten kenne ich da nicht, aber man sollte solche Statements mit etwas Vorsicht lesen. Soweit ich weiß, ist Desert Lion Conservation darauf angewiesen, alle paar Jahre ein neues Permit vom Umweltministerium zu bekommen. Sonst dürfen die da gar nicht tätig sein, nicht quer durch Nationalparks fahren, nicht Löwen untersuchen. Es besteht also ein Abhängigkeitsverhältnis. Ich bin da nicht sicher und lasse mich gern korrigieren, aber soweit ich weiß, besteht keine Möglichkeit, so ein Forschungspermit auf dem Rechtsweg einzuklagen, sondern man ist davon abhängig, dass das Umweltministerium einem gewogen ist. Wenn man dann das Umweltministerium angreift, muss man vielleicht damit rechnen, zukünftig kein Permit mehr zu bekommen und selbst am Ende zu sein. Dann ist klar, in welcher Form man sich öffentlich äußern kann.

Grüße, Torsten
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20 Mai 2022 10:28 #643812
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  • Logi am 20 Mai 2022 10:28
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Wüstenlöwenschutz wird zur Farce: DeLHRA: „Trophäe wird ausgesucht und gezielt zum Problemtier gemacht“
www.az.com.na/afrika...-zur-farce2022-05-20

Der in der AZ abgedruckte offene Brief des Leiters der Löwenschutz-Organisation DeLHRA, bleibt weiterhin unbeantwortet – die AZ erhielt erst in letzter Minute eine Stellungnahme seitens des Umweltministeriums. DeLHRA verurteilt die Art, wie ein Kommunalchef eine Trophäe beantragt hatte und die Behörden gezielt dieser Bitte nachkamen. ...

LG
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23 Mai 2022 11:57 #643953
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www.facebook.com/azn...sts/5169318403183701

Ein Foto des wüstenangepassten Löwen XPL131, das Inki Mandt von der Löwenschutzorganisation DeLHRA (Desert Lion Human Relations Aid), aufgenommen hatte. Die umstrittene Freigabe des Löwen als Jagdtrophäe beruht scheinbar auf unlauteren Annahmen und Ansätzen, denn bereits im November 2021 hatte das Kommunalführungspersonal eine Trophäe „gefordert“. Damit war das Urteil gefällt ...

LG
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"Das Ministerium hat seit 2021 insgesamt 29 wüstenangepasste Löwen mit GPS-Halsbändern ausgestattet. Das erklärte Ministeriumssprecher Romeo Muyunda gegenüber der Nachrichtenagentur Xinhua. Demnach hätte man vor allem Tiere in den stark von Mensch-Tier-Konflikten betroffenen Regionen Kunene und Erongo gewählt. Die Halsbänder sollen einerseits als Frühwarnsystem für die Farmer der Region dienen. Andererseits sollen sie wissenschaftliche Daten liefern, um die Bewegungsmuster der Löwen besser zu verstehen." (Hitradio Namibia, 8.7.2022, www.hitradio.com.na)
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