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THEMA: Kampala
14 Mär 2021 13:46 #609775
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  • Lugawe am 14 Mär 2021 13:46
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Jinja "Source of the Nile"



1862 besuchten die britischen Forschungsreisenden Speke und Grant vermutlich als erste Europäer die Ripon Falls nördlich des Lake Victoria. Dieser Wasserfall markierte den Austritt des Nil aus dem Victoriasee. Er ist seit dem Bau des Owen Falls Dam in 1954 allerdings verschwunden. Vielfach wird diese Stelle noch Heute als „Quelle des Weissen Nil“ angesehen.




Gut 30 Jahre später erkannten Oscar Baumann und Oscar Lenz gemeinsam die Quelle des Kagera-Nil (wichtigster Zufluss des Lake Victoria) am Luvironza in Burundi. Dies ist tatsächlich die mündungsfernste Nilquelle. 1898 bestimmte Richard Kandt die genaue geografische Lage der Rukarara-Quelle (ruandischer Quellfluss; auch von dort gemessen, ist der Nil längster Fluss der Erde und Einziger, der einen der großen Trockengürtel komplett durchfließt). Da dieser zwar kürzer aber etwas wasserreicher als der burundische Quellfluss ist, werben mindesten drei Länder mit der Nilquelle. Da kaum ein Besucher diese Stellen erreicht, ist und bleibt die „touristische Nilquelle“ der Nil-Abfluss aus dem Victoriasee bei Jinja in Uganda.













Die mittelgroße Stadt ist von Handel und Industrie (Rohrzucker!) geprägt und hat einen gewissen indischen Touch. Ein Bootsausflug zur unspektakulären Nilquelle kostet nicht viel und wahrscheinlich wollen viele einfach mal da gewesen sein. Ist auch als Tagesausflug von Kampala aus gut machbar – wenn man zeitig genug startet! Eine Übernachtung in Jinja selbst lohnt nicht.

Bereiste Länder: Marokko, Algerien, Tunesien, Niger, Mali, Burkina Faso, Senegal, Gambia, Elfenbeinküste, Ghana, Ägypten, Äthiopien, Kenya, Uganda, Tanzania, Zambia, Zimbabwe, Botswana, Namibia, Südafrika, Lesotho, Eswatini, Mosambik, Syrien, Thailand, Russland, Brasilien, Argentinien
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14 Mär 2021 16:25 #609787
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OFF TOPIC
BodaBoda (Moped-Taxi)
Finde ich spannend, denn vielleicht kennt jemand die Wortherkunft? In Sierra Leone sind diese als Poda-Poda bekannt, wobei es sich um Minibus-Taxis handelt. Aber die Wortherkunft wird vermutlich die gleiche sein?

Viele Grüße
Christian
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14 Mär 2021 18:15 #609800
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Hallo Christian,

Der Begriff BodaBoda kommt von border = Grenze.
Die Mopeds sind in früheren Zeiten oft von Schmugglern benutzt worden, die damit einfach illegal die Grenzen von und nach Uganda überqueren konnten. So hat es mir mein Guide bei der Reise letzten Monat jedenfalls erzählt. Wurde vermutlich in etwas abgewandelter Form auch von anderen Ländern übernommen.

Viele Grüße
Tina
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15 Mär 2021 10:46 #609836
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Das ist jedenfalls eine sehr plausible Erklärung! Es erinnert mich an meinen ersten BodaBoda-Ritt durch 2 km Niemandsland beim Grenzübertritt von Taveta/Kenya nach Holili/TZ. Damals waren die Bodas dort allerdings nicht motorisiert - sondern schlicht und ergreifend Fahrräder! Aber sie boten sich jedenfalls schon als BodaBoda an.
Im Swahili gibt es viele Wörter, die aus verballhornten englischen Ausdrücken sozusagen "swahilisiert" wurden: gari von car, koti von coat, kona von corner, bia von beer, redio von radio, daktari von doctor, dalladalla von Dollar - um nur die geläufigsten zu nennen.
Bereiste Länder: Marokko, Algerien, Tunesien, Niger, Mali, Burkina Faso, Senegal, Gambia, Elfenbeinküste, Ghana, Ägypten, Äthiopien, Kenya, Uganda, Tanzania, Zambia, Zimbabwe, Botswana, Namibia, Südafrika, Lesotho, Eswatini, Mosambik, Syrien, Thailand, Russland, Brasilien, Argentinien
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15 Mär 2021 11:08 #609839
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picco schrieb:
Wie stehst Du zum Baden im Lake Victoria im Speziellen und in afrikanischen Seen allgemein betreffend Krankheiten auflesen?
Lugawe schrieb:
Tja ... da fragst den Falschen :huh: Im Lake Victoria würde ich jedenfalls nicht baden. Zu verschmutzt, Bilharziose, angeblich Crocs ... Was man so hört soll es okay sein zumindest in Teilen des Lake Malawi. Da war ich noch nie. Ich bade lieber im Indischen Ozean.

Dazu auch mal meine Meinung, nachdem ich im Malawisee und auch im Nil unterhalb des Victoriasees baden war. Am Malawisee werden Schnorcheltouren angeboten in Regionen, die angeblich frei von Bilharziose sind. Gleichzeitig gibt es Medikamente dagegen in jedem Supermarkt. Es wird also nicht ganz so bilharziosefrei sein. Ich habe drei Monate nach meiner Rückkehr einen Test machen lassen. So lange kann es wohl dauern, bis man das sicher nachweisen kann.

Bilharziose ist übrigens der veraltete (aber bekanntere) Name. Heute nennt sich die Krankheit Schistosomiasis. Läuft man barfuß zum Wasser, kann man sich auch Hakenwürmer einfangen oder im Wasser Spulwürmer. Auch alles nicht so schön. Wer Wasser schluckt, kann sich auch so Dinge wie den Guineawurm einfangen.

Gefahren gibt es immer. Das Leben ist voll davon.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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15 Mär 2021 13:24 #609853
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Habe den Entebbe-Teil aufgrund frischer Nachrichten etwas upgedated
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