THEMA: Eine Reise wird zum Alptraum
19 Mär 2015 14:43 #378118
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  • lisolu am 19 Mär 2015 14:43
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Ich schreib das jetzt zum vierten Mal, aber der Text erscheint nicht. Schreib Dir jetzt eine PM.
Letzte Änderung: 19 Mär 2015 14:53 von lisolu.
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19 Mär 2015 16:01 #378129
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  • Erika am 19 Mär 2015 16:01
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Danke liebe lisolu für die PM. :)
Ich werde deine netten Zeilen gerne an Toni weiter leiten.

Einen ganz schönen Abend wünschen wir euch.

Herzliche Grüsse
Erika + Toni
Meine Reiseberichte:
1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa
www.namibia-forum.ch...ahren.html?start=120
2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle)
www.namibia-forum.ch...g-war-die-huelle.htm
2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania
www.namibia-forum.ch...n-mal-haesslich.html
2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania
www.namibia-forum.ch...-durch-tansania.html
2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia
www.namibia-forum.ch...rd-zum-alptraum.html
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19 Mär 2015 16:34 #378134
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  • Erika am 19 Mär 2015 16:01
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Arusha - Lake Chala, 17. Dezember 2014
Eigentlich hält uns nun in Arusha nichts mehr. Wir sind soweit, dass wir uns auf unsere Reise begeben können. Der Wagen ist relativ schnell gepackt und der Kühlschrank eingeräumt. Die sechs Paar Schweins-Rauchwürste, die wir wie jedes Jahr von einem befreundeten Metzger als Wegzehrung bekommen (er hat immer Schiss, dass wir in Afrika verhungern :lol: ), werden aus dem Vakuum genommen und zum Trocknen an einer Schnur im Fahrzeuginneren aufgehängt. Sie verströmen einen angenehmen Duft, wir können es kaum erwarten, bis sie etwas angetrocknet und essreif sind. Es ist doch toll, wie sich unsere Freunde um uns sorgen. :kiss:

Bis wir uns endlich von all den lieben Leuten losreissen können, wird es 11 Uhr. Bei Meat King kaufen wir ganz schönes Fleisch, welches man uns vakuumiert und sonst noch einige Delikatessen. Der Verkehr durch Arusha ist wie immer äußerst stockend. Es wird links und rechts überholt. Dazwischen schlängeln sich die Motorradfahrer todesmutig durch jede Lücke. Nimmt uns schon wunder, wie die ihren Führerschein kriegen. Wahrscheinlich haben sie, nachdem sie den Unterschied zwischen Kupplung, Gas und Bremse kennen, die Prüfung bereits bestanden :lol: . Von Verkehrsregeln hat hier niemand eine Ahnung. Auch Geschwindigkeitstafeln werden nicht beachtet, da helfen nur die zahlreichen Huppels, die einem fast das Fahrzeug zusammen schlagen, wenn man zu schnell drüber fährt.

Irgendwo zwischen Arusha und Moshi werden wir an zwei der zahlreichen Polizeikontrollstellen angehalten. Der erste Beamte fragt Toni, ob er einen Führerschein besitze, aber sehen möchte er ihn nicht.
An der zweiten Kontrollstelle ist der Beamte schon etwas klebriger. Er möchte unbedingt ein Geschenk oder Geld, da er seit heute Morgen hier stehe und noch nichts gegessen habe. Wir bleiben hart und sagen ihm, dass wir weder ein Geschenk noch Geld für ihn haben :angry: . Dann erspäht er, wahrscheinlich angelockt durch den angenehmen Duft, unsere aufgehängten Rauchwürstli :dry: . Was denn das sei, das sei doch bestimmt was zum Essen. Toni erwidert während er sich mit angewiderter Miene die Nase zuhält, ob er denn nicht rieche, wie die bereits stinken :S . Ausserdem seien sie aus Schweinefleisch und grunzt dabei wie eine glückliche Muttersau :laugh: . Der Polizist meint darauf, dass er sowas auf gar keinen Fall essen würde und lässt uns weiterfahren :P .

Da wir möglichst keine grossen Tagesetappen fahren wollen, entschliessen wir uns, heute bis zum Lake Chala nahe der kenianischen Grenze zu fahren.
Diesen lauschigen Platz an dem geheimnisvollen, tiefen See mit Aussicht auf den Kilimanjaro mögen wir sehr.






Zufahrt zum Lake Chala

Kurz vor dem kenianischen Zoll biegen wir links auf eine relativ gut ausgebaute Erdpiste ab, welche zum See führt. Kurz vor dem Ziel werden wir durch einen Schlagbaum zum Anhalten gezwungen. Irgendwann kommt ein junger Mann mit einem Heft in der Hand daher gelatscht, derweil sein Kollege ein Stück weit entfernt lässig auf der Motorhaube eines neuen Landcruisers liegt. Da der Jüngling kein Wort Englisch spricht und wir kein Kiswahili, ist die Verständigung etwas kompliziert. Es wird aber schnell klar, dass es um Geld geht. Er blättert in seinem Heft und zeigt auf 100 U$ für irgendwelche Ballon- und Flugzeug-Landegebühren :unsure: . Das kommt natürlich überhaupt nicht in Frage. Nun wird es immer teurer, denn er zeigt nun auf 1’000 U$ :( und dann sogar auf 1’500 U$ :woohoo: . Das beweist uns, dass der Knabe weder lesen, noch schreiben kann und überhaupt keinen Bezug zu Zahlen hat. Sein auf der Motorhaube liegender Kollege winkt uns zu sich, aber das übersehen wir geflissentlich. Soll der gefälligst seinen Arsch heben und zu uns kommen, wenn er was will :evil: . Was ist denn das für ne Art? Wir machen dem jungen Mann per Zeichensprache klar, dass wir nun zur Lodge fahren und dort das Finanzielle abklären werden. Er protestiert zwar während wir elegant den Schlagbaum umfahren, aber so kommen wir ja nicht weiter.

Es gibt bei der Lodge nun nebst einigen anderen baulichen Veränderungen sogar eine Rezeption, welche aber verschlossen ist und als Garage für ein Fahrrad dient :) . Also laufen wir zum neuen, hoch über dem See auf Stelzen gebauten Restaurant.






Aussicht vom Restaurant auf den Lake Chala.

Es dauert nicht lange, bis auch die beiden Beamten mit dem Landcruiser eintreffen um zu kontrollieren, ob nun alles mit rechten Dingen zu und her geht.
Der Barmann oder Manager, oder was immer er jetzt ist kann sich noch gut an uns erinnern und begrüsst uns wie alte Bekannte.
Unter den aufmerksamen Blicken der Kontrolleure erklärt er uns, wie sich neuerdings der Preis zusammensetzt:

Fahrzeug: 5 U$
Abgabe für die Regierung: 25 U$ pro Person = 50 U$
Camping: 10 U$ pro Person = 20 U$ (ursprünglicher Preis)
Das macht für zwei Personen 75 U$ pro Tag.

Das ist ja für einen Campingplatz wirklich happig. Morgen fahren wir gleich wieder weiter. Schade, denn wir wären gerne ein paar Tage geblieben, aber nicht zu diesem Preis.
Der Barmann erzählt uns, dass er nur noch solche unangenehmen Diskussionen mit Touristen führe und viele Safariunternehmen gar nicht mehr kämen, da es ihnen zu teuer geworden sei.







Der Campingplatz beim Lake Chala

Leider zeigt sich der Kili momentan nicht, aber wir geben ihm noch für morgen früh eine Chance.

Nachdem Toni das Dachzelt aufgebaut hat, stellen wir fest, dass wir vergassen, ein neues Spannbettlaken mitzunehmen. Kein Problem, wir helfen uns mit ein paar Badetüchern, die wir über die Matratze legen. Endlich wieder im Dachzelt schlafen!
Der Urlaub hat nun richtig begonnen. B) :silly:

Nach dem Nachtessen sitzen wir noch lange draußen und da wir die einzigen Gäste sind, geniessen wir die absolute Ruhe.
Und was für uns ganz wichtig ist: Seit wir in Afrika sind, haben sich Tonis Rückenprobleme stark vermindert.

Gefahrene Kilometer: 155
Meine Reiseberichte:
1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa
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Letzte Änderung: 20 Mär 2015 10:57 von Erika.
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19 Mär 2015 16:42 #378135
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  • helliulli am 19 Mär 2015 16:42
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ich rieche die würste, ich rieche afrika: einfach herrlich!!

lbg ulli
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19 Mär 2015 16:50 #378138
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  • Erika am 19 Mär 2015 16:01
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Hallo liebe Leute, ich kann momentan keine Bilder mehr einfügen. Es klappt auch nach mehreren Versuchen nicht. Probiere später wieder.
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19 Mär 2015 17:30 #378144
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  • franzicke am 19 Mär 2015 17:30
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Mensch Erika,
das lässt sich alles so schön und lässig an bei euch - allein der Grunz-Einlage von Toni ist mal wieder ganz große Klasse. Man mag sich gar nicht vorstellen, dass die Reise so eine ganz andere Wendung nimmt. Liebe Grüße an euch beide
Franzicke
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