THEMA: Verhalten gegenüber Elefanten
14 Mai 2007 20:53 #37341
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  • Hermann am 14 Mai 2007 20:53
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Frisch aus Namibia zurück.
Es war unsere 2te Reise und wir wünschten uns,Elefanten zu sehen.Dann,im Etoscha-Park,sahen wir sie.Es sollte unsere letzte \"Suchfahrt\" im Park sein und dann sahen wir auf einer kleine ,schmalen Piste plötzlich 3 graue Riesen zwischen den Bäumen.Die Fotoapparate klickten.Endlich!!Wir können uns kaum trennen und kommen auch nur ca.100m weiter,als uns auf der Piste eine kleine Herde Elefanten
entgegen kam.Was tun??Ausweichen ging nicht,also umkehren.Nur,dort standen nun die anderen Riesen auch auf der Piste.Wir waren \"eingeschlossen\".Ganz langsam fuhr ich auf die Elefanten zu und hatte Glück das,die wohl noch jungen Bullen,von der Piste trotteten.
Puh,für uns eine unangenehme Situation.
Hatte jemand schon ähnliche Begegnungen?

Hermann
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14 Mai 2007 21:37 #37346
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  • anette am 14 Mai 2007 21:37
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hermann, schön dass ihr die situation - wenn auch eingeschränkt - genossen habt!
als safarienthusiast hat man natürlich dieses begegnungen schon oft gehabt und auch manches mal war einem unwohl.
doch als tipp: wenn die mittelalten bullen auch gerne mal trompeten und mit den ohren wackeln ist es doch meist harmlos: mock charge!
ernsthaft solltest du abstand halten zu einer gruppe kühe mit Jungen bzw. zu alten bullen, die in der musth sind. ansonsten geniesse die treffen!
cheers
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14 Mai 2007 22:19 #37355
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  • BikeAfrica am 14 Mai 2007 22:19
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Hermann schrieb:
Ganz langsam fuhr ich auf die Elefanten zu und hatte Glück das,die wohl noch jungen Bullen,von der Piste trotteten.
Puh,für uns eine unangenehme Situation.
Hatte jemand schon ähnliche Begegnungen?

... ja und ich würde nicht mehr auf Elefanten zufahren. Auch nicht langsam ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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15 Mai 2007 00:54 #37357
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  • sunnysunshine am 15 Mai 2007 00:54
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Hallo Ihr,
wir reisen im November nach Namibia und unter anderem auch in die Etosha Pfanne. Wir sind First-Timer! Ich habe verstanden, dass man nicht auf Elefanten zufährt und man soll zum Rückzug bereit sein, d.h. Motor immer laufen lassen...so weit so gut... aber wie verhalte ich mich richtig, wenn ich von vorne und hinten eingeschlossen bin. Ich wäre Euch dankbar, wenn Ihr mir ein paar Tipps geben könntet.
Gruß sunnysunshine.<br><br>Post geändert von: sunnysunshine, am: 15/05/2007 00:56
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15 Mai 2007 05:45 #37359
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Hallo Wolfgang,

was hättest Du denn gemacht??Gewartet und gehofft??

Hermann
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15 Mai 2007 08:33 #37361
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  • chrigu am 15 Mai 2007 08:33
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Hallo

Meine Devise ist den Motor auszuschalten und abzuwarten. Dass das manchmal sehr kribbelnd ist, haben wir schon öfters erlebt.

Hier ein Auszug des Blogs unserer letzten Reise ( www.big5.ch/blog-neu.html ).

Autoscheibe gegen Elefant
16.03.2007 08:39
Nun sitze ich am Wasserloch Goas. Im Gegensatz zu gestern ist im Moment
nichts los. Deshalb habe ich ein wenig Zeit das Blog nachzuführen.

Vorgestern hatte ich einen wunderbaren Tag in der Gegend von Namutoni.
Sehr viele Tiere wurden vom satten grün angelockt. Stundenlang konnte
ich den Springböcken, Giraffen und sehr vielen Zebras zuschauen. Am
Nachmittag wollte ich dann Richtung Andoni fahren, da wir da um diese
Jahreszeit gute Löwensichtungen hatten.
Ich bin schon um 14.00 losgefahren, damit ich genügen Zeit für die
Wasserlöcher und ein paar Loops habe.

Auf dem Weg zum Wasserloch Groot Okevi lagen schon viele
Elefantenhaufen, so war ich nicht überrascht am Wasserloch einen
Elefanten zu sehen. Leider verschwand der sehr bald. Ich hörte aber
linkerhand das typische knacken der Äste wenn Elefanten fressen, so dass
ich noch ein kleines Stück Weg um eine Kurve fuhr.
Da standen drei Elefanten ca. 30 Meter vor mir auf dem Weg.
Offensichtlich haben Sie eine kleine Pfütze genutzt um ein richtiges
Schlammloch daraus zu machen. Mit den Füssen wird der Boden gelockert und mit dem Wasser vermischt. Die graue Brühe anschliessend über den Körper gespritzt.
Als ich am Fotografieren war (ab und zu habe ich dabei beide Augen
geöffnet) sehe ich mit einem Auge im Sucher die Elefanten vor mir und
mit dem anderen einen grossen Elefanten im Rückspiegel. Der muss
unmittelbar hinter mir sein. So ist es auch. Er verschwindet gleich
hinter dem Auto im Busch und beginnt zu fressen. Aber schon erscheinen
die nächsten, auch ganz kleine sind mit dabei. Was nun? Vorne stehen
Elefanten die sich mit Schlamm vollspritzen, rchts der Busch mit
fressenden Elefanten, hinten eine ganze Familie und links auch wieder
Busch. Einfach stehenbleiben, warten und geniessen ist sicher das beste.
Eine riesige Elefantenkuh die sich mittlerweile auch zum Schlammbad
eingefunden hat, kommt plötzlich auf mich zu. Nicht drohend, sondern
einfach langsam aber beständig. Offensichtlich will sie an mir vorbei.
Auf einem Weg der kaum zum kreuzen von zwei Autos reicht. Je näher Sie kommt umso mulmiger wird mir. Was tun? Irgendwann lasse ich die Scheibe hoch. Ob das was nützt ist sicher fragwürdig...
Die Elefantenkuh macht sich immer dünner und geht ganz links am Wegrand, so dass sie mir nicht näher zu kommen braucht als unbedingt nötig. So kommt sie mit knapp einem Meter Abstand an mir vorbei. Sie ist einfach riesig!
Natürlich habe ich davon wieder mal keine Fotos. Dabei hätte ich den
Elefant so gut mit dem Weitwinkel fotografiern können...

Nachdem die Elefanten davon gezogen waren und sich mein Herz wieder
beruhigt hat, fuhr ich weiter Richtung Andoni. Wie schon beim letzten
Mal wurde ich nicht entäuscht. Bei der Gabelung zu den Andoni Plains
sehe ich schon von weitem zwei Löwen. Das Weibchen und das Männche
machen einen ausgepumpten Eindruck. Komisch auch, dass Sie noch in der
grellen Sonne daliegen. Minuten später wird alles klar. Die Löwendame
steht auf, das Männchen hinterher und nach wenigen Sekunden ist die
Paarung vollzogen. Der Mann erhält zum Dank eine Taze ins Gesicht. Das
Weibchen dreht und rollt sich am Boden. In schlauen Büchern steht, dass
sich die Paarung bei Löwen alle 20 Minuten wiederholt ... es stimmt.

So, nun habe ich schon vieles geschrieben, von den Nashörnern gestern
Abend am Halali Wasserloch, dem Sturm der plötzlich beim
Etosha-Aussichtspunkt aufgezogen ist und meine Etoshakarte mitgenommen hat oder dem Honigdach der in der Nacht den Kübel geleert hat, erzähle ich vielleicht ein anderes Mal mehr.



Liebe Grüsse vom Wasserloch
Chrigu<br><br>Post geändert von: chrigu, am: 15/05/2007 08:35
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