Hallo Biggi, ich bin auch noch zugestiegen. Vielen Dank für diesen interessanten Bericht! Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201126. Apr. 2021 ·
.. nachmittag im Murchinson Park
In Pakwach gibt es drei markenlose Tankstelle. Wir wurden gewarnt, dass die "einfachen" Tankstellen oft mit Wasser verdünnten Diesel verkaufen und dieses auf Dauer nicht gut für die Maschinen ist. Dennoch mussten wir ein paar Liter dazu tanken, denn die nächste Shell oder Total befindet sich 100 Km weiter in Gulu. Im Ort gibt es auffallend viele Straßenhändler, die auch uns sofort überfallen und noch bevor unser Tank gefüllt ist, bin ich um einen Mörser reicher. Weitere Händler können wir abwimmeln. Überall stehen Polizeifahrzeuge und bewachen die Straße oder die Umgebung. So ein Aufgebot haben wir sonst noch nicht gesehen. Aus einem ATM ziehe ich noch Geld. In Uganda zahlt man fast immer mit Bargeld. Kreditkarten werden nur sehr selten angenommen. Vor allem sollte man sich nicht darauf verlassen. Übrigens haben die Banken sehr unterschiedliche und teilweise bis zu 8 € hohe Gebühren. In der Victoria Mall in Entebbe gibt es die ABSA Bank (ich meine mich daran zu erinnern. Es ist die Bank kurz vor dem Shoperite rechts), die keine Gebühren erhebt, aber schon gegenüber hinter dem Schuhgeschäft BATA befindet sich ein Automat, der tatsächlich 8 € pro Anhebung errechnet. Die Tropic Bank daneben ist auch teuer, hat aber geringere Gebühren. So richtig wohl fühlen wir uns nicht in Pakwach. Es ist das einzige Mal, dass uns Händler belästigen und diverse Dinge verkaufen wollen, die wir nicht benötigen. Sie sind auch sehr hartnäckig im Diskutieren.
Danach nutzen wir noch einmal unser Tagesticket (24 Stunden gültig) und fahren erneut in den Park. Wir fahren die Pakuba Lodge an, um dort eventuell eine Möglichkeit zu haben, etwas zum Trinken zu bekommen. Eine kleine Runde fahren wir um die alten Ruinen, treffen aber nur auf eine Agame, jedenfalls dieses Mal. In ein paar Tagen soll es anders sein.
Von dort folgen wir dem Pakuba Track entlang des Nils, der auch hier sehr nah an den Weg kommt. Eine Brücke ist zerstört, aber es gibt eine Umleitung und so gelangen wir an eine tolle Stelle, an einen Hippo-Pool, wo wir ein Picknick machen können.
alte Brücke!
Umleitung 😛 😛
Uganda Kobs stehen überall Wache! 😊 Vor zwei Jahren stand hier kein Wasser, die Hippos waren für uns nicht erreichbar. Jetzt dösen sie zwischen Wasserhyazinthen. Grundsätzlich gibt es im Park keinen Picknickplatz mehr. Der bisher einzige war der Delta Point mit einem Campingplatz und der ist im Nil versunken.
Wir folgen dem Track und wieder stehen die Elefanten neben dem Auto oder die Giraffen kreuzen unseren Weg.
Dann sehen wir die kleinen putzigen Husarenaffen. Leider etwas entfernt.
Ein ganz scheues Buschböckchen ist auch noch etwas unscharf zu sehen
Gegen 17.00 Uhr verlassen wir den Murchinson Park. 😘
Unser Fazit: Es war sehr nett, aber die großen Herden fanden wir nicht. Für die kleine befahrbare Fläche, haben wir sehr viel Tiere an nur einem Tag gesehen. Wir kommen aber noch einmal zurück, auch wenn wir es jetzt noch nicht wissen. Wir sind ja ziemlich planlos unterwegs und entscheiden täglich, wohin der Weg führt.
Die Sonne senkt sich und wir sind kurz vor der Lodge. In der Fort Murchinson Lodge ist es voll geworden. Wilfried teil uns mit, dass wir auf der Kidepo Savanna Lodge willkommen sind, aber das gewünschte Zelt mit eigenem Bad nur zwei Nächte frei ist. Wir können danach in ein Zelt mit Community Bad umziehen. Das überlegen wir noch, so etwas wollten wir aber in Coronzeiten vermeiden. 🤢
Unser Abendessen ist wieder ziemlich lecker. Danach kommen wir mit der Familie ins Gespräch, die auch gestern schon hier war. Der Vater ist Deutscher, mit einer Belgierin verheiratet, die aber auch deutsch spricht, und drei Töchtern. Die Familie lebt seit 5 Jahren in Uganda und er erzählt, dass die Inzidenzwerte gerade steigen. Aus dem Kongo wurde eine neue Mutation „Nigeriavariante“ eingeschleppt. Der Vater scheint im medizinischen Bereich zu arbeiten. Es klang so und ich wollte ihn nicht ausfragen. Er erzählte auch, dass die Familie morgen über die Pontonbrücke in den Süden ausreist. Heute hat er sich noch einmal erkundigt und erfahren, dass er morgen bis 7.00 Uhr darüber fahren kann. Des Weiteren erfuhren wir, dass schon einige Lodges aufgegeben haben und unter den ausbleibenden Touristen nicht überlebt haben. Solche Gespräche sind manchmal sehr informativ, auch wenn man sich sein eigenes Bild machen sollte. Später lernen wir noch Lodgebesitzer kennen, die ihre Lodge in Jinja schließen mussten, weil das Geld ausblieb. Es ist traurig, was Covid 19 auch hier für Folgen hat. Es sind immer die Menschen, die ohnehin kaum ein Einkommen haben, die jetzt gar nichts mehr bekommen.
danke für das schnelle Schreiben und die schönen Bilder. Besonders auch die Hippos an Land vor den Wasserhyazinthen. Mir haben die Hippos leider nicht den Gefallen getan aus dem Wasser zu kommen. 😵 Aufgrund des hohen Wasserstands sah man nur die Köpfe aus dem Wasser schauen. Mich interessiert mal, ob man eigentlich noch Bootstouren machen konnte, als Ihr da wart? (Sah ziemlich verlassen aus, der Bereich, wo sonst die Fähre/Boote waren...?). Mitte Februar fuhren noch ein paar kleine Boote. Die Fähre war still gelegt.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201127. Apr. 2021 ·
Hallo Tina, Bootsfahrten zu den Murchinson Falls wurden wieder angeboten. 😘
Biggi
Mittwoch, 31/3/21 Wir stehen früh auf, denn der Weg in den Kidepo NP soll lange dauern. Um 6.45 Uhr sitzen wir bereits am Frühstückstisch. Heute Morgen ist es voll, gestern sind viele Gäste angereist und alle wollen früh in den NP. Ich lade noch einen Akku, denn Strom gibt es auf den Zimmern nur auf Anfrage. Uns wurde der Strom dann angestellt, aber ein Gewitter in der Nacht hat ihn wieder verschwinden lassen. Viele Lodge verfügen nur über Generatoren. Der Weg ist inzwischen abgetrocknet und die 4 Kilometer bis zur Teerstraße lassen sich gut fahren. Die nächsten 25 Kilometer kommen wir gut voran, dann müssen wir tatsächlich wieder einige Kilometer dieser Schlaglochpiste durchfahren und erst ab Anaka biegen wir auf einen Shortcut nach Gulu ab.
Häuser auf dem Weg nach Gulu. Dieser ist in einem sehr guten Zustand, man wird nur durch die vielen Speedbumps ausgebremst. Bis Gulu sind es 102 Km, die wir nach 2 Stunden erreicht haben. In Gulu tanken wir voll, da in Uganda der Diesel häufig mit Wasser getreckt wird, sollte wir nur an einer Total oder Shelltankstelle unseren Boliden befüllen. Die erste Shell hatte keinen Diesel mehr, auch das ist hier einzuberechnen, aber die Totaltankstelle war super ausgestattet. Mit vollem Tank fahren wir dann aus dieser wimmeligen und chaotischen Stadt hinaus in Richtung Kitgum. Diese Straße ist sehr gut und hat keine Schlaglöcher. Bis Kitgum passieren wir viele Lehmhaus Kraale.
Mal sind die Häuser eckig, mal sind sie rund.
Ein geringes Verkehrsaufkommen, aber rasende Busse sind mit Vorsicht zu genießen! 😈 Feste Häuser sind kaum noch zu sehen. Hier lebt der Volksstamm der Acholi und weiter östlich die Karimojong. Die Menschen sind alle freundlich. Erst kurz vor Kitgum entdecken wir eine weitere Tanksäule. Besonders viel Sprit gibt es hier nicht. Nun wird die Strecke spannender. Wir biegen auf eine rote Gravelroad ab. Die Oberfläche ist aber gut gegradert und eben. Am Himmel ziehen dunkle Wolken auf.
Um uns herum scheint die Welt unterzugehen.
Bisher schien die Sonne und ausgerechnet jetzt droht der Himmel über uns zu platzen. Nach weiteren 10 Minuten sehen wir gar nichts mehr und können nur noch langsam fahren. Der große Vorteil ist, dass es draußen nicht staubt! Der Regen prasselt auf uns herab, lässt aber nach 30 Minuten langsam nach und es regnet nur noch leicht. In kürzester Zeit sind neben dem Weg tiefe Flüsse entstanden, diese verschwinden aber auch schnell wieder.
Vor uns liegt eine Bergkette, dieser Weg wird immer interessanter, aber auch rutschiger und Regenfotos sind meist nicht so schön.
Am linken Rand erkennt man noch, wie hoch das Wasser stand! Wer in Uganda unterwegs ist, muss immer mit Regen rechnen. Wir nähern uns den Bergen und kurz hinter Karenga versperrt ein umgestürzter LKW den Weg. Die Anwohner des Ortes stehen bei dem Regen auf der Ladefläche und sammeln die Getreidereste zusammen. Schuhe stehen im Weg. Uns gelingt es im Schneckentempo an der Unfallstelle vorbei zu kommen. Die Leute staunen nicht schlecht. Kurz hinter Karenga legen wir eine kurze Pause ein. Es regnet immer noch leicht. Etwas Joghurt mit Müsli gibt es zum Lunch im Auto. Wasser mit einer Vitamintablette als Kaffeeersatz muss reichen. Nach weiteren 25 Km erreichen wir den Kidepo NP und damit die Savannah Lodge.
Die Lodge befindet sich auf einem Bergkamm und verfügt über Zelte, die alle einen traumhaften Blick über die Savanne bis zur Grenze des Sudan eröffnen. Jedes Zelt hat eine eigene Terrasse und ein eigenes Bad. Allerdings werden auch Zelte mit Gemeinschaftsbad angeboten.
Die Zelte stehen verteilt auf dem Gelände.
Das ist eine echte Safarilodge, wie sie sie uns gefällt! Insgesamt sind wir 6 Stunden vom Fort Murchinson bis hierhergefahren. Es ging schneller als erwartet. Von Gulu ist die Strecke in 4 Stunden zu schaffen. Begrüßt werden wir mit einem Rote-Beete-Saft und Desinfektionsmitteln! Eduard, der Freund von Wilfried, weiß sofort, dass wir aus Fort Murchinson kommen und begrüßt uns. Nach dem Einchecken werden wir zu einem Zelt geführt. Es ist so toll hier, wir fühlen uns gleich wohl. Die Lodge liegt wunderhübsch auf einer Bergkuppe. Das Zelt ist mit einem echten Bett, Lampen und sogar Strom ausgestattet. In jedem Zelt steht wartet eine Flasche Desinfektionsmittel auf den Benutzer! 🤩
Wir probieren die Betten aus und chillen etwas und gegen 15.30 Uhr machen wir uns auf zum Gate. Hier wird alles sehr entspannt gesehen. Ich bezahle die ermäßigten Gebühren für zwei Tage und dann sind wir schon unterwegs. Das Wetter ist wieder super, kein Regen mehr! Ernüchterung macht sich breit: Viel Landschaft und wo sind die Tiere? Dann sehen wir ein paar Büffel. Davon gibt es hier reichlich. Ein paar Kobs, aber irgendwie ist hier wenig los.
White Hardebeest und Dassis gibt es hier...
Wir fahren zurück zur Lodge. Dort sprechen wir mit Eduard, der uns sofort einen Tipp gibt. Gamedrives werden im Moment nicht angeboten, da bisher kaum Touristen kamen. Eduard empfiehlt uns einen Freund, der als Ranger arbeitet. Er meint, es wäre gut, wenn er uns zwei/drei Stunden am nächsten Morgen begleitet. Wir sollen ihn am Informationscenter abholen. Eduard telefoniert und arrangiert die Verabredung für den nächsten Morgen. Leider glauben wir, dass wir noch etwas Diesel gebrauchen könnten. Dieser Wagen hat nur einen Tank mit einem Radius von ca. 700 Km. 20 Km zurück in Karenga befindet sich eine kleine Tankstelle. Wir fahren noch einmal los und versuchen 30 L zu tanken. Das Ganze wird ein echtes Abenteuer. Die Tankstelle verfügt über keinen Strom. Die junge Frau tippt 30 L in eine Vorrichtung, die offensichtlich die Liter zählt. Manfred wurde dann aufgefordert, die Pistole zu halten und dann begann die sportliche Übung an der Tanksäule. Mit viel Kraft beginnt die junge Frau an einer Kurbel zu drehen und dabei pumpt sie den Diesel hoch und in unseren Tank: Wir lachen!
Um 19.00 Uhr erwartet uns ein leckeres Abendessen. Wir sind heute noch die einzigen Gäste.
Vor unserem Badezimmerfenster grasen inzwischen die Defassa-Wasserböcke.
Die Lodge grenzt an den NP, es gibt keine Zäune. Ein Grund, weshalb wir mit einem bewaffneten Guide vom Restaurant zum Zelt begleitet werden.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201128. Apr. 2021 ·
Kidepo NP Ein gutes reichhaltiges Frühstück nehmen wir um 6.15 Uhr zu uns und um 7.00 Uhr stehen wir bereits vor dem Informationscenter bei der Apoka Lodge und dem Hostel.
Am Gate zum NP - es ist übrigens nicht verschlossen. Man kann den Balken alleine wegheben. Die Sonne erwacht und die ersten Büffel sind bereits unterwegs. Ein Schlagbaum kurz vor der Apoka Lodge sperrt das ansonsten offene Gelände ab. Unser Permit wird hier noch einmal kontrolliert, dann dürfen wir durch. Am Infocenter wartet Gilbert auf uns. Ich zahle an der Kasse 20 US$ und dann fahren wir los. Gilbert erhält eine FFP2 Maske von mir, denn er fährt ja mit unserem Auto mit. Er ist bewaffnet, erklärt aber, dass er keine Munition habe. Wenn die Löwen sein Gewehr sehen, lassen sie uns schon in Ruhe?! Hoffentlich gibt es hier auch Löwen? 🤩 Wir verlassen das Gelände nach Norden und treffen wenig später auf …..
...eine Gruppe junger Schakale. Hier ist das Gras noch sehr hoch und viele Tiere sind kaum erkennbar. Sie stehen plötzlich neben dem Auto. Gilbert leitet Manfred zu einem Baum, auf dem hin und wieder ein Leo lebt. Leider ist er heute wohl verreist. 🤢 Über einen Kamm befahren wir eine sehr schlechte Road, aber der Blick wandert über ein großes Savannengebiet bis zu den Bergen, die im Norden die Grenze zum Sudan bilden.
Guten Morgen!
Apoka Lodge
Eland, weit entfernt!
Giraffen, Wasserböcke, Buschböcke und Kobs sehen wir. Zahlreiche Oribis grasen neben dem Weg und in der Ferne erblicken wir Zebras und wenige Elands. Die Elands sind sehr scheu. Heute können wir sie kaum erkennen, das ändert sich aber noch. Es geht bergauf und bergab, Boda Bodas begegnen uns. Hier wird teilweise eine Ansiedlung mit Rangern besucht. Die letzten Kilometer vor dem Sudan gelten als Sperrgebiet und dürfen nur vom Militär betreten werden. Es ist völlig ungewohnt, Motorräder in einem NP zu sehen. Die Bilder vermitteln einen Eindruck der Weite der Savanne, die teilweise aber nicht mit dem Auto erreichbar ist. Nur die wenigen Wege sind befahrbar, Offroad-Fahren kostet 150 US$ Strafe. Noch ahnen wir nicht, dass wir bald in diese schwierige Situation kommen werden.
Nach einer guten Stunde verlassen wir die tierreiche Region. Die große Weite ist schon beeindruckend, aber zum Fotografieren sind viele Tiere weit entfernt. Wir begeben uns über die Mainroad zum Picknickplatz. Im Park gibt es zwei solcher Plätze, an denen man auch campen darf. Gilbert hat von einem Freund erfahren, dass er dort Löwen gesehen hat. Wir haben die Löwen während der Nacht brüllen gehört. Tatsächlich liegt auf einer Kopje ein Löwenpärchen. Wir dürfen Offroad fahren und kommen so sehr dicht an die Tiere heran. Nein, das ist noch nicht unser Vergehen des Offroad-fahrens! Ein weiteres Pärchen liegt hinter der Felsgruppe. Schlafende Löwen, die aber hin und wieder hochschauen und dann in den Schatten wandern. Welch ein tolles Erlebnis!
Upps, da liegen auch noch zwei..
Er hat wirklich tolle Farben in seiner Mähne - wurde bestimmt vom Friseur eingefärbt! 🤩 😈
Seine Liebste ist auch erwacht!
Wie gut, dass wir keine 36 Aufnahmen-Diafilme bei uns haben und einfach die SD Karten zum Glühen bringen können! 😈
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201130. Apr. 2021 ·
Es geht weiter... Wir fahren an einen kleinen Pool....
Schnappi, das kleine Krokodil liegt auch auf der Lauer.
Nach drei Stunden bringen wir Gilbert zum Infocenter zurück. Es war eine interessante Tour mit vielen Infos über den Park. Der Park ist sehr groß und weitläufig, deshalb war es gut, die typischen Regionen gezeigt zu bekommen, wo man häufiger auf Tiere trifft.
Infocenter
Rundhütten - Hostel
Wasserlöcher, wie man es aus dem Krüger NP kennen, gibt es hier nicht. Wir kehren dann noch einmal in die Savannenregion hinter der Apoka Lodge zurück und fahren quer durch. Es gibt kleine Wege, die aber oft auch matschig sind. Es sind wieder Wasserböcke, Oribis und White Hardebeest zu sehen.
Zum Lunch wollen wir auf den Picknickplatz und dort einen Cappuccino kochen, Joghurt, Müsli, Muffins und Obst essen. In respektvollem und sicherem Abstand zu den Löwen können wir in den Schutzhütten eine Pause einlegen.
Duschen und Toiletten In einer dieser Schutzhütten wurde Chris, der Eigentümer der Rwakobo Lodge am Lake Mburo, von einem Blitz erschlagen. Wir erfahren das erst in ein paar Tagen später, daher können wir uns noch sehr entspannt hier aufhalten. Chris lernten wir auf unserer Tour 2019 persönlich kennen und führten nette Gespräche mit ihm. Seine ugandische Frau, seine zwei kleinen Kinder und eine (zufällige) Krankenschwester waren zusammen hier, als sie vom Gewitter überrascht wurden. Chris hatte keine Chance, trotz der Hilfe der Krankenschwester. Es hat uns sehr erschüttert, das zu erfahren. Wir fahren noch ein paar Loops im unteren Bereich des Parks ab und kehren bald zur Lodge zurück, um auf unserer tollen Terrasse zu relaxen. Gegen 16.00 Uhr fahren wir erneut in den Park und dieses Mal ist ein Loop durchs Narus Valley, in Richtung einer alten Idi Amin Lodge, unser Ziel. Große Herden Büffel grasen hier. Es sind mehrere tausend Tiere, Zebras und eine große Herde Elands sind auch unterwegs. Fantastische Tiere bewegen sich vor unserem Auto. Wir sind ganz begeistert.
Der hat sich wohl mit einem Partner gestritten 🤢
Ein Albinobüffel!
Die Wege sind eng, ausgewaschen und bestehen aus rotem Lehmboden. Links und rechts des Weges gibt es tiefe Gräben. Gerade als Manfred ausspricht, dass er hier keinen Regenschauer erleben möchte, ziehen dunkle Wolken auf und nur wenig später gehen dicke Tropfen auf uns nieder. Die Wege sind eigentlich unpassierbar, aber wir müssen ja irgendwie zurück. Ganz langsam rollen wir vorwärts, die Reifen haben keinen Grip mehr, da sich bereits eine dicke, mind. 3 cm dicke Lehmschicht drumherum gebildet hat. Und irgendwann passiert das Unvermeidbare – wir rutschen, quasi aus dem Stand, in einen Graben. Der Wagen hängt in Schieflage, meine Tür lässt sich nicht öffnen. Ich checke zuerst das Handynetz – kein Empfang! Hier ist die letzten Wochen kein Auto entlanggefahren und es wird auch so schnell niemand kommen. Bis zur Lodge ist es zu Fuß zu weit. Manfred ist dann schon aktiv, schaltet das Differenzial ein und lässt den Wagen langsam vor und zurück rutschen. Irgendwo gibt es etwas Gras unter dem Reifen und tatsächlich kommt er wieder auf den Weg. Ich steige aus, es regnet kaum noch.
Dicke lehmbehaftete Reifen und ein Weg so breit wie unser Auto. Der Weg ist so schmal, dass nicht einmal die volle Auflagefläche haftet. Ich lotse Manfred wenige Zentimeter voran und nach 3 Metern gibt es keinen Graben mehr. Er muss nun Offroad weiter, da der Weg nicht befahrbar ist. Offroad-fahren ist strafbar und kostet 150 US$, aber alles ist günstiger als den Wagen im Graben zu lassen. Nach ein paar Kilometern löst sich der Lehm, der Weg wir sandiger. Wir kehren auf den Weg zurück. Der Schreck ist groß, an Fotografieren ist nicht zu denken. Und dann soll es noch spannend werden….
Vor uns stehen plötzlich 25 Giraffen. Wie fantastisch ist das denn? Ich fotografieren viel, doch langsam wird es dunkel und wir haben noch einige Kilometer bis zum Gate.
Der Weg wird wieder rutschig und matschig, doch irgendwie erreichen wir die Mainroad und gegen 18.30 Uhr das Gate.
Diese Aufnahme entstand am nächsten Morgen. Die Mainroad war zwar immer noch rutschig, aber hier gab es nicht den dicken roten Lehm und die tiefen Gräben. Der Securitiy lacht und wir glauben, verspätet zu sein, doch er macht uns klar, dass er bis 19.00/20.00 oder 21.00 Uhr hier sitzt. Glücklich erreichen wir die Lodge und können immer noch nicht glauben, dass wir aus dem Graben alleine herausgekommen sind. Wie setzen uns in die Lapa und bestellen erst einmal je einen Gin Tonic! Eduard teilt uns inzwischen mit, dass wir doch noch eine weitere 3. Nacht im Zelt bleiben können. Hurra! Nach der Ernüchterung des gestrigen Tages, gefällt uns der Park inzwischen mit seiner Weite sehr gut. Die Landschaft erinnert stark an die Weite der Serengeti. Es ist aber auch kein Wunder, denn die Ostgrenze stößt an Kenia. Ich bitte Eduard noch einmal beim Fort Murchinson anzurufen, ob dort noch einmal 2 Nächte möglich sind. Eine Nacht ist noch ein Zimmer frei, lautet seine Antwort. Ich rufe dann bei Nature Lodges an und möchte diese Nacht buchen, doch leider ist inzwischen alles ausgebucht. Wir überlegen, wo und wie wir weiterreisen. Mir fällt dann die Pakuba Lodge im Murchinson Park ein. Allerdings ist sie nicht so günstig, wie die Nature Lodges. Da wir nun wissen. Dass wir über die Brücke ausreisen können, wollen wir doch lieber diese Strecke fahren, als über Gulu, Karuma und Masindi. In der Pakuba Lodge erhalten wir das vorletzte Zimmer für 170 US$/Nacht inklusive HP. Jetzt können wir uns ganz entspannt zurücklegen und die Umgebung genießen. Der Blick geht nach Norden, 20 KM, dann beginnt der Sudan und 50 Km nach Osten liegt Kenia. Keine Zäune verhindern die Tierwanderungen. Viele Elefanten sollen gerade in Kenia sein. Es wurden in den letzten Tagen keine Elis gesehen. Heute ist die Lodge ausgebucht. Viele Expats reisen an, aber auch Volontäre aus Australien und den USA sind dabei. Ein deutsches Mädchen hat ihre Eltern und Großeltern zu Besuch. Sie reisen mit ihr durchs Land, während sie hier ein Praktikum absolviert. Es sind Ferien in Uganda. Wir kommen mit einer Niederländerin und ihrem Sohn ins Gespräch, die schon seit 17 Jahren im Land lebt und in einer großen Company in Kampala arbeitet. Sie haben für den übernächsten Tag eine Wanderung auf den M--- mit einem Ranger gebucht. Sie verbringen ihre Ferien hier häufiger. Das Dinner um 19.00 Uhr ist wieder richtig gut!
Und morgen geht es erneut entspannt ins Narus Valley und tatsächlich hält der Park noch ein paar Überraschungen bereit...
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201130. Apr. 2021 ·
Freitag, 2/4/21
Heute gehen wir spät zum Frühstück, gegen 7.30 Uhr. Unser Permit ist noch bis 15.33 Uhr gültig und wir wollen ganz entspannt ein bisschen umherfahren. Das Frühstück erfolgt heute in Buffettform. Die Niederländerin mit ihrem Sohn ist ebenfalls spät dran und so tauschen wir noch ein paar Infos aus. Der Sohn möchte heute endlich die Geparden finden.
Am Gate kennt man uns schon und winkt uns freundlich zu, wir folgen der Mainroad zum ersten Picknickplatz. Die Löwen sind natürlich weitergezogen. Jetzt haben wir die Möglichkeit den Observation Point mit dem Fernglas zu nutzen und uns die Tiertafeln anzuschauen.
Eine Lilie blüht hier versteckt 😮 Zufällig treffen wir dort erneut auf Gilbert, der mit einer Gästegruppe unterwegs ist. Stolz trägt er unsere FFP 2 Maske! 😉 😛
Die Kleinen sehen so flauschig aus 😛
Ein typischer Weg mit interessanten Footprints Am Pool sonnt sich heute morgen ein Varan ...
Schnappi liegt auch wieder auf der Lauer...
Ein Lillytrotter (Jacana) ist auf Futtersuche Ein Geier wartet auf die richtige Thermik
Den Zebras kommen wir auch näher...
Immer noch ziemlich planlos fahren wir einfach weiter in Richtung Airstrip und biegen dahinter zu einem alten Steinbruch ab. Von dort eröffnet sich und ein fantastischer Blick über die Ebene des Kidepo Valley bis zu der Bergkette der Morungule Mountains. Dahinter liegt Kenia. Diese Weite ist beeindruckend, wenn man aus dem verhältnismäßig engen Deutschland kommt. Plötzlich erkenne ich kleine schwarze Punkte, die sich in unsere Richtung bewegen.
Es ist kaum zu glauben, denn die Elefanten sollen gerade nicht hier sein, aber es sieht nach Eli und Eli und Eli aus! Mit der Kamera im Anschlag beobachte ich die Herde. Sie bewegt sich relativ schnell quer durch die Ebene. Es müssen ca. 26 Tiere sein. Wir überlegen, welchen Plan sie haben und setzen uns ins Auto, um ihnen näher zu kommen. Es sieht so aus, als wenn sie zu den großen Bäumen am Südrand marschieren. Wir fahren los! Dann ändern sie ihre Richtung und wir warten. Wir warten an einem Querweg zur Mainroad und haben dann das große Glück, dass die Herde genau auf uns zu steuert. Innerhalb kürzester Zeit haben die Tiere eine große Entfernung zurückgelegt. Beschützend werden die Jungtiere in die Mitte der Herde genommen und dann überqueren sie sogar direkt vor unserem Auto den Weg. Herrlich, was für ein Glück! Wir folgen ihnen noch ein Stückchen um eine Kopje herum und dann ziehen sie in Richtung Sudan weiter durch ein trockenes Flussbett. Leider gibt es hier keine Wasserlöcher, an denen sie rasten. Ihr Ziel bleibt uns unbekannt.
Auch der Nachmittag strapaziert noch einmal unsere Nerven - es wird spannend! 🤩 ...
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201102. Mai 2021 ·
Der letzte Nachmittag im Kidepo NP!
Inzwischen ist es Zeit für einen Lunch und wir fahren wieder den uns bekannten Picknickplatz an. Ein paar Wolken ziehen auf und so nutzen wir die Schutzhütte. Anschließend folgen wir einem Loop durchs Narus Valley. Und dann sehen wir plötzlich... 🤩 Es ist unfassbar, was wir hier alles erleben. Das hat all unsere Erwartungen übertroffen. Nach der Ernüchterung am ersten Nachmittag, hat sich der Park nun doch zu einem Lieblingsort gewandelt. Die Wege sind noch feucht und teilweise rutschig, am Horizont sind Wolken zu sehen. Wir wollen nur noch einen kurzen Loop fahren... Da kreuzt eine Löwin unseren Weg und ich kann sie nur aus dem Fahrerfenster entfernt erwischen.... , sie begibt sich schnell auf die Grasfläche der Savanne und nur Sekunden später läuft sie zielgerichtet einen Bogen.
Aus dem Augenwinkel sehe ich etwas Dunkles, dann erfolgt ein jämmerliches Quieken und die Löwin war erfolgreich. That is the circle of life!
Mit ihrem Warzenschweinchen im Maul läuft sie aber weiter. Wir sind uns nicht sicher, ob es eventuell die Löwin vom gestrigen Tag war, denn sie trägt ein Halsband. Sie frisst das Tier nicht. Wir können ihr nur bis an den Rand einer Buschgruppe folgen, dann ist sie verschwunden. Vielleicht hat sie auch Jungtiere zu versorgen oder sie bringt ihrem Gemahl das Mittagessen. Jedoch ist das Schweinchen nur sehr klein, sodass die Vermutung nahe liegt, dass sie ihren Jungen das Fleischessen beibringen will. Wir erfahren es nicht!
🤩 😘 🤩 😘 Ein paar Antilopen begegnen uns noch und dann beschließen wir, dass wir so viel gesehen haben, dass der restliche Nachmittag auf der Terrasse vor unserem Zelt genossen werden kann.
Am Nachmittag zieht ein kurzes Gewitter auf, aber schon nach wenigen Minuten ist der Spuk vorbei und wir relaxen. Ich besorge heißes Wasser und bei einem weiteren Cappuccino schauen wir in die Landschaft und genießen. Zum Sundowner setzen wir uns auf die Terrasse beim Restaurant, ein Gin Tonic; der berühmte Waragi Gin aus Uganda, schmeckt sehr gut. Das Abendessen fällt auch wieder viel zu üppig aus und dann fallen wir ein letztes Mal in die Betten im Zelt. In den letzten Nächten hatten wir immer unbekannten Besuch in unserem Bad. Fledermäuse sind ausgeschlossen, gespannte Bänder machen das Fliegen unmöglich, aber regelmäßig finden wir kleine schwarze Kotreste auf unserer Toilette. Eine größere Maus könnte es sein, aber wir vermuten eher einen Leguan oder eine andere Echsenart. Das Tier muss nachts über einen der Holzbalken laufen und sich dort entleeren. Viellicht wäre es auch ein Bushbaby. Nachts hört man es rascheln… im Dachgebälk. Es bleibt spannend! Unser Fazit: Die lange Anreise lohnt sich, die herrliche Landschaft, die Weite und die unterschiedlichen Tiere waren für uns die Reise wert. Wir haben gar nicht so viel erwartet und waren vielleicht deshalb sehr positiv überrascht. Dazu kommt die gute Lodge mit ihrer fantastischen und einzigartigen Lage und die derzeit günstigen Preise.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201103. Mai 2021 ·
Samstag, 3/4/21
Am Samstagmorgen verlassen wir die Lodge gegen 7.20 Uhr bei herrlich blauem Himmel. Es ist sehr staubig auf der Straße bis Kitgum, aber landschaftlich ist es wunderschön.
Wir überqueren die Bergkette und kommen durch viele kleine Dörfer.
Das Wasserpumpen ist harte Arbeit 🤩
In den kleinen Dörfern bekommt man den Motorradsprit in abgefüllten Flaschen an so einer Tanke! Eine kurze Pause machen wir auf einem Feld, denn Parkplätze gibt es nicht und auch keine Möglichkeiten, den ein oder anderen Weg einzufahren. Nach 4 Stunden erreichen wir Gulu und die erste Shell Tankstelle. 175.000 UGX für 48 L, das ist ok! Gulu ist ein chaotisches Zentrum mit täglichem Straßenmarkt.
Boda Bodas stehen überall im Weg und werden auch auf der Straße repariert.
Kirchen oder Moscheen befinden sich in jedem noch so kleinen Dorf.
Bis Purongo fahren wir auf einer sehr guten Straße, dann folgen 25 Kilometer die ungeliebte Schlaglochpiste, die bei Manfred einen cholerischen Anfall auslöst! Um 14.36 Uhr stehen wir aber erneut am Gate zum Murchinson NP, bezahlen unsere Gebühren und steuern die Pakuba Lodge an.
Während sich Manfred ein wenig ausruht, setze ich mich auf die Terrasse, genieße einen Cappuccino und sende Grüße in die Welt! Marabus und andere kleine Vögel sind zu Besuch. Der Blick reicht von hier über den Nil und ist fantastisch. Manfred kommt auch bald hinzu und dann beschließen wir erneut einen Gamedrive zu machen. In der Ferne ziehen allerdings dunkle Wolken auf, aber wir fahren erst einmal los. Die Wege sind teilweise nicht so lehmig, sondern eher sandig.
Groß und Klein unterwegs! Elefanten kreuzen unseren Weg, Kobs und Giraffen, aber auch Husarenaffen sind unterwegs.
Herrliche leere Landschaft - 😛
Schwänzli hoch! 😘 🤩 Über den Pakuba Track gelangen wir am Hippo Pool vorbei und fahren bis zum Delta, auch hier sind die Hippos im Wasser zu beobachten. Viel ist hier aber nicht los. Irgendwo sind am Morgen Löwen gesichtet worden. Wir finden sie nicht, aber dafür etwas viel Schöneres. Doch vorher fahren wir noch einige andere Wege, der Himmel wird immer dunkler, es ist viel los im Park und dann bricht der Regen mit Blitz und Donner über uns aus. Tiere im Regen und der Blick in die Ferne ist auch interessant.
Köpfchen hinunter und dann wird es nicht nass...
Wir drehen um und fast wäre noch ein Unglück passiert: Im Tiefsand kommt uns ein Jeep entgegen und als er genau neben uns ist, rutscht der Wagen und der Fahrer kann ihn nur knapp kontrollieren. Unser Außenspiegel wird touchiert, aber es ging alles gut. Den Pakuba Track fahren wir langsam zurück, Elefanten sind wieder unterwegs, White Hardebeest und Oribibs. Es ist immer dasselbe Bild. Kurz vor der Pakuba Lodge befinden sich die Reste der Idi Amin Lodge. Wir machen noch einen Abstecher dorthin und glauben nicht, wer dort eingezogen ist und schläft. Der Regen hat aufgehört. Erst sind nur ein paar Punkte zu erkennen, wir müssen den Wagen umstellen und ich klettere aufs Dach und dann sitzt er mir gegenüber.
Wer schläft denn da? Ein Leopard, ein hübsches Tier und dann noch einer. Es gibt ein Junges dazu, nicht mehr ganz klein, aber noch bei der Mutter. Fotos werden gemacht, auch wenn die Position nicht sehr gut ist. Ich bin irgendwie zu klein. 🤩 Dann erwachen Mutter und Kind, strecken sich...
Das Jungtier erwacht, schaut aber nur zur Mutter.
Er/Sie rollt sich auf den Rücken und man möchte es am liebsten kraulen...
Bei dem Gebiss verwirft man die Gedanken ans Kraulen
..... und machen sich auf den Weg zur Jagd. Just in dem Moment wollten wir eine bessere Position finden und sind ein paar Meter weiter gefahren. Sie verschwinden 🙁 Wir können den Tieren nicht mehr folgen, es wird bereits dunkel. Es war ein aufregendes Erlebnis und ein besonderer Abschluss unserer Nationalpark Tour.
Nun ist unsere Erlebnisliste mit Tieren sehr gut gefüllt. Entspannt können wir uns nun dem Leben der Menschen widmen.
Am abendlichen Buffett gibt es wieder lauter Leckereien. Das Restaurant ist stark gefüllt. Deutsche Urlauber oder Touristen sind allerdings nur wenige da. Von einem Tisch schallen deutsche Laute zu uns herüber. Zur Lodge gehört auch ein Souvenirshop, den wir kurz besuchen. Nach einem Savanna Dry fallen wir ins Reich der Träume und sind äußerst dankbar für all die tollen Erlebnisse. 😘
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201103. Mai 2021 ·
Sonntag, 4/4/21
Nach wie vor gilt, dass über die Osterferien die Pontonbrücke über den Nil für den öffentlichen Verkehr geöffnet ist. Nach einem üppigen Frühstück verlassen wir den Park über die neugebaute Mainroad in Richtung Paraa Lodge. Einige Büffel, White Hardebeest, zahlreiche Oribis, Kobe und Elefanten stehen am Rande oder auf der Road.
noch ziemlich verschlafen..
Wir erreichen die Brücke nach fast 20 Minuten und stehen vor einem verschlossenen Tor! Oh, jetzt ist sie doch geschlossen und ich plane bereits in Gedanken, den langen Umweg durch die 30 Kilometer Schlaglöcher. Aber wir finden einen Weg! Die Chinesen arbeiten auch am Ostersonntag und planen, die Brücke bis zum Juni fertigzustellen. Unterhalb der neuen Brücke befindet sich die Behelfs- und Pontonbrücke. Sie ist frei befahrbar. Am anderen Ende steht sogar ein Hinweis, dass die Brücke von 8.00- 12.00 Uhr und am Nachmittag geöffnet ist. Es ist 7.45 Uhr als wir darüberfahren, aber gar kein Problem!
Die Straße hinter der Brücke durch den National Park ist bereits bis Masindi komplett fertiggestellt. Eine „Autobahn“ führt durch den Park! In diesem Teil des Regenwaldes planen die Chinesen nach Öl zu bohren. 😈 Eine Pipeline soll von hier, von dieser Pufferzone um den National Park bis nach Tanga Port durchgebaut werden. Schon bei unserem letzten Besuch hörten wir davon und konnten nicht glauben, dass diese Projekte verwirklicht werden. Nun ist es bittere Realität. Darüber hinaus werden große Zuckerrohrplantagen angelegt und der Wald abgeholzt. Ein Gespräch mit einem Deutschen im Fort Murchinson machte uns aber klar, wie viele Firmen in Uganda für uns arbeiten, ob wir nicht auch indirekt an dem Raubbau beteiligt sind? Außerdem sind in Deutschland nur knapp 2% der Landfläche als National Park ausgewiesen (darüber habe ich mir vorher noch keine Gedanken gemacht, vielleicht sind es jetzt auch schon ein paar Prozente mehr), vielleicht sollten wir einmal darüber nachdenken, wie wir mit der Natur umgehen, bevor wir über andere Länder urteilen. Natürlich ist es für sehr traurig, zu sehen, wie sich die Landschaft hier verändert.
Blick über den Regenwald, noch ist es schön!
Neue Straße durch den Budongo Forest. Baboons hocken links und rechts des Weges, noch vor 1,5 Jahren sind wir vom Budongo Forest bis Masindi auf einer schlammigen und rutschigen schmalen Lehmpiste gereist. Nur 1,5 Jahre später beginnt hier ein Zerstören größeren Ausmaßes. Die Chinesen wollten einen Staudamm an den Murchinson Falls bauen. Das Projekt ist vorerst verworfen, aber die Bohrungen nach Öl und das Anlegen von Zuckerrohrplantagen schreitet voran. Eine der letzten Schimpansenpopulation lebt noch in diesem Abschnitt des Parks. Wie lange noch?
Es sieht so schön aus, Schmarotzerpflanzen auf den Bäumen, weiße Blüten dazwischen...
Dann verlassen wir den NP. Masindi erreichen wir schneller als geplant. Überall laufen Menschen in besonders hübschen Kleidern zum nächsten Gottesdienst. Ein überaus buntes und fröhliches Bild zeigt sich uns. Familien halten sogar ein Picknick auf der Wiese vor der Kirche ab, Fotografen stehen bereit, wie bei einer Hochzeit.
Die weiteren Kilometer bis Hoima sind teilweise noch nicht fertig und wir fahren wieder über die alten Lehmwege. Auch in Hoima zeigt sich ein buntes Straßenbild.
Irgendwo dazwischen halten wir auf einem freien Platz, der aber offensichtlich zu einer Firma gehört. Es liegen Steine umher, die bestimmt verkauft werden. Ein Busch und ein Plätzchen, um unsere Gasflasche zu aktivieren, alles passt. Nach einiger Zeit kommt ein junger, fröhlicher Mann vorbei. Er wohnt hier, er ist nett und erzählt von sich. In der Hand hält er eine JBL Box, tanzend geht er davon. Sein Tag begann auch mit einem Gottesdienst, um 13.00 Uhr wird er wieder zur Kirche gehen. Er erzählt, dass den ganzen Tag Gottesdienste stattfinden, schließlich ist heute Ostern. Wir fahren nach der Pause über eine gute ausgebaute Straße bis Fort Portal. 60 KM vor der Stadt beginnen die grünen Teeplantagen. Die ganze Landschaft wirkt sauber und sehr friedlich. In Fort Portal ist wieder viel Leben auf der Straße, die Stadtdurchfahrt ist eine Großbaustelle. Boda Bodas, Minibusse, Fahrräder und Fußgänger alles bewegt sich durch die Stadt. Wir fahren direkt zur Farm von Stefan und Mariam, die ca. 12 Km außerhalb auf einem Hügel liegt. Die Zufahrt ist in diesem Jahr gegradert und easy zu erreichen. Man kann sogar bei viel Regen die Farm erreichen. Vor zwei Jahren sind wir irgendwie hier her gerutscht.
Dann stehen wir vor dem Tor und haben das Gefühl, wir kommen nach Hause.
Restaurant von Kluges Gästefarm 😘 Ein netter Empfang mit Saft und Händedesinfektion. Wir ziehen in unser Zimmer und müssen erst einmal alles Gepäck aus dem Auto räumen. Entspannung – ein Cappuccino in der Sonne und ein Blick auf eine Kuhweide. Später gehen wir zum Restaurant und werden von Stefan begrüßt. Diese Begrüßung fällt überaus herzlich und mit viel Waragi Gin aus. Für Manfred ist es zu viel Gin, er kann nie „nein“ sagen. Wie sitzen mit Stefan zusammen und reden und reden. Es gibt so viel zu erzählen. Mariam kommt auch noch hinzu und wir freuen uns alle, hier zu sein. Zum Abendessen gibt es heute ein Buffet. Es sind noch einige Tagesgäste und Expats mit kleinen Kindern hier. Einige Bungalows sind ausgebucht. Es ist Ferienzeit. Manfred schafft nach dem Essen nur noch den Weg ins Bett, während ich noch am Lagefeuer sitze und den herrlichen, lauen Sommerabend genieße.
danke für Deinen Reisebericht, den ich sehr interessiert lese. Ich plane für August auch eine Reise nach Uganda. Den Kipedo habe ich allerdings nicht eingeplant.
Für Murchison habe ich 3 Nächte eingeplant. Eigentlich würde ich diese gerne in der Murchison River Lodge verbringen, diese Lodge spricht mich am meisten an. Allerdings müssen wir dann ja jeden Tag die Fähre nehmen. Wie ich aber gelesen haben, sollte im August die Brücke fertig sein. Die könnten wir dann befahren, habe ich das richtig verstanden? Ist halt nur die Frage, ob die Bauarbeiten wie geplant beendet werden.
Alternativ würde ich 2 Nächte Pakabu Lodge und eine Nacht Murchison River Lodge planen. Wäre nett, wenn Du Dir Deine Meinung dazu schreibst.
Morgen wird es in Deinem Reisebericht vermutlich in das Kinderheim gehen. Du siehst, ich habe auch Deinen letzten Reisebericht gelesen.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
danke für Deinen Reisebericht, den ich sehr interessiert lese. Ich plane für August auch eine Reise nach Uganda. Den Kipedo habe ich allerdings nicht eingeplant.
Für Murchison habe ich 3 Nächte eingeplant. Eigentlich würde ich diese gerne in der Murchison River Lodge verbringen, diese Lodge spricht mich am meisten an. Allerdings müssen wir dann ja jeden Tag die Fähre nehmen. Wie ich aber gelesen haben, sollte im August die Brücke fertig sein. Die könnten wir dann befahren, habe ich das richtig verstanden? Ist halt nur die Frage, ob die Bauarbeiten wie geplant beendet werden.
Alternativ würde ich 2 Nächte Pakabu Lodge und eine Nacht Murchison River Lodge planen. Wäre nett, wenn Du Dir Deine Meinung dazu schreibst.
Morgen wird es in Deinem Reisebericht vermutlich in das Kinderheim gehen. Du siehst, ich habe auch Deinen letzten Reisebericht gelesen.
LG
Gabi
Hallo Gabi, die Murchison River Lodge ist wirklich zu empfehlen; nicht nur wegen der sehr gepflegten Anlage als solche. Der Restaurantbereich inklusive großer Terrasse zum Nil hin mit phantastischem Ausblick, die sauberen Sanitäranlagen der Campsite, die großzügige Aufteilung des Anwesens, der Swimming Pool und besonders die kleinen Details überall. Alles dort ist so stimmig und läßt es einem rund um gut gehen. Der Weg zur Fähre bzw. demnächst zur Brücke über den Nil ist ein Katzensprung und beeinträchtigt in keiner Weise negativ die zeitlichen Aspekte was Game Drives im Nationalpark anbelangt. Ich würde sogar sagen, daß es, in unserem Falle die Fährüberfahrt, irgendwie ein bißchen mehr „Abenteuer“ ist, wenn man einen zusätzlichen Kick in den Gesamtkontext eines MFNP-Aufenthaltes einbauen muß bzw. kann. Ein weiterer Vorteil der Murchison River Lodge ist, daß man sich außerhalb der Nationalparkgrenzen befindet und, sofern statt eines Game Drives im NP selbst, eine ausgiebige Bootstour auf dem Nil zu den Fällen geplant ist, keine Nationalparkgebühren anfallen. Summ summarum hat es uns enormen Spaß bereitet, zwei Tage auf der Campsite der Murchison River Lodge verbracht zu haben. Der Relaxfaktor dort entschädigte uns für die kleinen und großen Anstrengungen im Nationalpark selbst, denn die Pads im August damals waren, besonders im Bereich des Deltas, teils katastrophal einschränkend für entspannte Game Drives. Doch die Farben des MFNP empfanden wir spektakulär und entschädigten ein wenig für die Einschränkungen der Befahrbarkeit. Ich habe Dir hier mal ein paar Fotoeindrücke der Murchison River Lodge beigefügt.
Daß es jetzt via Autobahn von Masindi durch den Budongo Forest gen Paraa geht, läßt mir mein Herz bluten. Sicher, für die Bevölkerung dort endlich ein wenig Komfort. Doch das Heimelige bei der Durchfahrt verschwindet bestimmt,, wenn jetzt viel mehr Fahrzeuge mit kreischenden Reifen über den Asphalt brettern. Ich erinnere mich noch gut an die Millionen von blauen Riesenschmetterlinge auf den ersten Kilometern hinter des NP-Gates bei der Budongo Women Community. Das sich durch den Dschungel Schlängeln mit geschätzt Hunderten von Tse-Tse-Fliegen auf dem Fahrzeug. Die immer wieder auf die Pad reichenden, weitausladenden Äste der Bäume. Affengesindel, daß es sich rechts und links und auf der Pad gemütlich machte. Warthog-Communities am Rande der Pad. Einfach eine atemberaubende Natur mit quasi, quasi keinem Verkehr.
Sorry, Biggi, daß ich Dir gerade etwas Deinen RB gekapert habe.... Aber ich kam mal wieder ins Schwärmen.
Nix für ungut und liebe Grüße
Alm
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201104. Mai 2021 ·
Hallo Gabi-Muc, Alm hat recht mit der Murchinson Lodge. Sie liegt 1,5 Km außerhalb des National Parks, westlich und ist bestimmt sehr schön. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ihr als Transitgäste vom Kichumbanyobo Gate ohne Gebühren dorthin reisen dürft und zurück. Denn schließlich fahrt ihr durch den Park. Alm kann sicherlich genauere Angaben dazu machen. Die westliche Strecke ist nicht ganz so gut, wie die neue Straße nach Masindi. Der erste offizielle Eröffnungstermin war für Ende März angesetzt, ob der Termin im Juni gehalten wird, vermag ich nicht zu beurteilen. Die Chinesen sind aber bestimmt zuverlässiger, als so manch ein Unternehmen in Deutschland. Die Lodges auf der Südseite haben kleine Privatboote mit denen sie ihre Gäste über den Nil in den Park bringen. Dort stehen dann eigene Game-drive-Fahrzeuge. Das hat den Nachteil, dass man nicht mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs sein kann. Derzeit gibt es keine Fähre für Touristenfahrzeuge über den Nil. 🙁 Vielleicht sinkt der Nil-Wasserspiegel aber weiter und die offizielle Fähre wird noch einmal in Betrieb genommen. Ich glaube es nicht, aber man weiß ja nie. Die Murchinson Lodge wird euch Auskünfte geben können. Die Pakuba Lodge hat den Vorteil, dass sie im Park liegt und ohne Gate jederzeit ein- und ausgefahren werden darf zur Tierbeobachtung. Ich habe kaum Fotos gemacht, da wir auch schon 2019 dort genächtigt haben und ich damals viele Foto erstellt habe. Ich wünsche dir viel Spaß bei deinen weiteren Planungen, herzlichst Biggi
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201104. Mai 2021 ·
Hallo Alm, ich danke dir für die Infos zur Murchinson Lodge an Gabi-Muc. Wir selber waren nicht auf der Lodge. Es ist ganz ok, dass du dich "einmischt", denn es geht ja im Reisebericht um Infos für andere Reisende. Mir ist nicht ganz klar, ob man trotzdem durch den Park fahren darf, ohne Gebühren zu zahlen? Gibt es eine Transitmöglichkeit zur Murchinson River Lodge?
danke für Eure Antworten. Ich habe einen neuen Thread aufgemacht um den Reisebericht nicht zu sehr zu kapern.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201105. Mai 2021 ·
Montag, 5/4/21 Heute wollen wir einfach nur relaxen und die Umgebung genießen und mal nicht mit dem Auto fahren. Zur Farm gehört ein Regenwaldforest, wir gehen später dorthin und steigen bergab in den Sumpf. Aber vorher schauen wir uns noch den Campingplatz der Farm an. Dort treffen wir auf Robert Zorn und seine Frau. Beide lebten lange in Namibia und sind jetzt mit einem Truck auf Reisen. Seine Frau erholt sich gerade von einer Malaria und so stehen sie hier schon länger. Wir reden über Namibia und die Welt und die Zeit fliegt wieder nur so dahin. Irgendwie ticken die Uhren hier schneller!
Eastern Double-collared Sunbird Auf der Farm sind wir von vielen Blumen und Vögeln umgeben... Später gelangen wir aber doch in den Forest. Vögel sind viele zu hören, aber kaum zu sehen in diesem Dickicht. Es ist feucht und die Wege sind kaum passierbar, da sie sehr verbuscht sind. Hohes Papyrusgras wächst hier...
Wir laufen nur einen kleinen Rundweg und enden im Gemüsegarten von Stefan unter Bananenbäumen.
Crowned Hornbill
Yellow-bellied Sunbird Eine kleine Pause am Pool und auf unserer Terrasse, dann beschließt Manfred das Angebot von Stefan anzunehmen und unseren Wagen mit einem Hochdruckreiniger vom roten Lehm zu befreien. Eigentlich war es kein Angebot, Manfred musste Stefans Anweisung befolgen…Er fährt vor das Haus und erhält spontan Hilfe von der 10-jährigen Jamira. Sie ist die Nichte von Stefan und lebt derzeit auch auf der Farm.
Ein Koch eilt ebenfalls zur Hilfe, obwohl gerade heute viel zu tun ist. Es muss ein Catering für 90 Leute hergerichtet werden. Aber alle Vorarbeiten sind erledigt.
Manfred steht eigentlich nur herum und schaut zu, wie gründlich der Koch und Jamira den Wagen reinigen. Ich hätte mir auch nicht wirklich vorstellen können, dass Manfred in Afrika einen Wagen selber wäscht. ??? Bei Stefan im Wohnzimmer trinken wir Kaffee und Tee. Es gibt noch so viel zu erzählen. Stefan nimmt sich viel Zeit für uns. Mariam ist bereits mit ein paar Angestellten zu dem Cateringort in die Berge gefahren und lädt erste Tische ab. Wir sehen sie erst am Abend wieder.
Der Blick von der Terrasse zu den Rwenzori Bergen/Mondbergen Robert und seine Frau essen heute auch im Restaurant. Stefan sorgt für eine gute Nahrung, die das Blut nach der Malaria wieder „aufbaut“. Mit Rote Beete Saft, einer reichhaltigen Suppe und Rinderleber, die es in den nächsten Tagen noch gibt, wird Beate wieder aufgepäppelt. Stefan ist wirklich ein herzensguter Mensch. Für uns gibt es heute die besten Steaks in Uganda mit hausgemachten Pommes und frischem Salat aus dem Garten. Ein Faulenzertag tut einfach mal gut... 😛 😉
Hatte in den letzten Jahren auch einige Male das Glück bei Stefan & Mariam logieren zu dürfen. Es hat zwar immer geregnet, war aber auch stets der kulinarische Höhepunkt (jedenfalls außerhalb von Kampala). Im Budongo Forest soll übrigens kein Öl gefördert werden sondern im Bereich des Albert-Delta. Das wird aber noch Jahre dauern - die Pipeline ist noch nicht einmal begonnen! Die Finanzierung steht aber wohl inzwischen.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201112. Mai 2021 ·
Guten Morgen Lugawe, ein Aufenthalt bei Stefan stellt wirklich den kulinarischen Höhepunkt einer Reise in Uganda da, 😉 😛 Bei unserem Aufenthalt im Oktober 19 im Budongo Forest trafen wir beim Schimpansentrekking auf einen Einheimischen, der uns erzählte, dass hier nach Öl gebohrt werden soll. Im Moment wird weiter westlich gebohrt (soll gebohrt werden!) es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Chinesen auch die weitere Region erreicht haben? Nicht aus Interesse am Tourismus haben sie die Straße gebaut. Außerdem ist das Staudammprojekt noch nicht endgültig abgeschlossen, sicherlich ist es im Moment nicht mehr spruchreif, doch die Zeit wird zeigen, was noch zerstört wird!!! 😈 😈 😈
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201112. Mai 2021 ·
Dienstag, 6/4/21 Unser Tag im Baby Home und auf Crater Lake Tour
Wir sind im Toro Baby Home in Fort Portal mit Betty um 10.30 Uhr verabredet. Um keine Viren einzuschleppen, machen Manfred und ich zuerst einen Corona-Schnelltest. Ich habe 10 Stück aus Deutschland mitgenommen. In Fort Portal besuchen wir zuerst den Andrews Supermarkt und kaufen mehrere große Kartons mit Windeln und Babynahrung. Leider ist die Erstlingsnahrung heute ausverkauft. Ich erhalte die letzten zwei Dosen Nr. 1 und weitere Nahrung der Nummer 2. Für die Kinder nehmen wir noch viele Packungen Kekse mit und dann geht es zum Waisenhaus. Hier sind nicht alle Kinder Waisen, aber manche verloren ihre Mutter bei der Geburt. Leider kommt das noch häufig in Uganda vor. Mit der Leiterin Betty habe ich vorab geschrieben und sie war über unseren Besuch informiert. Die Freude ist sehr groß, als wir auf den Hof fahren. Unsere großen Kartons mit Windeln sind sehr willkommen und werden gleich ausgeladen, Die Kinder kommen alle neugierig an und freuen sich über den Besuch. Im Babyhome treffen wir dieses Mal auch auf Christin aus Deutschland. Sie bleibt 6 Monate hier und absolviert ein freiwilliges soziales ½ Jahr. Für die Muttis ist sie eine große Hilfe, da sie sich täglich um die Kinder kümmert, mit ihnen zum Impfen geht und auch die Wäsche wäscht. Sie freut sich, mit uns deutsch zu sprechen. Seit 6 Wochen ist sie hier. Nebenbei gibt es noch mehrere spanische Volontäre, die aber teilweise nur 3 Wochen hier sind. Wir lernen eine Lehrerin kennen, die ihre Ferien bei den Kindern verbringt. Eine junge Kinderkrankenschwester aus Spanien ist auch dabei. Sie war auch bei unserem letzten Besuch im Oktober 2019 hier und konnte sich an uns erinnern. Auf ihrem Handy hatte sie sogar noch Fotos von damals. Ein junger Spanier fiel mir besonders auf, weil er überaus herzlich mit den Kindern umging. Er drückte und knuddelte sie, gab Küsschen und fütterte. Anschließend durften die Kinder auf seinem Handy einen Zeichentrickfilm in englischer Sprache sehen. Mit der behinderten Gift hat er Beinübungen gemacht und immer darauf geachtet, dass sie auch zum Film schaut.
Wenn man diese Liebe sieht, kommen einem die Tränen. Es war so herzerweichend und spätestens jetzt wusste ich, warum wir die Reise auf uns genommen haben.
Natürlich waren all unsere Tiererlebnisse wunderschön, aber gerade in der Coronazeit in Deutschland, war ich sehr frustriert von dem Egoismus und der Lieblosigkeit, die sich unter den Menschen verbreitet. Hier erleben wir täglich so viel Wärme und Liebe, dass ich oftmals vor Glück geweint habe. Die vielen Kinder, die Babys, all die Menschen, die dafür sorgen, dass es den Kindern gut geht, die sie pflegen, ihnen etwas beibringen und sie im Arm halten und drücken, das entschädigt für so Vieles.
Kindergartenkinder in der Nursery school Nur zu gern habe ich Windeln gekauft, Bananen oder Äpfel. Ich brauche in Deutschland keinen Kleiderschrank mit 50 Paar Schuhen und ständig neue Pullover. Ich bin viel glücklicher, wenn ich helfen kann. Mit Betty sind wir später noch einmal zum Supermarkt gefahren, da ich für Rachel, die körperlich behindert ist, Windelhöschen gekauft habe. Wir haben sie gegen Windel mit Klebestreifen getauscht. Mit Betty habe ich dann Bananen und Äpfel eingekauft. Eine riesige Kiste mit Bananen und 36 Äpfel für 12 €. Das ist ein kleiner Betrag, aber es hat eine unendlich große und kostbare Wirkung, die damit erzielt wird. Im Heim haben wir uns den Kindern gewidmet, sind durch alle „Häuser“ geführt worden und haben alle Kinder begrüßt. Mir fehlten die Finger für so viele kleine Kinder. Seit unserem letzten Besuch hat sich hier viel verändert, es sind nicht nur die Kinder, die wechseln, es ist auch das Mobiliar. Marina ist besonders engagiert, was die Hilfe betrifft und hat bei ihrem letzten Besuch im Januar neben Kisten als Bänken, auch viele Renovierungsarbeiten angezettelt. Die Kinder haben einen frischgestrichenen Aufenthaltsraum mit bunten Motiven an den Wänden. Hier hat auch Christin mitgearbeitet.
Der Spielplatz wurde renoviert, jetzt folgt noch eine Sandkiste, …. Ich könnte noch so viel auflisten. Es war eine Freude, alle so wohlauf zu sehen. Etwas ängstlich haben wir noch eine Maske getragen, mussten aber bald feststellen, dass auch die Volontäre, die ja außerhalb des Heimes wohnen und Kontakt zu Einheimischen haben, keine Maske tragen. Bei unserem Einkauf mit Betty habe ich als einzige eine Maske getragen. In Fort Portal laufen nur wenige Menschen mit einer Maske umher.
Mit einer Mother und Betty
Die Kinder werden nach und nach zum Mittagsschlaf vorbereitet und wir verlassen vorerst das Baby Home. Ich habe viele Fotos gemacht, jedoch halte ich es für nicht ganz ungefährlich, hier die Kinder zu zeigen. 🤨 Unsere Mittagspause verbringen wir im Garden Restaurant. Hier gibt es sogar einen sehr leckeren Cappuccino!
Gegenüber dem Garden Restaurant bekommt man auch etwas zum Essen 😈 Danach fahren wir zu den Kraterseen, viele kleine Dörfer müssen wir durchfahren.
Auf Fahrrädern und Boda Bodas wird alles transportiert, was das Leben so her gibt!
In dieser Gegend sind besonders viele Fahrräder mit Matoke, den Kochbananen unterwegs.
Verladeplatz!
Diese Landschaft könnte man auch im Schwarzwald finden.
Es ist eine sehr nette Gegend. Unsere Strecke endet auf der Ndali Lodge. Ich dachte, hier könnten wir etwas trinken und den Blick bis zum Lake George genießen.
Der Blick reicht bis zum Lake George! 🙂 Leider nimmt die Lodge seit dem Lockdown keine Tagesgäste auf. Ein Angestellter ist aber so nett und führt uns eines der Cottages vor. Die Lodge liegt sehr schön auf einem Kamm und der Blick ist bestimmt einzigartig. Der Angestellte, Gilbert so stellte er sich vor, spricht gerade über die 300 unterschiedlichen Vögel, die man hier sehen kann, als vor uns 4 Blue Turackos aus einem Busch auffliegen und ich habe leider nur meine kleine Kamera dabei. Sie sehen sehr schön aus! Wir verlassen diese Gegend nach Norden, von Süden kamen wir, und folgen nur ganz kleinen Wegen (wohl besser für Motorräder geeignet) bis zur Farm.
Brennofen für Ziegel
Unterwegs aus dem Auto aufgenommen! einfache Häuser
Einfache Bauweise mit Stöckern und Lehm und Dung!
Die große Hauptstraße haben wir gar nicht mehr erreicht. Ich liebe das Leben in diesen Dörfern und fahre gern hier durch.
Auf der Farm versorgt Stefan uns wieder mit einem leckeren und viel zu üppigen Essen. Heute hat er für Beate eine spezielle Suppe gekocht, a la Borsch. Wir mussten die Suppe unbedingt probieren und danach war ich schon fast satt. Es gab noch ein leckeres Curry mit buntem Reis.
Das Catering ist ganz gut verlaufen und alle Angestellten kamen mit viel leeren Töpfen zurück. Sie wurden vorher und auch jetzt auf Hochglanz poliert.