THEMA: Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ...
17 Jul 2017 23:03 #481737
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  • aos am 17 Jul 2017 23:03
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@Chrigu: ich bin davon ausgegangen, dass es kein "Problem" ist, wenn die Bilder beim Upload komprimiert werden. Habe übrigens ein kostenloses Programm dafür gefunden: Der grandiose Bildverkleinerer
@Wolfgang: Zu der Zeit gab's aber noch keine Kamera mit so vielen Bildpunkten ;-)

08.06.2017 Nadas River

Heute ging es endlich los - ins wilde Kaokoveld. Bereits 06:15 Uhr fuhren wir Richtung Opuwo.




Gegen 09:00 Uhr waren in Opuwo. Wir tankten voll und machten einen Großeinkauf für die nächsten zehn Tage im Sparmarkt. Der Spar ist übersichtlich und hat eigentlich alles, was man braucht. Es gab sogar eingeschweißtet Wildfleisch. Teilweise waren die Preise sogar niedriger als im Merua Superspar in Windhoek.

Im Vorfeld mussten wir uns entscheiden, ob wir die D3707 oder die D3703 (über Etanga) nach Orupembe fahren wollten. Über die D3703 konnte ich nur in Erfahrung bringen, dass sie bis Etanga gut ausgebaut sein soll, aber zur aktuellen Lage eben nichts. Und auch nichts über die ca. 90 km Piste von Etanga nach Orupembe. Die D3707 sollte im guten Zustand sein und inzwischen bis Onganga (40 km hinter Kaoko Otavi) gut ausgebaut sein. Also stand für uns fest, die D3707 zu nehmen. Leider war die Piste nur bis Kaoko Otavi top. Danach ging es nur noch mäßig voran, sodass wir für die ca. 100 km bis Orupembe ungefähr vier Stunden benötigten

Die D3707 führte eine ganze Weile am Hoarusib entlang. Leider war es sehr diesig.






Als wir einen großen Trockenfluss erreichten, dachte ich erst, dass es der Khumib sei. Aber der kam erst kurze Zeit später. Es war ein Zufluss des Khumib, der offensichtlich keinen Namen hat.




Zwischen diesem Nebenfluss und dem Khumib "entdeckten" wir die erste Steinskulptur (nach dem wir vorbei gefahren waren).


Hier nun der Khumib und der Denker? Offensichtlich gab es keinen Regen - jedenfalls war kein Gras zu sehen.








Hinter Orupembe wurde die Landschaft wieder schöner.


Auf dem Abzweig zum Nadas River wurde es immer diesiger und karger. Vor allem aber heißer, am Nadas hatten wir dann 36°C.








Unser Camp am/im Nadas River






Gefahrene Kilometer: 379
(Für die 205 km von Opuwo zum Nadas haben 14,5 l/100km gebraucht; 211 l verbleibend)
Letzte Änderung: 17 Aug 2017 20:03 von aos.
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17 Jul 2017 23:28 #481738
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aos schrieb:
@Wolfgang: Zu der Zeit gab's aber noch keine Kamera mit so vielen Bildpunkten ;-)

... man hat sich damals um jedes KB Gedanken gemacht, woher auch immer die Datenmenge kam. Die Fehlermeldungen waren damals wie heute ähnlich. Oder man wartete halt einfach mal fünf Stunden für 'nen Upload, den sich niemand angeschaut hat. ;-)

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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17 Jul 2017 23:56 #481739
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OFFTOPIC
... damals war das vor allem eine Kostensachen (neben der Zeit).
Da ich den Upload ins Forum nicht persönlich überwachen muss, ist es mir ziemlich egal, ob das 10 Minuten oder 1 Minute dauert. Allerdings will ich das Perfomance des Forums nicht unnötig strapazieren.

Zu meinem Uploadproblem gibt es übrigens ein separates Thema: namibia-forum.ch/for...eim-foto-upload.html

Guten Nacht
Axel
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18 Jul 2017 09:08 #481752
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Wenn ich die breite Schneise sehe, die für den Ausbau der D3700 zwischen Swaartboisdrift und Epupa Falls in den Busch gefräst wurde, stimmt mich das schon ein wenig wehmütig. Ich hatte gehofft, dass die Strecke etwas behutsamer instandgesetzt wurde und so zumindest ein wenig der bisherige Charakter erhalten bleibt. :(
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19 Jul 2017 21:23 #481928
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09.06.2017 Hartmanntal Teil 1

Heute stand für mich der Höhepunkt der Reise an: das Hartmann Valley über die Green Drum Route. So fuhren wir zum Sonnenaufgang Richtung Norden. Wie man sieht gab es hier etwas Regen und somit auch ein paar Tiere.














Kurz vor Erreichen des Enga Valley wurde die Landschaft für ein paar Kilometer felsiger




Wir erreichten einen Trockenfluss, der in den Ondonduiengo River (von der Drum Route kommend) mündet.Der Ondonduiengo fließt Richtung Enga Valley und verliert sich im Dünengürtel.


Die Dünen im Hintergrund liegen bereits im Nationalpark


Der einzelne Baum im Flußbett grünte sogar


Kurz vor der grünen Trommel trafen wir auf diesen Bettler




Die Tonne und der Trockenfluss unmittelbar dahinter




Die Green Drum Route führt nicht durch das Hartmanntal selber, sondern oberhalb des Tal entlang (mit einem Höhenunterschied bis zu 250m). Das Hartmanntal ist zum Teil durch ein Höhenzug abgegrenzt, sodass es mir teilweise so vor kam, durch einen separates Tal zu fahren. Verbotsschilder sind entlang der Green Drum Route nicht zu finden. Anfangs fuhren wie entlang der Ausläufer des Dünengürtels.














Hier sind wir (noch) oberhalb des Hartmanntal mit Blickrichtung Süden. Hier war es sandig. Wir mussten für ein kleines Stück sogar die Untersetzung einlegen.









Wir haben alle möglichen Stichstraße Richtung Hartmanntal "mitgenommen". Allerdings sah man das Tal hier (17°22'53.32"S 12°12'54.31"E) noch nicht so gut.




Weiter ging es bis zum nächsten Aussichtspunkt


Welcher bei 17°20'12.66"S 12°11'20.84"E erreicht wurde








Letzte Änderung: 19 Jul 2017 21:40 von aos.
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22 Jul 2017 21:27 #482151
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09.06.2017 Hartmanntal Teil 2

Blick Richtung Süden entlang der Green Drum Route


Unser nächster Aussichtspunkt (17°17'52.48"S 12°10'42.65"E) lag an einer Verbindungspiste ins Tal. Um dort hin zu gelangen, sind wir ein kurzes Stück gegangen.






Geplant war, nun zu unserem angedachten Übernachtungsplatz (17°15'24.98"S 12°9'20.85"E) zu fahren. Dort wollten wir ein wenig verweilen und später am Nachmittag über die dahinterliegende Abfahrt (17°15'6.65"S 12°9'20.12"E) zu den Aussichtspunkten am Ende des Tals fahren. Daraus wurde allerdings nicht, da wir eine sandige Anhöhe ca. 2,5 km vor dem Übernachtungsplatz nicht hochgekommen sind. Mit weniger Luft in den Reifen hätten wir es vielleicht geschafft. So planten und kehrten wir um. Wir fuhren die Verbindungspiste, an der wir zuvor den Aussichtspunkt besucht hatten, runter ins Hartmanntal. Entlang dieser Piste entdeckten wir eine schöne Stelle zum Übernachten. Im Tal begutachteten wir der Neugier halber die Piste, die wir ursprünglich ins Tal fahren wollten. Diese war so steil und tiefsandig, dass wir uns nicht getraut hätten, dort hinunter zu fahren. Hier hoch zu fahren, erschien uns unmöglich.

Nun fuhren wir auf die Hügelkette am Ende des Tals. Als erstes steuerten wir diesen Punkt (17°12'7.26"S 12°10'24.67"E) an. Die angolanische Seite wirkte noch karger und hat keinerlei Bewuchs, noch nicht einmal Sand gab es dort ;-). Lebende Tiere sahen wir in unterem Hartmanntal keine.








Blick zurück ins Hartmanntal


Aussicht2: 17°12'29.44"S 12°10'54.33"E. Auf der ca. 700 m Wanderung dorthin kamen wir an diesem Skelett vorbei. Irgendwie passte dies in die karge Landschaft. Eine bessere Aussicht hätten wir von dem ca. 200 m südlichen liegenden Hügel (ca. 50 Höhenmeter) gehabt. Bei 37°C verzichteten wir aber darauf.










Es gibt noch einen weiteren Aussichtpunkt, der ca. 1,5 km weiter südlich liegt. Das erste Stück der Piste, das wir noch einsehen konnten, sah uns nicht ganz geheuer aus. Da wir nichts riskieren wollten und es uns zum Wandern zu heiß war, fuhren wir lieber zurück, aber nicht ohne noch einen weiteren Aussichtspunkt "mitzunehmen" (17°12'16.10"S 12°10'47.29"E). Dieser lag an der Piste zum Kunene runter. Wir gingen ein paar Schritte zur Kante für diese Ausblicke.






Gerne wären wir weiter zum Fluss gefahren. Allerdings wurde die Piste steil und tiefsandig, sodass nicht wieder auf gleichem Wege hochgekommen wären. Also fuhren wir ins Tal zurück.


Und begaben uns zu unserem Übernachtungsplatz (17°18'24.14"S 12°10'52.95"E), den wir gegen 15:15 Uhr erreichten. Die Aussicht war bestens.


Zum Sonnenuntergang machte ich noch ein paar Aufnahmen vom Tal.
















Unmittelbar nach dem die Sonne verschwunden war, kam ein heftiger Wind auf, der in einen Sturm überging. Nach ca. einer Stunde ließ der Sturm abrupt nach und es war wieder windstill. Wir entfachten unser Lagerfeuer und ich machte ein paar Fotos. Es verging eine Stunde und der Sturm kehrte zurück. Wir löschten das Feuer gründlich und gingen früh zu Bett.




Gefahrene Kilometer: 185
Verbrauch: 18,7 l/100 km (176 l verbleibend)
Anhang:
Letzte Änderung: 22 Jul 2017 21:51 von aos.
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