NAM-NW'22:"Die Strecke zieht sich ein bisschen..!"

Reisebericht 286 Antworten · 46,3k Aufrufe · gestartet 03. Aug. 2022 von Champagner
Themenstarter8'720 Beiträge · seit 201006. Aug. 2022 ·
Beatnick schrieb:Yo Bele, schon wieder vorbei... Die Zeit rast. Manchmal ist das ja auch ganz gut, in einem Monat sind wir dann auch endlich wieder unterwegs.
Bis dahin vertreibe ich mir bei dir die Zeit, ohne euch komme ich sowieso nicht da ganz oben links in die Ecke. 🙂
Liebe Grüße,
Berti
Da ergänzen wir uns ja prima 🙂 , ich komme vermutlich nicht so schnell oder nie in diese Ecke da im Osten Afrikas, und schaue mir das daher sehr gerne bei dir an! Was nicht heißen soll, dass ich mich nicht schon jetzt auf euren NAM-Bericht freue 😉 .
Old Women schrieb:Hallo Bele,
Bei deinem Reisebericht bin ich natürlich wie immer sehr, sehr gerne dabei, denn Einheitsbrei ist von dir nicht zu erwarten, sondern viel Interessantes, humorvoll präsentiert.
Liebe Grüße an alle anderen Reiseteilnehmer, leider wird es ja mit Büsnau aus bekannten Gründen nichts. Ich wünsche euch ganz viel Spaß, und vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.
Herzliche Grüße
Beate
Hallo Beate,
danke für die Vorschusslorbeeren 😊 , ich hoffe, ich enttäusche dich nicht!
Und bestimmt klappt es ein andermal mit Büsnau – wir hoffen, dass es wieder regelmäßige Treffen geben wird, wo jeder mal irgendwann Zeit hat. Bis dahin liebe Grüße!
Reisemaus schrieb:Hallo Bele,
Gin Tonic war das Stichwort, wo ich auch zugestiegen bin 😎
DOOOROOOO, so kenne ich dich ja gar nicht 🤩 - da müssen wir nächstes Mal, wenn wir uns (ganz privat, nicht in Büsnau) mal wieder sehen, unbedingt einen GT zusammen süffeln 🤪 .
Die Ecke kenne ich ja so gar nicht, bin auf die Fotos gespannt und ob es immer noch ein wenig grün ist?
Das Himmelphänomen ist ja schon mal klasse!
Bis bald…lieben Gruß
Doro
Grün war es nicht, es gab zwar irgendwo mal auch ein bisschen grünes Gras, aber die dominierende Grasfarbe war doch eher gelb.
Bis bald 😘 !
Tinochika schrieb:Champagner schrieb:
das können wir total nachvollziehen. 2017 haben wir ja kurz vor der roten Tonne das Handtuch geschmissen, unseren Hilux mit Stacheldraht gesichert um diese endlose Reise zu unterbrechen.
Seit 2018 hängen wir jetzt in Swakopmund herum. 😄
Schade, dass wir uns nicht getroffen haben. 🙁
Daher freuen wir uns jetzt besonders auf Büsnau, so schön es auch in Swakop ist, Büsnau geht vor!
Wir freuen uns auf jeden Fall auf Dein Durchhaltevermögen und besonders sind wir gespannt auf Eure Erlebnisse hinter der roten Tonne.
Liebe Grüße
Ingrid und Hartwig
Wie jetzt? In Swakopmund seid Ihr 🤩 ? Und wir haben euch nicht getroffen 😕 ? Gesucht haben wir euch einmal mehr im Marble Camp, mein letzter Stand ist, dass Ihr inzwischen in dem Himbadorf dort lebt 😄 .
Aber das könnt Ihr mir dann in Büsnau mal genauer erklären 😎 .
fotomatte schrieb:Liebe Bele,
zunächst nur mal kurz ein Einwurf zur Chronologie: "Um 10 vor sieben erreicht die Sonne endlich das Trockenflussbett und wir lassen uns von ihr den Rücken wärmen." Das muss natürlich heissen: Um kurz vor acht Uhr erreicht die Sonne ... 😎
Da hast du natürlich Recht, ich hatte bei allen Fotos vorher darauf geachtet, die eine Stunde dazu zu zählen (ich hatte ja noch Winterzeit auf der Kamera, warum auch immer, und hab das erst, ich meine sogar in Teufelsbach, umgestellt), aber da hat mich meine Geisteskraft dann wohl beim letzten Bild verlassen 😮 . Ich habs im Bericht geändert – danke für den Hinweis!
( normalerweise gehe ich nachts NIE raus, bevor sich nicht wenigstens zartes rosa am Himmel zeigt )
Der Himmel war zartrosa! Siehe erstes Foto! Ich gehe nämlich auch nie vorher raus, selbst wenn ich selber rauskomme! 😎
Und so wurde es auch an diesem Tag nichts mit dem Gefühl: Aaaah-endlich-im-Busch-angekommen. Das hat sich dieses Mal irgendwie.... ganz schön gezogen. 😎
Tja, was sich nicht alles so gezogen hat auf dieser Reise…. 😗

freshy schrieb:Liebe Bele,
danke für diese Aufklärung! 😘 Ich Dummchen wusste von nichts!
Wieder was dazu gelernt,
freshy
Dummchen? Jetzt hör aber auf – ich hab das auch nur durch Zufall erfahren! 😮
Clamat schrieb:Hi Freshy,
Ja, Forum lesen bildet 😄
@ Bele
Viiiiiielen Dank für deine Erklärung zum roten Himmel.
Ich konnte damit gestern bei unserem Nachbarn glänzen, welcher staunend in den roten Himmel geschaut hat (mittlerweile sind ja leider auch noch massig weitere Aerosolpartikel durch die fürchterlichen Waldbrände unterwegs 🤢) . Auf seine Frage, woher ich das wisse, habe ich nur lapidar geantwortet, dass man so was doch in der Grundschule lernt 😗 Schade, dass ich kein Foto von seinen wagenradgroßen Augen und der aufgeklappt Kinnlade machen konnte 🤩
LG und bis nächste Woche
Claudia
😄 😄 😄 Super Story! Ich hoffe, du konntest den Hunga Tonga-Hunga Ha’apai flüssig aussprechen. Wir können das ja mal zusammen nach eine GT am Samstag versuchen…. 🙄 🤪
speed66 schrieb:Hallo Bele,
so, bin ab sofort auch live dabei - es ist schon ein wesentlicher Unterschied zwischen nur Fotos anzuschauen und deine so treffenden, lehrreichen ("Hunga Tonga-Hunga Ha’apai-Phänomen") und witzigen Beschreibungen zu lesen.
Bin gespannt und freu mich auf eure Erlebnisse!
VG, Nette
Nette, du machst mich verlegen 😊 . Dabei protze ich ja nur so mit meinem Wissen, weil ich aktuell dank Ferien und Rente etwas unterfordert bin bezüglich „lehren“…. 😎 😗
Ytramix schrieb:
Ich denke Bushlore sollte hier bei der Übergabe die Kunden "extra" noch sensibilisieren.
Denn, Spoiler Alarm Fazit über LOTTI kommt noch in meinem Reisebericht, der Khaya ist eine suuuper "Kiste". 😉
meine Meinung 😗
Und natürlich sitze ich seit der ersten Zeile auf dem Reserverad mit dabei 😛
Liebe Grüsse
René
(Vlt. mach ich dann eine Fotodokumentation über den Schliessvorgang)
Uijuijui René, das klingt nach einem Fachmann 🤩 ! Ich kann zwar so einfache Geräte wie Bohrmaschine und Heckenschere einigermaßen unfallfrei bedienen, aber sobald ich um ein paar Ecken rumdenken oder gar handwerklich-kreativ werden muss, setzt es bei mir aus 😣 .
Auf die Fotodokumentation freue ich mich schon! Eigentlich hätte ich meinen abendlichen „Einstieg“ mal filmen sollen, aber ich habe leider keine 3 Hände…. Ein Lacherfolg wäre es bestimmt geworden! 🤪

So, der nächste Tag wird kurz, will aber auch erstmal geschrieben werden! Mal schaun, ob ich mich heute noch dazu motivieren kann - ansonsten morgen dann.

Bis dahin liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 06. Aug. 2022
Themenstarter8'720 Beiträge · seit 201007. Aug. 2022 ·
16. Juli 2022: Von der Onjowewe Campsite zur Opuwo Lodge Campsite

Heute gehen wir es gemütlich an, da wir keine so weite Fahrt vor uns haben. Kilometermäßig zwar schon, aber alles einfach zu fahren.
Hier noch zwei Bilder von der Campsite, das erste vom Pool aus gemacht, den wir wohl benutzen dürften. So wie ich es verstanden habe, ist das alles unsere Campsite, wir sehen außer mal einen Angestellten, niemanden.

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Im Gegensatz zu unseren nächsten Campsites gibt es hier einige Vögelchen. Neu für mich sind die hübschen White-tailed Shrikes, die überhaupt nicht scheu sind und in großen Mengen hier herumhüpfen.


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Auch wenn es teilweise nur Beweisfotos sind (Grüßle an Uwe 😎 ), sehe ich noch Barecheeked Babbler,

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African Red-eyed Bulbuls,

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Redbilled Quelea,

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Laughing Dove (ich glaube zumindest, dass es eine ist),

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Damara Red-billed Hornbill,

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Southern Yellow-billed Hornbill,

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ein Pririt-Batis-Weibchen, sofern man das ohne Kopf überhaupt richtig erkennen kann

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und dann noch diese gelbbraunen Piepmätze, wo ich jetzt zu faul bin um zu überlegen, ob das Quelea-Mädels sind oder irgendwelche andere Weberfrauen oder so…. Das kann ja vielleicht Matthias beantworten 😐 😉 .

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Danach geht’s dann ab Richtung Opuwo, zuerst auf der C40 bis Kamanjab, dann auf der C35 entlang des Vetfences und Etosha bis zum Vetgate.

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Für Etosha bleibt mal wieder keine Zeit und meine Fotodokumentation ist entsprechend spärlich und unscharf schnell aus dem fahrenden Auto geknipst 😄

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– aber von Etosha gibt es ja in einigen anderen Berichten viele, viele schöne Bilder! Schaut einfach da mal rein, da seht Ihr auch große Tiere im Gegensatz zu hier … 🙂


Bei Omakanga biegen wir links ab auf die C41 und sind dann auch bald in Opuwo.

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Die Opuwo Country Lodge finden wir dieses Mal auf Anhieb und checken schnell ein. Wir bekommen Campsite 5 zugeteilt, wenn uns die nicht gefällt, sollen wir die 6 nehmen – (bevor jetzt Matthias wieder eingreifen muss: vielleicht war es auch die 6 und die 7, ich weiß es nicht mehr genau und ist ja auch wurscht) oder irgendeine, die uns gefällt 🙄 - es wäre wenig Betrieb.

Bei der Zufahrt zur Campsite sehen wir rege Bautätigkeiten linkerhand (leider kein Foto), also quasi auf und neben dem Grat des Hügels. Es werden kleine Häuser gebaut, das hat aber meines Erachtens nichts mit der Lodge und nichts mit der Campsite zu tun. Irgendwo im Forum wurde mal geschrieben, dass es Umbauten an der Lodge und/oder Campsite gäbe, aber dem ist nicht so. Beide sehen unverändert aus – nur diese Neubausiedlung ist im Entstehen.

Auf dem Platz mit den Campsites fällt uns dann tatsächlich die Wahl schwer – wir nehmen schlussendlich diejenige, die auch der Ziege gut gefällt, da macht man sicher nichts falsch, die kennt sich hier bestimmt aus 😎 .

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Wie man sieht, ist es wirklich lotterleer und am Ende des Tages stehen nur etwa 5 Fahrzeuge (die Muckels und wir mitgezählt) herum. Das ist mal ein ganz anderes Feeling, ich kenne die Campsite nur rummelig voll. Was sich aber bezüglich „rummelig“ nicht geändert hat: wir sind mal wieder an einem Wochenende hier und dürfen nachts die Partys unten im Ort akustisch miterleben 🤩 . Wären wir nicht solche Langeweiler und Spaßbremsen, dann wären wir runter in eine Bar gefahren und hätten live mitgefeiert, wie das andere Fomis ja gerne machen… wobei wir morgen früh raus und Strecke machen müssen, was uns auch noch davon abhält 😗 .

Aber STOPP 😮 , soweit sind wir noch nicht, die Muckels sind ja noch gar nicht angekommen. Matthias begibt sich zum Surfen in die Lodge (die Jahre davor fand er es ja immer sehr doof, wenn Ruth, Uwe und ich hier an unseren Smartphones hingen, nun ist er selber Besitzer eines solchen Teils mit den entsprechenden Folgen 😛 ) und ich hechle mit der Kamera einem wunderschönen, riesigen Falter nach, den ich schon eine ganz Weile so nebenher beobachtet habe.

Recht schnell habe ich Glück und kann ein paar Fotos von ihm ergattern. Ist der nicht hübsch? Er nennt sich Erdbeerbaumfalter! Eine meiner schönsten Sichtungen auf der Reise (es gab eh kaum welche 😛 ) und deshalb bekommt er 4 Fotos 🙂 .

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Nun bin ich zufrieden und begebe mich auch zur Lodge, wo dann auch irgendwann Ruth und Uwe eintreffen. Wir freuen uns über das Wiedersehen, machen ein kurzes Update über unsere jeweiligen bisherigen Erlebnisse (da punkten natürlich die Muckels, die ja schon eine Weile unterwegs sind) und etablieren uns alle endgültig auf der Campsite.

Schnell noch ein bisschen Aufhübschen und schon geht‘s zum Dinner, welches inzwischen A-la-carte und nicht mehr als Buffet angeboten wird (ich hatte die Karte schon vorab an die anderen geschickt, nachdem ich das von der Lodge erfahren hatte – eine gute Übung für Büsnau, dachte ich). Wir speisen vorzüglich, abgesehen von Matthias, dessen Essen wohl lauwarm ist.

Meine vegetarische Linsenlasagne ist aber der Hammer und bestens gesättigt genieße ich auch hier die inzwischen schon übliche Beleuchtung, die ca. 20 Minuten nach Sonnenuntergang plötzlich „eingeschaltet“ wird.

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Die Nacht ist wie schon erwähnt mal wieder suboptimal, wir fühlen uns aber immerhin gut bewacht von einem Securityman, der sein Lager bei den Ablutions aufgeschlagen hat.

Morgen geht’s dann richtig los mit der Rumpelei – und ich werde meinen geliebten Hoarusib wiedersehen!
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 07. Aug. 2022
549 Beiträge · seit 201607. Aug. 2022 ·
Guten Morgen Bele,

ich bin natürlich auch dabei und bin grad ganz begeistert von dem schönen Erdbeerbaumfalter.

lieben Gruß
Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
1'826 Beiträge · seit 201607. Aug. 2022 ·
Liebe Bele,
das einzig Schöne am Ende der Sommerferien ist, dass schöne Reiseberichte eintrudeln.
Daher bin ich natürlich gern bei eurer Reise dabei und freue mich auf schöne Landschaften aus einer mir noch immer fremden Ecke Namibias.
Wir sind gerade aus dem saftig grünen und feuchten (oder eher nassen...) Costa Rica zurückgekehrt und bis oben voll mit neuen Eindrücken von dieser uns bisher fremden Flora und Fauna, die uns nachhaltig begeistert hat.

Lieber Gruß
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 / Madagaskar 2026 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
51 Beiträge · seit 201707. Aug. 2022 ·
Liebe Bele,
es freut mich sehr das ich jetzt kurz vor unserer Abreise (13.8.) deinen Reisebericht gefunden habe. Da wir (genau wie ihr) ausschließlich in den Nordwesten wollen, hoffe ich auf dein "berühmtes Tempo" beim Reisebericht schreiben, um noch möglichst viele Informationen über den aktuellen Zustand der Pisten dort zu erfahren.
Ich habe auch eine Empfehlung für dich was die Kälte angeht. Mit meinem Schlafsack (siehe Bild) bin ich immer der Lästerei am ersten Abend ausgesetzt. Am erstem Morgen nach frostiger Nacht sind dann aber alle verstummt.
Viele Grüße
Ralf
2'085 Beiträge · seit 201207. Aug. 2022 ·
Hej liebe Bele,
eigentlich überspringe ich die Anreise ja gerne mal, aber noch geht's ja flott voran bei euch und allein wegen dem Hunga Tonga-Hunga Ha’apai hat sich das ja schon voll gelohnt.
Mittlerweile seid ihr ja auch schon in Opuwo - und tatsächlich fällt mir jetzt rückblickend auf, dass wir in der Opuwo-Lodge auch schon im Oktober letztes Jahr unser Essen von der Karte bestellt haben. Ich fand dieses Massen-Fleisch-Büffet von davor ja einfach nur grauenhaft. Und die Leute, die sich dann irgendwie wahllos ganze Berge davon auf den die Teller gehäuft haben, noch mehr. Aber das ist sicher nur ein kleiner Nebenaspekt ...
Jedenfalls seid ihr ja jetzt komplett - und ich freu mich, wenn's denn dann losgeht.
Bis die Tage, viele Grüße Ingrid
... und ich freu mich auch, dass wir bei der neuen Büsnau-Variante draußen sitzen können 🙂
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
423 Beiträge · seit 201308. Aug. 2022 ·
Liebe Bele,

Die Fotos von diesem wunderschönen Falter sind grossartig. Mich begeistern die Schmetterlinge im Allgemeinen, Dieses zarte Wesen und so wunderschön. Auch deine Bilder von diesem spektakulären Nachthimmel sind grossartig. Habe dieses Phänomen auch nicht gekannt.
Und ich habe grad richtig Mitgefühl gehabt bei deiner Geschichte mit der Tür 🙁
Wir haben leider nie eine Rückmeldung von Bushlore erhalten, was das Problem war, aber wir haben eine Entschädigung von unserem Reiseanbieter erhalten für den Teil der Reise, welche wir nicht machen konnten - ein kleines Trostpflaster... 😉

Nun freue ich mich auf die Fortsetzung und verbleibe
Mit lieben Grüssen
Regina
Reiseberichte: 2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP 2017 - der Leopard kommt nur am Sonntag... 2019 - Namibia Nov.2019 - auf der Suche der Lone Men 2021 - vom Winde verweht - Skeleton Coast Campingtour
Themenstarter8'720 Beiträge · seit 201008. Aug. 2022 ·
fiedlix schrieb:Guten Morgen Bele,
ich bin natürlich auch dabei und bin grad ganz begeistert von dem schönen Erdbeerbaumfalter.
lieben Gruß
Elke
Ja gell, der ist schön 🙂 ! Und schön auch, dass du dabei bist 😘 !
H.Badger schrieb:Liebe Bele,
Daher bin ich natürlich gern bei eurer Reise dabei und freue mich auf schöne Landschaften aus einer mir noch immer fremden Ecke Namibias.
Wir sind gerade aus dem saftig grünen und feuchten (oder eher nassen...) Costa Rica zurückgekehrt und bis oben voll mit neuen Eindrücken von dieser uns bisher fremden Flora und Fauna, die uns nachhaltig begeistert hat.
Lieber Gruß
Sascha
Hallo Sascha, Landschaften kannst du haben 😄 ! Und auf deinen Costa-Rica-Bericht (wird es einen geben?) bin ich sehr gespannt.
thorx schrieb:Liebe Bele,
es freut mich sehr das ich jetzt kurz vor unserer Abreise (13.8.) deinen Reisebericht gefunden habe. Da wir (genau wie ihr) ausschließlich in den Nordwesten wollen, hoffe ich auf dein "berühmtes Tempo" beim Reisebericht schreiben, um noch möglichst viele Informationen über den aktuellen Zustand der Pisten dort zu erfahren.
Ich habe auch eine Empfehlung für dich was die Kälte angeht. Mit meinem Schlafsack (siehe Bild) bin ich immer der Lästerei am ersten Abend ausgesetzt. Am erstem Morgen nach frostiger Nacht sind dann aber alle verstummt.
Viele Grüße
Ralf
Hallo Ralf,
Schön mal wieder von dir zu lesen 🙂 ! Solltest du noch Fragen zur Strecke haben (bis Samstag bin ich sicher noch nicht fertig), kannst du sie gerne per PM stellen.
Apropos Schlafsack: ich habe auch einen sehr gut wärmenden Daunenschlafsack und friere nachts eigentlich nie – das Problem beginnt in dem Moment, in dem ich ihn verlassen muss 🤩 !
franzicke schrieb:Hej liebe Bele,
eigentlich überspringe ich die Anreise ja gerne mal, aber noch geht's ja flott voran bei euch und allein wegen dem Hunga Tonga-Hunga Ha’apai hat sich das ja schon voll gelohnt.
Mittlerweile seid ihr ja auch schon in Opuwo - und tatsächlich fällt mir jetzt rückblickend auf, dass wir in der Opuwo-Lodge auch schon im Oktober letztes Jahr unser Essen von der Karte bestellt haben. Ich fand dieses Massen-Fleisch-Büffet von davor ja einfach nur grauenhaft. Und die Leute, die sich dann irgendwie wahllos ganze Berge davon auf den die Teller gehäuft haben, noch mehr. Aber das ist sicher nur ein kleiner Nebenaspekt ...
Jedenfalls seid ihr ja jetzt komplett - und ich freu mich, wenn's denn dann losgeht.
Bis die Tage, viele Grüße Ingrid
... und ich freu mich auch, dass wir bei der neuen Büsnau-Variante draußen sitzen können 🙂
Huhu Ingrid, ich mochte bei dem Büffet die Samosas so gerne, aber die gabs nur 2017, 2019 schon nicht mehr. Leider waren sie auch nicht auf der regulären Karte. Mir hatte das Büffet 2019 insgesamt nicht soooo sehr geschmeckt und daher war ich wirklich sehr angenehm überrascht von meinem Essen. Vegetarische Gerichte sind in normalen Lokalen oft etwas langweilig, aber diese Lasagne hatte richtig Pfiff. Und ja, auf das Draußensitzen im Waldhotel freu ich mich auch schon sehr 🙂 !
regsal schrieb:Liebe Bele,
Die Fotos von diesem wunderschönen Falter sind grossartig. Mich begeistern die Schmetterlinge im Allgemeinen, Dieses zarte Wesen und so wunderschön. Auch deine Bilder von diesem spektakulären Nachthimmel sind grossartig. Habe dieses Phänomen auch nicht gekannt.
Und ich habe grad richtig Mitgefühl gehabt bei deiner Geschichte mit der Tür 🙁
Wir haben leider nie eine Rückmeldung von Bushlore erhalten, was das Problem war, aber wir haben eine Entschädigung von unserem Reiseanbieter erhalten für den Teil der Reise, welche wir nicht machen konnten - ein kleines Trostpflaster... 😉
Nun freue ich mich auf die Fortsetzung und verbleibe
Mit lieben Grüssen
Regina
Hallo Regina,
ich fotografiere zuhause sehr oft und ausgiebig Schmetterlinge, sie geben wunderschöne Motive ab (ich mache daraus ab und zu Schmuckpostkarten, also so Faltkarten, auf die ich die Fotos dann klebe, und verschenke sie im 10er-Pack - meine Tante wartet schon immer auf ihre neue Lieferung, sie schreibt so gerne Karten). Allerdings hätte ich nicht gedacht, dass ich in Namibia so einen hübschen Kerl antreffe. Achja, meine Tür 🤢 …ich vermisse meine abendliche Akrobatik- und Kraftübung ein bisschen, einfach so ins Bett fallen ist ganz schön langweilig 😗 !
Schön dass Ihr eine Entschädigung bekommen habt, wir haben wie gesagt öfters drüber gesprochen, dass manche Stellen mit einem untermotorisierten Fahrzeug sicher nicht lustig zu fahren sind und haben dabei natürlich an euch gedacht.

@all: Danke fürs Mitlesen - die Fotos fürs nächste Kapitel hab ich schon, jetzt muss ich die noch irgendwie mit ein paar Worten zu einem Kapitel zusammenbasteln 😉 .

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
1'826 Beiträge · seit 201609. Aug. 2022 ·
Liebe Bele,
wenn Interesse hier im Forum besteht, will ich gern über unsere 3,5 Wochen in Costa Rica berichten. Schöne Sichtungen hatten wir ein paar auf dieser ganz anderen Safari. Und Unterkünfte und Ausflüge könnte ich auch empfehlen.
Erstmal muss aber Ordnung in die mitgebrachten Fotomassen gebracht werden.

Jetlag-geplagte und hellwache Grüße
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 / Madagaskar 2026 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
Themenstarter8'720 Beiträge · seit 201009. Aug. 2022 ·
H.Badger schrieb:Liebe Bele,
wenn Interesse hier im Forum besteht, will ich gern über unsere 3,5 Wochen in Costa Rica berichten. Schöne Sichtungen hatten wir ein paar auf dieser ganz anderen Safari. Und Unterkünfte und Ausflüge könnte ich auch empfehlen.
Erstmal muss aber Ordnung in die mitgebrachten Fotomassen gebracht werden.
Jetlag-geplagte und hellwache Grüße
Sascha
Lieber Sascha, von meiner Seite aus besteht definitiv großes Interesse!
Viel Erfolg bei der Jetlag-Bekämpfung!

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter8'720 Beiträge · seit 201009. Aug. 2022 ·
17.07.2022: "Das Orakel Ruth spricht" 🤩 (oder: von Opuwo zur Marble Campsite) TEIL 1

Die Nacht war wie gesagt eine der schlechteren 😣 , die schlaflosen Stunden mit Musikbegleitung haben sich ziemlich gezogen 😗 (nicht nur Strecken können das).

Aber irgendwann ist die Quälerei vorbei, vermutlich döse ich noch ein bisschen und dann ist auch schon Morgen! Heute wartet eine zähe Strecke auf uns, das war uns schon im Vorfeld klar. Angeregt durch die Diskussion im entsprechenden Thread habe ich mit Uwe darüber geredet, ob wir auch diesen Shortcut nach Norden zur D3703 fahren wollen (rot eingekreist), statt unsere Autos im Khumib (bzw. in seinem Zufluss, keine Ahnung, ob das Stück, das die D3707 quert, schon Khumib heißt) umzukippen.

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Im Prinzip ist so der Plan, aber das Hauptproblem stellt die Gesamtstrecke dar, da wir nicht richtig abschätzen konnten, wie gut oder schlecht sie aktuell ist.

Gefahren sind wir sie schon einmal teilweise in umgekehrter Richtung und zwar 2017, als wir aus dem Oberen Hoarusib herauskamen.

Heute steht auch noch der Einkauf der Frischwaren (ha 😄 ha 😄 ha 😄 ) und Tanken an, bevor wir dann wirklich Strecke machen können. Ca. 8.30 Uhr stürmen Ruth, Uwe und ich den Spar in Opuwo, während Matthias die Autos bewacht – und machen ziemlich schnell lange Gesichter 😐 : die Gemüseauswahl ist mehr als bescheiden. Was gab es nicht alles in Otjiwarongo – hier ergattere ich gerade noch einen Brokkoli (dabei hatten wir uns so sehr auf Blumenkohl gefreut) und das war’s auch schon so ziemlich. Zum Glück hatte ich intuitiv beim ersten Einkauf in Windhoek oder beim zweiten in Otjiwarongo eine große Menge roter Paprika und eine Tüte Karotten erworben, und diese hielten erstaunlicherweise auch die ganze Reise über (auch wenn die Möhren optisch am Ende nicht mehr der Brüller waren, geschält haben sie aber wunderbar geschmeckt). Crème fraîche aus der Kühltheke 😵 wandert auch noch jeweils in den Einkaufswagen von Ruth und mir, und dann vor allem Wasser, viel Wasser!

Achja, wenn wir gerade bei „Lebensmittel frisch halten“ sind: ich muss unserem Kühlschrank, so klein er auch war, ein großes Lob aussprechen, er hat nie gezickt und immer sehr, sehr gut gekühlt (nachts musste ich ihn allerdings etwas auf höhere Temperaturen regulieren, weil er ziemlich gebrummt hat während des aktiven Kühlens). Natürlich war sein Platz mehr als ungünstig in der hinteren (Schlaf)kabine, man musste das ganze Schlössergeraffel öffnen, wenn man an ihn dran wollte, d.h. beide Schließmechanismen des Reserverads öffnen, das Vorhängeschloss der Tür öffnen und die Leiter auf beiden Seiten entriegeln, runterklappen und dann noch die Tür hochklappen. Wenn man bis dahin noch nicht staubig war, dann spätestens jetzt 😣 . Aber ansonsten gab’s nichts zu meckern!

Zurück nach Opuwo: noch schnell tanken und um 9.05 Uhr verlassen wir den Ort in Richtung Kaoko Otavi.


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Hier ein paar Streckenimpressionen, teilweise durch die Scheiben aus dem fahrenden Auto heraus, daher sind die Farben manchmal etwas komisch. Zwischendurch reduzieren wir den Reifendruck, weil wir in absehbarer Zeit nicht mehr auf Teer unterwegs sein werden, mal ist die Pad richtig gut geschoben, mal gibt es viel Bulldust, ab und zu fahren wir im Flussbett, schöne Aussichten und einen einsamen Springbock gibt es auch.


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Schon sehr früh machen wir unser Picknick, ich glaube, weil wir nicht wirklich gefrühstückt haben.
Dazu finden wir ein lauschiges Plätzchen im Hoarusib, bzw. in einem seiner Zuflüsse (auch hier: keine Ahnung, ob die auch schon Hoarusib heißen, oder ob das erst der Fall ist wenn die beiden Hauptarme – wir sind am südlichen unterwegs – zusammenfließen). Und Uwe, wenn ich mal wieder falsch auf der Karte unterwegs bin, dann korrigiere mich bitte gerne - ich schreib das nur so aus der Erinnerung, den aufgezeichneten Track hast du 🙂 !

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Sei’s wie’s will: der Platz ist sehr hübsch und ich erkunde ein bisschen das Flussbett, in dem man sehen kann, dass hier vor ein paar Monaten noch Wasser gelaufen ist, teilweise wohl mit großen Kräften.


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Als ich wieder zurückgehe, schaut mich plötzlich diese Kreatur an 🤩


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Sie lebt hier an der Uferböschung.

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Wie war das? Hatten wir es nicht erst kürzlich im Zusammenhang mit dem Hunga Tonga-Hunga Ha’apai von Edvard Munchs „Der Schrei“ 😕 ? Ein ähnliches Phänomen ereignete sich nach dem Ausbruch des Vulkans Krakatau im Jahr 1883, als brennende Sonnenuntergänge auf der ganzen Welt zu sehen waren: Es wird sogar angenommen, dass der intensiv rote Hintergrund in dem berühmten Gemälde von Edvard Munch „Der Schrei“ daher rührt.

Das kann doch kein Zufall sein, oder 😮 ?

Um 12 Uhr sind wir schon wieder unterwegs, die Landschaft, durch die wir fahren, finde ich sehr beeindruckend und gefällt mir ausnehmend gut! 😘

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Bis wir für unsere OHOA-Gedächtnisminute anhalten können, brauchen wir noch mehr als eine Stunde.


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Etwas weiter östlich, aber ohne eine Stelle, wo wir heute gut hätten anhalten können und einen schönen Ausblick gehabt hätten, sind wir 2017 nach 2 Tagen im Oberen Hoarusib wieder auf die D3707 getroffen.


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Hier geht's dann im Teil 2 weiter, ich muss los (im echten Leben 😉 )!
LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 10. Aug. 2022
Themenstarter8'720 Beiträge · seit 201009. Aug. 2022 ·
Und schon geht es weiter hier - der Bericht soll sich ja nicht so ziehen wie teilweise unsere Strecken 😛 .

17.07.2022: "Das Orakel Ruth spricht" 🤩 (oder: von Opuwo zur Marble Campsite) TEIL 2

Ist das nicht ein gigantischer schöner Anblick? 😘


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Ich weiß, meine drei anderen lächeln immer ein bisschen über meine Begeisterung für den Hoarusib (und dann habe ich mich in diesem Urlaub auch noch in einen anderen Fluss verliebt 😊 !), aber er übt seit unserem wilden Ritt durch einen Teil seines Oberlaufes 2017 eine starke Faszination auf mich aus. Vermutlich werde ich mal tief in die Tasche greifen müssen, um auch mal seine Mündung zu erleben (ich sag nur Shipwrecklodge oder irgendeine geführte Tour….). Und meine Söhne können froh sein, dass sie vor meinen Afrikareisen auf die Welt gekommen sind, sonst würden sie vermutlich Hoarusib und Okavango heißen 😛 .

Von dort hinten rechts sind wir damals 2017 gekommen, und hatten zu diesem Zeitpunkt ein bisschen genug vom OHOA 😎

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Heute könnte ich hier ewig bleiben 🙂 – aber wir merken jetzt schon, dass sich unsere Strecke ein bisschen zieht 😗 – irgendwie hatten wir das kürzer und/oder schneller in Erinnerung (wobei wir es damals zurück nach Opuwo auch unendlich lang empfunden haben – und wenn man auf die Karte schaut, ist es auch ein langes Stück). Genau genommen haben wir sogar schon mehr als die Hälfte unserer Strecke zurückgelegt, das Problem aber ist: bisher konnte man recht flott fahren, das wird sich nun bald ändern.
Also noch schnell ein paar Tierchen fotografieren

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und dann wieder hurtig ins Auto gehüpft!

Hier überqueren wir (mal wieder) den Hoarusib, genauer gesagt den linken Zufluss, vor Okandjombo.


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Danach geht es dann Richtung Nordwesten,



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nun sind wir etwa hier:


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Und hoffen, dass es sich bei dem Toyota-Wrack nicht um den Savanna-Landcruiser von Ruth und Uwe handelt, die vorausgefahren sind 😎 . Aber so aktuell wird unser Navi dann doch wieder nicht sein. Tatsächlich ist es ein völlig banales kaputtes Toyota-Bakkie, das dort herumliegt, wie in Namibia unzählig viele andere. Keine Ahnung, warum genau dieses auf dem Navi verzeichnet ist. Verbirgt sich dahinter eine besondere Geschichte?

Übrigens ist es inzwischen schon kurz vor 15 Uhr, und wir sind noch immer nicht an dem Abzweig, wo man sich zwischen Pest und Cholera entscheiden muss 🙄 . Aber wir haben inzwischen ein Paar getroffen, die uns in ihrem Iveko-Wohnmobil entgegengekommen sind. Sie erzählen von 300m weggespülter Straße und 3 Stunden Bauzeit, um diesen Bereich für ihren Iveco ohne Umkippen befahrbar zu machen. Auch wenn sie meinen, dass sie nicht über die Strecke bei Sanitatas gefahren wären und die schlimme Stelle von uns aus gesehen noch vor unserem geplanten Teilstück kommen würde, ist uns - im Gegensatz zu ihnen 😗 - ziemlich klar, wovon sie reden und wo wir uns befinden und werden dadurch in unserem Vorhaben bestärkt, diesen "Shortcut" nach oben zu fahren (und wir haben Recht, das weggespülte Stück werden wir nicht erleben).

Dieser Track nach Norden erweist sich dann als fahrtechnisch zwar nicht richtig schwierig, aber nach ein paar Kilometern kommt ein Funkspruch von Ruth: "Puh, das zieht sich aber ganz schön hier 😎 – wenn wir weiter mit 13 km/h fahren, kommen wir heute nicht mehr an!" Tatsächlich ist vor allem die südliche Hälfte sehr steinig, man muss mit der entsprechenden Vorsicht unzählige Minibachbetten durchqueren und kommt nie so richtig ins Rollen. Das Foto hier müsste von diesem Teilstück sein:


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Gut für uns, dass wir von Süd nach Nord fahren, denn später erhöht sich unsere Geschwindigkeit doch beträchtlich, erreichen dann endlich die D3703 und können auch ein paar Tierchen fotografiern (wie gesagt Mangelware auf dieser Reise).

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Um 17 Uhr rum gleiten wir sanft über die Onjuva Plains,


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voller Vorfreude auf die Marble Campsite mit seiner uns wohlbekannten Ruhe und den vielen Papageien 🙂 😘 .

Trotzdem kann es Ruth nicht lassen und unkt durchs Funkgerät: „Und stellt euch vor, dann kommen wir dort endlich an und ein Rotelbus steht schon da! Oder noch besser: eine Horde von Südafrikaner, wisst Ihr, so ne richtige Wagenburg 🤩 !“. Wenn Ruth mal in Fahrt kommt mit ihren Fantasien, ist sie kaum zu bremsen.... 😗

Den fiktiven Rotelbus kennen wir schon von Signal Hills und anderen Locations 😎 . „Ja ne is klar, Ruth, deshalb haben wir ja nicht mal reserviert, weil dort immer so viel Betrieb ist… 😎 !“

Zwei Ludwigstrappen „nehme wir noch mit“

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und kurze Zeit später rollen wir von oben her aufs Camp zu. Unsere Augen werden immer größer 🙄 , unsere Blicke entsetzter 🤩 : Campsite 1 vorne, also vor den Ablutions, ist schon mal mit mehreren Fahrzeugen besetzt. Auf Campsite 2 nach bzw. links der Ablutions steht niemand – aber: es sind diverse Wäscheleinen mit einer sehr breit angelegten Auswahl von BHs und sonstiger Unterwäsche in allen Formen, Farben und Größen zwischen den Bäumen aufgehängt 🤢 , auf dem Boden sind mit unzähligen Steinen irgendwelche Spielfelder ausgelegt und die restlichen Campsites sind von 5 Fahrzeugen inklusive Anhängern besetzt, eine Kleinstadt von Zelten ist aufgebaut und 21 Südafrikaner*innen wuseln dort herum 😈 .

Leider habe ich in der Schockstarre vergessen, Fotos zu machen und habe auch später nie drangedacht. Ich hoffe, die Muckels können - spätestens in ihrem eigenen Bericht - aushelfen.

Wir reiben uns die Augen, träumen wir das nur oder hat das Orakel Ruth die Wahrheit gesprochen 😮 🤨 😕 😐 ?

Ab sofort bekommt sie Redeverbot, was sämtliche Ausblicke in die Zukunft betrifft ("Stellt euch vor, wir bekommen mitten auf so einem steinigen Pass einen Platten...", "Stellt euch vor, wir graben uns beide im Sand ein und kommen nicht mehr raus...!", "Stellt euch vor….“ Psssst Ruth, sowas darfst du in Zukunft nur noch denken…. 😣


Da stehen wir nun und schauen uns ratlos an und um. Schnell löst aber der Tarecaker (ja, ich weiß, wie man das richtig schreibt, aber das war auch mal ein Versprecher auf einer früheren Tour und seitdem kann ich das nicht mehr anders schreiben) das Problem: wir können die Campsite 2 bekommen und die Südafrikaner werden aufgefordert, sie zu räumen.

Ein emsiges Treiben beginnt, BHs verschwinden, Steine werden zur Seite geräumt und dann können wir uns einrichten. Kurz spielen wir mit dem Gedanken, unsere Campsite irgendwie abzuriegeln, Uwe denkt über einen Stolperdraht auf Kniehöhe nach 😈 , da die SA-Truppe natürlich auf dem Weg zu den Ablutions auch weiterhin „ihre“ = „nun unsere“ Campsite als Abkürzung benutzt, aber wir können uns dank der guten Erziehung unserer Eltern gerade so beherrschen 😗 und sind einfach froh, dass wir beim Abendessen nicht auf südafrikanische Unterwäsche blicken müssen.

Die Toilettensituation dort – man muss an einer offenen Toilette mit vollem Einblick vorbei zur zweiten Toilette gehen – trägt bei einer solchen Menschenmasse natürlich nicht zur Entspannung bei. Genau so wenig die Tatsache, dass eins der Mädels von nebenan zu uns kommt und uns schonend darauf vorbereitet, dass sie nachher noch für ein Feuer zum Sonnenuntergang ins Flussbett fahren werden und anschließend, so quasi als Finale furioso 🤨 noch irgendein Tanz aufgeführt werden würde (der aber nur ca. 30 Minuten dauert). Ob das okay für uns wäre…. Das ist natürlich eine rein rhetorische Frage und wir stimmen notgedrungen zu (s.o. gute Erziehung und so)….

Diese Information wird noch mehrfach modifiziert, ich höre schon gar nicht mehr richtig zu, außerdem versteht man sein eigenes Wort eh kaum, da unser direkter Campnachbar den Motor seines Wagens seit einer Weile laufen lässt. Ruth fragt nach, ob das nötig sei. Ja, die Batterie muss geladen werden. Ooookeeee, das verstehen wir natürlich ….

.... NICHT! 😈

Muss ich erwähnen, dass die Papageien es vorgezogen haben, den Nachmittag/Abend an einem anderen Ort zu verbringen 😕 ?

Wir verziehen uns auch für eine Weile, hoch zum House on the hill, um wenigstens den Sonnenuntergang einigermaßen in Ruhe zu erleben. (Das spätere Himmelsglühen verpasse ich dieses Mal, oder gab es keines? Ich weiß nicht mehr….).

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Später kochen und essen wir unten an unserem Platz und schauen nebenher südafrikanisches Bush-TV. Auch wenn ich bis heute nicht verstanden habe, was Sinn und Zweck der Übung war – aber was da im Flussbett an Autoverkehr abgeht, ist unglaublich. Das Ganze zieht sich (ja, auch das zog sich...) lange in die nächtliche Dunkelheit hinein, immer wieder geistern Fahrzeugscheinwerfer durch den Busch, auch kommen noch irgendwelche späte neue Camper an, die Angestellten des Camps haben auch noch irgendwas dort im Sand zu erledigen – langweilig wird einem hier nicht 🤪 . Dann verlagert sich das Geschehen auf die Campsites nebenan, endlich beginnt die Party 😄 😣 !

Wir verziehen uns irgendwann frustriert in unsere Betten und lauschen dort den fröhlichen Trinkspielen unserer südafrikanischen Nachbarn. Gute Nacht! 😵
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 10. Aug. 2022
1'296 Beiträge · seit 200709. Aug. 2022 ·
Ohje, das braucht aber auch keiner 🙁 Da könnte man seine gute Erziehung auch glatt mal vergessen.
Hat Ruth denn wenigstens lebenslanges "Orakel-Verbot" erhalten? 😉 😄 (habs grad nochmal genau gelesen ... sie hat 😄 )
Erst letztens haben wir gesagt wie schön es doch auf der Marble Campsite war... 😵

Wir folgen weiterhin gespannt 🙂 Kaokoveld steht definitiv wieder mal auf dem Programm.

LG
Panther
Unsere Afrika-Reiseberichte im Forum || Neuseeland 2026Vietnam 2025 | Japan 2019 Costa Rica 2018|
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2022
1'068 Beiträge · seit 201309. Aug. 2022 ·
Huhu,
jetzt muss ich mich doch auch mal wieder zu Wort melden…

1. Das Auto
Ich bin sehr interessiert an Erfahrungsberichten des Hillux Bushcampers und du scheinst ja wirklich alle Nachteile unmittelbar und hautnah erlebt zu haben.
Der Wechsel des Aufbaus bei bushlore ist seinerzeit irgendwie geräuschlos an uns vorbei gegangen und wir staunten nicht schlecht, als unser geliebter Hillux Bushcamper bei der Übernahme plötzlich so anders aussah. Uns waren die nach oben öffnende Tür (wie kommt man da eigentlich an die Sachen, die man dort verstaut?), der dadurch erschwerte Zugang zum Kühlschrank und auch das insgesamt deutlich reduzierte Ladevolumen bei der Übernahme sehr suspekt, so dass wir lieber ein Dachzelt genommen hätten…zum Glück haben wir den Landcruiser BC ( 🤩 ) bekommen, den wir seitdem heiss und innig lieben….auch wenn das echt ein Trümmer ist.
Hoffentlich kommen im Laufe deines Berichtes nicht noch mehr Unzulänglichkeiten zutage…man ist ja bei dieser Art des Reisens immer am/im ums Auto und der Urlaub lebt schliesslich irgendwie vom Fahrzeug!

2. Der Bericht
Endlich mal wieder ein Bericht, den man in angemessener Zeit mitlesen kann!
Ich hatte zwischenzeitlich mehrere Berichte verfolgt bzw. angefangen. Aber wenn die Folgen so lange auf sich warten lassen, komme ich irgendwie nicht mehr mit. Dann lese ich den Bericht irgendwann später und dann am Stück. Und ja, ich weiss, wie viel Arbeit so ein Bericht macht.
Danke für deine informative Ausführlichkeit, deine humorvolle Ausdrucksweise und die schönen Bilder – so machen Reiseberichte Spass!

3. Die Gegend
Hach, Namibias Nordwesten…immer wieder ein Träumchen. Danke fürs Erinnerung und Sehnsucht wecken. Vor allem die Tagestemperaturen und die Trockenheit kommen gerade so real rüber 🙂

4. Der Alptraum/Albtraum
Eine große Gruppe auf einem kleinen Campingplatz und dann auch noch auffallend und partyfreudig – gerade nach Marble passt das ja so gar nicht….und Fluchtmöglichkeiten gibt es ja auch nur wenige…wahrscheinlich hätte ich ein wildcamp vorgezogen. Ihr seid echt tapfer!

Ich freue mich auf weitere Schnipsel und Geschichten...hoffentlich pannen- und störungsfrei

Salüle
Mabe
1'674 Beiträge · seit 201209. Aug. 2022 ·
Hallo ihr 4,
Später kochen und essen wir unten an unserem Platz und schauen nebenher südafrikanisches Bush-TV .....
Was für ein Alptraum!
Da freut man sich auf einen schönen ruhigen Abend in herrlicher Umgebung und dann das!!!
Da sieht man wieder, 'Jeder Gedanke hat die Tendenz sich zu verwirklichen' -- also ab sofort male ich mir nur noch perfekte Ereignisse aus. 😄

Aber im Ernst, so etwas braucht kein Mensch.
Wir hatten mal ein ähnliches Erlebnis in Okaukuejo. Zwar ist es dort nicht so idyllisch, genervt hatte es aber trotzdem.

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2022
Themenstarter8'720 Beiträge · seit 201010. Aug. 2022 ·
panther schrieb:Ohje, das braucht aber auch keiner 🙁 Da könnte man seine gute Erziehung auch glatt mal vergessen.
Hat Ruth denn wenigstens lebenslanges "Orakel-Verbot" erhalten? 😉 😄 (habs grad nochmal genau gelesen ... sie hat 😄 )
Erst letztens haben wir gesagt wie schön es doch auf der Marble Campsite war... 😵
Ralf ,der war gut.... 😄 😄 😄
Wir folgen weiterhin gespannt 🙂 Kaokoveld steht definitiv wieder mal auf dem Programm.
Schon bei der nächsten Tour? Oder eher generell? So oder so, ich wünsche frohes Planen! Bis bald, bleibt gesund! 😘

Mabe schrieb:Huhu,
jetzt muss ich mich doch auch mal wieder zu Wort melden…

1.
Hoffentlich kommen im Laufe deines Berichtes nicht noch mehr Unzulänglichkeiten zutage…man ist ja bei dieser Art des Reisens immer am/im ums Auto und der Urlaub lebt schliesslich irgendwie vom Fahrzeug!
Hallo Mabe,
ich versuche gerade mich zu erinnern, aber ich glaube, ansonsten gab es keine Probleme am Auto, die man auf das Auto zurückführen könnte (andere schon…. 😗 )
2. Der Bericht
Endlich mal wieder ein Bericht, den man in angemessener Zeit mitlesen kann!
Danke für deine informative Ausführlichkeit, deine humorvolle Ausdrucksweise und die schönen Bilder – so machen Reiseberichte Spass!
Danke für dieses große Lob 😘 . Ich muss allerdings – auch zur Verteidigung der anderen Berichtschreiber*innen - sagen, dass ich ja meistens nach Rückkehr noch Ferien und somit Zeit habe. Dieses Jahr sogar extrem lange, und wenn die Schule wieder startet, werde ich ja auch nur noch ein paar wenige Stunden dort arbeiten. Abgesehen von ein bisschen Büroarbeit für eine kleine Nebentätigkeit, die ich seit vielen Jahren ausübe, habe ich momentan also alle Zeit der Welt. Ich genieße die Tage gerade sehr mit ein bisschen Aktivitäten morgens, wenn es noch kühl ist, dann meistens Fotos durchschauen, bearbeiten und Text schreiben (heute wohl nicht, muss etwas anderes fertig machen), Mittagessen findet aktuell auch meistens im Restaurant statt, weil so viele kleine Treffen nachzuholen sind, den Nachmittag verbringe ich gemütlich im Garten und den Abend je nachdem… Da fällt es leicht, den Bericht zügig zu schreiben, diesen Luxus haben sicher die wenigsten (außer eben die anderen Rentner 😉 ).
3. Die Gegend
Hach, Namibias Nordwesten…immer wieder ein Träumchen. Danke fürs Erinnerung und Sehnsucht wecken. Vor allem die Tagestemperaturen und die Trockenheit kommen gerade so real rüber 🙂
Wir hatten übrigens, das habe ich noch gar nicht erwähnt, wirklich tolles Wetter die meiste Zeit, das muss ich mal dringend an passender Stelle einbauen, danke für den indirekten Hinweis!
4. Der Alptraum/Albtraum
Eine große Gruppe auf einem kleinen Campingplatz und dann auch noch auffallend und partyfreudig – gerade nach Marble passt das ja so gar nicht….und Fluchtmöglichkeiten gibt es ja auch nur wenige…wahrscheinlich hätte ich ein wildcamp vorgezogen. Ihr seid echt tapfer!
Wildcamping kam uns da überhaupt nicht in den Sinn, zumal wir ja auch wegen der Papageien dort hingefahren sind.
Ich freue mich auf weitere Schnipsel und Geschichten...hoffentlich pannen- und störungsfrei
Das kann ich leider nicht garantieren, es kommt schon noch dies und das….. 😎

take-off schrieb:Hallo ihr 4,
Da sieht man wieder, 'Jeder Gedanke hat die Tendenz sich zu verwirklichen' -- also ab sofort male ich mir nur noch perfekte Ereignisse aus. 😄
Ich denke, das ist ein guter Plan – und ich versuche mich auch soweit wie möglich daran zu halten. Ruth haben wir auf dem Rest der Reise immer ganz schnell ausgebremst, wenn sie trotz Verbot mal wieder mit ihrem „Stellt euch mal vor….“ ums Eck kam 😄 .

Wir hatten mal ein ähnliches Erlebnis in Okaukuejo. Zwar ist es dort nicht so idyllisch, genervt hatte es aber trotzdem.
In Okaukuejo hätte es uns wohl nicht so überrascht – aber wir sind wirklich voller Gutgläubigkeit mit dem idyllischen Bild von 2019 vor Augen ins Marble Camp gefahren. Die weitere Reise wird zeigen, dass auch andere bekannte Plätzchen weniger Charme als 2019 versprühten, was uns schon etwas zu denken gab - dafür kamen aber auch neue dazu, die den etwas getrübten Eindruck wieder aufpoliert haben und ein paar alte haben sich wieder bewährt. Aber dazu im Laufe des Berichts mehr....

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 10. Aug. 2022
2'085 Beiträge · seit 201210. Aug. 2022 ·
Guten Morgen liebe Bele,
das mit den Worst-Case-Szenarien für einsame Stellplätze ist bei uns auch zum running gag geworden, allerdings sind wir nie über die Vorstellung, dass da schon einer steht hinausgekommen, also bis zu einem Rotel-Bus hat unsere Phantasie nicht gereicht ... aber das da auf der Marble Campsite schlägt ja wirklich alles 🤩
Deine Liebe zum Hoarusib teile ich ja bereits (allerdings steht bei mir wohl immer noch der Hoanib an erster Stelle) und so bin ich sehr sehr gespannt, in welches Flussbett deine neue Liebe so gefallen ist 😗
Wenn ich an unsere Tour vom letzten Jahr denke und jetzt mit euch auf ganz ähnlichen Spuren unterwegs bin - ich könnte sofort los, müsste auch gar nicht viel planen ... aber wenn überhaupt, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern.
Ich freu mich jedenfalls sehr auf und über jede neue Etappe,
viele Grüße Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
770 Beiträge · seit 201710. Aug. 2022 ·
Hallo Bele, ich hoffe ich darf auch noch mitfahren.
Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter8'720 Beiträge · seit 201011. Aug. 2022 ·
franzicke schrieb:Guten Morgen liebe Bele,
das mit den Worst-Case-Szenarien für einsame Stellplätze ist bei uns auch zum running gag geworden, allerdings sind wir nie über die Vorstellung, dass da schon einer steht hinausgekommen, also bis zu einem Rotel-Bus hat unsere Phantasie nicht gereicht ... aber das da auf der Marble Campsite schlägt ja wirklich alles 🤩
Deine Liebe zum Hoarusib teile ich ja bereits (allerdings steht bei mir wohl immer noch der Hoanib an erster Stelle) und so bin ich sehr sehr gespannt, in welches Flussbett deine neue Liebe so gefallen ist 😗
viele Grüße Ingrid
Liebe Ingrid,

den Rotel-Bus kennen wir ja schon lange, der fährt bei Ruth eigentlich immer voraus 😄 . Das mit den Südafrikanern hat sie sich wohl neu einfallen lassen 😗 😈 . Ich hoffe auf jeden Fall für Uwe, dass sie fantasiemäßig mal bald an ihre Grenzen stößt 🤪 .

Zu meiner neuen Liebe: das ist etwas ganz Unspektakuläres, erklären kann ich es schlecht, aber das ist ja oft so: wo die Liebe eben hinfällt 😊 . Den Hoanib mag ich auch sehr, aber er ist mir schon fast zu kommerziell, quasi eine Person des öffentlichen Lebens, sowas gibt auf Dauer nur Stress 😎 . Auf dieser Reise habe ich auch recht intensiv den Huab kennengelernt, aber der ist es auch nicht. Aber keine Sorge, ich löse schon im übernächsten Kapitel auf 😉 .
Enilorac65 schrieb:Hallo Bele, ich hoffe ich darf auch noch mitfahren.
Liebe Grüsse Caroline
Aber selbstverständlich darfst du mitfahren (ich freu' mich sogar drüber 😘 😉 )- und sowieso: wenn das jemand steuern könnte, wer mitfährt und wer nicht, wäre dies Chrigu, der kann sogar Fotos wegzaubern und in anderen Berichte wieder auftauchen lassen, hokuspokus, das geht mit Mitfahrer*innen sicher auch 😎 .

Und da jetzt das Fotochaos wieder bereinigt scheint, werde ich mal ein weiteres Kapitelchen hochladen, bevor es mich wieder nach draußen zieht.

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 11. Aug. 2022
Themenstarter8'720 Beiträge · seit 201011. Aug. 2022 ·
18.07.2022: Von der Marble Campsite bis kurz vor Oranjedrom - TEIL 1
Ein leider ziemlich textlastiges Kapitel.....


Der Tag beginnt sonderbar 🤨 .
Kaum bin ich wach und beginne in meinem Schlafgemach herumzukruschteln, schallt vom Muckelschen Toyota aus dem OG ein lautes "Guten Morgeeeeeeen Beeeeele!!! " zu mir herüber. Wie jetzt, Ruth ist schon munter 😐 ? Sie ist sonst immer die letzte, die das Bett verlässt und dann zunächst mit der Kamera ohne viel Worte umherwuselt. Es folgt ein lautes: „Was immer du da oben tust, du musst NICHT leise sein!“

Naiv wie ich bin denke ich zuerst, sie will mir damit sagen, dass es sie nicht stört, wenn ich Lärm mache 😊 . Erst ihr fast schon gebrülltes, in einer einzigen Tonhöhe und leicht abgehackt und stark betontes „Hast du auch so gut geschlafen wie wir?“ bringt mich auf die richtige Spur. Sie möchte unseren Freunden von nebenan wohl ein bisschen etwas von der Unterhaltung, die wir gestern Abend und in der Nacht genießen durften, zurückgeben 😉 . Ruth ist nun mal ein großzügiger Mensch 🤪 !

Und ein Mensch, der sich herrlich aufregen kann – wenn sie den Südafrikanern eines nicht gönnt, dann ist das Schlaf! Es werden Muckelsche Autotüren geknallt und laute Selbstgespräche geführt. Als wir uns nach einiger Zeit am Frühstückstisch von Angesicht zu Angesicht gegenübersitzen, lässt sie ihrem Frust freien Lauf und erzählt ausführlich von den lustigen nächtlichen Trinkspielen nebenan. Und dass sie sich irgendwann so in ihren Zorn hineingesteigert hat, dass an Schlaf nicht mehr zu denken war. Okay, da ging es mir etwas besser, zwar hat mich das Gelächter von nebenan auch zunächst vom Einschlafen abgehalten, aber irgendwann habe ich es erfolgreich in meine Träume eingebaut.

Die Stimmung bessert sich nicht, auch wenn in uns die leise Hoffnung aufkeimt, dass der Trupp heute das Marble Camp verlassen wird, denn der stundenlange Aufbruch beginnt zunächst mit der Reparatur diverser Reifen. Das Flicken wäre ja nicht das Problem, aber danach müssen die Dinger auch mit Luft befüllt werden. Der Kompressor dröhnt ausdauernd direkt neben uns: Drrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr! Und nochmal: Drrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr! So geht das in einem fort.

Nebenher wird in aller Seelenruhe die Zeltstadt abgebaut. Als Ruth schon zu ihrem „Stellt euch vor, die…..“ ansetzen will 🤩 , wird sie von uns unterbrochen. Die schreckliche Idee, dass die Karawane in Richtung Hartmanntal aufbrechen könne, also dorthin, wo wir heute zumindest ein Stück weit hinfahren werden, ist uns auch schon gekommen und wird von einem der drei Nichtorakel ausgesprochen 😵 .

Ich schnappe mir meine T4A-Karte und begebe mich mit zuckersüßem Lächeln (jaha, das kann ich auch mal, wenns sein muss 😛 ) und grüßendem Kopfnicken in Richtung Südafrika. Gemeinerweise wird mir von meiner Gruppe unterstellt, ich würde mit dem Feind fraternisieren 🙁 , tatsächlich möchte ich aber nur herausfinden, was ihr nächste Ziel ist und wie sie da hinkommen wollen. „Opuwo Country Lodge, unsere Tochter feiert dort dann morgen ihren Geburtstag! " "Ach, daaaas ist aber eine schöne Idee…. !" Ja, ich kann richtig nett sein, wenn ich will 😎 . Die positiven Gedanken rühren aber weniger von der Familienidylle her als von der Tatsache, dass sich unsere Wege wohl nicht mehr kreuzen werden.

Wir reden noch ein bisschen über die verschiedenen Möglichkeiten dorthin zu kommen, bis endgültig klar ist: unsere letzten gemeinsamen Stunden brechen an.

Zunächst tut sich aber nichts in Sachen Abreise und so hängen wir auf unserer Campsite rum, starren ins Flussbett und tun uns ein bisschen leid 🙁 . So war das hier alles nicht geplant. Es war ja Ruths expliziter Wunsch, dass sie heute (nachdem wir 2019 erstaunlicherweise ein bisschen unter Zeitdruck waren 😗 und zur Weiterreise gedrängt haben) hier so lange Papageien fotografieren darf, wie sie will. Ursprünglich hatte sie sogar um 2 Nächte gebeten, aber das war dann doch nicht drin in unserem Kontigent. Unsere heutige Tagesetappe wurde aber entsprechend kurz geplant (hüstel… 😗 ), so dass Ruth nicht in Zeitnot beim Fotografieren kommt. Bisher sieht es aber weder nach Papageien noch anderen besonderen Vögeln aus, für die man die Kamera in die Hand nehmen müsste…..

Immerhin erbarmt sich irgendwann ein Gabar Goshawk und bietet uns ein kleines Schauspiel mit einer Taube (die mir dann aber wiederum sehr leidtut, so richtig Freude will nicht aufkommen bei der Sichtung – und jaja, ich weiß, auch ein Habicht braucht etwas zu fressen und ist kein Vegetarier).

Yummie - alles meins:

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Was kuksch du? 🙄

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Danach zieht friedlich ein Trupp Ziegen mit ihrem Hirten durch den Sand

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und wir versuchen, damit wir uns wenigstens ein bisschen bewegen, ein paar „normale“ Vögelchen zu erwischen.


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Nach und nach fahren die Autos der Südafrikaner vom Platz, nur um dann bei der Rezeption mit laufendem Motor stehen zu bleiben, um auf den Rest zu warten und nebenher ein Schwätzchen mit dem Personal zu halten. Wir bewegen uns derweil schon ein bisschen in Richtung der nun freiwerdenden Campsites und suchen nach Papageien. Fehlanzeige. Der einzige Goldbugpapagei - so ein Quatsch 😊 , danke Uwe für den Hinweis an anderer Stelle, es ist natürlich ein Rüppell's Parrot , den ich sehen werde, ist dieser hier.

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Dafür finden wir Berge von Müll, der vom Personal nach Verwertbarem durchstöbert wird.

Um ca 11.30 Uhr haben alle 5 Fahrzeuge der Truppe die Marble Campsite verlassen

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und abgesehen vom Putzgeschwader sind wir nun alleine. Das hilft aber nicht viel, die Papageien wollen nicht kommen 🙁 . Frustriert machen wir uns also auch auf den Weg, zunächst zurück über die Onjuva Plains nach Orupempe und dann Richtung Oranjedrum. Diese Strecke fehlt Uwe bisher auf seiner Allzeitkarte und wenigstens er soll auf seine Kosten kommen!

Birding unterwegs – komischer Ansitz, oder?

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Auflösung

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Onjuva Plains, mal härter, mal etwas tiefsandiger

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Juhu, endlich ein paar Tiere – man kämpft hier um jede Sichtung!


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Nicht mehr weit bis Orupempe – davon und dem Rest der Strecke dann im nächsten Kapitel mehr.

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Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 12. Aug. 2022