THEMA: Die Eulenmuckels 2016 in Namibia und Botswana
14 Nov 2016 18:00 #452091
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  • tiggi am 14 Nov 2016 18:00
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Liebe Muckels,
was wäre ein Winter ohne Afrika und euren Bericht? Endlich geht es los und ich freue mich dieses Jahr besonders auf eure tollen Foto, da wir die Sommerferien nicht in Afrika verbracht haben. Irgendwie fehlte uns etwas und nun hoffen wir auf den Ausgleich.

Es kann also weiter gehen... :) ;)
Liebe Grüße
Biggi
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14 Nov 2016 18:19 #452093
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  • fotomatte am 14 Nov 2016 18:19
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Hallo Ruth und Uwe,

da schaut man mal einen Tag nicht ins Forum, und still und heimlich fangt ihr nun doch an. Endlich! :whistle: B)
Aus gegebenem Anlass werde ich besonders deutlich hinschauen, wo ihr euch so rumgetrieben habt.
Und Einiges kenne ich ja bereits. Ich freue mich auf euren Bericht und viele Vögel.

Herzliche Grüsse,
Matthias
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14 Nov 2016 20:55 #452124
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  • Eulenmuckel am 14 Nov 2016 20:55
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Hier ist ja ganz schön was los. Vielen lieben Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen. Wir sind ganz gerührt von eurem Interesse.

@Elsa: Natürlich haben wir auch viele Vierbeiner entdeckt. Schön, dass du dabei bist.

@Anita und Anette: Ja, in dem Auto ist schon ziemlich viel Platz für alles. Überhaupt ist der Camper so luxuriös, dass wir schon überlegt haben, den Bericht "Die Eulenmuckels auf Glamping-Tour" zu nennen.

@Konni: Herzlich willkommen. Auch wenn ihr ja selbst gerade im KTP wart, wird es euch bestimmt niemals langweilig dort.

@Kristina, Sascha, Matisa: Bis wir im KTP angekommen sind, wird es noch ein bisschen dauern. Aber der Besuch hat sich wieder gelohnt.

@Beate: Die Sichtungen im KTP unterliegen wie in jedem anderen Nationalpark dem wechselnden Tagesglück. An einem Tag entdeckst du Löwen und bist total euphorisch, dann siehst du tagelang mal wieder “nur” Antilopen und Vögel und denkst, dass niemand außer dir so viel Pech hat. Man sollte am besten mit nicht so hohen Erwartungen an die Sache herangehen, was aber sehr viel einfacher gesagt als getan ist.

@Claudia: Schön, dass ihr auch wieder dabei seid.

@Logi: Du erwartest sicherlich kein Mitleid. Denn selbst erleben ist doch immer noch besser als Reiseberichte zu lesen.

@Birgit und Werner: Mit euch haben wir noch ein paar weitere Vogelexperten an Bord. Prima. Ihr könnt uns sicherlich bei Bestimmungsfragen helfen.

@Karsten: Richtig. In der Mabuasehube-Region waren wir letztes Jahr und von den Sichtungen etwas enttäuscht. Dieses Mal haben wir den Park am Kaa-Gate verlassen. Und das war viel besser. ;-)

@Hanne: Das mit dem Bargeld hat ja zum Glück noch geklappt, nachdem ich meinen Irrtum bemerkt hatte. Das leckere Essen ist also gesichert.

@Kerstin: Vielen Dank. Uns macht es auch Spaß, so viele nette Mitfahrer zu haben.

@Anka: Klaut euch so viele Tipps, wie ihr möchtet.

@Oliver: Dankschön

@Gromi: Da sagst du was. Wir wollen nicht vorgreifen, aber die Wärmflasche wirst du brauchen.

@Anne: Ich bin mir nicht mehr sicher, ob es eine so gute Idee ist, eine alte Kreditkarte mitzunehmen. Wenn man sich damit selbst austrickst, sorgt sie nur für Verwirrung.

@Sonja: Eine Rückbank haben wir im Landcruiser zwar nicht, aber die virtuelle Rückbank ist beliebig groß. Kannst dich also ausbreiten und in Ruhe aus dem Fenster schauen. Außerdem haben wir natürlich ein Plätzchen für dich reserviert.

@Nette: Wir sind ebenfalls baff. Mit so vielen Rückmeldungen hätten wir nicht gerechnet. Das motiviert uns sehr, schnell den nächsten Tag zu veröffentlichen.

@Ingrid: Wir dachten, mit dem tausendsten Tatort können wir konkurrieren und haben daher für den Start des Berichts die beste Sendezeit gebucht. ;-) Natürlich wollten wir nicht ohne euch aufbrechen. Aber noch sind wir ja in Windhoek.
Im Moremi war es auch bei uns recht trocken.

@Biggi: Wir werden versuchen, euer Afrika-Vakuum mit ein paar Bildern und Erlebnissen zu füllen – auch wenn das kein richtiger Ersatz für eine eigene Reise sein kann.

@Matthias: So heimlich war es gar nicht. Schließlich ist das ja ein öffentliches Forum. ;-)
Und ohne dich wären wir ja sowieso nicht gefahren. Schau nur genau hin. Wir freuen uns.

Gleich folgt der nächste Tag.

Viele Grüße
Uwe und Ruth
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14 Nov 2016 20:58 #452125
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Tag 3 – Sonntag, 10. Juli 2016 – Endlich angekommen

Casa Piccolo, Windhoek – Blutkuppe, Namib-Naukluft-Park

Wir schliefen wie Steine mehr als 9 Stunden. Dann riss uns der Wecker aus dem Schlaf. Wir duschten und begannen, Sachen ins Auto zu räumen und insbesondere die Dinge zusammenzutragen, die in Windhoek bleiben sollten. Wir packten alles in unsere Kiste und fuhren um kurz nach acht zu Savanna, wo wir unsere Reisetaschen zurückließen. Danach wurden in der Pension die letzten Dinge im Auto verstaut, und es ging ab zum Frühstück. Bei Kaffee und Rührei genossen wir unseren ersten richtigen Urlaubstag. Mit Sönke, Sandra und Lia verabredeten wir uns in zwei Tagen an der Spitzkoppe und machten uns auf den Weg. Es war schon nach zehn, als wir nochmal etwas Bargeld holten und dann den Weg aus Windhoek heraus nach Westen suchten.



Bald hatten wir die C28 gefunden und legten die ersten Kilometer zurück. Der Landcruiser fährt sich wirklich sehr angenehm. Das Fahrwerk und die Federung sind erstklassig. Als die Teerstraße endete und wir auf Gravel weiterfuhren, zeigte sich der Fahrkomfort. Von dem Motor hatten wir uns noch etwas mehr Spritzigkeit erwartet. So sind die Gänge recht kurz übersetzt, und man fährt schon sehr wie in einem LKW. Natürlich kommt man auch leicht über 100 km/h, aber die Stärken des Wagens liegen eindeutig im unteren Geschwindigkeitsbereich.
Die C28 nach Westen zieht sich endlos dahin. Durch das Khomas Hochland windet sie sich sehr kurvenreich bergauf und –ab. Trotz der vielen Pferdestärken musste Uwe viel schalten, um die Steigungen zu erklimmen. Aber es machte viel Spaß mit dem neuen Auto. Ruth las, und wir hörten Musik. Wieder in Namibia unterwegs zu sein, fühlte sich herrlich an.



Am Boshua Pass machten wir eine kurze Pause. Seit wir das letzte Mal hier waren, waren ein Unterstand und eine Toilette gebaut worden. Leider lag überall Müll herum. Die Aussicht war jedoch grandios, aber zu einem Picknick fehlte uns die Ruhe. Wir hatten die Fahrtzeit ein wenig unterschätzt, und so machten wir uns bald wieder auf den Weg, da wir lieber noch einen schönen Nachmittag an der Blutkuppe verbringen wollten.







Der Nachmittag war bereits fortgeschritten, als wir die Grenze des Namib-Naukluft-Parks erreichten. Kurz dahinter bogen wir Richtung Tinkas ab. Kaum hatten wir uns ein paar Kilometer von der Hauptstraße entfernt, sahen wir schon die ersten Oryx. Bald danach galoppierten einige Zebras davon, kaum dass wir in Sichtweite gekommen waren. Sogar einzelne Springböcke und zwei Schakale entdeckten wir.



Bei Mittel-Tinkas standen die ersten Camper. Wir bogen zum Rock Arch ab. Leider waren auch dort beide Stellplätze bereits besetzt. Wir waren enttäuscht, dass wir dort nicht bleiben konnten. So drehten wir wieder um und fuhren Richtung Blutkuppe. Da es nur noch eine Stunde bis zum Sonnenuntergang war, schickte die Sonne ihr schönstes Licht über die Ebene und beleuchtete die Köcherbäume, die Felsen und die weiten Grasebenen.





Rüppelltrappe







Die Aussicht war traumhaft schön. Aber noch konnten wir dies nicht uneingeschränkt genießen, da wir noch immer keinen Platz für die Nacht gefunden hatten.
Letzte Änderung: 24 Nov 2016 21:15 von Eulenmuckel.
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14 Nov 2016 21:00 #452127
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Entlang des Weges passierten wir ein Auto mit vier Südafrikanern. Sie machten uns Hoffnung, dass an der Blutkuppe sicherlich einer der vielen Stellplätze noch frei sei. Wir schlugen den Weg westlich des Berges ein und fanden alle Campsites unbesetzt. Genau an der Stelle, an der wir uns vor 11 Jahren ohne Allradfahrzeug hoffnungslos im Sand festgefahren hatten, blieben wir. Damals hatten wir weder ein Zelt noch Proviant oder Wasser dabei gehabt. Wir hatten keine Schaufeln und wussten als Neulinge nichts von Luftablassen oder Auto-rückwärts-aus-dem-Loch-herausschaukeln. Mit den wenigen Steinen, die wir mit unseren Handtüchern unter die Räder gelegt hatten, hatten wir uns nicht aus eigener Kraft befreien können und waren mit unserer einzigen Wasserflasche unter dem Arm am Sonntagnachmittag die kilometerlange Strecke Richtung Hauptstraße aufgebrochen. Die Situation war – zugegebenermaßen durch eigene Blödheit – nicht gerade nobelpreisverdächtig, und wir machten uns viele nicht besonders rosige Gedanken. Die bis eben noch genossene Einsamkeit kam uns damals plötzlich gar nicht mehr erstrebenswert vor. Zum Glück wurden wir von zwei zufällig vorbeifahrenden Campern aufgelesen und aus unserer misslichen Lage befreit. Damals reifte der Plan, im nächsten Jahr besser vorbereitet und nur noch mit Allradfahrzeug und entsprechender Ausrüstung unterwegs zu sein.
Umso mehr freuten wir uns nun über diesen für uns so bedeutungsvollen Ort. Es gibt mittlerweile mehrere verstreut liegende Campsites, und wir schlugen unmittelbar neben der Blutkuppe das Lager auf.





Ruth wanderte auf den Hügel, um sich ein wenig die Beine zu vertreten und die herrliche Aussicht zu genießen, während Uwe das Zelt aufklappte.



Tarnung ist alles.



Als die Sonne über dem gegenüberliegenden Felsmassiv unterging, leuchtete die Blutkuppe ihrem Namen entsprechend.





Vom sympathischen Lachen der Bellgeckos begleitet grillten wir Wildsteaks. Dazu gab es Brote mit Knoblauchbutter und gemischten Salat.





Da wir an der Blutkuppe auch schon eisigen Wind und sogar Nieselregen zu dieser Jahreszeit erlebt hatten, waren wir auf alles vorbereitet. Doch so angenehm hatten wir uns unseren ersten Abend nicht erträumt. Bis wir später ins Zelt gingen, lagen die Temperaturen noch knapp über 20 Grad. Kein Grund zum Frieren und damit kein Grund, sich zu beeilen. In der Ferne hörten wir die Schakale rufen, und die Laune war bestens. Wir freuten uns, während wir noch lange draußen saßen und in die zuckenden Flammen des Feuers sahen, jetzt so richtig angekommen zu sein und über das Privileg, einen solchen Ort ganz alleine für uns zu haben.
Vor dem Schlafengehen stellte Uwe noch den Fotoapparat auf und startete eine Zeitrafferaufnahme des Sternenhimmels. Die Bilder, die während der Nacht aufgenommen werden, lassen sich später zu einem Zeitraffer-Video verarbeiten. Man kann sie aber auch übereinander legen und so die Sternenbahnen sichtbar machen.



Unerwartet zeigte sich plötzlich doch noch ein Problem am Auto. Der Griff für die Hecktür war so gut wie gebrochen. Der Hebel hing nur noch am seidenen Faden. So können wir die Tür von außen wohl kaum noch öffnen, evtl. mit einer Zange oder anderem Werkzeug. Wir überlegen, morgen einen Umweg über Swakopmund zu machen, um die Sache reparieren zu lassen.

Kilometer: 268
Letzte Änderung: 14 Nov 2016 21:02 von Eulenmuckel.
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14 Nov 2016 22:02 #452135
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Hallo Eulenmuckels,
da habe ich aber noch einen Sprint hinlegen müssen, um Euch einzuholen. Ich will dringend mit.
Als ich letztes Jahr dieses Forum entdeckte, da war euer Bericht einer der ersten die ich gelesen habe und seitdem komme ich nicht mehr von der Namibia-Forumssucht los. Also, freue mich auf die weiteren Abenteuer und eure tollen Bilder.

Viele Grüße vom Eifelrand

Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft.
3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016:
www.namibia-forum.ch...a-erstlingstour.html
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