Karte T4A und Geschwindigkeiten

6 Antworten · 1'334 Aufrufe · gestartet 01. Mai 2023 von mc3009
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Themenstarter219 Beiträge · seit 201501. Mai 2023 · #1
Hallo zusammen,

in Vorbereitung unserer nächsten Reise habe ich mir überlegt, mir eine neue Karte zu gönnen. Meine alte ist von 2013/14. Vorab habe ich mir online die neue Ausgabe angesehen, um zu sehen, ob sich denn überhaupt viel verändert hat. Geänderte Straßenbeläge oder gar neue Straßen/Pisten konnte ich auf den ersten Bild keine finden.

Was mich aber völlig überrascht hat ist, dass die Entfernungsangaben und Fahrzeiten sich teilweise recht drastisch verändert haben. Die Strecken sind häufig länger geworden (wie das? 😕 ), die Zeiten aber, vor allem bei C- oder D-Straßen deutlich geringer. Tlw. habe ich Gravelroads gefunden, für die ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 105 km/h errechnet habe.

Könnt ihr euch einen Reim darauf machen? Darf man nun schneller fahren oder sind die Pisten deutlich besser geworden? Bei den Höchstgeschwindigkeiten findet man im Internet auch widersprüchliche Angaben, ADAC schreibt z.B. 80 km/h, an anderer Stelle steht 100.

Damit es keine Missverständnisse gibt 🙂 : Ich weiß, dass Vermieter tlw. noch eigene Regeln haben und ich will auch nicht durch das Land rasen. Ich will nur die Fahrzeiten richtig einschätzen können, um nicht irgendwann mal noch im Dunklen unterwegs zu sein.

Viele Grüße
Marc
2'535 Beiträge · seit 200702. Mai 2023 · #2
Hi,
hast du da konkrete Beispiele?
Dass sich von den Straßenverhältnisse zwischen 2013/14 und jetzt nichts geändert haben sollen, erschließt sich mir auch nicht wirklich, Alleine der Bau der Autobahn rund um Windhoek bzw. Richtung Okahandia müsste auf den neuen Karten bereits drauf sein.
lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
409 Beiträge · seit 202202. Mai 2023 · #3
Das Kartenmaterial von T4A von 2014 ist in keinster Weise mit dem heutigen zu vergleichen. Da sind Welten dazwischen. Um 2014 lag der Schwerpunkt außerhalb Ortschaften und Offroad, heute ist das Kartenmaterial selbst in Städten schon als GUT zu bezeichnen. Kommt in städtischen Bereichen natürlich nicht an Garmin dran, ist aber schon gut genug. Habe es sogar benutzt zur Uhrzeit- und Entfernungsanzeige zwischen Windhoek und Kapstadt. Haustür zu Haustür. Not bad at all. Der verhältnismäßig niedrige Preis der Karten macht den Kohl auch nicht fett.
zuletzt bearbeitet 02. Mai 2023
Themenstarter219 Beiträge · seit 201502. Mai 2023 · #4
Hallo zusammen,
ich weiß nicht, ob es ein Missverständnis gibt, ich meinte die Namibia Papierkarten und habe nur Strecken außerhalb von Ortschaften verglichen. Einfach mal ein paar Beispiele:
1) C23 Dordabis - Abzweig D1319 49.5/0:40 (2014) auf 57/0:32
2) B2 Okahandia - Karibib 107/1:05 auf 114/1:08
3) D1482 32.2/0:33 auf 43/0:34
4) D1463 37/0:38 auf 37/0:31
Im Prinzip sind alle Zeiten kürzer, teilweise richtig krass, häufig hat sich die Strecke "verlängert" und das auch nicht unerheblich. Ich hätte einfach angenommen, dass man Fehler korrigiert hätte, aber die neuen Zeiten kommen mir schon sehr komisch vor. Ich hatte damals schon eher länger gebraucht, da scheinen mir 57km auf einer Gravelroad in 32 Minuten (1) schon sehr sportlich und auch gar nicht erlaubt. Die D1463 (4) bin ich 2017 gefahren, das hatte ich sicher nicht in 38 Minuten geschafft, 31 sind da (zumindest für mich) völlig unrealistisch.
Viele Grüße
Marc
1'942 Beiträge · seit 201104. Mai 2023 · #5
Hallo Marc,
ich habe die Uralt-Karte aus 2011 und lese jetzt interessiert mit. In meiner Ausgabe ist eine C-Straße mal falsch nummeriert (ich weiß jetzt grad nicht welche), aber daran hab ich mich gewöhnt 😉

Ich glaube, die Fahrzeiten muss ohnehin jede/r selbst abschätzen, da ich beispielsweise immer um vieles länger brauche, weil ich viele Stopps mache, um zu schauen und zu fotografieren.

Interessant ist aber schon, wenn sich Kilometerangaben verändern. Aber wirklich viel ist das bei deinen Beispielen auch nicht. Ich werde mir aber auf jeden Fall jetzt die neue besorgen. Ich liebe Papierkarten und T4A ist von super Qualität.

Meine Herangehensweise ist die, dass ich die Angaben ohnehin nur als Richtwert nehme, mit der erlaubten Geschwindigkeit dann die Zeit berechne und noch ausreichend Zeit für Stopps oder unvorhersehbare Ereignisse (einmal war ich Helferin bei einem Unfall) einplane. ich würde Fahrtzeiten, vor allem wenn es gegen Abend zugeht, auf keinen Fall zu knapp kalkulieren.

Liebe Grüße
Solitaire
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
2'397 Beiträge · seit 201104. Mai 2023 · #6
Hallo Marc,
ich spekuliere jetzt mal ein wenig: Die neue Karte wird mit Daten aus der Corona-Zeit erstellt worden sein. D.h., es war weniger Verkehr (kann natürlich nur auf viel befahrenen Strecken wie der B2 eine Rolle spielen) und es waren im Wesentlichen nur Einheimische unterwegs (und das die "anders" unterwegs sind als Touristen, darf wohl unterstellt werden).
Weshalb sich gleichzeitig die Strecken verlängert haben? Dazu müsste man wohl Einstein fragen. 🤩 Ich vermute eine Raum-Zeit-Verschränkung. 😄
LG aus HH
Karsten
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Themenstarter219 Beiträge · seit 201504. Mai 2023 · #7
Hallo Solitaire, hallo Karsten,

Solitaire, du hast natürlich recht. Ich wollte das hier auch nicht dramatisieren und ich befürchte auch nicht wegen falschen Angaben um Leib und Leben 😄 Auch ich brauche deutlich länger, habe immer mehr als genug Reserve und plane selten überhaupt eine längere Strecke ein, außer wenn vielleicht 95% davon Teerstraße ist. Mir ging es nur darum, ob ich etwas verpasst habe, z.B. andere Geschwindigkeitsbegrenzungen oder ob auf den Pisten häufiger Grader unterwegs sind. Allerdings finde ich eine Veränderung der Streckenangabe von 32 auf 43 (immerhin ein Drittel mehr) schon bemerkenswert. Google Maps meint, es wären 35,5 km.

Karsten, auf Raum-Zeit-Verschränkungen hätte ich auch selber kommen können 😄 Ich glaube aber nicht, dass die Fahrtzeiten wirklich irgendwie ermittelt werden. Bei meiner alten Karte schien bei "normalen" D-Straßen immer ca. 55 km/h angenommen worden zu sein, jetzt sind es immer ca. 72 km/h, Ausnahmen sind die wirklich schwierigen Strecken wie Pässe oder im Kaokoveld. 2017 bin ich die D2752 zur Vingerklip gefahren. Unterwegs gab es gefühlt 100 Gatter zum Öffnen und Schließen, alte Karte ca. 57 km/h, neu 73 km/h. Vermutlich werden die Gatter nun mittels Wurmloch umgangen 😄

Grüße aus der Pfalz
Marc