take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201221. Mai 2018 · #1
Vorwort: Bedingt durch die frühe Reisezeit haben wir uns für eine Tour durch den Süden entschlossen. Also weniger Abenteuer als sonst, dafür freuen wir uns aber auf die schöne Natur. Namibia – ohne „große“ Tiere? Ich bin ein klein wenig skeptisch, ob mir am Ende nicht doch etwas fehlt, andererseits haben wir sie ja schon alle gesehen und als vorgezogenes Fazit: Es war herrlich entspannend und hat uns viel Spaß gemacht. Es wird ein relativ kurzer Bericht werden, da der Süden schon oft beschrieben wurde und ich nach langem Überlegen ihn für mich und zur Vollständigkeit der Reiseberichte schreibe.
Hier unsere Route: Windhoek Lake Oanob Bagatelle Garas Quivertree Park Fish River (Hobas) Norotshama De Hoop Kookerboomkloof De Hoop Klein Aus Vista Lüderitz Farm Tiras Namtib Little Hunters Sesriem Camp Gecko Mirabib Swakopmund Rock Arch Teufelsbach Windhoek
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201221. Mai 2018 · #2
24.02.2018 - Ankunft und Windhoek und Fahrt zum Lake Oanob
Wir landen pünktlich mit Air Namibia in Windhoek. Dann folgt das übliche Prozedere. Der Fahrer von Savanna Car Hire wartet schon auf uns und nachdem auch die anderen 4 Gäste eingetroffen sind geht es los. Wie immer werden wir bei Savanna herzlich begrüßt. Da wir ja „nur“ eine Südtour geplant haben, haben wir diesesmal auf den Landcruiser verzichtet und uns für einen Hillux3.0 Automatik entschieden.
Das Auto hat bei der Übernahme einen Km-Stand von 122.100. Also nicht mehr so ganz neu. Die Formalitäten sind schnell erledigt, wir checken das Fahrzeug und dann geht es auch schon Richtung Maerua Mall. Da es Samstag ist, gilt unser erster Weg dem Bottle Store, danach erledigen wir die restlichen Einkäufe und dann sind wir auch schon unterwegs zu unserem „Erst-mal-Ankommen“ - Stopp am Lake Oanob.
Lake Oanob
So idyllisch wie auf diesem Bild war es dort allerdings nicht. Zwar wussten wir bereits im Vorfeld, dass Lake Oanob speziell am Wochenende ein beliebter Ausflugsort ist. Doch so hatten wir es uns nicht vorgestellt. Das Camp ist voll – laut - und von überall tönt laute Party-Musik. Für uns nicht der richtige Ort, um in Afrika-Stimmung zu kommen.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201221. Mai 2018 · #3
25.02.18 Bagatelle
Wir verlassen Lake Oanob gegen 8:40 Uhr. Unser Ziel ist wieder mal Bagatelle. Gemütlich fahren wir über die C25 => C21 => D1268 . Die Sekretaris Pan ist trocken. Wir sichten Giraffen und zu unserem Erstaunen auch Marabus.
Gegen 12.00 Uhr kommen wir auf Bagatelle an. Wir haben die Campsite Nr 5. Während wir endlich die Ruhe und die Landschaft genießen, bekommen wir Besuch von dem Hausspringbock. Den Nachmittag verbringen wir am Pool und relaxen. Wir sind so langsam in Afrika angekommen. Gefahrene Km: 188 26.02.18 Immer noch Bagatelle
Jürgen macht heute Morgen einen Ausritt, während ich einen Spaziergang durch die Dünen mache. Ich möchte in aller Ruhe mein neues Weitwinkel-Objektiv und diverse Filter ausprobieren.
Natürlich halte ich auch Ausschau nach einer Erdmännchen-Kolonie … doch WO soll ich diese finden. Und während ich etwas ratlos in alle Richtungen Ausschau halte, wuselt etwas vor meinen Füßen vorbei. Wie toll ist das denn? Nicht ich habe die Erdmännchen gefunden, sondern sie mich.
Zufrieden gehe ich zur Campsite zurück.
Wir genießen unser verspätetes Frühstück, genießen die Ruhe, vertreiben die „Hauskuh“ und relaxen. Am Nachmittag gehen wir zu Fuß zum Haupthaus, da wir für 16.30 den Natur Drive + Sundowner Fahrt gebucht haben.
Kurz vor der Abfahrt werden wir gebeten, ohne Aufpreis auch an der Cheetah Fütterung teilzunehmen, da wir auf der von uns gebuchten Fahrt die einzigen Gäste waren. Wir willigen ein. Fazit der Cheetah Fütterung: Für uns ist eine solche Fütterung mit anschließenden Foto-Shooting mit Streicheln nichts (daher auch keine Bilder) Es hat jedoch den Anschein, dass den beiden Cheetahs in ihrem großen Gehege gut geht.
hallo Dagmar, ich reise sehr gerne mit , liebe auch sehr den Süden, es ist einiges Bekanntes und Unbekanntes dabei, da bin ich sehr gespannt. Einen sonnigen Pfingstmontag wünscht Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201221. Mai 2018 · #5
Hallo Hanna, freut mich, dass du mitreist. Ja für uns war es genauso ... viel Bekanntes und etwas Neues. Und da wir schon lange nicht mehr im Süden waren, haben wie die Landschaft einfach nur genossen.
Hallo Dagmar, eine sehr schöne Tour, durch den Süden Namibias 🙂 Besonders dein Aufenthalt im Richtersveld interessiert mich, da ich im letzten Jahr ganz alleine dort war. Der Süden ist auch mein Favorit. Dorthin geht es im Januar 19 auch wieder. Freue mich auf deinen Bericht und deine Bilder. Ganz lieben Dank Paula
Daxiang5'049 Beiträge · seit 201422. Mai 2018 · #7
Hallo Dagmar,
jetzt habe ich doch glatt die Abfahrt verpasst! Einen Bericht von dir lass ich mir natürlich nicht entgehen und bin gerade noch rechtzeitig zu den Erdmännchen zugestiegen. Die Bilder machen Lust auf mehr und ich freue mich auf die Fortsetzung.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201222. Mai 2018 · #10
27.02.2018 - Über den Hardap NP zum Garas Park Restcamp
Heute verlassen wir Bagatelle, das immer wieder einen Besuch wert ist.
Da wir ja Zeit haben, beschließen wir „kurz“ zum Hardap NP zu fahren. Die Eintrittsgebühr beträgt wie in allen staatlichen NP 40 Nam$ pro Person + 10 Nam$ für das Auto. Ein Ausflug dorthin lohnt sich.
Ein Ausflug dorthin lohnt sich. Das Resort sieht frisch renoviert aus, sehr sauber, mit Pool und Restaurant. Die angegliederte Campsite liegt in der prallen Sonne, ohne schattige Bäume und wirkt auf uns sehr lieblos. Wir wollen hier ja nicht übernachten, sondern uns etwas den Park anschauen. Sehr schön die Fisher Route
Nach ca. 3 Std. verlassen wir den Park wieder und fahren Richtung Garas Park Restcamp. Wir fahren die B1 bis zur Abzweigung nach Gibeon. Dort wechseln wir dann die D1089 und dann auf die D3903. Die Strecke gefällt uns.
Garas Park Quiver Restcamp
Wir haben uns für dieses Camp entschieden, da wir Mesausaurus ja schon kennen. Das Camp ist mit überall mit Figuren und schönen Ideen "dekoriert".
Außer uns sind keine Camper da. Die Besitzerin und der Caretaker sind sehr freundlich und es ist alles sauber und gepflegt.
Die Campsite liegt nicht so abgelegen, wie die von Mesosaurus, doch uns gefällte es hier sehr gut. Und obwohl die Campsite nahe zur B1 liegt, hören wir keine Fahrgeräusche.
sind gespannt, wie es Euch im Richtersveld ergangen ist bzw. gefallen hat. Wir waren im April auch dort und fanden es MEGA! Freue mich, hier weiterlesen zu dürfen.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201222. Mai 2018 · #13
28.02.2018 Fish River Canyon
Wir verlassen nach einem netten Plausch mit der Besitzerin am späten Vormittag Garas Park. Unser heutiges Ziel ist der Fish River Canyon.
Wer uns kennt weiß, dass wir zu diesem Ziel nicht den direkten Weg nehmen, zumal ab hier für uns ein neuer Teil Namibias beginnt. Denn so tief im Süden waren wir bisher noch nicht. Und den Fish River hatten wir bisher immer wohlwollend ausgelassen, da wir ja schon den Grand Canyon gesehen hatten. Nun sind wir aber in der Nähe und wollen dort auch gleich für 2 Nächte bleiben.
Wir nehmen also die D608 (einige sprechen von der 2. Traumstraße Namibias) durch die kleinen Karas Berge. Von Norden kommend sind die ersten 2/3 dieser Strecke traumhaft schön. Das Thermometer zeigt inzwischen 39°C und die Sonne steht hoch. Keine gute Zeit, um Bilder zu machen. Ich will euch trotzdem einen kleinen Einblick in diese Strecke zeigen.
Bei Klein Karas biegen wir dann rechts auf die C12 und C37 zum Fish River. Natürlich halten auch wir, wie die meisten, die zum Fish River wollen, am Canyon Roadhouse an.
Hier genehmigen wir uns einen kühlen Rock Shandy und lassen das Roadhouse auf uns wirken.
Dann fahren wir zur Hobas Campsite. Hobas ist neu renoviert und wirklich nett und sauber. Wir hatten hier eine Reservierung, können uns unseren Stellplatz aber frei wählen. Die Campsites sind groß und die meisten liegen im Schatten von Bäumen. Noch sind nicht viele Camper da und wir haben mal wieder die Qual der Wahl – entscheiden uns dann für eine schöne CS in der Nähe der Ablutions und schön im Schatten eines alten Baumes gelegen. 2 Campsites teilen sich den Stromanschluss. Zum Sonnenuntergang fahren an den östlichen Viewpunkt des Fish River Canyon.
Der Vorteil von Hobas ist, dass es bereits innerhalb der Parks liegt und es bis zum Canyon nur ca. 10 km sind.
Im Dunkeln fahren wir zu unserer Campsite zurück und beschließen den Abend mit Zebra-Gulasch und einem guten Rotwein.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201223. Mai 2018 · #14
01.03.2018 Immer noch Fish River Canyon
Bereits um 7.00 Uhr sind wir am Canyon, um den Sonnenaufgang mitzuerleben. Es ist einfach herrlich und noch sind wir ganze alleine mit der Natur und dem erwachenden Leben. Noch wirft die aufgehende Sonne lange Schatten.
Frühstück am Canyon Rand.
Wir fahren langsam alle View Point ab und sind immer wieder von der neuen Aussicht begeistert.
Es war die richtige Entscheidung hier für 2 Tage zu bleiben. Somit haben wir keinen Zeitdruck und können einfach nur genießen. Gegen 15.00 Uhr fahren wir zur Campsite zurück, relaxen und schwimmen im kleinen Pool, welcher vielleicht strategisch etwas ungünstig zur Straße liegt. So oft wie in diesem Urlaub haben wir noch die die Pools benutzt. Was auch an der Tatsache liegt, dass es diese auf unseren sonstigen Strecken nicht gibt und wir dieses Mal mit viel Zeit unterwegs sind. Gefahrene Km: 59
ich freue mich sehr, wieder von Euch und Eurer heurigen Tour zu lesen! Gespannt werde ich Eure Erlebnisse verfolgen! An einigen Stellen war ich auch schon, ein paar andere stehen auf meiner Wunschliste! Danke fürs Mit-reisen-lassen!
LG Gnuhu
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201224. Mai 2018 · #16
Hallo Iris, das ist ja schön, dass du hier dabei bist. Es freut mich wirklich sehr, dass du dabei bist. Auch wennes keine spektakuläre Tour war, so war es doch eine wundervolle Entspannungstour durchs Land unserer Träume.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201224. Mai 2018 · #17
02.03.2018 Richtung Aussenkehr
Weiter geht es Richtung Süden. Autowrack an der C37 zwischen Hobas und Ai Ais.
Wir schauen uns auch noch Ai Ais an. Uns hat Hobas besser gefallen und im Nachhinein war es für uns die richtige Entscheidung 2 Nächte auf Hobas zu verbringen. Unser ursprünglicher Plan war es, durch das Gamchab Riverbed zu fahren sofern befahrbar, und dort eine Nacht wild zu campen. Das Riverbed ist befahrbar, doch sind wir sind schon zur Mittagszeit dort, das Thermometer zeigt 39°C und es gibt nirgendwo Schatten.
Es ist zu früh, um hier den ganzen Nachmittag zu verbringen und so beschließen wir bis Norotshama River Resort weiterzufahren. Die Strecke entlang des Oranje ist abwechslungsreich und schön. Je näher wir Aussenkehr kommen, gibt es Weinfelder soweit das Auge reicht.
Die Unterkünfte der Arbeiter im Weinanbaugebiet.
Die Wellblechhütten sind mit Schilff "ummantelt". Im Norotshama River Resort finden wir noch eine freie Campsite. Die Campsites liegen nicht sonderlich schön, doch für eine Nacht haben wir alles was wir brauchen. Wir verbringen den Nachmittag mit Wäschewaschen und süßem Nichtstun. In der Siedlung von Noratshama werden momentan Straßen neu gebaut und es gibt eine „kleine Einkaufsmall“ mit diversen Begleitungsgeschäften, Spar und Geldautomat für die vielen Arbeiter auf den Weinfeldern.
da ist man einmal etwas Forums abstinent 😗 😄 , und da hab´ ich doch glatt die Abfahrt verpasst! Den Bericht von dir lass ich mir nicht entgehen, da es auch mich im Oktober in den Süden Namibias zieht. Die Bilder sind wirklich toll und ich freue mich auf mehr.
LG
Markus
Kapstadt Namibia VicFalls 2012
Namibias Süden & KTP 2018
Cuba 2019
Eifel 2020
Ostfriesische Nordseeküste 2021
Schottland 2022
Australien 2023
Stockholm 2024
Dublin 2024
Edinburgh 2024
Al Andalus 2025
Und dieses Jahr noch Venedig, Athen und Edinburgh
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201228. Mai 2018 · #19
Hallo Lommi, schön, dass du uns begleitest. Landschaftlich ist der Süden der reinste Augenschmaus, auf den du dich auf jeden Fall freuen kannst.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201228. Mai 2018 · #20
03.03.2018 Von Norotshama River Resort nach De Hoop im Richtersveld
Auf die nächsten Tage freuen wir uns besonders. Da wir ja doch ein bisschen das Abenteuer lieben, ist dies der Ausgleich für die sonst doch fast normale Südtour. Wir fahren die C13 am Oranje entlang nach Sendelingsdrift um aus Namibia auszureisen und nach Südafrika einzureisen.
Die eigentliche Grenze verläuft durch den Oranje. Auf namibianischer Seite steht nur ein einsames, kleines Grenzhaus. Hier reisen wir also offiziell aus Namibia aus. Der Zollbeamte gibt dann Bescheid, dass die Fähre kommt, die uns über die Grenze nach Südafrika bringt.
In Südafrika geht es dann zuerst zur Richtersveld Parkververwaltung, mit dem Zettel, dass wir hier übernachten dann zur Immigration und dann zur Polizei. Bei unserer Einreise ins Richtersveld erzählt uns die Dame, dass außer uns nur noch ein Pärchen im Park ist.
Großartig. Das ist so ganz nach unserem Geschmack. Wir fahren über den Akkedis Pass nach De Hoop. Der Pass ist nicht schwierig zu fahren, jedoch sehr steinig und holprig. De Hoop liegt direkt am Oranje. Es ist der reinste Augenschmaus.
Viele Wasservögel, tolle Landschaft und ein Fluss, der zum Baden einlädt (da hier ja keine Krokodile gibt). Die Ablutions stehen etwas abseits und sind nicht im allerbesten Zustand. Doch wir haben schon Schlimmeres erlebt. Da der Platz am „Schwimmbad“ schon besetzt ist, suchen wir uns einen Platz im Schatten eines Baumes. „Schwimmbad“ nennen wir den Platz in de Hoop, von dem aus man ganz einfach in den erfrischenden Oranje gehen kann. An den übrigen Stellen ist das Ufer doch sehr mit Schilf bewachsen. Unser Platz ist in der Nähe einer kleinen Steinhalbinsel. Die Ruhe, die Einsamkeit, das Bewusstsein mehr oder weniger alleine hier zu sein, die Landschaft … es ist einfach wunderbar. Und es dämmert uns schon jetzt, dass unsere 3 gebuchten Nächte das Minimum an Zeit ist, die man hier verbringen sollte. Heute bleiben wir in de Hoop und genießen … genießen … genießen.