GEgeebeeThemenstarter5 Beiträge · seit 202530. Juni 2025 · #1
Hallo,
wir (Paar, Mitte 30) fahren nächstes Jahr vom 20.01. bis 13.02.2026 gemeinsam mit guten Freunden nach Namibia. Ursprünglich hatten wir geplant, die Tour stärker auf Botswana zu fokussieren. Da wir aber zum ersten Mal in Namibia sind und der nördliche Teil Botswanas zu dieser Zeit wegen der Regenzeit nur schwer befahrbar sein soll, haben wir uns für den KTP entschieden. Unterwegs sind wir mit zwei Bushlore Hilux CAM2 (A).
Aktuell ist unsere Route im KTP ungefähr wie folgt geplant:
04.02. Mata Mata Campsite / Kalahari Tented Camp 05.02. Nossob Campsite 06.02. Mabuasehube 07.02. Mabuasehube 08.02. Mabuasehube 09.02. Mabuasehube 10.02. Nossob Campsite 11.02. Mata Mata Campsite / Kalahari Tented Camp
Da uns im KTP insbesondere die botswanischen Camps reizen, weil sie noch sehr ursprünglich sind, stellen sich dazu einige Fragen:
Die spannenden Camps auf der südafrikanischen Seite sind ja bereits ausgebucht – muss man mit etwas Ähnlichem in Botswana rechnen?
Ergibt die Planung so Sinn? Ich fand nach allem, was ich bisher in den sehr spärlichen Berichten gelesen habe, Mabuasehube am interessantesten. Oder würdet ihr andere Regionen empfehlen?
Wie gut sind die Pisten zu dieser Zeit mit unserem Fahrzeug befahrbar? Gerade für den Rückweg hatte ich überlegt, eventuell den Wilderness Trail anzufragen.
Falls ihr ganz andere Ideen habt, gerne immer her damit!
geebee schrieb: Die spannenden Camps auf der südafrikanischen Seite sind ja bereits ausgebucht – muss man mit etwas Ähnlichem in Botswana rechnen?
Ja! Die Buchung der Camps in der Mabua-Gegend ist sogar noch viel schwieriger. Weil das für Mabua und Mpaya nur über Intertourism-group geht. Weil Mabuasehube zum Beispiel nur 3 Stellplätze plus Mabua1 als Ausweichplatz bietet. Kannst ja bei Intertourism-group anfragen, ich befürchte ein "fully booked". Einfacher ist es, über Sanparks erstmal irgendwelche freien Camps an den Tagen zu buchen, die ihr im KTP sein wollt. Über die Zeit werden dann immer wieder Campsite frei, insbesondere ab etwa sechs Wochen vor Termin weil dann noch kostenfrei stornierbar. Euren Plan Matamata bis Nossob und am Ende Nossob - Matamata halte ich für viel zu stressig. Wenn ihr das Auobtal bis TR runterfahrt (lohnt sich!) und dann von TR bis Nossob hochfahrt (lohnt sich auch), seid ihr locker 8 Stunden unterwegs. Ohne lange Fotostopps. Gerade die Wasserlöcher nördlich TR bis etwa zwei Stunden Fahrtzeit finde ich persönlich sehr vielversprechend. Und dann wieder um Nossob herum. Ich würde an eurer Stelle Mabua-Gegend auslassen und mich auf die beiden Täler Auob und Nossob konzentrieren. Nur wegen des potentiellen Löwen in der Dusche nach Mabua fahren? Wir hatten diesen Mai in 4 Tagen Mabua nicht eine einzige Katze gesehen. Bei DWNP mal anfragen, ob Rooiputs und/oder Polentswa an bestimmten Tagen eurer Planung frei sind. Und dann die anderen Tage drumherum bauen. Vielleicht wird Kielikrankie frei, eventuell im Norden eines der Sanparks Wilderness-Camps einbauen. Viel Spaß bei der weiteren Planung. Adrian
Ich halte den Plan auch für unnötig stressig. Und bitte beachten: ihr werdet jeden Tag Temperaturen von 45-48°C haben. Ohne Wasser, Strom etc. nochmals ne Nummer härter als in nem Camp.
EUEulenspiegel151 Beiträge · seit 201801. Juli 2025 · #4
Hallo geebee, das wird eine schöne Tour, wenn Du diese optimierst. Wir waren jetzt 5x zu dieser Zeit im Park und immer mit Schwerpunkt die CS auf der BW-Seite. Der Zeitraum Februar ist gut gewählt, der Park ist nicht überlaufen (in 2023 nur 4 Autos in der Mabu, 2025 nur 3), es sind viele Camps wenig belegt und wenn der Regen mitspielt, fahrt Ihr durch eine grüne blühende Wüste. Soweit zu den Vorteilen dieser Reisezeit. Nachteilig können die extremen Temperaturen sein, über 40° C wären fast die Norm. Durch die trockene Luft aber besser verträglich als 30° in D. Nachts fällt die Temperatur auf unter 20°, man kann sehr gut schlafen. Dazu können Gewitterstürme auftreten. deren Intensität mit in unseren Breiten gewohnten nicht zu vergleichen sind. Da Mata-Mata rein und raus festzustehen scheint und 8 Nächte geplant sind empfehle ich folgendes. Ankunft in Mata Mate solltet Ihr bis 15 Uhr planen. Offiziell ist der Grenzübergang bis 16 Uhr offen. Bei uns hat dieses Jahr die Namibiaseite schon vor 15:30 in den Feierabendmodus geschaltet. 1x Mata Mata oder KTC 1x Two Rivers (BW-Seite) hier ist es ruhiger und nicht so staubig, die Abolution wurden dieses Frühjahr renoviert (ich hoffe man wird 2025 fertig damit) und Ihr benötigt keinen Laufzettel und könnt bei Toröffnung ( 6:00 Uhr ) ohne anstehen starten. Von TR schafft ihr es auch mit vielen guten Sichtungen und Pause bis Mittags nach Nossob. Von Nossob solltet Ihr spätesten 13:30 los in Richtung Mabu. Tanken und Wasservorräte auffüllen nicht vergessen. 1x Matopi ist das Zwischencamp in Richtung Mabu 2x Monamodi 1/2 diese CS sind als einzige in der Mabu über den DWNP buchbar, haben die gleiche Ausstattung wie die von Intertourist und kostet nur 30 Pula / 2 € p.P.p.N. Wenn es Euch dort nicht gefällt, fahrt zum Mabu-Gate und fragt den Zuständigen von Intertourist nach freien CS unter deren Verwaltung. Da kostet es dann 50 US-$ p.N. 1x Mosamane, das ist die CS auf dem Wildernesstrail zurück von der Mabu nach Nossob. 1x Nossob Von hier aus an der Picknicksite Dikbaardskolk über die Dünenroute ins Aobtal. 1x Mata Mata oder KTC Zurück nach Namibia. Dies würde ich über eine Agentur buchen (meine Erfahrungen mit Bwana Tucke sind gut). Das spart viele Nerven und Zeit.
Viel Spaß beim Planen und gute Reisen wünscht Till
EUEulenspiegel151 Beiträge · seit 201801. Juli 2025 · #5
Hallo geebee,
Nachtrag zu meinen Ausführungen. Du könntest versuchen an Stelle der Nacht in TR in Rooiputs eine CS zu bekommen. Und an Stelle der Nacht in Nossob eine CS in Polentswa. Auch diese CS sind unter Verwaltung des DWNP.
Gruß Till
GEgeebeeThemenstarter5 Beiträge · seit 202501. Juli 2025 · #6
Nun bin ich verunsichert 😄 2 Stimmen für Mabu auslassen, 1 Stimme für Mabu dazunehmen.
Bei den Temperaturen bin ich natürlich geneigt vielleicht eher in der Nähe der SANParks-Camps zu bleiben, falls wir aufgrund extremer Temperaturen doch auf eine Campsite ausweichen müssen.
Wenn wir Two Rivers, Rooiputs und Polentwa mal in den Plan mit aufnehmen und das mit den Sanpark-Sites kombinieren, haben wir dann einen schönen Mix? Auf das unfenced Campen in BW möchten wir in keinem Fall verzichten.
LG Sebastian
EUEulenspiegel151 Beiträge · seit 201801. Juli 2025 · #7
Hallo Sebastian,
lass Dich ja nicht verunsichern. Die Temperaturen im Park sind +/- 3° C im Park identisch, egal wo Du bist. Der Niederschlag / Gewitter sind normalerweise eher punktuell. Richtiges Kalaharifeeling kommt m.M.n. nur auf den CS im BW-Teil auf. Da hast Du Ruhe und hörst nur die Geräusche der Natur + Deine selbst verursachten. Nachbarn sind mindestens 500m weit weg (Polentswa, Monamodi, Mpaya, Mabu-Pan). Oder hast gar keine (andere CS in der Mabu). Mir ist auf den großen Camps zu viel Rummel. Einzigster Vorteil der großen Camps im SA-Teil ist deren Infrastruktur (Wasser, Strom). Da wäre 3x duschen am Tag möglich. Obwohl dies eigentlich auch auf Mpaya 1+2 und Monamodi 1 gehen sollte. Da hat es einen Brauchwasseranschluss. Diese funktionierten 2014,2016,2018, 2023 alle. Bei unserem Besuch im Jan/Feb dieses Jahr alle nicht. Wir planen mit 10 l Brauchwasser am Tag und kamen auch ohne Nachfüllen klar. Trinkwasser planen wir mit 3 l p.p. Tag dazu Reserve für 3 Tage. Gruß Till
kein Grund zur Verunsicherung. Ich glaube auch, dass Februar eine tolle Zeit für den Park ist (kenne ihn selbst aber nur in den Monaten Nov.-Januar u. März. Ich wollte mit meinem Post lediglich zum Ausdruck bringen, dass ihr - gerade wenn es die erste Campingreise im südlichen Afrika ist - bzgl. der Temperaturen wissen solltet, was euch erwartet. Gerade wenn man einige Tage fernab der Zivilisation unterwegs ist, fällt so etwas m.E. noch stärker ins Gewicht. Ihr habt natürlich AC im Auto. Aber ihr werdet in der Mabua nicht den ganzen Tag im Auto rumkurven wollen.
Die Mabua ist toll, gerade wenn es grün ist (wofür man aber natürlich angesichts der Zahl der in den letzten Jahren ausgefallenen Regenzeiten keine Garantie hat). Die Tierdichte ist meinem Gefühl nach aber deutlich geringer bzw. es halten sich nicht durchgehend dieselbe Zahl an Tieren in der Gegend auf. Auch ist die Anfahrt von Nossob, wenn man vorher noch nie ein (am Rande der Überladung stehendes) Allradfahrzeug im Sand bewegt hat, definitiv nicht ohne.
Zwecks "lohnen" in der Zeit: natürlich hören sich 8 Nächte im Park erstmal viel an. Aber ihr seid, mit Ausnahme der vier Nächte in der Mabua, in den übrigen vier Tagen halt "nur" unterwegs von A nach B und fahrt dabei zudem noch alle Strecken doppelt, ohne die Chance, auch andere Strecken zu fahren.
Eine Idee für eine alternative Route (je nachdem von wo genau ihr in Namibia kommt und wo ihr weiter hin wollt): 1-2N Kaa Section/KD2 Concession 1N Polentswa 3-4N Mabua 1N Nossob 1N Mata Mata
Allgemein sind auch die DWNP-Camps Rooiputs und Polentswa mehr als nur zu empfehlen, sie gehören sicher zu den schönsten Campsites im südlichen Afrika (und Rooiputs ist sicher unter unseren Top 3 Lifetime). Aber es wird mutmaßlich bereits jetzt nicht mehr überall alles zu allen Daten frei sein, da würde ich auch über eine Agentur gehen und mal Verfügbarkeiten prüfen lassen.
Ansonsten kann man Botswana auch gut in der Regenzeit besuchen - es kann nur halt sein, dass nicht alles (ohne viel Nerven und Vorerfahrung) nötig ist. Man kann aber sicher auch eine "safe" Route basteln - da müssten wir halt wissen, was ihr wollt und wie viel Zeit ihr insgesamt habt.
GEgeebeeThemenstarter5 Beiträge · seit 202501. Juli 2025 · #9
Danke für euren Input!
Wir sind vom 03. - 04. Februar auf der Bagatelle Campsite und kommen vorher von Sossusvlei. Am 13.02 müssen wir dann zurück in Windhoek sein um unseren Flug am Abend zu erreichen. Wie genau wir da hin kommen steht noch nicht fest, aber irgendein Zwischenstopp müssen wir in jedem Fall einbauen.
Hier mal unsere aktueller Plan: 20.01. Abflug, Ankunft 21.01. 21.01. Windhuk-Okahandja 22.01. Okahandja-Otavi 23.01. Otavi-Etosha 24.01. Etosha 25.01. Etosha 26.01. Etosha 27.01. Etosha 28.01. Etosha-Grootberg 29.01. Grootberg-Twyflefontain 30.01. Twyflefontain-Spitzkoppe 31.01. Spitzkoppe-Rostock 01.02. Rostock-Sossusvlei 02.02. Sossusvlei 03.02. Sossusvlei-Marienthal 04.02. Marienthal-Mata Mata 05.02. Mata Mata-Kgalagadi Park 06.02. Kgalagadi Park 07.02. Kgalagadi Park 08.02. Kgalagadi Park 09.02. Kgalagadi Park 10.02. Kgalagadi Park 11.02. Kgalagadi Park-Mata Mata 12.02. Mata Mata-Marienthal 13.02. Abflug, Ankunft 14.02
GEgeebeeThemenstarter5 Beiträge · seit 202502. Juli 2025 · #11
Super, danke!
Zwei Fragen hätte ich: - Angenommen wir fahren über Kaa oder Muba Gate aus - müssen wir wegen der Grenzformalitäten vorher in Two Rivers vorbei? Ich hatte mal etwas in diese Richtung gelesen das dies dort zu erledigen ist.
- Was wäre zwischen Kaa/Mabu und Windhoek ein netter Zwischenstopp?
- Polentswa nach Mabu - ist dann nicht extrem lang? Tracks4Africa sagt 9 Stunden 😮
a) Ja, ihr müsstet über Two Rivers für die Grenzformalitäten - das hatte ich bei meinem Vorschlag nicht bedacht. Vielleicht kann man die Nächte trotzdem passend schieben?
b) Es sind zmehr oder weniger zwei Fahrtage. Aus eigener Erfahrung kann ich dir leider keinen Tipp nennen, die Frage taucht hier aber häufiger auf (such mal nach Gobabis o. Buitepos)
c) Ja, das ist lang - ca. 1h bis 1,5h länger als ab Nossob. Alternativ in Nossob statt in Polentswa nächtigen (dann kann man auch nochmal tanken)
GEgeebeeThemenstarter5 Beiträge · seit 202502. Juli 2025 · #13
Danke! Folgende Idee:
04.02 - Kalahari Tented Camp / Mata-Mata 05.02 - Grenzformalitäten Two Rivers / Übernachten in Rooiputs oder Two Rivers 06.02 - Nossob Campingsite 07.02 - Motopi 1 / 2 als Zwischenstopp Richtung Mabu 08.02 - Mabu Area 09.02 - Mabu Area 10.02 - Mabu Area 11.02 - Mabu Area 12.02 - Mabu Area / Ausfahrt Richtung Gobabis o. Buitepos
Die Strecke von Mabu bis Buitepos mit Grenzübergang erscheint mir extrem lang - T4A sagt hier gute 9 Stunden. Ist das machbar oder sollten wir hier noch irgendwo in Botswana stoppen?
Das ganze hängt natürlich stark von der Verfügbarkeit ab, schauen wir mal.
Ytramix299 Beiträge · seit 201802. Juli 2025 · #14
Wenn ihr von Nossob kommt könnt ihr euch Motopi gegebenenfalls schenken. (Uns hat es als Einstieg gefallen) Nosob bis Bossoboglo geht ganz gut und zur Mabua müsst es mit langem Fahrtag auch reichen.
Ich würde auch schauen in Nossob zeitig loszufahren (Sand noch kompakter) die Dünen können bei grosser Hitze eine Herausforderung werden. 😗
Und schaut auf eure Vorräte, lieber zu viel Wasser - war mal kurz vor einem Hitzeschlag da 😵 Verlasst euch nicht auf die Wassrerhahn:hennen 😉 Nehmt einfach alles mit was ihr denkt zu benötigen 😉 3Liter Wasser gehen da locker pro Tag und Person nur mit trinken weg. Wir rechnen jeweils 10Liter/Tag/Person inkl. "Brauchwasser" und dann sicher noch +3Tage je wie abgelegen wir sind.
In der Postbox hast du noch eine Link mit Campbeschreibung und Buchungscodes 🙄
Und denk dran in der Mabua werden die Campsites auch mal gerne beschlagnahmt 🤩