THEMA: Feuer
05 Sep 2006 12:43 #22764
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  • Christine am 05 Sep 2006 12:43
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Hallo
Habt Ihr das schon in der AZ gelesen??! Ist das nicht ganz schrecklich???
Christine
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Allgemeine Zeitung Windhoek, Namibia 05. September 2006


Großbrand in Etoscha
Kein Benzin, wenige Fahrzeuge, nicht gesäuberte Brandstreifen und Personalmangel
von Dirk Heinrich
Einem durch Blitzschlag entfachten Veldfeuer im Etoscha-Nationalpark sind bisher mindestens 200 000 Hektar Weide zum Opfer gefallen. Die Löscharbeiten sind durch fehlendes Personal, mangelnden Treibstoff für die wenigen Fahrzeuge und Brandstreifen, die nicht in Ordnung gehalten werden, erschwert worden.
Etoscha-Nationalpark/Windhoek - Im westlichen Teil des Etoscha-Nationalparks von der Wasserstelle Bitterwasser bis an die Westgrenze ist südlich der Schotterstraße zwischen Okaukuejo und Otjovasando die gesamte Fläche abgebrannt. Die Flammen wüteten auch nördlich von Otjovasando bis zur Wasserstelle Dolomitpunt und auf dem abgegrenzten südwestlichsten Teil Karos. Etwa 90 Prozent des 37000 ha großen Karosblocks sind nur noch schwarze Erde. Über 200000 Hektar Weide fielen dem Veldfeuer zum Opfer. Von Karos aus hatten es die Flammen, durch starken Wind angetrieben, geschafft über die Schotterstraße zwischen Kamanjab und Ruacana in den südlichen Teil von Hobatere zu gelangen. ,,Gestern morgen gegen 4 Uhr haben wir das Feuer löschen können. Zwischen 6000 und 7000 ha des 32000 ha großen Naturschutzgebietes um die Hobatere Lodge sind abgebrannt\", sagte Steve Braine. Westlich von Hobatere seien etwa 30000 ha durch ein weiteres Veldfeuer zerstört worden. Etwa acht Kilometer nordwestlich würde immer noch ein Feuer im kommunalen Gebiet wüten, sagte Braine. Zwei weitere Feuer auf Hobatere die durch Blitzschlag entzündet wurden seien jedoch gelöscht worden.
,,In der Nacht von Donnertag auf Freitag haben Blitze das trockene Gras auf Karos und östlich von Otjovasando und auf Hobatere in Brand gesetzt\", sagte der für den westlichen Teil des Etoscha-Nationalpark zuständige Naturschutzbeamte Bonnie Simataa gestern Mittag auf der Landebahn bei Otjovasando. Mit vier Angestellten habe er versucht das Feuer auf Karos zu löschen, da ,,die restlichen Angestellten des Ministeriums für Umwelt und Tourismus in Kamanjab waren, da es Ende des Monats gewesen sei und die Beamten ihre Gehälter erhalten hatten\". Anschließend fehlte es an Treibstoff, da dem Ministerium kein Benzin mehr verkauft werde, wenn die Beamten keine Benzinkarten oder die Tankstelle keine e-fuel-Zapfsäulen haben. ,,Uns stand auch kein Straßenhobel zur Verfügung, da sämtliche Maschinen des Ministeriums kaputt sind und keine der Brandstreifen nach der Regenzeit gesäubert wurden\", sagte Simataa. Der Direktor der Naturschutzbehörde, Ben Beytell, der mit der AZ nach Otjovasando geflogen war, sagte, dass die Brandstreifen wegen fehlender Gelder nicht in Ordnung gehalten werden konnten. Allem Anschein nach sind auch Tiere in den Flammen umgekommen und verletzt worden. Beytell musste seinen Beamten Munition bringen, da im Etoscha-Nationalpark keine Patronen mehr vorhanden waren, um die Tiere von ihrem Leiden zu erlösen. Die Farmer an der Südgrenze des Parks hätten die Parkangestellten unterstützt, um zu verhindern, dass das Feuer auf die Farmen gelangt, sagte Simataa.
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05 Sep 2006 12:48 #22766
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  • African Traveller am 05 Sep 2006 12:48
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Es ist ein Desaster ohne Ende und der Mangel zieht sich von den Unterkünften/Restaurants bis zu banalen Dingen wie Notfallmanagement im Brandfall. Was tun, wenn es in einem der Restaurants im Park brennt oder in einer Unterkunft ? Nicht auszudenken. Das neue Management hat eine Mammutaufgabe zu bewältigen ....... Sie sind nicht zu beneiden ! :(
Gruss A/T

AUCH DIE LAENGSTE REISE BEGINNT MIT DEM ERSTEN SCHRITT...(chinesisches Sprichwort)

Namibia-die Perle Afrikas
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05 Sep 2006 17:40 #22781
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  • Dina am 05 Sep 2006 17:40
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Wir fliegen am 23.09. und werden ab dem 03.10. in Etosha sein. Ich hoffe mal das wir nicht mit Problemen rechnen müssen....

Kennt jemand den neuesten Stand der Dinge?

Gruß
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05 Sep 2006 17:48 #22782
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  • joli am 05 Sep 2006 17:48
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Hallo Dina,
lass Dich nicht verrückt machen - das Feuer hat ( zum Glück) in Gegenden gewütet, wo wir als normale Touristen überhaupt nicht hinkommen. Natürlich ist das schlimm - und schlimmer noch die massiven Management-Mängel. Und dass man aus Fehlern nicht klug wird: vor einigen Jahren hat sich aus einem harmlosen Küchenfeuer ein Schadfeuer entwickelt, das das gesamte Okaukuejo-Restaurant eingeäschert hat. Deshalb können wir ja dort heute einen Neubau \"bewundern\". Manche Dinge gehen in Afrika eben ihren sehr eigenen Weg und es fällt uns unheimlich schwer, dies zu begreifen oder gar damit abzufinden.
Gruß Joli
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05 Sep 2006 17:59 #22783
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  • Geonews.net am 05 Sep 2006 17:59
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solche feuer durch blitzschlag ausgelöst sind natürlich und durchaus auch nützlich für die savanne. vor 50zig jahren hätte sicherlich kein schwein darüber aufgeregt noch darüber berichtet. natürlich reisst so ein schaden auch tiefer löcher in die portokasse der betroffenen lodges und farmer, die region hobatere scheint es ja wohl ziemlich stark getroffen zu haben. das man dann mit dem feuer nicht zurecht kommt und solche böcke schiesst ( schlecht ausgeholzte und gepflügte feuerschneissen, spritmangel etc. ) steht auf einem ganz anderen blatt papier und sollte der parkleitung eine lehre sein. ob´s hilft??
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11 Sep 2006 15:20 #23084
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  • Osso am 11 Sep 2006 15:20
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Buschfeuer sind tatsächlich völlig normal und helfen der Natur sogar sich zu regenerieren: Die Asche düngt den kargen Boden, und da meistens nur das Gras abbrennt, während die Bäume nur etwas abgeflammt werden, aber sonst keinen weiteren Schaden nehmen, kann man oft schon nach kurzer Zeit wieder grünes Gras wachsen sehen.
Wir waren unlängst im CKGR in Botswana. Dort sind riiiesige Flächen abgebrannt. Aber trotz Trockenzeit wuchsen überall bereits kleine saftig-grüne Grasbüschel!
Aus touristischer Sicht sind diese Feuer natürlich nicht so toll, denn eine schwarz verkohlte Landschaft ist nicht wirklich entzückend...

Osso
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