5 Mon. Elternzeit SA/NAM - Teil III Namibiarunde

Reisebericht 28 Antworten · 3'471 Aufrufe · gestartet 16. Mai 2025 von fidel
Themenstarter925 Beiträge · seit 201616. Mai 2025 · #1
Einleitung Teil III - Rundreise Namibia

Bevor es mit dem dritten Teil unserer Elternzeitreise weitergeht, möchte ich vorab ein paar allgemeine Dinge schildern. Einiges findet sich bereits im Eingangspost zum zweiten Teil unserer Reise (siehe hier).

Die Runde mit Camper in Namibia war relativ einfach - mehr oder weniger eine Standardroute. Für uns war es zwar bereits das vierte Mal in Namibia, aber einerseits wollten wir meinen Eltern die “Highlights” zeigen, andererseits manche Highlights 8 Jahre nach unserer ersten Reise nach Namibia und viele Afrika-Erfahrungen reicher noch einmal aus einem neuen Blickwinkel sehen und gegebenenfalls neu bewerten. Auch hier bestand aber die Schwierigkeit, nach Möglichkeit längere Fahrstrecken zu vermeiden. Je nach Strecke in Namibia nicht ganz trivial bis unmöglich, wenn man nicht unendlich viel Zeit hat. Wir hatten “nur” 3 Wochen, also einen ziemlichen Standardzeitraum, während wir es bei der Reise im Übrigen ja gewohnt waren, ein großzügigeres Zeitbudget zu haben (das natürlich immer noch viel zu kurz war).

Selbst wenn die grobe Route klar ist, bietet die Frage, wo genau man wieviele Nächte bleiben möchte, dann natürlich dann immer noch Potential für Diskussionen - vor allem wenn plötzlich noch mehr Interessen zu berücksichtigen sind. Fest stand jedoch von vornherein, dass Etosha aufgrund der Malaria-Problematik mit Kind <1 Jahr in der Regenzeit für uns wegfällt. Damit konnten wir gut leben. Klar ist Etosha in Grün toll (das hatten wir glücklicherweise im Januar 2020), aber wir erhofften uns ausreichend Safari–Gelegenheiten an anderen Stellen. Meine Eltern sollten dann ohne uns noch eine Woche im Norden dran hängen.

Wir wollten zudem - trotz Camper - Stops mit nur einer Nacht wenn möglich vermeiden, um zu verhindern, dass wir bzw. die Kinder jeden Tag stundenlang im Auto sitzen.

Die ursprüngliche Idee für die ursprünglich geplante Tour 2023 (die dann der Geburt von K2 zum Opfer fiel) war, zwar einige Highlights anzusteuern, ansonsten aber die uns noch unbekannteren und zum Teil etwas "abenteuerlicheren" Ecken, vor allem im Nordwesten, zu besuchen. Nachdem wir nun noch ein “Baby” dabei hatten, war klar, dass der “Abenteuergrad” etwas zurückgeschraubt werden muss, vor allem auch noch in der Regenzeit. Als weitere Schwierigkeit kam hinzu, dass wir ja aus Richtung KTP kamen und Namibia wieder Richtung Kapstadt verlassen würden und somit versuchten, möglichst wenig Strecken doppelt/dreifach zu fahren.

Ein paar Punkte waren für uns jedoch fest gesetzt:

- Wir wollten unbedingt einmal ins Namibrand NR, da die Bilder schlicht unglaublich sind und es bisher wegen Verfügbarkeiten nie geklappt hatte
- Wir wollten endlich mal eine der Campsites im Namib Naukluft NP kennenlernen
- Wir wollten den Übergang der Wüste ins Meer südlich von Walvis Bay sehen
- Ebenso die Robben in Cape Cross endlich mal besuchen

So entwickelte sich eine Route, die wohl einen halbwegs vernünftigen Kompromiss aus allen Bedürfnissen und Anforderungen darstellt. Wenn wir was schönes gefunden hätten, hätten wir gerne noch einen Zwischenstop zwischen Kalahari und Namibrand eingelegt. Wir waren verhältnismäßig lange in Swakopmund, was allerdings auch als kleine Pause ganz gut war und uns die Zeit bot, in Ruhe die diversen Angebote wahrzunehmen und mal “Urlaub” zu machen. Zum Ende hin mussten wir eine Stelle finden, an der wir uns sinnvollerweise trennen können und von der aus meine Eltern weiter zum Etosha und wir zurück nach Windhoek fahren konnten. Hier wählten wir als letzten gemeinsamen Stop den Brandberg.

Insgesamt hatten wir uns schließlich auf folgende Route verständigt:

2 N Krumhuk
2 N Bagatelle Kalahari Game Ranch
2 N Namibrand NR Jupiter CS
2 N Sesriem
1 N Mirabib
1 N Blutkuppe
5 N Swakopmund
2 N Spitzkoppe
1 N Mesum Krater
2 N Brandberg (ab hier dann wieder alleine)
1 N Erongo Rocks
3 N Krumhuk

Anbei vorab ein paar Bilder zur Einstimmung (dieser Teil wird deutlich landschaftslastiger und wildlife-ärmer).



















Der Bericht ist natürlich "gesonnt", so dass er mit Klick auf das Sonnensymbol rechts oben ohne Kommentare gelesen werden kann.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201618. Mai 2025 · #2
Tag 30 23.03.2024 Krumhuk

Nachdem wir am Vortag in Krumhuk angekommen waren und uns am Wiedersehen gefreut hatten, war der heutige Tag für Autotausch und Einkäufe vorgesehen, damit es am nächsten Tag richtig losgehen konnte.



Wir gingen zur am Vorabend abgemachten Uhrzeit zum Frühstück, müssen dann jedoch noch einige Zeit warten, da der zuständige Koch offenbar etwas verplant ist. Das Frühstück ist überdurchschnittlich, vor allem die Existenz von leckerem Brot ist aus deutscher Sicht natürlich nicht zu unterschätzen.

Dann gehen wir in den Farmshop und besprechen mit einem Mitarbeiter, was denn aktuell alles verfügbar wäre bzw. für uns frisch geerntet werden könnte und geben eine Liste mit Wünschen ab (Brot, Milchprodukte, Gemüse). Es wird uns zugesichert, zu beschaffen, was möglich ist.

Anschließend fahren wir nach Windhoek zum Tanken, dannzu Bushlore (bzw. meine Eltern zu Europcar, um ihr am Flughafen entliehenes kleines Auto dort abzugeben). Die Übergabe bei Bushlore ist unproblematisch. Es gibt hier jedoch wohl die Policy, mit dem Kunden nochmal zum Tanken zu fahren, um sicherzustellen, dass der Tank wirklich voll ist.. Hier hätten wir uns also durchaus Zeit sparen können.. Da der Kindersitz für K1 echt in Ordnung war, bitten wir darum ihn doch nach Möglichkeit für unsere nächste Miete in 3 Wochen zur Seite zu legen. Man sichert uns zu, ihn zu reinigen und dann für uns zu reservieren (was für ein Service!).

Hier unterhalten wir uns auch noch ein wenig mit einem Mitarbeiter über die Reinigung der Fahrzeuge (unseres ist für fast einen Monat Nutzung eigentlich recht ok, der Staub hält sich noch in Grenzen). Hierfür werden im Canopy alle Einbauten soweit abgeschraubt, dass man überall hinkommt und dann mit viel Wasser und Bürsten gereinigt. Insgesamt dauert die Reinigung/Prüfung eines Fahrzeugs wohl knapp einen Tag für 2 Mann..

Anschließend werden wir - ein letztes Mal in unserem alten Auto - zu Savanna gefahren, wo wir seltsame Blicke dafür ernten, aus einem Bushlore-Auto auszusteigen und zur Konkurrenz zu marschieren.

Hier müssen wir leider etwas warten, bis der Papierkram erledigt werden kann. Es zahlt sich dabei bereits aus, zwei weitere Erwachsene als Betreuungspersonen dabei zu haben, da es hier eine nette Spielecke gibt.

Wir erhalten unser bei der Klein Windhoek Schlachterei bestelltes und hierher geliefertes Fleisch (wir wussten im Vorfeld nicht, ob und was wir auf Krumhuk bekommen würden) und bezahlen dieses in bar.

Dann gehen wir zur Übergabe und Einweisung in die Fahrzeuge in die Halle. Das Licht ist für eine Prüfung ziemlich suboptimal. Zudem gibt es eine ganze Reihe von offenen Punkten, die bei erster Prüfung nicht in Ordnung sind.. Beim Bushcamper geht der Kühlschrank nicht rein - es wird ein neuer Griff montiert, das Problem ist dadurch aber nur zu 80% gelöst und es erfordert weiterhin viel Kraft und Beiseiteschieben des Dichtungsgummis, um ihn rein oder raus zu bekommen. Eine Decke fehlte. Beim Ford Ranger meiner Eltern war der Wassertank noch leer, ein Reifen hatte zu wenig Luft, das Kabel des Kompressors war kaputt..

Unser Aufbau ist sehr abgewohnt. Die Schlösser wurden wohl xmal getauscht. An unserem Schlüsselbund sind 20 (!) verschiedene Schlüssel, teilweise farblich codiert, teilweise ohne jede Markierung. Es ist also vor allem zu Beginn ein ewiges rumprobieren.. Warum man hier nicht die Schlösser einheitlich tauscht, weiß der Geier. Als wir das später bei Bushlore erzählten, wurde dort nur gelacht und man wollte es uns nicht glauben..

Der Aufbau ist - gerade etwa auch im Vergleich zur älteren Bushcamper-Version (für 2 Personen) von Savanna nicht wirklich durchdacht. Der Raum wird definitiv nicht gut genutzt, es gibt viel zu viel Kram, den man nicht braucht (und von dem wir einen Teil da lassen). Selbst der einweisende Mitarbeiter hat Probleme, alles hinten drin unterzubringen (und das alles ohne jedes Gepäck/Vorräte). Retrospektiv waren wir hier auch immer noch zu wenig streng. Man hätte noch etliches mehr an Zeug, das man nicht braucht, da lassen können und dafür einiges, was sinnvoll gewesen wäre (etwas mehr Teller/Schüsseln als nur 3, eine größere Schüssel für Salat oder Boxen für Lebensmittel) stattdessen mitnehmen..

Beim Ford Ranger kann man nicht an den Kühlschrank gelangen oder das Display ablesen, ohne ins Canopy zu klettern. Den Deckel des Kühlschranks kann man aber auch dann nur zu 30/40% öffnen, da er sonst an der Decke anstößt.. Man hat also nicht einmal die Chance, bis auf den Boden des Kühlschranks zu sehen oder ihn dort sauber zu machen..

Die Reifen waren leider auch etwas grenzwertig für “offroad”..


(wirklich viele (taugliche) Bilder von der Übergabe gibt es nicht - da Auto wird später ab und an zu sehen sein)

Alles in allem schon viel zum Meckern, dafür ist der Preis echt in Ordnung gewesen. Ob wir nach diesen Erfahrungen (am Ende nochmal mehr Fazit) nochmal bei Savanna mieten würden, weiß ich nicht - allenfalls wenn der Preis erneut sehr attraktiv wäre.

Nach der anstrengenden und zeitraubenden Übergabe (allein für Einweisung und Reparaturen über 2 Stunden) ging es zum Essen ins CorkNFork neben der Mearua Mall (sehr zu empfehlen). Dann gehen wir zum Einkaufen zum Superspar, nur um festzustellen, dass es hier zwar viele deutsche Produkte zu absurden Preisen gibt, die Auswahl ansonsten - verglichen mit anderen Märkten - aber ziemlich unterdurchschnittlich ist (man wird ja mit der Zeit schlauer - weitere Einkäufe in Windhoek erledigten wir daher direkt in der Mearua oder in der Grove Mall - um viele Welten besser). Eigentlich wussten wir um die durchwachsene Auswahl bereits aus vorherigen Besuchen, weshalb wir wieder dort hingingen und nicht nach nebenan, weiß ich nicht mehr.

Wein/Bier/Savanna hatten wir bereits zuvor beim Embassy Bottle Store vorbestellt. Die Lieferung war schon am Vortag durch meine Eltern abgeholt worden als erste Amtshandlung nach der Ankunft in Namibia (damit es heute an einem Samstag nicht zu stressig wird).

Am Auto stellten wir fest, dass der Ford Ranger schon wieder Luft verlor.. Wir fuhren daher zurück nach Krumhuk, meine Eltern drehten nochmal eine Runde zu Savanna, wo glücklicherweise trotz vorgerückter Stunde (ca. 17:00 Uhr an einem Samstag) noch jemand vor Ort war und den Reifen wechselte.

Unser Hilux Bushcamper fuhr sich im Vergleich zum Bushlore Hilux (eine Generation jünger, deutlich bessere Reifen, kein so hoher Aufbau, noch nicht 140.000km gelaufen..) signifikant schlechter. Schwammig, kaum Druck beim Gas geben.. Wir hatten schon Sorge, es würde irgendetwas nicht stimmen. So wirklich genau konnten wir es aber nicht einengen, weshalb wir nichts unternahmen. Das Auto hielt auch ohne Probleme die drei Wochen durch, zu 100% wohl fühlt man sich damit aber nicht immer, je nach Situation.

Als wir alle endlich wieder auf Krumhuk waren, gab es kaltes Abendessen (mit leckerem Krumhuk-Brot) und wir begannen den Versuch, alles Gepäck zu sortieren und in unseren Bushcamper unterzubringen. Wir hatten bereits geplant, einen Teil unseres Gepäcks auf Krumhuk zu lassen (etliches würden wir in den kommenden 3 Wochen nicht benötigen) und mussten auch insoweit sortieren.

Leider fing es genau nach dem Abendessen an zu Gewittern und es schüttete so ausgiebig, wie wir es bisher in Namibia noch nicht erlebt hatten. Wir waren daher gezwungen, alles, was wir draußen zum Sortieren verteilt hatten, schnell wieder ins Haus zu schleppen (und zwischendrin die Kinder ins Bett zu bringen).. Auch hier zahlte es sich wieder Haus, mehr Personen dabei zu haben, weil das Retten alles Sachen deutlich schneller ging.

Danach sortierten wir im Schein der Stirnlampen noch länger weiter, schließlich musste unser Cottage am nächsten Tag um 10:00 Uhr geräumt und dann alles Gepäck an seinem Platz sein..

Wir hatten ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass alles soo langwierig und anstrengend werden würde und waren davon ausgegangen, dass man innerhalb eines Tages stressfrei Auto abgeben, neues Auto holen, Einkaufen und Einräumen kann - schließlich hatten wir schon öfters Campingfahrzeuge übernommen mit anschließendem Einkauf etc.. Hier sieht man mal wieder, wie wichtig es ist, zum Start einer Campingreise genug Zeit einzuplanen. Rückblickend wäre ein weiterer Tag in Krumhuk wohl deutlich stressfreier gewesen (oder der Verzicht auf ein leckeres Mittagessen in Windhoek - das war aber unser Ersatz dafür, dass wir außerhalb wohnten und daher Abends nicht Essen gehen konnten).
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Themenstarter925 Beiträge · seit 201618. Mai 2025 · #3
Tag 31 24.03.2024 Bagatelle Kalahari

Der heutige Tag war in mehrfacher Hinsicht ein besonderer Tag. Wir brachen heute nicht nur zu unserer ersten Camping-Erfahrung mit Kindern auf, sondern es war zudem der Geburtstag meiner Frau. Auch hier hatten wir natürlich überlegt, ob wir die Routenplanung nicht besser gestalten könnten, um zu einem entspannteren Geburtstag zu gelangen, aber die wirklich perfekte Lösung fiel uns nicht ein.

Wir standen extra früh auf, um noch vor dem Frühstück (dessen Dauer aufgrund der wechselhaften Mitarbeiter nicht verlässlich planbar war) weiter aufzuräumen bzw. zu packen. Alles Gepäck, dass wir da lassen wollten (sehr praktisch wenn man mehrfach am selben Ort nächtigt), fuhren wir zum Haupthaus und luden es dort ab: die große 45l Kühlbox, Kraxe, Reisebett und eine Reisetasche voll mit anderem Kram, den wir voraussichtlich nicht brauchen würden (u.a. auch nochmal diverses Zeug aus unserem Bushcamper bzw. Sachen, die wir mit 2 Fahrzeugen doppelt hatten, wie Teekessel, Eierbehälter o. Thermoskanne).


(das ist nur der Teil des Gepäcks, der da bleiben sollte..)

Ich hatte im Vorfeld extra angefragt, ob es möglich wäre, einen Geburtstagskuchen vorzubestellen (nachdem Krumhuk am Wochenende ein beliebtes Kuchen-Ausflugsziel ist), was mir bestätigt wurde - sogar die Anforderungen hatten wir besprochen. Tatsächlich war er aber wohl vergessen worden. Denn während wir normal frühstückten, sahen wir durch das Küchenfenster wie der Koch gerade damit beschäftigt war, den Kuchen zu backen.. Irgendwann kam auch eine Mitarbeiterin und teilte uns kleinlaut mit, dass der Kuchen noch etwas dauern würde. Angesichts der vorgerückten Stunde entschieden wir, das Frühstück zu beenden, alles fertig zu machen u. auszuchecken und dann nochmal in Ruhe Kuchen zu essen.

Ich ging derweil schonmal in den Farm Shop, um unsere Bestellung von Gestern zu holen. Natürlich wusste dort niemand etwas davon und es wurde nichts gesammelt oder reserviert. Auch hier bemühte man sich aber redlich und machte sich sofort auf, alles was möglich war, noch zu beschaffen. Dieser Aufwand rentierte sich auch definitiv. Die Produkte waren extrem gut und hochwertig. Das Brot ist auch nach einer Woche noch gut und lecker (nur natürlich bei der trockenen Hitze ausgetrocknet). Auberginen, Paprika und Tomaten waren frisch geerntet, zudem gab es noch Joghurt, Salami, geräucherten Wildschinken, Droewoors und Bacon.

Gegen 10:30 Uhr ist der Kuchen schließlich fertig und man hat sich echt Mühe gegeben und uns nochmal einen schönen Tisch im Garten gedeckt sowie nochmal Kaffee aufgesetzt. Leider schmeckte der Kuchen nicht ganz lege artis.. Vielleicht war Salz und Zucker verwechselt worden? Außerdem war er viel zu riesig für uns 6. Aufgrund des durchwachsenen Geschmacks mussten wir leider auch das Angebot, ihn einzupacken, ablehnen..

Tatsächlich los kamen wir dann erst gegen 11:30 Uhr..

Fazit Krumhuk:

Auch wenn es sich ein wenig so anhört, als wäre es ein reiner Chaos-Laden, würden wir jederzeit wieder hier hin und fanden es insgesamt sehr toll dort. Preisleistungsverhältnis ist für die Unterkünfte top. Das Essen ist sehr gut. Es gibt für Kinder viel zu tun und zu entdecken (Tiere, Schaukel etc.), die Aussicht ist toll, die Häuser sind gut ausgestattet (sogar mit Waschmaschine (!)) und sehr sauber. Das einzige Manko ist die Organisationsstruktur dahinter, die zwar angenehm unhierarchisch und basisdemokratisch organisiert ist, aber eben auch eine etwas aufwändigere Kommunikation oder klarere Zuständigkeiten bräuchte. So ist man als Kurzzeitgast (es gibt neben Praktikanten und sonstigen Helfern auch scheinbar nicht wenige Leute, die mehrere Wochen o. Monate hier wohnen) manchmal etwas verloren.

Die Fahrt auf der B1 bis Höhe Kalkrand war unspektakulär. Hier biegen wir nach links auf Gravel ab. Die Strecke ist sehr schön, schon bald sieht man die ersten Dünen der Kalahari. Aber auch hier ist es extrem trocken (während es um Windhoek doch deutlich grüner war als in anderen Teilen Namibias). Bereits auf der Fahrt sehen wir diverse Tiere auf Farmen entlang der Straße.



Auf Bagatelle angekommen werden wir mit Begrüßungsdrink willkommen geheißen und man zeigt uns den Rezeptionsbereich, Restaurant, Bar und Pool. Alles kann gleichermaßen von Campern und Lodgegästen benutzt werden, heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Wir erhalten die Gruppen-Campsite ganz am Ende der Campsites. Hier haben wir einen Riesenplatz für uns und für jedes Geschlecht gleich mehrere Duschen und Toiletten.. Zudem sind wir gute hundert Meter vom nächstem Camper entfernt.

Wir bauen unser Camp auf. Wir hatten extra (noch in Südafrika) eine größere Plane gekauft, die wir als Unterlage verwenden wollten, damit K2 sich wenigstens irgendwo bewegen kann, ohne immer im Sand sitzen zu müssen. Wir legten es unter den Tisch und es hielt trotz Wind sehr gut und erfüllte seinen Zweck immer wieder. Für Tisch und Hängematte gab es einen schönen Baum.

Kaum hatten wir Tisch und Stühle aufgebaut und uns für ein kühles Getränk niedergelassen, gab mein Stuhl ein reißendes Geräusch von sich und ich saß auf dem Hintern.. Da nur an der Rezeption Empfang war, fuhren meine Frau, K2 und ich nochmal die ca. 2 Kilometer zur Rezeption für die Abstimmung mit Savanna, ein bisschen Pause und ein weiteres Stück Kuchen zum Geburtstag. Savanna teilte uns mit, dass wir einfach einen neuen Stuhl kaufen sollten. Den alten sollten wir aber bitte nicht wegwerfen, sondern wieder mitbringen, um zu prüfen, ob er repariert werden kann (sehr zweifelhaft, aber TiA..). Das bedeutete aber auch, ein weiteres großes Trumm in unserem beengten Ladebereich für die nächsten 3 Wochen.





Der Abend wird sehr schön, leider zeigt sich hier gleich ein immer wiederkehrendes Problem: wie bringt man Kochen, Essen, Abspülen, Kinder ins Bett bringen und den Wunsch, im schönsten Abendlicht die Gegend zu Fotografieren, sinnvoll zusammen. Wir hatten insoweit noch keinen Plan entwickelt oder uns Gedanken gemacht (ohne Kinder gab es das Problem ja nicht in dem Maße). So geschah es nun, dass wir gemütlich beim Abendessen saßen, als rund um uns wunderbarstes Licht mit tiefstehenden Wolken war.. Daher leider nur ein paar Schnappschüsse, um die Höflichkeit nicht überzustrapazieren 🙂

(Ich bitte an dieser Stelle zu entschuldigen, dass es bisher fast keine "Behind The Scenes" Fotos o. Fotos von Campsite, Ausrüstung etc. gibt - da gibt es irgendwie sehr wenig Fotos ohne jemand von uns gut erkennbar mit drauf..)
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Themenstarter925 Beiträge · seit 201618. Mai 2025 · #4
Tag 32 25.03.2024 Bagatelle Kalahari

Die erste Nacht war wohl für alle in Ordnung. Auch die Kinder schliefen ihre erste Nacht im Camper gut.

An dieser Stelle sind vielleicht ein paar Zeilen zur Schlafsituation im Savanna Familiencamper sinnvoll (ähnliche Modelle gibt es inzwischen auch bei Bushlore u. evtl. auch bei anderen). Es gibt das “normale” aus den “normalen” Bushcampern bekannte Bett oben unter dem Aufstelldach. Zusätzlich gibt es unten ein weiteres Bett ebenfalls längs zur Fahrtrichtung, für das ein Teil der Außenwand nach Außen geklappt wird, mit einem Bügel und Drähten stabilisiert wird und dann mit einer Plane überzogen wird. Klappt in Auf- und Abbau ganz gut. Das einzige Problem ist, dass es keine Lagermöglichkeit bzw. kein sinnvolles Konzept bzgl. der Matratze und Bettzeug für das untere Bett gibt. Sie ist nicht einmal so eingeschnitten, dass man sie irgendwie knicken könnte, sondern muss jedes mal halb zusammengerollt (so gut wie das bei Matratzen nunmal geht) untergebracht werden. Aufgeklappt ist der Platz für 2 kleine Kinder oder einen Erwachsenen u. ein Kind ausreichend. Ich schlief mit K1 oben, meine Frau mit K2 unten. Als Rausfallschutz haben wir, solange wir selbst noch nicht im Bett waren, beim oberen Bett den hochklappbaren Fußbereich (der Teil, der hochklappbar ist, damit man besser stehen kann) hochgeklappt. Sobald ich auch im Bett war, wurde K1 bis ans obere Ende des Bettes gezogen und ich schlief diagonal als Barriere. Das erforderte manchmal nächtliche Korrekturen, war aber in Summe wohl hinreichend sicher. Bei K2 war die Fallhöhe natürlich deutlich niedriger, so dass hier eine einfache Blockade mit Decken/Kisse ausreichte und beim späteren Schlafen immer ein Erwachsener im Weg lag.

Dass das nicht immer ausreicht und der Aufbau noch in ungeahnter Richtung Tücken aufweisen würde, mussten wir zu einem späteren Zeitpunkt feststellen: Nach außen hin wird, wie geschildert, eine Plane über den herausstehenden Teil gezogen. Diese wird mit einem Gummizug an zwei Haken festgezurrt. Leider hat wohl niemand bedacht, dass bei zu punktueller Belastung durch zu kleine Personen (vulgo: Kleinkinder) der Abstand zwischen diesen Haken deutlich zu groß ist. Eines Morgens hatte K2 offenbar am Rand geschlafen und war plötzlich zwischen Plane und Klappe einfach durchgerutscht, so dass sie mit den Beinen draußen hing.. Wir konnten das Problem für die Zukunft umgehen, in dem wir den Gummizug etwas anders (straffer) befestigten, als laut Savanna vorgesehen und haben Savanna natürlich über das Risiko informiert bei Rückgabe, wirklich interessiert hat das offenbar (wie so vieles andere) aber nicht..

Wir frühstücken ausgiebigst mit Rührei, Bacon, gebratenen Pilzen und Tomaten und leckerem Brot. Dann widmen wir uns der weiteren Gepäck-Optimierung und entspannen in der Hängematte. K2 hält Mittagsschlaf, K1 ist froh das Opa da ist und er mit dem Spaten Löcher in den Sand buddeln kann. Nachmittags fahren wir gemeinsam Richtung Haupthaus für einen Besuch am Pool (wenn man schonmal einen hat und es warm ist), gönnen uns ein kaltes Getränk und besuchen den Souvenirshop.

Ein stattlicher Kudu-Weibchen marschiert ungeniert durch den Barberich und am Pool vorbei.



Am Abend wird das erste Mal gegrillt (hier hat es sich sehr bewährt, fürs Marinieren Plastiktüten und Klippverschlüsse mitzunehmen - passt in jede Kühlbox, kann schön massiert und am Ende entsorgt werden).



Es kommt immer stärkerer Wind auf und es scheint ein Gewitter aufzuziehen.



Als wir uns zum Essen setzen wollen, fängt der Wind an, Sand mitzutragen. Wir beschließen daher umzuziehen und tragen den Tisch in den riesigen, nach vorne offenen Spülbereich unserer Riesen-Campsite. Leider passiert uns hierbei ein Malheur. Die Beine des Tisches hatten sich beim Tragen offenbar leicht gelockert, kurz nach dem Abstellen knickt er ein und alles landet auf dem Boden.. Wenigstens gefliest und nicht sandig..

Regnen tut es nicht, dafür gibt es einen spektakulären Sonnenuntergang (zum Glück sind wir rechtzeitig ein paar Minuten vorher mit dem Essen fertig geworden).





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Themenstarter925 Beiträge · seit 201618. Mai 2025 · #5
Tag 33 26.03.2024 Namibrand NR - Jupiter CS

Heute bemühen wir uns, morgens etwas schneller zu sein und frühstücken weniger ausgiebig. Dennoch dauert es etwas, bis alles wieder verstaut und an seinem Platz ist. Hier merkt man noch die Eingewöhnungsphase.

Kurz nach dem Checkout, noch auf Farmgelände, sehen wir eine Gruppe Erdmännchen. Ich wusste zwar, dass es sie theoretisch hier gibt, hatte aber nicht damit gerechnet, sie tatsächlich zu sehen. Für meine Eltern war es die einzige realistische Möglichkeit gewesen, auf ihrer Route überhaupt Erdmännchen zu sehen.

Sie ließen sich fotografieren, ohne von uns Notiz zu nehmen und gingen ihrer Dinge nach.







Dann mussten wir irgendwann doch weiter, hatten wir heute doch eine nicht unerhebliche Etappe vor uns (die wir bei geeigneter Möglichkeit für einen Zwischenstop auch unterbrochen hätten).

Fazit Bagatelle:

Wir können dir normalen Campsites nicht beurteilen, da wir nur unsere Riesen-Campsite näher begutachtet hatten. Die anderen Campsites sind etwas enger beisammen, aber immer noch mit gutem Abstand. Alles ist sehr organisiert und es macht alles einen sehr durchdachten Eindruck. Bisweilen wirkt es im Hauptbereich etwas trubelig, das mag aber auch an unseren fehlenden Erfahrungen mit größeren Unterkünften liegen. Es ging jedenfalls durchwegs gesittet zu. Aktivitäten hatten wir erwogen, aber letztlich nicht durchgeführt, da wir nicht wussten, wie gut das mit den Kleinen klappt und wir daher für eine Sundowner-Fahrt nicht so viel Geld ausgeben wollten. Die Dünen-Chalets sind natürlich bekannt und sicher traumhaft. Aber auch für Camper ist es hier nicht ohne Grund ein sehr beliebter erster Stop.

Wir fuhren nach Mariental und dort zum Agra, um einen neuen Campingstuhl zu kaufen, meine Eltern fuhren zum Superspar, um nach den Dingen unserer Einkaufsliste, die wir beim Superspar in Windhoek und auf Krumhuk nicht bekommen hatten oder von denen wir feststellten, dass wir sie vergessen/falsch dimensioniert hatten, zu suchen.

Es folgte eine langweilige Teerstraße bis nach Maltahöhe, wo wir nochmals auftankten. Dann ging es über den Zarishoogte Pass weiter. Die Landschaft ist sehr spektakulär, die Bewölkung, die auf Regen hoffen lässt, unterstreicht das nochmal. Kurz tröpfelt es für ein paar Minuten. Leider ist Anhalten für uns an dieser Stelle schwierig, weil K2 endlich eingeschlafen ist und wir befürchten, sie würde bei einem zu langen Stop aufwachen.







Insgesamt zieht sich die Strecke irgendwann doch. Dann sind wir endlich am richtigen Abzweig. Es geht bis zur Rezeption und von dort nochmals einige Kilometer bis zu unserer Campsite. Die liegt wirklich traumhaft. Inmitten von Dünen mit tollem Fernblick in die Weite der Namib. Es gibt eine toll gestaltete Aufenthaltsplattform mit Dusche, WC, Waschbecken und Platz für Tisch/Stühle, der über Planen vor Sonne und/oder Wind geschützt werden kann. Die Campsite ist absurd teuer - für 2 Personen + Auto über 100€ pro Nacht - aber definitiv in ihrer Art einmalig. Auch Koiimasis oder Namtib haben tolle Campsites am Rand der Namib. Das hier ist aber, was Ausstattung und vor allem auch Umgebung angeht, nochmal ein anderes Level. Ich hätte nicht gedacht, dass man etwa die Campsite auf Namtib nochmals toppen könnte.







Heute sind wir was die Abendplanung angeht schlauer. Wir kochen schnell Nudeln mit Sauce, so dass wir fertig sind, bevor das beste Licht beginnt und begeben uns dann alle gemeinsam auf die Dünen hinter unserer Campsite zum Sonnenuntergang.

Man kann sich fast nicht satt sehen. Egal in welche Richtung man schaut, bietet sich eine einmalige Aussicht. Als Fotograf hat man es hier wirklich super schwer.. Ich liebe es ja, im tollen Licht herumzuspringen und immer wieder neue Ecken und Perspektiven abzulichten.










(hier sieht man die Lage der Campsite)



Auch hier sieht man aber mal wieder - blauer Himmel allein ist bei weitem nicht so toll, wie Wolken am Himmel. Insoweit haben wir heute großes Glück und erleben einen traumhaften Sonnenuntergang.





Auch die Kinder sind im Himmel. K2 hat Sand für sich entdeckt und ist gar nicht mehr davon abzuhalten, sich im Sand zu wälzen und mit dem Sand zu spielen - ein Glück, dass sie sich in einem so riesigen Sandkasten befindet und auch die nächste Zeit noch genug Gelegenheit haben wir, ihrer neuen Liebe zu Sand nachzugehen.







Nachdem die Sonne untergegangen war, mussten wir leider zurück, ohne die blaue Stunde genießen zu können. Die Kinder mussten nicht nur ins Bett gebracht werden, sondern zuerst auch noch entsandet und abgeduscht..



Anschließend wird kurz ein Astrofotografie-Versuch unternommen, der bereits aufgehende Mond verleidet jedoch den Spaß. Ein Kapfuchs schaut kurz vorbei und lässt sich nicht stören.
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Themenstarter925 Beiträge · seit 201618. Mai 2025 · #6
Tag 34 27.03.2024 Namibrand NR

Der Versuch, früher aufzustehen für den Sonnenaufgang, misslingt. Dafür haben wir halbwegs ausgeschlafen.







Nach dem Frühstück überlegen wir ob und wann am besten wir den 4x4 Rundkurs durch das Reserve in Angriff nehmen wollen, können uns aber nicht einigen und verschieben es zunächst auf Nachmittag.

Insgesamt ist es heute sehr heiß. Wir sind sehr dankbar für das Schatten spendende Dach. Aber die Hitze und das Rumsitzen machen auch ein wenig lethargisch. Zum Aufstehen und rumfahren hat irgendwann niemand mehr so richtig Lust. Wir beschließen daher, auf den Drive zu verzichten.





Am Abend werfen wir - natürlich rechtzeitig - den Grill an.



Dann geht es wieder in die Dünen zum Sonnenuntergang.









Dieser fällt heute etwas weniger spektakulär aus als Gestern (eine wichtige Erinnerung daran, keine Chance auf Tagesrandzeiten ungenutzt zu lassen), ist aber dennoch traumhaft.







Auch heute lassen sich die Kinder nicht davon abbringen, sich im Sand zu wälzen und zu kugeln.







Nachdem die Kinder im Bett sind (heute klappte es etwas schneller) geht es rasch ans weitere Fotografieren, ehe der aufgehende Mond alles überstrahlt.







(Kurze Foto-Anmerkung/Disclaimer: Eigentlich hatte ich in der Vergangenheit durchaus einen höheren Anspruch an Astrofotografie und könnte es wohl auch auf anderem Niveau ausführen, d.h. mit mehreren Aufnahmen zur Rauschreduzierung, Fokus-Stacking etc.. Aber bei begrenztem Zeit- und Aufmerksamkeitsbudget sowohl vor Ort als auch Zuhause muss es halt quick & dirty gehen (zudem sind die meisten Astro-Fotos dann doch irgendwie zu kitschig, um sie sich groß irgendwo hinzuhängen). Daher sind alle Astro-Fotos im Bericht nur aus einer Aufnahme und nur in Lightroom bearbeitet und mehr als Erinnerung/fürs Fotobuch etc. gedacht als für den großen fotografischen Pixelpeeper-Anspruch).

Auch heute erhalten wir beim Genießen der Abendkühle wieder Besuch.

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132 Beiträge · seit 202319. Mai 2025 · #7
Hallo Fidel,

du legst ja ein Tempo vor 🤩 Nachdem ich mit Teil 1 fertig bin, lese ich erstmal hier weiter, da diese Region für uns aktuell interessanter ist 🙂 Wenn ich Zeit habe, werde ich aber auch Teil 2 nachholen, ich finde deinen Schreibstil sehr angenehm, nicht zu lang, nicht zu kurz, sehr informativ - Danke!

Liebe Grüße
Johanna
Themenstarter925 Beiträge · seit 201620. Mai 2025 · #9
Tag 35 28.03.2024 Sesriem Campsite

Heute morgen gelingt es mir endlich einmal (a) rechtzeitig aufzuwachen, (b) alles parat zu haben und (c) mich herausschleichen zu können, um den Sonnenaufgang fotografieren zu können.







Auch dieser ist natürlich traumhaft. Im Alltag nimmt man sich leider viel zu selten Zeit, um die Schönheit von Sonnenauf- und Untergängen zu genießen.. Warum man dafür immer erst viele Tausend Kilometer reisen muss?











Fazit Namibrand NR:

Die Campsites sind pervers teuer und oft ausgebucht. Sie sind aber definitiv in ihrer Art einmalig. Das Namibrand NR gehört meines Erachtens zu den schönsten Plätzen dieser Erde. Die Leere und Weite, Dünen und Berge sowie die Fauna machen es zu etwas sehr besonderem. Als Nicht-Camper kann man hier das Farmhaus zu verhältnismäßig fairen Konditionen mieten oder nach Wolvedans gehen (nicht günstig, aber wohl in den letzten Jahren mit nicht immer perfektem Preisleistungsverhältnis). Die letzte Variante ist die Teilnahme am Tok-Tokie-Trail, einer geführten full-catered Wanderung, die wir uns natürlich auch sehr gut einmal vorstellen könnten, wenn auch hier das heftige Preisschild und die Vorbuchungszeiten nicht so ins Gewicht fallen würden..

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Sesriem. Die Straße dorthin, die wir aus dieser Richtung noch nicht kennen, ist überaus attraktiv. Immer wieder hat man tolle Fernblicke in Richtung Namib.



Fast stoßen wir mit einem Oryx zusammen, das plötzlich hinter einem Busch hervorspringt..







Gegen Mittag kommen wir in Sesriem an. Mann, ist das hier trubelig! Wir sind bereits das 98. Fahrzeug, dass sich an diesem Tag am Gate einträgt. Wir fahren gleich zur Campsite und erhalten eine Campsite eher am Rand. Zwar nicht mit Blick auf die Weite, aber immerhin ausreichend groß und mit einem großen schattigen Baum. Die Bäume waren letztlich auch der ausschlaggebende Grund, weshalb wir die staatliche NWR-Campsite wählten. Wir mögen die Stellplätze hier eigentlich sehr, auf den anderen Campsites ist man sehr “mitten im Nichts”. Da helfen auch keine Private Ablutions.

Auch heute ist es wieder sehr heiß. Nach dem Mittagessen gehen wir kurz zum Pool, der aber schon fast am Rande der Überfüllung ist. Für eine Abkühlung reicht es jedoch.

Erneut gibt es ein frühes Abendessen, dann fahren wir noch zur Elim-Düne. Hier haben wir einige tolle Erinnerungen und einige meiner absoluten Lieblingsfotos aus Namibia sind hier entstanden. Die Zufahrtsstraße ist deutlich größer ausgebaut inzwischen, zudem gibt es einen richtigen Parkplatz, der halbvoll ist. So wirklich leer ist es hier in der Gegend nirgendwo.

Wir stapfen die Düne hinauf, soweit es zeitlich sinnvoll ist. Es bieten sich uns zahlreiche tolle Ausblicke. Rückblickend meine ich, dass wir bei unserem ersten Besuch 8 Jahre zuvor lang nicht soweit hinaufgelaufen waren - dafür waren wir aber auch die einzigen Besucher vor Ort gewesen.









Auch die Kinder haben natürlich wieder ihren Spaß.











Am Abend ist es trotz vollem Platz und relativ viel Leuten außenrum verhältnismäßig ruhig. Wir diskutieren, ob wir die letzten Kilometer ins Sossusvlei selber fahren wollen oder nicht. Ich war eigentlich davon ausgegangen, werde aber dann mit dem Argument vermeidbare Risiken mit kleinen Kindern überstimmt. Hinterher räumte mein Vater jedoch ein, dass er eigentlich doch auch lieber selber gefahren wäre..
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Themenstarter925 Beiträge · seit 201620. Mai 2025 · #10
Tag 36 29.03.2024 Sesriem Campsite

Der Wecker ist auf 06:00 Uhr gestellt, das ist auch die Uhrzeit der aktuellen Gate-Öffnung. Bereits vorher wurden wir durch andere Camper geweckt. Im Morgengrauen fahren wir los, ab und an werden wir von anderen Fahrzeugen überholt.



Am 2x4-Parkplatz hätten wir gleich auf ein bereits abfahrendes Shuttle aufspringen können - leider musste K2 erstmal gewickelt werden..

Die Fahrt mit dem Shuttle ist gewohnt rumpelig, zudem aber auch überraschend frisch.

Als wir hinten ankommen, sind zwar bereits eine Handvoll Autos dort, aber es ist verhältnismäßig wenig los.









Wir gehen links am Grat von Big Daddy entlang und dann den Grat entlang, bis wir keine Lust mehr haben und ins Deadvlei herunterrennen. Für den Aufstieg auf den Gipfel fehlen uns Kraxe und Elan. Aber auch so bieten sich tolle Ausblicke in die Dünenlandschaft.











Unten im Deadvlei gibt es noch ein wenig Schatten, ehe dieser auch schwindet und wir vor der nahenden Sonne fliehen und wieder zurück zum Shuttle gehen.







Das Shuttle zurück brauchte gefühlt ewig. Wir hatten zunächst geplant vor Ort zu frühstücken, dafür war es uns aber viel zu rummelig. Also müssen es ein paar Kekse tun und wir brunchen dafür gemütlich auf der Campsite. Beim Parkplatz von Düne 45 hätte es wohl ruhigere Schattenplätze gegeben.


(unser Stellplatz)

Am Nachmittag beseitigen wir einen weiteren weißen Flecken auf unserer Namibia-Karte und besuchen den Sesriem Canyon. Eigentlich ist es viel zu heiß, um etwas zu unternehmen, aber hier unten gibt es ein paar kühlere Ecken. Ich muss sagen, ich war doch positiv überrascht und hätte es mir deutlich unspektakulärer vorgestellt.





Dann holen wir uns etwas Kühles zu Trinken und ein Eis an der Engen Tankstelle. Anschließend geht es nochmals zum Pool und auf einen kleinen Spaziergang, zum NWR-Office, um die Permits für unsere beiden nächsten Nächte im Namib-Naukluft NP zu besorgen. Dann wird der Grill vorbereitet.



Wir hatten kurz erwogen, zum Abendessen nach nebenan zur Sossusvlei Lodge zu gehen (was nach Rückfrage auch ohne Probleme spontan gegangen wäre), uns dann aber wegen des späten Beginns des Essens und damit unklarer Heimkehr/Zubettgeh-Zeit dagegen entschieden.
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Themenstarter925 Beiträge · seit 201620. Mai 2025 · #11
Tag 37 30.03.2024 Mirabib

Heute verlassen wir Sesriem bereits wieder. Wir hatten im Vorfeld lange überlegt, ob wir 3 oder 2 Nächte hier bleiben wollen, da es doch einiges zu sehen gibt oder man bei mehr Zeit die Möglichkeit hätte, auch mal zu anderen Tageszeiten ins Sossusvlei oder eine der näheren Dünen zu fahren. Zudem war zunächst die Überlegung auf dem Plan, meiner Frau (und mir..) einen Flug über das Sossusvlei bis zur Küste zum Geburtstag zu schenken, was natürlich auch Zeit gekostet hätte. Von diesem Plan hatten wir dann aber Abstand genommen, weil wir uns nicht sicher waren, wie die Kinder reagieren würden, wenn wir sie alleine mit Oma und Opa am Boden zurücklassen würden (normal kein Problem, aber nach doch längerer Trennung und in ungewohnter Umgebung doch etwas schwerer kalkulierbar). Insgesamt “reichen” 2 Tage sicher aus, entspannter wäre es sicher mit einer Nacht mehr. Hiergegen spricht aber natürlich auch, dass es rund um Sesriem doch extrem trubelig ist und man, egal wo, auf zig andere Touristen trifft. Ausschlaggebend war letztlich für uns, dass wir bei An- noch bei Abfahrt verhältnismäßig kurze Etappen hatten. Rückblickend dürften die 2 Nächte doch die richtige Entscheidung gewesen sein.

Fazit Sesriem Campsite

An der Wahl der richtigen Campsite in Sesriem scheiden sich die Geister. Die NWR-Campsite ist die teuerste, m.E. aber auch die attraktivste. Die Campsites sind i.d.R. ähnlich weit oder weiter auseinander als bei Oshana oder Sossus Oasis. Es gibt, anders als bei der Konkurrenz, tolle Schattenbäume. Hauptvorteil für manche (für uns nicht so sehr) ist natürlich noch die frühere Startzeit am Morgen. Wir haben uns natürlich (aber nur aus der Ferne) vor Ort die Alternativen angeschaut und fühlten uns in unserer Entscheidung bestätigt. Die Sossus Oasis Campsite liegt irgendwo mitten drin, gefühlt direkt an der C27, ein riesiger, staubiger Platz. Die Oshana Campsite liegt sehr schön und ich vermute, dass man eine ganz nette Aussicht haben kann (so schön, wir früher auf der Sesriem Campsite, bevor Dead Valley Lodge und Oshana die Aussicht gen Norden/Nordwesten verbauten..). Sie hat aber auch den Charme einer Tankstelle und ist u.E. auch nur ein großer, staubiger Platz. Obwohl die Sesriem Campsite relativ ausgebucht wirkte, war es - mit Ausnahme des unvermeidbaren Verkehrs am frühen Morgen - nie laut und die Ablutions boten wenig Grund zur Beschwerde.

Nach dem Start fuhren wir zunächst nochmal zur Engen Tankstelle, diesmal nicht zum Eis kaufen, sondern zum Tanken. Hier dauerte das Tanken bei unserem Fahrzeug jedoch ewig und ging immer nur (gefühlt) Milliliterweise, immer wieder quoll ein Schwall aus dem Tankdeckel.. Vermutlich hatte sich im Inneren ein Vakuum aufgebaut, weil der Tankwart anfangs zu schnell getankt hatte. Auffällig war auch, dass nach unseren Berechnungen der Verbrauch ab jetzt unter Berücksichtigung dieses Tankvorgangs immer auffällig hoch war (15-20l/100km). Wir hatten das beobachtet und gemeldet, ob tatsächlich was geprüft wurde nach unserer Rückkehr, weiß ich nicht..

In Solitaire hielten wir für Kaffee und Kuchen. Es war verhältnismäßig leer, jedoch war der Verkehr bis dahin deutlich stärker als auf allen bisherigen Strecken. Auch war auffällig, wie aggressiv manche Touristen heizten. Wirklich entspanntes Fahren war auf diesem Abschnitt nicht möglich. Nach Solitaire wurde es etwas besser bzw. der Verkehr geringer. Nachdem die Strecke in der Zeit davor oft Gegenstand kritischer Berichterstattung war, kamen wir in den Genuss einer in weiten Teilen neu angelegten Strecke, die sich sehr gut fahren ließ. Es gab nur recht wenige Abschnitte mit Wellblech.







Am Aussichtspunkt über den Kuiseb machten wir eine kurze Pause (wenn man schon einmal ein Permit in der Tasche hat, muss man solche Abstecher auch nutzen).





Dann ging es weiter Richtung Mirabib. Der Felsen war bereits von weitem in der Ebene zu sehen, gefühlt fuhren wir über eine halbe Stunde auf ihn zu (hier leider mit richtig ekligem Wellblech)



Dann fuhren wir langsam die einzelnen Campsites ab, um uns für die beste zu entscheiden (DAS sind die wirklich schwierigen Dinge beim Campen). Die Nr. 1 gleich zu Beginn gefiel uns sehr gut, bot uns aber für 2 Fahrzeuge zu wenig Platz. Wir fuhren schließlich auf die vorletzte Campsite auf der Rückseite, die massig Schatten unter einem großen Überhang bot.



Der Vermüllungs/Verschmutzungsgrad war deutlich besser als befürchtet, jede Campsite hatte ihr eigenes Plumpsklo in vernünftigem Zustand. Auch eine weitere Sorge erfüllte sich nicht. Da es das Osterwochenende war, hatten wir die Befürchtung, dass zahlreiche Namibier die Gelegenheit zum Campen nutzen würden und es voll und laut sein könnte; wir hatten sogar schon erwogen, den Stop deswegen ganz auszulassen. Tatsächlich war außer uns die ganze Nacht jedoch kein einziger Camper zu sehen.

Da am nächsten Tag Ostern sein würde, machten wir uns ans Ostereier-Färben. Auch ein etwas surreales Gefühl hier im Nirgendwo, aber man will seinen Kindern ja so viel Normalität bieten wie möglich 🙂



Parallel machten wir Feuer und kochten im Potije ein Oryx-Gulasch.









Zum Sonnenuntergang klettern wir auf den Berg - was ich jedem nur dringend empfehlen kann. Wir hatten einen wirklich atemberaubenden Sonnenuntergang mit Blick in gefühlt unendliche Weite - noch dazu vollkommen einsam.























Als es dunkel wurde, machten wir uns wieder an den Abstieg und aßen - zum ersten Mal auf der Tour - im Schein unserer Stirnlampen unser Abendessen.
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Themenstarter925 Beiträge · seit 201622. Mai 2025 · #12
Tag 38 31.03.2024 Blutkuppe

Am heutigen Ostersonntag schlafen alle länger - sogar der Osterhase (wobei es hier auch Zuständigkeitsprobleme gab). Dieser musste sich schließlich ein wenig sputen, um die vorsorglich in Windhoek erworbenen Schokoeier und Hasen sowie die gestern gefärbten Eier zu verstecken, ohne dass jemand Verdacht schöpft. (An dieser Stelle ein kurzer Service-Hinweis: Osterhasen sind für den Transport im Kühlfach nur bedingt geeignet, außer man steckt sie vorher in eine stabile Box. Von unseren 3 Osterhasen überlebte nur einer unzertrümmert bis hierher..).



Nach dem Suchen frühstückten wir gemütlich und brachen langsam gegen 11/12 auf. Wir fuhren zunächst nochmal zur Campsite Nr. 1, um deren schöne Aussicht festzuhalten.



Beim Wiedereinsteigen begrüßte uns leider eine vollkommen explodierte Windel von K2 - in einem Maße explodiert, wie wir es vorher und nachher nie mehr hatten.. Die Details erspare ich lieber mal, es soll ja auch Leser geben, die sich bewusst gegen Kinder entschieden haben. Natürlich am optimalsten Ort zur optimalsten Zeit. Fernab von jeglichem Wasserzugang, Toiletten, oder Müllentsorgung in der Mittagshitze..

Dann fahren wir durch den Namib-Naukluft Park Richtung Norden. Unser heutiges Ziel ist die Blutkuppe oder die Rock Archs, so ganz entschieden haben wir uns noch nicht, auch weil wir nicht ganz einschätzen können was uns erwartet.

Die Fahrt ist landschaftlich sehr reizvoll, bisweilen steht sogar schönes gelbes Gras. Wir sehen immer wieder Tiere (Strauße, Springböcke, Zebras).








(Auch den Osterhasen erwischen wir noch)

Dann nähern wir uns der Blutkuppe. Bei der Anfahrt gibt es mehrere schöne Köcherbäume. Die Blutkuppe selbst verfügt über viele Campsites, die meisten jedoch ohne jeden Schatten. Wir fahren außenrum und in das trockene Flußtal hinein (statt tiefem Sand mal tiefen Kies). Vor allem die letzte Campsite erscheint uns sehr attraktiv, leider ist sie gerade besetzt von Tagesbesuchern. Wir finden etwas weiter zurück im Flussbett eine schöne Campsite, bei der uns eine Felswand etwas Schatten spendet.







Die letzten Reste unserer Bestellung aus der Klein Windhoek Schlachterei werden gegrillt. Während das Feuer brennt, klettere ich zunächst auf den Felsen hinter unserer Campsite. Insgesamt waren am Ende 2 oder 3 Campsites belegt, wobei man hiervon nichts bemerkte.









Dann geht es zum Sonnenuntergang auf die Blutkuppe selbst. Wir versuchen uns an der Identifikation von tierischen Abfällen (die App Tracks & Scats ist sehr informativ, leider gelingt uns dennoch selten eine eindeutige Identifikation - es fehlt unterwegs am Größenmaßstab oder Stöcken, mit denen man in der Losung rumstochern könnte zur Analyse..). Spannend für die Kinder ist es aber natürlich allemal.





Die Aussicht ist wieder einmal traumhaft. Komplett anders als die Nacht davor, aber nicht weniger schön. Allein für das viel bewusstere Genießen von Sonnenuntergängen lohnt sich m.E. Camping bereits.



















Nachdem die Kinder im Bett sind, gehe ich nochmal mit meinem Vater ein Stück auf den Berg hinauf zur Fotografie. Hier hätte man mit etwas mehr Muße durchaus noch mehr rausholen können. So ganz entspannt ist es aber nicht, da ich meinen Vater in die technischen Hintergründe einweihen und vom herumleuchten abhalten muss; zudem sind wir ca. 3-500m von unserer Campsite entfernt und wissen nicht, wer hier nachts so herumläuft (da wir schon zu blöd sind, Scats richtig zu identifizieren). Zudem fehlt einfach etwas die Übung, wenn man das nur 1-2 mal im Jahr im Urlaub macht, und sonst nie zum Fotografieren kommt.. Daher auch wiedermal nur quick&dirty und ohne große Bearbeitung.





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Themenstarter925 Beiträge · seit 201622. Mai 2025 · #14
Tag 39 01.04.2024 Swakopmund

Wir frühstücken und machen uns dann auf den Rückweg Richtung C28. Auf den Trail zu Tinkas und Rock Arch hatten wir weder gestern noch heute noch große Lust. Man muss sich ja noch was aufheben fürs nächste Mal.

Nach einiger Zeit biegen wir ab zum Welwitschia Drive und zur Mondlandschaft - auch das fehlte uns bisher noch in Namibia.









Fazit: ganz interessant und nett anzusehen, aber jetzt nicht überwältigend.

Daraufhin fahren wir nach Goanikontes zum Mittagessen. Das Restaurant liegt sehr schön (und ist gut besucht), der Spielplatz sowie die Spielgeräte bieten viel Abwechslung. Das Essen ist aber für das Gebotene - in Relation zu den sonstigen Preisen in Namibia - zu teuer. Das Essen ist nicht schlecht, aber wenn man sich überlegt, welche Qualität man anderswo für denselben Preis kriegt, passt es nicht

Anschließend fahren wir weiter nach Swakopmund. Die Küste und der Nebel faszinieren immer wieder. Hatten wir in Goanikontes noch ca. 30°C und Sonnenschein, beginnt gefühlt 10 Meter vor dem Ortsschild eine Nebelwand und das Thermometer fällt um die Hälfte.

iwr finden unser gemietetes AirBnB auf den ersten Versuch - dann aber nicht die richtige Tür für den Schlüssel und probieren erst mal ein wenig herum.. Das Haus ist sehr in Ordnung. Es liegt super zentral (ca. 200m Luftlinie vom Jetty entfernt) und ist sehr gut ausgestattet. Von der oberen Etage und dem Balkon/Dachterasse aus sieht man sogar das Meer. Einziger Haken: es gibt keine gesicherten Parkplätze, nur die (längere) Einfahrt. Die zentrale Lage war aber definitiv die richtige Entscheidung, es ist sehr angenehm, alles zu Fuß erledigen zu können.



Leider können wir das extra angefragte und zugesicherte Babybett nicht finden. Nach einer etwas langwierigen Rückfrage bei der Vermieterin sollen wir es im Waschraum/Schuppen suchen. Das Schloss ist aber dermaßen in Mitleidenschaft gezogen, dass wir allein für das Öffnen der Tür bereits 15 Minuten brauchen. Das Babybett ist leider vollkommen verstaubt, zudem gelingt uns der Aufbau nicht. Es bleibt also eine Isomatte am Boden (gut, wenn ältere Leute das dabei haben zum Schlafen im Dachzelt) für K2..

Schließlich machen wir noch einen kurzen Spaziergang zum Meer - noch in kurzer Hose und Tshirt (man ist es ja so gewohnt) - was wir in den nächsten Tagen aber leider austauschen mussten.

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Themenstarter925 Beiträge · seit 201622. Mai 2025 · #15
Tag 40 02.04.2024 Swakopmund

Wir waren zwar bereits auf unserer ersten Namibia-Reise in Swakopmund, allerdings nur für 2 Nächte und hatten außer der Little Five Tour, Großeinkauf und einem Abendessen im Jetty nicht viel mitbekommen von der Stadt. Natürlich wirkt die Idee, mehrere Tage in einer Stadt zu verbringen, wenn man doch eigentlich wegen der Natur auf Campingurlaub ist, im ersten Moment etwas widersinnig. Das beständige Lesen von Reiseberichten führte aber doch zu etwas mehr Neugier darauf, was es noch so alles in Swakopmund gibt.

Wir frühstückten in Ruhe und machten uns dann auf eine Erkundungstour Richtung Stadtzentrum.







Wir bummelten durch diverse Geschäfte und erstanden Tshirts und Bücher. Zum Mittagessen gingen wir zum Ankerplatz - durchaus zu empfehlen.

Danach gehen wir noch etwas weiter zur Mole. Nachdem es bisher durchgehend neblig war, kommt kurz die Sonne durch. Wir besuchen den schönen Spielplatz an der Mole.







Nach einer dreiviertel Stunde zieht der Nebel wieder auf und alles ist wie vorher. Wir gehen schließlich zurück zu unserem Haus und verbringen dort den Rest des Tages.

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Tag 41 03.04.2024 Swakopmund

Für heute hatten wir die Eco Dune Tour bei The Naturalist Collection (ehemals Batis Birding Safaris) gebucht. Wir hatten dort bereits 2016 unsere Tour gemacht und fanden es dort um welten sympathischer als bei den beiden “großen” Veranstaltern - allein schon, weil wir damals wie heute mit deutlich weniger Leuten unterwegs waren. Auch der Kontakt im Vorfeld war positiv. Wir erkundigten uns nach Erfahrungen / Vorbehalten bei einer Tour mit kleinen Kindern und ob nicht etwa der ebenfalls angebotene Walk in den Abendstunden geeigneter wäre. Man zerstreute jedoch unsere Bedenken.

Dafür mussten wir nun für heute den Wecker stellen. Um 08:00 Uhr wurden wird durch Albert abgeholt. Am Ortsausgang stieß ein zweites Fahrzeug mit einer weiteren deutschen Familie (jedoch mit etwas älterem Kind) zu uns.

Wir fanden zwei verschiedene Chamäleons (ein Weibchen und ein Männchen).







Hier kam der “Raw Burst Mode” mit Pre-Recording der R7 erstmals produktiv zum Einsatz - ein spannendes Feature, dessen praktischer Nutzen jedoch bisher nicht sehr groß war. Der Modus erlaubt es, vereinfacht gesprochen, beim Durchdrücken des Auslösers Serienbilder auch von den 0,5 Sekunden vor dem Durchdrücken des Auslösers zu speichern - d.h. während der menschlichen Reaktionszeit wird bereits gespeichert. Mit Kindern hat man in der Regel schlicht nicht die Muße, längere Zeit auf die perfekte Bewegung eines Motivs zu warten, sondern muss versuchen, es überhaupt irgendwie akzeptabel auf den Sensor zu bannen..

Ein Chamäleon, bei dem man darauf wartet, dass es seine Zunge hervorschnellen lässt, ist da natürlich das Parade-Anwendungsbeispiel. Man sieht hinterher auch schön wie im Daumenkino die Zunge. Ein nicht unerheblicher Nachteil der Funktion ist, dass die Bilder in einer großen, proprietären Datei gespeichert werden, die nur mit Canon-Programmen geöffnet werden kann und man die Bilder daraus dann exportieren muss.

Wir fanden zudem eine Blindschleiche und - lustigerweise - gleich mehrere Babyschlangen. Sowohl von Zwergpuffotter als auch von Hornviper (man beachte die Sandkörner zum Größenvergleich).













Auch der wunderbare Namibgecko wurde gefunden und durfte sogar kurz auf der Kinderhand Platz nehmen (was wir aus erziehungstaktischen Gründen eher so naja fanden).









Insgesamt machten beide Kinder die Tour ohne Probleme mit und sie war ihr Geld voll wert.





Auf dem Rückweg fragte ich Albert nach dem Buchprojekt über die Namib, an dem die Familie Braine bereits 2016 arbeitete. Albert war sehr erfreut, dass wir davon wussten, teilte uns mit dass der erste Band gerade letztes Jahr erschienen war und fuhr gleich mit uns zum Headquarter, damit wir noch ein Exemplar erwerben konnten.

Nachdem wir wieder zurück waren, holten wir uns Essen an einem Food Truck am Strand und setzten und - bei weiterhin dickem Nebel - in den dortigen Park zum Essen. Den restlichen Tag verbrachten wir im wesentlichen mit Nichtstun. Am späteren Nachmittag gingen wir nochmal ins “Zentrum” und erwarben Vellies. Anschließend gingen wir ins Fish Deli zum Abendessen (ebenfalls sehr zu empfehlen - extrem nettes Personal und sehr leckeres Essen).
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zuletzt bearbeitet 22. Mai 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201622. Mai 2025 · #17
Tag 42 04.04.2024 Swakopmund

Für heute hatten wir eine Tour nach Sandwich Harbour bei Turnstone Tours gebucht. Diese Tour bereitete uns im Vorfeld am meisten Kopfzerbrechen. Einerseits war die Frage zu klären, ob wir in Walvis Bay eine Bootstour machen wollen und das möglicherweise mit einer Tour nach Sandwich Harbour kombinieren, andererseits die Frage, ob eine derartige Tour mit doch recht viel Fahrerei mit Kindern nicht rausgeworfenes Geld ist - schließlich kosten die Touren nicht zu wenig.

Der Familienrat entschied sich schließlich dahingehend, die Frage einer Bootstour offen zu lassen und ggf. an unserem letzten - noch unverplanten - Tag in Swakopmund durchzuführen. Die Hauptbedenken hier waren, ob die Kinder auf dem Boot still genug halten könnten bzw. “gesichert” genug waren. Zudem war nach etwas Recherche schnell klar, dass eine Kombi-Tour nichts für uns wäre - die Zeit, die man für den Weg von und nach Sandwich Harbour hat, ist bei diesen Touren doch sehr knapp bemessen. Wenn wir schon so viel Geld zahlten, wollten wir wenigstens ausreichend Stopps machen und uns Zeit lassen können.

Wir buchten - nachdem wir unsere Bedenken auch im Vorfeld mit dem Anbieter besprochen hatten - schließlich für uns alle eine Tagestour nach Sandwhich Harbour bei Turnstone Tours für insgesamt ca. 600€. Die mit Abstand teuerste Tour, die wir bisher gemacht hatten - allerdings wollten wir auch unbedingt einmal den Übergang der Dünen-Namib ins Meer sehen - da werden die Alternativen knapp. Da in deren Fahrzeuge maximal 7 Personen passen, hatten wir so automatisch auch zumindest ein Fahrzeug für uns, was uns die ggf. nötige Flexibilität in Bezug auf kindliche Launen und Probleme bot.

Bei Abholung durch Guide Rudiger stellten wir fest, dass wir mit einem Standard-Fortuner fahren sollten. Dies bedeutete, dass zwei von uns auf den Sitzen im Kofferraum sitzen mussten, von denen aus man nur eine sehr begrenzte Sicht nach draußen hat und zudem natürlich keine Fotos bei kurzem Anhalten machen kann. Auch auf der Mittelbank wurde es natürlich mit Kindersitz etwas sehr beengt.

Rüdiger entpuppte sich zumindest als sehr guter Fahrer und Guide, der viel Informationen über alle möglichen Dinge bereit hielt.

Zunächst fuhren wir bis Walvis Bay und hielten dort am Südrand der Stadt, wo sich sehr viele Flamingos versammelt hatten. Laut Rudiger sind sie normalerweise in der Jahreszeit an ihren Brutstätten, wegen der Dürre und faktisch ausgefallenen Regenzeit seien sie dieses Jahr fast vollständig hier geblieben.









Dann geht es weiter Richtung Salzwerk. Auch hier gibt es sehr viele Vögel. Es wird immer wieder angehalten und auf einzelne Vögel gezeigt - von hinten sieht man sie allerdings nahezu gar nicht, geschweige denn dass man ein Foto machen könnte..

Schließlich biegen wir nach Sandwich Harbour ab und fahren - bei weiterhin Nebel - am Strand entlang.



Am Beginn des Nationalparks machen wir einen kurzen Stop. Hier treffen wir uns mit einem weiteren Fahrzeug von Turnstone, in dem eine dreiköpfige Familie sitzt. Es wird im Konvoi gefahren, ansonsten bleiben wir unabhängig.





Dann geht es entlang der Dünen, zum Teil im Zickzack durch die Hammock-Dünen, weil die Flut am Strand schon zu weit fortgeschritten ist.





Entlang der langen Wand ist jedoch die Fahrt unten am Meer entlang möglich. Auch hier machen wir immer wieder Halt für Fotos.







An der Mündung des Kuiseb sehen wir ein Oryx.



In Sandwich Harbour angekommen, halten wir unten an und haben etwas Zeit, um bis ganz nach oben zu laufen und die Aussicht zu genießen. Inzwischen hat sich die Sonne gegen den Nebel durchgesetzt und es bietet sich eine traumhafte Aussicht.









Auch hier sind einige Flamingos in der Lagune zu sehen - der Kontrast zwischen Wasser/Flamingo und Wüste dahinter wirkt sehr surreal.









Dann geht es zum Mittagessen an die Wasserkante. Es gibt sehr leckere Lasagne, Salat, Brot und noch Kuchen.





Bei der Rückfahrt geht es für einige Zeit quer durch die Dünen. Es ist sehr beeindruckend, das einmal mitzumachen, auch wenn man manchmal gar nicht glauben kann, zu was gute Fahrzeuge mit gutem Fahrer fähig sind.







Aus fotografischer Sicht sind es leider etwas wenig Stops hier oben.

Im Bereich des Kuiseb sehen wir diesmal auch noch einige Springböcke.



Wieder am Strand angekommen, geht es mit Vollgas (eine solche Geschwindigkeit im Sand würden wir uns nie trauen) wieder Richtung Walvis Bay. Gegen 16:00 Uhr sind wir schließlich wieder daheim. Bereits vor Walvis Bay sind wir wieder in dichten Nebel gehüllt.

Insgesamt war es ein tolles Erlebnis, manches wäre vielleicht verbesserungsfähig gewesen, aber das mag auch manchmal eine Frage der Kommunikation im Vorfeld oder während der Tour mit dem Guide sein. Wenn man sieht, wie lange wir unterwegs waren, sieht man auch, wie schnell rein und raus die Kombi- oder Halbtagestouren im Vergleich sein müssen. So war es für uns definitiv die bessere Entscheidung gewesen.
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Themenstarter925 Beiträge · seit 201623. Mai 2025 · #18
Tag 43 05.04.2024 Swakopmund

Am heutigen, letzten Tag in Swakopmund schlafen wir aus und frühstücken gemütlich. Dann fahren wir - nachdem wir von der Vogelvielfalt am Salzwerk in Walvis Bay gestern sehr angetan waren, nochmals nach Walvis Bay. Wir hatten uns letztlich gegen eine Bootstour am heutigen Tag entschieden, weil dies bedeutet hätte, erneut früh aufzustehen und man dann erneut doch recht lange unterwegs gewesen wäre.

Wir besuchen daher erneut die Flamingos und fahren die verschiedenen Teiche am Salzwerk ab.























Auch ein schläfriger Schakal lässt sich blicken.



Danach geht es wieder zurück zum Mittagessen im Ocean Cellar - ebenfalls sehr zu empfehlen.

Anschließend teilen wir uns auf. Ein Teil geht wieder auf den Spielplatz, ein Teil macht Großeinkauf für die nächsten Tage Camping und ich mache mich auf zum MET-Büro, um das Permit für den Dorob-Nawas Nationalpark zu kaufen, nachdem wir im späteren Verlauf noch zum Mesum Krater fahren wollen.

Anschließend holen wir beim Fish Deli noch Sushi fürs Abendessen, dazu gibt es (für den Teil der Familie, der nicht so auf Sushi steht), leckeres Brot.



Da es heute Abend zum ersten Mal nicht neblig ist, gehen wir noch die paar Meter zum Strand für den Sonnenuntergang - definitiv lohnenswert.











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Themenstarter925 Beiträge · seit 201623. Mai 2025 · #19
Tag 44 06.04.2024 Spitzkoppe

Morgens nach dem Frühstück haben wir endlich alle Sachen wieder in die Autos verfrachtet. Dann geht es ein letztes Mal Brot-Vorräte auffüllen (sehr leckeres gibt es bei Chrisman at The Trading Post). Ein Auto fährt nochmal zum Supermarkt, um mehr Salat und Wasser zu kaufen, das andere hat nach dringenden Bedarf an weiteren T-Shirts. Beim Tanken treffen wir uns wieder. Dann verlassen wir die Stadt auf der B2 Richtung Spitzkoppe.

Fazit Swakopmund:

Für uns haben die 5 Tage hier voll gepasst. Natürlich hätte man zu Lasten der Entspannung einen Tag streichen können. Aber gerade mit Kindern möchte man das Programm natürlich nicht zu voll stopfen. Es war sehr schön, die Stadt so mal etwas ausgiebiger kennenzulernen (d.h. den touristisch interessanten Teil). Beim ersten Besuch war das “deutsche” hier für uns eher abschreckend und bizarr, inzwischen wissen wir es als Teil der namibischen Geschichte und Realität anzuerkennen. Auch dass man so viel Zeit in einer Stadt verbringt in einem Land wie Namibia, ist für uns kein Widerspruch, da von hier aus sehr viele spannende Sachen unternommen werden können - obwohl wir jetzt das zweite Mal hier waren und sogar 5 Tage, haben wir bei weitem noch nicht alles an Naturerlebnissen hier “abgehakt”. Etwas Pech hatten wir mit dem Wetter - bis auf ein paar Stunden herrschte nahezu durchgehend kalter Nebel. Aber auch damit muss man in Swakopmund rechnen.

Die weitere Fahrt zur Spitzkoppe ist ereignislos. Auf der B2 nerven die doch nicht wenigen LKWs etwas. Bei der Anfahrt zur Spitzkoppe fällt auf, wie sehr sich das Gebiet in den letzten 10 Jahren entwickelt hat. Wo es damals nur die einfachen Stellplätze und eine Handvoll Mini-Stände von Steinverkäufern gab, gibt es jetzt Lodge und gleich zwei Tented-Camp Anbieter, einen kleinen Laden und eine immer weiter wachsende Siedlung. Tatsächlich merkt man vor Ort hiervon dann nicht so viel, vermutlich verteilt es sich einfach noch gut genug. Es sind mit Sicherheit tagsüber mehr Besucher unterwegs als früher, aber es hält sich alles noch im Rahmen.

Wir sehen uns die verfügbaren Campsites an und steuern schließlich die 11b auf der Rückseite der großen Spitzkoppe an. Nach der kühlen Zeit in Swakopmund fühlen sich die Temperaturen von 36 - 38 Grad sehr heiß an. Wir versuchen, mit Schnüren und Tarp ein Sonnensegel zwischen den Felsen aufzuspannen, was uns nur mäßig gut gelingt. Immerhin gibt es so etwas Schatten.





Nachmittags halten wir Siesta, abends wird gegrillt. Dazwischen beobachten wir die lokale Tierwelt.









Nach dem Abendessen gehen wir auf den benachbarten Hügel um den Sonnenuntergang mit Blick auf die kleine Spitzkoppe zu genießen. Hier sehen wir, dass wir hier doch nicht so alleine sind, wie man angesichts der wenigen vorbeifahrenden Autos vermuten würde - leer ist es nicht, aber auch nicht überlaufen. Dennoch ein für namibische Verhältnisse ungewohntes Gefühl 🙂











Nachdem die Kinder im Bett sind, wird wieder Stativ und Weitwinkelobjektiv ausgepackt. Beim letzten Besuch hatten wir hier den bis dato beeindruckendsten Sternenhimmel. Auch heute kann er sich durchaus sehen lassen.





Etwas störend - und in gewissem Maß auch besorgniserregend - ist der Umstand, dass gegenüber, d.h. auf dem “Sugar Loaf” (?) offenbar eine Gruppe von Personen den Sonnenuntergang etwas zu lange angeschaut hat und jetzt - dem Leuchten und Rufen nach zu urteilen - große Probleme hat, im Dunkeln den Abstieg wieder zu finden, zum Teil herrscht etwas Panik. Taschenlampen hatten offenbar nur die unten Gebliebenen, oben wurde maximal mit Handys geleuchtet. Es nahte jedoch von unten irgendwann Hilfe und nach einer gefühlten Ewigkeit waren offenbar alle unten angekommen.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201624. Mai 2025 · #20
Tag 45 07.04.2024 Spitzkoppe

Wir hatten uns bewusst für 2 Tage hier entschieden, um die Gegend in Ruhe erkunden zu können. Zudem weiß man - bei normalen Regenzeiten - natürlich nie sicher, ob man etwa einen schönen Sonnenuntergang und Sternenhimmel zu sehen bekommt, wenn man nur eine Nacht vor Ort ist.





Beim Frühstück können wir diverse Nachbarn beobachten.









Nach dem Frühstück fahren und klettern wir zum Rock Arch - eine gewisse Herausforderung mit Kleinkind auf dem Arm und vielleicht nur bedingt zu empfehlen, vor allem in Birkenstocks..















Bei Tage ist der Bogen natürlich immer noch imposant, ein wenig vermissen wir aufgrund unseres Stellplatzes aber natürlich dennoch das tolle Morgen/Abendlicht hier.



Danach versuchen wir uns an einem alternativen Abstieg, was in einem gewissen Umweg ohne wirklich “einfachem” Weg endet.

Anschließend fahren wir zu den Rock Pools. Trotz der Dürre gibt es hier tatsächlich weiterhin Oberflächenwasser - sogar mit Kaulquappen.









Zurück an der Campsite tun wir nichts und beobachten die Tiere, die um uns in den Felsen wohnen. Einige Klippschliefer finden die Befestigung unseres Tarps offenbar sehr spannend. Heute ist es nicht ganz so heiß wie gestern, es weht ein kräftiger, kühler Wind.







Wir bereiten das Abendessen vor und fahren dann zum Little Bushman’s Paradise. Hier sind wir positiv überrascht. Unser Guide ist sehr informativ und die Zeichnungen sehr ansprechend.





Danach gehts zurück zum Abendessen und anschließend erneut zum Sonnenuntergang (oder wie K1 sagen würde “Sonneversteckunter”) - diesmal einen Hügel weiter vorne mit nochmals besserer Sicht/schöneren Felsen.



















Am Abend wird es rasch recht kalt, nach Sonnenuntergang fällt die Temperatur rasch unter 20°C.





Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025