Wild DogThemenstarter101 Beiträge · seit 201301. Apr. 2019 · #1
Wenn wir eines nicht bedacht haben beim Buchen, so war das die Himmelskonstellation….
Doch von Beginn weg: Für Markus und mich, Wild Dog alias Nicole, ist es die vierte Reise nach Namibia nach vielen vielen Stunden des Recherchierens und Inspirierens im Namibia Forum. Danke an euch alle, die hier so detailnah Routen und Unterkünfte sowie sehr viel persönliche Erfahrung Preis gebt.
Ohne dieses Forum wären nicht in der Lage gewesen, unseren Freunden This is Africa schmackhaft zu machen. Sie haben angebissen und uns mit viel Un(ge)wissenheit begleitet und auf uns vertraut. Naja, meistens gings gut!
15.9. – 7.10.2018 Wir haben uns für eine One-Way Variante mit Abgabe der Fahrzeuge in Kasane entschieden. Windhoek – Erongo - Damaraland – Vingerklip – Waterberg – Khaudum NP – Mahango NP – Mudumu NP – Rupara Cons. – Ngoma - Chobe Riverfront (Botswana) – Kasane – Victoria Falls.
Nun wage ich mich an den ersten Reisebericht.
Bis wir dann die Daten für die Reise koordiniert hatten, waren die günstigsten Flüge weg. So nehmen wir die bequemste Variante ab Zürich via Doha und erreichen Windhoek gegen 11 Uhr morgens. Die Einreise geht recht flott, auch wenn das mit den Fingerabrücken nicht so einfach zu bewerkstelligen war: vor und zurück, mal mit links mal mit rechts, nochmal von vorne oder doch von hinten…. Ich weiss nicht wirklich, ob die Abdrücke geklappt haben, wahrscheinlich war die motivierte Beamtin es Leid, mir weitere Anweisungen zu geben, die ich offensichtlich nicht verstand.
Das Gepäck dreht fröhlich seine Runden auf dem Band. Jupiii, wir freuen uns wirklich! Rückblick 2017: Mit einem Tag Verzug (Ausfall einer KLM Maschine in Amsterdam, Übernachten in Amsterdam, verspäteter Weiterflug nach Frankfurt wegen Unwetter in Frankfurt, Umbuchen auf Air Namibia und Herumrennen auf dem Flughafen Frankfurt, um endlich doch noch weg zu kommen. Ausfall der Gepäcksortieranlage in Frankfurt……) naja, unser Gepäck sahen wir die nächsten 6 Tage in Namibia nicht. Und wussten auch nicht, wo es unterwegs war. Gepäck wird meistens überbewertet!
Nach der Gepäckannahme übernimmt uns der Guide von Asco und fährt uns sicher ins nahe Windhoek. Wie immer läuft alles glatt bei der Uebergabe der Toyota Landcruiser, Kleinigkeiten werden ausgetauscht oder auf Vordermann gemacht, und ab geht’s ins Capbon Guesthouse sowie anschliessend zum Spar für den Grosseinkauf. Nicht nur Esswaren landen in einem der 3 grossen Einkaufswagen sondern auch allerlei praktische Dinge, die jedes Mal mehr werden, und die obligate Bratpfanne in guter Qualität. Im Bottlestore verbringen wir gefühlte 2 Stunden. Unsere lieben Freunde haben nicht nur gerne einen guten Tropfen Wein und Gin und dazu gehörende Tonics sondern könnten für exclusive Biere Berge versetzen. Wir wollen auch nicht knausern und so ist die kurz zuvor gefüllte Bordkasse ruckzuck wieder leer….. und der Laderaum der Fahrzeuge ist proppenvoll.
Das Guesthouse steht normalerweise nicht kopfüber - Technik und ich 😎
Hubi, Karin, Schreiberling Nicole und Markus von links
Der obligate Besuch für Newbies im Joe’s Beerhouse hinterlässt Eindruck. Unsere Newbies, Karin und Hubi, wissen nur nicht, dass das für lange Zeit der letzte Ort ist, wo ihnen das perfekt gegarte Steak herrlich brutzelnd vom flotten Personal serviert wird…….
Dank Seglererfahrung wissen auch unsere Newbies, dass es Sinn macht, alle Waren praktisch zu verstauen und so haben wir bald schon die Fahrzeuge bereit, um unsere erste Strecke nach Omandumba unter die Räder zu nehmen. Doch zuvor wollen wir zur Schlachterei. Das Navi hält sich zurück. Und findet erstmal die Schlachterei nicht. Doch nach ein paar Runden im Quartier können wir das vorbestellte Fleisch, ca. 10 Kilogramm in bester Qualität, in Empfang nehmen. Es wird uns noch viel Freude bereiten! Erstmals werden auch die Funkgeräte getestet. Bestanden!
Auf der Suche nach ein paar erlesenen einheimischen Weinen, kehren wir kurz vor Omandumba in der Kristallkellerei ein. Mit einer Gruppe von Touristen ist das Personal bereits bis über beide Ohren ausgelastet und zollt uns nur eines genervten Blickes. Als dann auch noch die Ansage kam „nein, wir haben keinen Rotwein an Lager und vom Weissen haben wir nur noch ein paar Flaschen und überhaupt wollen wir keine Degustation anbieten. Achja und der Gin ist auch ausgegangen“ ziehen wir direkt weiter.
Lagerbestände leider ausgeschöpft.
Kurz vor Omandumba sehen wir die erste Giraffe - sie wird nicht die letzte sein.
Endlich Afrikafeeling: Die Hinfahrt zur Campsite durchs Erongogebirge auf Sandpisten öffnet uns das Herz. Und als wir dann auf den Zeltplatz kommen, ein einziger in weiter Abgeschiedenheit, sind wir alle hin und weg! Bis wir die Fahrzeuge einigermassen hingestellt haben, dauert es zwar eine Weile, doch dann beginnt das Aufatmen, GT mixen und Lagerfeuer anwerfen. Wir sind angekommen!
Den 2. Sundowner genehmigen wir uns auf einem Hügel und erleben erst- und letztmals einen tollen Sternenhimmel…. Bevor der Mond aufgeht. Und der geht sehr früh auf.
Fast bei Tageslicht brutzeln wir unsere perfekten Kudufiletsteaks, die einfach nicht kleiner werden wollen (was für ein Unterschied bei uns zu Hause), kochen ein paar Kartoffeln und begleitet von einem Salat und einem guten Tropfen Rotwein aus Windhoek lassen wir den Abend bei herrlich warmen Temperaturen ausklingen. Die erste Nacht im Dachzelt – und alle schlafen gut. Die Überraschung kommt morgens.
da fahrei ich doch gerne auch mit! Bin schon auf die Fortsetzung gespannt.
Gruß Markus
Kapstadt Namibia VicFalls 2012
Namibias Süden & KTP 2018
Cuba 2019
Eifel 2020
Ostfriesische Nordseeküste 2021
Schottland 2022
Australien 2023
Stockholm 2024
Dublin 2024
Edinburgh 2024
Al Andalus 2025
Und dieses Jahr noch Venedig, Athen und Edinburgh
Topobär5'479 Beiträge · seit 200901. Apr. 2019 · #5
Hallo Nicole,
sehr schöne Fotos von der Campsite. Würdest Du auch noch verraten, welche Campsite das ist?
die Reise will ich auf keinen Fall verpassen und setze mich deswegen gemuetlich auf die Rueckbank! Welche Campsite ist das denn? Sieht ja Zucker aus! Bin schon gespannt, wie es weiter geht! /Sandra
Flash20101'425 Beiträge · seit 201501. Apr. 2019 · #7
Hi Nicole,
da saßen wir 2017 in der gleichen Maschine von Frankfurt aus 😄 Landung war an einem Sonntag und wir hatten donnerstags unsere Koffer, die auf dem Weg nach Kamanjab anscheinend durchs halbe Land gekarrt wurden.. Aber jetzt kann ich mir wegen eures Flugausfalls auch denken, warum die Maschine bis auf den letzten Platz ausgebucht war... Wir haben es als Erfahrung verbucht und packen mittlerweile ein wenig anders unser Handgepäck.
Elchontherun1'250 Beiträge · seit 200901. Apr. 2019 · #8
Hallo,
die Unfreundlichkeit und Missachtung in der Kristall-Kellerei kann ich nur bestätigen! Nie wieder!! Was waren das für schöne Zeiten, als Familie Kluge noch Besitzer der Kellerei war (leider lange her).
Dein Reisebericht fängt sehr schön an, ich lese gerne weiter mit.
Hallo Nicole. Da bin ich doch auch dabei. Eure Erlebnisse, vorallem den Kaudum, lasse ich mir nicht entgehen. Liebe Grüsse Grosi
Wild DogThemenstarter101 Beiträge · seit 201301. Apr. 2019 · #10
Hallo Fomis Ein grosses Dankeschön, für die vielen motivierenden Worte gleich zu Beginn meines Reiseberichts! So geht das Weitermachen gleich viel leichter weiter - Danke! Ich freue mich auf alle aktiven und passiven Mitleser.
Noch zwei wichtige Fragen: Was ist der Unterschied zwischen (unten links) "Thema beantworten", "Kurzantwort" und "Antwort". Ich habe dazu leider nichts gefunden. Und wie ist es am Schlausten, den Bericht mit weiteren Kapiteln zu ergänzen?
@Topobär: Die Campsite gehört zum Omandumba Selfcatering Farmhouse und liegt ca. 40 km westlich von Omaruru an der D2315. Gleich hinter den Hügel ist das San Living Museum.
@Flash2010: Wir bekennen uns schuldig, euren Flieger ungebührlich gefüllt zu haben, sorry! Wir haben unser Gepäck am Freitag in Swakopmund erhalten. Der arme Fahrer hatte noch 2 weitere Gepäckstücke dabei und wollte sie uns dalassen, da er absolut keine Ahnung hatte, wohin die sollen. Nach Erhalt des Gepäck waren wir kurzfristig überfordert mit der Fülle der Kleider uns sonstigem Kram. Doch es war auch ganz angenehm, nicht jeden Tag das eine und dann das andere T-Shirt waschen zu müssen 😄
@grosi: es dauert noch ein paar Kilometer bis zum Khaudum.
Champagner8'684 Beiträge · seit 201001. Apr. 2019 · #11
Wild Dog schrieb: Noch zwei wichtige Fragen: Was ist der Unterschied zwischen (unten links) "Thema beantworten", "Kurzantwort" und "Antwort". Ich habe dazu leider nichts gefunden. Und wie ist es am Schlausten, den Bericht mit weiteren Kapiteln zu ergänzen?
Hallo Nicole,
die erste Frage kann ich nicht beantworten 😊 - damit hab' ich mich noch nie auseinandergesetzt. Aber ich kann dir sagen, wie ich das mit den weiteren Kapiteln mache: ich gehe immer auf den letzten Beitrag in meinem RB (egal ob von mir oder jemand anderem) und klicke einfach auf "Antwort". Immerhin hatte ich bisher so noch nie das Problem mit dem Seitenumbruch - ob das der Grund ist, kann ich allerdings nicht sagen 😕 .
Wild DogThemenstarter101 Beiträge · seit 201301. Apr. 2019 · #14
Hallo Sandra
Die wirklich sehr idyllische Campsite gehört zum Omandumba Selfcatering Farmhouse und liegt ca. 40 km westlich von Omaruru. Gleich hinter dem Hügel ist das San Living Museum.
Wild DogThemenstarter101 Beiträge · seit 201301. Apr. 2019 · #16
Omandumba Selfcatering Farmhouse, Campsite am morgen danach.
Bei der Morgentoilette im offenen „Badezimmer“ wird unsere stets gut gelaunte und lustig palavernde Karin stumm.
Eine Gruppe Touris, angeführt von einem Ranger, fällt über das stille Oertchen her. Alle Touris mit der Kamera im Anschlag! Karin auf der Flucht! Unmittelbar hinter dem Camp leben San-People, die ab und an besucht werden und in diesem Zusammenhang auch der einsam gelegene Campground gezeigt wird. Fazit des Tages: Einsamkeit ist relativ.
Wir verabschieden uns von dieser einmaligen Campsite - und kommen sicher wieder!
Am Abend wurde die Nachtkamera aktiviert. Doch leider wurde sie nur von mir – ich musste mal raus – ausgelöst.
Das Aufräumen am Morgen geht noch nicht wirklich flüssig, aber wir haben auch keine Eile, führt uns die nächste Etappe nur wenig nördlich. Wir haben keine fixen Buchungen für die nächsten Tage und wollen nur ein paar Flussbeete durchfahren und nordwärts kommen.
Auf unebenen Seitenstrassen holpern wir nordwärts an der White Lady Lodge vorbei, lernen die Fähigkeiten unserer Fahrzeuge auf holprigen Short Cuts kennen (D2306 – 1931 – 1930 – nach Uis). Da wir gerne Offroad fahren, auch wenn wenig Aussicht auf Aussicht besteht und auch keine Tiere zu sehen sind, lieben wir es zwischen Büschen und Rillen unseren Weg zu finden. Nach einer einstündigen solchen Strecke, kommt es für uns überraschend von Hubi: Also wenn es eine gescheite Strasse hat, muss ich das Geholpere nicht haben! Wir denken nur: wie kommt das im Khaudum?
Wir halten Ausschau nach Straussen, Streiffenhörnchen und spähen nach Elefanten aus. Doch in der Mittagshitze zeigen sich nur ein paar, für die Kamera zu flinke, Erd- oder Streiffenhörnchen.
Wir ziehen weiter in Richtung Madisa Camp, superschön gelegen zwischen Kullersteinen, die urplötzlich aus der Ebene sich abheben. Am Wegesrand verkaufen Herrerofrauen ihre Souvenirs in improvisierten Verkaufsständen, Kinder rennen umher und wir glauben, bei einer gestellten Falle am Strassenrand, nicht angehalten zu haben. Man wurde ja hier im Forum oft genug gewarnt…. Und wenn da jemand wirklich eine echte Panne hatte, so tut es uns leid, nicht geholfen zu haben.
Madisa
Madisa ist bis auf den Overlandercampground ausgebucht. Macht nichts, wir nehmen den. Der Platz ist so gross, dass wir sicher 10 Minuten herumgekurvt sind, bis die Fahrzeuge standen und keine Baum im Weg war, die Dachzelte aufzustellen.
Wie wir erfahren, sind einige Tage zuvor die Wüstenelis durchs Camp marschiert und haben den Pool und dessen Umgebung arg in Mitleidenschaft gezogen. So gabs für uns nur ein Bier an der Bar und keine Abkühlung im Pool. Wir klettern den Hügel hoch und geniessen die einmalige Aussicht auf die Kullersteine, die sich so unmotiviert in der flachen Umgebung auftürmen.
Beim allabendlichen Grillieren assistieren uns 2 Hunde, die auch später nicht von unserer Seite weichen wollen. Beim Hochklettern ins Dachzelt haben sie kapituliert.
Hier geniessen wir zusammen mit den Hunden vom Camp einen wunderbaren Sonnenuntergang.
Fazit des Tages: Manche Schlafstätten eignen sich nicht für Hunde.
Auch heute vermiest uns der Mond, zwar nicht mehr ganz voll, doch immer noch früh dran und hell leuchtend, den afrikanischen Sternenhimmel.
Die Nachtkamera blieb auch diese Nacht ohne Auslösung zum Leidwesen von Hubi!
Wir fahren eine Schleife zum Burnt Mountain und den Organ Pipes auf herrlichen Sandpads. Doch bevor wir das Damara Living Museum an der C39 besuchen, entdecken unsere Freunde einen einsamen Fussballplatz, flankiert von einer Reihe baufälligen Sitzgelegenheiten. Als treue FC Basel Fans geniessen sie das Stadium eine Weile und stellen sich vor, wie die hochbezahlten Profis wohl auf dieses Terrain reagieren würden.
In der Nähe ist das Living Musuem der Damara, das wir für die nächsten 2 Stunden besuchen. Die Damara People vermitteln uns eindrücklich und mit viel Enthusiasmus die Art und Weise, wie die Damara Leute gelebt haben oder noch (über)leben könnten.
Spassig wird es, als wir von der Medizinfrau die Kräuter und Pflanzen in der Kliksprache erklärt bekommen.
Wild DogThemenstarter101 Beiträge · seit 201301. Apr. 2019 · #17
Madisa nach Xaragu
Da wir noch früh dran sind, versuchen wir rechtzeitig auf die Xaragu Campsite zu kommen, um den Elefantendrive mitzutun. Da wir die einzigen Gäste sind, ist es eher die Frage, ob es sich für sie lohnt die Tour mit uns 4 zu machen, als ob sie ausgebucht wäre. Es klappt. Ich schlage vor, die kurzen mit den langen Hosen zu tauschen als auch winddichte Jacken mitzunehmen. Nicht ganz alle folgen dem Tipp. Im offenen Jeep, auf Hochsitzen, brausen wir an der Doro Nawas Lodge und einem kleinen Flugplatz vorbei ins Tal des Aba Huab River.
Der liebe Guide, wir sehen nur seinen Hinterkopf und seine Versuche, den Schalthebel richtig zu positionieren, verschaltet sich bei der kleinsten Unebenheit, und es hat deren viele, sehr viele, und würgt den Motor gefühlte Hundert Male ab. Vielleicht liegt es daran, dass eine hübsche Begleitung auf dem Beifahrersitz uns begleitet – wir wissen immer noch nicht wieso, denn sie konnte zum Ausflug nicht wirklich Wesentliches beisteuern - was die bessere Hälfte der quirligen Karin mit einem: das goht gar nid, wo het dä fahre glehrt?! kommentiert.
Nach 2 Stunden herrlicher Landschaft, unzähliger Motorenabwürgern und schwammiger Sandfahrten im Flussbett erspähen wir im rechten Augenwinkel einen imposanten Elefanten. Das Weiss seiner Stosszähne leuchtet richtig.
Wir haben noch nie solche kukidentweissen Stosszähne gesehen. Beinahe eine Stunde bleiben wir in seiner Nähe und beobachten ihn beim Abholzen der spärlichen Bäume. Derweil stöbert die hübsche Lady in der Kabine in ihrem Handy herum und dem Fahrer sieht man an, dass er gerne weiter möchte.
Da wir noch eine weite Rückfahrt via Desolation Valley und Fontein Farm haben und nicht sicher sind, ob beim hundertsten Abwürgen und erneuten Anlassen mal die Batterie streiken würde – wir hätten vollstes Verständnis dafür – machen wir uns via Fontein Farm durch atemberaubende Landschaften auf den Rückweg. Die Landschaft ist fantastisch im Abendlicht! Diese Landschaft ist für mich einfach wahnsinnig toll und wird definitiv in bester Erinnerung bleiben!
Die mit den kurzen Hosen können es nicht gleichermassen geniessen, da sie sich den A…. abfrieren? und sind froh im Camp ein Feuer anfachen zu können. Und so geht ein ereignisreicher Tag zu Ende. Heute wird die Nachtkamera nicht installiert - die Hände sind zu klamm 🤨
Fazit des Tages: Nach Sonnenuntergang wird’s kalt. Erst recht mit kurzen Hosen!
Wild DogThemenstarter101 Beiträge · seit 201302. Apr. 2019 · #18
Xaragu - Sophienhof Lodge
Xaragu liegt in einer Steinödnis und lässt wenig Lust zum Verweilen.
Eigentlich hätten wir die nächste Nacht gerne in der Fingerklip Lodge verbracht,, um auf dem Plateau, das viel gepriesene Restaurant zu besuchen. Doch auf telefonische Anfrage sind sie ausgebucht. Auch die in der Nähe liegende Ugab Terrace Lodge hat kein Bungalow frei. Dank der T4A online Karte finden wir die weiter östlich gelegene Sophienhof Lodge, in der Nähe von Outjo, und können 2 Cottages buchen. Markus und ich nehmen den weiteren Weg über den Grootberg Pass, während unsere Freunde die kurze Strecke via Fingerklip nehmen.
die Farbschattierungen faszinieren uns immer wieder.
Fingerklip
Auf dem Weg zur Passhöhe rennt ein Bergzebra direkt vor uns über die Strasse und flüchtet den Berg hoch – ein Bergzebra eben.
Das war die einzige erwähnenswerte Sichtung bis zur Passhöhe. Die Aussicht ist imposant! Ein grosses Nichts ergiesst sich auf beiden Seiten der Passhöhe.
Danach zieht sich die Strecke und erst auf Höhe der Hoada Campsite wird die Landschaft lieblicher und kurzfristig interessanter. Die C40 gefällt uns nicht so und so vertrauen wir uns unserem Navi an. Das besagt ca. 30 KM vor Outjo, dass es mehrere Shortcuts zur Sophienhof Lodge , in Richtung C39, gibt. Die ersten beiden Tore rechts der Hauptstrasse sind verschlossen. Das dritte offen.
Diese Einfahrt nehmen wir und fahren direkt auf einen Wildzaun zu. Dem folgen wir mehrere Kilometer parallel zu C40, bis es nicht mehr geradeaus weitergeht. Wir hofften auf ein offenes Tor rechterhand.
Also wieder links….. es folgt rechts – links – links – links zurück zum Zaun ….. und nach einer Stunde holpriger Fahrt hat uns die C40 an gleicher Stelle, wie wir sie verlassen haben, wieder. TiA!
Dabei hätte uns der aus dem Termitenhügel wachsende Baum uns von Beginn weg die Richtung gezeigt: nämlich nach links!
Bei Ankunft in der Sophienhof Lodge sehen wir unsere Freunde gleich beim Eingang bei einer Führung/Fütterung am Straussengehege. Wir schliessen uns kurzfristig an.
Mit gemischten Gefühlen geht’s weiter zum Gepardengehege. Auch hier ist es eine Auffangstation mit grossem Auslauf für Geparde, die nicht mehr ausgewildert werden können. Wir haben das Gefühl, dass hier gut für die Tiere gesorgt und nicht einfach eine Touristenattraktion geboten wird.
Fotogen sind die schönen Geparde schon!
Die Lodge liegt in einem riesigen Gelände, das nach und nach von der Verbuschung befreit wird, durch gezieltes Abbrennen der Mopanebäume, um den Urzustand wieder zu erlangen. Es ist ein weiter und kostspieliger Weg zurück zur Natur – so sagen die langjährigen Besitzer, die die Lodge perfekt führen.
Die Bungalows sind sehr gross und gepflegt. Wir geniessen die sandfreien Füsse, waschen die verstaubten Kleider und lesen ein paar Zeilen zur Entspannung, bevor es zum Nachtessen (Buffet) ins offene Restaurant geht.
Was haben wir im Vorfeld unseren Freunden von den herrlichen Abendstimmungen und Sternenhimmeln vorgeschwärmt! Doch heute ziehen Wolken auf und wieder ist es nix mit Sternenhimmel. Darauf gibt’s den nächsten Gin Tonic.
Da direkt hinter den Bungalows Klipschliefer unterwegs sind, hoffen wir auf nächtliche Aktivitäten und so installiert Hubi die Nachtkamera auf der Rückseite des Bungalows.
Und siehe da: sie wurde ausgelöst! Welche Spannung! Es zeigt sich allerdings „nur“ ein Mitarbeiter, der nachts die Wasserleitung richten wollte und so die Kamera vom Sockel stiess?. Wir fahren ja noch in den Khaudum und nach Botswana – da gibt es sicher noch Wilderers.
Fazit des Tages ist eher eine Frage: Ist es für die Wildtiere besser ausgesetzt oder in grosszügier Gefangenschaft gehalten zu werden?
Auf dem Weg zum Waterberg erledigen wir in Outjo und Otjiwarongo Einkäufe und tanken unsere Schluckspechte. Der Otjiwarongo Crocodile Farm statten wir einen Besuch ab. Nichts für mich.
Versuche, die Vögel zu fotografieren, sind wesentlich spannender.
Am frühen Nachmittag erreichen wir den Waterberg und finden auf Anhieb den richtigen Weg zur Waterberg Plateau Campsite, die wir von früheren Besuchen kennen. Die Sonne heizt richtig ein – es dürften so gegen 35° sein – und so lümmeln wir auf der Campsite herum.
Ein paar Mangusten unterhalten uns.
Die gepflegten und sauberen Badehäuschen laden zu einer ausgiebigen Dusche ein. Auch ist der Platz gut eingerichtet mit einer grossen Grillstation, einem gedeckten Sitzplatz und Feuerholz à discretion, das per Schubkarre angeliefert wird.
Durchs Gebüsch etwas verdeckt erahnen wir einen schönen Sonnenuntergang. Kurze Zeit später erhellt der Mond den Waterberg, fast wie bei Tageslicht. So ist wieder nichts mit der Milchstrasse.
Um den Rhinodrive am Folgetag zu buchen, braucht es mehrere Anläufe, bis wir sicher sind, dass es klappt. So viel vorweg: es klappt!
Nach einer sehr warmen Nacht im Dachzelt stehen wir früh auf, trödeln herum und schaffen es erst gegen 11 Uhr für eine kleine Wanderung auf den Anderson Trail, der uns zur Anderson Campsite bringt bzw. zu Lodge. Es ist bereits brütend heiss und nach einer Stunde fangen wir bereits an, das Wasser zu rationieren. Denn wir sind noch nirgends! Es geht auf und ab und wir sehen zwischen den Büschen immer mal wieder die imposanten Bergformationen des Waterbergs.
Unterwegs flüchten Kudus vor uns und verschwinden schnurstracks im Gebüsch, bevor die Kamera gezückt werden kann. Nach knapp 3 Stunden erblicken wir im Nirgendwo einen Pool. Ein willkommener Ort, um die heissgelaufenen Füsse abzukühlen.
Noch ein paar Hundert Meter und wir erreichen die Lodge, wo kühlende Biere heruntergestürzt werden, bevor wir uns auf der Strasse zurück zur Campsite bei gefühlten 40° begeben.
Wir lassen Kudus und Co links liegen, um rechtzeitig zurück zu sein, um die Abfahrt zum Rhinodrive nicht zu verpassen.
Suchbild
Feng Shui Vogelnest
Pünktlich um 4 nachmittags geht’s mit anderen Gästen runter ins Tal ins eingezäunte Gelände und wir erfahren, dass jedes R einen persönlichen Bewacher hat….. Mich erstaunt immer wieder, welch immensere Aufwand betrieben werden muss, Tiere zu schützen! Nachdem wir Giraffen und verschiedene Antilopen gesichtet haben, sehen wir plötzlich einen „Bewacher“ uns zuwinken und kurz darauf können wir den offenen Jeep verlassen. Zu Fuss geht es ein paar Meter bis wir im dichten Gebüsch 2 R’s wenige Meter vor uns sehen. Was für ein Anblick! Wir sind tief beeindruckt ab der Grösse und Erhabenheit, die diese Tiere ausstrahlen.
Die Freude ist leider nur von kurzer Dauer. Von 2 weiteren vollbepackten Jeeps stürmen ca. 20 Personen dazu. Mit Ellbogenkämpfen versucht jeder eine noch bessere Position für ein tolles Foto zu erhaschen. Die Tiere sehen derweil gelassen zu….. wir ziehen uns zurück. Bei der nächsten Station, der Tränke der Tiere, kann ich mich kaum noch auf die Tiere konzentrieren, da sowohl die Driver als auch die Gäste nicht einmal einen Minimalabstand zu den Tieren einhalten. Im Dreiviertelkreis, so dass kein Fluchtweg für die Tiere offen wäre, positionieren sich Fahrzeuge und Menschen….. Dieser Eindruck bleibt leider bei mir mehr haften als die schützenswerten R’s.
Wo er wohl den Termintenhügel hinschieben will?
Zurück auf der Campsite wird ein grosses Feuer entfacht und erneut ein T-Bone Steak grilliert. Den Abend lassen wir bei milden Temperaturen gemütlich ausklingen. Bis tief in die Nacht albern wir herum und trinken wohl den einen oder anderen über den Durst.
Fazit des Tages: Bei 35° ist es zu heiss zum Wandern. Vorallem ohne Schatten.
War der Winkel der Nachtkamera in die falsche Richtung? Schon wieder nichts!
Wild DogThemenstarter101 Beiträge · seit 201307. Apr. 2019 · #19
Tag 8 Waterberg - (Omatako Valley Rest Camp) – Tsumkwe Country Lodge Campsite
Nach 2 Tagen am Waterberg zieht es uns weiter in Richtung unseres Lieblings NP Khaudum. Wir sind nun schon 1 Woche zusammen unterwegs und ….. könnten es nicht besser haben. Hubi beginnt jeweils schon früh abends mit Fleisch präparieren und mit Zwiebeln anschwitzen, egal für welche Sauce, Karin kümmert sich um Nachschub beim Bier, wäscht Wäsche und unterhält uns mit lustigen Geschichten aus ihrem Alltag in einer Schule, Markus hortet 5-liter Kanister Wasser, um ihnen den Hals zu köpfen und mit Kerzen für Ambiente zu sorgen – alle Abende wieder, und ich, naja, bin die, die mangels Grösse auf dem Toyota rumturnt und kaum das Dachzelt alleine aufstellen kann. Als Spassbremse bezierze ich abends meine Freunde für ein frühes Aufstehen und bekomme zur Ruhigstellung einen weiteren Gin Tonic. Auch ok!
In Grootfontein kaufen wir die letzten Frischwaren und Getränkevorräte ein. Auch fehlen etwa 10 5-Liter Kanister Wasser nicht, ist unsere nächste Etappe doch der Khaudum. Da die Strecke sehr lang wäre, entscheiden wir uns für einen Zwischenstopp im Omatako Valley Rest Camp. Doch vorher kommt der Fed-Fence Vet-Fence - danke Bele!. Vorsorglich haben wir alles noch vorhandene Fleisch zwischen unseren Kleidern versteckt. Doch das interessiert keinen! Als der Kontrolleur das FCB Käppi von Hubi erblickt, beginnt er fast zu tanzen ….. er dachte natürlich an den berühmten FC Barcelona, der die gleichen Farben trägt. Es wird aufgeklärt, dass es sich um den FC Basel handelt. Als dann Hubi ein Selfi mit Momo Sala, ex FC Basel Spieler und heute weltbekannter Fussballer, zeigt, ist der Kontrolleur komplett aus dem Häuschen. So einfach haben wir noch nie einen Fed-Fence Vet-Fence - danke Bele! passiert 🤩
Die Omatako Campsite unmittelbar nach der Pseudokontrolle ist komplett herunter gewirtschaftet. Der Platz ist in einem desaströsen Zustand. Das Gebäude zerfällt, die Plätze sind von Kuhfladen übersät und es stinkt jämmerlich nach …….
So beschliessen wir die nächsten ca. 140 km bis Tsumkwe durchzufahren. Auf langweiliger schnurgeraden Strecke wechseln wir uns stündlich mit Fahren ab. Wir halten weder für DikDiks noch Warzenschweine noch für Strausse und Greifvögel, um nur schnellstmöglich die Strecke hinter uns zu bringen.
Die Tsumkwe Country Lodge bieten ein paar Stellplätze. Alles ist schmucklos jedoch sehr gepflegt. In der Dusche überrascht uns ein Gecko.
Allabendliches Ambiete mit leeren Wasserkanistern, Sand und Kerzen
Abends auf der Campsite bekommen wir Besuch von bettelnden Einheimischen, denen wir ein paar Kettchen abkaufen und ihnen Äpfel und Brot geben. Als sie noch mehr fordern, gehen wir zum Lagerfeuer zurück. Die Campsite ist einzäunt und so können sie uns nicht folgen.
Wir sind erstaunt, ab dem Lärm der nahe gelegenen Strasse und der durchfahrenden Lastwagen. Erstmals seit einer Woche nehmen wir Strassenlärm war.
Wieso haben wir heute den Sternenhimmel nicht gesehen? Zu viele Lichter von der Ortschaft? Oder bewölkt – ich weiss es nicht mehr. Auf alle Fälle: wieder nix mit Milchstrasse!
Fazit des Tages: Fussball verbindet!
Tag 9 Tsumkwe - Sikereti
Morgens, wie fast immer, lassen wir es langsam angehen (wir sind ja auch 140 km weiter als gedacht) und frühstücken ausgiebig. Als Markus und ich vor 4 Jahren den Khaudum besucht haben, ist uns besonders die Zufahrt in spezieller Erinnerung geblieben: tiefsandig mit unzähligen Spuren auf einer Breite von etwa 4 Fahrspuren und extrem schwammig und holprig. Jetzt: eine supergut planierte Sandpad, frisch abgezogen und ohne Problem zu bewältigen.
Auf halber Strecke zum NP zweigen wir zum Giant Baobab ab. Vor Jahren ist der uralte Baum gefallen. Er lässt sich jedoch nicht unterkriegen und wächst einfach am Boden liegend quer weiter.
Die neuen Gebäude am Eingang des NP’s kommen mir wie eine Fatamorgana vor. Das schiere Ausmass passt überhaupt nicht zum Khaudum. Macht nichts, wir wollen rein! Es gilt Papiere auszufüllen, damit sie wissen, wer alles im NP ist. Bei der Ausfahrt interessiert sich jedoch keinen …. Man könnt verloren gehen, ohne dass man vermisst würde.
Bei der Anmeldung, das alte Hüttchen steht noch, ist niemand, was uns nicht weiter erstaunt. (Bild vom 2014). Denn die Campsite wird nicht mehr unterhalten und ist auch kostenlos. Es gibt weder fliessend Wasser noch Strom und auch keine Toiletten. Mit Tischen und Stühlen markieren wir kurz „unsere“ Campsite und ziehen gleich los, um das westlich gelegene Wasserloch Tsoana an zu steuern.
Auf Tiefsandspuren schlängeln wir uns durch die Büsche, die oft laut kratzend sich bemerkbar machen. Wir sehen ein paar wenige Elefanten, die bald schon das Weite suchen, und ein paar Warzenschweine. Vor Ort erfahren wir, dass bei der Soncana Fountain sehr viele Elefanten seien. Nichts wie hin.
Die Pupkewitz Foundation führt derzeit eine Wildtierzählung während 72 Stunden durch. So sind fast alle Wasserlöcher und Hides mit Zählpersonal besetzt, das dort auch nächtigt. Nachts seien jeweils Löwen vorbeigekommen, erzählen sie. Wir haben jedoch bisher noch keinen einzigen gesehen. Sehr zum Leidwesen unserer Freunde, die sich nichts sehnlichster wünschen. Wir werden allerdings mehr als entschädigt mit Dutzenden von Elefanten. Eine Herde zieht sich zurück und die nächste kommt mit schnellen Schritten aufs Wasserloch zu.
Die jungen messen ihre Kräfte.
Ein Warzenschwein kümmert das gar nicht.
Manchmal halten sich mehr als 40 – 50 Elefanten am Wasserloch auf.
Ein einzelner Bulle versperrt uns den Rückweg, sodass wir gezwungen sind einen Umweg zu fahren.
Bei der Rückkehr auf die Campsite kurven wir wieder einmal minutenlang herum, wollen wir doch eine Art Wagenburg mit 2 Fahrzeugen, 😁 kreieren, da wir einige Elefantenspuren erkennen können. Das gelingt uns nur bedingt.
Mit Sternenhimmel ist heute auch nichts mangels Aussicht, die die Bäume versperren. Die Nachtkamera wird aktiviert. Und siehe da, ein paar freche Steiffenhörnchen haben es auf die Chipkarte geschafft. Wie fast immer verplaudern wir uns nach dem Essen und verpassen so, ein frühes Schlafen gehen.
Fast jede Nacht treibt mich meine Blase nach 5-6 Stunden Schlaf aus dem sicheren Dachzelt. In dieser Nacht will ich aus Angst vor Wildtieren nicht. Und so sorge ich mit einer Pinkeltüte vor. Als es dann soweit ist, vergesse ich diese und klettere mit Taschenlampe bewaffnet aus dem Dachzelt. Mir ist mulmig zu Mute….. So schnell habe ich mein Geschäft wohl noch nie verrichtet. Erleichtert schlüpfe ich wieder ins Zelt.
Fazit des Tages: Kräftemessen mit den Elefanten lohnt sich nicht.
Tag 10 Sikereti – Khaudum
Nach dem Frühstück wollen wir dem Hide vom Vortag wieder einen Besuch abstatten und erneut hat es viele Elefanten.
Am Shiyambi Waterhole ist ein einsames stolzes Kudu, das uns neugierig beobachtet.
Am Omuramba Waterhole erneut Elefanten. Auch hier ist alles fast schon gespenstig ruhig trotz der vielen Tiere.
Das Dussi Waterhole sollte laut Karte trocken gelegt sein. Ist es aber nicht. Erneut, wen wunderts, viele Elefanten, hofiert von mindestens 15 Geiern. Die Elefanten sind nicht gerade begeistert von uns Störefrieden. Sie beobachten uns und geben uns unmissverständlich kund, dass wir in ihrem Territorium sind. Eingeschüchtert verlassen wir das Wasserloch.
Doch nur 100m weiter die grösste Überraschung der ganzen Reise! Nein, kein Löwe. Ein Leopard dekorativ in einem abgestorbenen Baum. Als wir ihn sichten, schläft er noch. Doch vermutlich hat ihn das Motorengeräusch beim Dösen gestört und so wendet er sein hübsches Gesicht uns zu.
Wir stehen mitten auf dem Elefantentrack – gut zu sehen an den unmissverständlichen Haufen. So gilt unser Blick abwechselnd dem Leoparden und der Herde im Rücken, die sich zu unserem Leidwesen in unsere Richtung aufmacht. Unser Herz pocht.
Auch der Leo wird unruhig und verlässt mit einem eleganten Sprung – zu schnell für mich – den Baum und entschwindet im Busch. Nach nicht einmal 10 Minuten ist das Spektakel vorbei. Schade 🙁
Road Block
Neben den vielen Elefantensichtungen nun ein paar Bilder der kleineren Tiere, die unsere Wege gekreuzt haben. Oft waren sie im dichten Gebüsch schwer zu erkennen und auch schlecht zu fotografieren.
Die restliche Fahrt bis zum Khaudum Camp verläuft sehr rumplig auf tiefsandigen Pads bis zum Trockenflussbett. Ausser Elefanten gibt es wenig anderes Getier oder wir sehen es einfach nicht, weil wir durchs Geschüttel abgelenkt sind. In der Ferne sieht man die fast fertiggestellte Lodge, die aus dem Film Darth Father stammen könnte. Sie ist aber nicht in Betrieb. Nach der letzten heftigen, sehr tiefsandigen Steigung, erreichen wir die Reception, bezahlen den stolzen Preis von N$ 330 Pro Fahrzeug für eine äusserst grosszügig angelegte Campsite allerdings ohne Strom. Die Aussicht ist grandios! In der Ferne sehen wir noch Elefanten und Büffel. Es zieht zu und so bleibt heute der Sternenhimmel hinter Wolken verborgen, sniff!
An der Reception erfahren wir von einer speziellen Geschichte – Fortsetzung folgt.
Fazit des Tages: Eine fertiggestellte Lodge, die nicht in Betrieb ist: TiA
svea763874 Beiträge · seit 201707. Apr. 2019 · #20
Hallo Wild Dog! Was für eine Traumsichtung! Der Leo hat ja wirklich 1a für euch posiert. Kann aber gut verstehen, dass ihr angesichts der Elis im Rücken schon nervös wart. Wenn man eure Bilder sieht steigt die Vorfreude auf unseren Trip im Sommer. Danke das du euer Erlebtes mit uns teilst. Svea7638