Mom and Daughter auf Namibia-Safari

Reisebericht 155 Antworten · 27,1k Aufrufe · gestartet 25. Juni 2017 von Flash2010
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201525. Juni 2017 · #1
Hallo ihr Lieben!

Drei Tage ist es nun her, dass wir wieder auf deutschem Boden gelandet sind und unsere diesjährige Namibiareise fühlt sich teilweise wie eine kleine Traumreise an, da wir kaum glauben können, was wir wieder für eine tolle Zeit hatten.
Wir hatten Erlebnisse, die ich ohne unsere Fotos und Videos kaum glauben könnte und momentan bin ich gedanklich noch immer in unserem Seelenland, daher möchte ich genau jetzt beginnen, unser Erlebtes Revue passieren zu lassen. In Gedanken kann ich noch immer die trockene Luft schmecken, die wärmende Morgensonne spüren und den Wind pfeifen hören.

Wir, das sind meine Mama Petra (55) und ich, Laura (26). Gegenseitig könnten wir uns keinen besseren Reisepartner vorstellen und wir lieben es, unsere kleinen Namibiatrips zu planen und darüber stundenlang quatschen zu können, ohne dass Langeweile aufkommt. Vor Ort haben wir die gleichen Interessen der Tierbeobachtung, worauf unser Hauptaugenmerk gerichtet ist, und können in den gleichen Momenten zusammen weinen vor Glück.

Wer meine letzten beiden Reiseberichte kennt, weiß, dass wir bisher noch nicht allzu viel im Land herum gekommen sind, da wir zwei Freundinnen dort haben, die wir besuchen und unser Hauptziel Etosha ist. Außerdem kann Petra nicht länger als drei Wochen Urlaub nehmen, weswegen wir uns vorgenommen haben, ab jetzt jedes Jahr eine neue Ecke zu entdecken, anstatt für drei Wochen Lodgehopping zu betreiben. Für 2018 haben wir uns endlich mal Swakopmund und die Region Brandberg und Vingerklip vorgenommen. 2019 möchten wir gerne Fish River Canyon, Soussousvlei und mit viel Glück die Desert Horses sehen.

Unsere erste Station, Farm Robyn liegt in der Nähe von Kamanjab und grenzt direkt an Etosha. In den letzten Jahren war es hier zu gefährlich, durch den Busch zu spazieren, aber seit fast einem Jahr ist das Gebiet Löwen- und Elefantenfrei, dank einem starken Elektrozaun. Man kann die Löwen allerdings von einer Nachbarfarm aus ab und zu brüllen hören. Auf Robyn verbringen wir eine wundervolle Zeit zum Abschalten und werden jedes mal aufs Neue von Jutta mit ihren exklusiven Arrangements überrascht.
Von dort aus starten wir mit dem Backie von Jutta unsere Etoshatour von einer Woche. Zurück auf Robyn haben wir noch ein paar Tage zum Erholen, bis es dann runter nach Windhoek geht und und Reiten auf dem Programm steht. Auf Hohewarte verbringen wir eine wundervolle Zeit, wenn wir auf dem Rücken der Pferde den Busch von einer ganz anderen Seite erleben können.

Wer unser fröhliches Mutter-Tochter-Gespann also begleiten möchte, ist herzlich willkommen und ich freue mich, alles gedanklich noch einmal durchleben zu können und mit euch zu teilen. Nach unserer Landung musste ich mich irgendwie beschäftigen und sortierte direkt alle Bilder und Videos und schnitt sogar schon meinen diesjährigen Etosha-Film zusammen, vielleicht erinnert sich der ein oder andere an den vom letzten Jahr https://www.namibia-forum.ch/forum/15-fotos/289740-die-volle-droehnung-etosha-video-gegen-fernweh.html
Den diesjährigen veröffentliche ich erst, nachdem ich unsere Etosha Erlebnisse nieder geschrieben habe, denn es gibt dieses Jahr ein Grande Finale! Wir hatten wieder beide den selben Gedanken: Das muss uns wieder jemand geschickt haben! Ein Moment, der unbeschreiblich war, ich musste laut Schluchzen und mir kamen die Tränen.

Nachdem unser Urlaub mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte, wurde uns im Nachhinein eine wundervolle Zeit geschenkt! Mit tollen Begegnungen, warmherzigen Menschen und unvergesslichen Momenten.

Unser Ablauf in Kurzform:
3 ÜN Farm Robyn
1 ÜN -Überraschung- 😉
1 ÜN Etosha Safari Lodge
2 ÜN Halali
3 ÜN Okaukuejo
3 ÜN Farm Robyn
1 ÜN Pension Steiner
3 ÜN Hohewarte

Für das Schreiben bin ich zuständig, aber Petra liest fleißig mit und wir freuen uns über jeden interessierten Mitfahrer!

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zuletzt bearbeitet 25. Juni 2017
1'079 Beiträge · seit 201625. Juni 2017 · #2
Na dann spring ich mal an Bord und lasse mich durch die Landschaft schaukeln.
LG
Ernst
6'152 Beiträge · seit 200625. Juni 2017 · #3
hallo Laura,
nehme gerne Platz und freue mich mit Euch wunderbare und erlebnisreiche Tage zu verbringen.
Einen schönen Sonntag wünscht
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
1'794 Beiträge · seit 201325. Juni 2017 · #5
Hallo ihr Zwei, dann quetsch ich mich mal rein ins Automobil!

LG NOGRILA
847 Beiträge · seit 201525. Juni 2017 · #6
Yiippiiieeee, da sind die Damen ja wieder 🙂 🙂 ich freu mich mega auf euren RB. Wie schnell die Zeit vergeht, wenn man erst unterwegs ist. Das Warten gestaltet sich hingegen als Never Ending Story 🙂 🙂

Kann losgehen, habe schon Platz genommen und bis totaaaaal gespannt. Du machst es wirklich spannend 😮 🤩 🤪

LG Netti
Jeder Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag 21 Tage Dauergrinsen im Caprivi? - Namibia August 2019 24 Tage Dauergrinsen - Namibia August 2017 Roadbook 2017 & 2019
zuletzt bearbeitet 25. Juni 2017
85 Beiträge · seit 201525. Juni 2017 · #7
Hallo Laura und Petra, ich reise auch gerne mit euch um meine Sehnsucht zu stillen. Den Spannungsbogen hast du ja schon weit geöffnet, hoffentlich geht es bald los.
Liebe Grüße Kerstin
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201525. Juni 2017 · #8
Wir freuen uns, euch an Bord willkommen zu heißen 🙂

Ich fange an mit der turbulenten Abreise und ein paar schlechten Omen 😈

Abflug in Frankfurt am Main

Da stehen wir nun vor unseren Koffern und überlegen, was wir am ehesten noch entbehren können, da wir überraschenderweise doch über die erlaubten 23 Kilo gekommen sind. Zurückdenkend war dies das erste Omen, denn so viel Gepäck hatten wir noch nie. Ich packe noch ein Paar Schuhe aus, lasse meine Haarspülung zu Hause und wir verstauen noch einige Mitbringsel im Handgepäck. Als Überraschung für Jutta ließen wir ein gutes Pfund Spargel einschweißen, was aber im Koffer besser aufgehoben ist. Jetzt rasten die Schlösser und Kofferbänder endgültig ein und wir warten auf meine Tante und Schwester von Petra. Und warten. Und warten. Dies war das zweite schlechte Omen, denn in unserer Familie kommt man eher zu früh als zu spät. Endlich fahren sie mit dem Auto vor und wir verstauen unser Gepäck. Wir kommen gut durch über die A3 zum Flughafen und sind sehr beruhigt, in keinen Stau geraten zu sein. Auch war für diesen Tag und diese Gegend eine Unwetterwarnung herausgegeben worden, aber von Unwetter ist noch keine Spur.
Angekommen, schießt Andrea noch unser obligatorisches erstes Urlaubsfoto

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Gut gelaunt machen wir uns auf den Weg zum Check-in und stellen fest, dass wir nicht die einzigen sind, die so extrem früh schon am Flughafen sind. Die nette Dame am Schalter nimmt uns ein ganz klein wenig die gute Laune, als sie uns verkündet, dass die Maschine bis auf den letzten Platz ausgebucht sei. Drittes schlechtes Omen. Wir nehmen es locker und gestehen uns ein, dass wir einfach zu verwöhnt sind von den letzten Flügen und irgendwie würde die Zeit schon vorbei gehen.

Die Sicherheitskontrolle kann ich diesmal ohne Piepen passieren und der junge Herr kommt extra noch einmal nach hinten durch, um sich mein Namibia-Tattoo erklären zu lassen. Währenddessen frage ich mich, was bei Petra denn so lange dauert. Ich schaue herüber zu dem Sicherheitsbeamten am Bildschirm. Immer wieder fährt er ihren Rucksack vor und zurück und beleuchtet ihn ganz genau. Tja, merke, Batterien sehen auf diesem Bildschirm aus wie Patronen. Ein Beamter nimmt sie beiseite und räumt Stück für Stück den Rucksack aus. Was dort alles zum Vorschein kommt, lässt uns lachen und auch der Beamte staunte nicht schlecht. Zwei große Packen Batterien sind ja noch irgendwie zu erklären, aber die zehn Flaschenöffner-Rohlinge, zwei in Weihnachtspapier eingepackte Bücher und die Buckles für Heikes Westernsattel weniger. Was man eben so in Namibia braucht sind unsere Worte und alles war in Ordnung. Dachten wir - zu guter Letzt wird Petra auch noch zur Sprengstoffkontrolle gebeten. Die Beamtin nimmt Abstriche von Wange, Hand und Hosenseckel und schiebt das Stäbchen in ein Lesegerät - negativ natürlich. Schlechte Omen Nummer vier und fünf.
Nach wie vor sind wir aber guter Reiselaune und nehmen alles mit Humor, bzw. sind uns einig, dass solche Kontrollen ja wichtig sind.

Im Wartebereich beim Boarding checke ich noch einmal die aktuelle Wetterlage ab und lese auf der Seite von FFH, dass es wohl zu Flugverzögerungen kommt und es den Airlines selbst überlassen wird ob sie starten oder nicht. Draußen ist es zwar ein wenig duster, aber von Unwetter jetzt keine Spur.

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Da wir in die vorletzte Reihe eingebucht wurden, können wir mit den Ersten die Maschine besteigen, denn es wird penibel darauf geachtet, dass sich niemand vordrängelt. Wir nehmen das Nötigste aus unseren Rucksäcken heraus, verstauen sie über uns und beobachten das Gewusel der anderen.

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Irgendwann setzt sich der Flieger endlich in Bewegung und fährt übers Rollfeld Richtung Startbahn. Schmetterlinge machen sich im Bauch bemerkbar - so lange hatten wir die Monate, Wochen und Tage gezählt und jetzt geht es endlich wieder in unser Seelenland!
Durch die dicke Wolkendecke hindurch rüttelt es uns ziemlich durch und es dauert eine Weile, bis die Anschnallzeichen nicht mehr aufblinken. Kommen wir zu schlechtem Omen Nummer sechs. Wir stellen nun fest, dass unsere beiden Bildschirme nicht funktionieren. Petra hatte schon vor dem Start dauernd daran herumgedrückt und war entnervt, sodass ich immer wieder sagte, sie solle mal abwarten, bis wir in der Luft sind. Es überraschte mich, normal bin ich diejenige, die sich an nicht funktionierender Technik stört. Auch nach einem Reset durch einen Steward bleiben die Bildschirme schwarz. Naja, blöd gelaufen, die 10 Stunden werden auch so irgendwie rum gehen. Noch bevor es dunkel ist, werfen wir die Schlaftabletten ein und hoffen auf eine ruhige Nacht. Schön wäre es gewesen, aber nein, auch dies bleibt uns verwährt. In der letzten Reihe sitzen Crewmitglieder, die sich recht laut unterhalten und der junge Mann hinter Petras Sitz tritt die ganze Zeit, hat ein paar Mal seine Handyleuchte an und hält sie in unsere Richtung. Ich vermute, er hat etwas zu tief ins Glas geschaut und Petra ermahnt ihn mehr als einmal.
Ich höre Musik und versuche, alles um mich herum auszublenden, aber an Schlaf ist auch bei mir nicht wirklich zu denken.

Als das Licht angeschaltet wird und man in geräderte Gesichter rundherum schaut, erkenne ich auf einem Bildschirm eines Mitreisenden schon die Etoshapfanne und Freude macht sich in uns breit. Das Frühstück ist auch in Ordnung und es gibt wieder warme Brötchen.
Zu Hause haben wir bereits die Einreiseformulare ausgefüllt, die wir am Flughafen in Windhoek mitgenommen hatten. Von der letzten Reihe aus können wir direkt die Maschine verlassen, laufen ordnungsgemäß um die menschlichen Pylonen herum und sind bei den Ersten an den Einreiseschaltern. Wir blicken wie immer in muffige Gesichter, aber lächeln und bedanken uns freundlich. Am Gepäckband wollen wir schon eine kleine Wette abschließen, wer diesmal zuerst seinen Koffer bekommt. Das Band rollt auch schon, aber irgendwann kommen keine neuen Gepäckstücke mehr. Wir lachen noch und sagen, die überanstrengten Mitarbeiter brauchen bestimmt eine Pause.
Und jetzt kommt der große Gau.
Auf einmal bekomme ich ein paar Meter neben mir mit, dass ein Flughafenmitarbeiter den Leuten mitteilt, dass es das war an Koffern. Er blickt in fassungslose Gesichter. Petra sagt, ich solle mal näher ran gehen, damit wir wissen was los ist. Der Mitarbeiter sagt, dass die Koffer noch in Frankfurt seien und Dienstagmorgen hier ankommen sollen. Aus mir platzt heraus "Are you kidding me?". Ich wusste, dass die Schuld nicht bei den Mitarbeitern vor Ort liegt, daher bin ich genervt, aber bleibe höflich. Wir bekommen Formulare in die Hand gedrückt und ich bin in diesem Moment den Tränen nah. Klar, ließen sich zwei Tage überbrücken, aber mir ist in diesem Moment klar, dass wir die Koffer niemals am Dienstag bekommen würden. Von einem anderen Mitreisendem bekommen wir die Hiobsbotschaft, dass an die 200 Koffer aufgrund einer Störung der Systeme zur Gepäckverarbeitung in FFM nicht mitgekommen sind. Wir füllen die Formulare aus und geben Jutta auf Robyn als Kontaktadresse an, was rückblickend nicht die beste Idee war.
Naja, wir können es jetzt nicht ändern und versuchen, die Fassung zu wahren. Zwei junge Mädchen neben uns müssen doll weinen und Petra hat schon das Bedürfnis, sie mütterlich in den Arm zu nehmen. Andere ärgern sich, da sie die Vouchers im Koffer haben. Wir haben Gott sei Dank alles Wichtige im Handgepäck: Alle Papiere, Ladekabel, Kameras, Kamera-Akkus, Speicherkarten, Taschenlampen, Haarbürsten und Ferngläser. Und ich hatte mein Busch-Outfit an.
Petra holt sich noch einen Kaffee und ich warte draußen auf Heike. Als sie mein langes Gesicht entdeckt, ist sie irritiert. Ich zeige jämmerlich auf die zwei Rucksäcke und Fototasche und sage nur kleinlaut "das ist alles..". Wir begrüßen uns trotzdem herzlich und als Petra dazu kommt, erklären wir ihr alles.

Trotz allen Widrigkeiten, endlich haben wir wieder diesen Anblick hier!

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Wir nehmen unsere (nicht) sieben Sachen und verstauen alles im Auto. Als wir uns auf Pad befinden, versuche ich mir zu verinnerlichen, dass wir in Namibia sind und das alles ist, was zählt, alles andere ließ sich schon regeln.

Also, auf gehts nach Robyn
Zwischen Okahandja und Otjiwarongo machen wir eine Frühstückspause und Heike hat viele leckere Sachen eingepackt. Wir aßen Farmerbrot mit Zebrasalami und etwas Obst und Kuchen. So unterwegs schmeckt alles einfach nochmal besser!

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Auf der Strecke bis nach Otjiwarongo kann ich endlich mal entspannt die Augen zu machen. Hier haben sonntags zum Glück die Läden geöffnet und wir wollen uns zumindest was für die Nacht kaufen. In einem Laden, den man namibischen Kik nennen kann, kommen wir uns vor wie bei Shopping Queen und greifen uns in kürzester Zeit Jogginghosen, T-Shirts, Tops, Unterhosen und Flipflops. Wir haben noch 270 km vor uns, da probiert man nicht erst in Ruhe alle Sachen an, sondern greift sich das, was passen könnte.

Der Rest der Strecke vergeht sehr schnell und mir fallen vor Erschöpfung wieder die Augen zu. Petra und Heike tratschen über die neuesten News aus dem Busch. Ehe ich mich versehe, sind wir in Kamanjab und nun ist es nur noch ein Katzensprung bis Robyn. Ich schreibe Jutta eine SMS, dass wir jetzt in Kamanjab losfahren. Wir hatten im Vorfeld vereinbart, wir klettern am Elektrotor über die Mauer und öffnen es uns selbst. Trotzdem muss man sich dort Bescheid geben, wo man gerade ist, im Falle einer Panne mit nicht vorhandenem Handyempfang.
Der wahre Grund aber, warum Jutta unbedingt wissen wollte, wann wir kommen ist dieser:
Habe leider vergessen, Fotos zu machen, daher gibt's das Video zu unserem Empfang
https://youtu.be/aiDykkEXyNs

Als wir Jutta begrüßen, kullern endlich wahre Freundentränchen und wir zischen erstmal ein kühles Windhoeker Lager und Savanna. Alles Chaos war in diesem Moment vergessen. Mensch, was sie sich wieder mal hat einfallen lassen.

Auf der Farm begrüßen uns die Vierbeiner Waltraut, Paul, Krümel und Schonga überschwänglich und freuen sich sehr uns zu sehen. Wir sind uns wieder sicher, irgendwie erinnern sie sich bestimmt noch an uns. Wir begrüßen auch Enginie und Immanuel herzlich und Immanuel freut sich, keine Koffer schleppen zu müssen. Wir nehmen's ebenfalls positiv und denken uns, dann gibt's für uns auch nichts auszuräumen 😉
In unserem Zimmer liegen schon stapelweise Klamotten von Jutta für uns bereit und wir denken uns, andere sind schlimmer dran, die in Lodges eingebucht sind und nur ein Outfit bei sich haben. Mein Outfit für diesen Abend besteht aus Glitzertop mit Khaki-Hemd von Jutta, namibischen Kik-Jogginghosen und meinen Kuduschuhen. Langsam können wir ein wenig über die Situation lachen.

Zum Sundowner bittet Jutta uns auf die Ostterrasse, wo wir Springböcke, Warzenschweine und eine Giraffe beobachten, die an der kleinen Wasserstelle ihren Durst löschen. Wir genießen unheimlich die Ruhe und das Ambiente um uns herum und sind glücklich, hier zu sein.

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Das Dinner wird ebenfalls auf der Ostterrasse serviert mit vielen Fackeln und Feuer am Hundepool. Zur Vorspeise reicht uns Enginie Maultaschen, gefüllt mit Omajovas und Spinat, garniert mit "Streuseln". (Wir kennen es von früher, geröstete Semmelbrösel, gab es immer bei meiner Oma). Zum Hauptgang wird Zitronenreis, Paprikasalat aus Juttas Garten und Fleisch vom Eland gereicht. Einmal Filet und einmal Rücken, gefüllt mit Tomatenpesto. Was freuten wir uns zu Hause schon auf dieses Fleisch! Zum Desert gibt es eine Karamellpanacotta und der Abend geht schon sehr früh zu Ende.

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Ich gehe vor aufs Zimmer und mache mich schon einmal bettfertig. Als ich an den Nachttisch gehe und die Lampe anmachen möchte, sehe ich im Bruchteil einer Sekunde einen großen grauen Kopf dahinter hervorschauen. Ich stoße einen hysterischen Schrei aus und im gleichen Moment krabbelt das Kerlchen die Wand hoch. Ich denke mir "okay, nur ein großer, wirklich fetter Gecko". Da es zu dieser Zeit noch sehr heiß war um Kamanjab, waren noch viele Schlangen aktiv und Jutta hatte in den vergangen Wochen Mambas, Kobras, Baumschlangen und drei Tage zuvor eine fette Puffotter. Wenn man dann einen solchen Kopf erblickt, wird es einem erst einmal anders.

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Der Gecko krabbelt hoch ins Gebälk und Petra kommt herein. Irgendwie müssen wir nun über das ganze Chaos lachen. Vielleicht sind wir auch einfach nur übermüdet. Wir schlafen sehr schnell ein und ich wünsche mir, dass es nur ein böser Traum war.
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zuletzt bearbeitet 25. Juni 2017
199 Beiträge · seit 201525. Juni 2017 · #9
Hallo Laura,

ich steig mal mit ein - und oute mich gleich mal, denn ich glaube wir sassen im gleichen Flieger 😄
Das war doch der Flug vom 03.06., oder ??
Wenn ja, bin ich mal gespannt wer von uns eher die Koffer hatte...bei uns wurde es am Dienstag auch nichts (ich vermute mal bei niemandem, ausser man hat bei sortieren geholfen 😉 )

LG Nordlicht
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele: Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Darum, Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist's! Reise, reise! Wilhelm Busch (1832 - 1908)
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201525. Juni 2017 · #10
Hi Nordlicht,
genau, das war der Flug am 3.6.

Ich glaube ich kann mit Sicherheit sagen, dass wir bei den allerletzten waren, die sie entgegennahmen 😣 Einige hatten sie aber dienstags schon, das weiß ich von unserem Reiseagenten in Windhoek.

Liebe Grüße zurück
Laura
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199 Beiträge · seit 201525. Juni 2017 · #11
Dienstag schon ?? Aber stimmt, als wir Dienstag abend mit dem Flughafen telefonierten, hiess es das unsere Koffer unterwegs sind, aber es dauern kann bis wir sie bekommen. Wir hatten sie schliesslich am Donnerstag 😄

Laut unserer Agentur waren es übrigens letztendlich über 300 Koffer, die nachgeliefert wurden und dann am Dienstag sortiert und manuell erfasst wurden. Daher ist es für mich immer noch erstaunlich, das es (zumindest für uns) so gut ausgegangen ist.
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Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201525. Juni 2017 · #12
Ja, ich vermute, an die Leute, die am nähsten am Flughafen noch waren. Okay, dann waren wir wirklich Leidensgenossen, wir konnten sie auch Donnerstag entgegen nehmen, sie wurden aber Mittwochabend schon an die gewünschte neue Adresse geliefert. Wo wart ihr denn, als ihr sie bekommen habt?

Frage mich sowieso, was das für ein riesen Chaos gewesen sein muss in FFM. Das war ja ein Ausfall von mehreren Stunden und es waren Gepäckstücke für die ganze Welt betroffen, vor allem in beiden Terminals.
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568 Beiträge · seit 201425. Juni 2017 · #13
Ohne zu wissen, ob man auch als (zivilisierter glücklich verheirateter) Mann 😕 (ohne Macho-Ambitionen) so einfach mitfahren darf, wage ich es einfach mal und hoffe zu lesen, was meist aus solchen Situationen entsteht:
besonders intensives Genießen kommender Erlebnisse!
Du weißt schon: das mit dem Schatten und dem Licht und so...
Grüßle!
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201525. Juni 2017 · #14
Hallo Randfontein,

natürlich bist du auch willkommen 🙂

LG
Laura
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199 Beiträge · seit 201525. Juni 2017 · #15
Wir waren dann in Okaukuejo.
Im nachhinein haben wir erfahren das die Koffer am Mittwoch an unsere vorige Unterkunft geliefert worden sind (laut dem Zettel, der an meinem Koffer klebte, haben wir ihn um eine Stunde verpasst 😊 ), von dort wurden sie zurück nach Windhoek geschickt und dann weiter nach Okaukuejo.
Laut unserer Agentur waren wir am Mittwochabend nicht die einzigen ohne Gepäck. Blöde Situation, aber im Endeffekt haben wir (wie ihr warscheinlich auch) das beste draus gemacht. Da wir im Camper unterwegs waren, mussten wir sowieso noch einkaufen und dann wurde eben noch der PEP geplündert. Ich habe jetzt die Rechnung einfach mal an AN gemailt, mal sehen ob die sich an unserem Shoppingtrip beteiligen 🤩
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zuletzt bearbeitet 25. Juni 2017
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201525. Juni 2017 · #16
Ärgerlich, aber immerhin hattet ihr sie dann. Ich hörte dienstags noch, es ist noch nicht klar, ob die Koffer in den Park geliefert werden, weil wir ab freitags dann drinnen waren.

Hätten wir sie für die Tour nicht gehabt, hätten wir uns auch auf Flughafenkosten eingekleidet, aber wegen den paar Billigklamotten haben wir keine Lust, so einen Aufwand zu betreiben. Aber euch drücke ich die Daumen 😉
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zuletzt bearbeitet 25. Juni 2017
5'049 Beiträge · seit 201425. Juni 2017 · #17
Hallo Laura und Petra,

einen Bericht von Euch lass ich mir natürlich nicht entgehen und steige gleich mal zu!

Das mit eurem Gepäck war ja ziemlich ärgerlich - aber Hauptsache ihr seid rechtzeitig in Namibia angekommen!

Jetzt bin ich gespannt, was ihr so alles gesehen und erlebt habt und feue mich auf jede Menge Fotos.

LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201525. Juni 2017 · #18
Hi Konni,

vielen Dank! Ihr hattet ja auch einen holprigen Start, der glaube ich ärgerlicher war als unserer. Man muss einfach denken, es kann nur besser werden und das wurde es ja auch 🙂

Liebe Grüße zurück
Laura
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1'079 Beiträge · seit 201626. Juni 2017 · #19
Hallo Laura!
Mehr als ein Sch...beginn eurer Reise. Hoffentlich war dann der Rest eurer Reise ohne Probleme.
LG
Ernst
1'543 Beiträge · seit 201326. Juni 2017 · #20
Hallo Laura,

und hüpf, hinein ins Auto, wenn ich darf. Bei der Reise von zwei so sympathischen Ladys muss man doch dabei sein.

Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 26. Juni 2017