THEMA: Schlaflos in Zimbabwe (4 W Zimbabwe und Südafrika)
01 Jul 2012 18:56 #241688
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Hallo Montango,
auch ich möchte mich ganz herzlich für den tollen Bericht bedanken und wäre auch froh über eine PDF-Datei zum nachlesen. In Teilen würden wir gerne 2013 auf Euren Spuren wandeln/fahren, bevor der große Run beginnt bzw. die politischen Verhältnisse Reisen nach Simbawe wieder einschränken. Verratet Ihr mir bitte noch welche Karte Ihr benutzt habt und wie aktuell die war? Auch bei Tracks4Afrika werde ich nicht fündig.
Viele liebe Grüße
Jutta
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02 Jul 2012 06:06 #241717
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Hallo zusammen,

es freut mich sehr, wenn meine Infos Euch ein wenig bei der Planung helfen können. Ich weiß ja selber, wie schwierig es war zuverlässige Infos über Parkeintritte, Campingplatzgebühren, Zeitbedarf für die Stecken, Versorgungslage usw. zu bekommen.
Ausserdem würde es mich freuen, so manchen für dieses wunderbare Land zu begeistern.
Dieses Forum hat mir schon soviel geholfen bei der Planung unserer eigenen Routen (Ich hoffe, für die nächste Planung helft Ihr mir auch wieder ;) ), dass es schön ist, etwas davon zurück zu geben.
@Jutta: wir hatten die Karte von Reise Know How dabei für den groben Überblick und auf dem Navi die aktuelle T4A Karte. Die fand ich ausgezeichnet, lediglich einige Shops wie z.B. fast alle TM-Märkte sind nicht eingezeichnet.
Aber es ist im Land sowieso fast alles beschildert, die Orientierung ist nicht besonders schwierig.

Heute abend gibt es noch den letzten Tag unserer Reise, dann sind wir endgültig wieder im Hier und Jetzt angekommen.
Am WE versuche ich mal alles in eine PDF-Datei umzuwandeln.

Viele Grüsse
Montango
Botswana 2016
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Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
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02 Jul 2012 11:18 #241774
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Freitag, 8.6.2012 Das Ende des Landrovers
Satara – Graskop Teil 2 220 km vom Orpen Gate bis Graskop 4 h mit Besichtigungen

Durch eine schöne Landschaft fahren wir Richtung Panoramaroute.



Das Auto klingt inzwischen wieder fast normal, vielleicht war es wirklich nur Dreck.
Häufig halten wir an, um Fotos zu machen und die Aussichten zu geniessen.



An der Panoramaroute ist der erste Viewpoint die „Three Rondavels“
Die Aussicht auf den Dam und die umliegenden Bergkuppen ist wirklich überwältigend.





Zum Glück sind auch kaum andere Touristen da. Die Anzahl der Souvenirshops läßt aber erahnen, wie es hier zugehen kann.
Der zweite Stop sind die „Bourke`s Potholes“ Auch dieser Stop lohnt sich sehr.





Wir wollen noch zum Pinnacle und God`s Window, aber kurz vor der Abzweigung beginnt das Auto zu quietschen. Frank hält sofort an und schaut nach. Nun ist klar, woher das Geräusch der letzten Tage kam. Das Lager der Keilriemenspannerrolle ist festgegangen. Es dreht sich nichts mehr und der Keilriemen quietscht und beginnt schon zu stinken. Damit kommen wir morgen nicht mehr bis zum Flughafen, ohne das der Keilriemen reissen wird.
Nach Graskop und zu unserer letzten Unterkunft sind es noch 5 km. Das werden wir auf alle Fälle versuchen. Vielleicht gibt es dort eine Werkstatt.
Wir schaffen es tatsächlich bis Graskop und parken den Wagen erleichtert vor der ersten Pancake Bude. Eigentlich wollten wir zu Harry`s Pancake, aber durch den ganzen Stress merken wir nicht, dass wir am falschen Lokal halten. Die Pfannkuchen sind aber nicht schlecht und die freundliche Inhaberin zeigt uns auch gleich den Weg zu einer Werkstatt.
Beim Abfahren kaufen wir noch schnell drei Pakete Macadamianüsse, ohne Handeln und wahrscheinlich viel zu teuer.
In der Werkstatt kann man uns leider nicht helfen, das Ersatzteil könnte erst bis morgen beschafft werden. Morgen geht aber schon unser Flug ab Johannesburg.
Wir rufen den Vermieter des Autos an, er will sofort ein Ersatzauto für uns ordern und den Landrover in die Werkstatt schleppen lassen. Die nächste Landroverwerkstatt ist 80km entfernt. Von dort soll das Abschleppen des Landrovers und ein Ersatzwagen für uns organisiert werden.
Wir fahren die letzten 4 km zum Panorama View Resort und mieten uns dort einen Bungalow. Eigentlich wollten wir hier campen, aber dafür wäre es am Abend sicher zu kalt gewesen.
Das Resort bietet eine tolle Aussicht.



Die Bungalows gehören jeweils einzelnen Besitzern und werden zentral vermietet. Der Eigentümer unseres Bungalows hat scheinbar eine künstlerische Ader und ist ein Freund bunter Farben :laugh:





Schnell ist alles aus dem Auto geräumt und in den Bungalow gebracht. Eine Stunde später steht bereits der Abschleppwagen vor der Tür. Wehmütig verabschieden wir das Auto, das uns zum Glück bis hierher gebracht hat.



Unnötig darüber nachzudenken, was passiert wäre, wenn wir wie geplant über Mozambique zurück gefahren wären.
Der versprochene Mietwagen läßt auf sich warten. Wir werden langsam nervös. Die Wartezeit verbringen wir damit, alles wieder in die zu klein gewordenen Rucksäcke zu verstauen und die restlichen Lebensmittel zu verschenken.
Erst um 8 Uhr am Abend wird uns ein Polo gebracht. Beruhigt trinken wir noch ein Bier auf der Terrasse. Es ist kalt hier oben, Camping wäre um die Jahreszeit ziemlich ungemütlich gewesen.
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Letzte Änderung: 26 Okt 2015 18:49 von Montango.
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02 Jul 2012 11:25 #241777
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Samstag, 9.5.2012 Schon wieder Rhinos
Graskop-Johannesburg 400 km 5 h mit Frühstück unterwegs

Am Morgen gibt es einen letzten wunderschönen Sonnenaufgang in diesem Urlaub.



Wir fahren früh los, wollen ja auf keinen Fall unseren Flug verpassen. Unsere Rucksäcke passen bequem in den Kofferraum des Polos.
Die Strecke windet sich nochmal wunderschön durch die Berge.



In Pilgrim`s Rest machen wir noch paar Fotos.





Es fliegen ununterbrochen Hubschrauber zum Löschen eines Buschfeuers in den Bergen.



An der Tollroad machen wir noch eine Frühstückspause mit leckeren Forellenfilets. Es ist kalt und windig.
Frisch gestärkt fahren wir weiter.
Plötzlich ruft Frank „Rhinos“ Tatsächlich stehen in einem Gehege am Rand der Tollroad drei Rhinos.





Das sind dann Rhino Nr. 11, 12 und 13 in diesem Urlaub. Ob 13 Rhinos Glück bringen ?
Wir kommen flott voran und sind schon kurz nach Mittag am Flughafen.
Wir geben das Auto bei Avis ab und treffen uns noch mit Mike, dem Vermieter, um ihm das Navi und die Papiere des Landrovers zu übergeben.
Er verspricht uns, unsere Kaution gleich am Montag zu erstatten (was auch geschehen ist) ohne das Auto bis dahin begutachten zu können.
Was macht man im Flughafen in Johannesburg, wenn man noch ganz viel Zeit hat ?
Wir verbringen die Zeit mit Shopping, Cricketschauen in der Sportbar und nochmal mit Shopping.
Beim Einchecken haben wir soviel Handgepäck, dass wir ganz hummeldummmäßig sehr früh am Gate stehen, um genügend Stauraum für die vielen Tüten zu finden. Peinlicherweise ist ein Gepäckfach dann auch mit unserem Kamerarucksack , Daypack und den ganzen Einkaufstüten komplett voll.
Beim Abflug am Abend ist es nur 5 Grad Celsius in Johannesburg. Gut das zuhause der Sommer beginnt.
Wir haben einen Sitzplatz direkt hinter den Toiletten und der Galley, was bedeutet, dass es dort entsprechend unruhig ist. Wir schlafen deshalb nur wenig.
Nach einem Monat Abwesenheit kommen wir trotzdem halbwegs ausgeruht am Sonntagmorgen pünktlich in München an. Es ist kalt und regnerisch. Der Sommer hat wohl noch nicht angefangen.
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02 Jul 2012 12:01 #241786
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Fazit:

Die Reise hat uns ganz ausgezeichnet gefallen. Insbesondere Zimbabwe, die tolle Natur dort und die überaus netten Menschen haben uns sehr beeindruckt. Niemals haben wir uns bedroht gefühlt (vielleicht ein wenig von dem Löwen in Shumba ;) ), sondern überall willkommen. Das Reisen war viel einfacher als wir im Vorfeld gedacht haben. Die Versorgungslage mit Diesel und den wichtigsten Lebensmittel war immer ausreichend. Die Straßen waren besser als gedacht, auch die Strecke Binga-Karoi stellt keine besonderen Anforderungen, sofern man genügend Zeit einplant.

Die Tiersichtungen waren gut , im Hwange war leider das Gras noch sehr hoch und in Mana Pools gab es im Park überall genügend Wasser, so dass die Tiere nicht massenhaft an den Zambesi kommen mussten. Da wir als Reisezeit von Mitte Mai bis Mitte Juni unterwegs waren, war uns das im Vorfeld aber bereits bewußt. Ein wenig traurig waren wir, dass wir kein Wildhundrudel gesehen haben. Vielleicht beim nächsten Mal ?

In Südafrika waren wir angenehm überrascht vom Mapungubwe-Park. In Leshiba war es uns etwas zu kalt, um die wirklich tolle Lodge völlig zu geniessen.
Im Krügerpark hatten wir ein paar schöne Tiersichtungen, würden dort aber nicht noch einmal hinfahren.
Die Camps gefallen uns überhaupt nicht und lieber sehen wir nur einen Löwen in 5 Wochen und den dann für uns ganz allein, als 10 Löwen mit jeweils 20 anderen Touristen zu teilen.
Die Gegend rund um den Blyde Canyon hätte sich auch auch für einen längeren Aufenthalt gelohnt.

Auto:
Das Canopy hat uns ausgezeichnet gefallen. Es ist schnell aufgebaut und man hat durch die vielen Stauklappen und Auszüge alles flott zur Hand. Im Notfall kann man drinnen auch recht komfortabel sitzen. Nachteil ist die nicht hundertprozentige Mückendichtigkeit. Ansonsten ist es aufgeklappt schon fast ein Wohnmobil. Auch zum Essen unterwegs ist alles schnell hergerichtet. Zwei Klappen aufgezogen und die Küche ist komplett.
Ein kleiner Nachteil ist der nach einigen Tagen überall vorhandene Alustaub, man hat ständig schwarze Finger.
Der von uns gemietete Landrover war mit 225 l Tank, 70 l Wassertank, viel Stauraum, Sandleitern, Kompressor usw. sehr gut ausgestattet.
Auch die Küchenausstattung ließ keine Wünsche offen, bis zum Spülmittel war alles dabei. Zum Schlafen wären 2 Schlafsäcke und 2 Winterdecken im Auto gewesen. Wir hatten jedoch unsere eigenen Daunenschlafsäcke mitgenommen und deshalb darauf verzichtet. Es gab zwei sehr bequeme Klappstühle und einen riesigen Tisch.
Stauraum war im Auto für alles reichlich vorhanden. Es gibt fliessend Wasser an der Küche und an der Seite am klappbaren Waschbecken. Mit Lampe und Spiegel war dieser kleine Waschsalon auf den Campsites ohne jegliche Infrastruktur ein echter Luxus.
Der Vermieter www.4x4campers.co.za/ hat das Ganze sehr gut abgewickelt.Wir wurden pünktlich am Flughafen abgeholt, Abgabe war auch für Flughafen vereinbart. Das das Auto, welches knapp zwei Jahre alt war, uns am Ende wegen eines billigen Lagers im Stich gelassen hat, war einfach Pech. Unsere Kaution wurde uns erstattet noch bevor der Vermieter Gelegenheit hatte, das Auto anzuschauen.
Wir würden dort jederzeit wieder mieten.

Unterkünfte:
Fast alle im Bericht erwähnten Unterkünfte haben uns sehr gut gefallen. Einzig Antelope Park war uns zu sehr auf Gruppentourismus ausgerichtet und die Campsites im Krüger sind uns zu voll und zu eng.

Highlights bei den Campsites waren: Khama Rhino, Mucheni View und Mucheni 3


Wir sind jetzt gerade seit 3 Wochen zurück und haben schon Heimweh nach Afrika. 2013 soll es dann in den KTP, Südnamibia und Kapstadt gehen. Fragen dazu demnächst in diesem Forum.

Danke nochmal an alle, die bis zum Ende mitgelesen haben. PDF folgt.

Viele Grüsse
Montango
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Hallo Montango,

Vielen herzlichen Dank für Deinen beeindruckenden, wunderschönen Reisebericht. Dank Deines Berichts steht bei uns jetzt Zimbabwe wieder ganz weit oben auf der Liste! Ich war ja vor langem schon mal da, aber jetzt hat es meinen Mann auch gepackt.
Erstmal geht es aber erst nochnach Kapstadt, KTP und südliches Namibia ;)

Liebe Grüße und hoffentlich vergeht Dir die Zeit bis zur nächsten Reise ganz schnell!
Nunanani
Südafrika, Botswana, Namibia, Zimbabwe, Mosambik,...
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