THEMA: Murchison Nationalpark
05 Mai 2021 14:36 #614959
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  • Eulenspiegel am 05 Mai 2021 14:36
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Hallo Gabi,

wir waren in 01/02-2020 für knapp 4 Wochen in Uganda unterwegs, als Selbstfahrer mit Dachzelt.
Ihr könnt Euch auf ein wunderschönes Land und deren freundliche Menschen freuen.
Die 3 Tage Murchinson habe ich wie folgt in Erinnerung.
Den südlich des Nils befindlichen Teil kann man vergessen. Wir sind von Süden kommend (Lake Albert) eingefahren, dort haben wir auch den Eintritt für 3 Tage gezahlt (muß man). Da die neue Transitstrasse eine Breite der Startbahn West hat, ist in deren Nähe an Tierbeobachtungen nicht zu denken. Interessante Loops/ Gamedrivewege habe ich nicht in Erinnerung.
Wir waren an den Fällen, das ist toll und wir waren alleine (etwa um die Mittagszeit). Manche Wanderwege da kosten extra, war aber keiner da zum Kassieren. Da die am Fall gelegenen CS nicht nutzbar waren haben wir dann die Lodges am Südufer des Nils abgeklappert. Die Murchinson River Lodge habe ich als vielleicht beste in Erinnerung. Da die meisten Besucher in den Lodges südlich des Nils schlafen, würde ich mir über den Nilübergang keine große Gedanken machen. Entweder geht die Fähre (sei da bitte nicht der letzte der auffährt, es wird äußerst kompliziert) oder die Brücke ist fertig.
Im Nordteil verläuft sich alles sehr schnell und Tiere gibt es genug. Direkt am Nil war es richtig schön.
Ich habe eben noch mal nach der Karte gesucht (gibt es eigentlich von jedem NP in Uganda). Wir haben alle gekauft, außer MF NP, tut mir leid. Im Tagebuch steht: "Karte leider ausverkauft und eine Kopie von der Kopie nicht möglich".
Ich würde 3x in der Pakuba Lodge schlafen, auch wenn die MR Lodge die bessere sein sollte.
Da kann ich den Tag planen wie ich will. Bin auf keine eventuellen Fährzeiten/ Wartezeiten an dieser etc. angewiesen.
Wenn Ihr am Südufer bucht müsst ihr jeden Tag dort mehrfach über den Fluss. Außerdem seid Ihr "vor Ort, da wo die Tiere sind".
Wenn es Eure Reisedauer erlaubt, plant den Kidepo-Valley NP mit ein. Es gehen zwar Hin und Zurück 2 Fahrtage drauf, aber es lohnt sich. Für mich der lohnendste Park in Uganda. Absolute Ruhe (mit uns keine 10 weitere Touristen), Tiere massenhaft, tolle Landschaft (durch den Savannencharakter richtiges Afrikafeeling) und magische Weite Richtung Nord/ Südsudan.
Habt Spaß in Uganda und kommt gesund und mit vielen guten Eindrücken zurück.
Gruß Till
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05 Mai 2021 22:54 #615055
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  • Gabi-Muc am 05 Mai 2021 22:54
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Hallo,

auch wenn die Meinungen auseinander gehen, beruhigt es mich, dass wir uns keine Sorgen machen müssen auch von der Murchison River Lodge in den Park zu kommen.
den Ausdruck „Etosha-Plan“ finde ich spannend und es würde mich interessieren, was dahintersteckt.
Kennst Du nicht die Map, die man in den Shops im Etosha kaufen kann? Das kann ich mir ja jetzt mal gar nicht vorstellen. :whistle: So wie Du bei den Bildern miträtst, warst Du schon zig Mal im südlichen Afrika. In Bayern bezeichnen wir eine Karte auch als Plan. ;) (zumindest mal ich).

In der Tat ist es so, daß, wenn man die direkte Strecke nach Masindi nimmt, man die Nationalparksgebühr entrichten muß, auch wenn man sich nur im Transit befindet
Jetzt ist mir auch klar, warum der Reiseveranstalter mir für den 2. Tag einen Ruhetag angeboten hat und am Abreisetag noch einen Vormittags-Gamedrive. Er muss dafür ja sowieso die NP Parkgebühren entrichten.

Man kann dort das Falls-Fluß-Lake-System bewundern und für u. a. Federviehverrückte ist es dort der wahre Genuß.
Kann ich denn die Bootsfahrt zu den Fällen von beiden Seiten unternehmen? Also sowohl von der Murchison River Lodge als auch von der Paara Lodge?

Ja, Uganda ist 60 mal so dicht besiedelt wie Namibia und auch doppelt bis dreimal so dicht wie die Nachbarländer Tansania und Kenia.
Wow, das wusste ich gar nicht. Auch wenn ich schon zig Stunden gelesen haben, die Bevölkerungszahlen habe ich mir noch nicht angesehen.

Zwei Nächte waren wir in der Murchison Falls River Lodge.
Die hat mir sehr gut gefallen.
Zwei Nächte waren wir in der Pakuba Lodge. Die liegt im Nordteil in der Nähe vom Weißen Nil.
Die Pakuba Lodge war OK, aber ist nicht sonderlich prickelnd.
Bernd, diesen Eindruck habe ich auch, wenn ich die Bewertungen auf Tripadvisor lese und mir die Bilder ansehe. Dies bestärkt mich darin, 3 x in der Murchison River Lodge zu buchen.

Gegenüber 2008 hat sich der Tierreichtum im Murchison Falls vervielfacht.
Der Tierreichtum im Kideopo Valley Nationalpark war eher überschaubar.
Ich glaube, das ist immer ein wenig Glückssache und auch von den Jahreszeiten abhängig. Wir waren im Oktober im Etosha und haben an einem Tag > 20 Löwen gesehen. Zum Jahreswechsel haben wir dafür keinen einzigen gesichtet. Gleicher Park, gleiche Stelle.


Da die meisten Besucher in den Lodges südlich des Nils schlafen, würde ich mir über den Nilübergang keine große Gedanken machen. Entweder geht die Fähre (sei da bitte nicht der letzte der auffährt, es wird äußerst kompliziert) oder die Brücke ist fertig.
Das beruhigt mich.

Wenn es Eure Reisedauer erlaubt, plant den Kidepo-Valley NP mit ein.
Wir haben zwar 18 Tage, aber den will ich jetzt nicht mehr reinquetschen. Außerdem habe ich dann einen Grund, vielleicht irgendwann wieder zu kommen.


Herzlichen Dank allen für Euer Input.

LG

Gabi
08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute von Kapstadt zum Addo Elephant Park
Letzte Änderung: 05 Mai 2021 22:55 von Gabi-Muc.
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06 Mai 2021 02:24 #615066
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Hallo Gabi,

ich war diesen Februar gerade für 3 Nächte in der Murchison River Lodge und kann es wirklich nur empfehlen. Die Lodge hat schöne, saubere Cottages, die weit verteilt stehen und ist sehr urig und gemütlich. Vor allem den weiten Blick von dort auf den Nil fand ich genial. Es gibt auch eine erhöhte Aussichtsplattform. Die kurze Bootstour über den Nil in den Park (mit einem kleinen Boot, da die Fähre wegen dem Hochwasser nicht fuhr) und zurück hat mich nicht gestört und fand ich eher ein Erlebnis. Vielleicht ist bis August, wenn Ihr unterwegs seid, auch tatsächlich schon die Brücke fertig.

Die Safaris an Land fand ich schön und habe auch einige Tiere gesehen (Löwe, Elefanten, sehr viele Giraffen, Büffel, Wasserböcke etc.). Was mich am Park aber am meisten beeindruckt hat, waren die Murchison Falls selbst und die Bootstouren auf dem Nil. Meine Empfehlung: Nicht nur die sehenswerte Bootstour Richtung Fälle machen, sondern unbedingt morgens auch eine zweite Tour in Richtung Lake Albert mit einem Kleinboot buchen. Wir sind direkt vom Steg der Murchison River Lodge gestartet und waren das einzige Boot den ganzen Vormittag. Die Atmosphäre im Morgenlicht war irgendwie magisch und auch die Fahrt am Rande des Lake Albert mit den vielen Fischerbooten. Umwerfende Natur rundum. Dazu viele verschiedene Vögel, Hippos und in den Bäumen am Ufer Gruppen von Colobus-Affen. Mein absolutes Highlight war aber die Sichtung eines Schuhschnabelstorchs auf dieser Tour. Damit war das diesjährige Tierziel für den Uganda-Trip erfüllt. B)

Ich wünsche Euch eine tolle Reise in Uganda!
Viele Grüße
Tina

P.S: Hänge noch ein paar Fotos an...
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06 Mai 2021 03:05 #615067
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Hier ein paar Fotos von der Murchison River Lodge ....








von der Bootstour:









Top of the Falls

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06 Mai 2021 07:11 #615070
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  • picco am 06 Mai 2021 07:11
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Hoi Gabi

Murchison River Lodge ist schon schön und für Touren mit dem kleinen Boot perfekt!
Touren mit dem grossen Boot sind eher zum abgewöhnen...aber das sieht sicher jeder anders.
Ich würde den Aufenthalt im Park aufteilen.
Wenn möglich 2 Nächte im Nordteil, z.B. in der Pakuba-Lodge, die sehr gut liegt und sonst nicht wirklich der Brüller ist, und 2 Nächte am Südufer des NIls, dazu eine Nacht in der Budongo Eco Lodge mit Chimp-Trecking.
Aber Ihr habt ja nicht so viele Tage vorgesehen, odrr?
Bei 3 Tagen würd ich 1 Nacht Pakuba Lodge, 1 Nacht in der Murchison River Lodge und eine in der Budongo Eco Lodge machen.
So hat man den Anfahrtstag und den 'Wechseltag' im Nordteil und den ganzen Tag auf dem Boot zur Verfügung bevor der Weiterfahttag mit einem Chimptrecking beginnt.
Letzte Änderung: 06 Mai 2021 07:12 von picco.
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06 Mai 2021 09:17 #615086
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Gabi-Muc schrieb:
Hallo,

auch wenn die Meinungen auseinander gehen, beruhigt es mich, dass wir uns keine Sorgen machen müssen auch von der Murchison River Lodge in den Park zu kommen.
den Ausdruck „Etosha-Plan“ finde ich spannend und es würde mich interessieren, was dahintersteckt.
Kennst Du nicht die Map, die man in den Shops im Etosha kaufen kann? Das kann ich mir ja jetzt mal gar nicht vorstellen. :whistle: So wie Du bei den Bildern miträtst, warst Du schon zig Mal im südlichen Afrika. In Bayern bezeichnen wir eine Karte auch als Plan. ;) (zumindest mal ich).

Baiuwaren.... Alles gesagt... :silly: Ich kann Dich beruhigen, denn da Dein Plan kein Plan im Sinne eines Konzeptes oder Vorhabens ist, sondern damit eine ganz ordinäre Straßenkarte gemeint war, ja, die vom Etosha NP haben wir in unseren Archiven.

Man kann dort das Falls-Fluß-Lake-System bewundern und für u. a. Federviehverrückte ist es dort der wahre Genuß.
Kann ich denn die Bootsfahrt zu den Fällen von beiden Seiten unternehmen? Also sowohl von der Murchison River Lodge als auch von der Paara Lodge?

Die Murchison River Lodge bietet private Bootstouren an; Abfahrt und Ankunft am Lodge-eigenen Holzanleger.
Des Weiteren guckst Du da Getreu dem Motto: Ein Blick in das Gesetzbuch erleichtert die Rechtsfindung... Dementsprechend... Klick mal hier
In jedem Fall kann ich Dir nur raten, private Bootsouren zu unternehmen, sowohl ins Delta als auch zu den Fällen.
Die Bootsfahrten u. a. von Wild Frontiers durchgeführt sind die üblichen Kaffeefahrten mit Krethi und Plethi an Bord. So etwas braucht kein Mensch... Zumindest wir nicht.


Herzlichen Dank allen für Euer Input.

LG

Gabi


Herzliche Grüße

Alm
Letzte Änderung: 06 Mai 2021 09:19 von ALM.
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